Medium

Das bespro­che­ne Medi­um, also bei­spiels­wei­se Buch oder Film

GHOSTBUSTERS – Ihr schießt wie Mädchen!

Logo Ghostbusters

Was gab es für ein Vor­ab­ge­ha­te um den neu­en GHOSTBUSTERS-Film, bei dem Paul Feig Regie füh­ren und – um Him­mels wil­len! – ein Team aus weib­li­chen Geis­ter­jä­gern die Pro­to­nen­päck­chen tra­gen soll­te. Nichts davon hat­te irgend­ei­nen inhalt­li­chen Sinn, denn tat­säch­lich kann man ja erst ermes­sen, wie ein Film gewor­den ist, wenn man ihn gese­hen hat. Das hat all die Hater aber nicht davon abge­hal­ten, ihr kin­di­sches Gemau­le über das gesam­te Inter­net zu ver­brei­ten. Und wer nicht über die Frau­en in der Haupt­rol­le mecker­te, der schwa­dro­nier­te irgend­ei­nen Unsinn dar­über, dass ihm durch ein Remake sei­ne Kind­heit genom­men wer­de (was natür­lich völ­li­ger Blöd­sinn ist, die bei­den alten Fil­me ver­än­dern sich ja dadurch nicht und gehen auch nicht weg). Oder dass Hol­ly­wood nichts mehr ein­fällt. Dass dem nicht so ist, zeigt der vor­lie­gen­de Film.

STAR TREK BEYOND – Another Fine Day in The Fleet

Star Trek Beyond Poster

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten. Die­se Bespre­chung basiert auf der eng­lisch­spra­chi­gen Ver­si­on.

Von der Fünf­jah­res­mis­si­on der USS Enter­pri­se sind bereits drei Jah­re ver­gan­gen, und man merkt Schiff und Crew Ermü­dungs­er­schei­nun­gen an. Ins­be­son­de­re Cap­tain James T. Kirk scheint die Faxen nach den Jah­ren im All fern ab von Zuhau­se dicke zu haben. Aber auch Spock sucht nach neu­en Auf­ga­ben und sieht die eher auf New Vul­kan, um sein Volk zu unter­stüt­zen, als wei­ter­hin im Tie­f­raum auf einem Ster­nen­schiff. Doch bei einem Zwi­schen­stopp auf der Raum­sta­ti­on York­town (RAUMSTATION! – man muss das in Groß­buch­sta­ben schrei­ben) ergibt sich eine Auf­ga­be, für deren Lösung die Enter­pri­se das ein­zig sinn­vol­le Schiff weit und breit ist. So weit, so grund­sätz­lich bekannt ist der Beginn die­ses Plots. Aber was dann kommt, ist alles ande­re als bekannt.

Heute erschienen: OVERWATCH

Overwatch Lineup

Bliz­zard Enter­tain­ment ist vor allem durch die War­craft-, Star­craft- und Dia­blo-Rei­hen sowie dem MMORPG-Dau­er­bren­ner World of War­craft bekannt gewor­den. In den letz­ten Jah­ren kamen dann noch das auf War­craft basie­ren­de Kar­ten­spiel Hearth­stone, sowie das MOBA Heroes of the Storm dazu, wel­ches eben­falls die Hel­den aus den ver­gan­ge­nen Spie­len wie­der­ver­wen­det. Mit Over­watch geht der Spie­le­rie­se nun völ­lig neue Wege, denn es han­delt sich hier­bei um einen First-Per­son-Shoo­ter à la Qua­ke, Unre­al Tour­na­ment oder Coun­ter Strike, noch dazu in einer kom­plett neu­en Spiel­welt. Bliz­zard ver­zich­tet dabei auch gleich auf einen Ein­zel­spie­ler­mo­dus, um sich voll­stän­dig auf den Mul­ti­play­er-Aspekt zu kon­zen­trie­ren.

Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow

Vor­wort zur Neu­ver­öf­fent­li­chung: Die­ser Text erschien ursprüng­lich im April 2010 (also bereits vor sagen­haf­ten sechs Jah­ren) auf dem alten Arti­kel­por­tal von Phan­ta­News. Aus gege­be­nem Anlass habe ich ihn jetzt hier­her über­tra­gen, denn er erscheint ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Buch­bran­che nach allen ande­ren die Digi­ta­li­sie­rung ent­deckt hat, in immer grö­ße­res »Mim­i­mi« aus­bricht und offen­bar alle Feh­ler der Musik­in­dus­trie wie­der­ho­len möch­te, aktu­el­ler denn je. Aus­lö­ser war kon­kret aller­dings das Erschei­nen eines Arti­kels von Felix Mün­ter bei Teil­zeit­hel­den, bei dem mich allein der pole­mi­sche (und sach­lich fal­sche) Titel bereits schau­dern lässt. Mir hängt die­se Form der Dis­kus­si­on zum Hals raus, denn sie wur­de bereits erschöp­fend geführt und muss wahr­lich nicht erneut ange­fan­gen wer­den, nur weil Buch­bran­che und Autoren etli­che Jah­re nach allen ande­ren die Digi­ta­li­sie­rung ent­deckt haben.

Cory Doc­to­row ist ein kana­di­scher Sci­ence-Fic­tion-Schrift­stel­ler und Akti­vist in Sachen neue Medi­en, Inter­net, Copy­right-Libe­ra­li­sie­rung und Pri­vat­sphä­re. Am letz­ten Wochen­en­de habe ich sein Buch LITTLE BROTHER in Rekord­zeit gele­sen, nach­dem es mir von »fel­low neti­zens« bereits mehr­fach nach­drück­lich ans Herz gelegt wur­de.

Das Beson­de­re an die­sem Buch: man kann es nicht nur über die ein­schlä­gi­gen Ver­triebs­ka­nä­le kau­fen, son­dern es auch ein­fach auf sei­ner Web­sei­te kos­ten­los in zahl­rei­chen For­ma­ten her­un­ter laden. Kos­ten­los. Ein­fach so. Legal. Unter einer Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz. Trotz die­ser Tat­sa­che ver­kau­fen sich sei­ne Bücher wie geschnit­ten Brot.

Wie kann das sein? Ins­be­son­de­re ange­sichts des Dau­er­ge­jam­mers gewis­ser Ver­le­ger und Ver­la­ge, wie böse kos­ten­lo­se Ange­bo­te sind – sei­en sie nun semi­le­gal oder legal – und dass bei­de den Markt zer­stö­ren…

Im Vor­wort zu LITTLE BROTHER befin­det sich der fol­gen­de Text, den ich aus dem Eng­li­schen über­setzt habe, um ihn hier zu ver­öf­fent­li­chen, was ich auf­grund der CC-Lizenz pro­blem­los tun darf, wenn ich den Namen des Autoren nen­ne, auf sei­ne Web­sei­te hin­wei­se und kein Geld damit ver­die­ne.

THE LADY IN THE VAN

Poster Lady In The Van

THE LADY IN THE VAN – Bun­des­start 14.04.2016

Bereits zwei­mal por­trai­tier­te Mag­gie Smith den kau­zi­gen Cha­rak­ter der Miss Mary She­p­herd, bevor Nicho­las Hyt­ner die Geschich­te für die Lein­wand adap­tier­te. Ein­mal in einer Hör­spiel­fas­sung, und schließ­lich in einer Büh­nen­ver­si­on. Jetzt kommt die­se außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te ins Kino, lie­be­voll umge­setzt von Nicho­las Hyt­ner, der sich neun Jah­re seit sei­nem letz­ten Film HISTORY BOYS Zeit ließ, sein Nischen­pu­bli­kum zu erfreu­en. Nischen­pu­bli­kum des­we­gen, weil eng­li­sche Dra­mas mit stark komö­di­an­ti­schen Ein­schlag noch immer ein in die Ecke gedräng­tes Dasein füh­ren. War­um auch immer. Dreh­buch­schrei­ber und Büh­nen­au­tor Alan Ben­nett will die Geschich­te um die Frau im Lie­fer­wa­gen erlebt haben. Und selbst wenn nur die Hälf­te von sei­ner Erzäh­lung wahr sein soll­te, glaubt man letzt­end­lich dar­an, dass alles davon wirk­lich pas­siert ist.

THE JUNGLE BOOK

Poster Djungle Book

THE JUNGLE BOOK – Bun­des­start 14.04.2016

Die Dis­kus­sio­nen um Sinn und Unsinn von Remakes, Reboots, Sequels, oder Pre­quels wird nie­mals abrei­ßen. Aber das hat auch sei­ne guten Sei­ten. Die Stu­di­os wer­den dadurch in die Ver­pflich­tung genom­men. Einen Klas­si­ker wie DAS DSCHUNGELBUCH (1967) neu zu inter­pre­tie­ren macht das Maus-Haus aller­dings zu einer leich­ten Ziel­schei­be. Schließ­lich ist die­ser Film der füh­ren­de Klas­si­ker in Dis­neys lan­ger Ani­ma­ti­ons-Rei­he. Sicher war auf alle Fäl­le, dass man beim augen­blick­li­chen Stand der Com­pu­ter­ani­ma­ti­ons­tech­nik auf kei­nen Fall zur her­kömm­li­chen Gestal­tung von regu­lä­ren Zei­chen­trick­fil­men zurück gehen konn­te. Dazu muss­te das Stu­dio immer­hin 175 Mil­lio­nen Dol­lar inves­tie­ren. Sehr viel Geld für einen Fami­li­en­film, der in ers­ter Linie die ganz jun­gen Zuschau­er im Blick­feld hat.

10 CLOVERFIELD LANE

Poster 10 Cloverfield Lane

10 CLOVERFIELD LANE – Bun­des­start 31.03.2016

Also, was ist 10 CLOVERFIELD LANE? Der Trai­ler war ein typi­sches Pro­dukt für eine J.J. Abrams-Pro­duk­ti­on. Abs­trakt, viel­ver­spre­chend und, man muss ehr­lich sein, nichts­sa­gend. Als der ers­te Trai­ler von 10 CLOVERFIELD LANE über die Lein­wän­de flat­ter­te, da waren Fan und Cine­ast glei­cher­ma­ßen ver­wirrt, aber eben­so ange­fixt. Wird es ein Pre­quel, eine Fort­set­zung, oder eine ganz eige­ne Geschich­te? Nicht ganz, dafür wur­de das Wort Clover­field in der Wer­be­pha­se zu sehr her­vor­ge­ho­ben. Was das Rät­sel­ra­ten nur noch span­nen­der mach­te.

Was ist also 10 CLOVERFIELD LANE wirk­lich? Man kann es nicht sagen, ohne die Mys­te­ri­en dar­in erwäh­nen zu müs­sen.

CRIMINAL ACTIVITIES

Poster Criminal Activities

CRIMINAL ACTIVITIES – Bun­des­start 31.03.2016

Nach 42 Jah­ren im Film­ge­schäft hat es Jackie Ear­le Haley doch ein­mal gewagt, selbst einen Film zu insze­nie­ren. Erstaun­lich, dass er sich dabei auf den Dreh­buch-Debü­tan­ten Robert Lowell ver­ließ. Aber Haley schien sich gedacht zu haben, auf alles oder nichts zu set­zen. Letzt­end­lich lag er damit nicht kom­plett dane­ben. CRIMINAL ACTIVITIES atmet ein biss­chen die Atmo­sphä­re einer Fin­ger­übung, immer wie­der gut, aber nicht ganz rund. Die Ein­flüs­se der Wer­ke von Matthew Vaughn und Guy Rit­chie sind dabei unver­kenn­bar. Aber auch das ist voll­kom­men in Ord­nung. Lie­ber gut kopiert, als schlecht erfun­den. CRIMINAL ACTIVITIES wird kei­ne tie­fen Spu­ren hin­ter­las­sen, soll­te aller­dings wahr­ge­nom­men wer­den.

BATMAN v SUPERMAN – DAWN OF JUSTICE

PromoposterBVS

BATMAN v SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE – Bun­des­start 24.03.2016

Er ist so etwas wie der Heils­brin­ger für War­ner und DC, schließ­lich hat Zack Sny­der mit WATCHMEN einen der beein­dru­ckens­ten Super­hel­den­fil­me insze­niert, und mit 300 eine völ­lig neue Tes­to­ste­ron-Ebe­ne erschaf­fen. Nun war MAN OF STEEL nicht der gewünsch­te Anschluss an das Mar­vel-Cine­ma­tic-Uni­ver­se gewor­den. Fans und Kri­ti­ker waren sel­te­ner glei­cher­ma­ßen gespal­ten. Aber War­ner hielt an Sny­der fest, denn Mil­li­ar­den Dol­lars wer­den mit Super­hel­den­fil­men ver­dient, da kann die Initi­al­zün­dung für DC nicht so weit weg sein. Zudem ist Sny­der mit sei­nem Stil so weit von den Gefäl­lig­kei­ten eines Joss Whe­donMAN OF STEEL ent­fernt, dass DC in sei­nem eige­nen fil­mi­schen Uni­ver­sum Mar­vel durch­aus nicht mehr hin­ter­her hecheln muss. Fort­an ist Sny­der auch Pro­du­zent bei künf­ti­gen Fil­men. Acht sind bereits in Vor­pro­duk­ti­on, SUICIDE SQUAD bereits in Nach­be­ar­bei­tung. Man kann nur hof­fen, dass die Rech­nung auf­geht.

ROCK THE KASBAH

Poster Rock The Kasbah

ROCK THE KASBAH –  Bun­des­start 24.03.2016

Bar­ry Levin­son war nie der Regis­seur, der rei­ne Komö­di­en auf die Lein­wand brach­te. Es sind immer Dra­men, auf einer Art die etwas lus­ti­ges haben, oder sich als mensch­li­che Dra­men aus ande­ren Gen­res her­aus gene­rie­ren. Wie bei dem Sci­ence Fic­tion Thril­ler SHPERE, oder der Polit-Far­ce MAN OF THE YEAR. Levin­sons Meis­ter­stück war sicher­lich RAIN MAN. Aber selbst mit THE BAY konn­te er dem aus­ge­lutsch­ten Sub-Gen­re des Found-Foo­ta­ge-Thril­lers neue Aspek­te abge­win­nen. Er ist ein Regis­seur, der mit Erwar­tun­gen und Atmo­sphä­re spie­len kann, was immer wie­der dem Zuschau­er ent­ge­gen kam. Mit ROCK THE KASBAH ver­hält es sich nicht anders. Ein Film mit Bill Mur­ray muss ein­fach komisch sein, und genau dage­gen geht Bar­ry Levin­son an. Aber trotz­dem mit einem schel­mi­schen Grin­sen.

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen