Bryan Fuller bei Anne Rice’ VAMPIRE CHRONICLES-Serie

Bryan Fuller bei Anne Rice’ VAMPIRE CHRONICLES-Serie

Vor knapp über ei­nem Jahr hat­te ich be­reich­tet, dass Anne Rice zu­sam­men mit ih­rem Sohn Chri­sto­pher eine Fern­seh­se­rie um ihre Ro­man­rei­he VAM­PI­RE CHRO­NI­CLES an­kün­dig­te. Pro­duk­ti­ons­part­ner da­bei sind die neu ge­grün­de­te Pa­ra­mount Te­le­vi­si­on und An­ony­mous Con­tent.

Die Neu­ig­keit: Laut Hol­ly­wood Re­por­ter ist jetzt Bryan Ful­ler (HAN­NI­BAL, AME­RI­CAN GODS) zum Team ge­sto­ßen und soll zu­sam­men mit Anne Rice den Pi­lot­film aus­ar­bei­ten – und mög­li­cher­wei­se auch da­nach mit da­bei blei­ben, even­tu­ell so­gar als Showrun­ner. Das wur­de auch von Pa­ra­mount Te­le­vi­si­on in ei­nem State­ment be­stä­tigt.

Hof­fen wir, dass Ful­ler mit die­ser Se­rie mehr Glück hat als mit sei­nen letz­ten Pro­jek­ten: STAR TREK: DIS­CO­VERY hat­te er ver­las­sen, noch be­vor der Pi­lot ge­dreht wur­de, da­bei ver­ab­schie­de­te man sich von den mei­sten sei­ner Kon­zep­te. Auch bei AME­RI­CAN GODS nahm er nach der er­sten Staf­fel we­gen krea­ti­ver Dif­fe­ren­zen sei­nen Hut – und mit ihm zu­sam­men auch gleich Gil­li­an An­der­son.

Mehr dazu wenn ich es er­fah­re.

Bild Bryan Ful­ler von Gage Skid­mo­rey, aus der Wi­ki­pe­dia, CC BY-SA

In Entwicklung: UNDERWORLD-Fernsehserie

In Entwicklung: UNDERWORLD-Fernsehserie

Nach fünf Ki­no­fil­men wan­dert das UN­DER­WORLD-Fran­chise um Vam­pi­re und Wer­wöl­fe mög­li­cher­wei­se ins Pan­tof­fel­ki­no oder auf ei­nen Strea­ming­dienst.

Er­fin­der Len Wi­se­man (Re­gis­seur der er­sten bei­den Fil­me, Au­tor bei den drei er­sten, Pro­du­zent bei al­len) ar­bei­tet mit sei­ner Pro­duk­ti­ons­fir­ma Sketch Films an der Um­set­zung des The­mas in eine Fern­seh­se­rie, Ge­rüch­te dazu gab es be­reits seit län­ge­rer Zeit. Wi­se­man sag­te dazu, dass die we­ni­ger co­mi­c­ar­tig sein wer­de, eher ein er­wach­se­nes Pu­bli­kum an­spre­chen soll, und sich deut­lich von den Fil­men un­ter­schei­den wird.

Wi­se­man wird als aus­füh­ren­der Pro­du­zent agie­ren, zu­sam­men mit Tom Ro­sen­berg und Gary Luc­che­si von Lakeshore En­ter­tain­ment.  Wei­te­re De­tails, so­bald ich sie er­fah­re.

Schon wie­der Vam­pi­re? Gähn. Bei ei­ner TV-Se­rie wird man mehr an Cha­rak­ter­tie­fe auf­bie­ten müs­sen, als Kate Beck­in­sa­les haut­enges Le­de­rout­fit …

Trailer: A GIRL WALKS ALONE AT NIGHT

Trailer: A GIRL WALKS ALONE AT NIGHT

Im­mer wenn man meint, es kön­ne nichts neu­es mehr zu ei­nem The­ma ge­ben, wird man ei­nes Bes­se­ren be­lehrt. Vam­pir­fil­me gibt es wie Sand am Meer, aber ei­ner aus dem Iran, das gab es so noch nicht. Ins­be­son­de­re dann, wenn der Film auch noch deut­li­che We­stern-As­pek­te auf­weist.

Re­gie führ­te Ana Lily Amir­pour, die auch das Dreh­buch ver­fasst hat. Pro­du­ziert hat das Gan­ze kein an­de­rer als Fro­do-Dar­stel­ler Eli­jah Wood. A GIRL WALKS ALO­NE AT NIGHT spielt in ei­ner trost­lo­sen, er­fun­de­nen ira­ni­schen Stadt na­mens Bad City. Shei­la Vand ist »The Girl«, eine Vam­pi­rin, die des Nachts die Ein­woh­ner jagt, da­bei aber selbst un­glaub­lich ein­sam ist.

Der Film hat auf dem Sundance Film Fe­sti­val 2014 zahl­lo­se po­si­ti­ve Kri­ti­ken ein­heim­sen kön­nen. Kein Wun­der, denn Stil, Sze­nen­bil­der und Ci­ne­ma­to­gra­phie sind be­ein­druckend und weit ab vom üb­li­chen Hol­ly­wood-Main­stream – den­noch meint man An­spie­lun­gen auf Cop­po­la oder Lynch er­ken­nen zu kön­nen.

NAUTILUS 127: Wikinger und Vampire

NAUTILUS 127: Wikinger und Vampire

Cover Nautilus 127My­then und Fak­ten, Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen, Film­fea­tures und In­ter­views zur Ge­schich­te der Wi­kin­ger so­wie zur Evo­lu­ti­on der Vam­pi­re sind die The­men der Ok­to­ber-Aus­ga­be des mo­nat­lich er­schei­nen­den Fan­ta­sy­film-Ma­ga­zins NAU­TI­LUS – Aben­teu­er & Phan­ta­stik.

Mit dem hi­sto­ri­schen Über­fall skan­di­na­vi­scher Nord­män­ner im ach­ten Jahr­hun­dert auf das eng­li­sche Klo­ster Lin­dis­far­ne wur­de die Le­gen­de der Wi­kin­ger ge­bo­ren. Bis heu­te sind da­mit die Bil­der von ge­hörn­ten Hel­men und blut­rün­sti­gen Kämp­fern in Dra­chen­boo­ten ver­bun­den mit My­then um den Wel­ten­baum Ygg­d­ra­sil, die Mid­gard­schlan­ge, den Fen­ris­wolf, den Welt­un­ter­gang Ragnar­ök und Gott­hei­ten wie Thor, Odin, Wo­tan und Loki. Zum Film­start des Ac­tion-Films NORTH­MEN – A VI­KING SAGA lie­fert die NAU­TI­LUS ne­ben In­ter­views mit den Haupt­dar­stel­lern und ei­ner Ga­le­rie der se­hens­wer­te­sten Wi­kin­ger-Fil­me von 1958 bis heu­te auch ei­nen Sach­ar­ti­kel über die wah­re Ge­schich­te der rau­en Nord­män­ner und ih­rer Kul­tur, die bis heu­te hart­näcki­ge Aus­wir­kun­gen auf die mo­der­ne Po­pul­tur, Me­di­en und Wer­bung ha­ben, denn mit den Wi­kin­gern wer­den po­si­ti­ve Emo­tio­nen wie Frei­heit, Ent­decker- und Aben­teu­er­geist as­so­ziert.

Auch mit Vam­pi­ren wer­den heut­zu­ta­ge eher glit­zern­de High­school-Schön­lin­ge und coo­le Teen­ager ver­bun­den als in Grä­bern hau­sen­de Schreck­ge­stal­ten. Zum Film­start von DIE VAM­PIRSCH­WE­STERN 2: FLE­DER­MÄU­SE IM BAUCH so­wie von DRA­CU­LA UN­TOLD, der als Ac­tion-Film die Ver­wand­lung des hi­sto­ri­schen trans­syl­va­ni­schen Für­sten Vlad Te­pes in je­nen Blut­sauger er­zählt, der Vor­bild für Bram Sto­kers Dra­cu­la wer­den soll­te, schil­dert die Aus­ga­be die Ent­wick­lung der Vam­pi­re in My­then, Sa­gen und Volks­kul­tur so­wie in Ro­man und Film vom er­sten Blut­gra­fen über die ro­man­ti­schen Ku­schel­sauger der Neu­zeit zu den mon­strö­sen End­zeit­krea­tu­ren der mo­der­nen Sci­ence Fic­tion. Zu den bei­den aku­el­len Fil­men gibt es In­ter­views im Heft, und im Ki­no­te­le­gramm gibt es eine Vor­schau auf kom­men­de Vam­pir-Pro­duk­tio­nen aus Hol­ly­wood.

Wei­te­re Fea­tures und In­ter­views lie­fert die Aus­ga­be zu den Film­starts des dys­to­pi­schen SF-Films HÜ­TER DER ER­IN­NE­RUNG – THE GI­VER, dem über­ra­schend her­aus­ra­gen­den deut­schen Hacker-Thril­ler WHO AM I – KEIN SY­STEM IST SI­CHER, dem Hor­ror­film AN­NA­BEL­LE um eine dä­mo­ni­sche Pup­pe als Spin-Off und Pre­quel zum viel­ge­lob­ten CON­JU­RING: DIE HEIM­SU­CHUNG aus dem letz­ten Jahr, der Re­al­ver­fil­mung von TEENAGE MU­TANT NIN­JA TURT­LES so­wie zu Re­gis­seur Da­vid Fin­chers neu­em My­ste­ry­thril­ler GONE GIRL – DAS PER­FEK­TE OP­FER.
Dazu kom­men Werk­statt­be­rich­te von Ro­man­au­to­ren, die Vor­schau auf die Film- und Buch-High­lights des näch­sten Mo­nats, ak­tu­el­le Ro­man-, Hör­buch-, Vi­deo­ga­me- und DVD-Be­spre­chun­gen so­wie eine Le­se­pro­be in der Heft­mit­te.

Die ge­sam­te Aus­ga­be der NAU­TI­LUS 127, 10/2014, läßt sich be­reits seit An­fang Sep­tem­ber auf www.fantasymagazin.de ko­sten­los vor­ab durch­blät­tern. Die di­gi­ta­le Aus­ga­be und die Apps für alle Platt­for­men sind Mit­te des Mo­nats er­schie­nen, und nun ist auch die ge­druck­te Aus­ga­be ver­füg­bar.

NAU­TI­LUS er­scheint im Aben­teu­er Me­di­en Ver­lag und kann im gut­sor­tier­ten Zeit­schrif­ten­han­del oder bei Ama­zon be­zo­gen wer­den, dort al­ler­dings nur im Abon­ne­ment.

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Aben­teu­er Me­di­en Ver­lag

Trailer: 5 ZIMMER KÜCHE SARG

Trailer: 5 ZIMMER KÜCHE SARG

5 ZIM­MER KÜ­CHE SARG ist der deut­sche Ver­leih­ti­tel des neu­see­län­di­schen Films WHAT WE DO IN THE SHADOWS. The­ma: Ein Film­team darf eine Do­ku­men­ta­ti­on über eine Vam­pir-WG ma­chen:

Die Vam­pi­re Via­go, Vla­dis­lav, De­a­con und Pe­tyr tei­len sich eine Vil­la in Wel­ling­ton. Ab­ge­se­hen vom feh­len­den Spie­gel­bild, ein­sei­ti­ger Er­näh­rung und ge­le­gent­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Wer­wöl­fen un­ter­schei­det sich ihr All­tag kaum von dem ei­ner ganz nor­ma­len WG: Strei­te­rei­en um den Ab­wasch und ge­mein­sa­me Par­ty­näch­te ste­hen täg­lich auf dem Pro­gramm. Als der 8000-jäh­ri­ge Pe­tyr den coo­len Mitt­zwan­zi­ger Nick zum Vam­pir macht, müs­sen die an­de­ren Ver­ant­wor­tung für den im­pul­si­ven Frisch­ling über­neh­men und ihm die Grund­re­geln des ewi­gen Le­bens bei­brin­gen. Im Ge­gen­zug er­klärt ih­nen Nick die tech­ni­schen Er­run­gen­schaf­ten der mo­der­nen Ge­sell­schaft. Als er aber sei­nen mensch­li­chen Freund Stu an­schleppt, ge­rät das be­schau­li­che Le­ben der Vam­pir-Ve­te­ra­nen völ­lig aus den Fu­gen.
Der fas­zi­nie­ren­de Do­ku­men­tar­film zeigt erst­mals und mit scho­nungs­lo­ser Of­fen­heit den un­spek­ta­ku­lä­ren All­tag ei­ner bis­her un­er­forsch­ten Spe­zi­es. Un­ter le­bens­ge­fähr­li­chen Dreh­be­din­gun­gen aber mit viel Sym­pa­thie für sei­ne Prot­ago­ni­sten of­fen­bart der Film sämt­li­che Fa­cet­ten des Schat­ten­da­seins von ent­wür­di­gen­den Dis­kus­sio­nen mit Tür­ste­hern bis hin zur Er­grif­fen­heit beim An­blick ei­nes Son­nen­auf­gangs­vi­de­os

Ich bin nicht über­zeugt, das wirkt doch al­les et­was ge­quält und so rich­tig wit­zig ist das auch nicht. Ich ver­mu­te, dass es schlau­er sein dürf­te, sich das im eng­lisch­spra­chi­gen Ori­gi­nal an­zu­se­hen. Auf DVD. Viel­leicht.

 

CCP Stoppt das WORLD OF DARKNESS-MMO

CCP Stoppt das WORLD OF DARKNESS-MMO

World Of Darkness

Der is­län­di­sche Ent­wick­ler CCP Ga­mes ist haupt­säch­lich be­kannt durch das Mul­ti­play-On­line-Sci­ence Fic­tion-Spiel EVE ON­LINE. Im Jahr 2006 kauf­ten die er­staun­li­cher­wei­se White Wolf, jene Fir­ma die hin­ter VAM­PI­RE – THE MAS­QUER­ADE und auch der WOLRD OF DARKNESS stand. Ein ex­pli­zit an­ge­sag­tes Ziel des Kaufs war es, ein MMO in der World Of Darkness zu rea­li­sie­ren, also in der klas­si­schen Ver­si­on des Pen & Pa­per-Rol­len­spiels, das bis heu­te zahl­rei­che An­hän­ger in der gan­zen Welt hat. Nicht nur des­we­gen war das grund­sätz­lich eine gute Idee, auch der Vam­pir­boom der ver­gan­ge­nen Jah­re hät­te ver­mut­lich für fri­sche Kli­en­tel ge­sorgt, auch wenn die Vam­pi­re der Mas­ke­ra­de de­fi­ni­tiv nicht blin­kern.

Ge­stern mel­de­te CCP in ei­ner Pres­se­mit­tei­lung, dass die Ent­wick­lung des WORLD OF DARKNESS-MMOs ein­ge­stellt wur­de. Das kommt nur halb­wegs über­ra­schend, be­trach­tet man die Tat­sa­che, dass es be­reits seit Mo­na­ten kei­ner­lei In­for­ma­tio­nen mehr über das Pro­jekt gab, des­sen Ent­wick­lung be­reits 2009 ge­star­tet hat­te.

CCP CEO Hil­mar Vei­gar Pé­turs­son schreibt auf der of­fi­zi­el­len Web­sei­te das üb­li­che PR-Bla­bla, das mit sol­chen Ent­schei­dun­gen ein­her geht:

The de­ci­si­on to end the World of Darkness MMO pro­ject is one of the har­dest I’ve ever had to make. I have al­ways loved and va­lued the idea of a sand­box ex­pe­ri­ence set in that uni­ver­se, and over the ye­ars I’ve wat­ched the team pas­sio­na­te­ly st­ri­ve to make that pos­si­ble.
I would like to give spe­cial thanks to ever­yo­ne who worked so hard to make the World of Darkness MMO a rea­li­ty, es­pe­ci­al­ly the team mem­bers af­fec­ted by this de­ci­si­on. Their con­s­i­derable con­tri­bu­ti­on to CCP will not be for­got­ten, and we wish them well.
To our cur­rent and for­mer em­ployees and fans of World of Darkness, I am tru­ly sor­ry that we could not de­li­ver the ex­pe­ri­ence that we aspi­red to make. We drea­med of a game that would trans­port you com­ple­te­ly into the swee­ping fan­ta­sy of World of Darkness, but had to ad­mit that our ef­forts were falling re­g­ret­ful­ly short. One day I hope we will make it up to you.
Alt­hough this was a tough de­ci­si­on that af­fects our friends and fa­mi­ly, uniting the com­pa­ny be­hind the EVE Uni­ver­se will put us in a stron­ger po­si­ti­on mo­ving for­ward, and we are more com­mit­ted than ever to so­li­di­fy EVE as the big­gest ga­ming uni­ver­se in the world.

CCP möch­te sich da­mit of­fen­bar auf das EVE-Uni­ver­sum be­schrän­ken und sich auf die Spie­le EVE ON­LINE, den da­mit ver­ban­del­ten Shoo­ter DUST 514 und das ver­mut­lich Ende des Jah­res star­ten­de Space-Dog­fight-Game EVE VAL­KY­RIE für die Ocu­lus Rift kon­zen­trie­ren.

Eine Techdemo sah recht vielversprechend aus
Eine Tech­de­mo sah recht viel­ver­spre­chend aus

Und of­fen­bar war die Ent­wick­lung ei­nes Open World-Sand­box-MMOs in die­sem Hin­ter­grund deut­lich auf­wen­di­ger, als man sich das ge­dacht hat­te. Die von WORLD OF WAR­CRAFT aus­ge­lö­ste Gold­grä­ber­stim­mung bei den MMOs ist längst vor­bei, am­bi­tio­nier­te aber schnell auf den Markt ge­drück­te Pro­jek­te (die Li­ste ist lang) wa­ren un­aus­ge­reift und muss­ten schnell von ei­nem Abo­mo­dell auf free-to-play um­stel­len, selbst wenn sie über eine nam­haf­te Li­zenz ver­füg­ten, wie bei­spiels­wei­se STAR WARS – THE OLD RE­PU­BLIC. Heut­zu­ta­ge kom­men neue Ver­tre­ter oft gleich als f2p-Game auf den um­kämpf­ten Markt und wer­den in Er­man­ge­lung von Spie­lern nicht sel­ten schnell wie­der ein­ge­stellt. Für die Spie­ler sol­cher Rohr­kre­pie­rer ist die in­ve­stier­te Zeit für die Katz und al­les, was sie im Spiel er­spielt oder er­wor­ben ha­ben weg. Das dürf­te dazu füh­ren, dass sich vie­le vor ei­ner In­ve­sti­ti­on in ein MMO ge­nau über­le­gen, ob es das über­haupt auf lan­ge Sicht wert ist. Mal ganz da­von ab­ge­se­hen, dass In­no­va­ti­on im Gen­re Man­gel­wa­re ist und die­ses nach wie vor haupt­säch­lich aus WOW-Klo­nen be­steht, was Game­play und Spiel­me­cha­ni­ken an­geht.

Ähn­li­che Ge­dan­ken dürf­te man sich auch bei CCP ge­macht habe – und ich wür­de da­von aus­ge­hen, dass selbst nach fünf Jah­ren Ent­wick­lung da­bei bis­lang nichts Vor­zeig­ba­res her­aus ge­kom­men ist – sonst hät­ten sie WORLD OF DARKNESS schon lan­ge mal an­ge­teasert. Ir­gend­wann muss man sich dann als Fir­ma na­tür­lich Ge­dan­ken dar­über ma­chen, ob man solch ei­nem Pro­jekt noch wei­te­res Geld hin­ter­her­wer­fen möch­te. Auf der an­de­ren Sei­te hat­te ich im­mer den Ein­druck, dass CCP das Pro­jekt WOD stief­müt­ter­lich be­han­del­te und sei­ne an­de­ren Ga­mes hö­he­re Prio­ri­tät hat­ten. Wäre dem nicht so, hät­te man längst viel mehr vom MMO se­hen müs­sen. Ich gehe des­we­gen da­von aus, dass die Pro­ble­me mit der Um­set­zung auch haus­ge­macht wa­ren – 56 Ent­wick­ler sind für ei­nen AA-Ti­tel eher ein Scherz, dass das nichts wer­den konn­te, weiß je­der, der über die Jah­re an­de­re, ähn­li­che Pro­jek­te be­ob­ach­tet hat.

So long, WORLD OF DARKNESS, ich hät­te al­lein schon aus Nost­al­gie mal rein­ge­schaut. Denn Dein Pen&Paper-Reboot kann ich mir nicht ge­ben.

Pro­mo­gra­fik WORLD OF DARKNESS Co­py­right CCP

Erschienen: Hugh Walkers DIE TOTEN LIEBEN ANDERS

Erschienen: Hugh Walkers DIE TOTEN LIEBEN ANDERS

Cover Die Toten lieben andersBei Em­me­rich Books & Me­dia er­schien so­eben DIE TO­TEN LIE­BEN AN­DERS, dar­in alle Vam­pir-Ro­ma­ne aus der Fe­der von Hugh Wal­ker (ali­as Hu­bert Straßl) aus den 1970er Jah­ren. Die­se wur­den da­mals im Pa­bel-Ver­lag ver­öf­fent­licht. Für die­se Neu­auf­la­ge wur­den Pas­sa­gen er­gänzt, die da­mals im Zuge der Be­ar­bei­tung durch den Ver­lag ent­fernt wur­den. Im Ein­zel­nen han­delt es sich um die Ro­ma­ne VAM­PI­RE UN­TER UNS (1972), ICH, DER VAM­PIR (1973) und BLUT­FEST DER DÄ­MO­NEN (1974). Er­gänzt wird das Buch durch die Kurz­ge­schich­te DER GRO­SSE HUN­GER (1974).

Im An­hang fin­den sich ne­ben ei­nem klei­nen Dis­kurs über Hugh Wal­ker und den Vam­pir, ver­fasst von Horst-Her­mann von All­wör­den, auch die Ex­po­sés, nach de­nen die ein­zel­nen Ro­ma­ne ge­schrie­ben wur­den.

VAM­PI­RE UN­TER UNS: Mar­tha Mer­tens bringt ein Kind zur Welt, dass bei der Ge­burt die er­wach­se­nen Züge ih­res längst ver­stor­be­nen, frü­he­ren Ehe­manns trägt. Ihr jet­zi­ger Mann Pet fin­det her­aus, dass sei­ne Frau ei­nen Vam­pir zur Welt ge­bracht hat. Es be­ginnt ein Wett­lauf mit der Zeit!

ICH, DER VAM­PIR (Die To­ten lie­ben an­ders): Vick Dan­ner er­kun­digt sich an ei­ner Au­to­bahn­rast­stät­te nach ei­ner Über­nach­tungs­mög­lich­keit und kommt im Haus ei­ner be­tö­rend schö­nen Frau un­ter. Lang­sam, aber ste­tig nimmt Vick Dan­ner Ver­än­de­run­gen in sei­nem We­sen wahr. Ein wil­der Hun­ger er­greift von ihm Be­sitz, der ihn sei­ne mensch­li­che Na­tur im­mer mehr ver­ges­sen lässt.

BLUT­FEST DER DÄ­MO­NEN: In ei­nem fried­li­chen Tal er­wa­chen längst ver­stor­be­ne Tote zu dä­mo­ni­schem Le­ben. Als Draht­zie­her ent­puppt sich der tote Bür­ger­mei­ster, ein­sti­ger Geg­ner ei­nes In­du­strie­pro­jekts, das im Tal vor­an­ge­trie­ben wird. Ein­mal er­wacht las­sen sich die le­ben­den To­ten nicht mehr auf­hal­ten und wü­ten, als sei die Zeit des Jüng­sten Ge­richts an­ge­bro­chen …

DIE TO­TEN LIE­BEN AN­DERS ist als Ta­schen­buch und eBook beim Ver­lag so­wie über Ama­zon und Beam-eBooks er­hält­lich. Die Sei­ten­zahl be­trägt 384, die Prin­t­aus­ga­be ko­stet 15 Euro, das eBook ist für 5,95 Euro zu ha­ben. Das Co­ver ge­stal­te­te Bea­te Ro­cholz.

[Up­date 10:56: Sei­ten­zahl kor­ri­giert, es gab ei­nen Tipp­feh­ler in der Pres­se­mit­tei­lung]

Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right Em­me­rich Books & Me­dia

 

Trailer: ONLY LOVERS LEFT ALIVE

Trailer: ONLY LOVERS LEFT ALIVE

Eine Vam­pir-Film ga­ran­tiert ohne Glit­zern fin­det man mit ONLY LO­VERS LEFT ALI­VE vor – und die Be­set­zung al­lein er­zeugt ein Lip­pen­lecken: Til­da Swin­ton, Tom Hidd­les­ton, Mia Was­i­ko­w­s­ka, An­ton Yel­chin und John Hurt. Re­gis­seur Jim Jar­musch er­zählt eine un­ge­wöhn­li­che und me­lo­dra­ma­ti­sche Vam­pir-Lie­bes­ge­schich­te. Ich fin­de das sieht so der­ma­ßen weit ab­seits des Bom­bast-Main­streams aus Hol­ly­wood äu­ßerst viel­ver­spre­chend aus. Deutsch­land­start ist am 25. De­zem­ber 2013. Fro­hes Fest! :o)

Deutscher Trailer: UNDERWORLD AWAKENING

Aus­nahms­wei­se mal ein deutsch­spra­chi­ger Trai­ler auf Phan­ta­News: dies­mal für ei­nen wei­te­ren Teil der Kate Beck­in­sa­le-in-en­gem-Le­der-Pro­mo-Rei­he UN­DER­WORLD:

Nach vie­len Jah­ren in Ge­fan­gen­schaft, kann Vam­pir-Krie­ge­rin Se­le­ne (Kate Beck­in­sa­le) end­lich ent­kom­men und fin­det sich plötz­lich in ei­ner Welt wie­der, in der die Men­schen von der Exi­stenz der Ly­ka­ner- und Vam­pir-Klans wis­sen. Die Mensch­heit setzt nun al­les dar­an, die­se bei­den un­sterb­li­chen Spe­zi­en in ei­nem er­bar­mungs­lo­sen Krieg voll­stän­dig aus­zu­rot­ten.

Nach ei­ner Idee von Len Wi­se­man, der er­neut als Dreh­buch­au­tor und Pro­du­zent agiert, spie­len in wei­te­ren Rol­len des Sci-Fi-Hor­ror-Thril­lers Ste­phen Rea (V wie Ven­det­ta) und Charles Dance (Iron­clad). Re­gie führ­ten Måns Mår­lind und Björn Stein.

Deut­scher Ki­no­start ist am 16. Fe­bru­ar 2012.

DYLAN DOG: DEAD OF NIGHT Trailer – nein, nicht wirklich

[UP­DATE 20.08.2010] Scha­de, war aber zu er­war­ten: der Trai­ler ist Ge­schich­te…

Es han­delt sich hier­bei kei­nes­falls um ei­nen of­fi­zi­el­len Trai­ler des Films zur Co­mic­se­rie DY­LAN DOG, son­dern um et­was, das ge­lea­ked sein muss, dar­auf weist nicht zu­letzt das recht ei­gen­ar­ti­ge Voiceover hin. Al­ler Wahr­schein­lich­keit nach ist das ein Pre­cut, der wahr­schein­lich für die Vor­füh­rung vor po­ten­ti­el­len Dis­tri­bu­to­ren auf ei­ner Mar­ke­ting­ver­an­stal­tung für Fil­me ge­dacht war. Das also bit­te im Hin­ter­kopf be­hal­ten, wenn ihr ihn be­trach­tet: es han­delt sich NICHT um ei­nen fer­ti­gen Trai­ler, okay? An­son­sten: Vam­pi­re, Zom­bies und an­de­res Ge­socks und da­zwi­schen Bran­don Routh in sei­nem Le­ben nach SU­PER­MAN, Re­gie führt Ke­vin Mun­roe, US-Ki­no­start ist Ende 2010; in Ita­li­en läuft der Strei­fen zu Hal­lo­ween an, da der Co­mic aus die­sem Land stammt.

Kathy Felsing – SEELENHÜTER

Wie­der ein­mal et­was Neu­es aus dem Sie­ben Ver­lag: so­eben er­schien dort der ero­ti­sche Vam­pir­ro­man SEE­LEN­HÜ­TER von Ka­thy Fel­sing, in ihm wer­den pa­ra­nor­ma­le Ro­man­ze und Ero­tik kurz­wei­lig ver­eint.

Pau­la Lan­don weiß, dass ihre Tage auf­grund ei­ner schwe­ren Er­kran­kung ge­zählt sind. Un­er­war­tet sieht sie je­doch ei­nem völ­lig an­de­ren Ende ent­ge­gen: Sie starrt in die gna­den­lo­sen Au­gen ih­res Mör­ders.
Ist es nur ein Traum, der ihre Welt aus den Fu­gen ge­ra­ten lässt, als sie sich am näch­sten Tag in­mit­ten ei­ner Grup­pe von Vam­pi­ren, den Schat­ten­see­len, wie­der­fin­det?
Luka Can­vey, der von wech­sel­haf­ten Ge­füh­len ge­schüt­tel­te An­füh­rer des »Clubs der Ver­damm­ten«, zieht sie auf my­ste­riö­se Wei­se in sei­nen Bann, liebt sie und weist sie den­noch eis­kalt zu­rück. Auch er will Pau­la tö­ten. Da be­kommt der Feind ei­nen wei­te­ren Na­men: Can­goon. Der hass­erfüll­te Vam­pir, Erz­feind der Spe­zi­es der Schat­ten­see­len, ver­folgt nur ei­nen ein­zi­gen Ge­dan­ken: Er will die Ver­ei­ni­gung der »Lie­bes­see­le« ver­hin­dern, der See­len ei­nes En­gels und ei­ner Vam­pi­rin. Und sein Ziel heißt Pau­la.

Wie im­mer kann der Ro­man über den Buch­han­del und bei Ama­zon be­stellt wer­den, eine Le­se­pro­be und wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den sich auf Li­ter­ra. Re­zen­si­ons­ex­em­pla­re kön­nen un­ter An­ga­be des Me­di­ums in dem die Re­zen­si­on er­scheint bei Ali­sha Bion­da un­ter bionda.alisha[at]gmail.com an­ge­for­dert wer­den.

SEE­LEN­HÜ­TER
Ka­thy Fel­sing
Ro­man – Bro­schiert
180 Sei­ten – 14.90 EUR
ISBN: 9783941547094
Juni 2010
Sie­ben Ver­lag

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Co­ver­ab­bil­dung Co­py­right 2010 Sie­ben Ver­lag

Vampire aus Deutschland: WIR SIND DIE NACHT

Im Be­reich »phan­ta­sti­scher Film« hält man sich hier­zu­lan­de seit Jah­ren trotz ei­gent­lich vor­han­de­ner Tra­di­ti­on eher be­deckt. Strei­fen, die sich mit Vam­pi­ren be­fas­sen, kom­men heut­zu­ta­ge üb­li­cher­wei­se fast aus­schließ­lich aus Hol­ly­wood – sie­he den TWI­LIGHT-Hype.

Am 28. Ok­to­ber 2010 soll sich das än­dern, dann star­tet näm­lich im Kino mit WIR SIND DIE NACHT ein Film um Blut­sauger aus deut­schen Lan­den. Re­gie führ­te hier­bei der preis­ge­krön­te Re­gis­seur Den­nis Gan­sel (Na­po­la), es pro­du­ziert Chri­sti­an Becker (Wickie und die star­ken Män­ner, Hui Buh – das Schloss­ge­spenst). Die bei­den set­zen da­mit eine Zu­sam­men­ar­beit fort, die un­ter an­de­rem im Jahr 2007 das Ju­gend­dra­ma DIE WEL­LE her­vor­brach­te.

Die 20-jäh­ri­ge Ber­li­ne­rin Lena (Ka­ro­li­ne Her­furth) hält sich durch klei­ne­re Dieb­stäh­le über Was­ser. Beim nächt­li­chen Beu­te­zug durch ei­nen il­le­ga­len Club trifft sie auf die jahr­hun­der­te­al­te Loui­se (Nina Hoss). Die mon­dä­ne Er­schei­nung ist die Be­sit­ze­rin des Clubs und zu­gleich die An­füh­re­rin ei­nes weib­li­chen Vam­pir-Tri­os, dem auch die ele­gan­te Char­lot­te (Jen­ni­fer Ul­rich) und die durch­ge­dreh­te Nora (Anna Fi­scher) an­ge­hö­ren. Loui­se ver­liebt sich in die ver­wahr­lo­ste Lena und beißt sie in der er­sten ge­mein­sa­men Nacht. Fort­an er­fährt Lena den Fluch und Se­gen ih­res neu­en, ewi­gen Le­bens. Sie ge­nießt den Lu­xus, die Par­tys, die gren­zen­lo­se Frei­heit, doch schon bald ma­chen ihr der Blut­durst und die Mord­lust ih­rer neu­en Freun­din­nen zu schaf­fen.
Als sich auch noch die Ber­li­ner Po­li­zei mit dem Kom­mis­sar Tom Ser­ner (Max Rie­melt) an die Fer­sen der Frau­en hef­tet, schließt sich die Schlin­ge um das mor­den­de Trio im­mer wei­ter und die Er­eig­nis­se ge­ra­ten völ­lig au­ßer Kon­trol­le…

Die Dreh­ar­bei­ten zu WIR SIND DIE NACHT fan­den im No­vem­ber und De­zem­ber in Ber­lin statt, ins Kino ge­bracht wird der Strei­fen im Ver­leih der Con­stan­tin Film. Ge­för­dert wur­de er durch das me­di­en­board Ber­lin Bran­den­burg, den Film­Fern­seh­Fonds Bay­ern, die Film­för­de­rungs­an­stalt FFA, den DFFF Deut­schen Film­För­der­Fonds. Cel­lu­loid Dreams in Pa­ris hat er­neut wie bei Die Wel­le den Welt­ver­trieb über­nom­men.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen fin­den sich auf der of­fi­zi­el­len Web­sei­te oder auf der Face­book-Sei­te des Films.

Das Buch zum Film wur­de üb­ri­gens von Wolf­gang Hohl­bein ver­fasst und ist be­reits er­hält­lich.

Pro­mo-Sze­nen­fo­to WIR SIND DIE NACHT Co­py­right 2010 Con­stan­tin

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