THE STAND – Starzplay via Amazon Prime, ab 03.01.2021 wöchentlich
Wie will man objektiv urteilen, wenn man die Romanvorlage kennt, oder die Filmadaption von 1994. Schlimmer noch, man ist begeisterter Anhänger von beidem. Man sollte nicht etwa im Sinne des Wortes urteilen, wie eigentlich ein geneigter Leser immer zu erwarten haben sollte, sondern nüchtern und pragmatisch rezensieren. Welche Rechtfertigung hat also der Rezensent, wenn er sich als ehrfurchtsvoller Verehrer des Romans zu erkennen geben muss? Zudem er gestehen sollte, auch Sympathisant der vierteiligen Mini-Serie zu sein. Übrigens mit denselben Vorbehalten, die auch Mister King selbst umtreiben. Dem umsichtige Leser ist zumindest gewahr, dass er negative, oder vielleicht sogar positive Kritik, als durchweg subjektive Meinung bewerten muss. Denn THE STAND, von Josh Boone und Benjamin Cavell konzipiert, macht schon in der ersten von neun Folgen alles falsch, was man nicht falsch machen sollte.
Ich hatte vor einiger Zeit bereits darauf hingewiesen, dass man bei LucasFilm eine multimediale Reihe unter dem Titel THE HIGH REPUBLIC plante. Die spielt während des goldenen Zeitalters der alten Republik, als die Jediritter noch die heroischen Friedenshüter waren. Ausgebreitet werden soll das in Romanen für Erwachsene und Jugendliche, in Comics, aber möglicherweise auch noch in anderen Medien-.
Davon ist nun – wie angekündigt – der erste Roman erschienen, er trägt den Titel LIGHT OF THE JEDI, wurde geschrieben von Charles Soule und der Werbetext liest sich wie folgt:
Long before the First Order, before the Empire, before even The Phantom Menace … Jedi lit the way for the galaxy in The High Republic
It is a golden age. Intrepid hyperspace scouts expand the reach of the Republic to the furthest stars, worlds flourish under the benevolent leadership of the Senate, and peace reigns, enforced by the wisdom and strength of the renowned order of Force users known as the Jedi. With the Jedi at the height of their power, the free citizens of the galaxy are confident in their ability to weather any storm But the even brightest light can cast a shadow, and some storms defy any preparation.
When a shocking catastrophe in hyperspace tears a ship to pieces, the flurry of shrapnel emerging from the disaster threatens an entire system. No sooner does the call for help go out than the Jedi race to the scene. The scope of the emergence, however, is enough to push even Jedi to their limit. As the sky breaks open and destruction rains down upon the peaceful alliance they helped to build, the Jedi must trust in the Force to see them through a day in which a single mistake could cost billions of lives.
Even as the Jedi battle valiantly against calamity, something truly deadly grows beyond the boundary of the Republic. The hyperspace disaster is far more sinister than the Jedi could ever suspect. A threat hides in the darkness, far from the light of the age, and harbors a secret that could strike fear into even a Jedi’s heart.
Der Roman ist ab sofort erhältlich, 382 Seiten lang und kostet als Taschenbuch im Moment 11,84 Euro. Witzigerweise schlägt die eBook-Ausgabe mit 11,85 Euro zu Buche, deswegen werde ich wohl warten, bis der Preis für das eBook ein wenig fällt.
Im Buch geht es um eine nahe Zukunft in der eine Alienrasse namens Vuvv die Erde übernommen hat. Deren Technologie hat dazu geführt, dass Arbeit nahezu überflüssig wurde und die Ökonomie zusammengebrochen ist. Ein Teenager-Pärchen finden einen Weg, dringend benötigtes Geld zu generieren, indem sie ihr Beziehungsleben für die faszinierten Aliens live übertragen. Dummerweise dreht sich das Ganze zum Schlechten, als ihre Beziehung zerbricht und sie anfangen sich zu hassen, sich aber nicht trennen können, denn dann würden ihre Familien ohne Geld da stehen.
Klingt eher nach Zielgruppe Teenies als nach Hardcore-Science Fiction, es handelt sich dem Vernehmen nach aber um eine Satire.
In »abschließenden Gesprächen« für eine Rolle steht Tiffany Haddish (GIRL’S TRIP), weitere Besetzungen stehen noch aus, Cory Finley (BAD EDUCATION) soll Regie führen und auch das Drehbuch verfassen. Es produzieren Brad Pitts Plan B und Megan Ellisons Annapurna.
Wie bereits bekannt koppelt The CW mit SUPERMAN & LOIS eine weitere Serie aus ARROW aus – oder vielmehr aus SUPERGIRL, denn die beiden Protagonisten stemmen aus dieser Ablegerserie: Tyler Hoechlin spielt Clark Kent alias Kal-El alias Superman und Elizabeth Tulloch gibt Lois Lane.
Bin gespannt, ob sie dem inzwischen doch höchst ausgelutschen Thema neue Facetten entlocken können, aber bei Greg Berlanti darf man auf Überraschungen hoffen.
Mit verklärtem Blick starrt Augustine in den Nachhimmel und erklärt der neben ihm stehenden kleinen Iris, dass sie da den Polarstern sehen. Er führt mit ehrfurchtsvoller Stimme aus, dass der Polarstern der wichtigste Stern wäre. Er ist auf der nördlichen Erdhalbkugel immer sichtbar, ein verlässlicher Freund, an dem man sich orientieren kann. Aber spielt er eine Rolle im Weltraum? Kann man ihn da sehen? Würde er auch dort immer den richtigen Weg zeigen? Nein, losgelöst von dieser Welt sind wir auf uns alleine gestellt. Es ist in diesem Film die eindringlichste von den Fragen die von der Wissenschaft in die Philosophie führen. Augustine Lofthouse hat geglaubt, der letzte Mensch auf der arktischen Forschungsstation zu sein. Bis er die achtjährige Iris in den verwaisten Räumlichkeiten findet.
Er ist Musiklehrer mit weniger begabten Schülern. Dies macht ihm umso mehr zu schaffen, weil Joe Gardner eigentlich davon träumt, seinen Lebensweg als respektierter Jazz-Pianist zu gehen. Eine zufällige Session mit der umjubelten Dorothea Williams bringt Joe diesen Traum sehr nahe. Sein Kommentar zu diesem glücklichen Ereignis: »Wenn ich heute sterben sollte, sterbe ich als der glücklichste Mensch der Welt.«
Eigentlich sollte es genau in diesem Moment für Joe Gardner gewesen sein. Doch auf dem Förderband zum »Großen Jenseits«, will Joe von seinen eigenen Worten nichts mehr wissen. Der Tod ist noch lange keine Option, auch wenn alle Gesetzmäßigkeiten gegen ihn sprechen. Und damit stellen sich Regisseur Pete Docter und seine Co-Autoren Kemp Powers und Mike Jones einer Aufgabe, wie sie für einen Familienfilm nicht heikler sein könnte.
Zuletzt gab es Spekulationen, ob vielleicht die Hauptperson in der dritten Staffel von THE MANDALORIAN nicht mehr Din Djarin sein würde, sondern Boba Fett. Diese Diskussionen flammten nach dem Ende der zweiten Staffel erneut auf, denn deren letzte Folge hatte eine Post-Credits-Szene. Außerdem war bei der großen Ankündigungs-Offensive anlässlich des Disney Investor’s Day nichts von einer Boba Fett-Serie gesagt worden.
Jon Favreau hat den Spekulationen heute in einem Interview ein Ende gesetzt: Es wird eine neue Show mit dem Titel THE BOOK OF BOBA FETT geben und die wird im Dezember 2021 starten. Erneut sind Favreau und Dave Filoni die ausführenden Produzenten, hinzu gesellt sich Robert Rodriguez, der bereits bei der Folge THE TRAGEDY Regie führte.
Mit Season 3 von THE MANDALORIAN hat das nichts zu tun, außer dass die Spinoff-Serie zur selben Zeit spielt, ebenso wie AHSOKA TANO und RANGERS OF THE NEW REPUBLIC. Favreau sagte weiterhin, dass die Arbeit an der dritten Staffel MANDALORIAN erst nach der Produktion von BOOK OF BOBA FETT starten wird.
Wir nähern uns erneut dem Jahresende und wie in jedem Jahr geht PhantaNews in einen zeitweiligen Winterschlaf, der bis Anfang Januar dauern wird. Ich bin zwar zugegen und werde bei außergewöhnlichen Ereignissen sicherlich auch was posten, aber in erster Linie ist Urlaub.
Was für ein Jahr. Aber ich möchte an dieser Stelle gar nicht so sehr auf Thema Nummer eins eingehen, darüber haben wir 2020 nun wirklich genug gehört. Die Artikel waren auch deswegen spärlicher, weil insbesondere im Bereich Film und TV/Stream einfach viel weniger erscheinen konnte und kann. Hoffen wir alle, dass es mit einem Impfstoff aufwärts geht und wir im nächsten Jahr wieder in Kinos gehen können, man die herunter gefahrenen Produktionen wieder aufnehmen kann und all die zurückgehaltenen Filme endlich in die Lichtspielhäuser kommen.
Jetzt haben wir den Mist so lange durchgestanden, dann schaffen wir den Rest auch noch. Am besten über die Feiertage zuhause eingraben und alle Streams plündern, derer man so habhaft werden kann. Sollte der Lesestoff ausgehen, ist das nächste Buch dank eBooks nur einen Klick entfernt. Und auch mit seinen Freunden kann man beispielsweise über Onlinespiele Abenteuer erleben, ohne dass man raus muss. Eigentlich können wir froh sein, in einer Zeit zu leben, in der der nächste Content sofort und schnell erreichbar ist. Noch vor 20 Jahren wären wir fast ausschließlich auf die Sender in der Glotze angewiesen gewesen, heute steht uns die Welt in virtueller Form in zahllosen Medienformen offen. What a time to be alive – in jeglicher Hinsicht.
Solange wir gesund bleiben, geht’s uns in Wirklichkeit gar nicht so schlecht – und Familie und Freunde werden wir wiedersehen, auch Veranstaltungen wird es wieder geben. Wir müssen nur noch ein wenig durchhalten.
In diesem Sinne: Schöne Feiertage! Lasst euch nicht unterkriegen. Bald werden die Tage wieder länger und bald ist auch der Winter vorbei.
Dass man Google lange nicht mehr vertrauen sollte und dass von »don’t be evil« nicht mehr viel übrig ist, ist nichts Neues. Dennoch muss man ihnen immer wieder Respekt dafür zollen, was sie so für Ideen haben und wenn sie Innovationen präsentieren.
Fans von Grogu (auch als Baby Yoda oder The Child bekannt) aus der Disney+Serie THE MANDALORIAN können sich den grünen Jedi-Gnom jetzt auf den Fußboden des hauseigenen Wohnzimmers holen. Möglich macht es Augmented Reality. Wer davon noch nie was gehört hat: Mit der Technologie kann man via Smartphone, Tablet oder VR-Headset computergenerierte Bilder in die reale Umgebung integrieren.
Wer auf einem Mobiltelefon oder Tablet die Google-Suche bemüht und »Grogu«, »The Child«, »Baby Yoda« oder auch »The Mandalorian« eingibt, bekommt neben den üblichen Suchergebnissen auch noch die Option »view in 3D« oder »in 3D ansehen«.
Tut man das, muss man nur noch das Handy ein wenig bewegen, um den Fußboden auszurichten, und schon steht Grogu animiert vor dem Nutzer.
Bei mir hat das unter Android einwandfrei funktioniert, unter iOS allerdings nicht.
Der Titel kommt nicht von ungefähr. Das versteht sich. Aber durch die gesamte erste Staffel hindurch stellt sich immer die Frage, ob die Handlung verständlicher wäre, würde man Lewis Carrolls Nonsens-Romane um die junge Alice kennen. Oder ob sich der Unterhaltungswert steigern würde, könnte man Parallelen zwischen den beiden Werken klarer erkennen. Die Spielkarten und der Hutmacher sind Merkmale, die sogar Nichtbelesene ausmachen können. Vielleicht liegen die verbindenden Charakteristika viel tiefer in der Essenz der Geschichte. Wer will das beurteilen, der nicht mit dem Ursprung, dem kulturellen Stellenwert oder der intellektuellen Struktur von Mangas vertraut ist?
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