[E3] Grandios: Trailer zu BEYOND GOOD AND EVIL 2

[E3] Grandios: Trailer zu BEYOND GOOD AND EVIL 2

Es ist lan­ge her, dass das Com­pu­ter­spiel BEYOND GOOD AND EVIL nach ei­ner Idee von Mi­chel An­cel er­schien, das war im Jahr 2003. 2011 brach­te man eine über­ar­bei­te­te HD-Ver­si­on her­aus, auch das also schon sechs Jah­re her. An­ge­kün­digt wur­de die Fort­set­zung vor ca. acht Jah­ren. Das hat ge­dau­ert.

Jetzt gibt es zur E3 ei­nen Trai­ler zu BEYOND GOOD AND EVIL 2; man darf na­tür­lich von ei­nem Ren­der-Vor­gucker nicht auf die Qua­li­tät des Spiel schlie­ßen, aber das sieht schon ver­teu­felt gut aus.

Ei­nen Re­lease­ter­min gibt es noch nicht. Scha­de halt, dass es bei Ubi­soft mit ih­rem »al­ways on«-Fetisch und den über­teu­er­ten DLCs er­scheint …

Ubisofts FOR HONOR: Komplettspiel nur gegen viel Geld oder viel Zeit

Ubisofts FOR HONOR: Komplettspiel nur gegen viel Geld oder viel Zeit

Es ist kei­ne neue Art der Spie­ler-Ab­zocke, die Ubi­soft hier zeigt, aber eine neue Di­men­si­on. Für das Bur­gen­be­la­ge­rungs- und Schar­müt­zel-Spiel FOR HO­NOR muss man 50 bis 70 Euro hin­le­gen. Es han­delt sich so­mit um ein so­ge­nann­tes »Voll­preis­spiel«, also auf den er­sten Blick kein fre­e­mi­um- oder an­de­res fre­e2­play-Mo­dell mit Ingame-Shop. Man wür­de nun er­war­ten, dass man für den Preis auch ein voll­stän­di­ges Game er­hält, doch das geht weit an der Rea­li­tät vor­bei, denn Ubi­soft möch­te noch or­dent­lich wei­te­res Geld ab­zocken ge­ne­rie­ren, in­dem man im Spiel Aus­rü­stungs­ge­gen­stän­de, Mo­ves, Emo­tes und Rü­stung er­wer­ben kann.

Ein Spie­ler hat auf Red­dit aus­ge­rech­net, dass man zu­sätz­lich zum Kauf­preis 732 USD (der­zeit ca. 680 Euro) auf­brin­gen muss, um al­les frei­zu­schal­ten. Man kann das auch über das An­häu­fen von Ingame-Wah­rung tun, da­für braucht man laut by­stan­der007 auf Red­dit al­ler­dings als Ca­su­al Ga­mer, der an fünf bis sie­ben Ta­gen der Wo­che ein bis zwei Stun­den spielt, ca. 2,5 Jah­re. Aber auch Hard­core-Grin­der wer­den duch die Spiel­me­cha­nis­men be­nach­tei­ligt, die die er­sten ein bis zwei Spiel­stun­den ei­nes Ta­ges mit hö­he­rer Aus­beu­te der Wäh­rung »Steel« be­loh­nen. Selbst so ein Hard­core-Spie­ler bräuch­te bei 16 Stun­den Spiel­zeit an sie­ben Ta­gen der Wo­che im­mer noch 46 Wo­chen, um al­les frei­zu­schal­ten.

Die Spiel­er­ge­mein­de ist nicht amü­siert und auch pro­fes­sio­nel­le Pu­bli­ka­tio­nen äu­ßern sich ob die­ser für man­che un­kal­ku­lier­ba­re Ko­sten­fal­le eher kri­tisch. Es wäre an­ge­bracht, dass sich der Ver­brau­cher­schutz die kacken­d­rei­ste Vor­ge­hens­wei­se bei FOR HO­NOR mal ge­nau­er an­sieht.

Pro­mo­gra­fik FOR HO­NOR Co­py­right Ubi­soft

Überraschung: STAR TREK BRIDGE CREW mit TOS-Brücke

Überraschung: STAR TREK BRIDGE CREW mit TOS-Brücke

Das für Ende letz­ten Jah­res an­ge­kün­dig­te und auf (in­zwi­schen) Mai 2017 (ur­sprüng­lich März 2017) ver­scho­be­ne Vir­tu­al Rea­li­ty-Spiel STAR TREK BRIDGE CREW er­mög­licht es ei­nem Team von vier Per­so­nen die Brücken­be­sat­zung ei­nes Ster­nen­flot­ten­schif­fes zu spie­len. Bis­her zeig­ten die De­mos da­bei lei­der nur die Brücke der USS Ae­gis, ei­nes Schiffs aus J. J. Ab­rams’ Re­boot-Uni­ver­sum, also der so­ge­nann­ten Kel­vin-Zeit­li­nie.

Und jetzt die Über­ra­schung: Der neu­este Screen­shot aus dem Hau­se Ubi­soft be­inhal­tet eine Kom­man­do­zen­tra­le im Stil der Ori­gi­nal­se­rie, also die aus den 1960ern. Und das ist tat­säch­lich die Brücke der USS En­ter­pri­se. Man spielt al­ler­dings nicht Kirk und Co, son­dern eine an­de­re Crew, aber egal!

Wie geil ist das denn?

STAR TREK BRIDGE CREW er­scheint am 20. Mai 2017 für Play­sta­ti­on VR, Ocu­lus Rift und HTC Vive. Man wird es on­line in Vie­rer­grup­pen oder solo spie­len kön­nen.

Shut up and take my mo­ney!

Pro­mo­gra­fik Co­py­right Ubi­soft

ASSASSIN´S CREED UNITY Trailer und Ingame-Videos von der E3

ASSASSIN´S CREED UNITY Trailer und Ingame-Videos von der E3

[E3 2014] Ubi­soft zeig­te auf der ak­tu­ell lau­fen­den E3 (Elec­tro­nic En­ter­tain­ment Expo) wie er­war­tet De­tails zu der näch­sten In­kar­na­ti­on der ASSASSIN´S CREED-Rei­he mit dem Na­men UNI­TY. Zum ei­nen gab es ei­nen ci­ne­ma­ti­schen Trai­ler zu be­gut­ach­ten, zum an­de­ren ein Game­play-Vi­deo.

Eine der in­ter­es­san­te­sten In­for­ma­tio­nen zum neu­en Spiel dürf­te sein, dass es ei­nen Coop-Mo­dus be­sitzt, in dem vier Spei­ler gleich­zei­tig los­schlei­chen und -klet­tern kön­nen. Im Trai­ler as­si­stiert Held Arno den auf­ge­brach­ten Bür­gern von Pa­ris bei der Er­stür­mung der Ba­stil­le.

Alle Vi­de­os sind mög­li­cher­wei­se für Per­so­nen ir­gend­ei­nes Al­ters nicht ge­eig­net.

https://www.youtube.com/watch?v=mM14LqBqx2Y

Im er­sten ingame-Vi­deo muss Arno Cap­tain Xa­vier meu­cheln.

https://www.youtube.com/watch?v=izoa3d3rMYs

Da war vom coop-Mo­dus noch nichts zu se­hen, glück­li­cher­wei­se hat Ubi­soft noch ein wei­te­res Vi­deo be­reit ge­stellt, das dar­auf ein­geht.

https://www.youtube.com/watch?v=r8IO1Yfjh24

Na­tür­lich er­scheint auch ASSASSIN´S CREED UNI­TY beim Erz­schur­ken Elec­tro­nic Arts und man muss sich über­le­gen, ob man bei de­nen was kau­fen möch­te …

Rant – Ubisoft-Chef Yves Guillemot: 95 Prozent Raubkopien

Manch­mal fragt man sich ernst­haft, ob man mit an­de­ren Per­so­nen die­sel­be Rea­li­tät teilt. Ubi­soft-Chef Yves Guil­le­mot ist ak­tu­ell so ei­ner. Zur Er­in­ne­rung ein klei­ner Ex­kurs: Ubi­soft ist ei­ner von den Pu­blishern, die ihre Pro­duk­te der­ma­ßen mit DRM und On­line­zwang voll­müllen, dass sie in di­ver­sen Fäl­len un­be­nutz­bar wur­den, weil die Li­zenz­ser­ver nicht er­reich­bar wa­ren. Mal ganz da­von ab­ge­se­hen, dass man sein Off­line­spiel auch viel­leicht­mal ohne On­line­ver­bin­dung spie­len möch­te, bei­spiels­wei­se auf Rei­sen – das ist dann dank der re­strik­ti­ven und kun­den­feind­li­chen Maß­nah­men nicht mög­lich.

Yves Guil­le­mot er­läu­tert nun, dass man un­be­dingt auf free-to-play als pri­mä­res Ge­schäfts­mo­dell um­stel­len möch­te und als Haupt­grund da­für nennt er, »dass 93 – 95 % der Spie­ler oh­ne­hin nur Raub­ko­pi­en nut­zen«.

Stei­le An­sa­ge, ins­be­son­de­re, da er die Zah­len ein­fach mal so in den Raum wirft und vor­sichts­hal­ber nicht mit Fak­ten un­ter­legt – wo soll­ten die auch her­kom­men? Glaubt der ernst­haft, dass man ihm die­se frei er­fun­de­nen Zah­len ein­fach so ab­kauft, nur weil er der über­aus wich­ti­ge und ein­fluss­rei­che Ober­mur­kel von Ubi­soft ist? Wie kom­men die Zah­len zu­stan­de? Ist das ein welt­wei­ter Mit­tel­wert, bei dem Mil­li­ar­den Chi­ne­sen in ei­nen Topf mit ein paar Mil­lio­nen Eu­ro­pä­ern ge­wor­fen wer­den? Oder sind ihm die Zah­len etwa ein­fach nur nach dem ha­sti­gen Ge­nuß ei­ner Fla­sche Pa­stis ein­ge­fal­len und er war der An­sicht, da­mit ohne Wi­der­spruch an die Öf­fent­lich­keit ge­hen zu kön­nen?

Eins soll­te Herr Guil­le­mot mal ganz deut­lich se­hen: nur die zah­len­den und ehr­li­chen Kun­den ha­ben ein Pro­blem mit sei­nem ge­lieb­ten DRM, die müs­sen näm­lich mit den über­zo­ge­nen »Si­cher­heits­maß­nah­men le­ben. Wenn ich »aus Si­cher­heits­grün­den« je­des­mal nach dem Be­zah­len des Ein­tritts in ei­nen Ver­gnü­gungs­park eine Rek­tal­un­ter­su­chung über mich er­ge­hen las­sen müss­te, be­vor ich rein darf, dann wür­de ich da eben nicht mehr hin­ge­hen. Fer­tig. Es gibt noch eine Men­ge an­de­rer Ver­gnü­gungs­parks, da sind zu­dem Ein­tritt und Bock­wür­ste bil­li­ger. Und ganz ähn­lich dürf­ten es nicht we­ni­ge bis­he­ri­ge Ubi­soft-Kun­den se­hen.

Sieht man sich die Ver­kaufs­zah­len von Spie­len wie be­si­peils­wei­se WIT­CHER 2 an – im­mer­hin vier Mil­lio­nen Ex­em­pla­re in kür­ze­ster Zeit – dann könn­te man zu­dem auf die Idee ver­fal­len, dass zu­dem et­li­che Ubi­soft-Spie­le ein­fach nicht at­trak­tiv ge­nug sind, wenn sie sich nicht ver­kau­fen. Aber lie­ber mal pau­schal al­les auf die bö­sen, bö­sen, Raub­ko­pie­rer schie­ben, das ist ein­fa­cher als sich mit De­fi­zi­ten des ei­ge­nen Un­ter­neh­mens bei der Soft­ware oder der Kun­den­freund­lich­keit aus­ein­an­der zu set­zen.

Eine Um­stel­lung auf free-to-play wird Ubi­soft nicht hel­fen, denn auch für Pre­mi­um-In­hal­te zahlt der Kun­de nur, wenn er a) sich da­für nicht zu­erst nackt aus­zie­hen muss, um Zu­gang zum Spiel zu be­kom­men (also nicht per­sön­li­che An­ga­ben bis hin zur Re­li­gi­on des Ham­sters ma­chen muss), es b) kei­ne Rek­tal­scans (Schnüf­fel­soft­ware) ge­ben wird und c) das Spiel auch at­trak­tiv ge­nug ist, da­mit der Wunsch ent­steht, im Cash­shop et­was zu er­wer­ben. Es gibt in­zwi­schen mehr als ge­nug gute f2p-Spie­le in di­rek­ter Kon­kur­renz zu den von Ubi­soft ge­plan­ten, aber man darf an­neh­men, dass wie­der die Kun­den schuld sind, wenn die der Fran­zo­sen dann wie­der kei­ner spie­len möch­te …

Grund des Rants: In­ter­view auf gamesindustry.biz

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Bild: Com­pe­ti­ti­on Pro von Ksha­de, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA, Jol­ly Ro­ger von Ca­li­co Jack Rack­ham, Pu­blic Do­main

Schwere Sicherheitslücke in Ubisofts DRM uPlay

DRM be­straft nur die ehr­li­chen Kun­den. Ich weiß, ich sage das im­mer wie­der und ich wer­de auch nicht da­mit auf­hö­ren. Der ak­tu­el­le Fall dreht sich um das DRM-Sy­stem des Pu­blishers Ubi­soft mit dem Na­men uPlay. Der Si­cher­heits­ex­per­te Tra­vis Or­man­dy hat dar­in ekla­tan­te Lücken ent­deckt, die dazu füh­ren, dass die Rech­ner der Kun­den auf de­nen uPlay läuft ver­wund­bar für et­li­che Mal­wa­re-An­grif­fe wer­den. Die Be­haup­tun­gen Or­man­dys wur­den kurz dar­auf von di­ver­sen wei­te­ren Ex­per­ten be­stä­tigt.

Es wur­de sei­tens Ubi­soft in­zwi­schen ein Patch zur Ver­fü­gung ge­stellt, der die Pro­ble­me an­geb­lich be­hebt. Ob das stimmt und ob es wei­te­re Lücken in uPlay gibt, wird die näch­ste Zeit zei­gen, denn es ist da­von aus­zu­ge­hen, dass die Si­cher­heits­ex­per­ten jetzt ge­ra­de in die­sem Fall am Ball blei­ben. Das be­trof­fe­ne Plau­gin kann al­ler­dings laut Ubi­soft nur dann ak­tua­li­siert wer­den, wenn ge­ra­de kein Brow­ser ge­öff­net ist.

Auf Ci­nem­ablend weist man nicht ganz zu Un­recht dar­auf hin, dass Spie­ler mit raub­ko­pier­ten Pro­duk­ten kei­ne Lö­cher in den Rech­ner ge­schla­gen be­kom­men, son­dern aus­schließ­lich die ehr­li­chen zah­len­den Kun­den von den Si­cher­heits­lücken in ei­ner im Prin­zip über­flüs­si­gen DRM-Soft­ware be­droht wer­den. Da man je­doch bei Ubi­soft zu gleu­ben scheint, dass 90% ih­rer Kun­den Raub­ko­pie­rer sind, wird sich am Ver­hal­ten des Pu­blishers trotz di­ver­ser Pro­ble­me (wie bei­spiels­wei­se On­line­zwang für Off­line­spie­le) nichts än­dern. Raub­ko­pie­ren kann na­tür­lich nicht die Lö­sung sein, ein Boy­kott des An­bie­ter al­ler­dings schon.

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uPlay-Logo Co­py­right Ubi­soft

Michael Fassbender in ASSASSINS CREED

Ubi­soft (das sind die mit den mei­ner An­sicht nach über­zo­ge­nen und kun­den­feind­li­chen DRM-Maß­nah­men, ich woll­te es nur noch­mal sa­gen) wird zu­sam­men mit dem Stu­dio DMC Films eine Re­al­ver­fil­mung sei­ner AS­SAS­SINS CREED-Rei­he rea­li­sie­ren.

Wie ge­ra­de be­kannt wur­de, wird Mi­cha­el Fass­ben­der (X-MEN: FIRST CLASS) da­bei nicht nur die Haupt­rol­le über­neh­men, son­dern auch co-pro­du­zie­ren. Fass­ben­der und sei­nem Kum­pel Co­nor Mc­Caug­han ge­hört zu­dem das neu ge­grün­de­te DMC Films.

Die bei­den Tei­le des Com­pu­ter­spiels AS­SAS­SINS CREED konn­ten seit 2007 in­ter­na­tio­nal über 30-Mil­lio­nen Mal ver­kauft wer­den, die drit­te In­kar­na­ti­on soll im Ok­to­ber fol­gen. Der Plot dreht sich um ei­nen Mann de fest­stel­len muss, dass sei­ne Vor­fah­ren aus­ge­bil­de­te As­sas­si­nen wa­ren und der von ei­ner ge­hei­men Or­ga­ni­sa­ti­on mit Ver­bin­dun­gen zu den Temp­lern ent­führt und in der Zeit zu­rück ge­schickt wird, um dort Ar­te­fak­te von hi­sto­ri­scher Be­deu­tung ein­zu­sam­meln.

Ubi­soft hat­te ur­sprüng­lich ge­plant, den Film in Zu­sam­men­ar­beit mit Sony Pic­tures zu pro­du­zie­ren, dar­aus wur­de je­doch nichts und nun ist man of­fen­bar auf die Idee ver­fal­len, das Gan­ze als eine Art In­die-Pro­jekt selbst um­zu­set­zen. Ob das was wird …

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Bild: Mi­cha­el Fass­ben­der 2009 in Can­nes, von Ge­or­ges Bi­ard, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

Ubisoft: diverse Spiele nicht nutzbar

Ubi­soft (Link führt zum Wi­ki­pe­dia-Ar­ti­kel, ich ma­che ga­ran­tiert kei­ne wer­bung für die) ist ein Pu­blisher, der bei Com­pu­ter­spie­len auf be­son­ders re­stik­ti­ves und kun­den­feind­li­ches DRM setzt – ich hat­te be­reits mehr­fach dar­über be­rich­tet, dass auch off­line-Spie­le eine stän­di­ge In­ter­net­ver­bin­dung zum Li­zenz­ser­ver be­nö­ti­gen um ge­spielt wer­den zu kön­nen. Und ich habe be­reits mehr­fach die Fra­ge ge­stellt, was pas­siert, wenn die Li­zenz­ser­ver ir­gend­wann mal ab­ge­schal­tet wer­den.

Jetzt war das der Fall, wenn auch nicht dau­er­haft. Ubi­soft mi­griert ge­ra­de sei­ne Ser­ver-In­fra­struk­tur, an­geb­lich auf eine lei­stungs­fä­hi­ge­re (es hat­te beim Launch von neu­en Spie­len im­mer wie­der mal Eng­päs­se ge­ge­ben). Das führ­te al­ler­dings dazu, dass die Li­zenz­ser­ver nicht er­reich­bar wa­ren. Die zah­len­den Kun­den sind des­we­gen er­neut die Dum­men, denn sie konn­ten Spie­le wie ANNO 2070, AS­SAS­SINS CREED RE­VE­LA­TI­ONS, DIE SIED­LER 7, DRI­VER SAN FRAN­CIS­CO oder SPLIN­TER CELL CON­VIC­TION nicht nut­zen. Der Pu­blisher hat­te vor­ab so­gar ex­pli­zit be­haup­tet, dass ANNO 2070 und DRI­VER nicht be­trof­fen sein soll­ten. Das ging or­dent­lich schief.

Er­neut ein Be­weis da­für, dass sol­ches Ver­hal­ten und sol­che Maß­nah­men nicht hin­nehm­bar sind. Ich wer­de kei­ne Ubi­soft-Pro­duk­te kau­fen, so­lan­ge der Pu­blisher sol­che DRM-Sy­ste­me ein­setzt. Er­neut bleibt nur die Er­kennt­nis, dass sol­che Null­num­mern mit Si­cher­heit mehr Scha­den an­rich­ten, als alle Raub­ko­pi­en zu­sam­men. Der ge­prell­te Kun­de wird sich beim näch­sten Mal über­le­gen, ob er den Mist wirk­lich kauft.

Logo Ubi­soft Co­py­right Ubi­soft

Ubisoft verstößt bei FROM DUST gegen Steams Nutzungsbedingungen

Ich weiß ja nicht, was die in den Chef­eta­gen von Ubi­soft so rau­chen, aber was Gu­tes kann es nicht sein. Aus di­ver­sen Fäl­len, über die ich auch hier be­rich­tet habe ist be­kannt, dass man bei dem Pu­blisher im­mer wie­der mal Ko­pier­schutz­sy­ste­me in Spie­le ein­baut, die den Nut­zer zwin­gen, stän­dig eine On­lin­ver­bin­dung zu ha­ben, da die je­wei­li­gen Pro­duk­te sonst nicht funk­tio­nie­ren. Das gilt auch für Off­line­spie­le oder Spie­le mit Off­line-Mo­dus ne­ben ei­nem On­line-Teil.

Bei Steam steht man auf der­lei Nutzer­gän­ge­lung nicht und un­ter­sagt des­we­gen in den Nut­zungs­be­din­gun­gen für Pu­blisher sol­che har­te DRM-Maß­nah­men sehr ein­deu­tig. Bei Ubi­soft hat­te man des­we­gen aus­ge­sagt, dass ihr Spiel FROM DUST auf Steam nicht über eine sol­che DRM-Maß­nah­me ver­fü­gen wür­de. Das war eine of­fen­sicht­li­che Falsch­aus­sa­ge, denn wie sich her­aus­stell­te, war die­se dann doch im Spiel ver­steckt vor­han­den, was ein di­rek­ter Ver­stoß ge­gen die Steam-TOS war.

Bei Steam fackel­te man nicht lan­ge, als man das her­aus fand und schmiss nicht nur das Spiel aus dem Store, son­dern bot den Käu­fern auch so­fort eine Rück­ga­be an, bei de­nen sie den Kauf­preis zu­rück er­hiel­ten. Es ist si­cher da­von aus­zu­ge­hen, dass Steam sich die ent­stan­de­nen Ko­sten bei Ubi­soft zu­rück ho­len wird, im­mer­hin ver­stie­ßen die vor­sätz­lich ge­gen die Nut­zungs­be­din­gun­gen.

Auch au­ßer­halb von Steam brach­te der Ko­pier­schutz Ubi­soft der­art viel Är­ger ein, dass sie jetzt zu Kreu­ze krie­chen und an­ge­kün­digt ha­ben, in­ner­halb von zwei Wo­chen ei­nen Patch zu ver­öf­fent­li­chen, der die völ­lig un­taug­li­che DRM-Maß­nah­me ent­fer­nen wird. Das Gan­ze soll des­we­gen zwei Wo­chen dau­ern, weil man si­cher­stel­len will, dass die Spie­ler ihre Spiel­stän­de wei­ter ver­wen­den kön­nen.

Dem­nächst er­scheint DRI­VER SAN FRAN­CIS­CO für den PC, hier hat Ubi­soft an­ge­kün­digt, den Ko­pier­schutz nicht in der bis­her ge­plan­ten Form ein­zu­set­zen. Das muss al­ler­dings nichts be­deu­ten, denn das hat­ten sie bei FROM DUST eben­falls an­ge­kün­digt und ihn dann doch heim­lich ein­ge­schmug­gelt.

Nach wie vor ste­he ich auf dem Stand­punkt, dass ich von Ubi­soft so lan­ge kei­ner­lei Pro­duk­te kau­fen wer­de, bis sie da­mit auf­hö­ren, ehr­li­che Kun­den zu ver­ar­schen.

Und Hut ab vor Steam, die zwar auch im­mer wie­der kri­ti­siert wer­den, aber im­mer wie­der ein­deu­tig zei­gen, dass sie auf Sei­ten ih­rer Kun­den ste­hen; zu­letzt hat­ten sie Elec­tro­nic Arts we­gen ähn­li­cher DRM-Spe­renz­chen raus­ge­schmis­sen. Steam sind im Ver­gleich mit den an­de­ren Gier­lap­pen der Bran­che ein­deu­tig die Gu­ten.

Ubi­soft-Logo Co­py­right Ubi­soft

Ich würde Ubisofts DRIVER SAN FRANCISCO nicht kaufen!

Tat­säch­lich wür­de ich Ubi­soft auf in Sa­chen PC-Spie­len so­gar voll­stän­dig boy­kot­tie­ren. War­um? Aus den ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen mit SIED­LER 7 oder SI­LENT HUN­TER 5 scheint man bei dem La­den so über­haupt nichts ge­lernt zu ha­ben.

Auch DRI­VER SAN FRAN­CIS­CO ist nur dann spiel­bar, wenn es über eine stän­di­ge In­ter­net­ver­bin­dung ver­fügt, das gilt auch für den Sin­gle­play­er-Mo­dus. Kommt es zu Pro­ble­men mit der Ver­bin­dung oder ha­ben die Ubi­soft-DRM-Ser­ver Schluck­auf, dann kann man sein für teu­res Geld er­wor­be­nes Spiel ein­fach mal nicht nut­zen. Eben­falls fällt das Spie­len auf dem Note­book ohne In­ter­net­ver­bin­dung (im Ur­laub oder im Zug) völ­lig flach.

Die letz­ten Ver­su­che mit SIED­LER, SI­LENT HUN­TER oder AS­SAS­SINS CREED 2 führ­ten dazu, dass die Spie­ler auf­grund Nicht­er­reich­bar­keit der Ser­ver bei­spiels­wei­se am Wo­chen­en­de und ins­be­son­de­re di­rekt nach Ver­öf­fent­li­chung der bei­den Pro­duk­te die­se nicht nut­zen konn­ten. Ubi­soft räum­te na­tür­lich kei­ne tech­ni­schen Pro­ble­me ein (mal da­von ab­ge­se­hen, dass man Wo­chen­ends of­fen­bar in Sa­chen Ser­ver­war­tung und Sup­port nur mit ei­ner Not­crew agiert), son­dern be­haup­te­te, die Ser­ver sei­en auf­grund von »Hacker­an­grif­fen« aus­ge­fal­len. Na si­cher…

Wie auch im­mer: mit die­ser Art von Ko­pier­schutz­maß­nah­me schau­feln sich die Pu­blisher ihr ei­ge­nes Grab. Ich kann vom Kauf sol­cher ver­krüp­pel­ter Soft­ware nur ab­ra­ten und wer­de auch kei­ne Ubi­soft-Pro­duk­te mehr er­wer­ben, so­lan­ge die mit die­ser – man ver­ge­be mir das deut­li­che Wort – Kun­den­ver­ar­sche wei­ter ma­chen. Es muss si­cher­ge­stellt wer­den, dass man ein er­wor­be­nes Spiel über­all und je­der­zeit nut­zen kann!

Ach ja: Für die XBOX-, Wii- und PS3-Va­ri­an­ten gilt das nicht, die kann man auch off­line zocken, al­ler­dings kommt man hier mit dem »Uplay-Pass­port« in Kon­takt. Man muss da­mit das Spiel für den Mul­ti­play­er­mo­dus ak­ti­vie­ren. Ver­kauft man es dann ge­braucht wei­ter, muss der Käu­fer die­sen Mo­dus er­neut ge­gen Ent­rich­tung ei­ner Ab­las­s­prä­mie von zehn Euro er­neut frei­schal­ten.

DRI­VER SAN FRAN­CIS­CO wird ab dem 1. Sep­tem­ber 2011 in den Re­ga­len ste­hen: Fin­ger weg!

Co­ver DRI­VER SAN FRAN­CIS­CO Co­py­right Ubi­soft (aber ei­nen Link spen­die­re ich nicht, die Links oben füh­ren auf Wi­ki­pe­dia-Ar­ti­kel)

Spieleindustrie gegen Fans – die nächste Runde

DarkSydePhilAuf You­Tube gab es ei­nen Chan­nel von Dark­Sy­de­Phil. Dar­in hat der pas­sio­nier­te Spie­ler über die letz­ten Jah­re ca. 7000 (!) Vi­de­os on­line ge­stellt, die Kom­plett­lö­sun­gen von Com­pu­ter­spie­len ge­zeigt hat­ten. Dark­Sy­de­Phil hat­te ge­cap­tu­red, wie er sich durch an­ge­sag­te Spie­le ar­bei­tet und dies mit – zum Teil bis­si­gen – Kom­men­ta­ren ver­se­hen; er hat­te Kult­sta­tus und das be­scher­te et­li­chen sei­ner Clips fünf­stel­li­ge Zu­griffs­zah­len.

Jetzt ist der Ka­nal weg. Un­er­war­tet und ohne jeg­li­che Vor­ankün­di­gung oder War­nung wur­de er sei­tens You­Tube ent­fernt, ein Zu­griff über Login/Paßwort ist nicht mehr mög­lich.

Phil ver­mu­tet, dass dies mit ei­nem Vi­deo zu Ubi­softs SPLIN­TER CELL CON­VIC­TION zu­sam­men hängt und der Pu­blisher You­Tube (aka Goog­le) we­gen ei­nes an­geb­li­chen Ur­he­ber­rechts­ver­sto­ßes auf­ge­for­dert hat, den Chan­nel off­line zu neh­men (Up­date: in­zwi­schen ist es eine Ge­wiss­heit). Da fragt man sich na­tür­lich: War­um ist ein Walkth­rough zwin­gend eine Ur­he­ber­rechts­ver­let­zung und wes­we­gen wird gleich der ge­sam­te Chan­nel des Nut­zers ent­fernt statt aus­schließ­lich das in­kri­mi­nier­te Vi­deo? <satire>Und was ha­ben die bei Ubi­soft für Dro­gen genommen?</satire>

In ei­nem Vi­deo-State­ment fin­det Dark­Sy­de­Phil dann auch sehr deut­li­che Wor­te in Rich­tung You­Tube:

»They don’t give a fuck about an­yo­ne who uses their web­site. All they care about is ma­king mo­ney.« (das hät­te man aber vor­her wis­sen kön­nen… :o)

Hier das er­ste Vi­deo (na­tür­lich auch auf auf You­Tube, via gamecrashers.net), die an­de­ren fin­den sich auf gamecrashers.net und man soll­te sie sich mal an­se­hen, ins­be­son­de­re das­je­ni­ge, in dem er über das The­ma Ur­he­ber­rechts­fra­gen bei Spie­le­vi­de­os spricht.

Die Kon­se­quenz ist ein­fach: Kauft kei­ne Spie­le von Ubi­soft. Sie wol­len euch zwin­gen zum Be­nut­zen von Off­line-Spie­len on­line sein zu müs­sen und sie ver­hal­ten sich ge­gen­über der Spiel­er­ge­mein­de wie des­po­ti­sche [we­gen po­ten­ti­el­ler Be­lei­di­gung selbst­zen­siert].

Bild: Dark­Sy­de­Phil Co­py­right Dark­Sy­de­Phil

Ubisoft und die siebten Siedler

Cover DIE SIEDLER 7Ich hat­te hier ja be­reits über Ubi­softs neu­en On­line-Ko­pier­schutz be­rich­tet: wenn sich der Rech­ner, auf dem die Spie­le in­stal­liert sind, nicht übers In­ter­net mit ei­nem DRM-Ser­ver ver­bin­den kann, dann ver­sagt das Pro­dukt die Funk­ti­on.

Schwie­rig­kei­ten kann man sich vie­le vor­stel­len, In­ter­net-Zu­gän­ge sol­len ja schon­mal aus­fal­len kön­nen, da­mit ist ein Spie­len nicht mög­lich. Oder man hat ein­fach ge­ra­de kei­nen In­ter­net-Zu­gang in der Nähe, weil man mit dem Lap­top im Ur­laub her­um­hängt. Oder aber die DRM-Ser­ver ma­chen nicht mit, was al­les auf das­sel­be hin­aus läuft: die Kun­den blei­ben von ih­ren teu­er er­wor­be­nen Spie­len aus­ge­sperrt.

So auch wie­der über Ostern: kurz zu­vor star­te­te man den Ver­kauf des Auf­bau-Wus­lers DIE SIED­LER 7. Die SIED­LER-Rei­he hat eine gro­ße Fan­ge­mein­de, so dass et­li­che Spie­le über die La­den­the­ke gin­gen, ob­wohl vie­le der Käu­fer über den un­ver­schäm­ten so­ge­nann­ten Ko­pier­schutz Be­scheid wuss­ten. Lei­der gin­gen Ubi­softs DRM-Ser­ver über die Oster­ta­ge in die Knie, so dass über Stun­den kein Spie­len mög­lich war. Der Pu­blisher wird wahr­schein­lich wie­der be­haup­ten, es ha­ben DOS-At­tacken statt­ge­fun­den. Viel wahr­schein­li­cher ist es aber auch in die­sem er­neu­ten Fall, dass die schie­re Zahl der Spie­ler die Ser­ver über­for­dert ha­ben.

Ser­vice­mit­ar­bei­ter wa­ren of­fen­bar auch nicht wirk­lich zu er­rei­chen – kein Wun­der, war ja Ostern.

Nach wie vor kann man vom Kauf von Spie­len, die mit sol­chen kun­den­feind­li­chen Maß­nah­men ge­schützt sind, nur ab­ra­ten. Den ge­prell­ten Spie­lern ist zu ra­ten, ih­rem Un­mut laut und deut­lich Luft zu ma­chen – und sol­chen Mist in Zu­kunft nicht mehr zu kau­fen, egal wie geil das Pro­dukt an­geb­lich ist… Das Be­stra­fen von zah­len­den Kun­den darf nicht zum Ge­schäfts­mo­dell wer­den!

Co­ver DIE SIED­LER 7, Co­py­right 2010 Ubi­soft

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