Ich bin mit den PERRY RHODAN-Romanen der Erstauflage aus Zeitgründen etwas ins Hintertreffen geraten, hatte aber in den letzten Tagen die Zeit genutzt, ein wenig aufzuholen und plane, das auch weiter fortzuführen.
Dass es mit Ronald Tekener einen der dienstälteren Unsterblichen erwischt hat, bekam ich natürlich bereits mit, das bleibt ja nicht aus, wenn man sich weiter über die Serie informiert, auch wenn man sie nicht wochenaktuell verfolgt (oder sogar Monate zurück liegt).
Die Diskussion darum, ob man langjährige Serienprotagonisten töten darf oder nicht, und wenn ja, welche, ist in den letzten Jahren in Fan- und Leserkreisen immer wieder geführt worden, auch äußerst kontrovers. Es kommt immer wieder vor, dass Autoren, oder aktuelle Autoren, mit Figuren nicht mehr so recht etwas anfangen können. Es bestehen dann zwei Möglichkeiten: Man schreibt sie mehr oder weniger lange Zeit aus der Serie, oder man tötet sie.
Am letzten Wochenende fand in Frankfurt die erste »Destination Star Trek« statt, eine Convention, die nicht von den üblichen Verdächtigen in Deutschland ausgerichtet wurde, sondern von einem englischen Veranstalter.
Auf Details zur Veranstaltung werde ich noch gesondert eingehen, an dieser Stelle möchte ich aber bereits ein paar Bilder präsentieren. Das Staraufgebot konnte sich absolut sehen lassen, an erster Stelle natürlich William Shatner alias Captain Kirk, der sich mit seinen 82 Jahren noch erstaunlich fit präsentierte. Weiterhin Brent Spiner, Michael Dorn, LeVar Burton, Marina Sirtis, Gates McFadden, René Auberjonois, Armin Shimerman, Connor Trineer und Domimik Keating. Nicht zu vergessen auch Karl Urban, der einzige Vertreter des J. J. Abrams-Reboots des Franchise. Weiterhin noch diverse Stars und Sternchen aus kleineren und Nebenrollen oder Kinofilmen.
Nachfolgend eine kleine Auswahl von Bildern, mehr werden folgen, ebenso wie Gedanken zur Veranstaltung selbst.
In der FAZ lässt sich ein Günter Hack länglich, also im tl;dr;-Stil darüber aus, dass wir eine »neue Science Fiction« benötigen. Dieses Traktat wird angereichert mit unerträglichen Schlausprech-Füllwörtern und arbeitet sich an den ach so coolen SF-Werken der 70er und 80er ab (Disclaimer: ich habe nichts gegen die, ganz im Gegenteil, aber es wurde auch danach noch cooles Zeug geschrieben). Die verblüffende Forderung ist, zumindest so wie ich das aus dem Artikel und der Überschrift entnehme, dass die SF-Autoren jetzt endlich mal reinhauen sollen, um Werke zu schaffen, die Kontrapunkte zu den orwellschen Überwachungskonstrukten, die uns alle umgeben, beschreiben.
Ich bekomme spontan tiefe Griffspuren an der Stirn und pflanze größere Mengen an Gesichtspalmen. Und das wird im Laufe des Artikels auch nicht mehr besser, wenn mir beispielsweise ein Bildeinschub verklickern will, dass Philip K. Dick mit BLADE RUNNER das Genre »Cyberpunk« schuf (für Interessierte: Der Titel der Vorlage lautete TRÄUMEN ANDROIDEN VON ELEKTRISCHEN SCHAFEN, weicht deutlich von BLADE RUNNER ab und ist auch nicht wirklich Cyberpunk, wenngleich man davon ausgehen kann, dass Autoren wie Gibson oder Sterling sich davon inspirieren ließen). Jedem, der auch nur ansatzweise Ahnung vom Thema hat, sei es nun SF oder Cyberpunk, muss es an dieser Stelle das Hirn verzwirbeln. Insbesondere, wenn danach ausführlich über Gibson doziert wird. Oder wie damals[tm] die Autoren alles schon vorhergesehen haben.
Polizist Alex Murphy ist einer der guten Cops, zudem liebender Ehemann und Vater. Aber Murphy und sein Partner sind zu gut und drücken eben kein Auge zu, wo andere eher die Hand aufhalten würden. Das bringt erst seinen Partner ins Krankenhaus und dann Murphy eine Autobombe. Viel bleibt von Officer Alex Murphy nicht übrig, doch dieser Rest lässt OmniCorp aufhorchen. Denn was dem weltweit operierenden Waffenhersteller fehlt, ist die Akzeptanz der U.S.-Bürger gegenüber Robotern. Deswegen wird auch kein Gesetz verabschiedet, welches kaum zerstörbare Roboter als Ordnungshüter erlauben würde. Trotz ihrer wesentlich schnelleren Reaktionszeit und fehlerfreier Analysen von Gefahrensituationen. Aber ein heldenhafter Cop wie Murphy, in einen Roboteranzug gesteckt, könnte diese Akzeptanz fördern. Kopf, Lungen und die rechte Hand konnte OmniCorp von Murphy retten, was ausreicht, ihn als RoboCop zum erneuten Helden von Detroit zu machen.
THE HUNGER GAMES: CATCHING FIRE – Bundesstart 21.11.2013
Lionsgate hat sich keine Zeit gelassen, und dies wird überaus belohnt. DIE TRIBUTE VON PANEM war schon ein kalkulierter Erfolg, doch mit fast 700 Millionen Dollar, hatte man dann doch nicht gerechnet. Dieses Feuer durfte also nicht ausgehen, und eine etwas überstürzt wirkende Vorproduktion war dabei eine weise Entscheidung. Denn andere Reihen müssen mit Abständen von mindestens zwei, eher drei Jahren zwischen den einzelnen Teilen das Feuer beim Publikum immer wieder neu entfachen. Nach nur 20 Monaten war das begeisterte Hunger-Games-Publikum noch immer heiß. Zudem verlegte sich damit der Start außerhalb der an Konkurrenz nicht zu überbietenden Sommer-Saison. CATCHING FIRE bricht nicht unbedingt alle Rekorde, aber seine bisherigen Ergebnisse übertreffen erneut die Erwartungen. Und das verdient, denn die zweite Adaption von Suzanne Collins´ Roman-Trilogie, ist der weit bessere Film. Was zu weiten Teilen auch an Garry Ross gelegen haben mag, der eine akzeptablen Vorlage inszeniert hatte, den Stoff aber in seiner eigentliche Tiefe aber nicht zu vermitteln verstand. Wegen der kurzen Vorproduktionsphase, sah sich Garry Ross außerstande, seine Vision des zweite Teils für ihn adäquat umzusetzen. Er verabschiedete sich, und machte Platz für Francis Lawrence, der aber erst nach einigen Abwägungen verpflichtet wurde.
For some days now I am a proud owner of an Oculus Rift developer kit. Since I attended a press demo of EVE VALKYRIE at the Gamescom this summer, the device just would not let me go. The experience was so intensive and the feeling of the game so innovative, that I think the OR will be THE most significant revolution in the gaming sector of recent years. So I regularily checked ebay for a device, very well knowing that I can only get a developer version at the moment – and that it suffers by seeing a grid pattern due to the low resolution of the display at just 1280 by 800 pixels. But for tests and probably experiments with the various developer IDEs I did not care. And really: with lots of the available techdemos you just forget the low resolution immediately, being entranced by the unbelievable immersion.
You should not disregard, however, the problems with »simulator sickness«. What happens in the game does not fit to what the organ responsible for sense of balance in the middle of your ear tells the brain – so even persons not susceptible to sea- or travel sickness that have no problems whatsoever with modern 3D-computer games can get affected. Believe me, I know what I’m talking about. :o) The developers of the device is trying to minimize these simulator sickness effecs by improving the head trackers, but I think this problem will persist. Because of the organ in your middle ear.
Seit ein paar Tagen bin ich stolzer Besitzer einer Developer-Version der VR-Brille Oculus Rift. Seit ich auf der Gamescom an der Pressedemo von EVE VALKYRIE teilgenommen habe, hat mich das Ding nicht mehr losgelassen. Die Erfahrung war so intensiv und das Spielerlebnis so innovativ, dass ich die OR seitdem für DIE Revolution im Spielebereich seit Jahren halte. Deswegen hielt ich auf ebay Ausschau, wohl wissend, dass ich im Moment nur eine Entwicklerversion bekommen kann – und bei dieser sieht man aufgrund der vergleichsweise geringen Auflösung von 1280x800 Pixeln noch ein Gittermuster. Aber das war mir für Tests und vielleicht Versuchen mit Entwicklungsumgebungen egal. Und bei etlichen der zahllosen Techdemos vergisst man die geringe Auflösung auch fast sofort, denn die Immersion ist einfach unglaublich.
Nicht vernachlässigen sollte man allerdings das Problem der sogenannten »Simulator Sickness«. Das Spielgeschehen passt nicht zu dem, was der Gleichgewichtssinn im Mittelohr erlebt, deswegen kann auch bei Personen, die üblicherweise keine Probleme mit See- oder Reisekrankheit haben, und die mit 3D-Computerspielen problemlos zurecht kommen, Übelkeit auftreten. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede. :o) Man will beim Entwickler der Brille durch Verbesserungen der Headtracker versuchen, die Simulator Sickness zu minimieren, ich gehe aber davon aus, dass diese weiterhin ein Problem bleiben wird. Wegen des Mittelohrs.
Zuerst einmal ist an dieser Stelle der deutschen Marketing-Abteilung der Walt Disney Studios Motion Pictures ein herzlicher Dank auszusprechen, die dem Volke im Titel nicht nur die »2« schenken, nein, sie übersetzen auch noch das amerikanische »World« mit »Kingdom« ins Deutsche. Ich frage nicht, warum.
Die erste Phase kulminierte in einem furiosen Action-Spektakel, das zu Recht zum besten Superheldenfilm avancierte, den das Popcorn-Kino erleben durfte. THE AVENGERS war nicht einfach nur spektakuläres Kino, sondern eines der ausgewogensten, am besten durchdachtesten, und schlüssigsten Mainstream-Produkte seit langem, und noch lange Zeit danach. Und wer WATCHMEN immer noch für besser hält, der soll sich vor Augen halten, dass dieser nicht als Popcorn-Mainstream konzipiert war. THE AVENGERS haben das Sommer-Kino neu definiert, weil er alles vereinte, und auch alles richtig machte, was beste Unterhaltung ausmacht. Es war jedem klar gewesen, dass Phase Zwei, die selbstständigen Leckerbissen, die auf den zweiten Avengers-Film vorbereiten, aber dennoch eigene Geschichten erzählen, nur verzweifelte Versuche werden mussten. Größer, aber auch homogener als AVENGERS, konnte kein nachfolgender Film werden. Und wenngleich dies nach wie vor zutrifft, so überraschte IRON MAN 3 doch über aller Maßen. Und als zweiter Post-AVENGER-Film muss sich auch THOR: THE DARK WORLD nicht mehr verstecken. AVENGERS hat gezeigt, dass wesentlich mehr Potential in Darsteller und Figur des Thor steckt, als der flaue Erstling vermuten lassen wollte. Mit einem ausgeklügelten Drehbuch und einer pointierten Regie, beweist sich der nordische Held also doch als überzeugender Einzelkämpfer.
Ein Krieg, der alle Kriege beenden soll. Der Film hat sich, nach seiner Vorlage, ein großes Ziel gesetzt. Dieser Krieg wird mit nur einer einzigen Schlacht entschieden. Und heute, wo im Kino dank raffinierter Programmierer alles möglich ist, wird diese Schlacht dem Film und den Erwartungen der Zuschauer auch durchaus gerecht. Nur trägt ENDER’S GAME die Bürde, wie ebenfalls GRAVITY in diesem Jahr, dass er seine visuelle Kunst und Kraft lediglich auf der großen Leinwand ausspielen kann. Aber hinter dem Film steht weit mehr, als nur ein Vehikel für visuelle Effekte, sondern eine feinfühlig eingewobene Geschichte um Moral, Verantwortung und Vertrauen. Seine bitterste Schlacht hat ENDER’S GAME bereits weitgehend für sich gewonnen, nachdem Buchautor, aber auch Mitproduzent, Orson Scott Card Anfang des Jahres das mediale Interesse an der Verfilmung seines Kultbuches dazu nutzte, seine Einstellung gegenüber gleichgeschlechtlicher Beziehungen kund zu tun. Lediglich die geschlossene Haltung von Regie und Darstellern, gegen die offene Ablehnung des Autors gegenüber Homosexuellen, konnte bis zum Filmstart die gröbsten Wogen glätten. Schwierig wird es in einer Beurteilung der Situation dadurch, dass Orson Scott Card auch mitproduziert hat, und somit am Einspielergebnis des Films weiter verdient. Eine prekäre Situation, die jeder Zuschauer für sich selbst einschätzen muss. Denn ENDER’S GAME propagiert letztendlich eine vollkommen konträre Anschauung zur privaten Gesinnung des umstrittenen Autors.
Erst kürzlich habe ich mich zum wiederholten Male darüber echauffiert, dass gute Science-Fiction-Filme selten geworden sind. Es war also nur eine Frage der Zeit, dass die Kinowelt wieder einmal belohnt werden würde. Bei Regisseur und Drehbuchautor Alfonso Cuarón konnte man bestimmt mit einer Überraschung rechnen, nicht aber mit dem, was GRAVITY letztlich für ein Film geworden ist. Vor kurzem stolperte ich über die Frage zu einem anderen Film, ob er perfekt wäre, oder zu perfekt. Als nach ungewöhnlich kurzen 85 Minuten der Abspann von GRAVITY beginnt, war augenblicklich diese Frage da: War es perfekt, oder zu perfekt? GRAVITY ist kein Film den ich analytisch betrachten möchte, weil er einen zu starken, einen zu überwältigenden Eindruck hinterlassen hat. Dieser Eindruck kommt nicht mit dem Ganzen, nicht als Summe eines Erlebnisses. Dieser Film nimmt einen von der ersten Einstellung gefangen und lässt nicht mehr los. Nein, Alfonso Cuarón lässt nicht einfach nicht mehr los, er zieht einen mit unglaublicher Kraft immer stärker in das Geschehen. Und das ist möglich mit einer Geschichte, die kaum eine zu sein scheint. Mit Darstellern, die sonst in vollkommen anderen Genres erfolgreich sind. Und mit einer stilistischen Präzision, die in den vergangenen Jahren nicht einmal ansatzweise im Mainstream-Kino zu finden war. Und gleichzeitig muss ich mir die Frage stellen, ob GRAVITY tatsächlich Mainstream-Kino sein kann, oder doch ein überteuerter Arthouse-Streifen ist. Auf alle Fälle ist es in vielen Punkten ein einmaliges Erlebnis.
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