Netflix will seinen Streamingdienst massiv umbauen

Logo Netflix 2026

Die vir­tu­el­len Spat­zen pfei­fen es von allen Netz­dä­chern: Net­flix hat Pro­ble­me. Zum einen mel­den gera­de diver­se Medi­en, die alle von­ein­an­der abschrei­ben (was ich hier streng genom­men eben­falls tue), dass sich kaum noch jemand zwei­te Staf­feln von Seri­en ansieht. Bei­spiels­wei­se geht offen­bar gera­de Sea­son zwei von AVATAR – THE LAST AIRBENDER unter.

Das nächs­te Pro­blem ist, dass Net­flix offen­bar die Abon­nen­tin­nen in Scha­ren weg­lau­fen, das haben »Quel­len« zumin­dest gegen­über dem Wall Street Jour­nal gesagt.

Tja. Irgend­wann sind die Zuschaue­rin­nen halt nicht mehr gewillt, die Preis­er­hö­hun­gen mit­zu­ma­chen. Und die ver­gleichs­wei­se lan­gen Zeit­räu­me, die zwi­schen den Staf­feln ver­ge­hen, las­sen mög­li­cher­wei­se das Inter­es­se ein­fach schwin­den. Dazu kommt, dass man die Ziel­grup­pe dar­auf trai­niert hat, sich Seri­en sofort am Stück anse­hen zu kön­nen, das berühm­te »Bin­gen«, und wenn man dann die Nutzer°Innen durch das Auf­tei­len der Inhal­te dazu nöti­gen möch­te, län­ger zu abon­nie­ren, dann könn­te es sein, dass denen das auf­fällt.

Ich selbst habe mein Net­flix-Abo über Jah­re durch­lau­fen las­sen, es gab halt immer irgend­was zu sehen, unter ande­rem eben auch diver­se STAR TREK-Seri­en. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te ich nach den letz­ten fre­chen Preis­er­hö­hun­gen die Faxen aber dicke und habe gekün­digt; nicht aus­schließ­lich wegen des Prei­ses, son­dern auch weil Inhal­te, die mich inter­es­sier­ten immer sel­te­ner wur­den (weil die Anbie­ter die lie­ber auf ihren eige­nen Diens­ten zei­gen woll­ten). WEDNESDAY und STRANGER THINGS habe ich mir erst ange­se­hen, als alles kom­plett vor­han­den war und dann auch nur für einen Monat gezahlt. Seit­dem nicht mehr, denn mich hat auch nichts bei Net­flix wirk­lich inter­es­siert. Die ers­te Staf­fel von AVATAR war zwar ganz nett. Aber eben nur das.

Die Gold­grä­ber­zeit des Strea­ming ist vor­bei. Der Ver­such, den Zuschauer°Innen zwan­zig kos­ten­pflich­ti­ge Diens­te auf­zu­drü­cken, wenn man alles sehen woll­te, war zum Schei­tern ver­ur­teilt, auch wenn das die Nie­ten in Nadel­strei­fen mit Dol­lar­zei­chen in den Augen in den Stu­di­os nicht sehen woll­ten. Neben­ef­fekt: Das ille­ga­le Her­un­ter­la­den von Inhal­ten hat wie­der zuge­nom­men, nach­dem es zu Beginn der Strea­ming-Ära, als man alles für klei­nes Geld bekom­men konn­te, ein­ge­bro­chen war.

Net­flix hat jetzt zwei Plä­ne: Zum einen wol­len sie Inhal­te Drit­ter bün­deln, man soll also Ama­zon Video-artig auch Con­tent ande­rer Anbie­ter sehen kön­nen. Ich fin­de das nicht son­der­lich ori­gi­nell, denn das gab es auch bereits in der Ver­gan­gen­heit. Zudem müss­ten die­se Anbie­ter dabei aber auch mit­spie­len. Die wol­len aller­dings lie­ber selbst Geld ver­die­nen.

Zum ande­ren wol­len sie dem Ver­neh­men nach ernst­haft einen linea­ren Dienst anbie­ten, ähn­lich wie Plu­toTV, der die Nutzer°Innen dann wie­der zwin­gen wür­de, Sen­dun­gen zu bestimm­ten Uhr­zei­ten zu schau­en. Wie bit­te?

Und wir Dum­mer­chen hat­ten gedacht, dass linea­res Fern­se­hen was mit­tel­al­ter­li­ches ist, das nur noch Boo­mer nut­zen …

Am Ende zeigt das wie­der ein­mal, dass man als Nutzer°In eben doch Macht hat und dass man mit den Füßen abstim­men kann. Und das soll­ten wir alle viel­leicht viel öfter tun, nicht nur bei Strea­ming­diens­ten.

Logo Net­flix Copy­right Net­flix

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen