Qindie – Die Schatzkarte zu Selfpublishing-Perlen

Heu­te ging das Por­tal Qin­die online. Qin­die ist eine grif­fi­ge Zusam­men­fas­sung aus zwei Wor­ten: »Qua­li­tät« und »Indie«. Was will uns das sagen? Ziem­lich ein­fach: Self­pu­bli­shing wäre eigent­lich eine coo­le Sache, aber man kann und darf ein­fach nicht mehr ver­leug­nen, dass wir damit ein Pro­blem haben: ich sage ger­ne »jeder Analpha­bet und sein Hund kann ver­öf­fent­li­chen und tut es auch«. Und die­ses Pro­blem führt dazu, dass die ein­schlä­gi­gen Inde­pen­dent-Platt­for­men wie bei­spiels­wei­se Kind­le Direct Publi­shing oder Kobo Wri­ting Life in Hau­fen von sti­lis­tisch und ortho­gra­fisch uner­träg­li­chem Bull­shit ver­sin­ken, den sich ernst­haft kei­ner geben kann. Das führ­te lei­der dazu, dass der Begriff »Self­pu­bli­shing« sich ob die­ser Aus­wüch­se in letz­ter Zeit eher zu einem Schimpf­wort wan­del­te.

Lei­der, denn tat­säch­lich gibt es defi­ni­tiv auch viel Lesens­wer­tes unter den Indie-Publi­ka­tio­nen – und zwar sowohl von Autoren und Autorin­nen, die bereits bei nam­haf­ten Ver­la­gen ver­öf­fent­licht haben, aber den­noch zusätz­lich auch als Self­pu­blisher Wer­ke publi­zie­ren (die laut Ver­la­gen kei­ner lesen möch­te), als auch von New­co­mern, die noch kei­ner kennt, die es aber den­noch ver­ste­hen zu schrei­ben. Im Inter­net ist das ähn­lich, auch dort gibt es hau­fen­wei­se Null­num­mern unter den Web­sei­ten – doch hier wei­sen uns Such­ma­schi­nen mit ihren Algo­rith­men den Weg und tren­nen Spreu von Wei­zen und Dün­ger von Dung. War­um gibt es so etwas nicht für Indie-Publi­ka­tio­nen? Weil es tech­nisch nicht geht. Den Infor­ma­ti­ons­ge­halt einer Web­sei­te kann man – viel­leicht – durch Inhalts­ana­ly­se und Back­link-Sta­tis­tik erfas­sen, bei Bel­le­tris­tik ist dies ungleich schwie­ri­ger bis unmög­lich.

Die Platt­form Qin­die will eine Bre­sche in das Dickicht des Self­pu­bli­shings schla­gen und möch­te auf die Per­len hin­wei­sen. Möch­te dem Leser die Mög­lich­keit geben, unter all dem oft schwer ver­dau­li­chen Buch­sta­ben­wust die lesens­wer­ten, nein, die unbe­dingt les­ba­ren Wer­ke abseits der eta­blier­ten Ver­la­ge zu fin­den. Möch­te die Zeit min­dern, die man dabei auf­wen­det, sich mit der Mache­te erschöpft und frus­triert durch Urwäl­der vol­ler ortho­gra­fi­scher und sti­lis­ti­scher Schling­pflan­zen zu hacken, wäh­rend man dabei von Stink­tie­ren bedroht wird, die der Ansicht sind, nach Laven­del zu duf­ten.

Wer die heu­te gestar­te­te Sei­te besucht, der soll­te sich dar­über im Kla­ren sein, dass die­ses Pflänz­chen noch jung ist. Es muss wach­sen und gedei­hen. Den Dün­ger kön­nen auch die Leser lie­fern, denn Rück­mel­dun­gen was man anders oder bes­ser machen kann oder ob man was über­se­hen hat, also kon­struk­ti­ve Kri­tik, kann jeder brau­chen. »Nobo­dy is per­fect«, sagt ein altes klin­go­ni­sches Sprich­wort, das ich im Ori­gi­nal lei­der nicht aus­spre­chen kann. :)

Also, lie­be Leser, egal wel­chen Gen­res: besucht Qin­die. Fin­det coo­le Bücher abseits des Ver­lags-Main­streams. Elek­tri­sche und papier­ne. Bringt euch mit Kom­men­ta­ren oder Emails ein. Und sagt es wei­ter! Alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen fin­det man dort. Kei­ne Geschmacks­po­li­zei. Aber Anre­gun­gen.

Dis­clai­mer: ich bin nicht ganz neu­tral in die­ser Sache, denn ihr wer­det auf Qin­die mei­nen Namen fin­den. Den­noch: selbst wenn ich noch nie etwas davon gehört hät­te, wür­de ich das als Freund von Büchern und eBooks sowie Anhän­ger der Self­pu­bli­shing-Idee ganz groß­ar­tig fin­den. Ehr­lich. Ent­schei­det selbst.

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Logo Qin­die Copy­right Qin­die

Blogger schenken Lesefreude – der Gewinner

Im Rah­men der Akti­on »Blog­ger schen­ken Lese­freu­de« zum Welt­tag des Buches wur­de auch hier bei Phan­ta­news ein Buch ver­lost. Es han­del­te sich um GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER, einen Son­der­band mit Welt­raum-Steam­punk-Geschich­ten aus der Rei­he DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN. Es han­delt sich dabei um ein »Schwes­ter­pro­jekt« von Phan­ta­News.

Unter Zuhil­fe­nah­me eines Hol­le­ri­th­rech­ners der mit­tels Uhr­werk-gesteu­er­ter Æther­ver­schrän­kung an eine Dif­fe­renz­ma­schi­ne gekop­pelt wur­de, wobei die Strom­ver­sor­gung durch eine Dampf­ma­schi­ne nur knapp sicher gestellt wer­den konn­te, war es mög­lich eine Zufalls­zahl zu ermit­teln, die den Sie­ger benann­te.

Der Name des der­art auf­wen­dig Aus­ge­los­ten lau­tet

Ron

Der wur­de auch bereits infor­miert und hat sich gemel­det. Phan­ta­News gra­tu­liert dem glück­li­chen Gewin­ner!

Alle die leer aus­ge­gan­gen sind und über irgend­ei­ne Form von eRea­der ver­fü­gen, kön­nen sich die eBook-Fas­sung des ver­los­ten Print­bu­ches kos­ten­los auf der Pro­jekt­sei­te her­un­ter laden, denn die ePub- und PDF-Fas­sun­gen ste­hen unter Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz. Wer das Pro­jekt STEAMPUNK-CHRONIKEN unter­stüt­zen möch­te, damit noch wei­te­re sol­che Bän­de ermög­licht wer­den kön­nen, darf gern eine Spen­de hin­ter­las­sen.

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Profi-Rezensionen? Qualitätsjournalismus? BÜCHER-Magazin zu PRÄLUDIUM

Heu­te ist wie­der so ein Tag … Die angeb­lich pro­fes­sio­nel­le Jour­nal­lie schwa­felt bekann­ter­ma­ßen gern über »Qua­li­täts­jour­na­lis­mus« und auch im Bereich Buch­be­spre­chun­gen wer­den man­che nicht müde, dar­auf hin­zu­wei­sen, dass es wah­re Qua­li­tät nur von den Pro­fis gibt und die­se komi­schen Blog­ger ohne­hin nicht ernst zu neh­men sind. Was man davon in Wirk­lich­keit zu hal­ten hat, zeigt gera­de das Maga­zin BÜCHER aus dem Ver­lag fal­ke­me­dia e.K. auf sei­ner Web­sei­te (und ver­mut­lich auch im Heft selbst) auf ein­drucks­voll pein­li­che Wei­se.

Ein nament­lich nicht genann­ter und nur durch Kür­zel iden­ti­fi­zier­ter Rezen­sent ver­reisst Miri­am Pha­ros Roman PRÄLUDIUM. Dage­gen wäre grund­sätz­lich nichts ein­zu­wen­den, jedem steht eine eige­ne Mei­nung frei, aller­dings soll­te die­se in einer »pro­fes­sio­nel­len« Rezen­si­on inhalt­lich begrün­det sein. Und davon ist nicht ein­mal ansatz­wei­se etwas zu fin­den, man beschränkt sich auf knap­pe Pla­ti­tü­den und die Wie­der­ga­be eines Klap­pen­tex­tes – mit­hin genau das, was Buch­blog­gern immer wie­der als »geht gar nicht!« vor­ge­wor­fen wird.

Per­sön­lich glau­be ich auf­grund des Gekrit­zels nicht, dass der Rezen­sent den Roman über­haupt voll­stän­dig gele­sen hat. Zudem soll­te man eine gewis­se Affi­ni­tät zum The­ma Sci­ence Fic­tion auf­wei­sen, wenn man ein sol­ches Buch bespricht – wer SF ohne­hin als Schund ablehnt und ansons­ten lie­ber Pro­blem­ro­ma­ne über emi­grier­te les­bi­sche usbe­ki­sche Non­nen liest, soll­te sol­che Bücher nicht bespre­chen.

Aus den Krei­sen der Sci­ence Fic­tion-Leser sind die Bespre­chun­gen von Miri­am Pha­ros Roman über­wie­gend posi­tiv. Auch mei­ne Rezen­si­on fiel so aus (kau­fen!), und die war aus­führ­lich. Also glaubt dem Maga­zin BÜCHER kein Wort und schaut lie­ber mal bei ein paar Buch­blog­gern rein. Die kön­nen das nicht nur bes­ser, son­dern auch kom­pe­ten­ter! Der Rezen­sent »jv« soll­te noch­mal nach­le­sen, wie Jour­na­lis­mus geht. Für noch viel pein­li­cher hal­te ich es aller­dings, dass irgend­ein offen­bar gelang­weil­ter Redak­teur die­se schlech­te Ent­schul­di­gung für einen Arti­kel so gebracht hat.

Nach­trag (12:00): Alex weist kor­rek­ter­wei­se dar­auf hin, dass das Kür­zel »jv« im Impres­sum der Sei­te auf­ge­schlüs­selt wird. Die Ver­zap­fe­rin des Nicht-Arti­kels heisst Jut­ta Vahr­son.

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Cover PRÄLUDIUM Copy­right ACA­BUS-Ver­lag

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Rant: Hallo Buchhandel, wie viele Wörter sollen wir denn bitte noch entfernen?

Lang­sam wird es wirk­lich klein­ka­riert und gar nicht mehr komisch. Alber­ne Aktio­nen von Tei­len des deut­schen Buch­han­dels im Zusam­men­hang mit dem (nicht so) neu­en Erz­feind Ama­zon gab es bekann­ter­ma­ßen in letz­ter Zeit zuhauf. Dazu auch wei­ter unten mehr. Zuerst ein­mal möch­te ich aber auf den gar graus­li­chen Fall von Con­ni ein­ge­hen. Con­ni ist ein jun­ges Mäd­chen und wohnt in einer Bücher­rei­he des Carlsen-Ver­lags für Her­an­wach­sen­de (Link zu Ama­zon. Ja, das ist Absicht, vol­le Absicht). Man soll­te den­ken, dass es äußerst sinn­voll ist, wenn das in den Büchern beschrie­be­ne Leben die Rea­li­tät der jun­gen Leu­te wider­spie­gelt und nicht irgend­wel­che über­kom­me­nen All­ge­mein­plät­ze aus dem letz­ten Jahr­tau­send, wie sie in den Köp­fen der ver­staub­ten Kli­schee-Buch­händ­le­rin im maus­grau­en Gewand viel­leicht noch pro­mi­nent vor­han­den sind. Falls es die gibt. Denn wie alle, die durch das Real Lifetm lau­fen, statt in Buch­hand­lun­gen lang­sam vor sich hin zu modern, wis­sen, hat sich das Leben nicht nur der Jugend durch das Inter­net zum Teil dras­tisch geän­dert. Spie­gelt sich das nicht in moder­nen Jugend­ro­ma­nen wie­der, dann könn­te die Kli­en­tel auf den Gedan­ken kom­men, dass man einen sol­chen alt­mo­di­schen Scheiß nicht lesen möch­te.  Und mit was? Mit Recht! Nun hat doch die­se Con­ni in ihrem ers­ten Buch tat­säch­lich einen Ama­zon-Gut­schein geschenkt bekom­men. Jeder, der halb­wegs kla­ren Geis­tes ist, weiß wie her­um er eine Maus hal­ten muss und dass man das Inter­net nicht aus­dru­cken kann, wür­de die­ses Detail ver­mut­lich schlicht­weg über­se­hen, weil: ein­fach viel zu nor­mal. Wie Goog­le nut­zen. Oder Twit­ter.

Nicht so jedoch Tei­le des deut­schen Buch­han­dels, die ein Zeter und Mor­dio anho­ben, wie man es ver­mut­lich nicht mehr ver­nahm, seit Guten­berg den Buch­druck erfand und die Kopis­ten in den Klös­tern aufs Bier brau­en umschu­len muss­ten, weil ihr Gekra­kel kei­ner mehr benö­tig­te. Was hier an Gift ver­spritzt wird, will man kaum glau­ben, zumin­dest wenn man halb­wegs klar im Kopf ist:

»Wir kön­nen hier in der Buch­hand­lung nur den Kopf schüt­teln« mei­nen etwa die Sor­ti­men­te­rin­nen Anne­ma­rie Schnei­der und Jut­ta Bum­mel von Eulen­spie­gel in Hoch­heim. »Wir gehen mit viel Enga­ge­ment in Kin­der­gär­ten und Schu­len, haben in die­ser Woche mehr als zehn Klas­sen­be­su­che hier im Laden, um Kin­der und Jugend­li­che für das Lesen zu begeis­tern und bekom­men jetzt so etwas zu lesen. Was hat sich das Carlsen-Lek­to­rat dabei gedacht?« Sie und wei­te­re Buch­händ­ler wol­len die­sen Band nun nicht mehr ver­kau­fen.

Und: man fasst es kaum, der Carlsen-Ver­lag kuscht vor die­ser dreis­ten Anma­ßung, über Inhal­te von Büchern bestim­men zu wol­len und wird den Pas­sus in Neu­auf­la­gen ent­fer­nen. Wir kön­nen hier bei Phan­ta­News nur den Kopf schüt­teln.

Um mal mit Kosh zu spre­chen: Und so beginnt es …

Denn: wie weit soll das noch füh­ren? Wel­che uner­wünsch­ten Wör­ter wer­den imper­ti­nen­te Buch­händ­ler, die offen­bar end­gül­tig weit jen­seits jeg­li­cher Rea­li­tät ange­kom­men sind, in Zukunft aus Büchern her­aus zwin­gen wol­len? (Ver­la­ge sind da übri­gens nicht außen vor, gera­de erst wur­den Otfried Preuß­lers Bücher »gerei­nigt«. Was wird als nächs­tes als »untrag­bar« oder »ver­al­tet« ent­stellt?) Mit wel­chem Recht führt man sich so auf? Mit wel­chem Recht will man Autoren und Ver­la­gen ein eige­nes ver­korks­tes und zutiefst ego­ma­nes Welt­bild auf­zwin­gen? Mit wel­chem Recht ent­schei­den Buch­händ­ler, was in Büchern ste­hen darf und was nicht? Es ist jedem frei­ge­stellt zu kau­fen, wo man möch­te. Ama­zon ist ein wei­te­rer Anbie­ter, der deut­lich kun­den­freund­li­cher und kom­pe­te­ner agiert, als der gesam­te Buch­han­del zusam­men, dar­an ändert auch ein ARD-Bericht nichts, der auf erfun­de­nen Emails und mani­pu­la­tiv zusam­men­ge­schnit­te­nen Sze­nen basiert. Wie kann eine pop­li­ge Buch­han­dels­bran­che sich erdreis­ten, sol­che Num­mern abzu­zie­hen und sich auch noch mora­lisch im Recht zu füh­len?

Doch der »Fall Con­ni« ist nur die Spit­ze des Eis­bergs. Autoren, die Kind­les über ihre Web­sei­te ver­lo­sen wol­len, wer­den mit dem Boy­kott ihrer Bücher bedroht. Man muss sich in so einem Fall ganz deut­lich dar­über im Kla­ren sein: so etwas kann exis­tenz­be­dro­hend wer­den. Wer sol­che Aktio­nen durch­führt, hat kei­ner­lei mora­li­sche Berech­ti­gung, sich über Ama­zon auf­zu­re­gen, ganz im Gegen­teil.

Oder ähn­li­che Fäl­le, in denen die­se in mei­nen Augen dubio­se »Buy Local«-Initiative gegen Spar­kas­sen gei­fert, weil … genau: die­se teuf­li­sche »Kind­les« an ihre Kun­den ver­lo­sen woll­ten. Seht es ein: die Kun­den wol­len das Ding haben, und wenn ihr es noch so oft zu unter­bin­den ver­sucht.

In mei­nen Augen sind das alles gera­de­zu als mafi­ös zu bezeich­nen­de Ver­hal­ten. Was kommt als nächs­tes? Müs­sen Ama­zon-Kun­den wie ich als aus­sät­zi­ge Pari­as zukünf­tig eine oran­ge­far­be­ne Arm­bin­de mit einem gro­ßen »A« dar­auf tra­gen, damit man als Feind des buch­han­deln­den Gut­men­schen­tums sofort erkenn­bar ist und des Geschäfts ver­wie­sen wer­den kann, ver­mut­lich mit Stock­hie­ben, wenn nicht schlim­me­rem?

Wo kom­men wir hin, wenn das mit die­sen arro­gan­ten Spin­nern so wei­ter geht? Und: wol­len wir uns so etwas als Kun­den gefal­len las­sen? Glaubt man beim Buch­han­del wirk­lich, dass man mit sol­chen Scheiß­haus­ak­tio­nen Sym­pa­thien weckt? Bei mir: im Gegen­teil! Die Buch­han­dels­bran­che ist ein gro­ßes Kar­tell, dar­über soll­te man sich im Kla­ren sein. Was anders­wo als Preis­ab­spra­che straf­bar ist, wur­de dank guter Lob­by­ar­beit in ein Preis­bin­dungs­ge­setz gegos­sen, wel­ches das Kar­tell mit sei­nen Ein­heits­prei­sen lega­li­siert – und es soll mir bloß kei­ner mit der übli­chen Aus­re­de »kul­tu­rel­le Viel­falt« kom­men. Und seit­dem Ama­zon ihnen zeigt, wo es lang geht (und das trotz der auch beim Onlin­ever­sen­der glei­chen Buch­prei­se), zeigt die­ses Kar­tell, das sich nie­mals mit den Geset­zen von Ange­bot und Nach­fra­ge oder mit Preis­kämp­fen aus­ein­an­der set­zen muss­te, immer öfter sein häß­li­ches Gesicht um nichts ande­res als sei­ne Inter­es­sen durch­zu­set­zen, zur Not auch mit Nöti­gung. Denn nichts ande­res sind Boy­kott­an­dro­hun­gen in mei­nen Augen. Glaubt irgend jemand, dass das bes­ser ist, als Ama­zon? Ich nicht. Im Gegen­teil.

Man muss fai­rer­wei­se sagen, dass unter dem oben ver­link­ten Bör­sen­blatt-Arti­kel hau­fen­wei­se Kom­men­ta­re von Buch­händ­lern zu lesen sind – etli­che davon las­sen hof­fen, dass nicht alle so den­ken. Ein Licht­blick. Aber nur ein klei­ner, zumin­dest solan­ge es mög­lich ist, dass ein paar Fana­ti­ker so agie­ren kön­nen, wie sie agie­ren und damit in der Lage sind, ande­ren ihren Wil­len auf­zu­zwin­gen. Lie­be »nor­ma­le« Buch­händ­ler: Ich möch­te nicht, dass ihr aus­sterbt. Aber ein paar von euch set­zen alles dar­an.

Erbärm­lich.

Wer Zynis­mus fin­det, darf ihn sich aus­dru­cken und ver­bren­nen.

[Update 17:10 Uhr:] Auch Law­blog­ger Udo Vet­ter äußert sich auf sei­nem Blog deut­lich zur Far­ce »Con­ni«

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Zitat von der Web­sei­te des Bör­sen­ver­eins. Ver­bren­nungs­bild von Die­bold Schil­ling dem Älte­ren, auch schon seit dem 15. Jahr­hun­dert tot und des­we­gen gemein­frei. Ama­zon-Logo Copy­right Ama­zon. Bild »Face­palm« von Alex E. Pro­imos, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

Testpiloten: Amazon Instant Video

Ama­zon, das sind die, die mit Büchern ein­mal Geschäf­te mach­ten, will in die Film­pro­duk­ti­on ein­stei­gen. Ama­zon grün­de­te dafür die Ama­zon Stu­di­os. Was die tun, das ist nicht ein­fach nur ris­kant und kost­spie­lig, son­dern auch ein klei­nes biss­chen revo­lu­tio­när. Ein klei­nes biss­chen. Sie pro­du­zie­ren nicht ein­fach eine Serie nach eige­nem Gus­to, son­dern sie woll­ten eine Serie nach dem Geschmack des Publi­kums pro­du­zie­ren.  Doch wie setzt man dies auf effek­ti­ve Wei­se um? Hier kommt die kost­spie­li­ge Vari­an­te ins Spiel. Ama­zon Stu­di­os pro­du­zie­ren ein­fach ver­schie­de­ne Pilot­fil­me. Ein wirk­lich geschmack­lich sehr unter­schied­li­ches Publi­kum wird dann über die aus­sichts­reichs­ten Ideen ent­schei­den. Dazu haben die Ama­zon Stu­di­os sechs Pilot­fil­me für das Kin­der­pro­gramm ent­wi­ckeln las­sen und pro­du­ziert, sowie acht sehr auf­wen­di­ge Pilo­ten für das Komö­di­en-Gen­re.

Obwohl Komö­die eigent­lich ein eige­nes Gen­re dar­stellt, ist die­ses the­ma­tisch nicht an ein Sub-Gen­re gebun­den. Denn aus vie­len Situa­tio­nen las­sen sich Komö­di­en machen, sofern die Autoren etwas von ihrem Fach ver­ste­hen. Zum Bei­spiel ist da im Come­dy-Sek­tor eine Aus­ein­an­der­set­zung mit dem ame­ri­ka­ni­schen Bil­dungs­sys­tem in THOSE WHO CAN’T, das Nach­rich­ten­we­sen in ONION NEWS EMPIRE, und die unte­ren Macht­struk­tu­ren von Washing­ton D.C., wie in ALPHA HOUSE. Für die spe­zi­el­len Gen­re-Freun­de gibt es unter ande­rem DARK MINIONS, über die Schreib­tisch­tä­ter einer Dik­ta­tur in Sci­ence-Fic­tion-Ambi­en­te einer Raum­sta­ti­on. Und letzt­end­lich auch die Fort­set­zung des für unbe­schwer­te Hor­ror-Freaks bereits zum Klas­si­ker erko­re­nen ZOMBIELAND.

Trailer: PACIFIC RIM

Zu Guil­ler­mo del Toros deut­lich Ani­mé-inspi­rier­ter Rie­sen­ro­bo­ter-Klop­pe­rei (Ein­ge­weih­te spre­chen selbst­ver­ständ­lich von »Mechas«) PACIFIC RIM gibt es einen neu­en Trai­ler. Ham­mer­hart. Micha­el Bay mit sei­nen Klapp­fi­gu­ren kann ein­pa­cken.

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Gefun­den bei Wort­wel­len

Erstes Foto: THE MUSKETEERS

Wenn man lesen wür­de, dass es eine neue US-Fern­seh­se­rie gibt, die den Titel THE MUSKETEERS trägt und sich selbst­ver­ständ­lich um Alex­and­re Dumas´ klas­si­sche Recken dreht, wür­de man ver­sucht sein, erst ein­mal abzu­win­ken: The­ma längst tot gerit­ten. Anders sieht das Gan­ze aller­dings aus, wenn man dann erfährt, dass die BBC hin­ter der Fern­seh­se­rie steckt. Das ist ein ech­ter Licht­blick, auch wenn es sich um den Able­ger BBC Ame­ri­ca han­delt. Lei­der wird es noch bis ins Jahr 2014 dau­ern, bis man das zu sehen bekommt, aber die BBC spen­diert schon mal ein Bild mit den Prot­ago­nis­ten.

Es spie­len: Luke Pas­qu­ali­no (BSG: BLOOD AND CHROME, SKINS, THE BORGIAS) als D’Artagnan, Tom Bur­ke (GREAT EXPECTATIONS, THE HOUR) als Athos, Sant­ia­go Cabre­ra (MERLIN, HEROES) als Ara­mis und Howard Charles (Roy­al Shake­speare Com­pa­ny) als Port­hos. Show­run­ner ist Adri­an Hod­ges (PRIMEVAL).

THE MUSKETEERS ist eine BBC Dra­ma Pro­duk­ti­on für BBC One, co-pro­du­ziert von BBC Ame­ri­ca und BBC World­Wi­de. Ein genau­er Start­ter­min war der Press­mit­tei­lung lei­der nicht zu ent­neh­men.

Pro­mo­fo­to Copy­right Lar­ry Horricks/​BBC

EVE ONLINE – die Offensive zum zehnjährigen Jubiläum: Comics, Sammleredition, Quellenbände und Fernsehserie

EVE ONLINE vom islän­di­schen Anbie­ter CCP Games ist ein Aus­nah­me-MMO, das sich Kon­ven­tio­nen ver­schließt, es den Spie­lern nicht ein­fach macht (ins­be­son­de­re neu­en nicht) und das als Sand­box daher kommt. Trotz vie­ler Höhen und Tie­fen sowie Spie­ler­schwund durch schwer nach­voll­zieh­ba­re Ent­schei­dun­gen der Ent­wick­ler steht EVE immer noch gut da und hat eine Fan­ge­mein­de, die groß genug ist, um das MMO am Lau­fen zu hal­ten. Gera­de steht das zehn­jäh­ri­ge Jubi­lä­um des Sci­ence Fic­tion Spiels an und anläss­lich des­sen gibt es eini­ge Über­ra­schun­gen – eine Samm­ler­aus­ga­be des Spiels, sowie die Ankün­di­gung von Comics und sogar einer Fern­seh­se­rie!

Als ers­tes wur­de EVE: THE SECOND DECADE COLLECTOR´S EDITION ange­kün­digt. Das ist eine boxed Ver­si­on des Games, die zahl­rei­che Gim­micks und Samm­ler­ge­gen­stän­de ent­hält:

• INTO THE SECOND DECADE, ein 190-sei­ti­ges Hard­co­ver-Buch mit zahl­lo­sen Illus­tra­tio­nen, das die ers­ten zehn Jah­re in EVE Online reka­pi­tu­liert. INTO THE SECOND DECADE lie­fert Ein­zel­hei­ten zur Ver­öf­fent­li­chung von EVE Online und berich­tet über das Wachs­tum und die zahl­rei­chen Erwei­te­run­gen des Spiels, die Com­mu­ni­ty-Events, durch die das Spiel zu einer beson­de­ren Erfah­rung wur­de, und die Ver­öf­fent­li­chung von DUST 514.
• Rift­er-USB-Hub, ein Vier-Port-USB-Hub in Form eines kul­ti­gen EVE Online-Raum­schiffs.
• EVE SYMPHONY CD, ein Live­mitt­schnitt des unver­kenn­ba­ren EVE-Sound­tracks, auf­ge­führt durch das Ice­lan­dic Sym­pho­ny Orches­tra, auf­ge­nom­men in Reykja­vík wäh­rend des EVE Fan­fes­tes 2013.
• THE DANGER GAME, eine Adap­ti­on des popu­lä­ren islän­di­schen Brett­spiels. Erschaf­fen 1998 in den jun­gen Jah­ren von CCP, half THE DANGER GAME (islän­disch: HÆTTUSPIL) dabei, die Ent­wick­lung von EVE Online zu finan­zie­ren.

Die EVE: THE SECOND DECADE COLLECTOR´S EDITION wird zudem ein­ma­lig ein­lös­ba­re Codes für InGame-Items für EVE ONLINE und DUST 514 beinhal­ten, letz­te­res ein free-to-play Mas­si­ve­ly-Mul­ti­play­er-Shoo­ter für die PlayStation3, der im EVE-Uni­ver­sum ange­sie­delt ist.

Die InGame-Items beinhal­ten:

• »Gol­den Pod«, ein exklu­si­ver Skin für die kul­ti­ge Cap­su­le. (EVE)
• »Gno­sis« Blue­print, ein Ent­wurf des Jubi­lä­ums­schiffs Gno­sis, der Schlacht­kreu­zer der Socie­ty of Con­scious Thought. (EVE)
• »Time Cap­su­le«, eine Aus­wahl an Sam­mel­ob­jek­ten, basie­rend auf der Hin­ter­grund­ge­schich­te von EVE und denk­wür­di­gen Momen­ten aus der ers­ten Deka­de. (EVE)
• Ein neu­er Skin für die Amarr Magna­te Fri­gat­te. (EVE)
• Mäch­ti­ge Waf­fen und eine Kol­lek­ti­on an »Templar«-Dropsuits. (DUST)

In der Box wird man eben­falls einen Mys­tery-Code fin­den, der dem Besit­zer wei­te­re spe­zi­el­le, aber vor­erst gehei­me Zusät­ze für kom­men­de CCP-Pro­duk­te und Events beschert. Wer vor­be­stellt bekommt auch noch den »Nef­en­tar Thra­s­her«, einen Zer­stö­rer im Stil einer Glas­ka­no­ne für EVE Online und den »Amarr Tem­plar Drop Uplink«, ein Spawn-Punkt für DUST 514, der kei­ne spe­zi­el­len Skills benö­tigt, um ins Spiel gebracht oder genutzt zu wer­den.

Trailer: THOR 2 – THE DARK WORLD

Für die Fort­set­zung der Film­rei­he um Mar­vel-Comics und die wei­te­ren Aben­teu­er des ham­mer­schwin­gen­den Thor zog Chris Hems­worth den Schup­pen­pan­zer erneut an. Jetzt gibt es einen ers­ten Trai­ler zu THOR 2 – THE DARK WORLD. Nata­lie Port­man spielt eben­falls wie­der mit.

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Intermodellbau 2013: Impressionen in Bildern

Nach­fol­gend Impres­sio­nen von der Inter­mo­dell 2013 in Dort­mund, die nichts mit Dampf­ma­schi­nen zu tun haben. Die Bil­der davon kom­men spä­ter noch. Dies­mal geht es um Inter­es­san­tes all­ge­mein, aber auch Fan­ta­sy & Sci­ence Fic­tion. Viel Spaß!

(Dampf­ma­schi­nen gab es bereits in beweg­ten Bil­dern)

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