Mal wieder: DRAGONRIDERS OF PERN – der Film

Mal wieder: DRAGONRIDERS OF PERN – der Film

Cover: Anne McCaffrey - DragonflightEs war seit vie­len Jah­ren immer wie­der im Gespräch Anne McCaf­freys Rei­he um die DRACHENREITER VON PERN für irgend­ei­nen Bild­schirm umzu­set­zen, sei es für den klei­nen zuhau­se oder für die Kino­lein­wand. Ich selbst habe hier auf Phan­ta­News bereits berich­tet. Die letz­te grö­ße­re Mel­dung ist von 2011, damals woll­ten War­ner Bros. einen Film machen, die Pre­pro­duc­tion hat­te sogar bereits begon­nen, eben­so wie der Kulis­sen­bau, doch dann zog man uner­war­te­ter­wei­se den Stöp­sel.

Nicht zuletzt ange­sichts des Erfolgs von GAME OF THRONE möch­te War­ner es nun offen­bar noch­mal ver­su­chen, zumin­dest mel­det das unter ande­rem Dead­line.

DRA­GON­RI­DERS OF PERN er­zählt die Ge­schichte von ter­ra­ni­schen Ko­lo­nis­ten, die es auf eine res­sour­cen­arme Welt na­mens Pern ver­schlägt, die dort ihre Her­kunft ver­ges­sen und in ein mit­tel­al­ter­li­ches Sys­tem zu­rück­fal­len. Un­ge­fähr alle 200 Jah­re nä­hert sich ein an­de­rer Pla­net der Um­lauf­bahn Perns, der so­ge­nannte »Rote Stern«. Von des­sen Ober­flä­che lö­sen sich ei­för­mige Kap­seln, die in der At­mo­sphäre töd­li­che, al­les ver­schlin­gende fa­den­för­mige Spo­ren ent­wi­ckeln. Nur Feu­er, Was­ser Stein und Me­tall ver­mö­gen et­was ge­gen die tod­brin­gende Be­dro­hung aus­zu­rich­ten — um der Ge­fahr Herr zu wer­den, züch­tet man die ein­hei­mi­schen feu­er­spei­en­den Flu­gech­sen und es ent­steht die ein­fluss­rei­che Macht­gruppe der Dra­chen­rei­ter.

Invol­viert sind dies­mal als Pro­du­zen­ten Drew Crevel­lo (X-MEN) und Julia Spi­ro (NOW YOU SEE ME). Offen­bar hat man das bereits vor­han­de­ne alte Mate­ri­al ver­wor­fen und möch­te bei Null begin­nen. Mög­li­cher­wei­se hält man bei War­ner die Ver­fil­mung jetzt auf­grund der enor­men Fort­schrit­te bei com­pu­ter­ge­ne­rier­ten Spe­zi­al­ef­fek­ten für durch­führ­ba­rer als frü­her. Ob es wohl dies­mal etwas wer­den wird? Bei der wech­sel­haf­ten Geschich­te einer Umset­zung des Stof­fes soll­te man sich nicht zu früh freu­en.

Co­ver DRA­GON­F­LIGHT (1968) Co­py­right Ballan­tine Books

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SUPERGIRL-Serie bei CBS

SUPERGIRL-Serie bei CBS

Claire HoltMan kann nur davon aus­ge­hen, dass man bei DC Comics nei­disch auf den immensen Erfolg der Mar­vel-Super­hel­den schielt, wäh­rend die Umset­zun­gen der eige­nen Span­d­ex­trä­ger in Film und Fern­se­hen nur mäßig erfolg­reich sind. Des­we­gen ver­sucht man es immer wie­der und dies­mal trifft es Super­mans Cou­si­ne SUPERGIRL, die bei CBS zu einer Fern­seh­se­rie gemacht wer­den soll.

Dabei soll es aller­dings offen­bar Ände­run­gen an der Ori­gin-Sto­ry geben, es soll sich um eine »neue Inter­pre­ta­ti­on« der Figur han­deln. Die Zusam­men­fas­sung

The series will fol­low Kara Zor-El, a Kryp­to­ni­an girl who’s been hiding her powers here on Earth, but deci­des to embrace her powers, and beco­me the hero she was always meant to be.

hört sich zwar noch ganz nor­mal an, Gerüch­ten zufol­ge soll es im Seri­en­uni­ver­sum aller­dings kei­nen SUPERMAN geben, eine Tat­sa­che, die Hard­core-Fans nicht erfreu­en dürf­te, die aller­dings Sinn macht, denn Kara wür­de immer im Schat­ten ihres Cou­sins ste­hen. Hin­ter der Show steht ver­blüf­fen­der­wei­se unter ande­rem Greg Ber­lan­ti, der hat ARROW und FLASH für The CW gemacht, es könn­te dem­nach sein, dass man die­sem Sen­der auch die SUPER­GIRL-Serie ange­bo­ten hat­te, die jedoch der Ansicht waren, die Hel­din pas­se nicht in ihr Port­fo­lio.

In Gesprä­chen für die Beset­zung der Rol­le und offen­bar weit vor­ne ist Clai­re Holt, die kennt man aus THE VAMPIRE DIARIES und THE ORIGINALS.

Foto: Clai­re Holt 2012, von Mingle­Me­diaTVNet­work, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Jonathan Nolan macht FOUNDATION-Serie für HBO

Jonathan Nolan macht FOUNDATION-Serie für HBO

Isaac AsimovDas ist doch mal eine Mel­dung für SF-Fans. Jona­than Nolan (PRESTIGE, DARK KNIGHT, DARK KNIGHT RISES) ist der Bru­der von Chris­to­pher, er ist Dreh­buch­au­tor und die bei­den haben soeben gemein­sam INTERSTELLAR abge­lie­fert. Jona­than tut sich laut The Wrap mit HBO und War­ner Bros. Tele­vi­si­on zusam­men, um eine Fern­seh­se­rie nach den ers­ten drei Büchern von Isaac Asi­movs FOUN­DA­TI­ON-Tri­lo­gie zu rea­li­sie­ren. Das dürf­te wohl der feuch­te Traum aller Sci­ence Fic­tion-Freun­de sein, denn wie man nicht erst seit GAME OF THRONES weiß, hat HBO genug Geld, um auf­wän­di­ge Seri­en pro­du­zie­ren zu las­sen.

Der ers­te Roman der Tri­lo­gie erschien im Jahr 1951 und trägt den Titel FOUNDATION. Er han­delt um den genia­len Mathe­ma­ti­ker Hari Sel­don, der sein Leben der Ent­wick­lung eines wis­sen­schaft­li­chen Kon­zep­tes namens »Psy­cho­his­to­rie« ver­schrie­ben hat. Durch die Nut­zung die­ser Metho­de kann Sel­don vor­her­sa­gen, dass der Fall des Galak­ti­schen Impe­ri­ums unmit­tel­bar bevor steht und eine 30000-jäh­ri­ge Zeit der Dun­kel­heit und Ver­zweif­lung fol­gen wird, bevor ein neu­es Impe­ri­um ent­ste­hen kann. Sel­don sieht aller­dings einen ande­ren Weg, der zu einer weit­aus schnel­le­ren For­mung einer Regie­rungs­struk­tur füh­ren kann, und ver­sam­melt um sich eine Grup­pe, die aus den krea­tivs­ten und intel­li­gen­tes­ten Den­kern der Gala­xis rekru­tiert wird. Die­se sol­len als neue Basis für die unsi­che­re Zukunft der Mensch­heit die­nen. Der zwei­te Roman trägt den Titel FOUNDATION AND EMPIRE, der drit­te SECOND FOUNDATION. Die Serie wird aus­schließ­lich auf die­sen ers­ten drei Büchern der Rei­he basie­ren.

Wow! Es sei aller­dings noch abschlie­ßend bemerkt, dass weder HBO, noch War­ner oder Nolan das bis­her offi­zi­ell bestä­tigt haben. The Wrap sagen aller­dings, dass die Infor­ma­tio­nen auf meh­re­ren zuver­läs­si­gen Quel­len beru­hen.

Bild:: Isaac Asi­mov, von Rowe­na Mor­rill, GFDL, aus der Wiki­pe­dia

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Mehr aus dem Potterverse: FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM wird zur Filmtrilogie

Mehr aus dem Potterverse: FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM wird zur Filmtrilogie

Cover Fantastic BeastsFANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM ist im Uni­ver­sum des Zau­ber­lehr­lings Har­ry Pot­ter eine Art Sach­buch zum The­ma (nicht ganz so) mys­ti­sche Krea­tu­ren, es wur­de ver­fasst von Newt Sca­man­der. In der rea­len Welt ver­fass­te Pot­ter-Autorin J. K. Row­ling eben­falls eine Fas­sung des Buches.

Und War­ner Bros war auf der Suche nach einer Mög­lich­keit, nach dem Ende der Film­rei­he noch­mal deut­lich mehr Koh­le aus dem belieb­ten Stoff HARRY POTTER zu mel­ken. Die ist mit den Aben­teu­ern Newt Sca­man­ders wäh­rend der Zusam­men­stel­lung sei­nes Wer­kes gefun­den. Das Stu­dio will dar­aus eine Mul­ti­mil­lio­nen Dol­lar-Pro­duk­ti­on machen, die zu einer neu­en Tri­lo­gie wer­den soll. Die Dreh­bü­cher zu dem Drei­tei­ler schreibt nie­mand ande­re als Joan­ne Row­ling selbst.

Es han­delt sich streng genom­men weder um ein Pre­quel noch ein Sequel zu den Pot­ter-Aben­teu­ern, denn die Hand­lung beginnt Anfang des 20. Jahr­hun­derts in New York. Man darf aber davon aus­ge­hen, viel­leicht bekann­te Gesich­ter (oder viel­mehr Cha­rak­te­re) in ande­rer Form zu sehen, denn Albus Dum­ble­do­re war im Jahr 1918 Ende Drei­ßig. Auch kann man sicher sein, dass es die aus den HARRY POT­TER-Roma­nen bekann­ten Rah­men­be­din­gun­gen der Zau­be­rer-Com­mu­ni­ty geben dürf­te.

Der ers­te Film der Tri­lo­gie soll Im Novem­ber 2016 in die Kinos kom­men, auf­grund des The­mas, des frü­hen Pro­jekt­zu­stands und der lan­gen Zeit könn­te es hier aller­dings noch zu Ver­schie­bun­gen kom­men.

Beein­dru­ckend, War­ner, aus einem 88-Sei­ten-Buch zum Zwe­cke der Geld­ge­ne­rie­rung eine Film­tri­lo­gie machen, da wird wahr­schein­lich sogar Peter Jack­son nei­disch …

Cover FANTASTIC BEASTS AND WHERE TO FIND THEM Copy­right Blooms­bu­ry Publi­shing

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Fox bestellt GOTHAM-Serie

Fox bestellt GOTHAM-Serie

GaryOldmanGes­tern ist mit Mar­vels AGENTS OF S.H.I.E.L.D. in den USA eine der meis­ter­war­te­ten Fern­seh­se­ri­en die­ser Herbst-Sai­son gestar­tet. Klar, dass man anders­wo nei­disch dar­auf schielt und Ähn­li­ches möch­te. Fox Tele­vi­si­on hat des­we­gen jetzt eine Serie namens GOTHAM bestellt. Die spielt in der BATMAN-Stadt, dreht sich aber nicht um den Caped Cru­sader, die Haupt­fi­gur wird Com­mis­sio­ner Gor­don sein. Der soll es mit diver­sen bekann­ten Bös­wat­zen aus dem DC-Ver­sum zu tun bekom­men. Pro­du­ziert wird das Gan­ze von War­ner Bros. Tele­vi­si­on.

Aus­füh­ren­der Pro­du­zent und fürs Kon­zept ver­ant­wort­lich ist Bru­no Hel­ler (THE MENTALIST), der hat gera­de erst ein Mars-Dra­ma an CW ver­kauft.

Kon­zept der Serie:

The ori­gin sto­ries of Com­mis­sio­ner James Gor­don and the vil­lains that made Gotham famous

Na, ob das klap­pen kann? Eine Serie in Gotham um typi­sche DC-Böse­wich­ter, aber ohne DEN Hel­den schlecht­hin? Wie will man denn die Abwe­sen­heit BAT­MANs erklä­ren? Oder wer­den die Fäl­le gezeigt, in denen Gor­don sich ohne den Fle­der­maus­mann um klei­ne­re Super­bö­se­wich­ter küm­mert? Und über­haupt: wie lan­ge soll das hal­ten? Fox setzt bekann­ter­ma­ßen Seri­en schnel­ler ab, als man »Joker« sagen kann. Ich bin skep­tisch.

Creative Commons License

Bild: Gary Old­man als Comis­sio­ner James Gor­don in der DARK KNIGHT-Tri­lo­gie Copy­right War­ner Bros.

Anne Hathaway in Christopher Nolans INTERSTELLAR

Der nächs­te Film von Chris­to­pher Nolan, Nerd-Iko­ne spä­tes­tens durch sei­ne DARK KNIGHT-Tri­lo­gie, aber eigent­lich auch bereits durch INCEPTION, ist pure Sci­ence Fic­tion und trägt den Titel INTERSTELLAR. Viel mehr weiß man aller­dings noch nicht dar­über, denn man macht all­ge­mein ein gro­ßes Geheim­nis dar­um.

Was wir aller­dings schon wis­sen ist, dass Mat­thew McCo­naug­hey die Haupt­rol­le spie­len soll. Zu dem gesellt sich jetzt die halb­wegs frisch­ge­ba­cke­ne Oscar-Gewin­ne­rin Anne Hat­ha­way. Wel­che Rol­le sie spie­len wird, weiß man noch nicht (Geheim­nis und so), da ihre Beset­zung aller­dings die zwei­te hin­ter McCo­naug­hey ist und es sich bei ihr um einen Super­star han­delt, dürf­te die­se Rol­le ver­mut­lich kei­ne klei­ne sein. Regis­seur und Mimin hat­ten bereits in THE DARK KNIGHT RISES zusam­men­ge­ar­bei­tet, denn dort hat­te sie als Cat­wo­man den ande­ren die Schau gestoh­len.

INTERSTELLAR ist bei War­ner seit 2007 in Ent­wick­lung, das Ori­gi­nal­dreh­buch stamm­te von Nolans Bru­der Jona­than. Im Janu­ar wur­de bekannt, dass der älte­re Nolan das Skript über­ar­bei­ten wür­de und der Film dann sei­ne ers­te Regie­ar­beit nach DARK KNIGHT RISES wer­den wür­de.

Zum Inhalt hieß es bis­her nur:

Es geht um eine hel­den­haf­te inter­stel­la­re Rei­se an die ent­fern­tes­ten Gren­zen unse­rer wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se.

Die IMDB sagt:

Es soll um Gra­vi­ta­ti­ons­fel­der und Wurm­lö­cher gehen, sowie um Hypo­the­sen, die Ein­stein nicht bewei­sen konn­te.

Eigent­lich woll­te Anne Hat­ha­way nach eige­nen Aus­sa­gen auf dem roten Tep­pich zur Oscar-Ver­lei­hung in die­sem Jahr kei­nen Film mehr machen, aber ver­mut­lich über­legt man sich so etwas, wenn Chris­to­pher Nolan anruft …

Creative Commons License

Bild: Anne Hat­ha­way, Janu­ar 2010, von John Har­ri­son auf http://flickr.com/photos/15512543@N04, aus der Wiki­pe­dia

Rant: Tolkien, Warner und die Qualitätsmedien

Lie­be Qua­li­täts­me­di­en. Habt ihr wie­der alle bei der dpa abge­schrie­ben? Oder bei einer ande­ren Agen­tur? Anders kann ich es mir eigent­lich nicht erklä­ren, dass ich allent­hal­ben im Web die Über­schrift »Tol­ki­en-Erben kla­gen gegen HOB­BIT-Pro­du­zen­ten« und Varia­tio­nen davon lesen muss. Bei­spiels­wei­se beim Focus, beim Tages­spie­gel, bei Der Wes­ten, Ber­li­ner Zei­tung, fr-online, Bör­sen­blatt (wo ich das zum ers­ten Mal fand) und zahl­lo­sen mehr (lie­be Leser, wenn ihr nach »Tol­ki­en« und »Pro­du­zen­ten« goog­let, fin­det ihr reich­lich Tref­fer).

Ihr müsst jetzt ganz stark sein: nein, lie­be Qua­li­täts­me­di­en, das stimmt so nicht.

Kor­rekt ist, dass das Tol­ki­en-Esta­te (und noch ein paar mehr) War­ner Bros. Enter­tain­ment wegen angeb­lich uner­laub­ter digi­ta­ler Ver­wer­tung im Rah­men von »Glücks­spie­len« und Online-Games wie LOTRO, sowie der »Schä­di­gung des Anse­hens Tol­ki­ens und sei­ner Wer­ke« vor einem kali­for­ni­schen Gericht ver­klagt hat. Bis hier­hin nicht schlecht.

Inkor­rekt ist aber, dass War­ner Bros. Pro­du­zent des HOBBITS ist. War­ner Bros. ist viel­mehr der Dis­tri­bu­tor. Die pro­du­zie­ren­den Fir­men der Film­rei­he sind: New Line Cine­ma, Metro-Gold­wyn-May­er (MGM), Wing­Nut Films und 3Foot7. War­ner pro­du­ziert zwar auch Fil­me, aber in die­sem Fall nicht direkt, son­dern höchs­tens indi­rekt über die Fir­men, die ihm gehö­ren – sie tre­ten aber defi­ni­tiv nicht offi­zi­ell als Pro­du­zent der HOB­BIT-Ver­fil­mung auf. Der War­ner-Kon­zern macht aber auch noch eine gan­ze Men­ge ande­rer Din­ge, bei­spiels­wei­se durch sei­ne Mar­ke War­ner Bros. Inter­ac­tive – die ste­hen letzt­lich auch hin­ter dem bemän­gel­ten HERR DER RINGE ONLINE und unter ande­rem wegen die­ses MMORPGs (ich habe den Begriff für euch ver­linkt, falls ihr den nicht kennt) ist der Kon­zern ver­klagt wor­den. War­um muss dann in der Schlag­zei­le was vom »HOB­BIT-Pro­du­zen­ten« ste­hen? Weil das The­ma HOBBIT so ange­sagt ist und garan­tier­te Hits ver­spricht? Weil irgend­ei­ne Agen­tur, bei der ihr alle copy&pastet, es so ver­lau­ten ließ?

DER HOBBIT und des­sen Pro­duk­ti­on hat mit der Kla­ge erst ein­mal exakt nichts zu tun – höchs­tens indi­rekt, weil das Tol­ki­en-Esta­te eine Pro­mo-Sei­te mit einem Slot­ma­chi­ne-Spiel, in dem Kon­ter­feis der Hel­den aus HOBBIT und HERR DER RINGE auf­tauch­ten, idio­ti­scher­wei­se als »Glücks­spiel« bezeich­ne­te und bemän­gel­te. War­ner pro­du­ziert den HOBBIT nicht. Kor­rekt wäre es also gewe­sen, wenn die Schlag­zei­le bei­spiels­wei­se gelau­tet hät­te: »Tol­ki­en-Erben ver­kla­gen War­ner Bros.«. So wie bei mir ges­tern.

Aber ihr lest das hier ja eh nicht. :)

Update: auf eini­gen Web­sei­ten ändern die Zei­tun­gen die Titel inzwi­schen, in den Goog­le Ergeb­nis­sen fin­den sich aber noch die alten Über­schrif­ten.

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Bild Pro­du­zent – Dis­tri­bu­tor von mir. CC BY-NC-SA.

Tolkien Estate verklagt Warner wegen Online-Inhalten

Ande­res als im obi­gen Screen­shot dräu­en düs­te­re Wol­ken über der vir­tu­el­len Mit­tel­er­de:

Eine Gemein­schaft aus dem Tol­ki­en-Esta­te (Nach­lass- und Rech­te­ver­wal­ter des Pro­fes­sors), sowie wei­te­ren Teil­neh­mern, hat War­ner Bros. und den Lizenz­in­ha­ber The Saul Zaentz Com­pa­ny ver­klagt, die Kla­ge­schrift wur­de beim Hol­ly­wood-Repor­ter ver­öf­fent­licht. Saul Zaentz hal­ten bereits seit 1969 bzw. 1975 Lizenz­rech­te an dem Mar­ken LORD OF THE RINGS und HOBBIT. Zen­tra­ler Punkt der Kla­ge ist, dass die Rech­te­inha­ber ihr Lizenz­recht uner­laubt auf nicht­phy­si­sche Pro­duk­te aus­ge­wei­tet zu haben sol­len. Damit sind ins­be­son­de­re »Glücks­spie­le« (bit­te?), aber auch »her­un­ter­lad­ba­re Spie­le« und Online-Games gemeint. Pri­mä­res Ziel ist hier offen­bar HERR DER RINGE ONLINE, es geht aber auch um Off­line-Spie­le, für die Down­load-Con­tent zur Ver­fü­gung gestellt wur­de.

Das Pikan­te dar­an: es wird nicht nur Scha­dens­er­satz in Höhe von 80 Mil­lio­nen Dol­lar gefor­dert, zusätz­lich ist eine For­de­rung ein Teil der Kla­ge, sämt­li­che »nicht­phy­si­schen« Pro­duk­te sofort ein­zu­stel­len und vom Markt zu neh­men.

Ein Aus­zug aus der Kla­ge­schrift:

Howe­ver, in recent years, and par­ti­cu­lar­ly in the after­math of the unpre­ce­den­ted finan­ci­al and cri­ti­cal suc­cess of the Films, defen­dants have, with increa­sing bold­ness, enga­ged in a con­ti­nuing and esca­la­ting pat­tern of usur­ping rights to which they are not ent­it­led — rights which belong exclu­si­ve­ly to plain­tiffs.

For examp­le, alt­hough their limi­ted mer­chan­di­sing licen­se only gives them the right to sell tan­gi­ble mer­chan­di­se, defen­dants have deve­lo­ped, licen­sed and/or sold (and con­ti­nue to deve­lop, licen­se and/or sell) down­load­a­ble video games based on The Lord of the Rings and The Hob­bit, avail­ab­le only by down­loa­ding and/or access via the Inter­net, via mobi­le apps, tablet apps or other simi­lar digi­tal dis­tri­bu­ti­on chan­nels, or through other online inter­con­nec­tivi­ty such as Face­book.  The­re is no phy­si­cal or tan­gi­ble item of mer­chan­di­se sold to the con­su­mer with the­se games.

Defen­dants also have asser­ted and con­ti­nue to assert that they have rights rela­ting to a wide varie­ty of goods and ser­vices bey­ond »arti­cles of tan­gi­ble per­so­nal pro­per­ty« and have regis­te­red trade­marks and/or filed »intent to use« app­li­ca­ti­ons in tho­se same cate­go­ries, inclu­ding wit­hout limi­ta­ti­on hotels, restau­rants, tra­vel agen­ci­es, ring­to­nes, online/downloadable games and housing deve­lop­ments — cate­go­ries of rights which plain­ly have not been gran­ted to them.

War­ner hat ver­ständ­li­cher­wei­se bis­lang nicht zu den Vor­wür­fen Stel­lung genom­men. Soll­te die Kla­ge Erfolg haben, wür­de das das Ende von LOTRO bedeu­ten, aller­dings ist davon aus­zu­ge­hen, dass der Kon­zern sei­ne gesam­te Rechts­ab­tei­lung akti­viert – und der Aus­gang sol­cher Kla­gen ist in den USA dank des ver­schwur­bel­ten Rechts­sys­tems alles ande­re als gewiss.

Ich wür­de mal ver­mu­ten, dass dem Tol­ki­en Esta­te inzwi­schen geschwant hat, dass sie schlecht ver­han­delt haben und Ver­brei­tungs­rech­te über das Inter­net nicht früh­zei­tig genug in die Ver­trä­ge ein­gin­gen. Jetzt möch­te man das nach­ho­len und kas­sie­ren – es ist wahr­schein­lich, dass sich Darth War­ner wie üblich hier­bei nicht son­der­lich frei­gie­big zei­gen woll­te. Ich gehe nicht davon aus, dass die Ver­ant­wort­li­chen der­art naiv sind zu glau­ben, wirk­lich eine Abschal­tung des Online­spiels errei­chen zu kön­nen. Mal ganz davon abge­se­hen soll­te ihnen klar sein, dass die Fan­ge­mein­de von HDRO ins­be­son­de­re seit­dem das Spiel zu free-2-play wur­de groß ist und die­se in hohem Maße erbost dar­über sein wür­de, wenn das erfolg­rei­che MMO auf­grund der Kla­ge so ein­fach abge­schal­tet wer­den müss­te – den Klä­gern dürf­te dann ein Shit­s­torm epi­schen Aus­ma­ßes ins Haus ste­hen. Ich den­ke, aller­dings, dass das Gan­ze auf einen Ver­gleich hin­aus­lau­fen wird, bei dem War­ner (zäh­ne­knir­schend) einen Betrag bezahlt und dafür die Online-Inhal­te bestehen blei­ben.

Inter­es­sant wird aller­dings sein zu sehen, ob die For­de­run­gen der Tol­ki­en-Erben gund­sätz­lich von Gerich­ten als vali­de ange­se­hen wer­den. Soll­te dem so sein, dürf­te das mög­li­cher­wei­se auch Aus­wir­kun­gen auf zahl­lo­se ande­re »Intel­lec­tu­al Pro­per­ties« haben.

Creative Commons License

Screen­shot LOTRO Copy­right Tur­bi­ne und War­ner Bros.

J. J. Abrams´ neue Serie: REVOLUTION

Nach­dem ALCATRAZ nicht son­der­lich gut ankam und wahr­schein­lich Geschich­te ist, bringt der sowohl in Sachen TV wie auch Film der­zeit sehr umtrie­bi­ge J. J. Abrams eine neue Serie an den Start – und wie fast immer han­delt es sich dabei um eine Gen­re-Show.

In REVOLUTION müs­sen die Cha­rak­te­re ohne Elek­tri­zi­tät leben, denn nach einer apo­ka­lyp­ti­schen Kata­stro­phe muss Ame­ri­ka ohne funk­tio­nie­ren­de Maschi­nen und Gerä­te aus­kom­men. Das bedeu­tet: kei­ne Autos, kei­ne Mobil­te­le­fo­ne, kein Inter­net – klingt fast irgend­wie erstre­bens­wert … Doch ohne jeg­li­che Tech­no­lo­gie leben zu müs­sen hat ernst­haf­te Kon­se­quen­zen für die Haupt­cha­rak­te­re der Serie, die bei­spiels­wei­se von David Lyons (THE CAPE), Bil­ly Bur­ke (TWILIGHT), Gian­car­lo Espo­si­to (BREAKING BAD) und Andrea Roth (RINGER) gespielt wer­den. Sie wer­den auf der Rei­se durch die ener­gie­lo­sen USA mit ver­las­se­nen Städ­ten, loka­len Herr­schern und Frei­heits­kämp­fern kon­fron­tiert. Könn­te gut umge­setzt durch­aus ein inter­es­san­tes Kon­zept sein.

Pro­du­ziert wird REVOLUTION von J. J. Abrams und Erik Krip­ke (SUPERNATURAL), pro­du­zie­ren­de Fir­ma ist War­ner Bros., gekauft hat die Serie der Sen­der NBC.

REVOLUTION wird im Herbst die­sen Jah­res ins US-Fern­se­hen kom­men.

Creative Commons License

Bild: J.J. Ab­rams auf dem Won­der­con ’06 in San Fran­cisco. Pho­to by Neil Mot­teram ( Pal­nu ). Crea­tive Com­mons At­tri­bu­tion Li­cense, aus Wi­ki­me­dia Com­mons

GREEN LANTERN TV Spot

Nach­dem der ers­te Trai­ler im letz­ten Novem­ber mit unfer­ti­gen Effek­ten ent­täusch­te und die Fan­welt den Strei­fen fast schon abge­schrie­ben hat­te, ging die Pro­duk­ti­on in sich und es gab einen Zeit­raum, in dem man so gar nichts über das Pro­jekt hör­te. Und dann kam der Won­der­Con-Trai­ler und der kam so gewal­tig, dass GREEN LANTERN jetzt wie­der in aller Mun­de ist. Fol­ge­rich­tig erhöht War­ner nun die Schlag­zahl.

http://www.youtube.com/watch?v=HU25I9TAj54