Leider übersieht man sie immer wieder jedes Jahr. Die Razzie-Awards (oder genauer: The Golden Raspberry Awards, bei uns nicht ganz korrekt als »Goldene Himbeere« übersetzt, Anm. d. Red.), die 1980 als notwendiger Gegenpol zu den unüberschaubaren Preisverleihungen aus der Taufe gehoben wurden. Nicht in irgendeinem hochtrabenden Ballsaal, sondern im Continental Breakfast Room des Holiday Inn wurden sie nun im Schatten der Oscars erneut verliehen.
Die 657 Stimmberechtigten aus 47 U.S. Staaten und 19 anderen Ländern scheinen keine Sympathie für den abschließenden Teil der TWILIGHT-SAGA gehegt zu haben. Von elf Nominierungen konnte BREAKING DAWN #2 immerhin sieben Preise holen. Das liegt nur knapp hinter Adam SandlersJILL & JACK, der im vorangegangenen Jahr in allen Kategorien gewonnen hat. Dafür hat Adam Sandler im zweiten Jahr in Folge den schlechtesten Hauptdarsteller bekommen.
Besonders witzig sind die Razzies immer dann, wenn sie Nominierungen oder Gewinner haben, die auch hoch auf Oscar-Kurs laufen, was dieses Jahr leider ausblieb. Besondere Vorfälle gab es keine. Zuletzt hatte 2009 Sandra Bullock ihre Auszeichnung als schlechteste Hauptdarstellerin für ALL ABOUT STEVE persönlich entgegengenommen. Ein atemberaubender Auftritt.
Nachfolgend alle »Ausgezeichneten«, die »Gewinner« sind fett gekennzeichnet.
Marvels Fantastische Vier hatten im Kino bislang leider wenig Glück. Das soll sich jetzt ändern, denn im Zuge der Erfolgswelle an Superhelden-Filmen mit Figuren aus dem Comicverlag geht man auch dieses Thema noch einmal an. Diesmal könnte etwas daraus werden, denn als Produzent wurde Matthew Vaughn auserkoren.
Bekannt ist er nicht nur als Regisseur für Filme wie STARDUST oder KICK-ASS, sondern insbesondere für seine Interpretation der X‑MEN in FIRST CLASS. Bei der Forsetzung, da führt Bryan Singer Regie, wird er produzieren.
Vermutlich aufgrund der Rechtelage wird es sich nicht um einen Disney-Film handeln, das Studio hinter FANTASTIC FOUR ist Fox. Derzeit ist nur die Rede davon, dass er produzierrt, es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass er eventuell auch den Regiejob übernehmen könnte.
Weitere Informationen wie Starttermin und ähnliches gibt es aufgrund der frühen Phase des Projekts noch nicht.
Bild: Matthew Vaughn mit seiner Frau Claudia Schiffer 2010 (manchmal bekommt der bebrillte Nerd offenbar doch die Cheerleaderin), von Xuka, aus der Wikipedia, [sb name=»cc-by-nc-sa-de«]
In der letzten Nacht vergab man in Hollywood wieder die güldenen Strahlemänner. Dass es sich dabei um eine gigantische Selbstbeweihräucherunge der Filmindustrie und ihrer Erfüllungsgehilfen handelt, hat inzwischen hoffentlich auch der letzte begriffen, dass das Spektakel nichtsdestoweniger unterhaltsam ist, ebenfalls.
Wirkliche Überraschungen gab es in der von Seth McFarlane moderierten Veranstaltung nicht. Erwartungsgemäß gewann Daniel Day Lewis für die Darstellung des US-Präsidenten im Spielberg-Film LINCOLN seinen inzwischen dritten Oscar, laut Medienberichten ein Rekord. Ben Afflecks Polit-Drama ARGO gewann, ebenfalls erwartet, die Auszeichnung für den besten Film. Christoph Waltz erhielt den Award für die beste Nebenrolle für seine Darstellung eines Kopfgeldjägers in DJANGO UNCHAINED; damit seine zweite Auszeichnung, die rst erhielt er für INGLORIOUS BASTERDS, ebenfalls ein Tarantino-Streifen. Bei den Damen gingen die Figuren an Jennifer Jawrence als beste Schauspielerin für die Darstellung einer Nymphomanin in SILVER LININGS PLAYBOOK und die beste Nebendarstellerin an Anne Hathaway für LES MISÉRABLES.
Einen »großen« Gewinnerfilm gab es eigentlich nicht, allerdings wurde LIFE OF PI gleich vier mal mit einem Preis bedacht. Regisseur Ang Lee konnte den Oscar für die beste Regie mit nach Hause nehmen, zudem sackte der Film Auszeichnungen für die Filmmusik, Kamera und Spezialeffekte ein.
Zum Genre brauchen wir nicht viel zu sagen, BRAVE als bester animierter Film, wenn man den als Phantastik einstufen möchte. Der HOBBIT fand trotz seiner grandiosen 3D-Cinematografie nur am Rande statt. Was rauchen die in Hollywood eigentlich? Ansonsten ist vielleicht noch erwähnenswert, dass Adele für ihren BOND-Song SKYFALL eins der güldenen Männchen erhielt – auch nicht überraschend.
Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, zu erwähnen, dass sich aufgrund der Verleihung des Oscar für die besten Spezialeffekte an LIFE OF PI Widerstand bei den SFX-Künstlern Hollywoods regt, die erbost darüber sind, dass die Arbeitsbedingungen bei der Produktion der SFX für den Film unschön gewesen sind, das Budget unzureichend war, dass der Regisseur darüber klagte, »die Entwicklungsabteilungen für Effekte seinen so teuer« und er diese gern billiger hätte. Die Firma »Rhythm & Hues Studio«, verantwortlich für die Spezialeffekte in SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN sowie LIFE OF PI musste aufgrund der schlechten Bezahlung gerade Bankrott anmelden. Dadurch fühlen sich die Spezialeffekt-Künstler herabgesetzt – und das meiner Ansicht nach zu Recht. Einen offenen Brief von Philip Ray Broste an Ang Lee zu diesem Thema findet sich im Blog VFX Soldier . Mehr Details dazu auch auf der Facebook-Seite »VFX Solidarity International«.
Für die jährliche DR. WHO-Convention »Gallifrey One« wurde ein Interview mit Steven Moffat aufgenommen, in dem er über das Jubiläumsjahr der Serie, die 2013 50 Jahre feiert, ebenso spricht, wie über die weiteren Pläne mit dem Timelord. Es wird demnach nicht nur ein sechzigminütiges Special geben, sondern mehrere. Außerdem gibt er an, bereits damit begonnen zu haben, an Staffel acht zu arbeiten.
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Auch wenn nur zwei der elf Produzenten tatsächlich mit der TWILIGHT-SAGA zu tun hatten, hält die Werbung mit »von den Machern von …« was sie verspricht. Kameramann Javier Aguirresarobe und Cutterin Nancy Richardson waren auch noch bei TWILIGHT beschäftigt, das verspricht dann auch erhofften Ton und Tempo einer erprobten fünfteiligen Vampirgeschichte mit Herz. Jetzt sind es Zombies, und die Idee dahinter scheint gar nicht so verkehrt. Denn was könnte man anstellen mit einer Geschichte, in der sich ein Untoter und eine Lebende ineinander vergucken? Aber was hat Jonathan Levine daraus gemacht? Selbst die Hauptdarsteller Palmer und Hoult sind erwünschte Duplikate der TWILIGHT-Protagonisten. In vielen Einstellungen von Teresa Palmer kann man glauben Kristen Stewart zu erkennen, und mit den hohen Wangenknochen und tiefliegenden Augen ist Nicholas Hoult ganz der Robert-Pattison-Typ. Isaac Marion hat eine Geschichte geschrieben, die sehr lose an Romeo und Julia angelehnt ist, dementsprechend hat Regisseur und Drehbuchautor in Personalunion Jonathan Levine WARM BODIES auch gemacht. So ist dieser Film für Splatter-Freaks genauso interessant geraten, wie TWILIGHT für Liebhaber des Horrorfilms.
Die SF-Autorin Myra Çakan hebt ein Phantastik-eZine mit dem Titel XTME:PHANTASTIK aus der Taufe. Das Besondere daran: die Inhalte beschäftigen sich mit Werken, die via Selfpublishing erschienen sind und es soll ein Überblick über lesenswerte Perlen in den zahllosen selbstpublizierten Veröffentlichungen geboten werden.
Das Magazin widmet sich im Wechsel den Themengebieten Science Fiction und Fantasy, wobei die Grenzen schwimmend sind, in den Fantasy-Ausgaben kann beispielsweise auch Mystery besprochen werden. Inhaltlich werden neben Kurzgeschichten, Novellen und Sachtexten zudem die Autoren und ihre Werke vorgestellt. In der Rubrik »Neuentdeckung« werden phantastike Nachwuchsautoren präsentiert, die bislang noch eher unbekannt sind.
Die Ausgabe eins von XTME:PHANTASTIK soll um Ostern erscheinen, es handelt sich beim Inhalt um Science Fiction. Das Titelbild stammt von Lothar Bauer, inhaltlich wird es unter anderem Kurzgeschichten von Klaus Seibel, Frank W. Haubold und Thomas Knip geben. In der darauf folgenden Fantasy-Ausgabe wird sich eine längere Story von Uwe Post finden.
Die redaktionelle Zusammenstellung übernimmt Myra Çakan, Gundel Limberg macht das Lektorat und Korrektorat. Vertrieben und vermarktet wird das eZine über das Webportal »xtme: gute eBooks«, der Betreiber des Portals, Johannes zum Winkel hatte die Idee, eZines in eBook-Form für die Präsentation von Indie-Autoren zu nutzen. Das Magazin wird ausschließlich über Amazon verkauft und auch im Rahmen von Select-Werbeaktionen zeitweilig kostenlos abgegeben werden, was im Zusammenspiel mit der Agenturwerbung zu einer hohen Sichtbarkeit führen sollte, die einzelne und/oder unbekannte Autoren so nicht erreichen können.
Selbstverständlich kann und soll man als Selfpublisher mitmachen, am Wochenende werden auf Myras Blog weitere Details dazu veröffentlicht, darunter auch eine Kontakt-Emailadresse. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Qualität stimmt, die Werke der Bewerber sollten also gut geschrieben und originell sein.
Ich finde, das ist eine großartige Sache, denn selbst ich komme inzwischen – entgegen meinen früheren Überzeugungen – nicht mehr umhin festzustellen: die Tatsache, dass via Kindle Direct Publishing und CreateSpace heutzutage jeder Analphabet und sein Hund ihre Ergüsse bei Amazon einstellen, bedeutet doch ein Problem. Das führt dazu, dass die Plattform von qualitativ äußerst minderwertigem Kram überflutet wird – und die lesenswerten Werke dabei untergehen. XTME:PHANTASTIK wird hoffentlich eine Schneise zu den Perlen in dieses Dickicht schlagen und das können wir dringend brauchen!
Der Sender The CW ist für Genre-Serien bekannt. Aktuell läuft dort beispielsweise die eher lahme Neuauflage von BEAUTY AND THE BEAST, die VAMPIRE DIARIES, natürlich ARROW und neuerdings auch die Mystery-Serie CULT. ARROW ist ein gutes Stichwort, der Hauptdarsteller dort ist Stephen Amell. Sein Cousin heißt Robbie Amell und auch der wird nun zu einem Hauptdarsteller zum Piloten einer möglichen SF-Serie des Senders namens TOMORROW PEOPLE.
Bei der Show handelt es sich offenbar um eine Variation des Themas, das wir bereits aus X‑MEN, HEROES oder SyFys ALPHAS kennen: Die Serie verfolgt die Abenteuer einer Gruppe junger Leute rund um die Welt, die »die nächste Stufe der menschlichen Evolution darstellen« und die sich zusammen tun, um »das Böse»tm zu bekämpfen. Amell spielt Stephen, einen »gequälten jungen Mann, der normal sein möchte und der erleichtert feststellt, dass er nicht verrückt ist, sondern vielmehr ein Teil einer genetisch überlegenen Gruppe«, genannt die TOMORROW PEOPLE.
Als ein weiterer Schauspieler wurde der australische Mime Luke Mitchell genannt, der dort in Soaps mitspielt.
Erstmal wird ein Pilot gedreht, auf Basis dessen die Mächtigen bei CW dann entscheiden, ob es eine Serie geben wird.
Wenn man sich fragen sollte, wen man mit einer unendlich wiederholten Verfilmung von Victor Hugos Stoff jetzt eigentlich noch in den Kinosessel locken will, dann genügen die ersten Minuten von Tom Hoopers Inszenierung. Ganz offensichtlich wollte der KINGS SPEECH-Regisseur einmal von den leisen, aber großen Filmen Abstand gewinnen. Herausgekommen ist ein nur großer Film, ein sehr großer, der Kinofans und Musical-Liebhaber gleichermaßen in den Kinosessel zu locken versteht. Wenn der laxe Vergleich vom »ganz großen Kino« einmal unbestreitbar zutrifft, dann bei dieser x‑ten Verfilmung von Victor Hugos LES MISÉRABLES, das sich als Musical zu den drei meist gespielten und populärsten Bühnenshows der Welt zählen darf.
Die Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films hat die Nominierungen für ihre diesjährigen Saturn Awards bekannt gegeben. Bei den Oscars findet das Genre erneut nahezu nicht statt, weil auch dort offenbar Standesdünkel herrschen. Bei dieser Academy hat man allerdings offenbar keine Berührungsängste mit anderen Genres, weil auch beispielsweise SKYFALL mehrfach nominiert wurde und bei dem sehe ich keine SF oder Fantasy, ebenso wenig wie bei LES MISERABLES oder DJANGO UNCHAINED. Aber das geht schon in Ordnung, auch hier auf PhantaNews ist der Fokus ja erklärterweise eher unscharf.
Erwartungsgemäß bei den Nominierungen weit vorne ist der HOBBIT, der allein neun Mal genannt wurde, gefolgt von LIFE OF PI und SKYFALL.
Die Stimmen für die Teilnehmer kommen von den Mitgliedern der Akademie. Die ersten Saturn-Verleihungen fanden im Jahr 1972 statt, der Moderator der Zeremonie war damals William Shatner.
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