Medium

Das bespro­che­ne Medi­um, also bei­spiels­wei­se Buch oder Film

Erster Eindruck: STAR TREK BRIDGE CREW

Es war als ers­te ech­te VR-Kil­ler-App ange­kün­digt wor­den und ist ein Voll­preis­spiel – für VR-Games unge­wöhn­lich. Doch man muss sich nicht wun­dern, denn lei­der ist STAR TREK BRIDGE CREW von den Abzo­ckern bei Ubi­s­oft, die in der Ver­gan­gen­heit durch über­teu­er­te DLCs oder »always on«-Zwang bei Off­line­spie­len auf­ge­fal­len waren. Der Publisher war auch ein Grund dafür, war­um ich lan­ge dar­über nach­ge­dacht habe, ob ich das Game wirk­lich kau­fen soll – obwohl ich nicht nur lang­jäh­ri­ger Trek­ker, son­dern auch VR-Fan bin. Ers­te­res hat dann den Aus­schlag gege­ben: Eine Ster­nen­schiff-Brü­cken­si­mu­la­ti­on in der vir­tu­el­len Rea­li­tät konn­te ich mir nun wirk­lich nicht ent­ge­hen las­sen.

ALIEN: COVENANT

ALIEN: COVENANT – Bun­des­start 18.05.2017

Fünf Jah­re hat es gedau­ert, bis sich Rid­ley Scott erneut sei­nem bekann­tes­ten Uni­ver­sum zuge­wandt hat. Dazwi­schen lagen vier mehr oder weni­ger erfolg­rei­che Spiel­fil­me, der schlech­tes­te war COUNSELOR, dafür strahl­te THE MARTIAN. Viel Schel­te hat­te Scott für sei­nen PROMETHEUS ein­ste­cken müs­sen. Die Einen bemän­gel­ten das Feh­len von Erklä­run­gen. Die Ande­ren reg­ten sich dar­über auf, dass PROMETHEUS ja gar kein ALI­EN-Film sei. Hät­te sich Rid­ley Scott nach die­sen unge­recht­fer­tig­ten Äuße­run­gen ent­schlos­sen, das Ali­en-Uni­ver­sum zu ver­las­sen, wäre es nur all­zu ver­ständ­lich gewe­sen. Und dass der Regis­seur sich tat­säch­lich vier Fil­me Zeit nahm, um doch wei­ter zu machen, hat den Ver­dacht des Absprungs nur ver­här­tet. Aber jetzt dürf­ten die letz­ten nega­ti­ven Kri­ti­ker end­lich ver­stum­men.

GET OUT

GET OUT – Bun­des­start 11.05.2017

Chris ist mit Rose vier Mona­te zusam­men. Es wird ein Wochen­en­de bei der Fami­lie fäl­lig, um den neu­en Freund end­lich vor­zu­stel­len. Rose’ Fami­lie ist eine tief im Süden Ame­ri­kas ver­wur­zel­te Sipp­schaft. Das Pro­blem, wel­ches Chris auch äußert, ist sei­ne Haut­far­be. Rose ist eine Wei­ße, Chris ist schwarz. Doch alle Beden­ken wer­den obso­let, denn vie­le ande­re Über­ra­schun­gen war­ten auf Chris.
Jor­dan Pee­le wur­de eigent­lich als Komi­ker einem haupt­säch­lich ame­ri­ka­ni­schen Publi­kum aus dem Fern­se­hen bekannt. Das er sich als zwei­tes Kino-Dreh­buch und Regie-Debut einen Hor­ror­film zur Brust neh­men wür­de, ist daher umso über­ra­schen­der. Aber da ist auch schon das Pro­blem, ob man GET OUT wirk­lich als Hor­ror­film ein­ord­nen kann.

Kurzgeschichtenband-Ausschreibung: REISEZIEL UTOPIA

Edi­ti­on Roter Dra­che und Phan­ta­News prä­sen­tie­ren:

REISEZIEL UTOPIA

Es gab eine Zeit, in der Sci­ence Fic­tion eine posi­ti­ve Visi­on der Zukunft trans­por­tier­te, eine Visi­on, die ange­sichts bei­spiels­wei­se des kal­ten Kriegs und diver­ser denk­ba­rer Sze­na­ri­en eines Endes der Welt auch bit­ter nötig war. Nicht erst seit Wil­liam Gib­sons Cyber­punk und erst recht in den letz­ten Jah­ren domi­nie­ren aber mehr und mehr Dys­to­pien und Post­apo­ka­lyp­sen das Gen­re, sowohl im lite­ra­ri­schen wie auch im pop­kul­tu­rel­len Bereich, die düs­te­re Aus­sich­ten in die Zukunft oder gleich das Ende der Welt prä­sen­tier­ten. Wir sind der Ansicht, dass es gera­de heu­te ange­sichts der Lage in Deutsch­land und auf der Erde erneut posi­ti­ver Visio­nen für eine bes­se­re Zukunft bedarf, des­we­gen wur­de die­se Aus­schrei­bung für eine Kurz­ge­schich­ten­samm­lung aus der Tau­fe geho­ben.

DIE VERSUNKENE STADT Z

THE LOST CITY OF Z – Bun­des­start 30. 03.2017

Die ers­te Rei­se des Oberst­leut­nants Per­ci­val Har­ri­son Faw­cett nach Ama­zo­ni­en im Jah­re 1906 war ein ein­fa­cher Auf­trag. Der Bri­te soll­te als schlich­ten­de Par­tei den Grenz­streit zwi­schen Boli­vi­en und Kolum­bi­en been­den. Doch auf die­ser Expe­di­ti­on erfährt er eine unglaub­li­che Geschich­te, wel­che ihn sein Leben lang nicht mehr los­las­sen woll­te. Eine ver­schol­le­ne Stadt, die eine fort­ge­schrit­te­ne­re Zivi­li­sa­ti­on in Süd­ame­ri­ka bewei­sen könn­te, noch lan­ge bevor in der soge­nann­ten west­li­chen Welt an Zivi­li­sa­ti­on zu den­ken war. Per­cy Faw­cett wird letzt­end­lich zur Legen­de, lei­der aus einem ande­ren Grund, wenn­gleich wäh­rend einer Expe­di­ti­on nach der ver­sun­ke­nen Stadt Z. Also fast schon selbst­re­dend eine Geschich­te nach einer wah­ren Bege­ben­heit. Aber man muss dem Pro­du­zen­ten und Autor sowie Fil­me­ma­cher  James Gray hoch anrech­nen, dass sie ent­ge­gen nor­ma­len Gepflo­gen­hei­ten nie damit hau­sie­ren gehen.

LIFE

LIFE – Bun­des­start 23.03.2017

Nun ist das mit Sci­ence Fic­tion so ein Pro­blem. An Zuschau­ern ist das Gen­re durch Män­ner domi­niert. Da hat­te Mor­ten Tyld­um ein gol­de­nes Händ­chen, als er den letz­ten Jahr erschie­ne­nen PASSENGERS dreh­te. Mit Jen­ni­fer Law­rence und Chris Pratt setz­te er zwei der momen­tan ange­sag­tes­ten Schau­spie­ler in ein Raum­schiff, und gestal­te­te es als Roman­ze mit star­ken Start­schwie­rig­kei­ten. Aber so ein Kon­zept ist nicht belie­big wie­der­hol­bar. Da hat­ten schein­bar auch die Dreh­buch­au­to­ren Rhett Ree­se und Paul Wer­nick die Ein­ge­bung, auf das Ursprüng­li­che zurück­zu­grei­fen. In 400 Kilo­me­tern über der Erde zieht die Inter­na­tio­na­le Raum­sta­ti­on ihre Bah­nen. Die Auf­ga­be der Astro­nau­ten: eine Son­de vom Mars abzu­fan­gen und zu unter­su­chen. Mit Fol­gen, für die man als Kino­gän­ger nicht viel Phan­ta­sie braucht.

KONG: SKULL ISLAND – die Zweite

KONG: SKULL ISLAND – Bun­des­start 09.03.2017

Er ist wie­der da, der belieb­tes­te Affe der Welt. Viel Freu­de wird das bei den Cine­as­ten welt­weit nicht aus­ge­löst haben. Immer wie­der fürch­tet man um den Ruf eines Hei­lig­tums. Natür­lich ist und bleibt Ernest B. Schoed­sacks KING KONG von 1933 ein Mei­len­stein. Ein Film der in man­chen Ein­stel­lun­gen sämt­li­che damals zur Ver­fü­gung ste­hen­den Spe­zi­al­ef­fek­te ver­ein­te. Erst 29 Jah­re spä­ter wag­ten es die Toho Stu­di­os den Namen King Kong in ihrer God­zil­la-Rei­he zu ver­wen­den. Wer den Film kennt, weiß dass die­ser kei­nen Auf­schrei der Ent­rüs­tung her­vor brin­gen konn­te. Anders, als Dino De Lau­ren­ti­is Mit­te der 1970er ankün­dig­te, die Ori­gi­nal­ge­schich­te im Man­tel der Gegen­wart neu zu ver­fil­men. Unver­ständ­li­cher­wei­se wur­de KING KONG 1976 von Kri­ti­kern und selbst­ge­fäl­li­gen Cine­as­ten ver­ris­sen. Was sogar so weit ging, dass man hoff­te, Peter Jack­son wür­de 2006 die Schmach wie­der gut machen. Das nächs­te Remake. Wel­ches aller­dings weit hin­ter den Erwar­tun­gen blieb.

SILENCE

SILENCE – Bun­des­start 02.03.2017

Als sich Regis­seur Mar­tin Scor­se­se mit WIE EIN WILDER STIER das ers­te Mal an eine Bio­gra­fie wag­te, nun, da schrieb er Film­ge­schich­te. Nicht ohne den unver­kenn­ba­ren Ein­fluss von Haupt­dar­stel­ler Robert de Niro, der sich für die Pro­duk­ti­on unglaub­li­chen kör­per­li­chen Ver­än­de­rung hin­gab. Erst 17 Jah­re spä­ter soll­te die Geschich­te des Dalai Lama erzählt wer­den, und 2004 folg­te das Por­trait um das wil­de Trei­ben des Mil­li­ar­därs Howard Hug­hes. Jeder Film besitzt sei­nen eige­nen Ton, sein eige­nes Tem­po, sei­ne eige­ne Struk­tur. Scor­se­se war und blieb krea­tiv. Bereits Mit­te der 1980er spiel­te Scor­se­se aber schon mit einer ande­ren, aber spe­zi­el­len Art von Bio­gra­fie. Es war der Roman SILENCE, wel­cher von zwei Mis­sio­na­ren han­delt, die nach Japan rei­sen, um einen abtrün­ni­gen Pries­ter der gleich­zei­tig ihr Men­tor war, zurück zu holen. Pech nur, dass der christ­li­che Glau­be in Japan ver­bo­ten ist und unter schwe­rer Stra­fe steht.

Wie könnte ein Phantastik-Publikumspreis aussehen?

Auf­grund der aktu­el­len Dis­kus­sio­nen um den Deut­schen Phan­tas­tik-Preis habe ich mir eini­ge Gedan­ken dar­um gemacht, wie denn die Aus­rich­tung eines sol­chen Prei­ses aus­se­hen könn­te, und wie die Rah­men­be­din­gun­gen sein müss­ten, damit Streit und Kon­tro­ver­sen mini­miert wer­den und die Aus­rich­tung fair ist. Das sind an die­ser Stel­le – wie gesagt – erst ein­mal nur Ideen und Gedan­ken, die in kon­kre­ter Durch­füh­rung sicher­lich noch opti­miert wer­den kön­nen.

Wor­über man sich bei jedem rei­nen Publi­kums­preis im Kla­ren sein muss: Es wird immer der- oder die­je­ni­ge gewin­nen, der oder die die meis­ten Fans akti­vie­ren kann. Das ist so, und das ist auch durch­aus nichts Schlim­mes oder Nega­ti­ves, und bei einem Publi­kums­preis imma­nent. Das macht des­we­gen nicht, weil man ohne­hin nicht fest­stel­len kann, ob irgend­ein Werk »das Bes­te« ist, denn eine qua­li­ta­ti­ve Bewer­tung liegt immer im Auge des Betrach­ters.

Es soll­te sich mei­ner Ansicht nach übri­gens nicht um einen »deut­schen« Preis han­deln, son­dern um einen, der deutsch­spra­chi­ge Wer­ke aus­zeich­net, die­se könn­ten selbst­ver­ständ­lich auch bei­spiels­wei­se aus der Schweiz, Öster­reich oder Bur­ki­na Faso stam­men. Der Name des Prei­ses soll­te das reflek­tie­ren.

LOGAN – The Wolverine

LOGAN – Bun­des­start 02.03.2017

Als zur Jahr­tau­send­wen­de der ers­te X‑MEN über die Lein­wand feg­te, da wur­de schnell klar, dass hier eine Gold­ader frei­ge­legt wor­den war. Was die Pro­du­zen­ten aller­dings über­sa­hen, war die­sen Cla­im auch rich­tig abzu­ste­cken. Waren die fol­gen­den zwei Fort­set­zun­gen noch immer wun­der­ba­re Main­stream-Unter­hal­tung, erreich­ten sie nicht den Charme und die Kurz­weil des ers­ten Tei­les. Cent­Fox als pro­du­zie­ren­des Stu­dio muss­te reagie­ren, schließ­lich mach­te sich die Publi­kumser­mü­dung auch in den Kas­sen bemerk­bar. Wenn etwas zu ret­ten war, dann mit einer grund­le­gen­den Ände­rung des Kon­zep­tes. Und es hat­te kei­ne Ana­lys­ten gebraucht zu sagen, wer das größ­te Nug­get in die­ser Gold­ader war. Aber das Kon­zept der Ursprungs­ge­schich­ten woll­ten Fans und Freun­de auch nicht so rich­tig schlu­cken. Die Ein­spiel­ergeb­nis­se sta­gnier­ten, trotz stei­gen­der Ein­tritts­prei­se. Ein letz­tes Auf­bäu­men gab es bei ZUKUNFT IST VERGANGENHEIT. Das soll­te es gewe­sen sein? Doch eine Serie wie die­se konn­te man nicht sang und klang­los aus­ge­hen las­sen.

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