Rezension

DOCTOR STRANGE und wie ich ihn sah

Doctor Strange

Vor­sicht, die Bespre­chung könn­te nicht ganz spoi­ler­frei sein, ande­rer­seits … die Sto­ry ist ja nun nicht gera­de über­ra­schend.

Ich mag den Film. Ich grüb­le aber schon seit ich ihn sah, war­um ich nicht jub­le. Ich bin eine Cum­ber­bitch und lie­be die Mar­vel Fil­me. Ich soll­te eigent­lich hin- und weg­ge­ris­sen sein, aber ich komm nicht drauf, war­um ich das nicht bin.

LARKLIGHT – Philip Reeve und David Wyatt

Cover Larklight

Hin­weis: Die­se Bespre­chung erschien ursprüng­lich im Sep­tem­ber 2008 im alten Arti­kel­por­tal und wur­de nun hier­her »geret­tet«. Viel Spaß!

Wir schrei­ben das Jahr des Herrn 1851. Im bri­ti­schen Impe­ri­um herrscht Köni­gin Vic­to­ria über Eng­land, die ame­ri­ka­ni­schen Kolo­nien und die Besitz­tü­mer der Kro­ne auf Mond, Mars und ande­ren Pla­ne­ten des Son­nen­sys­tems. Das Uni­ver­sum von Lark­light ist defi­ni­tiv nicht das, wel­ches wir ken­nen – 1703 ent­wi­ckel­te Isaac New­ton den Äther­an­trieb, seit­dem eifer­süch­tig gehü­tet von den Alchi­mis­ten der Roy­al Alche­mists Socie­ty und der Grund für die unan­ge­foch­te­ne Vor­macht­stel­lung der Eng­län­der. All dies weist bereits dar­auf hin: Die­ses Kin­der­buch kommt »very bri­tish« daher.

Aber genau das ist der ganz beson­de­re Charme von Lark­light, denn der Autor ver­steht es vor­treff­lich, die Stim­mung des Lan­des und der Zeit ein­zu­fan­gen und mit dem von ihm erdach­ten Steam­punk-Uni­ver­sum zu etwas über­aus Ori­gi­nel­lem und Kurz­wei­li­gem zu ver­mi­schen.

Bildergalerie: Medieval Fantasy Convention auf Schloss Burg

Logo MFC

So etwas hat es in den ehr­wür­di­gen Mau­ern von Schloss Burg bei Wer­mels­kir­chen noch nicht gege­ben. Auch wenn dort bereits zahl­lo­se Mit­tel­al­ter­märk­te statt­fan­den, eine Fan­ta­sy Con­ven­ti­on mit inter­na­tio­na­len Film- und Fern­seh­stars, das war etwas ganz Neu­es. Und selbst­ver­ständ­lich ist eine sol­che Burg mit ihrem Ambi­en­te per­fekt für die­se Art von Ver­an­stal­tun­gen geeig­net.

Und so tum­mel­ten sich jede Men­ge Besu­cher auf der Burg, dar­un­ter selbst­ver­ständ­lich auch jede Men­ge Gewan­de­te, auch wenn ich mit mehr davon gerech­net hät­te. Aber man muss ganz ein­fach sehen, dass sich sicher­lich nicht eben gerin­ge Men­gen an Cos­play­ern an die­sem Wochen­en­de ganz in der Nähe in Köln auf der Games­com auf­hiel­ten. Beim nächs­ten Mal bes­ser einen Ter­min wäh­len, an dem kei­ne der­ar­ti­ge Groß­ver­an­stal­tung mit Besu­cher-Schnitt­men­ge ums Eck statt­fin­det.

GHOSTBUSTERS – Ihr schießt wie Mädchen!

Logo Ghostbusters

Was gab es für ein Vor­ab­ge­ha­te um den neu­en GHOSTBUSTERS-Film, bei dem Paul Feig Regie füh­ren und – um Him­mels wil­len! – ein Team aus weib­li­chen Geis­ter­jä­gern die Pro­to­nen­päck­chen tra­gen soll­te. Nichts davon hat­te irgend­ei­nen inhalt­li­chen Sinn, denn tat­säch­lich kann man ja erst ermes­sen, wie ein Film gewor­den ist, wenn man ihn gese­hen hat. Das hat all die Hater aber nicht davon abge­hal­ten, ihr kin­di­sches Gemau­le über das gesam­te Inter­net zu ver­brei­ten. Und wer nicht über die Frau­en in der Haupt­rol­le mecker­te, der schwa­dro­nier­te irgend­ei­nen Unsinn dar­über, dass ihm durch ein Remake sei­ne Kind­heit genom­men wer­de (was natür­lich völ­li­ger Blöd­sinn ist, die bei­den alten Fil­me ver­än­dern sich ja dadurch nicht und gehen auch nicht weg). Oder dass Hol­ly­wood nichts mehr ein­fällt. Dass dem nicht so ist, zeigt der vor­lie­gen­de Film.

STAR TREK BEYOND – Another Fine Day in The Fleet

Star Trek Beyond Poster

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten. Die­se Bespre­chung basiert auf der eng­lisch­spra­chi­gen Ver­si­on.

Von der Fünf­jah­res­mis­si­on der USS Enter­pri­se sind bereits drei Jah­re ver­gan­gen, und man merkt Schiff und Crew Ermü­dungs­er­schei­nun­gen an. Ins­be­son­de­re Cap­tain James T. Kirk scheint die Faxen nach den Jah­ren im All fern ab von Zuhau­se dicke zu haben. Aber auch Spock sucht nach neu­en Auf­ga­ben und sieht die eher auf New Vul­kan, um sein Volk zu unter­stüt­zen, als wei­ter­hin im Tie­f­raum auf einem Ster­nen­schiff. Doch bei einem Zwi­schen­stopp auf der Raum­sta­ti­on York­town (RAUMSTATION! – man muss das in Groß­buch­sta­ben schrei­ben) ergibt sich eine Auf­ga­be, für deren Lösung die Enter­pri­se das ein­zig sinn­vol­le Schiff weit und breit ist. So weit, so grund­sätz­lich bekannt ist der Beginn die­ses Plots. Aber was dann kommt, ist alles ande­re als bekannt.

THE LADY IN THE VAN

Poster Lady In The Van

THE LADY IN THE VAN – Bun­des­start 14.04.2016

Bereits zwei­mal por­trai­tier­te Mag­gie Smith den kau­zi­gen Cha­rak­ter der Miss Mary She­p­herd, bevor Nicho­las Hyt­ner die Geschich­te für die Lein­wand adap­tier­te. Ein­mal in einer Hör­spiel­fas­sung, und schließ­lich in einer Büh­nen­ver­si­on. Jetzt kommt die­se außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te ins Kino, lie­be­voll umge­setzt von Nicho­las Hyt­ner, der sich neun Jah­re seit sei­nem letz­ten Film HISTORY BOYS Zeit ließ, sein Nischen­pu­bli­kum zu erfreu­en. Nischen­pu­bli­kum des­we­gen, weil eng­li­sche Dra­mas mit stark komö­di­an­ti­schen Ein­schlag noch immer ein in die Ecke gedräng­tes Dasein füh­ren. War­um auch immer. Dreh­buch­schrei­ber und Büh­nen­au­tor Alan Ben­nett will die Geschich­te um die Frau im Lie­fer­wa­gen erlebt haben. Und selbst wenn nur die Hälf­te von sei­ner Erzäh­lung wahr sein soll­te, glaubt man letzt­end­lich dar­an, dass alles davon wirk­lich pas­siert ist.

THE JUNGLE BOOK

Poster Djungle Book

THE JUNGLE BOOK – Bun­des­start 14.04.2016

Die Dis­kus­sio­nen um Sinn und Unsinn von Remakes, Reboots, Sequels, oder Pre­quels wird nie­mals abrei­ßen. Aber das hat auch sei­ne guten Sei­ten. Die Stu­di­os wer­den dadurch in die Ver­pflich­tung genom­men. Einen Klas­si­ker wie DAS DSCHUNGELBUCH (1967) neu zu inter­pre­tie­ren macht das Maus-Haus aller­dings zu einer leich­ten Ziel­schei­be. Schließ­lich ist die­ser Film der füh­ren­de Klas­si­ker in Dis­neys lan­ger Ani­ma­ti­ons-Rei­he. Sicher war auf alle Fäl­le, dass man beim augen­blick­li­chen Stand der Com­pu­ter­ani­ma­ti­ons­tech­nik auf kei­nen Fall zur her­kömm­li­chen Gestal­tung von regu­lä­ren Zei­chen­trick­fil­men zurück gehen konn­te. Dazu muss­te das Stu­dio immer­hin 175 Mil­lio­nen Dol­lar inves­tie­ren. Sehr viel Geld für einen Fami­li­en­film, der in ers­ter Linie die ganz jun­gen Zuschau­er im Blick­feld hat.

10 CLOVERFIELD LANE

Poster 10 Cloverfield Lane

10 CLOVERFIELD LANE – Bun­des­start 31.03.2016

Also, was ist 10 CLOVERFIELD LANE? Der Trai­ler war ein typi­sches Pro­dukt für eine J.J. Abrams-Pro­duk­ti­on. Abs­trakt, viel­ver­spre­chend und, man muss ehr­lich sein, nichts­sa­gend. Als der ers­te Trai­ler von 10 CLOVERFIELD LANE über die Lein­wän­de flat­ter­te, da waren Fan und Cine­ast glei­cher­ma­ßen ver­wirrt, aber eben­so ange­fixt. Wird es ein Pre­quel, eine Fort­set­zung, oder eine ganz eige­ne Geschich­te? Nicht ganz, dafür wur­de das Wort Clover­field in der Wer­be­pha­se zu sehr her­vor­ge­ho­ben. Was das Rät­sel­ra­ten nur noch span­nen­der mach­te.

Was ist also 10 CLOVERFIELD LANE wirk­lich? Man kann es nicht sagen, ohne die Mys­te­ri­en dar­in erwäh­nen zu müs­sen.

CRIMINAL ACTIVITIES

Poster Criminal Activities

CRIMINAL ACTIVITIES – Bun­des­start 31.03.2016

Nach 42 Jah­ren im Film­ge­schäft hat es Jackie Ear­le Haley doch ein­mal gewagt, selbst einen Film zu insze­nie­ren. Erstaun­lich, dass er sich dabei auf den Dreh­buch-Debü­tan­ten Robert Lowell ver­ließ. Aber Haley schien sich gedacht zu haben, auf alles oder nichts zu set­zen. Letzt­end­lich lag er damit nicht kom­plett dane­ben. CRIMINAL ACTIVITIES atmet ein biss­chen die Atmo­sphä­re einer Fin­ger­übung, immer wie­der gut, aber nicht ganz rund. Die Ein­flüs­se der Wer­ke von Matthew Vaughn und Guy Rit­chie sind dabei unver­kenn­bar. Aber auch das ist voll­kom­men in Ord­nung. Lie­ber gut kopiert, als schlecht erfun­den. CRIMINAL ACTIVITIES wird kei­ne tie­fen Spu­ren hin­ter­las­sen, soll­te aller­dings wahr­ge­nom­men wer­den.

BATMAN v SUPERMAN – DAWN OF JUSTICE

PromoposterBVS

BATMAN v SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE – Bun­des­start 24.03.2016

Er ist so etwas wie der Heils­brin­ger für War­ner und DC, schließ­lich hat Zack Sny­der mit WATCHMEN einen der beein­dru­ckens­ten Super­hel­den­fil­me insze­niert, und mit 300 eine völ­lig neue Tes­to­ste­ron-Ebe­ne erschaf­fen. Nun war MAN OF STEEL nicht der gewünsch­te Anschluss an das Mar­vel-Cine­ma­tic-Uni­ver­se gewor­den. Fans und Kri­ti­ker waren sel­te­ner glei­cher­ma­ßen gespal­ten. Aber War­ner hielt an Sny­der fest, denn Mil­li­ar­den Dol­lars wer­den mit Super­hel­den­fil­men ver­dient, da kann die Initi­al­zün­dung für DC nicht so weit weg sein. Zudem ist Sny­der mit sei­nem Stil so weit von den Gefäl­lig­kei­ten eines Joss Whe­donMAN OF STEEL ent­fernt, dass DC in sei­nem eige­nen fil­mi­schen Uni­ver­sum Mar­vel durch­aus nicht mehr hin­ter­her hecheln muss. Fort­an ist Sny­der auch Pro­du­zent bei künf­ti­gen Fil­men. Acht sind bereits in Vor­pro­duk­ti­on, SUICIDE SQUAD bereits in Nach­be­ar­bei­tung. Man kann nur hof­fen, dass die Rech­nung auf­geht.

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