Beam eBooks und das #neuland

Beam eBooks und das #neuland

Deut­sche Ver­la­ge ha­ben ist nicht so mit dem In­ter­net und zu­ge­hö­ri­gen Tech­no­lo­gi­en. Bei »Di­gi­ta­li­sie­rung« den­ken sie ver­mut­lich an Flynn, der vom MCP auf das Spiel­ra­ster ge­schickt wird …

Ich hat­te kürz­lich dar­auf hin­ge­wie­sen, dass ich mich nicht mehr in mei­nen Beam-Ac­count ein­log­gen konn­te. Hier wie es wei­ter ging.

Es sind nur noch Um­satz­zah­len aus 2017 sicht­bar:

Die ha­ben ih­ren Shop von ei­ner »Agen­tur« er­neu­ern las­sen. Da­bei gin­gen alle Um­satz­zah­len aus den bei­den al­ten Shops ver­lo­ren, die kann man also nicht mehr ein­se­hen. Al­ler­dings sind sie ge­setz­lich ver­pflich­tet, ei­nen Nach­weis zu füh­ren, des­we­gen frag­te ich nach. Auf Nach­fra­ge kann ein Ser­vice­mit­ar­bei­ter dann auch tat­säch­lich die Da­ten aus den al­ten Shops zie­hen und sie ei­nem als CSV-Da­tei zur Ver­fü­gung stel­len. Man hät­te die Da­ten auch ein­fach mi­grie­ren kön­nen, das ist nun wirk­lich nicht schwer …
Lei­der kann man im neu­en Shop nur noch Um­sät­ze se­hen, kei­ne Down­loads mehr. Das ist umso är­ger­li­cher, als ich mit den er­sten bei­den Bän­den der STEAM­PUNK-CHRO­NI­KEN eBooks ko­sten­los un­ter Crea­ti­ve Com­mons-Li­zenz an­bie­te. Die Kon­zen­trie­rung auf Um­sät­ze scheint für ei­nen nur auf Ge­winn ori­en­tier­ten An­bie­ter wie Beam und Ba­stei Lu­eb­be ver­mut­lich lo­gisch. Für je­man­den, der auf mo­der­nen In­ter­net-Krem­pel wie CC-Li­zen­zen setzt, ist es das nicht im ge­ring­sten. Ich kann jetzt auf­grund der feh­len­den An­ga­ben über­haupt nicht mehr fest­stel­len, wie er­folg­reich die bei­den Bü­cher sind. Der Shop hat sich also tech­nisch ver­schlech­tert – und das nicht nur in die­sem Punkt:

Alle Be­wer­tun­gen und Be­spre­chun­gen sind weg:

Der Punkt muss in­halt­lich gar nicht wei­ter er­klärt wer­den. Auf Rück­fra­ge, war­um das so ist, er­hielt ich die Ant­wort:

die Be­wer­tun­gen konn­ten lei­der nicht in das neue Sy­stem über­nom­men wer­den, da sich die­ses grund­le­gend ver­än­dert hat.

Das ist eine der­ma­ßen dum­me Aus­re­de, dass es mich schau­dern lässt. Be­ruf­lich ma­che ich un­ter an­de­rem ge­nau das: Da­ten­mi­gra­ti­on zwi­schen ver­schie­de­nen Sy­ste­men, bei­spiels­wei­se Web­shops, des­we­gen weiß ich ge­nau, wie so et­was ab­geht, und dass die Ant­wort so schlicht falsch ist. Dass die Be­wer­tun­gen nicht über­nom­men wur­den kann mei­ner An­sicht nach drei Grün­de ha­ben:

  1. die be­auf­trag­te Agen­tur war dazu nicht in der Lage (was ein Ar­muts­zeug­nis wäre – ich kann das nicht glau­ben)
  2. Der Be­trei­ber (also in letz­ter Kon­se­quenz Ba­stei Lu­eb­be) woll­te den Auf­wand nicht zah­len
  3. Es hat beim Be­trei­ber kei­ner dran ge­dacht, das ins Pflich­ten­heft auf­zu­neh­men

Für den Au­tor und Le­ser sind Be­wer­tun­gen, ins­be­son­de­re po­si­ti­ve, aber ein ganz grund­le­gen­des Fea­ture, ins­be­son­de­re als Wer­bung und da­mit mehr Ab­satz. Die ein­fach weg­zu­hau­en zeugt von ei­ner Igno­ranz ge­gen­über den An­for­de­run­gen von Ver­la­gen, Au­to­ren und Self­pu­blishern, dass man sich fra­gen muss, ob dem »Dienst­lei­ster« die Be­dürf­nis­se sei­ner Kun­den (und nichts an­de­res sind ja En­ti­tä­ten, die bei de­nen Bü­cher ein­stel­len) voll­kom­men egal sind.

In­kon­si­sten­zen bei der Preis­dar­stel­lung

Was bei der Mi­gra­ti­on eben­falls ab­han­den ge­kom­men ist, ist die Da­ten­in­te­gri­tät. Ich hat­te wie ge­sagt zu al­ten Beam-Zei­ten, als das vor Ba­stei noch ein wirk­lich gu­ter Shop war, zwei eBooks ko­sten­los ein­ge­stellt. Nach­dem ich wie­der Zu­griff auf das Pu­blisher-Backend hat­te, sah ich vol­ler Schrecken, dass der Preis für die bei­den Bü­cher dort mit ei­nem Euro an­ge­ge­ben war. Die le­gen also ernst­haft uni­la­te­ral an­de­re Prei­se fest, als der Ur­he­ber das will? Tat­säch­lich war das nicht so, denn im Front­end, also im für Kun­den sicht­ba­ren Shop, wur­den die bei­den Bü­cher nach wie vor ko­sten­los an­ge­bo­ten.

Den­noch: Wer auch im­mer die Mi­gra­ti­on durch­ge­führt hat, war of­fen­sicht­lich nicht dazu in der Lage, kon­si­sten­te Da­ten be­reit­zu­stel­len. Wo­her soll man als Pu­blisher wis­sen, ob die Preis­in­for­ma­tio­nen, die man im Backend sieht, mit de­nen über­ein­stim­men, die das Fron­ten dem Kun­den zeigt? Das ist eine der­ma­ßen un­fass­ba­re In­kom­pe­tenz, dass es mich er­neut schau­dern lässt. Der Kom­men­tar vom Sup­port:

Lei­der kommt es zu­sätz­lich der­zeit zu ei­nem Dar­stel­lungs­feh­ler im Backend, we­gen die­sem wer­den 0€ Ti­tel im Backend als 1€ Ti­tel an­ge­zeigt. Im Shop hin­ge­gen stimmt der ein­ge­ge­be­ne Preis und die Ti­tel wer­den für 0,00€ ver­kauft. Wir ha­ben den Feh­ler be­reits an un­se­re Agen­tur kom­mu­ni­ziert und wer­den die­sen so schnell wie mög­lich be­he­ben.

Na im­mer­hin wol­len sie den Feh­ler be­he­ben (las­sen). Wann das ge­sche­hen wird ist of­fen.

Ab­rech­nung:

Auf mei­nen aus­drück­li­chen Wunsch hin woll­te man mir die Da­ten der zu­rück­lie­gen­den Ver­käu­fe als CSV-Da­tei­en zu­sen­den. Lei­der fehl­ten in der Mail die An­hän­ge. Als ich dar­auf hin­wies be­kam ich vom sel­ben Sup­por­ter eine Mail von ei­ner an­de­ren Email­adres­se. Of­fen­bar fil­tert de­ren Mail­sy­stem also grund­sätz­lich An­hän­ge, egal ob sinn­vol­le oder sinn­lo­se. Wenn ich an mei­ne – äu­ßerst über­sicht­li­chen – Um­sät­ze aus eBooks ab­seits der Steam­punk-Chro­ni­ken kom­men möch­te, muss ich gleich meh­re­re Rech­nun­gen stel­len, denn Ba­stei Lu­eb­be jon­gliert im­mer wie­der mit dem Shop (aus ei­ner Mail an mich):

Für alle Um­sät­ze bis ein­schließ­lich 31.12.15 müss­te die Rech­nung an die oo­li­po AG adres­siert wer­den:
Oo­li­po AG
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Für alle Um­sät­ze ab dem 1.1.2016 bis heu­te müss­te Ihre Rech­nung an den Beam Shop adres­siert wer­den:
Beam Shop GmbH
Schan­zen­stra­ße 6–20
51063 Köln

Weil die nicht wis­sen was sie wol­len und im­mer wie­der mal das Ge­schäfts­mo­dell än­dern, muss man also im­mer wie­der mal Rech­nun­gen an neue Un­ter­neh­men stel­len. Was ist ei­gent­lich aus der Schnaps­idee Oo­li­po ge­wor­den?

Al­les in al­lem muss man kon­sta­tie­ren, dass man beim Be­trei­ber von Beam eBooks of­fen­bar mit dem Me­di­um In­ter­net nicht zu­recht kommt, wenn ein­fach­ste Da­ten­mi­gra­tio­nen nicht statt­fin­den kön­nen, und das dazu führt, dass man sich we­gen Feh­lern nicht mehr in sein Kon­to ein­log­gen kann und das erst von ei­nem Sup­por­ter an­ge­fasst wer­den muss, weil noch nicht mal das zu­rück­set­zen des Pass­worts klappt. Wei­ter­hin kann man we­der ver­gan­ge­ne Um­sät­ze, noch ak­tu­el­le Down­loads se­hen, und Prei­se wer­den im Backend falsch an­ge­zeigt. Zu­dem wer­den die  äu­ßerst ver­kaufs­wich­ti­gen Be­wer­tun­gen und Be­spre­chun­gen ein­fach mal nicht über­nom­men, und das nur la­ko­nisch kom­men­tiert. Down­load­zah­len wer­den gar nicht mehr an­ge­zeigt, beim Be­trei­ber zählt nur Um­satz

Und ab­schlie­ßend kann ich nur fest­stel­len, dass die Ver­käu­fe für 2017 bei null lie­gen (Down­loads kann ich nicht se­hen). Of­fen­bar kau­fen die Kun­den über­all, nur nicht mehr beim neu­en Beam. Das wun­dert auch nicht, denn wäh­rend der di­ver­sen Um­stel­lun­gen kam es zu der­ma­ßen vie­len tech­ni­schen Pro­ble­men mit Down­loads oder Abos, dass die Ziel­grup­pe ver­mut­lich die Fa­xen ex­trem dicke hat­te und sei­ne eBooks kon­se­quent wo­an­ders kauft.

Die Fa­xen mit den #neu­land-Stüm­pern habe auch ich ziem­lich dicke und wer­de des­we­gen mei­ne eBooks aus dem Shop von Beam-eBooks ent­fer­nen. Es ist über­aus scha­de und er­schreckend, wie Ba­stei Lu­eb­be den vor ih­rer Über­nah­me groß­ar­ti­gen eBook-Shop zu­grun­de ge­rich­tet hat.

Abzocke bei Steam

Abzocke bei Steam

Logo SteamEi­gent­lich war ich bis­her mit der Platt­form Steam zu­frie­den. Ein­fa­che Ab­wick­lung. Nie Pro­ble­me. Letz­te­res hat sich ge­stern ge­än­dert. Da ich mit vir­tu­el­len Brett- und Kar­ten­spie­len ex­pe­ri­men­tie­ren woll­te und man mit TA­BLE­TOP SI­MU­LA­TOR emp­foh­len hat­te, kauf­te ich die­sen über die Steam-Platt­form für 19,99 Euro, in­stal­lier­te und star­te­te. Da ich ne­ben­bei noch an­de­re Din­ge tun muss­te, war das Pro­gramm re­la­tiv lan­ge im Hin­ter­grund of­fen, ohne dass ich mich ak­tiv dar­um küm­mer­te.

Nach ei­nem ver­geb­li­chen Ver­such ei­ge­ne As­sets zu im­por­tie­ren, such­te ich nach wei­te­ren In­for­ma­tio­nen dazu und stieß auf die Sei­te der Ent­wick­ler Berzerk Ga­mes. Und da fie­len mir bei­na­he die Au­gen aus dem Kopf, denn dort wä­ren für den Steam-Key nur 9,99 Dol­lar fäl­lig ge­we­sen, also we­ni­ger als die Hälf­te des bei der Val­ve-Toch­ter be­zahl­ten Prei­ses. Das konn­te ich nicht so rich­tig ein­se­hen und schrieb dem Sup­port. Der ant­wor­te­te, ich sol­le eine Gut­schrift be­an­tra­gen. Da­für ist dann of­fen­bar eine an­de­re Ab­tei­lung ver­ant­wort­lich, die lehn­ten eine Gut­schrift mit dem Hin­weis ab, das Spiel sei be­reits über zwei Stun­den ge­nutzt wor­den. Dass ich nur eine Teil­gut­schrift woll­te, igno­rier­te die of­fen­sicht­lich aus Text­bau­stei­nen zu­sam­men­ge­klick­te Ant­wort völ­lig. Al­ler­dings ist die­se An­ga­be auch im Sy­stem der un­taug­li­chen Mul­ti­ple Choice-Klick­mög­lich­kei­ten gar nicht mög­lich. Eine zwei­te An­fra­ge wur­de mit ex­akt den­sel­ben Text­bau­stei­en ab­ge­bü­gelt wie die er­ste – ich gehe an der Stel­le mal da­von aus, dass das au­to­ma­ti­siert ab­ge­wim­melt wird und kein Mensch sei­ne Fin­ger da drin hat. Wei­te­re Sup­port­an­fra­gen blie­ben kom­plett un­be­ant­wor­tet.

Ich hal­te das für üble Ab­zocke und Preis­wu­cher, Steam. Ver­ar­schen kann ich mich auch al­lei­ne.

In Zu­kunft wer­de ich bei Steam-Keys erst­mal grund­sätz­lich an­ders­wo schau­en, wenn Val­ve mich der­art ab­sei­hen möch­te. Ich wür­de das je­dem an­de­ren Nut­zer auch drin­gend emp­feh­len.

Nach­trag: Ja, ich ken­ne di­ver­se Preis­ver­gleichs­por­ta­le, ich ken­ne GoG und ich ken­ne auch di­ver­se Key-Händ­ler. »Selbst schuld Du Honk!!!einsölf!!«-Anmerkungen sor­tie­re ich al­ler­dings nicht als »sach­li­chen Bei­trag« son­dern un­ter Ge­trol­le ein und ent­spre­chen­de Kom­men­ta­re ge­hen auch di­rekt in den Twit­fil­ter.

Nach­trag 2: Es »tut nicht weh«. Aber ich fin­de es doch arg be­denk­lich, wenn eine Soft­ware, die man aus­schließ­lich über Steam kau­fen und be­trei­ben kann, und die ohne Steam nicht funk­tio­niert, bei Steam mehr als das Dop­pel­te ko­stet, als zeit­gleich beim De­ve­l­oper. Von der Mei­nung wei­che ich auch nicht ab. Das ist pure Ab­zocke und ich füh­le mich ver­arscht, ins­be­son­de­re da­durch, dass der Sup­port nicht im Ge­ring­sten dar­auf ein­geht, son­dern ver­sucht, den Kun­den mit Text­bau­stei­nen ab­zu­spei­sen. Wenn es die Soft­ware noch bei an­de­ren An­bie­tern bzw. an­de­ren Platt­for­men oder un­ab­hän­gig von Steam gäbe, wür­de ich das »dumm ge­lau­fen« ak­zep­tie­ren, da hät­te ich ja mal ein we­nig den Preis re­cher­chie­ren kön­nen. Aber bei der Kon­stel­la­ti­on nicht.

Nach­trag 3: Steam hat gut­ge­schrie­ben

Logo Steam Co­py­right Val­ve

Beam eBooks ist kaputt, die Dritte

Beam eBooks ist kaputt, die Dritte

beam-logoIch hat­te be­reits zwei­mal über die ak­tu­el­len Pro­ble­me bei beam eBooks be­rich­tet. Auf Face­book ist fol­gen­de Stel­lung­nah­me zu fin­den:

beam eBooks in ei­ge­ner Sa­che: Un­se­re Platt­form ist im Juni an sy­ste­mi­sche Gren­zen ge­ra­ten. Lei­der kommt es auf­grund ei­ner not­wen­di­gen Ser­ver­mi­gra­ti­on seit dem 9. Juni zu di­ver­sen tech­ni­schen Pro­ble­men. beam ist sehr en­ga­giert auf Feh­ler­su­che, kann je­doch nur Schritt für Schritt Ab­hil­fe schaf­fen. beam soll per­sön­lich blei­ben, das wird es auch tun! Jede An­fra­ge wird be­ar­bei­tet wer­den, Ver­bes­se­rung ist in Sicht, nur kann ich al­lei­ne nicht al­len An­fra­gen gleich­zei­tig nach­kom­men.Ich möch­te mich auf die­sem Wege ganz herz­lich für das gro­ße Ver­trau­en und aber vor al­lem die Ge­duld auf Kun­den­sei­te – also bei euch – be­dan­ken – dies ist al­les an­de­re als selbst­ver­ständ­lich. Ich weiß dies als Shop­ma­na­ge­rin von beam sehr zu schät­zen – Un­zu­frie­den­keit und Ver­är­ge­rung sind in der heu­ti­gen Si­tua­ti­on ab­so­lut nach­voll­zieh­bar. Un­ser Mot­to bei beam lau­tet »gren­zen­los le­sen« – die­sem Cre­do möch­te ich zu­künf­tig mit ver­stärk­ten Kräf­ten und kun­den­freund­li­che­ren Fea­tures im Shop nach­kom­men – und sehr ger­ne auch wei­ter­hin mit euch als eBook-Fans! Ich hal­te euch auf dem Lau­fen­den. Eure Shop Ma­na­ge­rin Sa­rah

In­ter­es­sant sind dar­an meh­re­re Punk­te:

* Of­fen­sicht­lich hält man bei Lu­eb­be Beam eBooks für nicht wich­tig ge­nug, um aus­rei­chend Per­so­nal da­für zur Ver­fü­gung zu stel­len. Ich gehe da­von aus, dass es sich bei »Sa­rah« um die­sel­be Per­son han­delt, die auch als Ju­gend­schutz­be­auf­trag­te im Im­pres­sum steht, und die mir ge­gen­über in ei­ner eMail er­läu­ter­te, sie sei al­lein für die Platt­form ver­ant­wort­lich. Das mag funk­tio­nie­ren wenn die Platt­form läuft, bei den der­zeit vor­lie­gen­den Pro­ble­men muss der Sup­port selbst­ver­ständ­lich so­fort ver­stärkt wer­den.

* Es ist kei­ne Platt­form an »sy­ste­mi­sche Gren­zen ge­ra­ten«, die Te­chies von Lu­eb­be ha­ben die Mi­gra­ti­on ver­saut. An­ders kann man das nicht sa­gen. Na­tür­lich kann es bei sol­chen Mi­gra­tio­nen zu Schwie­rig­kei­ten kom­men, al­ler­dings ist es un­ver­ant­wort­lich und ein Hohn ge­gen­über den zah­len­den Kun­den, wenn sol­che Pro­ble­me zu­erst gar nicht und dann viel zu spät nur an ei­ner Stel­le kom­mu­ni­ziert wer­den. Denn die­ser Kom­men­tar auf Face­book in kein­ster Wei­se aus­rei­chend. Et­li­che Kun­den wer­den den über­haupt nicht se­hen kön­nen, so et­was muss zwin­gend auf die Start­sei­te der Platt­form und es muss zu­sätz­lich per Mail an alle Kun­den raus­ge­hen.

* Die Mi­gra­ti­on hät­te aus­führ­lich ge­prüft und ge­te­sted wer­den müs­sen. Man hät­te die bis­he­ri­ge Platt­form auf dem al­ten Ser­ver pro­blem­los lau­fen las­sen kön­nen, bis si­cher­ge­stellt ist, dass die Mi­gra­ti­on er­folg­reich durch­ge­führt wur­de und die Soft­ware auf dem neu­en Ser­ver feh­ler­frei läuft. Das ist ab­so­lu­ter Stan­dard bei sol­chen Pro­jek­ten, und man hät­te so­gar da­durch völ­lig ent­spannt Zeit ge­habt, alle Feh­ler aus­zu­bü­geln, be­vor man on­line geht. Dass das ganz of­fen­sicht­lich nicht pas­siert ist, deu­tet ent­we­der auf er­heb­li­chen Zeit­druck hin, oder auf man­geln­de Kennt­nis­se. Oder auch die zu­stän­di­ge Tech­nik­ab­tei­lung ist schwer un­ter­be­setzt (was nach mei­nen Er­fah­run­gen ins­be­son­de­re bei tech­nik­fer­nen Ent­schei­dern gern mal vor­kommt).

* Mit die­ser Stel­lung­nah­me ist die Sa­che nicht vom Tisch. Zahl­lo­se Kom­men­ta­re im Per­ry Rho­dan-Fo­rum, im Fo­rum von lesen.net und auch auf Face­book zei­gen, dass Lu­eb­be hier um­ge­hend er­heb­li­che Scha­dens­be­gren­zung ein­lei­ten und so­fort trans­pa­rent wer­den muss – und das auf al­len Ka­nä­len. Und vor al­lem müs­sen alle zah­len­den Kun­den so­fort ihre be­zahl­te Ware be­kom­men. Wenn das die of­fen­bar ein­zel­ne Per­son, die für Beam ver­ant­wort­lich ist, nicht kann, dann muss Lu­eb­be halt zur Not ein paar wei­te­re Mit­ar­bei­ter zeit­wei­lig da­für ab­stel­len.

Ab­schlie­ßend sei mir die An­mer­kung er­laubt, dass das Gan­ze eine gi­gan­ti­sche Lach­num­mer ist. Kei­ne trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, kein brauch­ba­rer Sup­port, kei­ne pro­fes­sio­nel­le Hand­ha­bung der Pro­ble­me – und hau­fen­wei­se ver­grätz­te Kun­den. Wenn man sieht, wie Lu­eb­be Beam eBooks in den Fach­me­di­en ab­fei­ern lässt, dann kann man die da­ge­gen ste­hen­de Rea­li­tät mit ei­ner of­fen­sicht­lich deut­lich un­ter­be­setz­ten Ad­mi­ni­stra­ti­on nur für eine Re­al­sa­ti­re hal­ten. Aber: Wenn die Kun­den erst ein­mal weg sind, kom­men sie so schnell nicht wie­der.

Al­les in al­lem kann man lei­der er­neut nur fest­stel­len, dass die alt­ein­ge­ses­se­nen Ver­la­ge mit dem #neu­land nicht zu­recht kom­men – und in die­sem Fall ist das an­ge­sichts des PR-Tam­tams, das Lu­eb­be um die Platt­form ge­macht hat, be­son­ders pein­lich. Ge­ra­de­zu ein Pa­ra­de­bei­spiel, wie man das nicht hand­habt. Der of­fen­bar für Beam ver­ant­wort­li­chen Sa­rah kann man da­bei noch nicht ein­mal ei­nen Vor­wurf ma­chen, denn die Ent­schei­dun­gen, die Plat­form nur mit hal­bem Arsch zu be­trei­ben, ka­men von Lu­eb­be.

Ich kann mich nur wie­der­ho­len: Scha­de um die einst­mals schö­ne Platt­form.

Lu­eb­be hat jetzt noch eine Chan­ce: Trans­pa­rent kom­mu­ni­zie­ren und die Sup­port-Pro­ble­me so­fort durch Man- oder Wo­man­power lö­sen. Und deut­lich pro­fes­sio­nel­ler wer­den, was den Be­trieb der Platt­form an­geht.

Logo Beam eBooks Coyp­right beam AG

Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht

Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht

Trusted Shops Beam eBooks

Ich hat­te an an­de­rer Stel­le über der­zeit of­fen­bar be­stehen­de Pro­ble­me mit dem Sup­port von Beam eBooks hin­ge­wie­sen. Down­loads funk­tio­nie­ren nicht, Der Ser­vice re­agiert nicht oder völ­lig un­zu­rei­chend auf An­fra­gen der Kun­den. Do­ku­men­tiert wur­de das durch die Be­wer­tun­gen auf der Platt­form »Tru­sted Shops«.

Seit heu­te kann man die Be­wer­tun­gen nicht mehr ein­se­hen, weil »der Shop für die Nut­zung des Be­wer­tungs­sy­stems nicht frei­ge­schal­tet ist«. Sie­he Bild­schirm­fo­to.

Das ist ge­ra­de­zu ein Mu­ster­bei­spiel, wie PR im Netz nicht funk­tio­niert. Da gibt es öf­fent­li­che Kri­tik an ei­nem On­line­shop – und statt sich der Feh­ler an­zu­neh­men und die­se zu be­he­ben, ver­sucht man sie zu ver­tu­schen. Das ist so ziem­lich der al­ler­fal­sche­ste Weg, den Lub­be in mei­nen Au­gen hat be­schrei­ten kön­nen. Kri­ti­sche Nut­zer­stim­men ein­fach ent­fer­nen zu las­sen, zeigt in mei­nen Au­gen, dass bei Beam eBooks tat­säch­lich ei­ni­ges im Ar­gen lie­gen muss. Wenn man be­grün­de­te ne­ga­ti­ve Kri­tik er­hält, dann be­sei­tigt man den Grund und nicht die Kri­tik.

[Up­date 18:06 Uhr]: Auf der Web­sei­te von Beam eBooks ist die ver­meint­lich gute Wer­tung »sehr gut« bei Tru­sted Shops im­mer noch zu se­hen. Ver­folgt man den Link, kommt man al­ler­dings auf die oben ge­zeig­te Feh­ler­sei­te. Nach mei­ner An­sicht grenzt das schon an Be­trug. Die an­de­re Mög­lich­keit ist na­tür­lich, dass da neu­er­dings je­mand für die Web­sei­te ver­ant­wort­lich ist, der vom #neu­land kei­ne Ah­nung hat.

Screenshot Beam

 

Geht Beam eBooks gerade den Bach runter?

Geht Beam eBooks gerade den Bach runter?

Beam-BewertungenBeam eBooks war mal eine gran­dio­se Platt­form, um DRM-freie Ver­lags-eBooks aber auch sol­che von Self­pu­blishern zu kau­fen. Funk­tio­nier­te pro­blem­los und wenn mal ir­gend­was nicht ge­klappt hat oder man Fra­gen hat­te, be­ant­wor­te­te der ehe­ma­li­ge Be­trei­ber, Herr Kauf­mann, die­se oft in­ner­halb von Mi­nu­ten. Das galt auch für den Kon­takt als Self­pu­blisher.

Beam eBooks wur­de im Sep­tem­ber 2014 von Lu­eb­be über­nom­men, schon da­mals sorg­ten sich et­li­che über die Zu­kunft der Platt­form, eine Sor­ge die of­fen­sicht­lich be­grün­det war.

Denn:

Zu­erst die merk­wür­di­gen Mails und sich wi­der­spre­chen­den Ant­wor­ten zum The­ma »ab 18 eBooks« (sie­he hier, hier, hier und hier).

Wirft man mal ei­nen Blick auf die Sei­te zu Beam eBooks beim On­line­händ­ler­be­wer­tungs­dienst Tru­sted Shops, muss man lei­der fest­stel­len, dass es seit dem 13.06.2015 aus­schließ­lich man­gel­haf­te Be­wer­tun­gen ha­gelt. Down­loads sind nicht durch­führ­bar und Abos wer­den nicht er­füllt – Geld wird na­tür­lich trotz­dem ein­ge­zo­gen. Da­bei re­agiert der Kun­den­ser­vice of­fen­sicht­lich über­haupt nicht, we­der per Email, noch ist je­mand te­le­fo­nisch er­reich­bar.

Lu­eb­be täte gut dar­an, die­se Pro­ble­me um­ge­hend zu be­he­ben, denn zah­len­de Kun­den der­art im Re­gen ste­hen zu las­sen, ist die be­ste Me­tho­de, sei­ne Kun­den nach­hal­tig zu ver­lie­ren.

[Up­date 13:00]: Scheint ganz schön ka­putt zu sein. Ich kann mich mit mei­nen Log­in­daten nicht mehr an­mel­den, die an­ge­for­der­te Email zum Zu­rück­set­zen des Pass­worts kommt nicht. So­mit habe ich kei­nen Zu­griff auf mei­ne ge­kauf­ten eBooks mehr.

[Up­date 28.06.15]: In­ter­es­san­ter­wei­se ist bei Tru­sted Shops auf ein­mal eine »sehr gut«-Besprechung auf­ge­taucht. Auch bei die­sem Nut­zer hat der Down­load nicht funk­tio­niert, an­geb­lich wur­de aber durch den Sup­port schnell ge­hol­fen. Ich kann das nicht be­stä­ti­gen, ich war­te seit Ta­gen auf den Pass­wor­t­re­set und auf Emails wur­de eben­falls nicht ge­ant­wor­tet. Man muss sich also fra­gen, wie echt die­se Be­wer­tung ist.

[Up­date 01.07.2015]: Nicht nur die kri­ti­schen Be­wer­tun­gen, son­dern gleich alle, wur­den auf Tru­sted Shops ent­fernt.

Dank an Alex Jahn­ke für den Hin­weis.

Kleinverlage und der Buchhandel – Keinen Bock, Bücher zu verkaufen?

Kleinverlage und der Buchhandel – Keinen Bock, Bücher zu verkaufen?

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In der ein­ge­schränk­ten schwarz-weiß-Welt­sicht des Buch­han­dels ist die Lage klar. Ama­zon wur­de als das Böse an sich aus­ge­macht und man wird nicht müde, dar­auf hin­zu­wei­sen, dass man dort ge­fäl­ligst nicht kau­fen soll. Mit teil­wei­se au­ßer­or­dent­lich ha­ne­bü­che­nen Be­grün­dun­gen und völ­lig au­ßer Acht las­send, dass der On­line­ver­sen­der aus den USA ins­be­son­de­re im Be­reich Kun­den­freund­lich­keit die Nase Licht­jah­re weit vor­ne hat. Man ver­sucht die Le­ser mit so halb­ga­ren Kam­pa­gnen wie »Vor­sicht! Buch!« oder »Buy Lo­cal« zu ge­win­nen, statt ein­fach bes­ser zu wer­den.

Dass der Slo­gan »Vor­sicht! Buch!« aber auch in ganz an­de­rer Hin­sicht stimmt, be­weist ein Ar­ti­kel von »Sei­ten­flü­gel«, auf den ich heu­te hin­ge­wie­sen wur­de. Dar­in be­klagt man sich kon­kret über ei­nen un­wil­li­gen Buch­han­del, der of­fen­bar nicht die ge­ring­ste Lust hat, Bü­cher zu ver­kau­fen, so­bald sie au­ßer­halb des Main­streams oder der gro­ßen Ver­la­ge lie­gen. Da heißt es:

Wir küm­mern uns nun seit ei­nem Jahr ver­stärkt um un­ser Buch­pro­gramm, das bis da­hin ein Ne­ben­ge­schäft war. Und un­se­re Ana­ly­sen der Bran­che sind fa­tal: Der klas­si­sche Buch­han­del blockiert sich selbst. Ama­zon hat all un­se­re Bü­cher im­mer auf­ge­nom­men, an­ge­bo­ten, auf La­ger be­stellt, da­mit sie je­der­zeit lie­fer­bar sind. Die Groß­ein­käu­fer des sta­tio­nä­ren Buch­han­dels (KNV, Li­bri, Um­breit) sind da viel trä­ger, nach­läs­si­ger.

Den Rest des Ar­ti­kel soll­te man sich mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen, ins­be­son­de­re die kon­kre­ten Fäl­le, die ge­nannt wer­den. Man kann nur ver­mu­ten, dass vie­le Buch­händ­ler in ei­nem Uni­ver­sum fern ab jeg­li­cher Rea­li­tät le­ben, ein­ge­ku­schelt in das war­me, wei­che Kis­sen aus jahr­zehn­te­lan­ger Preis­bin­dung und die feh­len­de Not­wen­dig­keit kauf­män­ni­schen Den­kens.

Ei­nen ganz ähn­li­chen Ton schlug neu­lich Joa­chim Kör­ber von der Edi­ti­on Phan­ta­sia auf Ste­glitz­Mind an. Der Ar­ti­kel ist be­ti­telt mit »Ich habe oft den Ein­druck, dass dem deut­schen Buch­han­del nichts fer­ner liegt, als Bü­cher zu ver­kau­fen.« Denn auch sei­ne Er­fah­run­gen mit Buch­hand­lun­gen sind seit Jah­ren ver­gleich­bar schlecht wie die aus dem oben ge­nann­ten Bei­spiel.

Wir ha­ben an­fangs eine Men­ge Geld aus­ge­ge­ben und Adres­sen von Buch­händ­lern beim Bör­sen­ver­ein ge­kauft, ha­ben Wer­be­ak­tio­nen und Mai­lings ge­macht, und die Re­so­nanz war gleich null. Ich habe oft den Ein­druck, dass dem deut­schen Buch­han­del nichts fer­ner liegt, als Bü­cher zu ver­kau­fen.

Auch die­ses In­ter­view au­ßerst le­sens­wert.

Ich habe hier schon des Öf­te­ren Ähn­li­ches be­haup­tet, da mir sol­che In­for­ma­tio­nen be­reits un­ter der Hand von Klein­ver­la­gen bzw. de­ren Mit­ar­bei­tern ge­steckt wur­den. Mit der Bit­te, kei­ne Na­men zu nen­nen. War­um, kann man sich leicht vor­stel­len. Des­we­gen fin­de ich es umso schö­ner, und über­aus mu­tig, dass das The­ma jetzt auf die­se Wei­se ein we­nig öf­fent­li­cher ge­macht wird. ich habe al­ler­dings die Be­fürch­tung, dass die ach so heh­ren Ver­fech­ter der Buch­han­dels­ethik, die es an­geht, da­von wie­der mal nichts mit­be­kom­men wer­den. Oder es ih­nen wei­ter­hin egal ist.

Und wenn man als Klein­ver­le­ger mit vor­han­de­ner ISBN und teu­er be­zahl­tem VLB-Ein­trag schon die­se Pro­ble­me hat, dann kann man sich vor­stel­len, wie es Self­pu­blishern geht.

Bild: Buch­hand­lung, aus der Wi­ki­pe­dia, ge­mein­frei.

Kommentar: Das Adobe-DRM-Debakel

Kommentar: Das Adobe-DRM-Debakel

Logo Readers Against DRMDass har­te DRM-Maß­nah­men Mist sind und aus­schließ­lich ehr­li­che Kun­den be­stra­fen, hat die Mu­sik­in­du­strie be­reits vor Jah­ren auf die har­te Tour er­fah­ren müs­sen. Die­se gab dann ir­gend­wann ihre Evo­lu­ti­ons­re­si­stenz auf und ver­zich­te­te dar­auf. Seit­dem brum­men di­gi­ta­le Mu­sik­ver­käu­fe. We­ni­ger ge­sun­den Men­schen­ver­stand zeigt die kon­ser­va­ti­ve Buch­bran­che, in der viel zu­vie­le Ver­la­ge Ko­pier­schutz­maß­nah­men im­mer noch für das Ei des Ko­lum­bus hal­ten, und eine mei­ner An­sicht nach völ­lig über­zo­ge­ne Pa­ra­noia ge­gen­über ir­gend­wel­chen »Buch­pi­ra­ten« pfle­gen.

Nun ist es also pas­siert: Ado­be bringt eine neue Ver­si­on von Di­gi­tal Edi­ti­ons her­aus und das führt er­war­tungs­ge­mäß zu Pro­ble­men. eRe­ader für die es kei­ne Firm­ware-Up­dates mehr ge­ben wird, sind raus, man wird sie zum Le­sen von eBooks, die mit ADE3 ge­schützt sind nicht mehr nut­zen kön­nen. Ak­tu­el­le Le­se­ge­rä­te be­nö­ti­gen mög­li­cher­wei­se Firm­ware­up­dates, von de­nen man nicht weiß, wie schnell sie kom­men wer­den. Oder ob die­se je­mals er­schei­nen.

Pi­kant in die­sem Zu­sam­men­hang auch: Kürz­lich erst wur­den Ado­be hau­fen­wei­se Da­ten­sät­ze ent­wen­det, man spricht von bis zu 150 Mil­lio­nen Kun­den­da­ten, die auf­grund mög­li­cher­wei­se schlecht ge­si­cher­ter Ser­ver des An­bie­ters Kri­mi­nel­len in die Hän­de fie­len. Dar­un­ter eben auch die Da­ten von Kun­den, die man nur des­we­gen ge­nö­tigt hat, ein Ado­be-Kon­to ein­zu­rich­ten, da­mit die­se eBooks le­sen kön­nen, die mit dem DRM der Fir­ma ge­schützt sind. Un­fass­bar. Auch hier soll­te die Buch­bran­che drin­gend mal in sich ge­hen und dar­über nach­den­ken, wie­viel Ver­ant­wor­tung sie in die­ser Cau­sa mit­zu­tra­gen hat.

Was mich dar­an am mei­sten be­lu­stigt: Seit Mo­na­ten, wenn nicht Jah­ren, schießt die Bran­che mit zahl­lo­sen mehr oder we­ni­ger halt­lo­sen Ar­gu­men­ten ge­gen den An­ti­chri­sten Ama­zon. Statt nun aber da­für zu sor­gen, dass man kun­den­freund­li­cher und be­que­mer wird als der On­line­rie­se, treibt man den eBook-Le­ser mit un­taug­li­chen, durch Up­date de­fek­te und ver­mut­lich oh­ne­hin dem­nächst ob­so­le­ten DRM-Maß­nah­men (»un­knack­bar« – dar­an glau­be ich nicht) ge­ra­de­zu ins Kind­le-Öko­sy­stem, wo zwar eben­falls ein Ko­pier­schutz vor­han­den sein kann, der Kun­de aber in der Nut­zung nichts da­von be­merkt.

Wenn es die Buch­bran­che ernst da­mit meint, (nicht nur) in Sa­chen eBooks eine ernst­zu­neh­men­de Al­ter­na­ti­ve zu Ama­zon wer­den zu wol­len, dann soll­te sie die lä­cher­li­chen, kun­den­feind­li­chen DRM-Spiel­chen so­fort ein­stel­len. Un­ter an­de­rem. Aber die zahl­lo­sen an­de­ren De­fi­zi­te sind hier nicht das The­ma.

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Gra­fik von Re­a­ders Bill of Rights, CC BY SA

eBooks und Probleme mit dem neuen Adobe DRM: Der Dreck muss endlich weg!

eBooks und Probleme mit dem neuen Adobe DRM: Der Dreck muss endlich weg!

Logo Readers Against DRMLesen.net be­rich­tet heu­te über die Ein­füh­rung von Ado­be Di­gi­tal Edi­ti­on 3, der neu­esten Ver­si­on des Ko­pier­schutz-Drecks für eBooks. Und wie zu er­war­ten führt das zu di­ver­sen Pro­ble­men. Ins­be­son­de­re ist ge­ra­de­zu ar­ro­gant welt­fremd, dass man In­kom­pa­ti­bi­li­tä­ten mit äl­te­ren eRe­ader oder bes­ser de­ren Firm­ware ein­fach mal voll­kom­men igno­riert. Das be­deu­tet: Man kauft sich ein eBook und ADE lädt dann mög­li­cher­wei­se eine Fas­sung vom Ver­käu­fer-Ser­ver her­un­ter, die mit dem ei­ge­nen Le­se­ge­rät man­gels Kom­pa­ti­bi­li­tät mit der neu­en Fas­sung des DRM über­haupt nicht ge­nutzt wer­den kann.

Das ist an Kun­den­feind­lich­keit kaum noch zu über­bie­ten und ge­lin­de ge­sagt eine Un­ver­schämt­heit. Es exi­stie­ren ein paar Le­se­ge­rä­te oder -Apps, für die man ver­mut­lich nie wie­der ein Soft­ware­up­date er­hal­ten kann. Soll man die jetzt auf­grund der feh­len­den Ab­wärts­kom­pa­ti­bi­li­tät von ADE 3 in die Ton­ne tre­ten? Künst­li­che Obs­zo­le­zenz durch Up­date von oh­ne­hin völ­lig über­flüs­si­gen, kun­den­feind­li­chen Ko­pier­schutz­maß­nah­men? Wei­ter­hin las­sen sich eBooks mit­mit  die­ser Schutz­maß­nah­me ver­se­hen sind, oft nicht auf an­de­re Le­se­ge­rä­te über­tra­gen, dar­auf weist bei­spiels­wei­se der Chef von Blue­fire hin.

War­um die neue DRM-Ver­si­on so gna­den­los in den Markt ge­drückt wird, dürf­te klar sein: die alte Fas­sung kann in­zwi­schen je­der knacken, es gibt zu die­sem Zweck bei­spiels­wei­se Plug­in für Ca­libre, oder Stand-alo­ne-Soft­ware, die das auf Klick er­le­digt. Das woll­te man ab­stel­len. Doch zu wel­chem Preis? Das Han­tie­ren mit DRM-ge­schütz­ten eBooks ist oh­ne­hin mas­siv um­ständ­lich und tech­nisch we­ni­ger af­fi­ne Le­ser sind oft da­mit schlicht über­for­dert. Und jetzt soll man in­kom­pa­ti­ble LE­se­ge­rä­te ein­fach in die Ton­ne tre­ten, weil Ado­be das so will?

Er­ste Lö­sungs­mög­lich­keit: Auf gar kei­nen Fall Ado­be Di­gi­tal Edi­ti­ons 3 in­stal­lie­ren, egal, was die Soft­ware ei­nem auch sagt. Je­der, der Pro­ble­me da­mit hat, soll­te sich um­ge­hend an den Händ­ler wen­den und ver­lan­gen, ent­we­der ein eBook zu be­kom­men, das auf sei­nen Ge­rä­ten ge­le­sen wer­den kann, oder sein Geld zu­rück for­dern. Aber Vor­sicht: of­fen­bar sind et­li­che der Sup­port­mit­ar­bei­ter der On­line­platt­for­men völ­lig über­for­dert und wis­sen we­der, dass es eine neue Ver­si­on des Ko­pier­schut­zes gibt, noch wie sie da­mit um­ge­hen sol­len. Wei­ter­hin soll­te man auf den Kauf von der­art ko­pier­ge­schütz­ten Bü­chern ein­fach ver­zich­ten und da­mit mit den Fü­ßen ab­stim­men. Auch wenn dann spä­ter ver­mut­lich wie­der kol­por­tiert wird, dass die bö­sen Raub­ko­pie­rer an ir­gend­wel­chen Ver­kaufs­rück­gän­gen schuld sind – tat­säch­lich sind es die An­bie­ter, die vor­gest­rig auf DRM be­stehen.

Das De­ba­kel zeigt aber er­neut deut­lich, dass sol­che har­ten DRM-Maß­nah­men ab­ge­schafft wer­den müs­sen, denn sie be­nach­tei­li­gen zum ei­nen den Käu­fer er­heb­lich und vor al­lem un­ver­hält­nis­mä­ßig. Zum an­de­ren wer­den sie die Ak­zep­tanz des neu­en Me­di­ums eBook er­neut ver­rin­gern, denn der Be­quem­lich­keits­ver­lust ist im­mens. Man will sich nicht mit so ei­nem Mist her­um schla­gen, son­dern ein­fach nur ein Buch le­sen.

An­geb­lich gilt ADE3 als un­knack­bar. War­ten wir mal ab, wie lan­ge es dau­ert …

Gra­fik von Re­aders Bill of Rights, CC BY SA

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Buchmesse Leipzig: Phantastik nein danke! Wie wär´s mit Köln?

Liest man die ein­schlä­gi­gen Web­pu­bli­ka­tio­nen wie Bör­sen­blatt und ähn­li­cher Cla­queu­re, dann war die Buch­mes­se Leip­zig ein vol­ler Er­folg und die be­ste Ver­an­stal­tung seit der Er­fin­dung des Buch­drucks. Man be­weih­räu­chert sich ge­gen­sei­tig, basht zwi­schen­durch kräf­tig  Ama­zon und platz­iert sich lie­ber mit ir­gend­wel­chen halb­ga­ren »buy local«-Initiativen, statt tat­säch­lich et­was an der Kun­den­freund­lich­keit des Buch­han­dels zu ver­bes­sern, was tat­säch­lich mög­li­cher­wei­se dazu füh­ren könn­te, dass ich lo­kal kau­fe. Wenn da al­ler­dings nur ein »buy local«-Schild klebt und sich am Ser­vice nichts än­dert, ist das pure Fas­sa­de und blin­der (und dum­mer) Ak­tio­nis­mus.

Das aber nur am Ran­de. Ich war selbst nicht auf der Buch­mes­se Leip­zig, un­ter an­de­rem, weil sie für mich zu weit weg ist und ich den Nut­zen nicht sehe. Bis­her war die­se je­doch nach über­ein­stim­men­den Au­sa­gen di­ver­ser Ver­la­ge und Au­to­ren ein wich­ti­ger Treff­punkt rund um die Phan­ta­stik.

Wenn ich jetzt je­doch die Kom­men­ta­re von Oli­ver Plasch­ka oder Uschi Zietsch lese, dann sind die be­kann­ten Stan­des­dün­kel der Bran­che und ih­rer Eli­ti­sten ge­gen­über Phan­ta­stik im all­ge­mei­nen of­fen­sicht­lich in Leip­zig an­ge­kom­men. Zu­sätz­lich ent­blö­det sich der Mes­se­ver­an­stal­ter nicht, Phan­ta­stik ein­fach mal mit Kin­der­li­te­ra­tur gleich­zu­stel­len. Wie im fin­ste­ren Mit­tel­al­ter. Liest man dann noch, wie hoch­herr­schaft­lich sich die­ser Ver­an­stal­ter ge­gen­über den Teil­neh­men­den be­nimmt, dann muss man sich fra­gen, ob die bei der Mes­se Leip­zig nicht wis­sen, wer ih­nen die Ein­nah­men bringt oder ob es ih­nen egal ist?

Zi­tat Oli­ver Plasch­ka:

Ein wei­te­rer Grund, wie­so ich mich hier dem Vor­wurf der Se­gre­ga­ti­on aus­set­ze, ist der Eli­tis­mus der Kri­tik.Ins­be­son­de­re die Fan­ta­sy (die seit den Neun­zi­gern in Deutsch­land un­frei­wil­lig zum Platz­hal­ter für jede Art von fan­ta­sti­scher Li­te­ra­tur ge­wor­den ist) kämpft seit ge­fühl­ten Zeit­al­tern (d.h., min­de­stens seit 1939) dar­um, dass man sie nicht als »was für Kin­der« ab­tut – die­ses dümm­ste al­ler Ar­gu­men­te, das sich letzt­lich gar nicht mal ge­gen uns, son­dern ge­gen die Kin­der­buch­au­to­ren und vor al­lem die Kin­der selbst rich­tet, und das aus dem Ver­sa­gen der grund­le­gend­sten al­ler li­te­ra­tur­kri­ti­schen Ka­te­go­ri­en er­wächst, näm­lich: »Wenn da was mit Zau­be­rei drin vor­kommt, ist das doch Un­sinn.«

Zi­tat Uschi Zietsch:

Wor­an liegt es? Am »neu­en« Kon­zept der Mes­se, das ja nun schon zwei Jah­re alt ist. Ob­wohl im­mer wie­der ver­si­chert wird, wie wich­tig die Hal­le 2 mit der Phan­ta­stik sei, wird al­les dazu ge­tan, um die Leu­te zu ver­grau­len. Das fängt da­mit an, dass wir nicht mehr ver­kau­fen dür­fen, und es geht da­mit wei­ter, dass die CosPlay­er, die we­gen der Me­di­en­auf­merk­sam­keit an­geb­lich »sehr ge­schätzt« sind, ans hin­te­re Ende der Hal­le ver­bannt wer­den, wo sie »auf ei­nen Hau­fen ge­drängt« dann TV-wirk­sam in Sze­ne ge­setzt wer­den kön­nen. Aber bit­te­schön den »nor­ma­len« (se­riö­sen?) Ab­lauf der Mes­se nicht stö­ren sol­len. […]

Es är­gert mich auch, dass ich kurz vor der Mes­se noch ein­mal eine Mail mit dra­sti­schen Wor­ten er­hal­ten habe, in der deut­lich dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, dass ich mich ge­fäl­ligst an alle Be­din­gun­gen zu hal­ten habe, an­dern­falls dro­hen enor­me Stra­fen. Und eine Bit­te von mir wur­de – zur Hälf­te – »aus­nahms­wei­se er­laubt«. Das ist ein Ton, den ich mir ver­bit­te, denn ich bin die­je­ni­ge, die den Stand be­zahlt und da­mit der Mes­se ihr Über­le­ben ga­ran­tiert.

Die aus­führ­li­chen Be­rich­te der bei­den soll­te man un­be­dingt mal ge­le­sen ha­ben (sind oben un­ter den Na­men der Au­to­ren ver­linkt), wenn das nicht von Per­so­nen stam­men wür­de, die vor Ort wa­ren und ab­so­lut glaub­wür­dig sind, könn­te man es nicht glau­ben wol­len. Mir fällt zu dem, was da in Leip­zig ab­ge­gan­gen ist, ehr­lich ge­sagt nicht mehr viel ein, au­ßer dass so et­was sym­pto­ma­tisch für die Bran­che zu sein scheint – und dass die Ver­an­stal­ter in ih­rer Ar­ro­ganz mei­ner An­sicht nach ei­nen Socken­schuss ha­ben.

Wie wäre denn der Plan ei­ner rei­nen Phan­ta­stik-Buch­mes­se zeit­gleich zur Role Play Con­ven­ti­on in Köln? Es wür­den durch die Ver­bin­dung zwei­er sol­cher Ver­an­stal­tun­gen an ei­nem Ter­min und Ort si­cher­lich Syn­er­gie­ef­fek­te ent­ste­hen und die Ziel­grup­pe treibt sich dort de­fi­ni­tiv her­um. Köln liegt zen­tral, schon die Ga­mes­Com war ja auf­grund von hef­ti­gen In­fra­struk­tur-Pro­ble­men in Leip­zig in die Rhein­me­tro­po­le ge­zo­gen, Stadt und Mes­se sind ver­kehrs­tech­nisch op­ti­mal an­ge­bun­den. Zwei Hal­len RPC mit coo­lem Au­ßen­ge­län­de, jede Men­ge er­wünsch­te Ge­wan­de­te, Cosplay­er und LAR­Per, das wäre mei­ner An­sicht nach ein op­ti­ma­ler Rah­men für eine zu­sätz­li­che Li­te­ra­tur-Ver­an­stal­tung, die sich rein um Phan­ta­stik dreht. Und die Kul­tur­chau­vi­ni­sten kön­nen blei­ben, wo der An­spruchs-Pfef­fer wächst.

Viel­leicht wür­de das mehr brin­gen, als eine Ver­an­stal­tung wie die Buch­mes­se Leip­zig, die Phan­ta­stik-Ver­la­ge und -Au­to­ren schein­bar nur als not­wen­di­ges Übel an­sieht?

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Blizzard schmeißt 600 Mitarbeiter raus – Gedanken zu CATACLYSM

Laut ei­ner Pres­se­mit­tei­lung trennt sich der Spie­le­ent­wick­ler Bliz­zard (WORLD OF WAR­CRAFT, DIA­BLO 3) von 600 Mit­ar­bei­tern. Man sei nach ei­ner »Über­prü­fung des Ge­schäfts­be­triebs« zu der Ge­wiss­heit ge­langt, dass es Ein­spar­po­ten­ti­al gebe. Nicht da­von be­trof­fen sind laut Bliz­zards An­ga­ben die ei­gent­li­chen Spie­le­ent­wick­ler, son­dern An­ge­stell­te aus den Be­rei­chen Ver­wal­tung, Mar­ke­tings und Kun­den­dienst. Die Spie­ler sol­len sich kei­ne Sor­gen ma­chen.

Kei­ne Sor­gen ma­chen bei Ein­spa­run­gen in Sa­chen Kun­den­dienst? Die ha­ben viel­leicht ein son­ni­ges Ge­müt …

Trotz der mas­si­ven Ein­bu­ßen der letz­ten Mo­na­te bei den Spiel­er­zah­len von WORLD OF WAR­CRAFT trifft es des­sen Ent­wick­ler nicht (war­um man das ex­tra noch­mal be­to­nen muss, ob­wohl es doch oh­ne­hin hieß, die De­ve­l­oper sei­en nicht be­trof­fen ent­zieht sich mei­nem Ver­ständ­nis). Eben­falls wird be­tont, dass we­der ak­tu­el­le noch zu­künf­ti­ge Ti­tel wie STAR­CRAFT, DIA­BLO 3 oder die WOW-Er­wei­te­rung MISTS OF PAN­DA­RIA durch die Kün­di­gun­gen ne­ga­tiv be­ein­flusst wer­den sol­len. Ob von den Ent­las­sun­gen auch die eu­ro­päi­sche De­pen­dance in Pa­ris be­trof­fen sein wird, ist der­zeit un­be­kannt.

Frag­los dürf­te es al­ler­dings so sein, dass die so­ge­nann­te Er­wei­te­rung CA­TA­L­CYSM auf­grund ih­rer un­aus­ge­go­re­nen In­hal­te die Spie­ler nicht zu­frie­den stel­len konn­te und sich die­se deut­lich schnel­ler als sonst wie­der an­de­ren Spie­len zu­wand­ten.

Dass es Pro­ble­me mit CATA­C­LYSM gab, gibt auch Quest-Chef­ent­wick­ler Dave Ko­sak im of­fi­zi­el­len Blog zu (Über­set­zung von mir):
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Amazon ist auch nicht mehr das was es mal war…

Ich bin seit knapp über zwei Jah­ren Prime-Kun­de bei Ama­zon. Ich hat­te die Prime-Mit­glied­schaft da­mals ab­ge­schlos­sen, da ich aus ver­schie­de­nen Grün­den für die näch­ste Zeit da­mit rech­ne­te, Hard- oder Soft­ware schnell vor Ort ha­ben zu müs­sen und die Zu­si­che­rung, Be­stel­lun­gen sei­en am näch­sten Tag bei mir, war ein Ar­gu­ment. Ein wei­te­rer Grund war, dass Ama­zon eben in vie­len Be­rei­chen aber ins­be­son­de­re auch in Sa­chen Hard- und Soft­ware un­ge­schla­gen preis­gün­stig ist, teil­wei­se lie­gen die Prei­se un­ter de­nen von bei­spiels­wei­se Hard­ware-Groß­händ­lern oder den Geiz-gei­len Dis­coun­tern.

Lei­der hat Ama­zon es ir­gend­wann für nö­tig be­fun­den, statt wie frü­her aus­schließ­lich mit DHL Ex­press (im Ge­gen­satz zu DHL lie­fern die sou­ve­rän und pünkt­lich am näch­sten Tag – es sei denn es herrscht Schnee­cha­os), auch mit UPS und Her­mes aus­zu­lie­fern und da­mit fing der Är­ger an. Denn de­ren Lie­fer­ver­hal­ten ist mit schlam­pig nur sehr freund­lich um­schrie­ben.

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