Was gab es für ein Vorabgehate um den neuen GHOSTBUSTERS-Film, bei dem Paul Feig Regie führen und – um Himmels willen! – ein Team aus weiblichen Geisterjägern die Protonenpäckchen tragen sollte. Nichts davon hatte irgendeinen inhaltlichen Sinn, denn tatsächlich kann man ja erst ermessen, wie ein Film geworden ist, wenn man ihn gesehen hat. Das hat all die Hater aber nicht davon abgehalten, ihr kindisches Gemaule über das gesamte Internet zu verbreiten. Und wer nicht über die Frauen in der Hauptrolle meckerte, der schwadronierte irgendeinen Unsinn darüber, dass ihm durch ein Remake seine Kindheit genommen werde (was natürlich völliger Blödsinn ist, die beiden alten Filme verändern sich ja dadurch nicht und gehen auch nicht weg). Oder dass Hollywood nichts mehr einfällt. Dass dem nicht so ist, zeigt der vorliegende Film.
Kann Spuren von Spoilern enthalten. Diese Besprechung basiert auf der englischsprachigen Version.
Von der Fünfjahresmission der USS Enterprise sind bereits drei Jahre vergangen, und man merkt Schiff und Crew Ermüdungserscheinungen an. Insbesondere Captain James T. Kirk scheint die Faxen nach den Jahren im All fern ab von Zuhause dicke zu haben. Aber auch Spock sucht nach neuen Aufgaben und sieht die eher auf New Vulkan, um sein Volk zu unterstützen, als weiterhin im Tiefraum auf einem Sternenschiff. Doch bei einem Zwischenstopp auf der Raumstation Yorktown (RAUMSTATION! – man muss das in Großbuchstaben schreiben) ergibt sich eine Aufgabe, für deren Lösung die Enterprise das einzig sinnvolle Schiff weit und breit ist. So weit, so grundsätzlich bekannt ist der Beginn dieses Plots. Aber was dann kommt, ist alles andere als bekannt.
Blizzard Entertainment ist vor allem durch die Warcraft-, Starcraft- und Diablo-Reihen sowie dem MMORPG-Dauerbrenner World of Warcraft bekannt geworden. In den letzten Jahren kamen dann noch das auf Warcraft basierende Kartenspiel Hearthstone, sowie das MOBAHeroes of the Storm dazu, welches ebenfalls die Helden aus den vergangenen Spielen wiederverwendet. Mit Overwatch geht der Spieleriese nun völlig neue Wege, denn es handelt sich hierbei um einen First-Person-Shooter à la Quake, Unreal Tournament oder Counter Strike, noch dazu in einer komplett neuen Spielwelt. Blizzard verzichtet dabei auch gleich auf einen Einzelspielermodus, um sich vollständig auf den Multiplayer-Aspekt zu konzentrieren.
Vorwort zur Neuveröffentlichung: Dieser Text erschien ursprünglich im April 2010 (also bereits vor sagenhaften sechs Jahren) auf dem alten Artikelportal von PhantaNews. Aus gegebenem Anlass habe ich ihn jetzt hierher übertragen, denn er erscheint angesichts der Tatsache, dass die Buchbranche nach allen anderen die Digitalisierung entdeckt hat, in immer größeres »Mimimi« ausbricht und offenbar alle Fehler der Musikindustrie wiederholen möchte, aktueller denn je. Auslöser war konkret allerdings das Erscheinen eines Artikels von Felix Münter bei Teilzeithelden, bei dem mich allein der polemische (und sachlich falsche) Titel bereits schaudern lässt. Mir hängt diese Form der Diskussion zum Hals raus, denn sie wurde bereits erschöpfend geführt und muss wahrlich nicht erneut angefangen werden, nur weil Buchbranche und Autoren etliche Jahre nach allen anderen die Digitalisierung entdeckt haben.
Cory Doctorow ist ein kanadischer Science-Fiction-Schriftsteller und Aktivist in Sachen neue Medien, Internet, Copyright-Liberalisierung und Privatsphäre. Am letzten Wochenende habe ich sein Buch LITTLE BROTHER in Rekordzeit gelesen, nachdem es mir von »fellow netizens« bereits mehrfach nachdrücklich ans Herz gelegt wurde.
Das Besondere an diesem Buch: man kann es nicht nur über die einschlägigen Vertriebskanäle kaufen, sondern es auch einfach auf seiner Webseite kostenlos in zahlreichen Formaten herunter laden. Kostenlos. Einfach so. Legal. Unter einer Creative Commons-Lizenz. Trotz dieser Tatsache verkaufen sich seine Bücher wie geschnitten Brot.
Wie kann das sein? Insbesondere angesichts des Dauergejammers gewisser Verleger und Verlage, wie böse kostenlose Angebote sind – seien sie nun semilegal oder legal – und dass beide den Markt zerstören…
Im Vorwort zu LITTLE BROTHER befindet sich der folgende Text, den ich aus dem Englischen übersetzt habe, um ihn hier zu veröffentlichen, was ich aufgrund der CC-Lizenz problemlos tun darf, wenn ich den Namen des Autoren nenne, auf seine Webseite hinweise und kein Geld damit verdiene.
Bereits zweimal portraitierte Maggie Smith den kauzigen Charakter der Miss Mary Shepherd, bevor Nicholas Hytner die Geschichte für die Leinwand adaptierte. Einmal in einer Hörspielfassung, und schließlich in einer Bühnenversion. Jetzt kommt diese außergewöhnliche Geschichte ins Kino, liebevoll umgesetzt von Nicholas Hytner, der sich neun Jahre seit seinem letzten Film HISTORY BOYS Zeit ließ, sein Nischenpublikum zu erfreuen. Nischenpublikum deswegen, weil englische Dramas mit stark komödiantischen Einschlag noch immer ein in die Ecke gedrängtes Dasein führen. Warum auch immer. Drehbuchschreiber und Bühnenautor Alan Bennett will die Geschichte um die Frau im Lieferwagen erlebt haben. Und selbst wenn nur die Hälfte von seiner Erzählung wahr sein sollte, glaubt man letztendlich daran, dass alles davon wirklich passiert ist.
Die Diskussionen um Sinn und Unsinn von Remakes, Reboots, Sequels, oder Prequels wird niemals abreißen. Aber das hat auch seine guten Seiten. Die Studios werden dadurch in die Verpflichtung genommen. Einen Klassiker wie DAS DSCHUNGELBUCH (1967) neu zu interpretieren macht das Maus-Haus allerdings zu einer leichten Zielscheibe. Schließlich ist dieser Film der führende Klassiker in Disneys langer Animations-Reihe. Sicher war auf alle Fälle, dass man beim augenblicklichen Stand der Computeranimationstechnik auf keinen Fall zur herkömmlichen Gestaltung von regulären Zeichentrickfilmen zurück gehen konnte. Dazu musste das Studio immerhin 175 Millionen Dollar investieren. Sehr viel Geld für einen Familienfilm, der in erster Linie die ganz jungen Zuschauer im Blickfeld hat.
Also, was ist 10 CLOVERFIELD LANE? Der Trailer war ein typisches Produkt für eine J.J. Abrams-Produktion. Abstrakt, vielversprechend und, man muss ehrlich sein, nichtssagend. Als der erste Trailer von 10 CLOVERFIELD LANE über die Leinwände flatterte, da waren Fan und Cineast gleichermaßen verwirrt, aber ebenso angefixt. Wird es ein Prequel, eine Fortsetzung, oder eine ganz eigene Geschichte? Nicht ganz, dafür wurde das Wort Cloverfield in der Werbephase zu sehr hervorgehoben. Was das Rätselraten nur noch spannender machte.
Was ist also 10 CLOVERFIELD LANE wirklich? Man kann es nicht sagen, ohne die Mysterien darin erwähnen zu müssen.
Nach 42 Jahren im Filmgeschäft hat es Jackie Earle Haley doch einmal gewagt, selbst einen Film zu inszenieren. Erstaunlich, dass er sich dabei auf den Drehbuch-Debütanten Robert Lowell verließ. Aber Haley schien sich gedacht zu haben, auf alles oder nichts zu setzen. Letztendlich lag er damit nicht komplett daneben. CRIMINAL ACTIVITIES atmet ein bisschen die Atmosphäre einer Fingerübung, immer wieder gut, aber nicht ganz rund. Die Einflüsse der Werke von Matthew Vaughn und Guy Ritchie sind dabei unverkennbar. Aber auch das ist vollkommen in Ordnung. Lieber gut kopiert, als schlecht erfunden. CRIMINAL ACTIVITIES wird keine tiefen Spuren hinterlassen, sollte allerdings wahrgenommen werden.
BATMAN v SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE – Bundesstart 24.03.2016
Er ist so etwas wie der Heilsbringer für Warner und DC, schließlich hat Zack Snyder mit WATCHMEN einen der beeindruckensten Superheldenfilme inszeniert, und mit 300 eine völlig neue Testosteron-Ebene erschaffen. Nun war MAN OF STEEL nicht der gewünschte Anschluss an das Marvel-Cinematic-Universe geworden. Fans und Kritiker waren seltener gleichermaßen gespalten. Aber Warner hielt an Snyder fest, denn Milliarden Dollars werden mit Superheldenfilmen verdient, da kann die Initialzündung für DC nicht so weit weg sein. Zudem ist Snyder mit seinem Stil so weit von den Gefälligkeiten eines Joss WhedonMAN OF STEEL entfernt, dass DC in seinem eigenen filmischen Universum Marvel durchaus nicht mehr hinterher hecheln muss. Fortan ist Snyder auch Produzent bei künftigen Filmen. Acht sind bereits in Vorproduktion, SUICIDE SQUAD bereits in Nachbearbeitung. Man kann nur hoffen, dass die Rechnung aufgeht.
Barry Levinson war nie der Regisseur, der reine Komödien auf die Leinwand brachte. Es sind immer Dramen, auf einer Art die etwas lustiges haben, oder sich als menschliche Dramen aus anderen Genres heraus generieren. Wie bei dem Science Fiction Thriller SHPERE, oder der Polit-Farce MAN OF THE YEAR. Levinsons Meisterstück war sicherlich RAIN MAN. Aber selbst mit THE BAY konnte er dem ausgelutschten Sub-Genre des Found-Footage-Thrillers neue Aspekte abgewinnen. Er ist ein Regisseur, der mit Erwartungen und Atmosphäre spielen kann, was immer wieder dem Zuschauer entgegen kam. Mit ROCK THE KASBAH verhält es sich nicht anders. Ein Film mit Bill Murray muss einfach komisch sein, und genau dagegen geht Barry Levinson an. Aber trotzdem mit einem schelmischen Grinsen.
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