Liebe Leser! Zwar hatte ich mir vorgenommen, von unterwegs noch zumindest einen kurzen Feiertagsgruß online zu stellen, daraus ist aber aus den verschiedensten Gründen nichts geworden. Mea culpa. Ich möchte deswegen an dieser Stelle wenigstens verspätet beste Wünsche verbreiten. Außerdem gibt hier auch vorsichtshalber schon mal einen »guten Rutsch« ins Jahr 2013, da es sein kann, dass sich aus Urlaubsgründen auch bis zum Neujahr nicht so richtig viel tun wird.
Für 2013 sind dann ja bereits haufenweise neue Serien, Filme, Spiele und Bücher in der Pipeline, über die es sich ebenso zu berichten lohnt, wie um alles rund herum. Und ich gehe sicher davon aus, dass uns auch die Digitalisierung des Lesens und die Possen der Verlage und des Buchhandels in dieser causa wieder einigen Stoff zum Lamentieren und Lachen geben werden. Ich freue mich bereits darauf, hier viele neue Independent-Projekte abseits des Mainstreams der Publikumsverlage und der großen Distributoren vorstellen zu können.
Und – nicht vergessen: noch bis zum 31. Dezember läuft das große DISHONORED-Gewinnspiel, bei dem man das Computerspiel um den Liebwächter Corvo und seine MASKE DES ZORNS aus dem Hause Bethesda gleich mehrfach gewinnen kann. Und in dreien der Pakete finden sich zudem diverse Sammler-Gimmicks, an die man ansonsten nicht ohne weiteres heran kommt. Mitmachen kostet fast nichts, nur einen Hinweis auf das Spiel und eine Mail. Mehr dazu im Artikel zum Gewinnspiel.
Ich wünsche allen Lesern viel Erfolg dabei, das Restjahr noch entspannt herum zu bekommen! Lasst euch nicht stressen und feiert zu Sylvester gut!
THE HOBBIT: AN UNEXPECTED JOURNEY – Bundesstart 13.12.2012
DER HOBBIT: EINE UNERWARTETE REISE ist dahingehend ein Phänomen, dass seine Umsetzung durchaus kontrovers diskutiert werden könnte, aber niemand davon spricht. Obwohl man sich zum einen ernsthaft fragen muss, ob nicht Guillermo del Toro doch die vernünftigere Wahl als Regisseur gewesen wäre, um eine differenziertere Atmosphäre in die Vorgeschichte zum ultimativen HERR DER RINGE zu schaffen. Und dann die barbarische Laufzeit, nur um das Epos um einen dritten Teil erweitern zu können. Gleich an dieser Stelle muss allerdings angemerkt werden, dass gewisse Längen nicht mit Langweile gleichgesetzt werden dürfen. Erst ein zweiter Besuch in Mittelerde könnte die Geduld eventuell etwas strapazieren. Soll es das gewesen sein, was es zur filmischen Umsetzung des kleinen Hobbit zu sagen gibt? Natürlich nicht, nur vorerst. Denn obgleich man kontrovers diskutieren könnte, spricht man über Wichtigeres.
Es ist Zeit für Jahresrückblicke. Ich weiß, manch einer kann keine mehr sehen. Dennoch gibt es hier ein Video, das einige der gelungensten Spieleveröffentlichungen des Jahres 2012 in ansprechender und atmosphärischer Weise zusammenfasst. Und das in knapp zwei Minuten. Allemal besser als eine langatmige Gala im Fernsehen.
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Seit ein paar Jahren erscheinen immer wieder im Mittelteil des PERRY RHODAN-Heftromans neben dem Journal oder den Risszeichnungen Stories um das Raumschiff »Stellaris«, die schlaglichtartig die Abenteuer des Raumers und der Besatzung beleuchten. Betreut wird die Kurzgeschichten-Serie von Dr. Hartmut Kasper alias Win Vandemaan.
Die Folge 34 der STELLARIS-Geschichten wird von Miriam Pharo verfasst. Der regelmäßige PhantaNews-Leser kennt die Autorin selbstverständlich, denn ihre Romane aus der HANSEAPOLIS-Reihe wurden hier besprochen. Im Acabus-Verlag erschienen bislang SCHATTENSPIELE, SCHLANGENFUTTER und kürzlich PRÄLUDIUM. Aus dem selben Universum sind weiterhin Kurzgeschichten in eBook- und Hörbuch-Form unter dem Titel ISAR 2066 erhältlich.
Die STELLARIS-Story mit dem Titel EIN MISSETÄTER DER ÜBELSTEN SORTE wird im PERRY RHODAN-Roman 2686 enthalten sein, der erscheint am 8. Februar 2013. Falls nicht vorher die Welt untergeht, weil die Terminale Kolonne angreift. Wer die Geschichte lesen möchte, muss allerdings zum Heftroman greifen, im eBook sind die Beilagen der Heftmitte ja leider nach wie vor nicht enthalten.
In der origin-Reihe des Verlags Feder und Schwert erscheinen ausgezeichnete Romane jenseits des Mainstreams. Und das nicht nur inhaltlich, sie werden auch regelmäßig mit Preisen geehrt, beispielsweise Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew von Oliver Plaschka oder OBSIDIANHERZ von Ju Honisch. Morgen erscheint in dieser Reihe Carsten Steenbergens TEUFELSACKER.
In TEUFELSACKER, einem Roman um mittelalterlichen Spuk findet Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, im Jahr 1256 auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist – ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist.
Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard.
Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle.
Carsten Steenbergen kennt der aufmerksame Leser beispielsweise von seinem Projekt STEAMTOWN (Zusammen mit Tom und Stephan Orgel), zudem war er so freundlich für DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN: ÆTHERGARN das Vorwort zu verfassen. TEUFELSACKER erscheint morgen als Taschenbuch mit einer Stärke von 392 Seiten. Der Preis beträgt 12,99 Euro. Wer den Verlag unterstützen möchte, bestellt das Buch direkt dort.
Kurz vor den Feiertagen mit den Nordmanntannen haut die Humble Bundle Inc. noch einmal ein Paket aus Independent-Spielen raus, damit man sich nicht langweilen muss, wenn die Entertainment-Geschenke unter dem Baum suboptimal ausfallen.
Diesmal sind enthalten: SNAPSHOT, THE BINDING OF ISAAC (plus Download-Content WRATH OF THE LAMB), CLOSURE und SHANK 2. Wer mehr als den Durchschnitt von derzeit ca. 6,40 USD bezahlt, erhält noch das geniale DUNGEON MASTER-Remake LEGEND OF GRIMROCK und DUNGEON DEFENDERS dazu. Zudem ist eine Filmdoku namens INDIE GAME: THE MOVIE mit im Paket. Und nicht vergessen wollen wir, dass auch diesmal wieder Soundtracks zu einigen der Spiele mit im Bundle stecken.
Wie immer gilt: alle Games sind DRM-frei und man kann bezahlen, was man möchte. Das Geld geht neben dem Anteil für die Humble Bundle Inc. und dem der Spieleentwickler an die Childs Play Charity – in welchen Anteilen kann der Käufer selbst bestimmen. Die Games liegen in Versionen für PC, Mac und Linux vor.
Um nochmal auf die Nordmanntanne zurück zu kommen: man kann das HUMBLE BUNDLE auch verschenken …
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Für Fans des trashigen finnischen Kinofilms IRON SKY um Nazis auf dem Mond und deren Invasion der Erde gibt es heute kostenlos ein besonderes eBook-Schmankerl als Kindle-eBook auf Amazon: IRON SKY: VORSEHNUNG.
Wir schreiben das Jahr 1945. Der selbst entfesselte zweite Weltkrieg ist für das Dritte Reich verloren. Während die Heimat in Europa zerstört in Trümmern liegt und der Diktator Hitler sich in den Selbstmord geflüchtet hat, machen sich ein paar unverbesserliche Nazis in Form von Soldaten, Wissenschaftlern und Zivilisten von einer geheimen Station in der Antarktis (Neuschwabenland) auf dem Weg zum Mond. Zum Mond? Ja, zum Mond. Mit der unter strengster Geheimhaltung entwickelten Reichsflugscheibe hofft der verblendete kümmerliche Rest einer einstmals stolzen Truppe auf eine Zukunft im Weltall, um das vierte Reich eines Tages auf der Erde wieder errichten zu können.
Ilsa von Braunfels (im Ernst?) heisst die Autorin der Story aus dem IRON SKY-Universum, die sich mit der Vorgeschichte des Film befasst und erzählt, wie die Mond-Nazis auf den Erdtrabanten gekommen sind.
[Update 12:30:] wer lieber ein ePub möchte, bekommt das bei Beam-eBooks. Natürlich ebenfalls kostenlos. Dank an Patric Mueller für den Hinweis! Und Dank an Kyr für »Vorsehnung« …
IRON SKY: VORSEHNUNG
Ilsa von Braunsfels
eBook
ASIN: B00AMQIHOI
MFM Entertainment
Es war bisher mehr oder weniger ein gerücht, jetzt ist es offiziell bestätigt: Regisseur Bryan Singer twitterte, dass Hugh Jackman seine Rolle als WOLVERINE in X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST wieder aufnehmen wird. Dabei handelt es zwar möglicherweise nur um einen Cameo-Auftritt, aber immerhin.
Singer twitterte:
I would officially like to welcome @RealHughJackman to the cast of #Xmen Days of Future Past. Very excited! More to come…
X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST basiert auf dem gleichnamigen Comic-Bestseller. In der Zukunft jagen riesige Roboter namens Sentinels alle Mutanten um sie zu töten. Einer dieser Mutanten reist zurück in der Zeit, um die Ereignisse, die zur Aktivierung der Sentinels geführt haben, zu verhindern.
Man darf davon ausgehen, dass die älteren Mutanten (zu denen noch mehr Schauspieler aus den ersten Filmen kommen könnten) in dieser düsteren Zukunft zu sehen sein werden.
US-Start des Film soll im Juli 2014 sein. Wer so lange nicht warten möchte, darf sich auf THE WOLVERINE freuen (natürlich ebenfalls mit Hugh Jackman), der läuft bereits im Juli 2013 an. Zumindest in den Vereinigten Staaten, bei uns aber garantiert auch nicht viel später.
[cc]
Bild: Hugh Jackman, von Paul Cush, aus der Wikipedia, [sb name=»cc-by-sa-de«]
In Zusammenarbeit mit Bethesda Softworks gibt es hier auf PhantaNews das ultimative Weihnachts-Gewinnspiel. Wer teilnimmt, hat eine Chance, als verspätetes Weihnachtsgeschenk entweder ein geniales Paket zusammen mit dem Steampunk-Spiel DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS zu gewinnen, oder aber eine von drei Steelboxen (lies: auch das Spiel, nur ohne die Gimmicks). Es geht um Corvo, den ehemaligen Leibwächter der Kaiserin von Dunwall, in einem stimmungsvollen Szenario zwischen Steampunk und THIEF, bei dem man mit Gewitztheit und Schleichen manchmal weiter kommen kann, als mit roher Gewalt. Aber auch rohe Gewalt ist immer mal eine Lösung und es geht durchaus nicht zimperlich zur Sache. Hilfreich sind zudem die geheimnisvolle Maske und ein mysteriöser Wohltäter, der den zu Unrecht des Morders angeklagten Corvo mit übernatürlichen Kräften ausstattet.
Das Spiel ist schlichtweg grandios, mitmachen lohnt sich also definitiv.
Die drei Pakete bestehen aus
einer Version des Spiels für PS3, PC oder XBox 360
einem T‑Shirt in der Größe XL mit DISHONORED-LOGO
einem Schlüsselanhänger in Form des Maske des Zorns
einem »Tarot«-Spiel, angelehnt an DISHONORED und mit speziellen Regeln
Diesen Schlüsselanhänger und das Kartenspiel gibt es nicht wie Sand am Meer, sie sind also durchaus etwas Besonderes.
Dass Games Workshop nicht zu den Guten gehört wissen wir schon lange, mal abgesehen davon, dass sie Spielfiguren überteuert verkaufen und Figuren anderer Hersteller für ihre Spiele nicht zulassen wollen, sind sie vor einem Jahr auch gegen jemanden vorgegangen, der via 3D-Drucker produzierte Plastikpanzer auf Thingieverse verkauft hat, weil die angeblich ihren zu ähnlich sehen.
Die US-Autorin M.C.A. Hogarth vertreibt über Amazon eine Reihe von Büchern namens SPOTS THE SPACE MARINE zu einer gleichnamigen Webserie. Webserie meint in diesem Fall allerdings keine Verfilmung, sondern Stories. Aus den Geschichten wurde ein Buch gemacht, das man über den Online-Shop erwerben kann. Oder besser gesagt: konnte. Aufgrund einer Intervention von Games Workshop wurde die Kindle-Version (die Createspace-Fassung ist interessanterweise weiter erhältlich) von Amazon entfernt, die Firma behauptet, dass ein Urheberrechtsverstoß vorliegt, weil sie die Rechte am Begriff »Space Marine« hält.
Das ist eine mutige Behauptung. Wie io9 korrekt berichtet, tauchte der Begriff bereits in den 1930er Jahren erstmals in einer SF-Story auf, auch beim Altmeister E. E. »Doc« Smith oder bei Robert A. Heinlein kann man ihn finden – und all das lange bevor Games Workshop begonnen hat, teure Plastikfiguren zu verkaufen.
If you go to the Trademarks Database and look up the word »space marine« you’ll find the Games Workshop owns a trademark on the term »space marine«, but it only covers the follow goods and services: IC 028. US 022. G & S: board games, parlor games, war games, hobby games, toy models and miniatures of buildings, scenery, figures, automobiles, vehicles, planes, trains and card games and paint, sold therewith.
Fiction isn’t included in that list, which means Games Workshop has no grounds on which to accuse me of trademark infringement.
I didn’t get my use of that term from Games Workshop. I got it from Robert Heinlein. Apparently the first use of the term was in 1932. E.E. Smith used it, among others. Also there are other novels on Amazon being sold that have »space marine« in the title. I don’t know why Games Workshop decided to complain about Spots in particular, but my guess is because the Kickstarter made it a little higher-profile than the average indie offering.
Allein die Tatsache, dass jemand ein Trademark auf den Begriff bekommen hat, ist schon lächerlich genug. Dass GW in dieser Form gegen einen Indie-Titel vorgeht, obwohl der Begriff allenthalben genutzt wird, auch in anderen Büchern, zeigt das Absurde am Urheberrechtsanspruch der Firma deutlich auf.
Ich gehe davon aus, dass sich Independent-Autoren in Zukunft des Öfteren mit solchen Behauptungen werden auseinander setzen müssen, denn angesichts der Tatsache, dass Selfpublishing zu einem Faktor wird, und das sogar bereits in Deutschland, werden vermutlich insbesondere Verlage versuchen, ihre Pfründe zu sichern, indem sie ähnliche Behauptungen aufstellen, ob diese nun stimmen, oder nicht. Auf der anderen Seite wird man aber auch damit rechnen müssen, dass die Anzahl der Plagiatsfälle steigen wird, bei denen einfach aus anderen Büchern abgeschrieben wird. Auch in dieser Hinsicht gab es in letzter Zeit ja auch hierzulande bereits Beispiele.
Davon abgesehen ist das Vorgehen von Games Workshop unverschämt und ich wünsche der Autorin alles Gute dabei, gegen diese dreiste Urheberrechtsbehauptung vorzugehen. Und wahrscheinlich ist das gute Werbung für ihr Buch. Für GW jedoch nicht.
[cc]
Cover SPOTS THE SPACE MARINE Copyright M.C.A. Hogarth.
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