Zur Meldung neulich, dass die BBC das DOCTOR WHO-Weihnachtsspecial gestrichen hat und Russell T Davies geht, passt ein Interview, das Davies kurz vorher der HuffPost UK gegeben hatte. Eigentlich ging es darin um sein neues Channel-4-Drama TIP TOE, das sich mit Online-Radikalisierung und Hass gegen LGBTQ+-Menschen beschäftigt. Im Rückblick und dem Zusammenhang mit DOCTOR WHO bekommen seine Aussagen eine neue Perspektive.
Davies sagt, der Hass im Netz gegen ihn habe in genau dem Moment angefangen, als er eine Trans-Figur in DOCTOR WHO eingeführt hat. Gemeint ist Rose, gespielt von Yasmin Finney aus HEARTSTOPPER, die 2023 in den 60-Jahre-Specials als Tochter von Donna Noble eingeführt wurde. Seitdem habe das nicht mehr aufgehört »mit Wahnsinnigen und Idioten« (Zitat Davis), und das schwappe inzwischen aus dem Netz in die reale Welt.
TIP TOE selbst behandelt genau diese Themen, mit Alan Cumming und David Morrissey als zwei Nachbarn, die in einer immer stärker polarisierten Gesellschaft aneinandergeraten. Davies sagt, er habe das schreiben müssen, weil er sehe, wie sehr Freund°Innen aus der queeren Community gerade unter Druck stehen.
Gegen den »woke«-Vorwurf, der reflexhaft seit seiner Rückkehr gegen die Serie geführt wird, hatte Davies sich schon letztes Jahr in der BBC gewehrt: Was die einen Diversität nennen, sei für ihn schlicht eine offene Tür, und er habe keine Sekunde Zeit für diese alberne Debatte. Im HuffPost-Interview geht es jetzt aber nicht mehr um die Serie, sondern darum, was die ganze Sache mit ihm persönlich gemacht hat.
Einen direkten Zusammenhang zwischen dem Ausstieg und dem geschilderten Druck durch Rechte und Trolle stellen weder Davies noch die BBC her. Aber dass die Trollarmeen den Ausstieg als ihren Sieg feiern werden, ist absehbar. Und dass die Führungsetage bei der BCC dem Vernehmen nach deutlich konservativer und offenbar auch zumindest in teilen LGBTIQ+-feindlich geworden ist, geistert ebenfalls seit einiger Zeit durch die Communities, so dass ich persönlich durchaus Zusammenhänge sehen würde.
Neulich war ich äußerst positiv überrascht, als ich die SciFi-Mystery-Serie THE BOROUGHS, ausführend produziert von den Duffer Brothers (STRANGER THINGS) bei Netflix entdeckte. Man könnte es als eine Art STRANGER THINGS mit Senior°Innen beschreiben; innovativ und eben mal mal mit älteren statt jungen Schauspieler°Innen.
Netflix hat die Show allerdings nach einer Staffel abgesetzt, knapp einen Monat nach dem Start und während die Serie noch in den hauseigenen Top 10 lief. Das berichtet The Hollywood Reporter unter Berufung auf mehrere Quellen. Im Cast: Alfred Molina, Geena Davis, Alfre Woodard, Denis O’Hare, Clarke Peters und Bill Pullman, also nicht die billigste Truppe, die man so zusammenbekommt.
Das Kuriose: Die Serie kam gut an. In der ersten vollen Woche Platz eins der englischsprachigen Netflix-Charts mit 9,5 Millionen Views, danach Platz vier, dann Platz acht, bei Nielsen Platz zwei für die Startwoche hinter NEMESIS, ebenfalls Netflix. Bei Rotten Tomatoes 97 Prozent Kritikenscore, 79 Prozent Audience Score. Abgesetzt wurde THE BOROUGHS am 17. Juni, einen Tag nach Veröffentlichung der Zahlen für die vierte Woche.
Offiziell sind es die Kosten. Laut THR liegt das Budget bei rund zehn Millionen Dollar pro Folge, eine zweite Quelle nennt eine deutlich höhere Zahl. Netflix rechnet Zuschauer gegen Produktionskosten und THE BOROUGHS war zwar erfolgreich, aber halt nicht WEDNESDAY.
Die etwas weniger offizielle Version: Die Duffer-Brüder haben Netflix für einen Vierjahresvertrag bei Paramount verlassen, und das hat einigen Verantwortlichen beim Streamingdienst offenbar gar nicht geschmeckt. Eine Quelle sagte dem Hollywood Reporter, das Verhältnis sei seitdem »angespannt«, die Brüder hätten den Streamer mit ihrem Abgang »blamiert«. Eine Netflix-nahe Quelle dementiert das allerdings prompt und eine den Duffer-Brüdern nahestehende Quelle sagte, das Verhältnis zu Netflix sei weiterhin gut und die beiden hätten dort mehrere Projekte in Entwicklung, was die Zerwürfnis-Lesart wieder ein Stück weit einkassiert.. Zwei Tage vor der Absetzungsmeldung hatte Paramount übrigens den geheimnisumwitterten Event-Film der Duffer-Brothers auf den 3. November 2028 datiert. Zufall?
Am 15. Juni lief die Frist für die Verlängerung der Cast-Optionen, der Streamer ließ sie ungenutzt verstreichen. Netflix besitzt die Serie zu 100 Prozent, ein Verkauf an die Konkurrenz, zu der jetzt eben auch Paramount gehört, gilt als ausgeschlossen. Geena Davis sagt im Interview mit dem Hollywood Reporter, sie habe keine Erklärung für die Absetzung bekommen.
Es sieht gerade gar nicht so gut aus für den britischen SciFi-Klassiker: Die BBC hat das für 2026 geplante Weihnachtsspecial von DOCTOR WHO abgesagt und Russell T Davies verlässt die Serie als Showrunner. Beides wurde gestern bekannt gegeben und beides hängt offenbar zusammen.
Davies schreibt auf Instagram, das Special sei ursprünglich nur angekündigt worden, um in einer unklaren Phase überhaupt eine Zukunft der Serie zu garantieren. Jetzt, wo klarer ist, wie es weitergeht, brauche man die Brücke nicht mehr. Wörtlich kündigt er an, die Fans müssten zwar etwas länger auf neue Folgen warten, dafür komme dann aber mehr als ein einzelnes Special. Er stellt außerdem ausdrücklich klar, dass es nie ein Skript gegeben habe und auch kein°e Schauspieler°in für die Rolle des nächsten Doctor ausgesucht worden sei. Klingt in meinen Ohre trotzdem alles irgendwie fishy. Zumal hinter der Reinkarnation in Rose Tyler ja eigentlich ein Plan gesteckt haben muss. So hofft man zumindest.
Die BBC selbst formuliert in ihrer Mitteilung, die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden, man wolle die Serie stattdessen langfristig neu aufstellen. Konkret bedeutet das, dass die Produktion ausgeschrieben wird. Produktionsfirmen können sich bewerben, um die nächste Staffel als Koproduktion zu realisieren. Damit endet auch die bisherige Konstellation mit Bad Wolf aus Cardiff in der bisherigen Form. Disney+ war als internationaler Koproduzent ohnehin schon 2025 nach 26 Episoden ausgestiegen.
Die letzte Staffel lief im Mai 2025 und war die zweite und letzte mit Ncuti Gatwa in der Hauptrolle. Im Finale regenerierte sich der Doktor, und am Ende stand überraschend Billie Piper da, die zwischen 2005 und 2010 die Companion Rose Tyler gespielt hatte. Ob sie damit als nächste Doktor°in eingeführt wurde oder in einer anderen Funktion zurückkehrt, ließ die BBC seinerzeit offen. Daran hat sich auch jetzt nichts geändert.
Davies gibt sich auf Instagram betont gelassen und stellt selbst die Fragen, die jetzt im Raum stehen. Bleibt das Titelthema? Bleibt die blaue Box? Kommen die Drahvin zurück? Alles sei verhandelbar, was sehr DOCTOR WHO sei. Eine bereits angekündigte Animationsserie für CBeebies bleibt von alldem unberührt und wird produziert.
Was die Neuausschreibung praktisch bedeutet, ist noch völlig offen. Klar ist, dass die nächste Inkarnation der Serie nicht mehr in der bisherigen Form entstehen wird, weder personell an der Spitze noch produktionsseitig. Wann tatsächlich wieder neue Folgen kommen, dazu hält die BBC sich bedeckt. Diese Ausschreiberei an jeden der »hier« schreit, erscheint mir einerseits bedenklich, andererseits kommt vielleicht frischer Wind in die Serie. Wobei mir persönlich Ncuti Gatwa als Doctor ausgesprochen gut gefallen hatte und auch die Folgen völlig in Ordnung waren. Bei Disney hatte man aber offensichtlich das internationale Interesse am Franchise deutlich überschätzt und der Ausstieg des Maus-Hauses hat die Verantwortlichen bei der BBC offenbar in eine existenzielle DOCTOR WHO-Krise gestürzt.
Das alles ist übrigens auch deswegen merkwürdig, weil man unterschwellig ein STAR TREK: STRANGE NEW WORLDS-Crossover angeteasert hatte und in einem SNW-Episode eine T.A.R.D.I.S. zu sehen war, wenn man sehr genau hinsah (Staffel 3, Episode 6 – »THE SEHLAT WHO ATE IT’S TAIL«), und daraufhin das Nerd-Internet explodierte.
Die neue Stargate-Serie bei Amazon ist Geschichte, bevor auch nur eine einzige Folge gedreht wurde. Variety berichtete zuerst exklusiv über die Absetzung; das Projekt hatte im erst November 2025 eine Serienbestellung von Bezos’ Bauchladen erhalten.
Showrunner war Martin Gero, der die Serie über zwei Jahre lang entwickelt hatte und dabei einen neuen Einstiegspunkt für Zuschauer ohne Vorwissen schaffen wollte, ohne dabei die bestehende Kontinuität zu ignorieren. Unterstützung bekam er von Stargate SG-1-Veteranen: dem Showrunner Joseph Mallozzi und dem Produzenten Brad Wright.
Die Entscheidung zur Absetzung fiel dabei sehr spät: Das Autorenteam hatte bereits 20 Wochen zusammengearbeitet und die Produktion befand sich in der Vorbereitungsphase in Großbritannien. Laut einem Insider hatten Amazon-Manager Bedenken, dass Geros Ansatz nicht über die bereits bestehende Fangemeinde hinaus genug Zuschauer ansprechen würde. Mallozzi widersprach dieser Einschätzung öffentlich auf Social Media und betonte, man sei sich der Notwendigkeit breiter Attraktivität sehr bewusst gewesen.
Im Hintergrund spielte offenbar auch ein interner Umbau bei Amazon MGM eine Rolle: Die Führungskräfte Nick Pepper und Matt King, die das Projekt ursprünglich befürwortet hatten, haben das Unternehmen nach einer Umstrukturierung unter dem neuen »Head of Worldbuilding & Genre Series« (was für ein klobiger Jobtitel), Brett Fetter, verlassen.
Amazon hatte das Stargate-Franchise im Zuge der MGM-Übernahme 2022 erworben. Mallozzi kommentierte die Absetzung auf seinem Blog mit dem wenig optimistischen Titel »June 3, 2026: Stargate cancelled, for the fourth and likely final time« und schrieb, man werde die Welt und die Figuren, die für die Serie entwickelt wurden, nun nie zu sehen bekommen:
My heart breaks. For the incredibly talented writers who worked tirelessly to bring this show to life. For Martin who maintained an unwavering positive outlook throughout despite the challenges, and who always strove to make a show that would honor the fans while welcoming a new audiences. And for the long-suffering Stargate fandom who waited so long and came so close to getting a show they truly would have loved.
Eine Übernahme durch einen anderen Sender oder Streamingdienst ist aufgrund der Rechtelage leider unwahrscheinlich. Das wievielte gecancelte Projekt ist das jetzt im Bereich TV, Film und Games bei Amazon?
Promografik Stargate Copyright MGM und Amazon
Jetzt ist die rechteckige Katze aus dem nicht weniger winkligen Sack: Offenbar war A MINECRAFT MOVIE dermaßen erfolgreich, dass es eine Fortsetzung geben wird. Was mich als alten MINECRAFT-Spieler sehr freut, insbesondere auch deswegen, weil ich den ersten Film abgefeiert hatte. Dabei wird es nicht nur ein Wiedersehen mit den Protagonist°Innen aus dem ersten Teil geben (unter anderem Jack Black und Jason Momoa), es kommen auch noch Kirsten Dunst und Matt Berry neu hinzu.
Regie führt erneut Jared Hess nach einem Drehbuch von ihm und Chris Galletta. Produzent°Innen und ausführende Produzent°Innen gibt es mehr, als ich hier aufzählen möchte.
Zur Ankündigung spendierte man ein kurzes Video.
A MINECRAFT MOVIE SQUARED soll am 27. Juli 2027 in die US-amerikanischen Lichtspielhäuser kommen, bei uns vermutlich einen Tag vorher.
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Ich möchte doch nach ein paar Tagen Abstand zum Kinobesuch und meiner Besprechung noch ein paar Worte mehr über THE MANDALORIAN AND GROGU verlieren. Es ist lange her, dass mich ein STAR WARS‑, Marvel oder anderer Blockbuster-Film so zufrieden aus dem Kino entlassen hat. Und das eben genau, weil der Film weder sein Franchise oder sein Universum neu erfindet, und schon gar nicht irgendein Genre, sondern weil er ganz genau weiß, was er möchte: Unterhalten. Und das einfach mal tut.
Die Geschichte ist überschaubar und wird keinen Originalitätspreis gewinnen. Das macht aber nichts. In einer Zeit, in der mir Filme immer wieder großen Spaß und gute Unterhaltung versprechen und leider zu oft dabei scheitern, weil sie zu viel wollen, oder weil bei Handlung oder Umsetzung geschludert wurde, ist es erfreulich, einen Steifen zu sehen, der sein Unterhaltungsversprechen auch tatsächlich einlöst. Man muss nicht alle STAR WARS-Filme oder Serien gesehen haben, um zu verstehen, was hier passiert: Zum einen geht es um einen Kopfgeldjäger, der für die Neue Republik Böswatze fängt und zum anderen um das kleine grüne Wesen, für das er verantwortlich ist und die Beziehung zwischen den beiden. Das reicht als Hintergrund. Den Rest erledigt der Film. Dass Nerdinnen, die jedes Detail des Franchise atmen, natürlich Freude an all den Querverweisen haben, macht es nur umso erfreulicher.
Regisseur Jon Favreau hat ein Gespür für klassisches Abenteuerkino, die Inszenierung gemahnt stellenweise an Italo-Western oder Mafia-Drama, vermischt mit einer 80er-Jahre-Sensibilität, die sich in der Tonalität niederschlägt, auch die Typografie erinnert sicher nicht ganz zufällig an »ältere Zeiten«. Die Mischung aus Gewalt und herzerwärmenden Szenen (zugegeben wenigen) mag seltsam erscheinen, aber erinnert eben deutlich an Hollywoods goldenere Zeiten, an die angeblich so »guten alten« Zeiten (die auch ihre Probleme hatten), aber als noch nicht jeder Film von organisierten Trollarmeen mit Hate überzogen wurde.
Es gibt eine Sequenz ganz ohne Dialog, in der man Grogu dabei zuschaut, wie er erwachsener wird, wie er sich in dieser riesigen Galaxis zurechtfindet und die dabei Liebe und Verlust so beiläufig und gleichzeitig so tiefgreifend verhandelt, dass man das kaum angemessen beschreiben kann. Wer bei dieser Szene nicht gefangen wird, hat vermutlich ein Herz aus Beskar.
Dazu kommt, dass man überall dort, wo es möglich war, auf praktische Sets und echte Kreaturen gesetzt hat, und das merkt man. Die Welt fühlt sich greifbar an, man taucht ein, ohne dass irgendetwas die Illusion bricht. Die wenigen Momente, in denen der Film stärker auf digitale Effekte angewiesen ist, fallen dagegen beinahe etwas ab, aber das ändert am Gesamteindruck wenig.
Über Ludwig Göranssons Score muss ich nochmal ein paar Worte verlieren, denn der ist schlichtweg herausragend. Normalerweise ordnet sich Filmmusik dem Geschehen unter, hier ist sie gleichberechtigter Erzähler. Der Soundtrack trägt jede Szene, gibt dem Film eine emotionale Tiefe, die über das Visuelle weit hinausgeht, und ist dabei so eigenständig, dass man ihn auch losgelöst vom Film hören will. Das ist meisterhaft und ich hatte schon gefürchtet, dass diese Kunst, einen Soundtrack so zu gestalten, verloren schien. Weil halt zu viele Hollywood-Komponisten heutzutage am Computer (oder vielleicht sogar KI-unterstützt) Scores designen, die sich auch dann noch steril und seelenlos anhören, wenn sie für ein Orchester neu arrangiert werden.
Ist der Film fehlerfrei? Nein. Die Handlung stolpert an ein paar Stellen, manches löst sich etwas zu bequem auf, und einzelne Dialoge hätten weniger erklärend sein dürfen. Aber das sind kleine Kratzer in einer ansonsten sauber polierten Oberfläche. Im Kern ist THE MANDALORIAN AND GROGU ein Film, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, seinem Publikum für zwei Stunden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, und diese Aufgabe nimmt er so ernst, dass man ihm die kleinen Schwächen gerne nachsieht. In einer Zeit, in der gefühlt jeder zweite Kinofilm verspricht, leichte Unterhaltung zu sein, und dann doch etwas ganz anderes abliefert, ist es fast schon subversiv, wenn ein Film sein Versprechen tatsächlich einfach mal einlöst.
p.s.: Haufenweise Kritiker und Medien versuchen den Film schlechtzuschreiben, aber 88% Audience Score auf Rotten Tomatoes spricht eine ebenso deutliche Sprache wie die 7 von 10 auf der notorisch trollverseuchten Plattform imdb.
Disney hat während der Upfront-Präsentation in New York einen groben Starttermin für die zweite Staffel von AHSOKA bekanntgegeben. Hauptdarstellerin Rosario Dawson verkündete persönlich, dass die neuen Folgen der STAR WARS-Serie Anfang 2027 bei Disney+ erscheinen sollen.
Disney zeigte zudem einen ersten Blick hinter die Kulissen, in dem Serienmacher Dave Filoni und mehrere Darsteller über die Produktion sprechen. Inhaltliche Details gab es allerdings noch nicht, nur Dawsons Hinweis, dass die Schlachten größer und die Einsätze höher werden sollen. Na dann.
Zur Erinnerung: Die erste Staffel lief 2023 und knüpfte an STAR WARS REBELS an. Im Finale strandeten Ahsoka Tano und Sabine Wren in einer fremden Galaxie, während Großadmiral Thrawn die Rückkehr in die bekannte Galaxis gelang. Der aus Romanen und Animationsserien bekannte Imperiale Offizier will dort die Überreste des Imperiums neu organisieren. Ob daraus die FIRST ORDER werden wird?
Nicht ganz überraschend kehrt Hayden Christensen als Anakin Skywalker zurück, nachdem die Figur bereits in Rückblenden und Visionen der ersten Staffel zu sehen war (was nach der Vorgeschichte in CLONE WARS im Prinzip auch zwingend war). Neu besetzt werden musste Baylan Skoll: Nach dem Tod von Ray Stevenson übernimmt Rory McCann die Rolle, den man als Sandor Clegane alias The Hound aus GAME OF THRONES kennt. Er hat große Schuhe auszufüllen, denn Stevenson war in der Rolle äußerst beliebt.
Filoni kündigte außerdem ein Wiedersehen mit Admiral Ackbar an, der auf Thrawn treffen soll. Damit deutet sich eine stärkere Verknüpfung mit Filonis geplantem STAR WARS-Kinofilm an, der mehrere Serienhandlungen zusammenführen soll. Wer also seit REBELS darauf wartet, dass die verschiedenen Fäden endlich zusammenlaufen: Es tut sich was.
Es sieht ein wenig aus wie SLIDERS on Acid: Der erste Teaser zur Fernsehserie STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE, der im Juli bei HBO startenden vierten Show aus dem THE BIG BANG THEORY-Franchise (die Mutterserie, YOUNG SHELDON, GEORGIE & GRACIE’S FIRST MARRIAGE).
Anhänger°Innen von TBBT erinnern sich sicherlich an den stets ein wenig glücklosen Inhaber des Comicshops, Stuart Bloom, kongenial dargestellt von Kevin Sussmann. Ebenfalls in Hauptrollen mit dabei sind weitere schräge Figuren aus der Mutterserie: Brian Posehn als Geologe Bert Kibbler, John Ross Bowie als Sheldons Nemesis Barry Kripke und Lauren Lapkus als Denise, mehr oder weniger Freundin von Stuart. Weitere Schauspieler°Innen aus TBBT sollen Gastauftritte haben:
Zum Inhalt ist noch wenig bekannt, aber Stuart fingert wohl an einer Erfindung von Sheldon und Leonard herum, was dazu führt, dass die vier durch eine Reihe paralleler Universen reisen und versuchen, diese zu reparieren und nach Hause zu kommen.
Das Team hinter der Serie ist dasselbe wie bei BIG BANG, nämlich Chuck Lorre, Zak Penn und Bill Prady. Lorre beschrieb die Show als »Science Fiction-Action-Abenteuer-Comedy« und er sagt, das er mal was machen wolle, das ihn herausfordere, mit Spezialeffekten und Computergrafik, bislang »hätten seine Projekte aus Leuten bestanden, die auf Sofas saßen und reden«.
STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE soll am 23. Juli 2026 bei HBO Max starten. Ich freue mich sehr auf diese Show und der Teaser sieht schonmal sehr vielversprechend aus.
Teaser englisch:
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Teaser deutsch (mit Übersetzungen die leider mal wieder schlecht sind):
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Satoshi Kons PERFECT BLUE kommt am 26. Mai 2026 in einer neuen 4K-Restaurierung zurück in die deutschen Kinos. Crunchyroll und Sony Pictures haben dazu heute einen neuen Trailer veröffentlicht.
Für alle, die den Film nicht kennen: PERFECT BLUE war 1997 das Regiedebüt von Satoshi Kon, entstand im Studio Madhouse und basiert lose auf einem Roman von Yoshikazu Takeuchi. Kon hatte die Vorlage allerdings ziemlich radikal umgebaut. Im Kern geht es um die junge Popsängerin Mima, die ihre Girlgroup CHAM! verlässt, um Schauspielerin zu werden. Der Übergang wird zum Albtraum: Sie wird mit einer Vergewaltigungsszene und einem Aktshooting konfrontiert, erhält Drohbriefe, und im Netz taucht ein Tagebuch auf, das intime Details aus ihrem Alltag preisgibt, die eigentlich nur sie kennen kann. Als dann auch noch Menschen in ihrem Umfeld ermordet werden, verliert Mima zunehmend den Bezug zur Realität. Das klingt nach einem typischen Thriller, aber Kon verwischte die Grenzen zwischen Realität, Fiktion und Wahn so konsequent, dass man als Zuschauer°In irgendwann genauso orientierungslos ist, wie die Hauptfigur. Die YouTube-Beschreibung zum Trailer bringt es ganz gut auf den Punkt: Ein zeitloses Meisterwerk, das Millionen inspiriert hat.
Und das ist keine Übertreibung. PERFECT BLUE war bei seiner Erstveröffentlichung zwar kein kommerzieller Erfolg – der Film wurde ursprünglich für den Direct-to-Video-Markt produziert – aber sein Einfluss auf westliche Filmemacher°Innen ist enorm. Darren Aronofsky übernahm für REQUIEM FOR A DREAM die berühmte Badewannenszene praktisch eins zu eins, und auch die Parallelen zu BLACK SWAN sind kaum zu übersehen, selbst wenn Aronofsky das bestreitet. Kon selbst hat in seinem Blog damals geschrieben, dass er in REQUIEM FOR A DREAM Szenen wiedererkannt habe, die seinen eigenen Storyboards entsprachen. Madonna verwendete Ausschnitte aus PERFECT BLUE auf ihrer Drowned World Tour 2001, und Terry Gilliam setzte ihn auf seine Liste der 50 besten Animationsfilme. Das alles für einen Film, der seine Produktionskosten von rund drei Millionen Dollar nicht einspielte. Kon, der 2010 im Alter von nur 46 Jahren an Bauchspeicheldrüsenkrebs starb, hat den vollen Nachhall seines Werks leider nicht mehr erlebt.
Dass man PERFECT BLUE jetzt in 4K auf der großen Leinwand sehen kann, ist eine der seltenen Gelegenheiten, bei der sich der Gang ins Kino wirklich lohnt – selbst wenn man den Film schon kennt. Oder gerade dann. Deutschlandstart ist am 26. Mai 2026 als Original mit Untertiteln.
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Die Entwicklung eines neuen Film um Wile E. Coyote, auf deutsch Karl der Coyote, aus den Looney Tunes-Cartoons begann bereits im Jahr 2018, der Kinostart war für 2023 geplant. Was danach kam, scheint ebenfalls wie eine Geschichte der Looney Tunes.
2022 strich man den fertig gestellten Film COYOTE VS ACME aus dem Programm und 2023 ließ man dann verlauten, dass man ihn gar nicht mehr veröffentlichen würde, um 30 Millionen US-Dollar steuerlich geltend machen zu können, also ganz ähnlich wie das Vorgehen beim BATGIRL-Film. Die ganze künstlerische Arbeit derjenigen, die am Film gearbeitet hatten, war der Warner-Chefetage unter CEO David Zaslav offensichtlich scheißegal. Zaslav entschied, offenbar in Besitz einer Kristallkugel, dass ein Steuerabzug profitabler sei als jegliche Einnahmen, die der Film an den Kinokassen hätte einspielen können. Das löste massive Kritik in der Branche aus, aber auch Gesetzgeber interessierten sich für das Vorgehen.
Besonders bemerkenswert dabei: Der Film hatte bei Testvorführungen außergewöhnlich hoch gepunktet, angeblich lagen die Bewertungen im Bereich von 95, was bedeutet, dass 95 Prozent der Zuschauer ihn als sehr gut oder ausgezeichnet einstuften.
Warner gestattete dem Kreativteam hinter dem Projekt zunächst nicht mal, COYOTE VS ACME anderen Interessenten anzubieten. Später ruderte das Studio zwar zurück, fand aber lange keinen Käufer zu den gewünschten Konditionen und drohte damit, den Film endgültig zu canceln.
Die Rettung kam im März 2025: Das unabhängige Label Ketchup Entertainment erwarb die Rechte für 50 Millionen US-Dollar, Brancheninsider fragen sich allerdings bis heute, woher das vergleichsweise kleine Studio das Geld dafür hat und es gibt Gerüchte, dass jemand aus dem ursprünglichen Team die Finger im Spiel hatte.
Im Trailer macht man sich dann auch passenderweise über Warner lustig, unter anderem ist das Studio eine Tochter der ACME Corporation, weiterhin wird darauf hingewiesen, dass ACME den Film nur aus buchhalterischen Gründen veröffentlich. Was davon nachträglich dazu gekommen ist, darüber darf man natürlich spekulieren, aber je mehr Tritte gegen Warner, desto besser, sie haben es verdient.
Regie führte Dave Green (TEENAGE MUTANT NINJA TURTLES: OUT OF THE SHADOWS) nach einem Drehbuch von Samy Burch, an der Story arbeitete James Gunn mit. Es spielen u.a.: John Cena, Lana Condor, Will Forte, P. J. Byrne, Zoe Buchansky , Nancy Linehan Charles, Jeff Bergman (als Bugs Bunny) und Tucker Hawley (als Roadrunner.)
In den USA startet COYOTE VS ACME am 26. August 2026 in den Kinos, zum Termin für Schland gibt es derzeit noch widersprüchliche Meldungen.
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