Storyausschreibung zum Marburg-Award 2018

Storyausschreibung zum Marburg-Award 2018

Die Aus­richter des Mar­burg-Awards schreiben auf Face­book Fol­gen­des:

Das The­ma des Mar­burg-Award 2018 lautet:

Ein fataler Fehler!

Die Auf­gabe:
Bei der Erstel­lung des Son­der­ban­des beim let­zten Mar­burg-Award sind uns bedauer­licher­weise Fehler passiert, die in zwei Fällen so fatal waren, dass der jew­eili­gen Geschichte ganze Textab­schnitte bzw. gar das Ende fehlten. Wir haben aus der Not eine Tugend gemacht und aus diesem Umstand gle­ich das The­ma des aktuellen Mar­burg-Award gemacht. Es soll also ein fataler Fehler bzw. dessen Fol­gen the­ma­tisiert wer­den.
Wie immer beim Mar­burg-Award ist grund­sät­zlich eine phan­tastis­che Geschichte zum genan­nten The­ma zu ver­fassen. Die Wahl des Fan­tastik-Sub­gen­res (Fan­ta­sy, Sci­ence Fic­tion, Dun­kle Phantastik/“Horror“ mit ihren jew­eili­gen Unter­gen­res und entsprechende Mis­chfor­men) ist uneingeschränkt und bleibt gän­zlich euch über­lassen.
Ob also zum Beispiel der Zauber­lehrling bei der Vor­bere­itung schlampt und so den Dämon freiset­zt, ob der Jüngling der Ver­lock­ung zarter Schön­heit nicht wider­ste­hen kann und den Elfen­hügel betritt, oder das Raum­schiff wider besseres Wis­sen einem Notruf fol­gt… in welchem Set­ting auch immer den Pro­tag­o­nis­ten die Fol­gen seines Fehlers ereilen, da habt ihr freie Hand. Ein­schränkung: es muss Phan­tastik sein.

Die formellen Bedin­gun­gen:

Jed­er Teil­nehmer kann nur eine Sto­ry ein­re­ichen. Die Geschichte sollte speziell für diesen Wet­tbe­werb unter ver­lagsüblichen Bedin­gun­gen geschrieben sein und darf wed­er bere­its veröf­fentlicht wor­den sein, noch zu ein­er Veröf­fentlichung anste­hen.
Die Ein­sendung kann auss­chließlich per Datei (als Anhang ein­er E-Mail oder auf Daten­träger gespe­ichert) erfol­gen. Als Dateifor­mat ist RTF (Rich-Text-For­mat) zuläs­sig.
Das Manuskript ist anonym einzure­ichen, um eine Bee­in­flus­sung der Juroren zu ver­hin­dern. Fol­gende Dat­en müssen als geson­derte Text­datei oder bei Ein­sendung per E-Mail inner­halb dieser ver­merkt sein: Name des Teil­nehmers, Titel der Geschichte, Adresse, Geburts­da­tum, Telefon/ E-Mail (um den Gewin­ner für die Preisver­gabe einzu­laden).
Die Sto­ry darf max­i­mal aus bis zu 27.000 Zeichen (inklu­sive Leerze­ichen) beste­hen.

Ein­sende­schluss ist der 18.02.2018.

Die Geschicht­en sind einzure­ichen an:
MVP – Mar­burg­er Vere­in für Phan­tastik, c/o Michaela Mis­of, Post­straße 22, 60329 Frankfurt/Main, E-Mail: award@marburg-con.de.

Die Jury beste­ht in der Regel aus Autoren, Ver­legern, Lit­er­atur­wis­senschaftlern und Fans, die nach vorgegebe­nen Kri­te­rien bew­erten. Eine spätere Veröf­fentlichung durch einen Ver­lag (im Rah­men eines oder mehrerer möglich­er „Best of Marburg-Award“-Ausgaben) behal­ten wir uns vor. In jedem Falle stimmt der Teil­nehmer ein­er Pub­lika­tion in einem Son­der­band (und/oder dem Mar­burg­er Mag­a­zin für Phan­tastik – in der Regel aber nur noch die Siegergeschichte) zu, der alle Wet­tbe­werb­s­geschicht­en, bzw. bei entsprechend hoher Anzahl von Ein­sendung die jew­eils best­platzierten bis die Pub­lika­tion gefüllt ist, enthält und voraus­sichtlich spätestens zum Mar­burg-Con des darauf­fol­gen­den Jahres erscheint. Unab­hängig davon verbleiben die Rechte an den Geschicht­en bei den jew­eili­gen Autoren, jedoch dür­fen die Geschicht­en nicht vor Bekan­nt­gabe der Award-Platzierun­gen auf dem Mar­burg-Con ander­weit­ig pub­liziert wer­den.

Die Auss­chrei­bung läuft schon seit Okto­ber (das ist mir ent­gan­gen, weil ich da in Urlaub war).

Quelle: Face­book-Seite des Mar­burg Award, Logo Copy­right MVP – Mar­burg­er Vere­in für Phan­tastik

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Steam LogoNeulich berichtete ich ja über Steam und die Tat­sache, dass man mir dort für das Pro­dukt »Table­top Sim­u­la­tor« mehr als den dop­pel­ten Preis abgenom­men hat, als der Pub­lish­er selb­st auf sein­er Web­seite für einen Steam-Key ansagte. Und beschw­erte mich darüber, weil ich das für Abzocke hielt. Ins­beson­dere weil es sich dabei um ein Spiel han­delt, das man wegen Cloudan­bindung auss­chließlich über Valves Plat­tform betreiben kann.

Daraufhin kamen kamen über ver­schiedene Plat­tfor­men einige ulkige Kom­mentare der selb­ster­nan­nten »PC Mas­ter Race« namens »Gamer«: »Lies doch die AGB, Du Honk, selb­st schuld!!!einself!1!« war, neben weit­eren Trollereien, der Tenor einiger Rück­mel­dun­gen.

Tja, was soll ich sagen? Steam hat den Betrag gut­geschrieben, nach­dem ich tick­et­mäßig drange­blieben bin (typ­is­ches Ver­hal­ten von Fir­men: erst­mal mit Textbausteinen abzuwim­meln ver­suchen, erst wenn der Kunde hart­näck­ig bleibt, dann doch mal in dessen Sinn reagieren). Da muss ich die »Abzocke« dann wohl zurück­nehmen. Übri­gens schrieb mir der Entwick­ler, dass ihnen das leid tue, sie aber an den auf Steam ange­sagten Preisen nicht immer etwas ändern kön­nen. Die haben mir dann als kleine Entschädi­gung zwei DLC-Codes geschickt.

Jet­zt kann man mal ein paar Sekun­den darüber nach­denken, wer tat­säch­lich der Voll­honk ist: Ich, oder die Profi-»Gamer«, die das Ver­hal­ten Steams ein­fach mal so hin­genom­men und damit Geld ver­loren hät­ten.

Steam Logo Copy­right Valve

Abzocke bei Steam

Abzocke bei Steam

Logo SteamEigentlich war ich bish­er mit der Plat­tform Steam zufrieden. Ein­fache Abwick­lung. Nie Prob­leme. Let­zteres hat sich gestern geän­dert. Da ich mit virtuellen Brett- und Karten­spie­len exper­i­men­tieren wollte und man mit TABLETOP SIMULATOR emp­fohlen hat­te, kaufte ich diesen über die Steam-Plat­tform für 19,99 Euro, instal­lierte und startete. Da ich neben­bei noch andere Dinge tun musste, war das Pro­gramm rel­a­tiv lange im Hin­ter­grund offen, ohne dass ich mich aktiv darum küm­merte.

Nach einem verge­blichen Ver­such eigene Assets zu importieren, suchte ich nach weit­eren Infor­ma­tio­nen dazu und stieß auf die Seite der Entwick­ler Berz­erk Games. Und da fie­len mir beina­he die Augen aus dem Kopf, denn dort wären für den Steam-Key nur 9,99 Dol­lar fäl­lig gewe­sen, also weniger als die Hälfte des bei der Valve-Tochter bezahlten Preis­es. Das kon­nte ich nicht so richtig ein­se­hen und schrieb dem Sup­port. Der antwortete, ich solle eine Gutschrift beantra­gen. Dafür ist dann offen­bar eine andere Abteilung ver­ant­wortlich, die lehn­ten eine Gutschrift mit dem Hin­weis ab, das Spiel sei bere­its über zwei Stun­den genutzt wor­den. Dass ich nur eine Teilgutschrift wollte, ignori­erte die offen­sichtlich aus Textbausteinen zusam­mengek­lick­te Antwort völ­lig. Allerd­ings ist diese Angabe auch im Sys­tem der untauglichen Mul­ti­ple Choice-Klick­möglichkeit­en gar nicht möglich. Eine zweite Anfrage wurde mit exakt densel­ben Textbausteien abge­bügelt wie die erste – ich gehe an der Stelle mal davon aus, dass das automa­tisiert abgewim­melt wird und kein Men­sch seine Fin­ger da drin hat. Weit­ere Sup­por­t­an­fra­gen blieben kom­plett unbeant­wortet.

Ich halte das für üble Abzocke und Preiswuch­er, Steam. Ver­arschen kann ich mich auch alleine.

In Zukun­ft werde ich bei Steam-Keys erst­mal grund­sät­zlich ander­swo schauen, wenn Valve mich der­art absei­hen möchte. Ich würde das jedem anderen Nutzer auch drin­gend empfehlen.

Nach­trag: Ja, ich kenne diverse Preisver­gle­ich­sportale, ich kenne GoG und ich kenne auch diverse Key-Händler. »Selb­st schuld Du Honk!!!einsölf!!«-Anmerkungen sortiere ich allerd­ings nicht als »sach­lichen Beitrag« son­dern unter Getrolle ein und entsprechende Kom­mentare gehen auch direkt in den Twit­fil­ter.

Nach­trag 2: Es »tut nicht weh«. Aber ich finde es doch arg beden­klich, wenn eine Soft­ware, die man auss­chließlich über Steam kaufen und betreiben kann, und die ohne Steam nicht funk­tion­iert, bei Steam mehr als das Dop­pelte kostet, als zeit­gle­ich beim Devel­op­er. Von der Mei­n­ung weiche ich auch nicht ab. Das ist pure Abzocke und ich füh­le mich ver­arscht, ins­beson­dere dadurch, dass der Sup­port nicht im Ger­ing­sten darauf einge­ht, son­dern ver­sucht, den Kun­den mit Textbausteinen abzus­peisen. Wenn es die Soft­ware noch bei anderen Anbi­etern bzw. anderen Plat­tfor­men oder unab­hängig von Steam gäbe, würde ich das »dumm gelaufen« akzep­tieren, da hätte ich ja mal ein wenig den Preis recher­chieren kön­nen. Aber bei der Kon­stel­la­tion nicht.

Nach­trag 3: Steam hat gut­geschrieben

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Börsenverein verleiht Preis an Internet-Pionier, der kein Internet-Pionier ist …

Jaron LanierDer Börsen­vere­in des Deutschen Buch­han­dels ver­lei­ht einen Preis an Jaron Lanier, einen Inter­net-Pio­nier, der gar kein Inter­net-Pio­nier ist (ich ver­mute aber, das hängt damit zusam­men, dass beim Börsen­vere­in eh kein­er so recht weiß, was dieses Inter­net eigentlich ist). FAZ quas­selt das ein­fach mal nach, ohne zu recher­chieren.

Eine pein­liche Mis­chung aus #neu­land und Recherc­hear­mut?

Wie ich darauf jet­zt komme? Lest ein­fach den Artikel »Virtuelle Real­ität. Der Frieden­spreis für Jaron Lanier – und die Missver­ständ­nisse, auf denen er beruht« von Flo­ri­an Cramer.

via Kris­t­ian Köh­n­topp

Bild: Jaron Lanier, von vanz, aus der Wikipedia, CC BY

Phantastische Akademie gibt Longlist des SERAPH 2014 bekannt

Phantastische Akademie gibt Longlist des SERAPH 2014 bekannt

Seraph 2014Nun­mehr im drit­ten Jahr vergibt die Phan­tastis­che Akademie e. V. in Koop­er­a­tion mit den Stadtwerken Leipzig und der Leipziger Buchmesse den Förder­preis für Phan­tastis­che Lit­er­atur – SERAPH.
Für die bevorste­hende Preisver­lei­hung zur Leipziger Buchmesse haben über 40 Ver­lage aus Deutsch­land, Öster­re­ich und der Schweiz ihre Titel einge­sendet. In der Kat­e­gorie »Bestes Buch« haben es in diesem Jahr zwölf Titel und in der Kat­e­gorie »Bestes Debüt« sieben Titel auf die Longlist geschafft.
Bis Mitte Feb­ru­ar wird nun eine 14-köp­fige Experten­jury die Short­lists aus bei­den erar­beit­en. Aus diesen ergeben sich schließlich die Sieger in bei­den Kat­e­gorien, die am 13.03.2014 im Rah­men der Leipziger Buchmesse gekürt wer­den.

Longlist des SERAPH 2014

»Bestes Debüt«

  • Calie, Edie: 3 a.m. (Edi­tion Rot­er Drache)
  • Eliott, Dana S.: Taber­na Libraria – Die magis­che Schriftrolle (Droe­merK­naur)
  • Hartwell, Katha­ri­na: Das Fremde Meer (Berlin Ver­lag)
  • Meis­ter, Tara C.: Sir­an – Die Königskinder (BVK Buch Ver­lag)
  • Röder, Alexan­der: Der Mönch in Weimar (Feder&Schwert)
  • Springo­rum, Björn: Herb­st­bringer (Baumhaus)
  • van Org, Luci: Frau Hölle – Rag­narök‘ Deine Mud­da! (Ubooks)

»Bestes Buch«

  • Corvus, Robert: Feind – Die Schat­ten­her­ren Bd. 1 (Piper)
  • Fink, Torsten: Der Prinz der Sko­r­pi­one – Der Schat­ten­prinz Bd. 3 (Blan­valet)
  • Gläs­er, Mechthild: Nacht aus Rauch und Nebel (Loewe)
  • Honisch, Ju: Schwin­gen aus Stein (Feder&Schwert)
  • Jeltsch, Christian/Kraemer, Olaf: Aba­ton 3 – Im Bann der Frei­heit (mixtvi­sion Ver­lag)
  • Marzi, Christoph: Die wun­der­same Geschichte der Faye Archer (Heyne)
  • Meißn­er, Tobias O.: Klin­gen­fieber (Piper)
  • Plasch­ka, Oliv­er: Das Licht hin­ter den Wolken (Klett-Cot­ta)
  • Simon, Cor­du­la: Ostrov Mogi­la (Picus Ver­lag)
  • Simon, Ste­fanie: Feuer der Göt­ter (Droe­merK­naur)
  • Win­ter, Maja: Die Säulen der Macht (Blan­valet)
  • Win­ter­feld, Daniela: Der geheime Name (Droe­merK­naur)

Ab sofort kann das Ergeb­nis auch unter www.phantastische-akademie.de einge­se­hen wer­den.

Quelle: Pressemit­teilung der »Phan­tastis­chen Akademie«

Das GYGAX MAGAZINE: Europa vergessen …

Was hat­te ich mich gefreut, als es hieß, die Fir­ma TSR, deren Rechte aus­ge­laufen waren, würde von ein­er Gruppe zurück­gekauft, zu der auch Söhne von D&D-Erfinder Gary Gygax gehörten – und es sollte ein Rol­len­spiel-Mag­a­zin mit dem vielver­sprechen­den Namen GYGAX-Mag­a­zine veröf­fentlicht wer­den. Ganz klas­sisch, im Print­for­mat. Und so gehörte auch ich zu den Vorbestellern. Doch die Ent­täuschung ist groß.

Die Ver­sand­kosten nach Europa waren astronomisch hoch, so hoch, dass sich eine Bestel­lung von Deutsch­land aus nicht lohnte. Hoff­nun­gen keimten auf, da man anbot, sich über einen Option­skauf erst ein­mal im Shop ein Exem­plar zu sich­ern, man würde an der Ver­sand­kosten­prob­lematik arbeit­en und informieren, wenn es weit­ere Möglichkeit­en gäbe. Eine solche infor­ma­tion kam nicht, dafür nervte der Onli­neshop mit haufen­weise über­flüs­si­gen Mails.
Das Ganze ist für mich nach wie vor unver­ständlich, denn ich habe bere­its mehrfach Print­pub­lika­tio­nen (und anderes) in den USA bezo­gen und die Por­tokosten waren deut­lich geringer, als die von den Her­aus­ge­bern für das Mag­a­zin ange­sagten.

Kür­zlich fragte ich dann nach, was daraus gewor­den sei. Durch die Antworten erfuhr ich eher zufäl­lig, dass es inzwis­chen auch eine preiswert­ere Option gibt, darüber sollte ich als Vorbesteller eigentlich informiert wer­den – was nicht passiert war. Man kann nun also auch für acht Dol­lar ordern – immer noch teuer genug, angesichts des Preis­es von 8,95 Dol­lar für das Mag­a­zin. Weit­ere Infor­ma­tio­nen dazu, beispiel­sweise wie lange der Ver­sand dauern wird, fehlen voll­ständig, man weiß also nicht, ob man einen Monat oder ein halbes Jahr auf seine Aus­gabe wird warten müssen. Die gesamte Herange­hensweise erweckt bei mir nicht das Ver­trauen, die 17 Dol­lar für eine Ware zu investieren, die dann vielle­icht nie bei mir ankommt – oder erst, wenn die Hölle ein­friert.
Auch der Hin­weis auf eine PDF-Ver­sion bei Dri­veThruRPG geht fehl, denn ich hat­te ja aus­drück­lich eine Print­fas­sung vorbestellt und keine Datei. Zudem war das Mag­a­zin expliz­it als Print­magazin bewor­ben, das Her­aus­geben eines Print­magazins in dig­i­tal­en Zeit­en war aus­drück­lich her­aus gestellt wor­den.

Man entschuldigte sich zwar via Twit­ter ober­fläch­lich (na gut, das geht auf Twit­ter kaum anders), und wies auch darauf hin, dass man nur eine kleine Fir­ma sei. Das mag sein und grund­sät­zlich hätte ger­ade eine solche kleine Fir­ma auch bei mir einen Sym­pa­thiebonus. Allerd­ings bin ich der Ansicht, dass das offen­bar voll­ständi­ge Vergessen der europäis­chen Fans unentschuld­bar ist. Nicht nur in den USA wur­den D&D und Nach­fol­ger gespielt, die Fan­base hier der­art zu ignori­eren kann man eigentlich nur mit typ­isch US-amerikanis­chem Chau­vin­is­mus erk­lären und zeugt mein­er Ansicht nach von schw­er nachvol­lziehbar­er Arro­ganz. Dass als Sah­ne­häubchen dann aber auch noch vergessen wird, den Vorbestellern die neu hinzugekommene Por­toop­tion mitzuteilen, kommt erschw­erend hinzu; es müssen offen­bar bei TSR noch viele Hausauf­gaben gemacht wer­den.

Für zukün­ftige Aus­gaben will man sich mit irgendwelchen Dis­trib­u­toren zusam­men tun, die dann dafür sor­gen, dass die fol­gen­den Num­mern auch in Europa erhältlich sein wer­den. Immer­hin etwas, allerd­ings habe ich ehrlich gesagt nach dem Erlebten eigentlich kein Inter­esse mehr daran. Zudem: auch das Ver­sprechen, mich zu informieren, wenn es in Sachen Ver­sand­kosten Neues gibt, wurde nicht einge­hal­ten – deswe­gen bin ich nicht geneigt, den Aus­sagen der Her­aus­ge­ber hin­sichtlich der zukün­fti­gen Dis­tri­b­u­tion noch Glauben zu schenken.

Ich finde das alles sehr schade, denn meine Sym­pa­thien als langjähriger Spiel­er lagen dur­chaus beim »reinkarnierten« TSR und deren GYGAX MAGAZINE; diese wur­den allerd­ings leicht­fer­tig ver­spielt.

Logo Gygax Mag­a­zine Copy­right TSR, Inc.

Der »Neue Buchpreis«? Oder nur Werbung für ePubli?

Tagesspiegel, Zeit Online, die »Stiftung Lesen« und ePub­li haben einen Buch­preis für Selb­stver­leger aus­gelobt, zu dem man ab heute Werke ein­re­ichen kann. Der Preis ist mit ins­ge­samt 20000 Euro dotiert, Details find­et man auf der zuge­höri­gen Webadresse derneuebuchpreis.de (die auf eine ePub­li-Seite umleit­et).

Gefördert wer­den sollen Selb­stver­leger, in ver­schiede­nen Kat­e­gorien (Bel­letris­tik, Sach­buch, Wis­senschaft, Kun­st und Fotografie sowie Kinder- und Jugend­buch) kön­nen Büch­er ein­gere­icht wer­den, die dann zuerst duch die Leser und danach von ein­er Jury aus Jour­nal­is­ten, Lit­er­a­tur­ex­perten und Wis­senschaftlern gesichtet und bew­ertet wer­den.

Ziel ist laut Web­seite die »Würdi­gung der besten Self­pub­lish­ing-Autoren«.

Ich halte das ehrlich gesagt efür in wenig eige­nar­tig, denn die Teil­nahme ist auss­chließlich mit Werken möglich, die bei ePub­li zur Veröf­fentlichung ein­gere­icht wer­den. Wenn es hier tat­säch­lich um Self­pub­lish­ing und dessen Ver­bre­itung geht, soll­ten Büch­er über alle Ver­trieb­smöglichkeit­en in die Bew­er­tung mit einge­hen und nicht nur solche, die über die Holtzbrinck-Tochter ePub­li veröf­fentlicht wer­den. Um teil­nehmen zu kön­nen, muss man zudem einen Autoren­ver­trag mit ePub­li abschließen, das bedeutet: wer das fragliche Werk bere­its bei Ama­zon (oder ein­er der anderen Plat­tfor­men, die ePub­li beschickt) veröf­fentlicht hat, ist raus.

Man möge mir vergeben, aber das Ganze erscheint mir eher wie eine groß angelegte Wer­beak­tion für die Plat­tform ePub­li, deren Preise im Bere­ich Print angesichts Cre­ate­Space inzwis­chen deut­lich über­höht erscheinen (ins­beson­dere angesichts der ange­bote­nen Tantiemen). Was wir brauchen ist ein Plat­tform-unab­hängiger Preis für Selb­stver­leger, um das Konzept und auch Autoren beim Pub­likum bekan­nter zu machen.

Für solche Autoren, die noch ein unveröf­fentlicht­es Werk in der virtuellen Schublade haben, ist die Aktion aber möglicher­weise inter­es­sant.

[Update 06.07.2012:] Um das nochmal klar zu stellen, da es Fra­gen und Hin­weise gab: man kann selb­stver­ständlich auch teil­nehmen, indem man ein Buch ein­re­icht, das auss­chließlich im ePub­li-Store zum Verkauf ange­boten wird. Dann kann man auch mit Werken teil­nehmen, die bere­its via Ama­zon oder anderen Plat­tfor­men im Han­del sind. Nach wie vor bin ich allerd­ings der Ansicht, dass ein Autoren­ver­trag mit ePub­li grundle­gend dem Prinzip »Self­pub­lish­ing« wider­spricht, ins­beson­dere zumal die Tantiemen über die Holtzbrinck-Tochter geringer sein dürften, als wenn man das Buch selb­st vertreibt.

Creative Commons License

Logo DNBP Copy­right ePubli.de, aus dem Presse­ma­te­ri­alarchiv von ePub­li

Amazon petzt: Preis und Verkaufsstart für Nintendos Wii U

Nin­ten­do selb­st hat noch kein offizielles State­ment abgegeben, da über­rascht Amazon.de bere­its mit einem Verkauf­spreis und einem Releaseter­min für die neue Kon­sole Wii U.

Erschei­n­ung­ster­min in Deutsch­land ist damit laut dem Online­händler der 21.12.2012, also ger­ade noch rechtzeit­ig für´s Wei­h­nachts­geschäft und wahrschein­lich kurz genug, um ein paar Spon­tankäufe zu ini­ti­ieren. Der Preis wird mit hap­pi­gen 399 Euro genan­nt, das war aber abzuse­hen, denn der Con­troller mit Zusatz­bild­schirm dürfte nicht ganz preiswert zu pro­duzieren sein. Für die bish­erige Nin­ten­do-Ziel­gruppe »Gele­gen­heitsspiel­er« aber wohl zu hoch, es bleibt abzuwarten, ob es gelingt, Hard­core-Zock­er durch entsprechende Games anzus­prechen. Das dürfte aber nicht ganz ein­fach wer­den, auss­chlaggebend dürfte sein, ob das neue inno­v­a­tive Bedi­enkonzept ankommt.

Für die Spiele wer­den hap­pige 69,99 ange­sagt, das ist mein­er Ansicht nach jen­seits von Gut und Böse – soll heißen: viel zu teuer.

Creative Commons License

Pro­mo­grafik Copy­right Nin­ten­do

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LOTRO: was kostet Isengard?

Wer die Inhalte der näch­ste Erweiterung zum MMO LORD OF THE RINGS ONLINE mit dem Titel RISE OF ISENGARD spie­len möchte, der muss – wie bei solchen Addons üblich – die Brief­tasche zück­en. Die Stan­dard­edi­tion ohne Zusatzgim­micks kostet hierzu­lande 25 Euro­nen.

Man kann sie allerd­ings auch über Tur­bine-Points erwer­ben, also die Währung, die man gegen echt­es Geld kaufen kann, um Ingame-Gegen­stände anzuschaf­fen:

  • 3250 TP kostet die eigentliche Erweiterung ROI inklu­sive aller Gegen­den, Questen und Deeds
  • 1250 TP für die Raid »Draigloch’s Lair«
  • 1495 Punk­te für die Instanzen, die mit der näch­sten Erweiterung her­aus kom­men

Das macht zusam­men 5995 TP, umgerech­net ca. 33,88 Euro, also deut­lich teur­er. Allerd­ings sollte man berück­sichti­gen, dass die VIP-Spiel­er, also solche mit einem Abon­nement, jeden Monat 500 Punk­te erhal­ten. Wenn die nicht mit dem Zeug um sich gewor­fen haben, kann es also sein, dass von ihnen welche deut­lich preiswert­er oder kosten­los an die Erweiterung kom­men. Zudem kann man auch als Pre­mi­um- oder F2P-Spiel­er Tur­bine-Punk­te durch Spie­len erhal­ten. Von daher ist das wohl eher als Beloh­nung für treue Spiel­er gedacht – und um Tur­bine Points aus dem Spiel zu ziehen…

Creative Commons License

Bild: Pro­mo-Grafik zu RISE OF ISENGARD Copy­right Tur­bine Inc.