PhantaNews: Problem – Posts laden nicht sofort

PhantaNews: Problem – Posts laden nicht sofort

Nach dem Umstel­lun­gen des ver­gan­genen Woch­enen­des sah es zuerst so aus, als sei alles in Ord­nung. Das war lei­der nicht so. Wenn man einem Link zu einem Artikel fol­gt, der direkt auf die Artikel­seite führt, sieht man möglicher­weise nur die Über­schrift. Lädt man die Seite neu sieht man sie kom­plett. Das hat irgend­was mit geset­zten Cook­ies zu tun, so weit bin ich schon. Ohne Cook­ie sieht man nur den Head­er, wenn die Seite einen Cook­ie im Brows­er geset­zt hat, sieht man alles. Mir fiel das nicht auf, da ich selb­stver­ständlich Cook­ies für meine Seite erlaubt habe. Das ist ins­beson­dere dann doof, wenn Nutzer Cook­ies glob­al block­en, denn dann bekom­men die die Artikel nie zu sehen.

Auf der Start­seite, also da wo die Beiträge gelis­tet wer­den, ist alles in Ord­nung, es kann also kein grund­sät­zlich­es Cook­ie-Prob­lem sein.

Ich arbeite dran …

Update: behoben!

Beam eBooks und das #neuland

Beam eBooks und das #neuland

Deutsche Ver­lage haben ist nicht so mit dem Inter­net und zuge­höri­gen Tech­nolo­gien. Bei »Dig­i­tal­isierung« denken sie ver­mut­lich an Fly­nn, der vom MCP auf das Spiel­raster geschickt wird …

Ich hat­te kür­zlich darauf hingewiesen, dass ich mich nicht mehr in meinen Beam-Account ein­loggen kon­nte. Hier wie es weit­er ging.

Es sind nur noch Umsatz­zahlen aus 2017 sicht­bar:

Die haben ihren Shop von ein­er »Agen­tur« erneuern lassen. Dabei gin­gen alle Umsatz­zahlen aus den bei­den alten Shops ver­loren, die kann man also nicht mehr ein­se­hen. Allerd­ings sind sie geset­zlich verpflichtet, einen Nach­weis zu führen, deswe­gen fragte ich nach. Auf Nach­frage kann ein Ser­vicemi­tar­beit­er dann auch tat­säch­lich die Dat­en aus den alten Shops ziehen und sie einem als CSV-Datei zur Ver­fü­gung stellen. Man hätte die Dat­en auch ein­fach migri­eren kön­nen, das ist nun wirk­lich nicht schw­er …
Lei­der kann man im neuen Shop nur noch Umsätze sehen, keine Down­loads mehr. Das ist umso ärg­er­lich­er, als ich mit den ersten bei­den Bän­den der STEAMPUNK-CHRONIKEN eBooks kosten­los unter Cre­ative Com­mons-Lizenz anbi­ete. Die Konzen­trierung auf Umsätze scheint für einen nur auf Gewinn ori­en­tierten Anbi­eter wie Beam und Bastei Luebbe ver­mut­lich logisch. Für jeman­den, der auf mod­er­nen Inter­net-Krem­pel wie CC-Lizen­zen set­zt, ist es das nicht im ger­ing­sten. Ich kann jet­zt auf­grund der fehlen­den Angaben über­haupt nicht mehr fest­stellen, wie erfol­gre­ich die bei­den Büch­er sind. Der Shop hat sich also tech­nisch ver­schlechtert – und das nicht nur in diesem Punkt:

Alle Bew­er­tun­gen und Besprechun­gen sind weg:

Der Punkt muss inhaltlich gar nicht weit­er erk­lärt wer­den. Auf Rück­frage, warum das so ist, erhielt ich die Antwort:

die Bew­er­tun­gen kon­nten lei­der nicht in das neue Sys­tem über­nom­men wer­den, da sich dieses grundle­gend verän­dert hat.

Das ist eine der­maßen dumme Ausrede, dass es mich schaud­ern lässt. Beru­flich mache ich unter anderem genau das: Daten­mi­gra­tion zwis­chen ver­schiede­nen Sys­te­men, beispiel­sweise Web­shops, deswe­gen weiß ich genau, wie so etwas abge­ht, und dass die Antwort so schlicht falsch ist. Dass die Bew­er­tun­gen nicht über­nom­men wur­den kann mein­er Ansicht nach drei Gründe haben:

  1. die beauf­tragte Agen­tur war dazu nicht in der Lage (was ein Armut­szeug­nis wäre – ich kann das nicht glauben)
  2. Der Betreiber (also in let­zter Kon­se­quenz Bastei Luebbe) wollte den Aufwand nicht zahlen
  3. Es hat beim Betreiber kein­er dran gedacht, das ins Pflicht­en­heft aufzunehmen

Für den Autor und Leser sind Bew­er­tun­gen, ins­beson­dere pos­i­tive, aber ein ganz grundle­gen­des Fea­ture, ins­beson­dere als Wer­bung und damit mehr Absatz. Die ein­fach wegzuhauen zeugt von ein­er Igno­ranz gegenüber den Anforderun­gen von Ver­la­gen, Autoren und Self­pub­lish­ern, dass man sich fra­gen muss, ob dem »Dien­stleis­ter« die Bedürfnisse sein­er Kun­den (und nichts anderes sind ja Entitäten, die bei denen Büch­er ein­stellen) vol­lkom­men egal sind.

Inkon­sis­ten­zen bei der Preis­darstel­lung

Was bei der Migra­tion eben­falls abhan­den gekom­men ist, ist die Daten­in­tegrität. Ich hat­te wie gesagt zu alten Beam-Zeit­en, als das vor Bastei noch ein wirk­lich guter Shop war, zwei eBooks kosten­los eingestellt. Nach­dem ich wieder Zugriff auf das Pub­lish­er-Back­end hat­te, sah ich voller Schreck­en, dass der Preis für die bei­den Büch­er dort mit einem Euro angegeben war. Die leg­en also ern­sthaft uni­lat­er­al andere Preise fest, als der Urhe­ber das will? Tat­säch­lich war das nicht so, denn im Fron­tend, also im für Kun­den sicht­baren Shop, wur­den die bei­den Büch­er nach wie vor kosten­los ange­boten.

Den­noch: Wer auch immer die Migra­tion durchge­führt hat, war offen­sichtlich nicht dazu in der Lage, kon­sis­tente Dat­en bere­itzustellen. Woher soll man als Pub­lish­er wis­sen, ob die Preis­in­for­ma­tio­nen, die man im Back­end sieht, mit denen übere­in­stim­men, die das Fron­ten dem Kun­den zeigt? Das ist eine der­maßen unfass­bare Inkom­pe­tenz, dass es mich erneut schaud­ern lässt. Der Kom­men­tar vom Sup­port:

Lei­der kommt es zusät­zlich derzeit zu einem Darstel­lungs­fehler im Back­end, wegen diesem wer­den 0€ Titel im Back­end als 1€ Titel angezeigt. Im Shop hinge­gen stimmt der eingegebene Preis und die Titel wer­den für 0,00€ verkauft. Wir haben den Fehler bere­its an unsere Agen­tur kom­mu­niziert und wer­den diesen so schnell wie möglich beheben.

Na immer­hin wollen sie den Fehler beheben (lassen). Wann das geschehen wird ist offen.

Abrech­nung:

Auf meinen aus­drück­lichen Wun­sch hin wollte man mir die Dat­en der zurück­liegen­den Verkäufe als CSV-Dateien zusenden. Lei­der fehlten in der Mail die Anhänge. Als ich darauf hin­wies bekam ich vom sel­ben Sup­port­er eine Mail von ein­er anderen Emailadresse. Offen­bar fil­tert deren Mail­sys­tem also grund­sät­zlich Anhänge, egal ob sin­nvolle oder sinnlose. Wenn ich an meine – äußerst über­sichtlichen – Umsätze aus eBooks abseits der Steam­punk-Chroniken kom­men möchte, muss ich gle­ich mehrere Rech­nun­gen stellen, denn Bastei Luebbe jongliert immer wieder mit dem Shop (aus ein­er Mail an mich):

Für alle Umsätze bis ein­schließlich 31.12.15 müsste die Rech­nung an die oolipo AG adressiert wer­den:
Oolipo AG
Schanzen­straße 6–20
51063 Köln

Für alle Umsätze ab dem 1.1.2016 bis heute müsste Ihre Rech­nung an den Beam Shop adressiert wer­den:
Beam Shop GmbH
Schanzen­straße 6–20
51063 Köln

Weil die nicht wis­sen was sie wollen und immer wieder mal das Geschäftsmod­ell ändern, muss man also immer wieder mal Rech­nun­gen an neue Unternehmen stellen. Was ist eigentlich aus der Schnap­sidee Oolipo gewor­den?

Alles in allem muss man kon­sta­tieren, dass man beim Betreiber von Beam eBooks offen­bar mit dem Medi­um Inter­net nicht zurecht kommt, wenn ein­fach­ste Daten­mi­gra­tio­nen nicht stat­tfind­en kön­nen, und das dazu führt, dass man sich wegen Fehlern nicht mehr in sein Kon­to ein­loggen kann und das erst von einem Sup­port­er ange­fasst wer­den muss, weil noch nicht mal das zurück­set­zen des Pass­worts klappt. Weit­er­hin kann man wed­er ver­gan­gene Umsätze, noch aktuelle Down­loads sehen, und Preise wer­den im Back­end falsch angezeigt. Zudem wer­den die  äußerst verkauf­swichti­gen Bew­er­tun­gen und Besprechun­gen ein­fach mal nicht über­nom­men, und das nur lakonisch kom­men­tiert. Down­load­zahlen wer­den gar nicht mehr angezeigt, beim Betreiber zählt nur Umsatz

Und abschließend kann ich nur fest­stellen, dass die Verkäufe für 2017 bei null liegen (Down­loads kann ich nicht sehen). Offen­bar kaufen die Kun­den über­all, nur nicht mehr beim neuen Beam. Das wun­dert auch nicht, denn während der diversen Umstel­lun­gen kam es zu der­maßen vie­len tech­nis­chen Prob­le­men mit Down­loads oder Abos, dass die Ziel­gruppe ver­mut­lich die Fax­en extrem dicke hat­te und seine eBooks kon­se­quent woan­ders kauft.

Die Fax­en mit den #neu­land-Stüm­pern habe auch ich ziem­lich dicke und werde deswe­gen meine eBooks aus dem Shop von Beam-eBooks ent­fer­nen. Es ist über­aus schade und erschreck­end, wie Bastei Luebbe den vor ihrer Über­nahme großar­ti­gen eBook-Shop zugrunde gerichtet hat.

Abzocke bei Steam

Abzocke bei Steam

Logo SteamEigentlich war ich bish­er mit der Plat­tform Steam zufrieden. Ein­fache Abwick­lung. Nie Prob­leme. Let­zteres hat sich gestern geän­dert. Da ich mit virtuellen Brett- und Karten­spie­len exper­i­men­tieren wollte und man mit TABLETOP SIMULATOR emp­fohlen hat­te, kaufte ich diesen über die Steam-Plat­tform für 19,99 Euro, instal­lierte und startete. Da ich neben­bei noch andere Dinge tun musste, war das Pro­gramm rel­a­tiv lange im Hin­ter­grund offen, ohne dass ich mich aktiv darum küm­merte.

Nach einem verge­blichen Ver­such eigene Assets zu importieren, suchte ich nach weit­eren Infor­ma­tio­nen dazu und stieß auf die Seite der Entwick­ler Berz­erk Games. Und da fie­len mir beina­he die Augen aus dem Kopf, denn dort wären für den Steam-Key nur 9,99 Dol­lar fäl­lig gewe­sen, also weniger als die Hälfte des bei der Valve-Tochter bezahlten Preis­es. Das kon­nte ich nicht so richtig ein­se­hen und schrieb dem Sup­port. Der antwortete, ich solle eine Gutschrift beantra­gen. Dafür ist dann offen­bar eine andere Abteilung ver­ant­wortlich, die lehn­ten eine Gutschrift mit dem Hin­weis ab, das Spiel sei bere­its über zwei Stun­den genutzt wor­den. Dass ich nur eine Teilgutschrift wollte, ignori­erte die offen­sichtlich aus Textbausteinen zusam­mengek­lick­te Antwort völ­lig. Allerd­ings ist diese Angabe auch im Sys­tem der untauglichen Mul­ti­ple Choice-Klick­möglichkeit­en gar nicht möglich. Eine zweite Anfrage wurde mit exakt densel­ben Textbausteien abge­bügelt wie die erste – ich gehe an der Stelle mal davon aus, dass das automa­tisiert abgewim­melt wird und kein Men­sch seine Fin­ger da drin hat. Weit­ere Sup­por­t­an­fra­gen blieben kom­plett unbeant­wortet.

Ich halte das für üble Abzocke und Preiswuch­er, Steam. Ver­arschen kann ich mich auch alleine.

In Zukun­ft werde ich bei Steam-Keys erst­mal grund­sät­zlich ander­swo schauen, wenn Valve mich der­art absei­hen möchte. Ich würde das jedem anderen Nutzer auch drin­gend empfehlen.

Nach­trag: Ja, ich kenne diverse Preisver­gle­ich­sportale, ich kenne GoG und ich kenne auch diverse Key-Händler. »Selb­st schuld Du Honk!!!einsölf!!«-Anmerkungen sortiere ich allerd­ings nicht als »sach­lichen Beitrag« son­dern unter Getrolle ein und entsprechende Kom­mentare gehen auch direkt in den Twit­fil­ter.

Nach­trag 2: Es »tut nicht weh«. Aber ich finde es doch arg beden­klich, wenn eine Soft­ware, die man auss­chließlich über Steam kaufen und betreiben kann, und die ohne Steam nicht funk­tion­iert, bei Steam mehr als das Dop­pelte kostet, als zeit­gle­ich beim Devel­op­er. Von der Mei­n­ung weiche ich auch nicht ab. Das ist pure Abzocke und ich füh­le mich ver­arscht, ins­beson­dere dadurch, dass der Sup­port nicht im Ger­ing­sten darauf einge­ht, son­dern ver­sucht, den Kun­den mit Textbausteinen abzus­peisen. Wenn es die Soft­ware noch bei anderen Anbi­etern bzw. anderen Plat­tfor­men oder unab­hängig von Steam gäbe, würde ich das »dumm gelaufen« akzep­tieren, da hätte ich ja mal ein wenig den Preis recher­chieren kön­nen. Aber bei der Kon­stel­la­tion nicht.

Nach­trag 3: Steam hat gut­geschrieben

Logo Steam Copy­right Valve

Beam eBooks ist kaputt, die Dritte

Beam eBooks ist kaputt, die Dritte

beam-logoIch hat­te bere­its zweimal über die aktuellen Prob­leme bei beam eBooks berichtet. Auf Face­book ist fol­gende Stel­lung­nahme zu find­en:

beam eBooks in eigen­er Sache: Unsere Plat­tform ist im Juni an sys­temis­che Gren­zen ger­at­en. Lei­der kommt es auf­grund ein­er notwendi­gen Server­mi­gra­tion seit dem 9. Juni zu diversen tech­nis­chen Prob­le­men. beam ist sehr engagiert auf Fehler­suche, kann jedoch nur Schritt für Schritt Abhil­fe schaf­fen. beam soll per­sön­lich bleiben, das wird es auch tun! Jede Anfrage wird bear­beit­et wer­den, Verbesserung ist in Sicht, nur kann ich alleine nicht allen Anfra­gen gle­ichzeit­ig nachkom­men.Ich möchte mich auf diesem Wege ganz her­zlich für das große Ver­trauen und aber vor allem die Geduld auf Kun­den­seite – also bei euch – bedanken – dies ist alles andere als selb­stver­ständlich. Ich weiß dies als Shop­man­agerin von beam sehr zu schätzen – Unzufriedenkeit und Verärgerung sind in der heuti­gen Sit­u­a­tion abso­lut nachvol­lziehbar. Unser Mot­to bei beam lautet »gren­zen­los lesen« – diesem Cre­do möchte ich zukün­ftig mit ver­stärk­ten Kräften und kun­den­fre­undlicheren Fea­tures im Shop nachkom­men – und sehr gerne auch weit­er­hin mit euch als eBook-Fans! Ich halte euch auf dem Laufend­en. Eure Shop Man­agerin Sarah

Inter­es­sant sind daran mehrere Punk­te:

* Offen­sichtlich hält man bei Luebbe Beam eBooks für nicht wichtig genug, um aus­re­ichend Per­son­al dafür zur Ver­fü­gung zu stellen. Ich gehe davon aus, dass es sich bei »Sarah« um dieselbe Per­son han­delt, die auch als Jugend­schutzbeauf­tragte im Impres­sum ste­ht, und die mir gegenüber in ein­er eMail erläuterte, sie sei allein für die Plat­tform ver­ant­wortlich. Das mag funk­tion­ieren wenn die Plat­tform läuft, bei den derzeit vor­liegen­den Prob­le­men muss der Sup­port selb­stver­ständlich sofort ver­stärkt wer­den.

* Es ist keine Plat­tform an »sys­temis­che Gren­zen ger­at­en«, die Techies von Luebbe haben die Migra­tion ver­saut. Anders kann man das nicht sagen. Natür­lich kann es bei solchen Migra­tio­nen zu Schwierigkeit­en kom­men, allerd­ings ist es unver­ant­wortlich und ein Hohn gegenüber den zahlen­den Kun­den, wenn solche Prob­leme zuerst gar nicht und dann viel zu spät nur an ein­er Stelle kom­mu­niziert wer­den. Denn dieser Kom­men­tar auf Face­book in kein­ster Weise aus­re­ichend. Etliche Kun­den wer­den den über­haupt nicht sehen kön­nen, so etwas muss zwin­gend auf die Start­seite der Plat­tform und es muss zusät­zlich per Mail an alle Kun­den raus­ge­hen.

* Die Migra­tion hätte aus­führlich geprüft und getest­ed wer­den müssen. Man hätte die bish­erige Plat­tform auf dem alten Serv­er prob­lem­los laufen lassen kön­nen, bis sichergestellt ist, dass die Migra­tion erfol­gre­ich durchge­führt wurde und die Soft­ware auf dem neuen Serv­er fehler­frei läuft. Das ist absoluter Stan­dard bei solchen Pro­jek­ten, und man hätte sog­ar dadurch völ­lig entspan­nt Zeit gehabt, alle Fehler auszubügeln, bevor man online geht. Dass das ganz offen­sichtlich nicht passiert ist, deutet entwed­er auf erhe­blichen Zeit­druck hin, oder auf man­gel­nde Ken­nt­nisse. Oder auch die zuständi­ge Tech­nikabteilung ist schw­er unterbe­set­zt (was nach meinen Erfahrun­gen ins­beson­dere bei tech­nikfer­nen Entschei­dern gern mal vorkommt).

* Mit dieser Stel­lung­nahme ist die Sache nicht vom Tisch. Zahllose Kom­mentare im Per­ry Rho­dan-Forum, im Forum von lesen.net und auch auf Face­book zeigen, dass Luebbe hier umge­hend erhe­bliche Schadens­be­gren­zung ein­leit­en und sofort trans­par­ent wer­den muss – und das auf allen Kanälen. Und vor allem müssen alle zahlen­den Kun­den sofort ihre bezahlte Ware bekom­men. Wenn das die offen­bar einzelne Per­son, die für Beam ver­ant­wortlich ist, nicht kann, dann muss Luebbe halt zur Not ein paar weit­ere Mitar­beit­er zeitweilig dafür abstellen.

Abschließend sei mir die Anmerkung erlaubt, dass das Ganze eine gigan­tis­che Lach­num­mer ist. Keine trans­par­ente Kom­mu­nika­tion, kein brauch­bar­er Sup­port, keine pro­fes­sionelle Hand­habung der Prob­leme – und haufen­weise ver­grätzte Kun­den. Wenn man sieht, wie Luebbe Beam eBooks in den Fachme­di­en abfeiern lässt, dann kann man die dage­gen ste­hende Real­ität mit ein­er offen­sichtlich deut­lich unterbe­set­zten Admin­is­tra­tion nur für eine Real­satire hal­ten. Aber: Wenn die Kun­den erst ein­mal weg sind, kom­men sie so schnell nicht wieder.

Alles in allem kann man lei­der erneut nur fest­stellen, dass die alteinge­sesse­nen Ver­lage mit dem #neu­land nicht zurecht kom­men – und in diesem Fall ist das angesichts des PR-Tam­tams, das Luebbe um die Plat­tform gemacht hat, beson­ders pein­lich. Ger­adezu ein Parade­beispiel, wie man das nicht hand­habt. Der offen­bar für Beam ver­ant­wortlichen Sarah kann man dabei noch nicht ein­mal einen Vor­wurf machen, denn die Entschei­dun­gen, die Plat­form nur mit halbem Arsch zu betreiben, kamen von Luebbe.

Ich kann mich nur wieder­holen: Schade um die ein­st­mals schöne Plat­tform.

Luebbe hat jet­zt noch eine Chance: Trans­par­ent kom­mu­nizieren und die Sup­port-Prob­leme sofort durch Man- oder Wom­an­pow­er lösen. Und deut­lich pro­fes­sioneller wer­den, was den Betrieb der Plat­tform ange­ht.

Logo Beam eBooks Coypright beam AG

Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht

Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht

Trusted Shops Beam eBooks

Ich hat­te an ander­er Stelle über derzeit offen­bar beste­hende Prob­leme mit dem Sup­port von Beam eBooks hingewiesen. Down­loads funk­tion­ieren nicht, Der Ser­vice reagiert nicht oder völ­lig unzure­ichend auf Anfra­gen der Kun­den. Doku­men­tiert wurde das durch die Bew­er­tun­gen auf der Plat­tform »Trust­ed Shops«.

Seit heute kann man die Bew­er­tun­gen nicht mehr ein­se­hen, weil »der Shop für die Nutzung des Bew­er­tungssys­tems nicht freigeschal­tet ist«. Siehe Bild­schirm­fo­to.

Das ist ger­adezu ein Muster­beispiel, wie PR im Netz nicht funk­tion­iert. Da gibt es öffentliche Kri­tik an einem Onli­neshop – und statt sich der Fehler anzunehmen und diese zu beheben, ver­sucht man sie zu ver­tuschen. Das ist so ziem­lich der aller­falscheste Weg, den Lubbe in meinen Augen hat beschre­it­en kön­nen. Kri­tis­che Nutzer­stim­men ein­fach ent­fer­nen zu lassen, zeigt in meinen Augen, dass bei Beam eBooks tat­säch­lich einiges im Argen liegen muss. Wenn man begrün­dete neg­a­tive Kri­tik erhält, dann beseit­igt man den Grund und nicht die Kri­tik.

[Update 18:06 Uhr]: Auf der Web­seite von Beam eBooks ist die ver­meintlich gute Wer­tung »sehr gut« bei Trust­ed Shops immer noch zu sehen. Ver­fol­gt man den Link, kommt man allerd­ings auf die oben gezeigte Fehler­seite. Nach mein­er Ansicht gren­zt das schon an Betrug. Die andere Möglichkeit ist natür­lich, dass da neuerd­ings jemand für die Web­seite ver­ant­wortlich ist, der vom #neu­land keine Ahnung hat.

Screenshot Beam

 

Geht Beam eBooks gerade den Bach runter?

Geht Beam eBooks gerade den Bach runter?

Beam-BewertungenBeam eBooks war mal eine grandiose Plat­tform, um DRM-freie Ver­lags-eBooks aber auch solche von Self­pub­lish­ern zu kaufen. Funk­tion­ierte prob­lem­los und wenn mal irgend­was nicht geklappt hat oder man Fra­gen hat­te, beant­wortete der ehe­ma­lige Betreiber, Herr Kauf­mann, diese oft inner­halb von Minuten. Das galt auch für den Kon­takt als Self­pub­lish­er.

Beam eBooks wurde im Sep­tem­ber 2014 von Luebbe über­nom­men, schon damals sorgten sich etliche über die Zukun­ft der Plat­tform, eine Sorge die offen­sichtlich begrün­det war.

Denn:

Zuerst die merk­würdi­gen Mails und sich wider­sprechen­den Antworten zum The­ma »ab 18 eBooks« (siehe hier, hier, hier und hier).

Wirft man mal einen Blick auf die Seite zu Beam eBooks beim Online­händler­be­w­er­tungs­di­enst Trust­ed Shops, muss man lei­der fest­stellen, dass es seit dem 13.06.2015 auss­chließlich man­gel­hafte Bew­er­tun­gen hagelt. Down­loads sind nicht durch­führbar und Abos wer­den nicht erfüllt – Geld wird natür­lich trotz­dem einge­zo­gen. Dabei reagiert der Kun­denser­vice offen­sichtlich über­haupt nicht, wed­er per Email, noch ist jemand tele­fonisch erre­ich­bar.

Luebbe täte gut daran, diese Prob­leme umge­hend zu beheben, denn zahlende Kun­den der­art im Regen ste­hen zu lassen, ist die beste Meth­ode, seine Kun­den nach­haltig zu ver­lieren.

[Update 13:00]: Scheint ganz schön kaputt zu sein. Ich kann mich mit meinen Login­dat­en nicht mehr anmelden, die ange­forderte Email zum Zurück­set­zen des Pass­worts kommt nicht. Somit habe ich keinen Zugriff auf meine gekauften eBooks mehr.

[Update 28.06.15]: Inter­es­san­ter­weise ist bei Trust­ed Shops auf ein­mal eine »sehr gut«-Besprechung aufge­taucht. Auch bei diesem Nutzer hat der Down­load nicht funk­tion­iert, ange­blich wurde aber durch den Sup­port schnell geholfen. Ich kann das nicht bestäti­gen, ich warte seit Tagen auf den Pass­wortre­set und auf Emails wurde eben­falls nicht geant­wortet. Man muss sich also fra­gen, wie echt diese Bew­er­tung ist.

[Update 01.07.2015]: Nicht nur die kri­tis­chen Bew­er­tun­gen, son­dern gle­ich alle, wur­den auf Trust­ed Shops ent­fer­nt.

Dank an Alex Jahnke für den Hin­weis.

Kleinverlage und der Buchhandel – Keinen Bock, Bücher zu verkaufen?

Kleinverlage und der Buchhandel – Keinen Bock, Bücher zu verkaufen?

Buchhandlung2

In der eingeschränk­ten schwarz-weiß-Welt­sicht des Buch­han­dels ist die Lage klar. Ama­zon wurde als das Böse an sich aus­gemacht und man wird nicht müde, darauf hinzuweisen, dass man dort gefäl­ligst nicht kaufen soll. Mit teil­weise außeror­dentlich hanebüch­enen Begrün­dun­gen und völ­lig außer Acht lassend, dass der Onlin­ev­ersender aus den USA ins­beson­dere im Bere­ich Kun­den­fre­undlichkeit die Nase Licht­jahre weit vorne hat. Man ver­sucht die Leser mit so hal­b­garen Kam­pag­nen wie »Vor­sicht! Buch!« oder »Buy Local« zu gewin­nen, statt ein­fach bess­er zu wer­den.

Dass der Slo­gan »Vor­sicht! Buch!« aber auch in ganz ander­er Hin­sicht stimmt, beweist ein Artikel von »Seit­en­flügel«, auf den ich heute hingewiesen wurde. Darin beklagt man sich konkret über einen unwilli­gen Buch­han­del, der offen­bar nicht die ger­ing­ste Lust hat, Büch­er zu verkaufen, sobald sie außer­halb des Main­streams oder der großen Ver­lage liegen. Da heißt es:

Wir küm­mern uns nun seit einem Jahr ver­stärkt um unser Buch­pro­gramm, das bis dahin ein Nebengeschäft war. Und unsere Analy­sen der Branche sind fatal: Der klas­sis­che Buch­han­del block­iert sich selb­st. Ama­zon hat all unsere Büch­er immer aufgenom­men, ange­boten, auf Lager bestellt, damit sie jed­erzeit liefer­bar sind. Die Großeinkäufer des sta­tionären Buch­han­dels (KNV, Lib­ri, Umbre­it) sind da viel träger, nach­läs­siger.

Den Rest des Artikel sollte man sich mal auf der Zunge zerge­hen lassen, ins­beson­dere die konkreten Fälle, die genan­nt wer­den. Man kann nur ver­muten, dass viele Buch­händler in einem Uni­ver­sum fern ab jeglich­er Real­ität leben, eingekuschelt in das warme, weiche Kissen aus jahrzehn­te­langer Preis­bindung und die fehlende Notwendigkeit kaufmän­nis­chen Denkens.

Einen ganz ähn­lichen Ton schlug neulich Joachim Kör­ber von der Edi­tion Phan­ta­sia auf Steglitz­Mind an. Der Artikel ist betitelt mit »Ich habe oft den Ein­druck, dass dem deutschen Buch­han­del nichts fern­er liegt, als Büch­er zu verkaufen.« Denn auch seine Erfahrun­gen mit Buch­hand­lun­gen sind seit Jahren ver­gle­ich­bar schlecht wie die aus dem oben genan­nten Beispiel.

Wir haben anfangs eine Menge Geld aus­gegeben und Adressen von Buch­händlern beim Börsen­vere­in gekauft, haben Wer­beak­tio­nen und Mail­ings gemacht, und die Res­o­nanz war gle­ich null. Ich habe oft den Ein­druck, dass dem deutschen Buch­han­del nichts fern­er liegt, als Büch­er zu verkaufen.

Auch dieses Inter­view außerst lesenswert.

Ich habe hier schon des Öfteren Ähn­lich­es behauptet, da mir solche Infor­ma­tio­nen bere­its unter der Hand von Klein­ver­la­gen bzw. deren Mitar­beit­ern gesteckt wur­den. Mit der Bitte, keine Namen zu nen­nen. Warum, kann man sich leicht vorstellen. Deswe­gen finde ich es umso schön­er, und über­aus mutig, dass das The­ma jet­zt auf diese Weise ein wenig öffentlich­er gemacht wird. ich habe allerd­ings die Befürch­tung, dass die ach so hehren Ver­fechter der Buch­han­delsethik, die es ange­ht, davon wieder mal nichts mit­bekom­men wer­den. Oder es ihnen weit­er­hin egal ist.

Und wenn man als Klein­ver­leger mit vorhan­den­er ISBN und teuer bezahltem VLB-Ein­trag schon diese Prob­leme hat, dann kann man sich vorstellen, wie es Self­pub­lish­ern geht.

Bild: Buch­hand­lung, aus der Wikipedia, geme­in­frei.

Kommentar: Das Adobe-DRM-Debakel

Kommentar: Das Adobe-DRM-Debakel

Logo Readers Against DRMDass harte DRM-Maß­nah­men Mist sind und auss­chließlich ehrliche Kun­den bestrafen, hat die Musikin­dus­trie bere­its vor Jahren auf die harte Tour erfahren müssen. Diese gab dann irgend­wann ihre Evo­lu­tion­sre­sistenz auf und verzichtete darauf. Seit­dem brum­men dig­i­tale Musikverkäufe. Weniger gesun­den Men­schen­ver­stand zeigt die kon­ser­v­a­tive Buch­branche, in der viel zuviele Ver­lage Kopier­schutz­maß­nah­men immer noch für das Ei des Kolum­bus hal­ten, und eine mein­er Ansicht nach völ­lig über­zo­gene Para­noia gegenüber irgendwelchen »Buch­pi­rat­en« pfle­gen.

Nun ist es also passiert: Adobe bringt eine neue Ver­sion von Dig­i­tal Edi­tions her­aus und das führt erwartungs­gemäß zu Prob­le­men. eRead­er für die es keine Firmware-Updates mehr geben wird, sind raus, man wird sie zum Lesen von eBooks, die mit ADE3 geschützt sind nicht mehr nutzen kön­nen. Aktuelle Lesegeräte benöti­gen möglicher­weise Firmware­up­dates, von denen man nicht weiß, wie schnell sie kom­men wer­den. Oder ob diese jemals erscheinen.

Pikant in diesem Zusam­men­hang auch: Kür­zlich erst wur­den Adobe haufen­weise Daten­sätze entwen­det, man spricht von bis zu 150 Mil­lio­nen Kun­den­dat­en, die auf­grund möglicher­weise schlecht gesichert­er Serv­er des Anbi­eters Krim­inellen in die Hände fie­len. Darunter eben auch die Dat­en von Kun­den, die man nur deswe­gen genötigt hat, ein Adobe-Kon­to einzuricht­en, damit diese eBooks lesen kön­nen, die mit dem DRM der Fir­ma geschützt sind. Unfass­bar. Auch hier sollte die Buch­branche drin­gend mal in sich gehen und darüber nach­denken, wieviel Ver­ant­wor­tung sie in dieser Causa mitzu­tra­gen hat.

Was mich daran am meis­ten belustigt: Seit Monat­en, wenn nicht Jahren, schießt die Branche mit zahllosen mehr oder weniger halt­losen Argu­menten gegen den Antichris­ten Ama­zon. Statt nun aber dafür zu sor­gen, dass man kun­den­fre­undlich­er und beque­mer wird als der Onliner­iese, treibt man den eBook-Leser mit untauglichen, durch Update defek­te und ver­mut­lich ohne­hin dem­nächst obso­leten DRM-Maß­nah­men (»unknack­bar« – daran glaube ich nicht) ger­adezu ins Kin­dle-Ökosys­tem, wo zwar eben­falls ein Kopier­schutz vorhan­den sein kann, der Kunde aber in der Nutzung nichts davon bemerkt.

Wenn es die Buch­branche ernst damit meint, (nicht nur) in Sachen eBooks eine ern­stzunehmende Alter­na­tive zu Ama­zon wer­den zu wollen, dann sollte sie die lächer­lichen, kun­den­feindlichen DRM-Spielchen sofort ein­stellen. Unter anderem. Aber die zahllosen anderen Defizite sind hier nicht das The­ma.

Creative Commons License

Gra­fik von Re­a­ders Bill of Rights, CC BY SA

eBooks und Probleme mit dem neuen Adobe DRM: Der Dreck muss endlich weg!

eBooks und Probleme mit dem neuen Adobe DRM: Der Dreck muss endlich weg!

Logo Readers Against DRMLesen.net berichtet heute über die Ein­führung von Adobe Dig­i­tal Edi­tion 3, der neuesten Ver­sion des Kopier­schutz-Drecks für eBooks. Und wie zu erwarten führt das zu diversen Prob­le­men. Ins­beson­dere ist ger­adezu arro­gant welt­fremd, dass man Inkom­pat­i­bil­itäten mit älteren eRead­er oder bess­er deren Firmware ein­fach mal vol­lkom­men ignori­ert. Das bedeutet: Man kauft sich ein eBook und ADE lädt dann möglicher­weise eine Fas­sung vom Verkäufer-Serv­er herunter, die mit dem eige­nen Lesegerät man­gels Kom­pat­i­bil­ität mit der neuen Fas­sung des DRM über­haupt nicht genutzt wer­den kann.

Das ist an Kun­den­feindlichkeit kaum noch zu über­bi­eten und gelinde gesagt eine Unver­schämtheit. Es existieren ein paar Lesegeräte oder -Apps, für die man ver­mut­lich nie wieder ein Soft­ware­up­date erhal­ten kann. Soll man die jet­zt auf­grund der fehlen­den Abwärt­skom­pat­i­bil­ität von ADE 3 in die Tonne treten? Kün­stliche Obszolezenz durch Update von ohne­hin völ­lig über­flüs­si­gen, kun­den­feindlichen Kopier­schutz­maß­nah­men? Weit­er­hin lassen sich eBooks mit­mit  dieser Schutz­maß­nahme verse­hen sind, oft nicht auf andere Lesegeräte über­tra­gen, darauf weist beispiel­sweise der Chef von Blue­fire hin.

Warum die neue DRM-Ver­sion so gnaden­los in den Markt gedrückt wird, dürfte klar sein: die alte Fas­sung kann inzwis­chen jed­er knack­en, es gibt zu diesem Zweck beispiel­sweise Plu­g­in für Cal­i­bre, oder Stand-alone-Soft­ware, die das auf Klick erledigt. Das wollte man abstellen. Doch zu welchem Preis? Das Hantieren mit DRM-geschützten eBooks ist ohne­hin mas­siv umständlich und tech­nisch weniger affine Leser sind oft damit schlicht über­fordert. Und jet­zt soll man inkom­pat­i­ble LEsegeräte ein­fach in die Tonne treten, weil Adobe das so will?

Erste Lösungsmöglichkeit: Auf gar keinen Fall Adobe Dig­i­tal Edi­tions 3 instal­lieren, egal, was die Soft­ware einem auch sagt. Jed­er, der Prob­leme damit hat, sollte sich umge­hend an den Händler wen­den und ver­lan­gen, entwed­er ein eBook zu bekom­men, das auf seinen Geräten gele­sen wer­den kann, oder sein Geld zurück fordern. Aber Vor­sicht: offen­bar sind etliche der Sup­port­mi­tar­beit­er der Online­plat­tfor­men völ­lig über­fordert und wis­sen wed­er, dass es eine neue Ver­sion des Kopier­schutzes gibt, noch wie sie damit umge­hen sollen. Weit­er­hin sollte man auf den Kauf von der­art kopiergeschützten Büch­ern ein­fach verzicht­en und damit mit den Füßen abstim­men. Auch wenn dann später ver­mut­lich wieder kol­portiert wird, dass die bösen Raubkopier­er an irgendwelchen Verkauf­s­rück­gän­gen schuld sind – tat­säch­lich sind es die Anbi­eter, die vorgestrig auf DRM beste­hen.

Das Debakel zeigt aber erneut deut­lich, dass solche harten DRM-Maß­nah­men abgeschafft wer­den müssen, denn sie benachteili­gen zum einen den Käufer erhe­blich und vor allem unver­hält­nis­mäßig. Zum anderen wer­den sie die Akzep­tanz des neuen Medi­ums eBook erneut ver­ringern, denn der Bequem­lichkeitsver­lust ist immens. Man will sich nicht mit so einem Mist herum schla­gen, son­dern ein­fach nur ein Buch lesen.

Ange­blich gilt ADE3 als unknack­bar. Warten wir mal ab, wie lange es dauert …

Grafik von Read­ers Bill of Rights, CC BY SA

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Liest man die ein­schlägi­gen Webpub­lika­tio­nen wie Börsen­blatt und ähn­lich­er Claque­ure, dann war die Buchmesse Leipzig ein voller Erfolg und die beste Ver­anstal­tung seit der Erfind­ung des Buch­drucks. Man beweihräuchert sich gegen­seit­ig, basht zwis­chen­durch kräftig  Ama­zon und platziert sich lieber mit irgendwelchen hal­b­garen »buy local«-Initiativen, statt tat­säch­lich etwas an der Kun­den­fre­undlichkeit des Buch­han­dels zu verbessern, was tat­säch­lich möglicher­weise dazu führen kön­nte, dass ich lokal kaufe. Wenn da allerd­ings nur ein »buy local«-Schild klebt und sich am Ser­vice nichts ändert, ist das pure Fas­sade und blind­er (und dum­mer) Aktion­is­mus.

Das aber nur am Rande. Ich war selb­st nicht auf der Buchmesse Leipzig, unter anderem, weil sie für mich zu weit weg ist und ich den Nutzen nicht sehe. Bish­er war diese jedoch nach übere­in­stim­menden Ausagen divers­er Ver­lage und Autoren ein wichtiger Tre­ff­punkt rund um die Phan­tastik.

Wenn ich jet­zt jedoch die Kom­mentare von Oliv­er Plasch­ka oder Uschi Zietsch lese, dann sind die bekan­nten Standes­dünkel der Branche und ihrer Elit­is­ten gegenüber Phan­tastik im all­ge­meinen offen­sichtlich in Leipzig angekom­men. Zusät­zlich ent­blödet sich der Mes­sev­er­anstal­ter nicht, Phan­tastik ein­fach mal mit Kinder­lit­er­atur gle­ichzustellen. Wie im fin­steren Mit­te­lal­ter. Liest man dann noch, wie hochherrschaftlich sich dieser Ver­anstal­ter gegenüber den Teil­nehmenden ben­immt, dann muss man sich fra­gen, ob die bei der Messe Leipzig nicht wis­sen, wer ihnen die Ein­nah­men bringt oder ob es ihnen egal ist?

Zitat Oliv­er Plasch­ka:

Ein weit­er­er Grund, wieso ich mich hier dem Vor­wurf der Seg­re­ga­tion aus­set­ze, ist der Elit­ismus der Kri­tik.Ins­beson­dere die Fan­ta­sy (die seit den Neun­zigern in Deutsch­land unfrei­willig zum Platzhal­ter für jede Art von fan­tastis­ch­er Lit­er­atur gewor­den ist) kämpft seit gefühlten Zeital­tern (d.h., min­destens seit 1939) darum, dass man sie nicht als »was für Kinder« abtut – dieses dümm­ste aller Argu­mente, das sich let­ztlich gar nicht mal gegen uns, son­dern gegen die Kinder­buchau­toren und vor allem die Kinder selb­st richtet, und das aus dem Ver­sagen der grundle­gend­sten aller lit­er­aturkri­tis­chen Kat­e­gorien erwächst, näm­lich: »Wenn da was mit Zauberei drin vorkommt, ist das doch Unsinn.«

Zitat Uschi Zietsch:

Woran liegt es? Am »neuen« Konzept der Messe, das ja nun schon zwei Jahre alt ist. Obwohl immer wieder ver­sichert wird, wie wichtig die Halle 2 mit der Phan­tastik sei, wird alles dazu getan, um die Leute zu ver­graulen. Das fängt damit an, dass wir nicht mehr verkaufen dür­fen, und es geht damit weit­er, dass die Cos­Play­er, die wegen der Medi­en­aufmerk­samkeit ange­blich »sehr geschätzt« sind, ans hin­tere Ende der Halle ver­ban­nt wer­den, wo sie »auf einen Haufen gedrängt« dann TV-wirk­sam in Szene geset­zt wer­den kön­nen. Aber bitteschön den »nor­malen« (ser­iösen?) Ablauf der Messe nicht stören sollen. […]

Es ärg­ert mich auch, dass ich kurz vor der Messe noch ein­mal eine Mail mit drastis­chen Worten erhal­ten habe, in der deut­lich darauf hingewiesen wurde, dass ich mich gefäl­ligst an alle Bedin­gun­gen zu hal­ten habe, andern­falls dro­hen enorme Strafen. Und eine Bitte von mir wurde – zur Hälfte – »aus­nahm­sweise erlaubt«. Das ist ein Ton, den ich mir ver­bitte, denn ich bin diejenige, die den Stand bezahlt und damit der Messe ihr Über­leben garantiert.

Die aus­führlichen Berichte der bei­den sollte man unbe­d­ingt mal gele­sen haben (sind oben unter den Namen der Autoren ver­linkt), wenn das nicht von Per­so­n­en stam­men würde, die vor Ort waren und abso­lut glaub­würdig sind, kön­nte man es nicht glauben wollen. Mir fällt zu dem, was da in Leipzig abge­gan­gen ist, ehrlich gesagt nicht mehr viel ein, außer dass so etwas symp­to­ma­tisch für die Branche zu sein scheint – und dass die Ver­anstal­ter in ihrer Arro­ganz mein­er Ansicht nach einen Sock­en­schuss haben.

Wie wäre denn der Plan ein­er reinen Phan­tastik-Buchmesse zeit­gle­ich zur Role Play Con­ven­tion in Köln? Es wür­den durch die Verbindung zweier solch­er Ver­anstal­tun­gen an einem Ter­min und Ort sicher­lich Syn­ergieef­fek­te entste­hen und die Ziel­gruppe treibt sich dort defin­i­tiv herum. Köln liegt zen­tral, schon die GamesCom war ja auf­grund von hefti­gen Infra­struk­tur-Prob­le­men in Leipzig in die Rhein­metro­pole gezo­gen, Stadt und Messe sind verkehrstech­nisch opti­mal ange­bun­den. Zwei Hallen RPC mit coolem Außen­gelände, jede Menge erwün­schte Gewan­dete, Cos­play­er und LARP­er, das wäre mein­er Ansicht nach ein opti­maler Rah­men für eine zusät­zliche Lit­er­atur-Ver­anstal­tung, die sich rein um Phan­tastik dreht. Und die Kul­tur­chau­vin­is­ten kön­nen bleiben, wo der Anspruchs-Pfef­fer wächst.

Vielle­icht würde das mehr brin­gen, als eine Ver­anstal­tung wie die Buchmesse Leipzig, die Phan­tastik-Ver­lage und -Autoren schein­bar nur als notwendi­ges Übel ansieht?

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Blizzard schmeißt 600 Mitarbeiter raus – Gedanken zu CATACLYSM

Laut ein­er Pressemit­teilung tren­nt sich der Spieleen­twick­ler Bliz­zard (WORLD OF WARCRAFT, DIABLO 3) von 600 Mitar­beit­ern. Man sei nach ein­er »Über­prü­fung des Geschäfts­be­triebs« zu der Gewis­sheit gelangt, dass es Einspar­po­ten­tial gebe. Nicht davon betrof­fen sind laut Bliz­zards Angaben die eigentlichen Spieleen­twick­ler, son­dern Angestellte aus den Bere­ichen Ver­wal­tung, Mar­ket­ings und Kun­den­di­enst. Die Spiel­er sollen sich keine Sor­gen machen.

Keine Sor­gen machen bei Einsparun­gen in Sachen Kun­den­di­enst? Die haben vielle­icht ein son­niges Gemüt …

Trotz der mas­siv­en Ein­bußen der let­zten Monate bei den Spiel­erzahlen von WORLD OF WARCRAFT trifft es dessen Entwick­ler nicht (warum man das extra nochmal beto­nen muss, obwohl es doch ohne­hin hieß, die Devel­op­er seien nicht betrof­fen entzieht sich meinem Ver­ständ­nis). Eben­falls wird betont, dass wed­er aktuelle noch zukün­ftige Titel wie STARCRAFT, DIABLO 3 oder die WOW-Erweiterung MISTS OF PANDARIA durch die Kündi­gun­gen neg­a­tiv bee­in­flusst wer­den sollen. Ob von den Ent­las­sun­gen auch die europäis­che Depen­dance in Paris betrof­fen sein wird, ist derzeit unbekan­nt.

Fra­g­los dürfte es allerd­ings so sein, dass die soge­nan­nte Erweiterung CATALCYSM auf­grund ihrer unaus­ge­gore­nen Inhalte die Spiel­er nicht zufrieden stellen kon­nte und sich diese deut­lich schneller als son­st wieder anderen Spie­len zuwandten.

Dass es Prob­leme mit CATACLYSM gab, gibt auch Quest-Chefen­twick­ler Dave Kosak im offiziellen Blog zu (Über­set­zung von mir):
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