Heute erschienen: OVERWATCH

Overwatch Lineup

Bliz­zard Enter­tain­ment ist vor allem durch die War­craft-, Star­craft- und Dia­blo-Rei­hen sowie dem MMORPG-Dau­er­bren­ner World of War­craft bekannt gewor­den. In den letz­ten Jah­ren kamen dann noch das auf War­craft basie­ren­de Kar­ten­spiel Hearth­stone, sowie das MOBA Heroes of the Storm dazu, wel­ches eben­falls die Hel­den aus den ver­gan­ge­nen Spie­len wie­der­ver­wen­det. Mit Over­watch geht der Spie­le­rie­se nun völ­lig neue Wege, denn es han­delt sich hier­bei um einen First-Per­son-Shoo­ter à la Qua­ke, Unre­al Tour­na­ment oder Coun­ter Strike, noch dazu in einer kom­plett neu­en Spiel­welt. Bliz­zard ver­zich­tet dabei auch gleich auf einen Ein­zel­spie­ler­mo­dus, um sich voll­stän­dig auf den Mul­ti­play­er-Aspekt zu kon­zen­trie­ren.

overwatch_maps

Ab Ver­kaufs­start ste­hen dem Spie­ler gleich 21 ver­schie­de­ne Hel­den aus den vier Berei­chen Ass­ault, Defen­se, Tank und Sup­port zur Ver­fü­gung, wel­che sich zum Teil sehr unter­schied­lich spie­len. Hier kommt es vor allem auf die rich­ti­ge Zusam­men­set­zung der jeweils sechs­köp­fi­gen Teams für die anste­hen­de Auf­ga­be an. Nur mit Scharf­schüt­zen wie Femme Fata­le Widow­ma­ker oder Bogen­schüt­ze Han­zo wird es schwie­rig, den Kon­troll­punkt ein­zu­neh­men, oder die Fracht zu eskor­tie­ren (zwei der ins­ge­samt vier Kar­ten­ar­ten), zu vie­le Tanks bedeu­ten zu wenig Scha­den gegen das geg­ne­ri­sche Team. Ein klas­si­sches Death­match gibt es nicht, da hier eini­ge Hel­den, wie zum Bei­spiel Hei­le­rin Mer­cy, auf der Stre­cke blei­ben wür­den. Statt­des­sen baut Over­watch auf Team­work beim Errei­chen des Spiel­ziels. Wich­ti­ger, als man zunächst denkt, ist dabei auch wäh­rend des Spiels den Cha­rak­ter zu wech­seln um auf die Geg­ner sowie die aktu­el­le Situa­ti­on auf dem Schlacht­feld reagie­ren zu kön­nen. Wird man immer wie­der vom glei­chen Hel­den besiegt, soll­te man ver­mut­lich zu einem Hel­den­ty­pus grei­fen, der die­sen bes­ser kon­tern kann. Das Game­play ist dabei durch­aus als rasant zu bezeich­nen und eine Run­de dau­ert sel­ten län­ger als zehn Minu­ten. Beweg­te Bil­der kön­nen viel mehr aus­drü­cken als Wor­te, daher hier der offi­zi­el­le Game­play-Trai­ler:

[ytv width=»875«]https://youtu.be/Ai887nXxSfE[/ytv]

Da es kei­ne Ein­zel­spie­ler-Kam­pa­gne gibt, wur­den ande­re Mög­lich­kei­ten benö­tigt, um die Hel­den, und die futu­ris­ti­sche Welt in der sie exis­tie­ren, leben­dig wer­den zu las­sen. Bekannt für genia­le ani­mier­te Fil­me und Zwi­schen­se­quen­zen, ver­öf­fent­licht Bliz­zard seit eini­gen Wochen immer wie­der Kurz­fil­me, Teaser und Trai­ler zu Over­watch (aktu­ell https://youtu.be/cPRRupAM4DI). Aber auch meh­re­re kur­ze Comics wur­den bereits online released und kön­nen auf playoverwatch.com kos­ten­los gele­sen wer­den. Ins­ge­samt hat Bliz­zard einen inter­es­san­ten Weg beschrit­ten, denn die Hin­ter­grün­de der Hel­den und der Welt sind selbst den Ent­wick­lern noch nicht voll­stän­dig bekannt und wer­den immer wei­ter gespon­nen. Eine Art umge­kehr­tes World­buil­ding: Zuerst gibt es die Figu­ren und dazu wird eine Geschich­te erschaf­fen.

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Für die­ses Gen­re gera­de­zu unge­wöhn­lich ist Over­watchs hoher Preis. Wäh­rend Team-Shoo­ter-Vete­ra­nen wie Team Fort­ress 2 erst ein­mal Free-to-play daher­kom­men, setzt Bliz­zard 40€ (PC Basis­ver­si­on), bzw. 60€ (Origins-Ver­si­on mit 5 zusätz­li­chen Hel­dens­kins sowie Bonus­in­hal­ten zu ande­ren Bliz­zard-Spie­len für PC, Play Sta­ti­on 4 und XBOX One) an. Die Begrün­dung dafür sei, dass dem Spie­ler gleich zu Anfang alle 21 Hel­den zur Ver­fü­gung ste­hen sol­len und nicht etwa erst dazu­ge­kauft wer­den müs­sen. Dafür ver­si­chert Bliz­zard jedoch auch, dass künf­tig erschei­nen­de Maps und Cha­rak­te­re immer kos­ten­los sein wer­den und höchs­tens kos­me­ti­sche Spie­le­rei­en als Ingame-Käu­fe ange­bo­ten wer­den könn­ten.

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Mei­ner Mei­nung nach trifft Bliz­zard ein­mal mehr den Nagel auf den Kopf. Sie neh­men das bes­te aus den belieb­ten Shoo­tern der 90er Jah­re und mischen es mit moder­ne­ren Ide­en, wie den vie­len unter­schied­li­chen Hel­den, die man mit ihren nor­ma­len und ulti­ma­ti­ven Fähig­kei­ten sonst eher aus DOTA, League of Legends und ande­ren MOBAs kennt (was Over­watch jedoch nicht zu einem First-Per­son-MOBA macht). Das Rad wird dabei zwar nicht neu erfun­den, doch wie so oft macht es die rich­ti­ge Mischung. Nach der sehr erfolg­rei­chen öffent­li­chen Beta­pha­se vor zwei Wochen kann ich es jeden­falls kaum noch erwar­ten mich wie­der mit Tracer, Widow­ma­ker, Rein­hardt und co. in den Kampf zu stür­zen.

Links:
Over­watch Home­page
Over­watch You­tube Kanal

Pro­mo­fo­tos Copy­right Bliz­zard Enter­tain­ment

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AutorIn: Mathias Heilmann

Brett­spiel­en­thu­si­ast mit einer Schwä­che für fri­sche Ide­en. Gibt viel zu viel Geld für inter­es­san­te Spiel­kon­zep­te bei Kick­star­ter aus.

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