STAR TREK 4 kommt vermutlich nicht

STAR TREK 4 kommt vermutlich nicht

Dead­line meldet dass ein viert­er Teil der STAR TREK-Kinoserie immer unwahrschein­lich­er wird. Zuerst hat­te es im ver­gan­genen Jahr Quere­len um Gagen­forderun­gen von Chris Pine und Chris Hemsworth gegeben, das Stu­dio Para­mount war nicht bere­it gewe­sen diesen nachzukom­men. Während Cast und Crew noch hofften, dass das gek­lärt wer­den könne, wurde die Pro­duk­tion gestoppt.

Das das Ganze nicht voran kommt hat jet­zt die geset­zte Regis­seurin für STAR TREK 4, S. J. Clark­son, das Hand­tuch gewor­fen und sich anderen Pro­jek­ten zuge­wandt, beispiel­sweise der Arbeit am Piloten zu GAME OF THRONES Pre­quel-Serie für HBO. Damit wird sie dann auch nicht die erste Frau im Reg­is­tuhl eines STAR TREK-Films.

Para­mount hat das Pro­jekt jet­zt offen­bar für unbekan­nte Zeit gestoppt, möglicher­weise für immer. Das Stu­dio hat mit den let­zten Fil­men immer wieder mal hal­b­gar herumgeeiert, ins­beson­dere in Sachen Teil vier kam man nicht so recht zu Potte. Es macht den Ein­druck, dass das Fran­chise bei Para­mount eher ungeliebt ist. Ich denke es wird Zeit, dass die Rechte für Film und Fernse­hen wieder unter einem Dach zusam­men kom­men. Per­sön­lich halte ich allerd­ings sowohl Para­mount wie auch CBS für ungeeignet mit der Ver­mächt­nis angemessen umzuge­hen.

Pro­mo­fo­to Copy­right Para­mount Pic­tures

Disney stoppt GUARDIANS OF THE GALAXY 3

Disney stoppt GUARDIANS OF THE GALAXY 3

Nach den Quere­len und dem Rauss­chmiss von Regis­seur James Gunn war unklar was weit­er mit dem drit­ten Teil der Kinoaben­teuer der GUARDIANS OF THE GALAXY passieren würde. Erst hieß es, alles gin­ge weit­er wie geplant, man suche nur nach einem neuen Regis­seur, man wolle sog­ar Gunns Drehbuch weit­er ver­wen­den.

Nach Gunns Rauss­chmiss hat­te sich die gesamte Beset­zung für eine Wiedere­in­stel­lung des Regis­seurs aus­ge­sprochen, ins­beson­dere Dave Bautista (Drax) tat sich her­vor, unter anderem mit der Ankündi­gung, dass er für die Rolle möglicher­weise nicht mehr zur Ver­fü­gung ste­he, sollte Dis­ney nicht umdenken. Auch Fans hat­ten sich für Gunn aus­ge­sprochen. Der war gefeuert wor­den, nach­dem jemand uralte und äußerst geschmack­lose Tweets aus­ge­graben hat­te, hier wird von ver­schiede­nen Seit­en eine Kam­pagne der US-Alt-Rights gegen Gunn ver­mutet. Man muss sich auch fra­gen, warum jemand wie Gunn fliegt, John­ny Depp allerd­ings ger­ade für einen weit­eren PIRATES OF THE CARIBBEAN ange­heuert wurde, obwohl dessen Aktio­nen in let­zter Zeit auch nicht eben zu einem vorge­blich »fam­i­lien­fre­undlichen« Unternehmen wie Dis­ney passen.

Es gab bish­er noch keinen offiziellen Ter­min für GOTG 3, aber die Pre­pro­duk­tion sollte in Kürze begin­nen, die Drehar­beit­en dann in 2019 starten und es war angenom­men wor­den, dass er 2020 in die Kinos kom­men würde. Dem hat Dis­ney jet­zt eine Absage erteilt und die Pro­duk­tion offiziell ange­hal­ten. Ich nehme an, dass es weit­er gehen wird, sobald man einen neuen Regis­seur gefun­den hat, denn bei der Pop­u­lar­ität der Truppe kann ich mir nicht vorstellen, dass das Pro­jekt kom­plett einge­stampft wird.

Pro­mo­grafik GUARDIANS OF THE GALAXY Copy­right Dis­ney Pic­tures und Mar­vel Stu­dios

Lucasfilm stoppt STAR WARS-Projekte wegen SOLO

Lucasfilm stoppt STAR WARS-Projekte wegen SOLO

Wie es inzwis­chen jed­er wis­sen dürfte, ist der STAR WARS-Film SOLO an den Kinokassen alles andere als ein Hit (was ich ehrlich gesagt nicht so richtig ver­ste­he, denn er bietet ein solides, witziges Action­aben­teuer).

Das führte jet­zt bei der Lucas­film-Chefe­tage offen­bar dazu, dass zwei andere Pro­jek­te gestoppt wur­den. Dabei han­delt es sich zum einen um den Film um Obi-Wan Keno­bi und zum anderen um den mit Boba Fett, der ja ger­ade neuerd­ings wieder konkreter wurde.

Offen­bar will man sich statt die Nos­tal­gie der Alt­fans zu bedi­enen (die ohne­hin eher für ihr Gemeck­er bekan­nt sind), auf die neuen Filme konzen­tri­eren. Also zuerst die noch unbe­nan­nte Episode IX und danach die angekündigte Trilo­gie von Regis­seur Rian John­son.

In meinen Augen der richtige Weg.

Logo STAR WARS Copy­right Lucas­Film und Dis­ney

TERMINATOR geht erneut der Strom aus

TERMINATOR geht erneut der Strom aus

Terminator Genisys

Bere­its TERMINATOR SALVATION sollte das Fran­chise rebooten und es war eine Trilo­gie geplant, aus der bekan­nter­maßen nichts wurde, weil der Streifen nicht ankam. Dann gab es diverse Spielchen mit den Recht­en, bis es erneut mit TERMINATOR GENISYS einen Neuan­fang und schon wieder eine neue Trilo­gie geben sollte. Die Idee, die Zeit­line kom­plett zu ver­strubbeln, war ja auch auf den ersten Blick keine schlechte. Auch dass Arnold Schwarzeneg­ger wieder mit­spie­len sollte, hätte man dem Film pos­i­tiv anrech­nen kön­nen. Doch lei­der hat­te er diverse Schwächen, die dazu führten, dass das Ein­spiel­ergeb­nis weit hin­ter den Erwartun­gen zurück blieb. Bei Pro­duk­tion­skosten in Höhe von 155 Mil­lio­nen Dol­lar spielte er in den USA nur 89 Mil­lio­nen Bucks ein, inter­na­tion­al 440 Mil­lio­nen $. Das scheint nicht wenig, aber die mas­sive inter­na­tionale Mar­ket­ingkam­pagne dürfte auch einiges an Kohle ver­schlun­gen haben.

Deswe­gen zogen Para­mount und Sky­dance Pic­tures jet­zt offen­bar den Steck­er. Der ursprünglich genan­nte Start­ter­min 19. Mai 2017 wurde zurück­ge­zo­gen und kein neuer genan­nt. Hol­ly­wood-Quellen zufolge, dürfte das das Aus für GENISYS 2 bedeuten. Mal sehen, ob Arnie noch irgendwelche Fäden ziehen kann.

Viel Zeit haben sie nicht, denn die Rechte an TERMINATOR fall­en im Jahr 2019 an James Cameron zurück. Der hat allerd­ings mit ein­er Hand­voll seit Jahren angekündigten AVATAR-Fort­set­zun­gen (von denen man noch nicht das ger­ing­ste Fitzelchen zu sehen bekam) jede Menge zu tun und dürfte sich deswe­gen kaum per­sön­lich um weit­ere Exoskelett-Klop­pereien küm­mern wollen. Aber vielle­icht delegiert er ja. Oder Para­mount macht doch weit­er und nen­nt irgend­wann noch einen neuen Start­ter­min, weil ein Robot­er aus der Zukun­ft kommt, und sie dazu zwingt.

Auf den Veröf­fentlichungsplatz von GENISYS 2 rück­te übri­gens, man glaubt es kaum, BAYWATCH mit Dwayne »The Rock« John­son nach. Im Ernst, Para­mount?

Pro­mo­fo­to TERMINATOR GENISYS Copy­right Para­mount Pic­tures und Sky­dance Pic­tures

CCP Stoppt das WORLD OF DARKNESS-MMO

CCP Stoppt das WORLD OF DARKNESS-MMO

World Of Darkness

Der isländis­che Entwick­ler CCP Games ist haupt­säch­lich bekan­nt durch das Mul­ti­play-Online-Sci­ence Fic­tion-Spiel EVE ONLINE. Im Jahr 2006 kauften die erstaunlicher­weise White Wolf, jene Fir­ma die hin­ter VAMPIRE – THE MASQUERADE und auch der WOLRD OF DARKNESS stand. Ein expliz­it ange­sagtes Ziel des Kaufs war es, ein MMO in der World Of Dark­ness zu real­isieren, also in der klas­sis­chen Ver­sion des Pen & Paper-Rol­len­spiels, das bis heute zahlre­iche Anhänger in der ganzen Welt hat. Nicht nur deswe­gen war das grund­sät­zlich eine gute Idee, auch der Vam­pir­boom der ver­gan­genen Jahre hätte ver­mut­lich für frische Klien­tel gesorgt, auch wenn die Vam­pire der Masker­ade defin­i­tiv nicht blink­ern.

Gestern meldete CCP in ein­er Pressemit­teilung, dass die Entwick­lung des WORLD OF DARK­NESS-MMOs eingestellt wurde. Das kommt nur halb­wegs über­raschend, betra­chtet man die Tat­sache, dass es bere­its seit Monat­en kein­er­lei Infor­ma­tio­nen mehr über das Pro­jekt gab, dessen Entwick­lung bere­its 2009 ges­tartet hat­te.

CCP CEO Hilmar Veigar Péturs­son schreibt auf der offiziellen Web­seite das übliche PR-Blabla, das mit solchen Entschei­dun­gen ein­her geht:

The deci­sion to end the World of Dark­ness MMO project is one of the hard­est I’ve ever had to make. I have always loved and val­ued the idea of a sand­box expe­ri­ence set in that uni­verse, and over the years I’ve watched the team pas­sion­ate­ly strive to make that pos­si­ble.
I would like to give spe­cial thanks to every­one who worked so hard to make the World of Dark­ness MMO a real­i­ty, espe­cial­ly the team mem­bers affect­ed by this deci­sion. Their con­sid­er­able con­tri­bu­tion to CCP will not be for­got­ten, and we wish them well.
To our cur­rent and for­mer employ­ees and fans of World of Dark­ness, I am tru­ly sor­ry that we could not deliv­er the expe­ri­ence that we aspired to make. We dreamed of a game that would trans­port you com­plete­ly into the sweep­ing fan­ta­sy of World of Dark­ness, but had to admit that our efforts were falling regret­ful­ly short. One day I hope we will make it up to you.
Although this was a tough deci­sion that affects our friends and fam­i­ly, unit­ing the com­pa­ny behind the EVE Uni­verse will put us in a stronger posi­tion mov­ing for­ward, and we are more com­mit­ted than ever to solid­i­fy EVE as the biggest gam­ing uni­verse in the world.

CCP möchte sich damit offen­bar auf das EVE-Uni­ver­sum beschränken und sich auf die Spiele EVE ONLINE, den damit ver­ban­del­ten Shoot­er DUST 514 und das ver­mut­lich Ende des Jahres star­tende Space-Dog­fight-Game EVE VALKYRIE für die Ocu­lus Rift konzen­tri­eren.

Eine Techdemo sah recht vielversprechend aus
Eine Techde­mo sah recht vielver­sprechend aus

Und offen­bar war die Entwick­lung eines Open World-Sand­box-MMOs in diesem Hin­ter­grund deut­lich aufwendi­ger, als man sich das gedacht hat­te. Die von WORLD OF WARCRAFT aus­gelöste Gold­gräber­stim­mung bei den MMOs ist längst vor­bei, ambi­tion­ierte aber schnell auf den Markt gedrück­te Pro­jek­te (die Liste ist lang) waren unaus­gereift und mussten schnell von einem Abo­mod­ell auf free-to-play umstellen, selb­st wenn sie über eine namhafte Lizenz ver­fügten, wie beispiel­sweise STAR WARS – THE OLD REPUBLIC. Heutzu­tage kom­men neue Vertreter oft gle­ich als f2p-Game auf den umkämpften Markt und wer­den in Erman­gelung von Spiel­ern nicht sel­ten schnell wieder eingestellt. Für die Spiel­er solch­er Rohrkrepier­er ist die investierte Zeit für die Katz und alles, was sie im Spiel erspielt oder erwor­ben haben weg. Das dürfte dazu führen, dass sich viele vor ein­er Investi­tion in ein MMO genau über­legen, ob es das über­haupt auf lange Sicht wert ist. Mal ganz davon abge­se­hen, dass Inno­va­tion im Genre Man­gel­ware ist und dieses nach wie vor haupt­säch­lich aus WOW-Klo­nen beste­ht, was Game­play und Spielmechaniken ange­ht.

Ähn­liche Gedanken dürfte man sich auch bei CCP gemacht habe – und ich würde davon aus­ge­hen, dass selb­st nach fünf Jahren Entwick­lung dabei bis­lang nichts Vorzeig­bares her­aus gekom­men ist – son­st hät­ten sie WORLD OF DARKNESS schon lange mal angeteasert. Irgend­wann muss man sich dann als Fir­ma natür­lich Gedanken darüber machen, ob man solch einem Pro­jekt noch weit­eres Geld hin­ter­her­w­er­fen möchte. Auf der anderen Seite hat­te ich immer den Ein­druck, dass CCP das Pro­jekt WOD stiefmüt­ter­lich behan­delte und seine anderen Games höhere Pri­or­ität hat­ten. Wäre dem nicht so, hätte man längst viel mehr vom MMO sehen müssen. Ich gehe deswe­gen davon aus, dass die Prob­leme mit der Umset­zung auch haus­gemacht waren – 56 Entwick­ler sind für einen AA-Titel eher ein Scherz, dass das nichts wer­den kon­nte, weiß jed­er, der über die Jahre andere, ähn­liche Pro­jek­te beobachtet hat.

So long, WORLD OF DARKNESS, ich hätte allein schon aus Nos­tal­gie mal reingeschaut. Denn Dein Pen&Paper-Reboot kann ich mir nicht geben.

Pro­mo­grafik WORLD OF DARKNESS Copy­right CCP

STAR WARS-Prequels in 3D: Disney zieht den Stecker

Eigentlich hät­ten nach THE PHANTOM MENACE auch noch ATTACK OF THE CLONES und REVENGE OF THE SITH in 3D kon­vertiert neu in die Kinos kom­men sollen. Das hat Dis­ney jet­zt laut Dead­line gestoppt, obwohl es sog­ar bere­its Start­ter­mine gab, wird es nicht dazu kom­men. Der Grund dafür ist mein­er Ansicht nach: Episode eins spielte zum 3D-Kinore­lease in den USA ger­ade mal lumpige 23 Mil­lio­nen Dol­lar ein. Zum einen sind die ersten drei Episo­den lange nicht so pop­ulär wie IV bis VI, zum anderen wur­den Stim­men laut, dass das nur ein weit­er­er leicht durch­schaubar­er Ver­such von Onkel George sei, noch mal schnell ein wenig mehr Kohle mit den Fil­men abzu­greifen.

In meinen Augen macht das Sinn: es wird bess­er sein, sich auf die Zukun­ft zu konzen­tri­eren, statt Filme zu pfle­gen, die ohne­hin nicht so gut angekom­men sind. Eine 3D-Kon­vertierung bedeutet eine Menge Arbeit und verur­sacht deswe­gen einen Haufen Kosten, zumin­d­est, wenn sie vernün­ftig gemacht wer­den soll und nicht nur hingeschlud­ert, wie man das lei­der allzu oft sieht.

Der Artikel spricht übri­gens nur von den Pre­quels, damit bleibt offen, ob es die »wahren« ersten drei Episo­den (also A NEW HOPE, THE EMPIRE STRIKES BACK und RETURN OF THE JEDI) vielle­icht doch noch mal in 3D zu sehen gibt. Ich halte auch das allerd­ings nicht wirk­lich für notwendig. Macht lieber diese Fernsehserie. Oder gebt mir »Classic«-Fassungen von IV bis VI auf BlueR­ay (was zumin­d­est bei A NEW HOPE auf­grund der Fox-Rechte schwierig wer­den dürfte).

Creative Commons License

Poster THE PHANTOM MENACE 3D Copy­right The Walt Dis­ney Com­pa­ny & Lucas­Film

Paramount stoppt TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES

Auch ein Michael Bay ist offen­sichtlich nicht davor gefei­ht, dass man eins sein­er Film­pro­jek­te abschießt. Nach eini­gen Pan­nen im Vor­feld und ins­beson­dere beim Mar­ket­ing für den geplanten Reboot der Piz­za-Schild­kröten mit Kampfkun­stken­nt­nis­sen hat Para­mount bei diesem Pro­jekt nun den Stöpsel gezo­gen. Ob vor­erst oder dauer­haft ist im Moment noch unklar.

Bay hat­te sich unter den Fans keine Fre­unde gemacht und war mas­siv­en Kri­tiken aus­ge­set­zt, als bekan­nt wurde, dass es sich bei den Pro­tag­o­nis­ten des neuen Films nicht um mutierte Schild­kröten son­dern um Außerirdis­che han­deln soll. Auch die Erschaf­fer des Orig­i­nals, Kevin East­man und Peter Laird, äußerten sich neg­a­tiv über die Entwick­lung des Films und unter­stützten damit die Mei­n­ung der Anhänger von Leonar­do, Donatel­lo, Raphael und Michelan­ge­lo.

Die neuen Panz­erträger kön­nen aber wahrschein­lich ein­fach auf ihrem Heimat­plan­eten bleiben, denn zum einen hat Para­mount Pic­tures den Releaseter­min ver­schoben von Dezem­ber 2013 auf Mai 2014 ver­schoben, viel wichtiger ist aber der Fakt, dass die Arbeit des Pre-Pro­duc­tion-Teams mit sofor­tiger Wirkung gestoppt wurde. Wie der Hol­ly­wood-Reporter berichtet ohne einen Ter­min, wann es weit­er gehen kön­nte.

Das bedeutet natür­lich, dass das Pro­jekt nach ein­er gründlichen Über­ar­beitung fort­ge­führt wer­den kön­nte, erst ein­mal ist aber Schluss mit TAT (Teenage Alien Tur­tles).

Creative Commons License

Pro­mo­fo­to Copy­right © Mirage Stu­dios

Del Toros AT THE MOUNTAINS OF MADNESS endgültig vom Tisch

Eins von Guiller­mo del Toros Liebling­spro­jek­ten ist nach sein­er eige­nen Aus­sage bere­its seit vie­len Jahren eine Umset­zung des Love­craft-Stoffes AT THE MOUNTAINS OF MADNESS. Die Pro­duk­tion war bere­its geplant und sollte ein­er der näch­sten Filme des Erfol­gsregis­seurs wer­den. Das ist jet­zt lei­der endgültig vom Tisch (wie bere­its Ende März bekan­nt wurde). Doch nun spricht del Toro über die Gründe und ein­er der gewichtig­sten ist offen­bar Rid­ley Scotts PROMETHEUS.

Laut dem mexikanis­chen Filmemach­er gibt es zu viele Ähn­lichkeit­en zwis­chen der Sto­ry seines Films und den Szenen in PROMETHEUS, stel­len­weise offen­bar sog­ar bis in Details. Damit wurde auch offen­bar, dass Scotts SF-Film sich eben­falls bei love­craftschen Motiv­en bedi­ent, das wusste man in dieser Deut­lichkeit bis­lang nicht.

Das eigentliche Prob­lem ist aber wohl, dass die Ent­deck­un­gen und Eröff­nun­gen am Ende bei­der Filme sein­er Ansicht nach qua­si iden­tisch gewe­sen wären. Details dazu wollte er ver­ständlicher­weise nicht nen­nen und dafür sind wir ihm auch dankbar, allerd­ings weist der Titel PROMETHEUS bere­its sehr deut­lich die Rich­tung, in die es gehen wird.

Ein weit­eres Prob­lem ist laut del Toro, dass Hor­ror­filme im Moment in den USA nicht son­der­lich gut gehen und etliche Stu­dios sich damit zurück hal­ten, Geld in solche Pro­jek­te zu investieren, ins­beson­dere wenn abzuse­hen ist, dass es ein Big-Bud­get-Unter­fan­gen wie AT THE MOUNTAINS OF MADNESS wer­den würde. Damit ist der Film »auf lange Zeit, vielle­icht für immer« vom Tisch.

Ich finde das über­aus schade. Wenn jemand eine adäquate Love­craft-Umset­zung hätte liefern kön­nen, dann wäre es wohl Guiller­mo del Toro gewe­sen.

Creative Commons License

Bild: Guiller­mo del Toro von Gage Skid­more, aus der Wikipedia, CC-BY-SA

AKIRA-Realverfilmung vorerst (?) gestoppt

Der Hol­ly­wood Reporter berichtete gestern, dass die von Warn­er Bros. geplante Realver­fil­mung des Ani­mé-Films AKIRA aus dem Jahr 1988 gestoppt wurde. Es war bere­its zu eineigen Quere­len um die geplante Ver­fil­mung gekom­men, beispiel­sweise war moniert wor­den, dass es keine asi­atis­chen Haupt­darsteller geben sollte. Für die Haup­trol­le war Keanu Reeves im gespräch, der hat­te allerd­ings abgewunken, danach sollte Gar­rett Hed­lund (TRON LEGACY) den Charak­ter übernehmen. Für weit­ere Rollen waren Kirsten Stew­art (TWILIGHT), Ken Watan­abe (INCEPTION) und Hele­na Bon­ham Carter (HARRY POTTER) im Gespräch. Auch gab es bere­its diverse Drehbuch­fas­sun­gen, die let­zte stammte von Steve Kloves. Warn­er hat­te die Rechte am Stoff im Jahr 2002 erwor­ben.

Warn­er hat die Pro­duk­tion jet­zt gestoppt, weil man Bedenken wegen der Kosten hat­te. Die Vor­pro­duk­tions­büros sind bere­its geschlossen wor­den und das gesamte Team wurde angewiesen, seine Arbeit einzustellen.

Ganz vom Tisch muss das Pro­jekt damit nicht zwin­gend sein, denn dem Vernehmen nach wollen sich die Pro­duzen­ten Jen­nifer Kilo­ran Davis­son und Andrew Lazar mit dem Regis­seur Jaume Col­let-Ser­ra zusam­men set­zen, um zu prüfen, ob man das Bud­get nach unten kor­rigieren kann. Bish­er betru­gen die geschätzten Kosten ca. 90 Mil­lio­nen Dol­lar, das soll auf ca. 40 bis 60 Mil­lio­nen gesenkt wer­den. Ob Kloves dann wieder als Screen­writer an Bord ist, oder ob erneut eine weit­ere Drehbuch­fas­sung von einem anderen Autoren ver­fasst wer­den wird, ist noch unklar. Klar ist aber: sollte diese Kostenre­duk­tion nicht glück­en, ist das Pro­jekt ver­stor­ben.

Wie auch immer: mein­er Ansicht nach ist der Ani­mé-Film AKIRA ohne­hin über­schätzt. Er stellt eine drastis­che Kürzung der gle­ich­nami­gen Man­ga-Serie (mit 2182 Seit­en) dar und kann deswe­gen lei­der dra­matur­gisch nicht überzeu­gen. AKIRA war ein­er der ersten »großen« Ani­més, die in Deutsch­land gezeigt wur­den und hat deswe­gen wahrschein­lich hierzu­lande einen gewis­sen Kult­sta­tus; dank eines Fre­un­des hat­te ich damals allerd­ings schon ganz andere und deut­lich bessere japanis­che Zeichen­trick­filme und -Serien gese­hen (beispiel­sweise NAUSICAÄ, der in Deutsch­land allerd­ings nur in ein­er übel ver­stüm­melten Fas­sung erschien).

Creative Commons License

BlueR­ay-Cov­er AKIRA Copy­right Man­ga Enter­tain­ment

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Disney stoppt LONE RANGER (vorerst?)

LONE RANGER hätte alle Voraus­set­zun­gen zu einem Block­buster: John­ny Depp in ein­er Haup­trol­le, den Regis­seur Gore Verbin­s­ki, der soeben mit RANGO einen der erfol­gre­ich­sten Filme sein­er Kar­riere abgeliefert hat, und den Pro­duzen­ten Jer­ry Bruck­heimer (ARMAGEDDON, PEARL HARBOR oder PIRATEN). Trotz­dem hat Dis­ney erst ein­mal den Stöpsel gezo­gen, da den Mächti­gen beim Ohren-Konz­ern offen­bar die Kosten zu hoch wur­den. Die gab man zulet­zt mit 250 Mil­lio­nen Dol­lar an – wobei das Pro­duk­tion­steam inter­nen Quellen zufolge ver­suchen wollte, das auf 200 Mil­lio­nen Bucks zu reduzieren.

Nach­dem es zuerst hieß, das Pro­jekt sei voll­ständig gestoppt wor­den, meldet Vari­ety heute, dass es »über­ar­beit­et« wer­den solle, um die Kosten deut­lich zu reduzieren.

Per­sön­lich finde ich es recht bemerkenswert, dass ein der­art hochkarätig bestück­tes Pro­jekt diese Behand­lung seit­ens Dis­ney erfährt. Auf der anderen Seite ist LONE RANGER let­z­tendlich »nur« ein West­ern und man fragt sich, was sie mit dem The­ma vor hat­ten, dass die Kosten der­art explodiert sind? Wobei man argu­men­tieren kön­nte, dass PIRATES OF THE CARIBBEAN auch »nur ein Piraten­film« ist…

[Update 18:27:] …es wäre eben doch nicht »nur ein West­ern« gewor­den, aus Insid­erkreisen kon­nte man inzwis­chen vernehmen:

It was going to be a Ton­to [Depp] show main­ly. Ton­to as the top dog and more dom­i­nant than the Lone Ranger. Ton­to and the Indi­an spir­its like Obi Wan Keno­bi and the force. The dri­ving engine was going to be Native Amer­i­can occult aspects worked in with were­wolves and spe­cial effects. But fla­vored with dos­es of Native Amer­i­can spir­i­tu­al­i­ty in a seri­ous way.

Wer­wölfe… dafür benötigt man heutzu­tage CGI und das macht Filme eben teuer…

Creative Commons License

Logo LONE RANGER Copy­right Walt Dis­ney Pic­tures