Walter Koenig ist fraglos eine Nerd-Ikone. Immerhin spielte er nicht nur in der originalen STAR TREK-Fernsehserie und diversen Kinofilmen die Rolle des Navigators und späteren Sicherheitschefs Pavel Andreievich Chekov, sondern gab Mitte der 90er zudem eine der vielschichtigsten Charaktere der Kultserie BABYLON 5, den Psi-Cop Alfred Bester.
Gestern erhielt Koenig kurz nach dem 47. Geburtstag der Serie STAR TREK seinen Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame – und ich möchte sagen: endlich! Er wurde damit als 2479. Schauspieler dort verewigt, sein Stern liegt ganz in der Nähe desjenigen von George Takei alias Hikaru Sulu. Laudatoren waren unter anderem die Drehbuchautorin Esther Shapiro
Found Footage?! Wie sehr muss sich der Zuschauer eigentlich verarschen lassen? Der unsägliche APOLLO 18 war schon ein Tiefpunkt an inhaltlicher Glaubwürdigkeit und filmischer Umsetzung. Doch es gibt sich selbst zum Filmemacher erhobene Abenteurer, die so etwas noch unterbieten können. Die filmarchitektonische Limbostange ist bei DINOSAUR PROJECT auf den Boden gelegt worden.
Mal im Ernst: Found Footage kann seine Reize haben. Aber mit Dinosauriern? Mit seit Millionen von Jahren ausgestorbenen Tieren? Wie
dehydriert sind Köpfe, die allen Ernstes an den Anfang ihres Films eine Tafel setzen, in der darauf hingewiesen wird, dass das folgende Filmmaterial original und unbearbeitet gezeigt wird? Mit Dinosauriern. Hier ist dem Zuschauer einfach bewusst, dass er nicht für voll genommen wird. Wesentlich sträflicher ist der Beschiss dieser sogenannten Filmemacher an der technischen Unwissenheit seines Zielpublikums. Der Zuschauer muss weder die Technik verstehen, noch die Mechanismen des Filmemachens begreifen. Nicht der Zuschauende ist der Sorgfaltspflicht unterworfen. Es liegt in der Verantwortung der Filmschaffenden, sich dem Publikum gegenüber ehrlich zu verhalten.
Heute erscheint bei Piper die deutsche Fassung des Steampunk-Romans IMMORALITY ENGINE von George A. Mann. Was sofort auffällt ist wieder einmal die einfallslose Gestaltung des Titelbilds (Hauptsache Zahnräder …), warum man sich nicht am grandiosen Retro-Design des Originals orientiert, will sich mir wahrlich nicht erschließen.
IMMORALITY ENGINE ist der krönende Abschluss der »Newbury & Hobbes«-Trilogie (wobei man aus dem Inhalt entnehmen könnte, dass es möglicherweise doch noch weitere Romane geben wird).
Bereits im letzten Dezember habe ich die Originalfassung des Romans rezensiert und ich kann mich nur wiederholen, dass der an Steampunk Interessierte hier unbedingt zugreifen muss, denn es handelt sich um einen Genre-Roman reinsten Wassers, der nicht nur alle Versatzstücke mitbringt, sondern auch noch äußerst kurzweilig ist.
Es steht allerding wieder einmal zu befürchten, dass im Zuge einer deutschen Übersetzung viel des Kolorits des Originals auf der Strecke bleibt. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte lieber zur Fassung von Snowbooks greifen. Die ist zudem deutlich preisgünstiger.
MASS EFFECT: PARAGON LOST ist ein Animé-Film des Studios Funimation Entertainment, der in Zussammenarbeit mit BioWare entwickelt wurde. Der Film, der Ende Dezember auf DVD und Blu-Ray erscheinen wird (wahrscheinlich leider erst einmal nur in den USA), erzählt eine Vorgeschichte zum Computerspiel MASS EFFECT 3.
Der aus dem Spiel bekannte James Vega, Mitglied der Alliance Marines, bekommt es mit den Collectors zu tun, jener mysteriösen Alienrasse, die in ME2 Kolonisten entführte. Vegas Team macht sich auf den Weg zu einem abgelegenen Planeten, um die Angreifer zu stoppen.
Wie im Computerspiel wird Vega auch im Film von Freddie Prinze jr. synchronisert. Man darf annehmen, dass der Charakter, der im Spiel etwas farblos daher kam, im Animé deutlich mehr Konturen bekommen dürfte.
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Vor einiger Zeit hatte ich darüber berichtet, dass es Bestrebungen gibt, zum französischen Comic-Magazin MÉTAL HURLANT – bei uns bekannt unter dem Titel HEAVY METAL oder SCHWERMETALL – eine Fernsehserie zu realisieren. Daraus wurde tatsächlich was, es gibt sogar einen ersten Teaser. Die Aussaarhlung startet in Frankreich im November; hoffen wir, dass es bald darauf eine Übersetzung in verständliche Sprachen gibt. ;o)
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Es gibt mal wieder einen neuen Trailer zu CLOUD ATLAS von Lana und Andy Wachowski (THE MATRIX, V FOR VENDETTA) und Tom Tykwer. Die Geschichte spielt in sechs Abschnitten über einen Zeitraum von tausend Jahren. Der jeweils nächste Protagonist erfährt jeweils von den Abenteuern des vorhergehenden aus Büchern, Biografien oder Emails. Die Plots werden jeweils abgebrochen und im zweiten Teil des Film geht es wieder rückwärts und die Geschehnisse werden aufgelöst.
Klingt kompliziert? Ist es auch. Der 2004 erschienene Roman CLOUD ATLAS vom britischen Autor David Mitchell gilt als unverfilmbar. Mindestens ein spannendes Experiment ist das also allemal. US-Start der Leinwandfassung ist am 26. Oktober 2012, hierzulande kommt der Film am 15. November 2012 in die Lichtspielhäuser.
Die Riege der Schauspieler ist beeindruckend, es spielen unter anderem:
Tom Hanks als Dr. Henry Goose / Isaac Sachs / Dermot »Duster« Hoggins / »Timothy Cavendish« / Zachry Bailey
Halle Berry als Luisa Rey / Jocasta Ayrs / Meronym / ungenannter PArtygast
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Wer aktuell die Seite von Amazon.de aufruft, bekommt sofort eindeutig präsentiert, worum es dem Internetversender derzeit am meisten geht: statt personalisierter Angebote werden dem Besucher die neuen Versionen des Tablets Kindle Fire präsentiert. Aber auch die bisherige Variante, die schon als ausverkauft gemeldet wurde, ist weiterhin erhältlich, allerdings zu einem reduzierten Preis.
Das neue Kindle Fire HD kommt in zwei Varianten mit 16 oder 32 Gigabyte Speicher daher, die kosten 199,00 beziehungsweise 249 Euro, was für ein Tablet dieser Leistungsklasse durchaus preiswert ist und sich im Bereich des Google Nexus 7 bewegt. Das Gerät ist mit einem angeblich blickwinkelstabilen Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln ausgestattet, im WLAN-Bereich bietet es Dualband und es verfügt über zwei Lautsprecher für Stereowiedergabe. Im Gerät werkelt ein 1,2 GHz Dual-Core-Prozessor mit Imagination PowerVR-Grafikkern.
Ob das Gerät wirklich was kann, werden Tests zeigen.
Fast noch bemerkenswerter (wenn auch nicht wirklich unerwartet) finde ich allerdings, dass Amazon auf die stellenweise recht niedrigen Preise der Konkurrenz in Sachen eInk-Reader seit der IFA reagiert: das neue »kleinste« Kindle-Modell erscheint am 12. September, hat einen sechs Zoll-Bildschirm und soll gerade mal 79 Euro kosten. Das wäre im Vergleich mit anderen aktuellen Readern jetzt noch kein Knüller, allerdings verfügt das Amazon-Gerät im Gegensatz zu den Mitbewerbern in diesem Preissegment über WLAN!
Nach wie vor finde ich es problematisch, dass man sich mit Kindle-Geräten an einen Anbieter bindet, aber die Preisgestaltung Amazons dürfte der teils eher behäbigen Konkurrenz (und auch den Dinosaurieren der deutschen Buchbranche allgemein) erneut Schweißperlen auf die Stirn treiben. Der Vorteil für den Kunden: die Preise für eReader anderer Hersteller werden dadurch mit Sicherheit weiter fallen.
[cc]
Pressefotos Kindle Fire HD und Kindle Copyright Amazon
FRINGE nähert sich dem Ende, in Kürze startet die letzte Staffel der Mysteryserie, leider nur mit 13 Episoden, aber immerhin bekommt das Team die Möglichkeit, einen ordentlichen Abschluss hinzulegen. Das Duo hinter FRINGE, J. J. Abrams und J. H. Wyman legen allerdings nicht die Hände in den Schoß und tun sich für ein weiteres Projekt erneut zusammen.
Fox hat grünes Licht für die Produktion eines Pilotfilms zu einer Science Fiction-Serie der beiden gegeben, das meldet der Hollywood Reporter. Wie Abrams´ aktuelle Serie REVOLUTION wird die neue Show in einer nicht allzu fernen Zukunft spielen und sich um Offiziere des LAPD drehen, denen als neue Partner hochentwickelte humanoide Androiden zur Seite gestellt werden.
Wyman wird – wie bei REVOLUTION – das Drehbuch zum Piloten des bislang titellosen Projekts verfassen, zudem wird er zusammen mit Abrams und Bryan Burk für Bad Robot und Warner Bros. als ausführender Produzent agieren.
Ewigkeiten lag dieser Film in den Regalen. Erst meldete MGM seinen Bankrott an. Nachdem alle Rechte geklärt waren, wollte das Studio den Film unbedingt für 3‑D konvertieren. Dagegen liefen die Filmemacher Sturm, zum Glück, und so gingen drei Jahre ins Land, weil ja letztlich auch ein geeignetes Startwochenende gefunden werden wollte. Und hier ist endlich Joss Whedons selbst so betitelter »liebender Hassbrief« an das Horrorgenre. Joss Whedon ist der Typ, der immer wieder mit Fernsehserien wie FIREFLY oder BUFFY mächtig viel Staub aufwirbelt, und mit MARVELS AVENGERS den besten Mainstream-Popcorn-Film der letzten Jahre machte. Auch CABIN IN THE WOODS ist dann zum dem geworden, was Whedon mit Kollaborateur Drew Goddard erreichen wollte, nämlich eine Spiel mit neu gemischten Karten. Und es ist der erneute Beweis, dass wenn sich jemand im jeweiligen Genre auskennt und es verinnerlicht hat, am intelligentesten damit umgehen und variieren kann. So dürfte Joss Whedon nicht nur tosender Applaus entgegenschlagen, wenn sich andere Filmemacher zweifellos kräftig auf die Füße getreten fühlen.
Nein, wir haben hier bei PhantaNews das Themengebiet nicht auf stachelige Säugetiere erweitert. IGEL ist die Abkürzung für »Initiative gegen ein Leistungschutzrecht« – der Name sagt im Prinzip schon exakt, worum es geht. Als »Mission Statement« findet man folgenden kurzen Text auf der Webseite des Projekts:
IGEL wurde in erster Linie aufgrund der Erkenntnis initiiert, dass es für ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger weder eine Notwendigkeit noch eine Rechtfertigung gibt. Ein solches Recht wird einerseits nicht benötigt und hat andererseits – unabhängig von dessen Ausgestaltung – zwangsläufig sehr bedenkliche Auswirkungen auf die Interessen Dritter und das Gemeinwohl.
Jede Menge weitere Informationen zu den Zielen der Initiative und auch zum geplanten Leistungsschutzrecht der lobbyhörigen Bundesregierung findet der geneigte Leser auf der IGEL-Webseite. Warum ich gegen das Leistungschutzrecht bin, habe ich bereits mehrfachthematisiert. Kurzfassung: es würde die freie Meinungsäußerung, den Journalismus und die Netzkultur übermäßig zugunsten einer Verlegerschaft einschränken, die sich völlig unangemessene Vorteile einräumen lassen will, statt ihr nicht mehr zeitgemäßes Geschäftsmodell an die Gegebenheiten anzupassen.
Seit heute ist PhantaNews ein offizieller Unterstützer der IGEL. Ich hoffe, dass auch ich insbesondere Personen auf die Problematik mit dieser ungerechten und ungerechtfertigten Klientelgesetzgebung aufmerksam machen kann, die ansonsten vielleicht nicht darüber gestolpert wären.
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