eBook

Beam eBooks und das #neuland

Deut­sche Ver­la­ge haben ist nicht so mit dem Inter­net und zuge­hö­ri­gen Tech­no­lo­gien. Bei »Digi­ta­li­sie­rung« den­ken sie ver­mut­lich an Flynn, der vom MCP auf das Spiel­ras­ter geschickt wird …

Ich hat­te kürz­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich mich nicht mehr in mei­nen Beam-Account ein­log­gen konn­te. Hier wie es wei­ter ging.

Es sind nur noch Umsatz­zah­len aus 2017 sicht­bar:

Die haben ihren Shop von einer »Agen­tur« erneu­ern las­sen. Dabei gin­gen alle Umsatz­zah­len aus den bei­den alten Shops ver­lo­ren, die kann man also nicht mehr ein­se­hen. Aller­dings sind sie gesetz­lich ver­pflich­tet, einen Nach­weis zu füh­ren, des­we­gen frag­te ich nach. Auf Nach­fra­ge kann ein Ser­vice­mit­ar­bei­ter dann auch tat­säch­lich die Daten aus den alten Shops zie­hen und sie einem als CSV-Datei zur Ver­fü­gung stel­len. Man hät­te die Daten auch ein­fach migrie­ren kön­nen, das ist nun wirk­lich nicht schwer …
Lei­der kann man im neu­en Shop nur noch Umsät­ze sehen, kei­ne Down­loads mehr. Das ist umso ärger­li­cher, als ich mit den ers­ten bei­den Bän­den der STEAMPUNK-CHRONIKEN eBooks kos­ten­los unter Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz anbie­te. Die Kon­zen­trie­rung auf Umsät­ze scheint für einen nur auf Gewinn ori­en­tier­ten Anbie­ter wie Beam und Bas­tei Lueb­be ver­mut­lich logisch. Für jeman­den, der auf moder­nen Inter­net-Krem­pel wie CC-Lizen­zen setzt, ist es das nicht im gerings­ten. Ich kann jetzt auf­grund der feh­len­den Anga­ben über­haupt nicht mehr fest­stel­len, wie erfolg­reich die bei­den Bücher sind. Der Shop hat sich also tech­nisch ver­schlech­tert – und das nicht nur in die­sem Punkt:

Alle Bewer­tun­gen und Bespre­chun­gen sind weg:

Der Punkt muss inhalt­lich gar nicht wei­ter erklärt wer­den. Auf Rück­fra­ge, war­um das so ist, erhielt ich die Ant­wort:

die Bewer­tun­gen konn­ten lei­der nicht in das neue Sys­tem über­nom­men wer­den, da sich die­ses grund­le­gend ver­än­dert hat.

Das ist eine der­ma­ßen dum­me Aus­re­de, dass es mich schau­dern lässt. Beruf­lich mache ich unter ande­rem genau das: Daten­mi­gra­ti­on zwi­schen ver­schie­de­nen Sys­te­men, bei­spiels­wei­se Web­shops, des­we­gen weiß ich genau, wie so etwas abgeht, und dass die Ant­wort so schlicht falsch ist. Dass die Bewer­tun­gen nicht über­nom­men wur­den kann mei­ner Ansicht nach drei Grün­de haben:

  1. die beauf­trag­te Agen­tur war dazu nicht in der Lage (was ein Armuts­zeug­nis wäre – ich kann das nicht glau­ben)
  2. Der Betrei­ber (also in letz­ter Kon­se­quenz Bas­tei Lueb­be) woll­te den Auf­wand nicht zah­len
  3. Es hat beim Betrei­ber kei­ner dran gedacht, das ins Pflich­ten­heft auf­zu­neh­men

Für den Autor und Leser sind Bewer­tun­gen, ins­be­son­de­re posi­ti­ve, aber ein ganz grund­le­gen­des Fea­ture, ins­be­son­de­re als Wer­bung und damit mehr Absatz. Die ein­fach weg­zu­hau­en zeugt von einer Igno­ranz gegen­über den Anfor­de­run­gen von Ver­la­gen, Autoren und Self­pu­blishern, dass man sich fra­gen muss, ob dem »Dienst­leis­ter« die Bedürf­nis­se sei­ner Kun­den (und nichts ande­res sind ja Enti­tä­ten, die bei denen Bücher ein­stel­len) voll­kom­men egal sind.

Inkon­sis­ten­zen bei der Preis­dar­stel­lung

Was bei der Migra­ti­on eben­falls abhan­den gekom­men ist, ist die Daten­in­te­gri­tät. Ich hat­te wie gesagt zu alten Beam-Zei­ten, als das vor Bas­tei noch ein wirk­lich guter Shop war, zwei eBooks kos­ten­los ein­ge­stellt. Nach­dem ich wie­der Zugriff auf das Publisher-Backend hat­te, sah ich vol­ler Schre­cken, dass der Preis für die bei­den Bücher dort mit einem Euro ange­ge­ben war. Die legen also ernst­haft uni­la­te­ral ande­re Prei­se fest, als der Urhe­ber das will? Tat­säch­lich war das nicht so, denn im Front­end, also im für Kun­den sicht­ba­ren Shop, wur­den die bei­den Bücher nach wie vor kos­ten­los ange­bo­ten.

Den­noch: Wer auch immer die Migra­ti­on durch­ge­führt hat, war offen­sicht­lich nicht dazu in der Lage, kon­sis­ten­te Daten bereit­zu­stel­len. Woher soll man als Publisher wis­sen, ob die Preis­in­for­ma­tio­nen, die man im Backend sieht, mit denen über­ein­stim­men, die das Fron­ten dem Kun­den zeigt? Das ist eine der­ma­ßen unfass­ba­re Inkom­pe­tenz, dass es mich erneut schau­dern lässt. Der Kom­men­tar vom Sup­port:

Lei­der kommt es zusätz­lich der­zeit zu einem Dar­stel­lungs­feh­ler im Backend, wegen die­sem wer­den 0€ Titel im Backend als 1€ Titel ange­zeigt. Im Shop hin­ge­gen stimmt der ein­ge­ge­be­ne Preis und die Titel wer­den für 0,00€ ver­kauft. Wir haben den Feh­ler bereits an unse­re Agen­tur kom­mu­ni­ziert und wer­den die­sen so schnell wie mög­lich behe­ben.

Na immer­hin wol­len sie den Feh­ler behe­ben (las­sen). Wann das gesche­hen wird ist offen.

Abrech­nung:

Auf mei­nen aus­drück­li­chen Wunsch hin woll­te man mir die Daten der zurück­lie­gen­den Ver­käu­fe als CSV-Datei­en zusen­den. Lei­der fehl­ten in der Mail die Anhän­ge. Als ich dar­auf hin­wies bekam ich vom sel­ben Sup­port­er eine Mail von einer ande­ren Email­adres­se. Offen­bar fil­tert deren Mail­sys­tem also grund­sätz­lich Anhän­ge, egal ob sinn­vol­le oder sinn­lo­se. Wenn ich an mei­ne – äußerst über­sicht­li­chen – Umsät­ze aus eBooks abseits der Steam­punk-Chro­ni­ken kom­men möch­te, muss ich gleich meh­re­re Rech­nun­gen stel­len, denn Bas­tei Lueb­be jon­gliert immer wie­der mit dem Shop (aus einer Mail an mich):

Für alle Umsät­ze bis ein­schließ­lich 31.12.15 müss­te die Rech­nung an die ooli­po AG adres­siert wer­den:
Ooli­po AG
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Für alle Umsät­ze ab dem 1.1.2016 bis heu­te müss­te Ihre Rech­nung an den Beam Shop adres­siert wer­den:
Beam Shop GmbH
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Weil die nicht wis­sen was sie wol­len und immer wie­der mal das Geschäfts­mo­dell ändern, muss man also immer wie­der mal Rech­nun­gen an neue Unter­neh­men stel­len. Was ist eigent­lich aus der Schnaps­idee Ooli­po gewor­den?

Alles in allem muss man kon­sta­tie­ren, dass man beim Betrei­ber von Beam eBooks offen­bar mit dem Medi­um Inter­net nicht zurecht kommt, wenn ein­fachs­te Daten­mi­gra­tio­nen nicht statt­fin­den kön­nen, und das dazu führt, dass man sich wegen Feh­lern nicht mehr in sein Kon­to ein­log­gen kann und das erst von einem Sup­port­er ange­fasst wer­den muss, weil noch nicht mal das zurück­set­zen des Pass­worts klappt. Wei­ter­hin kann man weder ver­gan­ge­ne Umsät­ze, noch aktu­el­le Down­loads sehen, und Prei­se wer­den im Backend falsch ange­zeigt. Zudem wer­den die  äußerst ver­kaufs­wich­ti­gen Bewer­tun­gen und Bespre­chun­gen ein­fach mal nicht über­nom­men, und das nur lako­nisch kom­men­tiert. Down­load­zah­len wer­den gar nicht mehr ange­zeigt, beim Betrei­ber zählt nur Umsatz

Und abschlie­ßend kann ich nur fest­stel­len, dass die Ver­käu­fe für 2017 bei null lie­gen (Down­loads kann ich nicht sehen). Offen­bar kau­fen die Kun­den über­all, nur nicht mehr beim neu­en Beam. Das wun­dert auch nicht, denn wäh­rend der diver­sen Umstel­lun­gen kam es zu der­ma­ßen vie­len tech­ni­schen Pro­ble­men mit Down­loads oder Abos, dass die Ziel­grup­pe ver­mut­lich die Faxen extrem dicke hat­te und sei­ne eBooks kon­se­quent woan­ders kauft.

Die Faxen mit den -Stüm­pern habe auch ich ziem­lich dicke und wer­de des­we­gen mei­ne eBooks aus dem Shop von Beam-eBooks ent­fer­nen. Es ist über­aus scha­de und erschre­ckend, wie Bas­tei Lueb­be den vor ihrer Über­nah­me groß­ar­ti­gen eBook-Shop zugrun­de gerich­tet hat.

HUMBLE RPG BOOK BUNDLE: PATHFINDER

Eigent­lich wei­se ich hier nicht mehr auf jedes Hum­ble Bund­le hin, da die inzwi­schen etwas infla­tio­när gewor­den sind. Dies­mal geht es aller­dings nicht um Com­pu­ter­spie­len, son­dern um Rol­len­spie­le.

Der Name ist äußerst sper­rig: Das HUMBLE RPG BOOK BUNDLE – PATHFINDER WORLDSCAPE ULTIMATE CROSSOVER ent­hält nicht nur Rol­len­spiel-Quel­len­bü­cher, son­dern auch Comics von Dyna­mi­te (wie das genau zusam­men­passt ist mir nicht ganz klar gewor­den, aber viel­leicht weiß ja ein Leser mehr).

Neben RPG-PDFs und Comics bekommt man auch noch Batt­le­maps (die man sich dann ver­mut­lich aus­dru­cken muss) und im höchs­ten Tier eine Hand­voll Minia­tu­ren.

Die Comics lie­gen als PDF, CBZ und ePub vor, die Rol­len­spiel-Bücher als PDF.

Tolino-Allianz: Neues eBook-Abo – wir haben gelacht

Es war ja schon abzu­se­hen, dass die Buch­mes­se wie­der für Geläch­ter über die Buch­bran­che füh­ren wür­de. Und so ist es natür­lich auch.

Die Toli­no-Alli­anz fei­ert heu­te mit viel Pres­se-Tam­tam und einer Vor­stel­lung in Frank­furt ihr tol­les, neu­es eBook-Abo ab. Als beson­ders vor­teil­haft heben sie her­vor, dass es sich um eine »redu­zier­te Aus­wahl« han­delt, und faseln von »Klas­se statt Mas­se«. Ernst­haft.

Für einen Preis von fast zehn Euro im Monat darf man »frei« aus 40 Titeln der Gen­res »Roma­ne & Erzäh­lun­gen«, »Kri­mis & Thril­ler«, »Fan­ta­sy & Sci­ence Fic­tion« und »Lie­bes­ro­ma­ne & Ero­tik« wäh­len. Damit wir uns kor­rekt ver­ste­hen: Nicht 40 Titel pro Gen­re, son­dern ins­ge­samt. Die Aus­wahl wech­selt monat­lich.

Ange­sichts sol­cher Knül­ler der Kon­kur­renz haben die Ver­ant­wort­li­chen bei Ama­zon garan­tiert gera­de wie­der einen Zwerch­fell­krampf vom Lachen …

Wer dem gran­dio­sen Ange­bot nicht wider­ste­hen kann, darf das Abo ab heu­te bei Toli­no abschlie­ßen, es ist monat­lich künd­bar. Die aktu­el­len Titel sind eher älte­re Schin­ken.

[Update:] Was ich über­sah: Es ist noch viel gei­ler: Man darf im Rah­men des Abos monat­lich maxi­mal vier eBooks aus­lei­hen. HAHAHA! (Dank an Fal­ko Löff­ler, der mich auf den Punkt hin­wies).

Logo Toli­no Copy­right toli­no media GmbH & Co. KG

Beam eBooks mal wieder mit merkwürdigen Geschäftspraktiken (Update)

Durch einen Arti­kel auf deut​sche​-sci​ence​-fic​tion​.de (den ich heu­te dort merk­wür­di­ger­wei­se nicht mehr fin­de – Edit: Hier ist er wie­der, bei Sven Klöp­ping selbst) wur­de ich ges­tern dar­an erin­nert, dass auch ich noch eBooks auf Beam eBooks anbie­te. Das sind im Prin­zip Alt­las­ten aus der Zeit, bevor der Shop zu Lueb­be gehör­te.

In dem nicht mehr sicht­ba­ren Text wur­de bemän­gelt, dass man im Publisher­kon­to nur Ver­käu­fe aus dem Jahr 2017 ein­se­hen kann.

Also ver­such­te ich mich an mei­nem Kon­to anzu­mel­den. Da der Shop völ­lig anders aus­sieht als frü­her dach­te ich mir schon, dass das nicht zu ein­fach wer­den wür­de. Tat­säch­lich konn­te ich mich nicht ein­log­gen. Der Ver­such, mir einen Link zur Gene­rie­rung eines neu­en Pass­worts zusen­den zu las­sen, war zwar erfolg­reich, aller­dings erhielt ich nur den Feh­ler »This value should not be blank«, wenn ich dort ver­such­te, ein neu­es anzu­le­gen.

Ver­blüf­fen­der­wei­se ant­wor­te­te der Sup­port schnell (das ken­nen wir ja auch anders), aller­dings wies die Ant­wort bereits dar­auf hin, dass die Betrei­ber ihren Shop nach all den Jah­ren immer noch nicht im Griff haben:

ich habe den Feh­ler gefun­den, lei­der war Ihr Pro­fil bei uns im »neu­en« Shop noch nicht voll­stän­dig gepflegt. Ich habe dies eben für Sie nach­ge­pflegt. Bit­te sehen Sie sich Ihre Daten aber auch noch mal an, nicht das es hier zu einem Feh­ler kommt. Wenn Sie jetzt noch mal ver­su­chen das Pass­wort zurück­zu­set­zen, soll­ten Sie hier­bei kei­ne Pro­ble­me mehr haben

Tat­säch­lich konn­te ich mich jetzt ein­log­gen. Die Migra­ti­on der Kun­den­kon­ten hat­te aller­dings offen­sicht­lich nicht kor­rekt funk­tio­niert, wenn da erst noch ein Mit­ar­bei­ter anfas­sen muss­te.

Aller­dings liegt da noch viel mehr im Argen, denn im Publisher-Kon­to traf mich dann fast der Schlag.

Zum einen sind tat­säch­lich nur Absatz­zah­len aus 2017 sicht­bar. Das ist ganz sicher nicht kor­rekt, denn die Betrei­ber bie­ten mei­ne eBooks seit dem Inha­ber­wech­sel an, und es soll­te eine lücken­lo­se Auf­lis­tung über alle Jah­re geben, nicht nur über 2017 (das Ein­stell­da­tum kann man im Backend sehen). Wie das recht­lich zu bewer­ten ist, wer­de ich noch ver­su­chen in Erfah­rung zu brin­gen.

Zum ande­ren – und das ist abso­lut unfass­bar – stand an den bei­den Antho­lo­gien DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – ÆTHERGARN und DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER ein Preis von einem Euro.

Und das obwohl ich die eBooks kos­ten­los unter CC-Lizenz in den Shop ein­ge­stellt hat­te. Zu kei­ner Zeit habe ich die­sen Preis geän­dert. Die Preis­än­de­rung hat also der Betrei­ber von Beam eBooks durch­ge­führt, und zwar ohne mich zu fra­gen.

Das ist nichts ande­res als eine Frech­heit und ganz sicher recht­lich mehr als frag­wür­dig. Auch dann, wenn es sich um einen tech­ni­schen Feh­ler han­delt.

Ich habe jetzt noch­mals den Sup­port ange­fragt, wie ich an die Daten von vor 2017 kom­me und war­um sie uni­la­te­ral und ohne Rück­spra­che irgend­wel­che fal­schen Prei­se für eBooks ein­stel­len. Über die Ant­wor­ten wer­de ich hier infor­mie­ren.

Unfass­bar. -Fir­men …

[Update] die Ant­wort:

alle Ver­käu­fe die vor dem 1.1.2017 gelau­fen sind, kann ich Ihnen ger­ne aus dem alten Sys­tem her­aus­zie­hen. Für wel­chen Zeit­raum feh­len Ihnen Abrech­nun­gen?
Wir spie­len eigent­lich nur Prei­se aus die uns so in das Sys­tem ein­ge­pflegt wur­den, viel­leicht kön­nen Sie mir kurz erklä­ren wo hier genau das Pro­blem liegt. Sie errei­chen mich tele­fo­nisch auch unter 0221 /​ xxxx-xxxx, dass macht es viel­leicht leich­ter.

Nein, das wer­de ich ganz sicher nicht tele­fo­nisch klä­ren, denn dann feh­len mir jeg­li­che Bele­ge. Ich habe die jetzt auf­ge­for­dert, mir sämt­li­che Verkäufe/​Nichtverkäufe/​Abrechnungen seit der Shop­über­nah­me im Sep­tem­ber 2014 zur Ver­fü­gung zu stel­len und noch­mal gefragt, wie sie dazu kom­men, ande­re als die von mir genann­ten Prei­se ein­zu­stel­len.

[Update] Offen­bar ist der neue Shop noch kaput­ter, als man anneh­men könn­te, denn wäh­rend mir im Backend für die bei­den Bücher ein Preis von jeweils einem Euro ange­zeigt wird, ist der Preis im Front­end, also im Shop, 0,00 Euro, also kor­rekt. Den­noch ist die tech­ni­sche Umset­zung offen­sicht­lich man­gel­haft.

Becky Chambers THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET für 99 Cent (Kindle)

Ich bin gera­de eher zufäl­lig dar­über gestol­pert, als ich ander­wei­tig auf Ama­zon unter­wegs war, und sie mir das als »ande­re Kun­den kauf­ten auch« andien­ten.

Becky Cham­bers´ gran­dio­sen SF-Roman THE LONG WAY TO A SMALL, ANGRY PLANET gibt es der­zeit bei Ama­zon als eBook für den Kind­le für sagen­haf­te 99 Cent. Und das lohnt sich, wer mehr dar­über wis­sen möch­te, kann sich mei­ne Rezen­si­on zum Roman durch­le­sen.

Übri­gens hat­te Becky Cham­bers über Jah­re ver­sucht, einen Ver­lag für ihre Geschich­te zu fin­den und sie haben alle abge­lehnt, weil »liest eh kei­ner, ver­le­gen wir nicht«. Erst nach­dem sie ihn im Selbst­ver­lag ver­öf­fent­lich­te, er ordent­lich viral ging und Stück­zah­len ver­kauf­te, wur­de auf ein­mal doch ein Ver­lag wach (und erhöh­te den Preis sofort deut­lich). Jetzt also für 99 Cent. Zugrei­fen (und wer kei­nen Kind­le hat: Die Taschen­buch­fas­sung ist mit 7,99 für 432 Sei­ten eben­falls ein Schnäpp­chen).

Cover­ab­bil­dung Copy­right Hod­der & Stough­ton

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Interview bei Skoutz

Ich wur­de wie­der ein­mal inter­viewt. Dies­mal von Kay Noa von Skoutz, der Platt­form, die die gleich­na­mi­gen Awards ver­leiht. Da ist die von mir her­aus­ge­ge­be­ne Antho­lo­gie DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – MECHANISCHE GEISTER erfreu­li­cher­wei­se auf der Short­list gelan­det, soll­te ich mich eini­gen Fra­gen dazu und zu ver­wand­ten The­men wie dem Her­aus­ge­ben von Antho­lo­gien, Spu­ren von Steam­punk, gro­ßen Ver­la­gen oder Design­ka­ta­stro­phen stel­len.

Was dar­aus gewor­den ist, kann man in die­sem Arti­kel nach­le­sen.

Pro­mo­gra­fik Copy­right skoutz​.de

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Erschienen: SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT

In der Rei­he BAKER STREET TALES ist im Aru­nya-Ver­lag eine wei­te­re Novel­le erschie­nen. Sie wur­de von Bar­ba­ra Büch­ner ver­fasst und trägt den Titel SHERLOCK HOLMES UND DIE RUINEN VON ROUGEMONT. Zum Inhalt:

Spur­los ver­schwin­den der Rei­he nach neun Men­schen in einem ver­fal­le­nen Glas­haus nahe den Klip­pen von Calais. Die Leu­te von Rouge­mont schrei­ben die Ereig­nis­se dem bös­ar­ti­gen Geist des frü­he­ren Besit­zers zu, wäh­rend Dok­tor Wat­son einen Bota­ni­ker zum See­len­le­ben der Pflan­zen befragt und Sher­lock Hol­mes zur all­ge­mei­nen Über­ra­schung einen Geis­ter­be­schwö­rer enga­giert. Eine kör­per­lo­se Stim­me ver­rät die Lösung …

Die Novel­le ist aus­schließ­lich als eBook erhält­lich, eine Print­aus­ga­be wäre ca. 70 Sei­ten stark, es kos­tet 2,99 Euro. Die Cover­ge­stal­tung samt Cover­gra­fik sowie Innen­il­lus­tra­tio­nen stam­men von Shi­ko­mo.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Aru­nya-Ver­lag

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Erschienen bei Periplaneta: KALION – DIE DUNKLE WUNDE

Als Fort­set­zung des ers­ten Ban­des KALION – DIE LAUTLOSE WOGE erschien soeben bei Peri­pla­ne­ta die Fort­set­zung KALION – DIE DUNKLE WUNDE von Aleš Pickar. Für das High Fan­ta­sy-Epos hat der Autor eine apo­ka­lyp­tisch-mit­tel­al­ter­li­che Welt mit eige­ner Spra­che, His­to­rie und sozia­len Struk­tu­ren erschaf­fen.

Klap­pen­text:

Unter dem gebro­che­nen Glanz des Stil­len Mah­ners am Fir­ma­ment dräut gro­ßes Unheil. Denn die Pele­o­ri schla­gen die Kriegs­trom­meln – was nie­mand so recht ernst neh­men will. Das Volk ver­gnügt sich wei­ter­hin sorg­los in Are­nen und Freu­den­häu­sern, nur ein zier­li­ches Mäd­chen, dem die Göt­tin Nio­be erschie­nen ist, pre­digt Ent­halt­sam­keit. Die eigen­sin­ni­ge Prin­zes­sin Line­der­i­on trifft nach lan­ger Rei­se auf ihren Bräu­ti­gam, aller­dings ist der Herr­scher des Ost­reichs anders als erwar­tet. Wäh­rend­des­sen treibt Tau­sen­de Mei­len ent­fernt die Schwä­ge­rin des Königs Bel­kar ihre umstürz­le­ri­schen Plä­ne vor­an. Doch alle Mäch­ti­gen des rau­en Kon­ti­nents Neroê ent­sen­den in die­sen Zei­ten heim­lich Spit­zel, Ass­as­si­ne und Lega­ten. Wer kann es da wagen, zwi­schen ehr­li­cher Hin­ga­be und eil­fer­ti­ger Dienst­be­flis­sen­heit, zwi­schen Freund und Feind zu unter­schei­den …

Die Print­aus­ga­be ist 330 Sei­ten stark und liegt als Klap­pen­bro­schur im For­mat 20,6 x 13,5 cm vor (ISBN: 978–3‑95996–042‑7), sie kos­tet 14,90 Euro. Das eBook (ISBN: 978–3‑95996–043‑4) ist zum Preis von 7,99 Euro erhält­lich.

Cover­ab­bil­dung Copy­right Peri­pla­ne­ta

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Anmerkungen zur Ausschreibung REISEZIEL UTOPIA

Es scheint noch Erklä­rungs­be­darf zur Aus­schrei­bung zu REISEZIEL UTOPIA zu geben, denn es tauch­ten diver­se Fra­gen auf, die ich im Fol­gen­den zu klä­ren ver­su­che.

Nein, es muss nicht alles »Frie­de, Freu­de, Eier­ku­chen« sein. Es geht um eine grund­sätz­lich posi­ti­ve Gesell­schaft in der Zukunft. Dass auch die nicht ohne Kon­flik­te aus­kommt, erklärt sich von selbst. Zwei Bei­spie­le:

In STAR TREK han­delt es sich frag­los um eine posi­ti­ve Uto­pie. Der größ­te Teil der Men­scheit und der För­de­ra­ti­on ist tole­rant und offen. Eigen­hei­ten unter­schied­li­cher Spe­zi­es inner­halb der Völ­ker­ge­mein­schaft sieht man als Berei­che­rung und ver­sucht, auch mit den schwie­ri­ge­ren davon zurecht zu kom­men. Dass es den­noch Rei­bun­gen geben kann und wird, wenn bei­spiels­wei­se ein logi­scher Vul­ka­ni­er auf einen emo­tio­na­len Men­schen trifft, ist klar und war Grund­la­ge diver­ser Plots. Eben­so klar ist, dass es äuße­re Gegen­spie­ler wie Klin­go­nen, Romu­la­ner, Borg oder Feren­gi gibt – und selbst bei denen bemüht man sich eher um Ver­ständ­nis und fried­li­ches Zusam­men­le­ben. Das klappt aber nicht immer, und dann spre­chen auch mal die Waf­fen. Trotz­dem ist STAR TREK in der Prime-Zeit­li­nie gera­de­zu ein Para­de­bei­spiel für eine posi­ti­ve Uto­pie. nein, es darf lei­der kei­ne Fan­fic­tion ein­ge­reicht wer­den.

Eben­falls zu nen­nen wären Alan Dean Fos­ters Roma­ne aus dem Humanx-Uni­ver­sum. Men­schen und insek­to­ide Thranx haben es geschafft, trotz anfäng­lich schwe­rer Res­sen­ti­ments und Urängs­ten eine gemein­sa­me Zivi­li­sa­ti­on auf­zu­bau­en, die auf den ers­ten Blick posi­tiv uto­pisch ist. Dass es auf Hin­ter­wäld­ler­pla­ne­ten anders aus­se­hen kann, ist in einem SF-Set­ting so, aber dann wer­den halt Inspek­to­ren (Poli­zis­ten) geschickt, die nach dem Rech­ten sehen. Und auch da gibt es Ant­ago­nis­ten in Form der bies­ti­gen Ech­sen­ras­se A´Ann oder Kom­pli­ka­tio­nen durch pla­ne­ta­re Beson­der­hei­ten oder kos­mi­sche Phä­no­me­ne.

Hin­ter­grund der Idee ist die Sci­ence Fic­tion, die geschrie­ben wur­de, bevor Dys­to­pien en vogue wur­den: eine posi­ti­ve Sicht auf die Zukunft, auf die gesell­schaft­li­che und per­sön­li­che Ent­wick­lung und die Tech­nik. Oder neue Model­le des Zusam­men­le­bens.

Kei­ne Uto­pien sind bei­spiels­wei­se Gesell­schaf­ten die kom­plett glück­lich sind, weil sie im Dau­er­dro­gen­rausch exis­tie­ren, oder weil sie von irgend­wel­chen reli­giö­sen Kas­ten unter­drückt wer­den, die ihnen auf­ok­troie­ren, dass sie tooot­al glück­lich sind, weil Gott das so will.

Die Uto­pie soll­te schon echt sein. Uto­pien müs­sen nicht kon­flikt­frei sein. Kon­flik­te könn­ten bei­spiels­wei­se auch dar­aus ent­ste­hen, dass jemand ver­sucht, die Gesell­schaft zum Schlech­te­ren zu ver­än­dern, und dass es dage­gen Wider­stand gibt. Oder dass eine uto­pi­sche Gesell­schaft auf eine Pro­be gestellt wird, weil sie nicht von ihren Prin­zi­pi­en las­sen will, obwohl das Nach­tei­le bedeu­ten könn­te – aber auch da kommt man am Ende gestärkt her­aus her­vor.

Der Mög­lich­kei­ten gibt es vie­le.

Wer sie bis­her über­se­hen hat: Zur Aus­schrei­bung geht es hier lang.

Erschienen: ARMATIN – DIE AUSERWÄHLTEN von Mathias Leopold

Mit DIE AUSERWÄHLTEN ist der zwei­te Band aus der Sci­ence Fic­tion-Rei­he ARMATIN von Mathi­as Leo­pold erschie­nen.

Wäh­rend es im ers­ten Band, DIE ORLASIER, um die Erfor­schung einer nahe­zu erlo­sche­nen Spe­zi­es von genia­len Gen­tech­ni­kern ging, wen­det sich Leo­pold im zwei­ten Band dem gesam­ten Völ­ker­bund »Gemein­schaft« zu: Es geht jetzt nicht mehr nur um eine Mis­si­on oder eine Ver­tei­di­gung, alles scheint auf dem Spiel zu ste­hen. Mit den »Aus­er­wähl­ten«, einer Grup­pe von nicht näher bezeich­ne­ten über­mäch­ti­gen Wesen, wird eine der Par­tei­en vor­ge­stellt, die die Geschi­cke des Bun­des len­ken und die Macht an sich rei­ßen wol­len. Ihr Mot­to ist die Erret­tung der Gemein­schaft, aber ihre Metho­den pas­sen nicht dazu. Den Aus­er­wähl­ten, die im Ver­bor­ge­nen arbei­ten, gelingt es mehr und mehr, das Gefü­ge zu desta­bi­li­sie­ren und ihre eige­nen Leu­te an die Macht zu brin­gen, im Ver­such, eine neue Gesell­schaft zu erschaf­fen. Den Toach, einer tech­ni­sche Lebens­form und Grün­dungs­mit­glied der klas­si­schen Gemein­schaft, kommt dabei eine beson­de­re Rol­le zu, aber auch die Macht­ver­schie­bung auf der Hei­mat­welt der Men­schen, Arma­tin, geht auf das Kon­to der Aus­er­wähl­ten.
Das Buch beglei­tet erneut das gigan­ti­sche Raum­schiff Pul­sar auf ver­schie­de­nen Mis­sio­nen wie zum Bei­spiel der Ver­tei­di­gung gegen die vor­rü­cken­den Fen­or oder Ret­tungs­mis­sio­nen für die Dijyu. Die Pul­sar ist dabei immer im Zen­trum der Macht und Kapi­tä­nin Migasch­scher wird mehr und mehr zu einer der engs­ten Ver­trau­ten der neu­en Regie­rung.

Die Print­ver­si­on als Taschen­buch kos­tet 16,99 Euro (ISBN 978–3‑7448–1956‑5), die eBook-Fas­sung (ISBN 978–3‑7448–7821‑0) schlägt mit 6,99 Euro zu Buche.

Bis zum 20.06. ist das eBook zu einem Akti­ons­preis von €4,99 statt €6,99 zu haben.

Cover Copy­right Mathi­as Leo­pold

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