Überraschung: STAR TREK BRIDGE CREW mit TOS-Brücke

Überraschung: STAR TREK BRIDGE CREW mit TOS-Brücke

Das für Ende letz­ten Jah­res ange­kün­dig­te und auf (inzwi­schen) Mai 2017 (ursprüng­lich März 2017) ver­scho­be­ne Vir­tu­al Rea­li­ty-Spiel STAR TREK BRIDGE CREW ermög­licht es einem Team von vier Per­so­nen die Brü­cken­be­sat­zung eines Ster­nen­flot­ten­schif­fes zu spie­len. Bis­her zeig­ten die Demos dabei lei­der nur die Brü­cke der USS Aegis, eines Schiffs aus J. J. Abrams’ Reboot-Uni­ver­sum, also der soge­nann­ten Kelvin-Zeitlinie.

Und jetzt die Über­ra­schung: Der neu­es­te Screen­shot aus dem Hau­se Ubi­soft beinhal­tet eine Kom­man­do­zen­tra­le im Stil der Ori­gi­nal­se­rie, also die aus den 1960ern. Und das ist tat­säch­lich die Brü­cke der USS Enter­pri­se. Man spielt aller­dings nicht Kirk und Co, son­dern eine ande­re Crew, aber egal!

Wie geil ist das denn?

STAR TREK BRIDGE CREW erscheint am 20. Mai 2017 für Play­sta­ti­on VR, Ocu­lus Rift und HTC Vive. Man wird es online in Vie­rer­grup­pen oder solo spie­len können.

Shut up and take my money!

Pro­mo­gra­fik Copy­right Ubi­soft

Happy Birthday, STAR TREK

Happy Birthday, STAR TREK

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Genau heu­te vor fünf­zig Jah­ren lief die ers­te Fol­ge der von Gene Rod­den­ber­ry erson­ne­nen SF-Serie STAR TREK im kana­di­schen Fern­se­hen. In den USA wur­de die ers­te Fol­ge THE MAN TRAP erst zwei Tage spä­ter aus­ge­strahlt. Es han­del­te sich um die fünf­te pro­du­zier­te Fol­ge, die ers­te mit dem Titel WHERE NO MAN HAS GONE BEFORE, die sich damit befass­te, was mit Men­schen pas­siert, die got­tes­glei­che Kräf­te bekom­men, war dem Sen­der offen­bar als Start zu kom­plex, so ver­leg­te man sich auf eine »Mons­ter der Woche«-Episode. THE MAN TRAP wur­de erst im Jahr 1987 erst­ma­lig im deut­schen Fern­se­hen aus­ge­strahlt, denn das ZDF hat­te ursprüng­lich nicht alle Fol­gen über­nom­men und man­che, wie bei­spiels­wei­se AMOK TIME, bis zur Unkennt­lich­keit entstellt.

Das war der Beginn einer Erfolgs­ge­schich­te, die bis heu­te anhält. Zwar wur­de die Show nach drei Staf­feln wegen der angeb­lich schlech­ten Zuschau­er­zah­len ein­ge­stellt, es gab die berühm­te Brief­ak­ti­on, die den Sen­der zu einer Fort­füh­rung ani­mie­ren soll­te, die jedoch nie kam. Es gab aller­dings eine Zei­chen­trick­se­rie, man plan­te eine zwei­te Serie, die aber nie zustan­de kam, und ab 1979 eine Rei­he von Kino­fil­men, wobei die Rea­li­sie­rung des ers­ten mit hoher Wahr­schein­lich­keit nur auf den mas­si­ven Erfolg von STAR WARS zurück­zu­füh­ren sein dürf­te. Ab 1988 star­te­te dann mit STAR TREK – THE NEXT GENERATION die ers­te einer Rei­he von Nach­fol­ge­se­ri­en, es folg­ten DEEP SPACE NINE, VOYAGER und ENTERPRISE. Von 1987 bis 2005 lief kon­ti­nu­ier­lich eine aktu­el­le TREK-Serie im Fern­se­hen, das änder­te sich mit dem Ende von ENTERPRISE für lan­ge Zeit, da bei den Ver­ant­wort­li­chen SF-Has­ser regier­ten. Erst Anfang 2017 wird es eine neue Show mit dem Titel STAR TREK DISCOVERY geben, unter der Ägi­de von Bryan Fuller.

Die neue Film­rei­he unter der Kon­trol­le von J.J. Abrams wur­de und wird unter Fans kon­tro­vers dis­ku­tiert. Vie­le kamen nicht damit zurecht, dass das Fran­chise für die moder­ne Zeit und ein neu­es Publi­kum adap­tie­ret wur­de. Die über­se­hen dabei, dass sich die Zei­ten ändern, und man nicht ein­fach mit dem alten Kram wei­ter­ma­chen konn­te, auch weil das die Krea­tiv­teams erheb­lich ein­ge­schränkt hät­te, da die sich an irgend­wel­che Canons hät­ten hal­ten müs­sen. Die Idee einer alter­na­ti­ven Zeit­li­nie ist bril­li­ant, denn dadurch blei­ben die alte Zeit­li­nie und des­sen Uni­ver­sum erhal­ten, und man kann immer noch Geschich­ten dar­in erzäh­len, wie es jetzt auch mit DISCOVERY geschieht, denn die han­delt unge­fähr zehn Jah­re vor den Aben­teu­ern von Cap­tain Kirk und sei­ner Crew. Wer weiß, viel­leicht begeg­nen uns dar­in ja auch bekann­te Charaktere?

Weni­ger schön ist das Ver­hal­ten der Rech­te­inha­ber gegen­über den Fans neu­er­dings. Fan­fil­me haben in der STAR TREK-losen Zeit die Fans erfreut und bei der Stan­ge gehal­ten. Frü­her hieß es, dass man Fan­pro­duk­tio­nen machen darf, solan­ge man kein Geld damit ver­dient. Nach­dem ein Crowd­fun­ding für STAR TREK AXANAR erheb­lich erfolg­reich war, hetz­ten die Rech­te­inha­ber Anwäl­te auf die Macher. Das führ­te zudem zu einer Rei­he völ­lig inak­zep­ta­bler und fan­dom­feind­li­cher »Regeln« für Fan­fil­me. Erschwert wird das Gan­ze zusätz­lich durch die Tat­sa­che, dass die Rech­te an Fern­seh- und Film­um­set­zun­gen inzwi­schen durch ver­schie­de­nen Ver­käu­fe bei unter­scheid­li­chen Fir­men lie­gen, denn CBS und Para­mount gehö­ren nich dem­sel­ben Kon­zern an. Was das für eine recht­li­che Gemenge­la­ge ergibt, kann man sich leicht vostellen.

Trotz aller Kri­tik: STAR TREK hat mich fast mein gan­zes Leben beglei­tet und ich wer­de mir Seri­en und Fil­me sicher auch wei­ter­hin anse­hen, denn ich den­ke nicht, dass man die Krea­tiv­teams, in denen ech­te Fans des Fran­chi­ses arbei­ten, für die Ver­feh­lun­gen der alten, wei­ßen Män­ner an der Spit­ze von CBS und Para­mount ver­ant­wort­lich machen soll­te. Ich wür­de mir aller­dings wün­schen, dass die­se Macher ihre Popu­la­ri­tät nut­zen, um mehr Ein­fluss auf ihre Chefs zu neh­men und ihnen die Rech­te­flau­sen aus­zu­trei­ben. Wir leben im Inter­net­zeit­al­ter und Fan­pro­duk­tio­nen wer­den nicht ein­fach weggehen.

STAR TREK hat ins­be­son­de­re in sei­nen Seri­en­in­kar­na­tio­nen bei allen Kon­flik­ten immer das Bild einer lebens­wer­ten Zukunft dar­ge­stellt, die sich durch For­scher­drang, Tole­ranz, Freund­schaft, Respekt und dem Wunsch nach fried­li­chem Mit­ein­an­der, ohne frem­den Kul­tu­ren die eige­ne Denk­wei­se auf­zu­zwin­gen, aus­zeich­ne­te. Ich den­ke, dass wir sol­che posi­ti­ven Uto­pien gera­de heut­zu­ta­ge ange­sichts von dump­fem Ras­sis­mus und wach­sen­der Into­le­ranz drin­gen­der brau­chen, als je zuvor.

IDIC: Infi­ni­te Diver­si­ty in Infi­ni­te Com­bi­na­ti­ons (Unend­li­che Man­nig­fal­tig­keit in unend­li­cher Kombination)

LIVE LONG AND PROSPER!

Bild: NCC-1701 (and no bloo­dy »A«, »B«, »C« or »D«) von mir, CC BY-NC

STAR TREK CONTINUES: Episode 1 – PILGRIM OF ETERNITY

STAR TREK CONTINUES: Episode 1 – PILGRIM OF ETERNITY

STAR TREK CONTINUES ist eine neue Web­se­rie von Fans, die die Aben­teu­er des klas­si­schen Raum­schiffs Enter­pri­se und sei­ner Crew wei­ter führt. Und das tun sie mit ver­blüf­fen­der Qua­li­tät, die Farb­ge­bung, Kame­ra­füh­rung und Effek­te sind fast schon skla­visch über­ein­stim­mend mit dem Ori­gi­nal TOS. Zusätz­lich wur­de die Serie im For­mat 4:3 rea­li­siert. Gran­di­os. Gedreht hat man in den Kulis­sen der Serie STARSHIP FARRAGUT.

In der ers­ten Fol­ge PILGIRM OF ETERNITY trifft die Enter­pri­se auf einen alten Bekann­ten, sogar gespielt vom sel­ben Schau­spie­ler wie »damals«. Es gibt sogar noch einen wei­te­ren Gast­auf­tritt: ohne hier zu viel ver­ra­ten zu wol­len, dürf­ten BATTLESTAR GALAC­TI­CA-Fans ein bekann­tes Gesicht fin­den. Der Knül­ler: Scot­ty wird von Chris Doo­han gespielt, dem Sohn von James Doo­han. Alles in allem ganz gro­ßes Kino und für TOS-Fans eine Offenbarung.

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