Die Oscars 2016: Leo hat sein Goldmännchen

Die Oscars 2016: Leo hat sein Goldmännchen

Poster SpotlightSo. Dann ist also endlich Ruhe mit dem Thema. Leonardo DiCaprio hat für seine Darstellung im Film THE REVENANT den angestrebten Oscar bekommen. in der letzten Nacht wurden die güldenen Männchen nämlich zum 88. Mal in Hollywood verliehen, genauer im Dolby Theatre in Los Angeles. Moderiert wurde die Veranstaltung von Chris Rock.

Der Preis für den besten Film ging an SPOTLIGHT, die beste Regie heimste Alejandro Gonzales Iñárritu ein, ebenfalls für THE REVENANT. Die Goldstatuette für die beste Hauptdarstellerin gin an Brie Larson. MAD MAX FURY ROAD wurde mit reichlich Oscars überhäuft (insgesamt seachs) und auch die besten visuellen Effekte gingen mit EX MACHINA an einen Science Fiction-Film. Die Trophäe für den besten Animationsfilm erhielt INSIDE OUT (ALLES STEHT KOPF).

Völlig unverständlich für mich: Der Preis für den besten Filmsong ging an Sam Smiths Bond-Titelsong WRITING ON THE WALL. Völlig überbewertet. Und auch, warum THE MARTIAN keinen einzigen Oscar abbekam, ist mir schleierhaft.

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Die Oscar-Nominierungen 2016

Die Oscar-Nominierungen 2016

Oscar-StatuetteJa, es ist alles Schein und Glamour und alte, weiße Männer entscheiden über Filme. Trotzdem zeigen die Oscar-Verleihungen in jedem Jahr, was man in den USA kann, und was deutschen Serien und Filmen so abgeht: Große Unterhaltung und eben Glamour.

Nicht ganz unerwartet gingen die meisten Nominierungen an das Wild West-Drama THE REVENANT mit Leo diCaprio in der Hauptrolle, das gleich zwölf mal nominiert wurde. Gleich dahinter MAD MAX: FURY ROAD mit zehn Nominierungen. Das freut mich natürlich insbesondere deswegen, weil es sich um einen Genre-Film handelt, nämlich postapokalyptische SF. Auch DER MARSIANER ist mit sieben Nennungen gut im Rennen, und selbstverständlich wurde auch THE FORCE AWAKENS nominiert und angesichts der congenialen praktischen Effekte im Film, würde ich erwarten, dass zumindest der Effekte-Oscar an die siebte Episode der STAR WARS-Reihe gehen könnte.

Die Verleihungen finden Ende Februar statt, moderieren wird Chris Rock.

Die vollständige Liste der Nominierungen stellte Bandit zusammen.

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Kommentar: Immer diese doofen Spezialeffekte!!!einself!

Kommentar: Immer diese doofen Spezialeffekte!!!einself!

Poster Jurassic WorldZuerst wurde es in diesem Youtube-Video thematisiert, in dieselbe Kerbe schlägt dieser Blogbeitrag. Das möchte ich im Folgenden kommentieren. Einzentraler Satz aus dem Blog:

Die unsägliche Trümmerflut der überzüchteten Hollywood-Blockbuster-Maschine ist nur noch langweilig und meist narrativ dumm.

Das sehe ich völlig anders. Leider wird das auch inhaltlich nicht belegt, sondern einfach mal so als Fakt aufgestellt. Deswegen klingt das aus meiner Sicht wie einfaches Hollywood-Gebashe, das ist im Moment gerade auch bei gewissen Filmkritkern der Feuilletons gerade en vogue – wobei man natürlich übersieht, dass die deutschen Studios und Verleiher im Phantastik-Bereich nicht nur nicht das Wasser reichen können, sondern sie seit Jahren kein Wasser mehr sehen. Weil sie phantastischen Stoffen noch nicht mal eine Chance geben, Zuschauer zu finden, und alles als Kinderkram etikettieren – während Hollywood-Filme nach Comicvorlagen auch durch Erwachsene Rekordeinnahmen verzeichnen. Spielberg, lass Hirn regnen.

Gegenbeispiele gibt es reichlich, insbesondere AVENGERS 1 (und das ganze Cinematic Universe von Marvel), nimmt sich ja sogar die Zeit, Hintergründe und Charaktere gleich in mehreren Filmen mit zum Teil sogar ineinanderfließenden Handlungsbögen aufzubauen. Gerade Joss Whedon vorzuwerfen, er würde narrativ dumme Filme machen, ist in meinen Augen so daneben, dass ich dieselben rollen muss.

Ich habe mir gerade JUPITER ASCENDING angesehen. Grandios. Sicher hat das Ding Plotlöcher, so groß, dass Jupiter durchpassen würde, und ja, sicher ist die Story an den Haaren hebeigezogen. Ja und? So einen Spaß hatte ich beim Ansehen eines Films seit GUARDIANS OF THE GALAXY nicht mehr. Weil sie mir mit den epischen und visuell äußerst beeindruckenden Spezialeffekten einen gigantischen sense of wonder geliefert haben. Und da liegt meiner Ansicht auch ein zentraler Punkt bei der Kritik: Man muss sich auf das Gebotene einlassen können und wollen. Wenn das nicht von vorneherein vorhanden ist, wird natürlich jeder Film subjektiv zu einer Aneinanderreihung von platten Spezialeffekten.

Ich finde in dem Zusammenhang übrigens witzig, dass beispielsweise STAR WARS und damals auch JURASSIC PARK schon dasselbe vorgeworfen wurde. Angeblich nur Spezialeffekte ohne tieferen Sinn. Übrigens gab es ganz ähnliche Argumente auch bei der Einführung des Tonfilms und des Farbfilms.

Sicher gibt es Filme, bei denen es mit GCI übertrieben wird, aber das als allgemeines Problem darzustellen ist in meinen Augen daneben. Außerdem können mit den modernen Möglichkeiten Realitäten im Kino erschaffen werden, die es früher so nie gegeben hätte. Zudem gibt es auch Filme, die ohne CGI schlecht sind. Und abschließend: Ich bezahle auch gern Geld für einen Kinobesuch, wenn der Film mir ausschließlich Popcorn-Eyecandy um die Ohren haut. Immer irgendeinen nebulösen Anspruch in Filmen suchen zu müssen, erscheint mir irgendwie typisch deutsch. Der überragende Erfolg von JURASSIC WORLD an den Kinokassen spricht ebenfalls eine andere Sprache. Die Kinobesucher scheinen das alles anders zu sehen, zumindest könnte man das aus den Boxoffice-Zahlen entnehmen. Immer wieder.

Poster JURASSIC WORLD Copyright Uni­ver­sal In­ter­na­tio­nal Pictures

War da nicht was? Ach ja: die Oscars 2013!

In der letzten Nacht vergab man in Hollywood wieder die güldenen Strahlemänner. Dass es sich dabei um eine gigantische Selbstbeweihräucherunge der Filmindustrie und ihrer Erfüllungsgehilfen handelt, hat inzwischen hoffentlich auch der letzte begriffen, dass das Spektakel nichtsdestoweniger unterhaltsam ist, ebenfalls.

Wirkliche Überraschungen gab es in der von Seth McFarlane moderierten Veranstaltung nicht. Erwartungsgemäß gewann Daniel Day Lewis für die Darstellung des US-Präsidenten im Spielberg-Film LINCOLN seinen inzwischen dritten Oscar, laut Medienberichten ein Rekord. Ben Afflecks Polit-Drama ARGO gewann, ebenfalls erwartet, die Auszeichnung für den besten Film. Christoph Waltz erhielt den Award für die beste Nebenrolle für seine Darstellung eines Kopfgeldjägers in DJANGO UNCHAINED; damit seine zweite Auszeichnung, die rst erhielt er für INGLORIOUS BASTERDS, ebenfalls ein Tarantino-Streifen. Bei den Damen gingen die Figuren an Jennifer Jawrence als beste Schauspielerin für die Darstellung einer Nymphomanin in SILVER LININGS PLAYBOOK und die beste Nebendarstellerin an Anne Hathaway für LES MISÉRABLES.

Einen “großen” Gewinnerfilm gab es eigentlich nicht, allerdings wurde LIFE OF PI gleich vier mal mit einem Preis bedacht. Regisseur Ang Lee konnte den Oscar für die beste Regie mit nach Hause nehmen, zudem sackte der Film Auszeichnungen für die Filmmusik, Kamera und Spezialeffekte ein.

Zum Genre brauchen wir nicht viel zu sagen, BRAVE als bester animierter Film, wenn man den als Phantastik einstufen möchte. Der HOBBIT fand trotz seiner grandiosen 3D-Cinematografie nur am Rande statt. Was rauchen die in Hollywood eigentlich? Ansonsten ist vielleicht noch erwähnenswert, dass Adele für ihren BOND-Song SKYFALL eins der güldenen Männchen erhielt – auch nicht überraschend.

Interessant ist in diesem Zusammenhang noch, zu erwähnen, dass sich aufgrund der Verleihung des Oscar für die besten Spezialeffekte an LIFE OF PI Widerstand bei den SFX-Künstlern Hollywoods regt, die erbost darüber sind, dass die Arbeitsbedingungen bei der Produktion der SFX für den Film unschön gewesen sind, das Budget unzureichend war, dass der Regisseur darüber klagte, “die Entwicklungsabteilungen für Effekte seinen so teuer” und er diese gern billiger hätte. Die Firma “Rhythm & Hues Studio”, verantwortlich für die Spezialeffekte in SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN sowie LIFE OF PI musste aufgrund der schlechten Bezahlung gerade Bankrott anmelden. Dadurch fühlen sich die Spezialeffekt-Künstler herabgesetzt – und das meiner Ansicht nach zu Recht. Einen offenen Brief von Philip Ray Broste an Ang Lee zu diesem Thema findet sich im Blog VFX Soldier . Mehr Details dazu auch auf der Facebook-Seite “VFX Solidarity International“.

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Ein Stern für Walter Koenig

Walter Koenig ist fraglos eine Nerd-Ikone. Immerhin spielte er nicht nur in der originalen STAR TREK-Fernsehserie und diversen Kinofilmen die Rolle des Navigators und späteren Sicherheitschefs Pavel Andreievich Chekov, sondern gab Mitte der 90er zudem eine der vielschichtigsten Charaktere der Kultserie BABYLON 5, den Psi-Cop Alfred Bester.

Gestern erhielt Koenig kurz nach dem 47. Geburtstag der Serie STAR TREK seinen Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame – und ich möchte sagen: endlich! Er wurde damit als 2479. Schauspieler dort verewigt, sein Stern liegt ganz in der Nähe desjenigen von George Takei alias Hikaru Sulu. Laudatoren waren unter anderem die Drehbuchautorin Esther Shapiro und der BABYLON 5-Schöpfer J. Michael Straczynski.

Aktuelle Projekte des Mimen sind THE OBSESSION, in dem ein Filmkritiker böse Dinge tut, sowie angeblich eine Rolle an der Seite von Kevin Sorbo im SF-Film ALONGSIDE NIGHT nach dem gleichnamigen dystopischen Roman von J. Neil Schulman.

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Bild: Walter Koenig Mai 2012, von Stefan Holzhauer, CC BY-NC-SA, Bild: Stern auf dem Walk Of Fame von Kst70, aus der Wikipedia, CC BY-SA

Oliver Scholl kauft Filmrechte an Kai Meyers STURMKÖNIGE

STURMKÖNIGE ist eine Romanreihe des deutschen Phantastik-Autors Kai Meyer. Darin geht es in einem 1001-Nacht-Szenario um rivalisierende Brüder, die eine geheimnisvolle Schönheit von Samarkand nach Bagdad eskorieren sollen. Auf ihren fliegenden Teppichen durchqueren sie menscheinfeindliche Wüsten einer Welt, in der die Magie und ihre Kreaturen ausßer Kontrolle geraten sind.

Die Rechte an diesem Stoff erwarb nun der in Hollywood tätige deutsche Designer Oliver Scholl, den insbesondere die PERRY RHODAN-Leser auch durch seine Arbeiten in Sachen Risszeichnung oder Cover für den Erben des Universums kennen sollten. Zudem arbeitete er aber auch mit Roland Emmerich zusammen und wirkte an Filmen wie beispielsweise INDEPENDENCE DAY, GODZILLA und STARGATE mit.

Kai Meyer, der völlig korrekt der Ansicht ist, dass eine Verflimung in Deutschland nicht finanzierbar wäre, freut sich darüber, mit Scholl einen Partner gefunden zu haben, der erstklassige Kontakte in Hollywood besitzt.

Interessante Neuigkeiten, nun wird es spannend werden zu sehen, ob daraus tatsächlich eine Filmproduktion werden wird.

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Quelle: Pressemitteilung, Promo-Bild STORMKINGS Coypright Oliver Scholl Design Inc.

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Die Oscars 2012: wenig Überraschungen

Die gute Nachricht zuerst: mit insgesamt fünf Goldmännchen hat ein Phantastik-Film groß abgesahnt. HUGO (CABRET) gewann die Preise in den Kategorien “Bester Ton”, “Bester Tonschnitt”, “Beste Kamera”, “Bestes Szenenbild” und “Beste visuelle Effekte”. Damit wurde mit Pixomondo, die die Effekte für den Film realisierten (und nicht “bastelten”, wie es bei manchen “Qualitätsmedien” zu lesen ist), auch eine deutsche Firma ausgezeichnet. Das freut den Phantastik-Anhänger (also mich) natürlich ebenso wie den Computergrafik-Fan (also mich). Dass es sich dabei nicht um die angeblich “wichtigen” Kategorien handelt, wie die Mainstream-Medien in typischer Miesmacher-Art nicht müde werden zu betonen, ist mir persönlich dabei reichlich egal.

Der andere große Gewinner des Abends ist nicht ganz unerwartet der französische Stummfilm THE ARTIST, der Preise für die beste männliche Hauptrolle (Jean Dujardin), die beste Regie (Michel Hazanavicius), die beste Musik (Ludovic Bource) und den besten Film (Produzent: Thomas Langmann) einstreichen konnte. Da der Film geradezu eine Antithese zu Hollywood darstellt (winzige Produktionskosten, der Verzicht auf Bombast und überbordende CGI), ist das natürlich besonders erfreulich.

Ebenfalls aus dem Genre zu erwähnen sind zum einen RANGO als bester animierter Film und THE FANTASTIC FLYING BOOKS OF MR. MORRIS LESSMORE, der erfreulicherweise zum besten Kurzfilm gekürt wurde.

Der beste Song ging für MAN OR MUPPET an DIE MUPPETS (verblüffenderweise, möchte ich anfügen). War noch was? Ach ja, Meryl Streep erhielt eine güldene Statue für ihre Darstellung von Margaret Thatcher in THE IRON LADY (DIE EISERNE LADY).

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The fucking Oscars have been awarded

Warum denn jetzt diese Überschrift? Melissa Leo sprach das böse F-Wort dreisterweise bei ihrer Dankesrede anlässlich des Oscars für die beste Nebendarstellerin – allerdings haben die amerikanischen Fernsehzuschauer es nicht zu hören bekommen, weil weggepiepst. Seit Nipplegate wird ja nichts mehr live ausgestrahlt und so sendet man auch die Academy-Awards mit einer Verzögerung von ca. einer Minute, um alles was man für peinlich hält schnell noch entfernen zu können. Spinner.

Das war dann offensichtlich auch der Höhepunkt einer ansonsten eher lahmen Veranstaltung ohne Überraschungen. Auch hier ist THE KINGS SPEECH erneut der große Gewinner mit den Preisen in den Kategorien Bester Film, Bester Hauptdarsteller (Colin Firth), Beste Regie, und Bestes Originaldrehbuch. Der Preis für die beste Hauptdarstellering ging auch bei den Oscars an Natalie Portman für ihre Darstellung in BLACK SWAN.

INCEPTION hat zwar ebenfalls vier der Goldmänner abgegriffen, allerdings “nur” in den Kategorien Beste Kamera, Bester Ton, Bester Tonschnitt und Beste visuelle Effekte.

Als Genre-Filme wären noch zu erwähnen ALICE IN WONDERLAND (Bestes Szenenbild, Bestes Kostümdesign), WOLFMAN (Bestes Makeup) und TOY STORY (Bester Animationsfilm, Bester Song).

Das TRUE GRIT-Remake hielt man keiner Auszeichnung für wert – äußerst traurig…

Die komplette Gewinnerliste im vollständigen Artikel.

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