Im Sammelband GESCHICHTEN AUS DER ZUKUNFT VON GESTERN finden sich alle vier bisher veröffentlichten Bände aus Myra Çakans Reihe RETRO-SF inklusive der Pulp-Cover. Man erhält das eBook drei Monate lang exklusiv bei Amazon, ab Januar wird zudem eine Taschenbuchausgabe erhältlich sein.
Die GESCHICHTEN AUS DER ZUKUNFT VON GESTERN sind eine Hommage an das Golden Age der Science Fiction. Einer Ära in der noch alles möglich schien und eine verheißungsvolle Zukunft auf die Menschen wartete. Beschrieben wurden diese Zukunftswelten in Heftromanen, den Pulps, die durch ihre wunderbar prallbunten Cover auffielen.
Dieser Sammelband von Retro-SF (Teil 1 – 4) vereint zwölf turbulente und humorvolle Kurzgeschichten und eine Novelle. Es geht um unberechenbare Maschinen, seltsame Besucher von fremden Welten, wagemutige Erdbewohner, verrückte Wissenschaften, Zeitreisende und vieles mehr.
Man bekommt das eBook mit einem Umfang von 180 Normseiten zum Preis von 4,99 Euro bei Amazon.
GESCHICHTEN AUS DER ZUKUNFT VON GESTERN
RETRO-SF-Sammelband
Myra Çakan
eBook (Kindle), Dezember 2012
ca. 180 Normseiten, €4,99
ISBN: 978–3‑943957–14‑3
ASIN: B00APJ5X7G
edition dardariee
Anmerkung des Herausgebers: persönlich freue ich mich ganz besonders darüber, dass dem grandiosen deutschen Steampunk-Projekt AIRLORDS OF AIRIA in dieser Ausgabe ein mehrseitiger Bericht gewidmet wird.
Es dampft, zuckt und blitzt in der Ausgabe 106 des monatlichen Fantasy-Magazins NAUTILUS – Abenteuer & Phantastik. Die pünktlich am Tag des Weltuntergangs erschienene Ausgabe erzählt von Pulp, Steampunk, Strahlenwaffen, Marsianern, Tentakelmonstern und Frankenstein-Geschöpfen.
Die Januar-Ausgabe der NAUTILUS kommt zum Jahreswechsel nostalgisch daher und beschwört die Zeiten alter Stummfilme und Pulp-Heftchen herauf sowie das Flair von Gaslicht, Dampf und Æther, Luftschiffen, Blitzmaschinen und Strahlenkanonen, Homunkulis und Chimären. Konsequent etwa hat Regisseur Tim Burton seinen skurrilen Stop Motion-Puppenfilm FRANKENWEENIE in schwarz-weiß gedreht als Hommage an klassische Frankenstein-Mythen: Der junge Viktor reanimiert darin seinen geliebten toten Hund per Blitzapparatur. Wie der Dreh am Set funktionierte, erklärt im Heft der Kameramann Peter Sorg. Ein Begleitartikel erzählt vom originalen Frankenstein-Roman von Mary Shelley und was die Hollywood-Filmmaschinerie daraus erschaffen hat. Und passend zum Thema gibt es Sachartikel und Filmübersichten zu gezüchteten Chimären als Mischwesen zwischen Tier und Mensch sowie zu den Kindern des Golems: künstliche Menschen, Replikanten, Androiden und Cyborgs in Phantastik und Wissenschaft.
Weiter geht es zu Jules Vernes Tauchboot, der Nautilus von Kapitän Nemo, und der Frage, was Tintenfische und Kraken mit Pulp und Steampunk zu tun haben. Im Interview berichtet der Film-Designer Greg Broadmore entsprechend über sein Pulp-Universum des Dr. Grordbort, in dem mit Strahlenkanonen bewaffnete viktorianische Gentlemen auf der Venus auf Großwildjagd auf eben solche Tentakelmonster gehen.
Der deutsche Produzent und Regisseur Dirk Müller berichtet über sein Steampunk-Filmprojekt AIRLORDS OF AIRIA mit gepanzerten Luftschiffen, und SFX-Zauberer Samuli Torssonen gewährt einen Blick auf die dunkle Seite des Mondes zur Entstehung des pulpigen SF-Films IRON SKY – WIR KOMMEN IN FRIEDEN.
Zudem im Heft sind Interviews und Berichte zu den Clockwork Punk-Romanen DIE MECHANIK DES HERZEN und DIE ZERBROCHENE PUPPE, zum STEAMPUNK HOLMES-Universum sowie zu Jeff Waynes Bühnenshow des WAR OF THE WORLDS-Musical, das ab Januar mit Orchester, riesigen Marsianern, Laserbeamern und Darsteller Liam Neeson als Vollkörper-Hologramm auch durch Deutschland touren wird. Die Produzentin Gabriele Walther berichtet schließlich über Blechdosenritter und genietete Feuerdrachen in RITTER ROST, die Spieledesigner von Daedalic erzählen von der Entwicklung der Games-Trilogie zum retrofuturistischen Schrottplaneten DEPONIA, und im Steampunk-Adventure DISHONORED – DIE MASKE DES ZORNS treibt Walöl statt Dampfkraft die wunderlichen Maschinen an.
A propos Walfisch: Wer es sowohl besinnlich wie abenteuerlich mag, wird an LIFE OF PI Gefallen finden, der Verfilmung des Abenteuerromans SCHIFFBRUCH MIT TIGER, über die Regisseur Ang Lee und Produzentin Elizabeth Gabler im Heft berichten. Der Film zeigt nicht nur ein sinkendes Schiff, sondern auch einen leuchtenden Wal, fliegende Fische, eine von Zwergmangusten bevölkerte schwimmende, fleischfressende Insel und wie ein junger Inder zusammen mit einem hungrigen Tiger mehrere Wochen an Bord eines Rettungsbootes auf hoher See überlebt. Am Ende des Films muß jeder Zuschauer für sich selbst entscheiden, ob es sich bei der Geschichte um ein spiritistisches Wunder des Überlebens oder um ein Lügenmärchen handelt.
Seit ein paar Jahren erscheinen immer wieder im Mittelteil des PERRY RHODAN-Heftromans neben dem Journal oder den Risszeichnungen Stories um das Raumschiff »Stellaris«, die schlaglichtartig die Abenteuer des Raumers und der Besatzung beleuchten. Betreut wird die Kurzgeschichten-Serie von Dr. Hartmut Kasper alias Win Vandemaan.
Die Folge 34 der STELLARIS-Geschichten wird von Miriam Pharo verfasst. Der regelmäßige PhantaNews-Leser kennt die Autorin selbstverständlich, denn ihre Romane aus der HANSEAPOLIS-Reihe wurden hier besprochen. Im Acabus-Verlag erschienen bislang SCHATTENSPIELE, SCHLANGENFUTTER und kürzlich PRÄLUDIUM. Aus dem selben Universum sind weiterhin Kurzgeschichten in eBook- und Hörbuch-Form unter dem Titel ISAR 2066 erhältlich.
Die STELLARIS-Story mit dem Titel EIN MISSETÄTER DER ÜBELSTEN SORTE wird im PERRY RHODAN-Roman 2686 enthalten sein, der erscheint am 8. Februar 2013. Falls nicht vorher die Welt untergeht, weil die Terminale Kolonne angreift. Wer die Geschichte lesen möchte, muss allerdings zum Heftroman greifen, im eBook sind die Beilagen der Heftmitte ja leider nach wie vor nicht enthalten.
In der origin-Reihe des Verlags Feder und Schwert erscheinen ausgezeichnete Romane jenseits des Mainstreams. Und das nicht nur inhaltlich, sie werden auch regelmäßig mit Preisen geehrt, beispielsweise Fairwater oder Die Spiegel des Herrn Bartholomew von Oliver Plaschka oder OBSIDIANHERZ von Ju Honisch. Morgen erscheint in dieser Reihe Carsten Steenbergens TEUFELSACKER.
In TEUFELSACKER, einem Roman um mittelalterlichen Spuk findet Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, im Jahr 1256 auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist – ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist.
Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard.
Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle.
Carsten Steenbergen kennt der aufmerksame Leser beispielsweise von seinem Projekt STEAMTOWN (Zusammen mit Tom und Stephan Orgel), zudem war er so freundlich für DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN: ÆTHERGARN das Vorwort zu verfassen. TEUFELSACKER erscheint morgen als Taschenbuch mit einer Stärke von 392 Seiten. Der Preis beträgt 12,99 Euro. Wer den Verlag unterstützen möchte, bestellt das Buch direkt dort.
Für Fans des trashigen finnischen Kinofilms IRON SKY um Nazis auf dem Mond und deren Invasion der Erde gibt es heute kostenlos ein besonderes eBook-Schmankerl als Kindle-eBook auf Amazon: IRON SKY: VORSEHNUNG.
Wir schreiben das Jahr 1945. Der selbst entfesselte zweite Weltkrieg ist für das Dritte Reich verloren. Während die Heimat in Europa zerstört in Trümmern liegt und der Diktator Hitler sich in den Selbstmord geflüchtet hat, machen sich ein paar unverbesserliche Nazis in Form von Soldaten, Wissenschaftlern und Zivilisten von einer geheimen Station in der Antarktis (Neuschwabenland) auf dem Weg zum Mond. Zum Mond? Ja, zum Mond. Mit der unter strengster Geheimhaltung entwickelten Reichsflugscheibe hofft der verblendete kümmerliche Rest einer einstmals stolzen Truppe auf eine Zukunft im Weltall, um das vierte Reich eines Tages auf der Erde wieder errichten zu können.
Ilsa von Braunfels (im Ernst?) heisst die Autorin der Story aus dem IRON SKY-Universum, die sich mit der Vorgeschichte des Film befasst und erzählt, wie die Mond-Nazis auf den Erdtrabanten gekommen sind.
[Update 12:30:] wer lieber ein ePub möchte, bekommt das bei Beam-eBooks. Natürlich ebenfalls kostenlos. Dank an Patric Mueller für den Hinweis! Und Dank an Kyr für »Vorsehnung« …
IRON SKY: VORSEHNUNG
Ilsa von Braunsfels
eBook
ASIN: B00AMQIHOI
MFM Entertainment
Es war bisher mehr oder weniger ein gerücht, jetzt ist es offiziell bestätigt: Regisseur Bryan Singer twitterte, dass Hugh Jackman seine Rolle als WOLVERINE in X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST wieder aufnehmen wird. Dabei handelt es zwar möglicherweise nur um einen Cameo-Auftritt, aber immerhin.
Singer twitterte:
I would officially like to welcome @RealHughJackman to the cast of #Xmen Days of Future Past. Very excited! More to come…
X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST basiert auf dem gleichnamigen Comic-Bestseller. In der Zukunft jagen riesige Roboter namens Sentinels alle Mutanten um sie zu töten. Einer dieser Mutanten reist zurück in der Zeit, um die Ereignisse, die zur Aktivierung der Sentinels geführt haben, zu verhindern.
Man darf davon ausgehen, dass die älteren Mutanten (zu denen noch mehr Schauspieler aus den ersten Filmen kommen könnten) in dieser düsteren Zukunft zu sehen sein werden.
US-Start des Film soll im Juli 2014 sein. Wer so lange nicht warten möchte, darf sich auf THE WOLVERINE freuen (natürlich ebenfalls mit Hugh Jackman), der läuft bereits im Juli 2013 an. Zumindest in den Vereinigten Staaten, bei uns aber garantiert auch nicht viel später.
[cc]
Bild: Hugh Jackman, von Paul Cush, aus der Wikipedia, [sb name=»cc-by-sa-de«]
Dass Games Workshop nicht zu den Guten gehört wissen wir schon lange, mal abgesehen davon, dass sie Spielfiguren überteuert verkaufen und Figuren anderer Hersteller für ihre Spiele nicht zulassen wollen, sind sie vor einem Jahr auch gegen jemanden vorgegangen, der via 3D-Drucker produzierte Plastikpanzer auf Thingieverse verkauft hat, weil die angeblich ihren zu ähnlich sehen.
Die US-Autorin M.C.A. Hogarth vertreibt über Amazon eine Reihe von Büchern namens SPOTS THE SPACE MARINE zu einer gleichnamigen Webserie. Webserie meint in diesem Fall allerdings keine Verfilmung, sondern Stories. Aus den Geschichten wurde ein Buch gemacht, das man über den Online-Shop erwerben kann. Oder besser gesagt: konnte. Aufgrund einer Intervention von Games Workshop wurde die Kindle-Version (die Createspace-Fassung ist interessanterweise weiter erhältlich) von Amazon entfernt, die Firma behauptet, dass ein Urheberrechtsverstoß vorliegt, weil sie die Rechte am Begriff »Space Marine« hält.
Das ist eine mutige Behauptung. Wie io9 korrekt berichtet, tauchte der Begriff bereits in den 1930er Jahren erstmals in einer SF-Story auf, auch beim Altmeister E. E. »Doc« Smith oder bei Robert A. Heinlein kann man ihn finden – und all das lange bevor Games Workshop begonnen hat, teure Plastikfiguren zu verkaufen.
If you go to the Trademarks Database and look up the word »space marine« you’ll find the Games Workshop owns a trademark on the term »space marine«, but it only covers the follow goods and services: IC 028. US 022. G & S: board games, parlor games, war games, hobby games, toy models and miniatures of buildings, scenery, figures, automobiles, vehicles, planes, trains and card games and paint, sold therewith.
Fiction isn’t included in that list, which means Games Workshop has no grounds on which to accuse me of trademark infringement.
I didn’t get my use of that term from Games Workshop. I got it from Robert Heinlein. Apparently the first use of the term was in 1932. E.E. Smith used it, among others. Also there are other novels on Amazon being sold that have »space marine« in the title. I don’t know why Games Workshop decided to complain about Spots in particular, but my guess is because the Kickstarter made it a little higher-profile than the average indie offering.
Allein die Tatsache, dass jemand ein Trademark auf den Begriff bekommen hat, ist schon lächerlich genug. Dass GW in dieser Form gegen einen Indie-Titel vorgeht, obwohl der Begriff allenthalben genutzt wird, auch in anderen Büchern, zeigt das Absurde am Urheberrechtsanspruch der Firma deutlich auf.
Ich gehe davon aus, dass sich Independent-Autoren in Zukunft des Öfteren mit solchen Behauptungen werden auseinander setzen müssen, denn angesichts der Tatsache, dass Selfpublishing zu einem Faktor wird, und das sogar bereits in Deutschland, werden vermutlich insbesondere Verlage versuchen, ihre Pfründe zu sichern, indem sie ähnliche Behauptungen aufstellen, ob diese nun stimmen, oder nicht. Auf der anderen Seite wird man aber auch damit rechnen müssen, dass die Anzahl der Plagiatsfälle steigen wird, bei denen einfach aus anderen Büchern abgeschrieben wird. Auch in dieser Hinsicht gab es in letzter Zeit ja auch hierzulande bereits Beispiele.
Davon abgesehen ist das Vorgehen von Games Workshop unverschämt und ich wünsche der Autorin alles Gute dabei, gegen diese dreiste Urheberrechtsbehauptung vorzugehen. Und wahrscheinlich ist das gute Werbung für ihr Buch. Für GW jedoch nicht.
[cc]
Cover SPOTS THE SPACE MARINE Copyright M.C.A. Hogarth.
Erst Libri/ebook.de, dann MVB/Netto und jetzt Sony – eine neue Empörungswelle im Buchhandel dürfte perfekt sein
Ja, es ist schon ein hartes Los für die Elfenbeinturmhocker in den Tempeln des preisgebundenen »Point Of Sale«, dass der Buchhandel auf einmal abseits von Diddle-Mäusen und Duftkerzen mit einem Markt konfrontiert wird, auf dem doch tatsächlich keine Buchpreisbindung gilt. Man fürchtet sich ja fast davor, ihnen eröffnen zu müssen, dass es außer beim Buchverkauf in Deutschland fast nirgendwo eine solche Kartellregelung gibt. Dass jeder Dinge verkaufen darf, der meint, etwas verdienen zu können, und dass die Preise nicht durch irgendwelche Gesetze geschützt sind, die aus grauer Vorzeit und guter Lobbyarbeit stammen. Zum Beispiel eReader.
Gestern hat Sony den deutschen Ableger seines eBook-Shops eröffnet. Natürlich hat Sony das getan, das war bereits des Längerem angekündigt und wenn man einen Blick auf die eReader PRS-T1 und PRS-T2 warf, dann gab es dort den dazu passenden Link schon auf deren »Desktop«. Der funktionierte nur (noch) nicht.
Liebe Buchhändler, habt ihr euch die Geräte eigentlich mal angesehen, oder wart ihr ausschließlich damit befasst, darüber zu lamentieren, dass Libri es doch tatsächlich gewagt hat, auf ebook.de den PRS-T2 40 Euro billiger anzubieten, als ihr? Oder darüber, dass Netto eBooks verkaufen wollte, noch dazu unterstützt von einer Börsenvereins-Tochter? Habt ihr euch die Geräte angesehen, die ihr vertickt (das könnte ja durchaus dabei helfen, die Kunden zu beraten, wenn sie danach fragen), oder habt ihr sie ungeöffnet über die Ladentheke geschoben, froh darüber, dass der dumme Käufer nichts vom Preis bei eBook.de wusste?
Man bekommt den Eindruck, dass jedesmal ein Aufheulen durch die Buchhökerer-Branche geht, wenn ein neuer eBook-Shop eröffnet. Nein, falsch, ich formuliere neu: jedesmal, wenn ein neuer eBook-Shop eröffnet, geht ein Aufheulen durch die Buchverhökerer-Branche. Kommt damit zurecht: entweder ihr findet einen Weg, euch daran sinnvoll zu beteiligen, oder ihr teilt das Schicksal von Kutschern, Gaslampenanzündern, Dampfmaschinen-Ölern und Schriftsetzern. Schriftsetzer … Kennt ihr Letztere noch? Von den Schriftsetzern haben manche gelernt, einen Computer zu bedienen, um weiter existieren zu können. Solltet ihr nicht auch vielleicht endlich mal damit anfangen, neue techniken einzusetzen?
Es sollte jedem Buchhändler klar sein: es gibt glücklicherweise keine Gesetze gegen Plattformen, die eBooks verkaufen. Es gibt Anbieter. Die verkaufen Kunden das, was die wollen. Wer überleben will, muss flexibel sein und erkennen, dass wir nicht gestern, sondern heute leben – und den Kunden an erster Stelle einfach verkaufen, was sie wollen, das ist doch so einfach. Und wenn das jeder einzelne »kleine Buchhändler« nicht kann: meine Güte, ihr habt doch diesen Debattierclub und schwergewichtigen Preisbindungsritter Börsenverein. Kann über die Schiene nicht schnell was installiert werden, was auch den vielbeschworenen »kleinen Buchhändler« dazu befähigt, an diesem Markt teil haben zu können? Nicht? Dann geht sterben! Was? Amazon-Monopol? Von mir aus. Wenn Amazon mir so richtig auf die Nerven geht, lese ich halt nur noch Independent-Kram, für den braucht man Amazon auch nicht wirklich.
Es könnte so einfach sein. Wenn Sony (Amazon, Apple, Google, you name it) den Kunden etwas verkauft, was die haben wollen, dann macht Sony nichts falsch. Wenn ihr das nicht tut … den Rest des Satzes überlasse ich der Phantasie des Lesers. Wir sind hier ja schließlich auf PhantaNews.
p.s.: Wer Satire findet, darf sie behalten. Ich habe mich früher stundenlang in Buchhandlungen herum getrieben und mächtig Geld dort gelassen. Bis sie nicht mehr das hatten, was ich wollte – und noch nicht einmal Willens waren, mir das in angemessener Zeit und zu einem angemessenen Preis (englische Bücher) zu beschaffen. Das war das Ende einer langen Freundschaft. Das könnte sich wieder ändern. Wenn ihr mich als Kunden erneut ernst nehmt.
Bekanntermaßen bringt Folgenreich in schöner Regelmäßigkeit neue Folgen seiner Hörspielserien heraus. Aktuell handelt es sich um Episoden der Science Fiction-Serie MARK BRANDIS und der Horror-Comedy JACK SLAUGHTER.
Mark Brandis ist seit 240 Tagen als Gastpilot auf einem neuen Schiff unter dem Kommando von Cmdr. Elmar Busch. Statt eines Testfluges verharrt die EXPLORATOR jedoch regungslos im Weltraum, um den möglicherweise bevorstehenden Ausbruch des Sterns Eta Carinae in eine Hypernova zu beobachten. Eine ereignislose Schicht löst die andere ab. Als Mark Brandis durch VEGA-Direktor John Harris von einem gestrandeten Republikenschiff im Orbit des Planeten Neptun erfährt, gerät er in ein moralisches Dilemma – denn der offizielle Befehl ist unmissverständlich: Um keinen Preis darf das Schiff die Beobachtungsposition verlassen! […]
TRITON-PASSAGE erscheint am 11.01.2013 unter der Art.-Nr. 0602537169382 zum Preis von EUR 7,99
JACK SLAUGHTER Folge 18: DAS SCHEUSAL AUS DEM MEER
Bei JACK SLAUGHTER wird – wie immer – einiges für unsere Bildung getan:
Zunächst einmal lernen wir, dass Haie die Müllmänner der Meere sind und eigentlich nur surfende oder ins Wasser pieselnde Umweltsünder verputzen! So erwischt es auch den eitlen Surfer Rick Silver, der aber in letzter Sekunde mit Lucy Lucifer einen Deal eingeht und daraufhin in ein entsetzlich stinkendes Monster verwandelt wird: Silverfish – Mitglied in spe in der Liga der Superschurken! Seine umwerfende Waffe: der superschlechte Atem des Todes!
Seine Essgewohnheiten sind so unappetitlich, dass sich der ansonsten hartgesottene Erzähler mit Zungenbrechern aus DER Bibel der Sprecherziehung, dem Kleinen Hey (sic!), ablenkt. Silverfish, der sich mit Professor Doom verbündet, kann nur mit den eigenen Waffen besiegt werden. So kochen Jack, Tony und Küchenchef Ming ein übelriechendes Süppchen, das sie sich in aufopferungsvoller Weise einverleiben, um Silverfish das seinige zu versalzen…
DAS SCHEUSAL AUS DEM MEER erscheint am 25.01.2013 unter der Art.-Nr. 0602537051137 zum Preis von 7,99 Euro.
Beide Hörspiele sind wie immer bei den einschlägigen Verkaufsstellen sowie Onlinehändlern erhältlich. Bei Amazon können sie bereits vorbestellt werden.
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