Trailer: FROSTPUNK

Trailer: FROSTPUNK

Endlich mal wieder eine neue Wortkom­bi­na­tion mit »Punk«. ;)

Aber mal im Ernst: 11 bit stu­dios zeigen einen Game­play-Trail­er zu ihrem Eiszeit-Steam­punk-Auf­baus­piel FROSTPUNK. Dabei ist die Prämisse wie fol­gt (Über­set­zung von mir):

In ein­er gefrore­nen Welt entwick­eln die Bewohn­er dampfgetriebene Tech­nolo­gien, um gegen die über­wälti­gende Kälte anzukom­men. Der Herrsch­er über die Stadt muss sich sowohl um die Bewohn­er küm­mern, aber auch die Infra­struk­tur aus­bauen und instand hal­ten. Die tak­tis­chen Fähigkeit­en des Anführers wer­den immer wieder auf die Probe gestellt, regelmäßig muss er sich moralis­chen Fra­gen stellen und was wir unter ein­er organ­isierten Gesellschaft ver­ste­hen. Opti­mierung und Ressourcen­man­age­ment ste­hen oft in direk­tem Gegen­satz zu Empathie und über­legten Entschei­dun­gen. Während anfangs die Ver­wal­tung von Stadt und Gesellschaft im Vorder­grund ste­hen, kommt irgend­wann die Erkun­dung der Umwelt hinzu, um die Ver­gan­gen­heit zu erforschen, und was zum Zus­tand der Welt geführt hat.

FROSTPUNK ist ab dem 24. April bei Steam für PCs ver­füg­bar, man kann es aber auch bei Ama­zon bestellen (dort allerd­ings mit einem Erschei­n­ung­ster­min am 17. Mai 2018), der Preis liegt dort bei 29,99 Euro.

Dank an Math­ias Heil­mann für’s Find­en.

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[aar­tikel titel=»Frostpunk« medium=»Computerspiel«]B07CF3HRYL[/aartikel]

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im ver­gan­genen Monat erschienen nach dem let­zten Win­dows 10-Update eine hand­voll VR-Brillen für Microsofts Betrieb­ssys­tem, beispiel­sweise von Acer, Asus oder Medion (wobei die Red­mon­der natür­lich wieder eine Extrawurst bri­eten und ihre Brillen als »Mixed Real­i­ty«, also »MR«, beze­ich­nen).

Das Prob­lem dabei: Kauft man eine solche Brille, ist der Spaß schnell an seinem Ende ange­langt, denn Soft­ware ist qua­si nonex­is­tent. Das soll sich jet­zt ändern, Microsoft und Steam haben angekündigt, dass man die dor­ti­gen VR-Spiele ab dem 15. Novem­ber 2017 auch mit den Microsoft-kom­pat­i­blen Spie­len nutzen kön­nen soll. Das beze­ich­net man allerd­ings erst­mal als »Pre­view«.

Kein Wun­der, denn für ein voll­ständi­ges Funk­tion­ieren müssen die Entwick­ler die Games für das neue Sys­tem anpassen, ähn­lich wie es damals bere­its bei der Unter­stützung der Ocu­lus Rift notwendig war. Man sollte also direkt nach der Ein­führung mit Prob­le­men und der Notwendigkeit von Basteleien an den Ein­stel­lun­gen rech­nen.

Wer eine Microsoft-kom­pat­i­ble MR-Brille (die allerd­ings »auch nur« VR sind) aus­pro­bieren möchte, sollte genau hin­se­hen und einige Tests lesen, denn die qual­i­ta­tiv­en Unter­schiede zwis­chen den derzeit erhältlichen Mod­ellen sind groß, auch wenn die zugrunde liegende Tech­nik bei allen Aus­führun­gen eigentlich gle­ich ist. Für 400 bis 450 Euro erhält man ein Head­set und zwei Con­troller, für let­zteren Preis (oder sog­ar gün­stiger ab 389 Euro) bekommt man inzwis­chen auch eine Ocu­lus Rift, eben­falls mit Con­trollern.

Pro­mo­fo­to Head­set Copy­right Dell

Steampunk Sandbox-Game als Early Access: STEAM HAMMER

Steampunk Sandbox-Game als Early Access: STEAM HAMMER

Sand­box-Games sind spätestens seit MINECRAFT der ganz große Hype, an den sich jed­er hän­gen möchte, der irgend­wie eine Game-Engine beherrscht.

Ein weit­er­er Vertreter nen­nt sich STEAM HAMMER und das geht auf Steam am 12. Mai 2017 in den »Ear­ly Access«-Status, sprich: es ist eine Vorver­sion, die man durch Geld unter­stützen kann und bei der das Feed­back der Unter­stützer in die weit­ere Entwick­lung einge­ht. Meis­tens.

Die Entwick­ler sprechen in der Pressemit­teilung von einem »Hard­core-Steam­punk-Rol­len­spiel«, das Ear­ly-Access-Video zeigt das Sam­meln von Ressourcen, Entwicklen von Tech­nolo­gien und Craft­ing, aber auch Kämpfe und Luftschiffe. Zitat:

Steam Ham­mer is the first hard­core sand­box RPG in a steam­punk set­ting fea­tur­ing sur­vival ele­ments.

There are no easy ways, but there is coöper­a­tion. There are no clear bound­aries – it all depends on your imag­i­na­tion. You find your­self in a world free from rules and restric­tions, with no pre-defined roles and imposed goals. This is your world.

Das sieht alles noch unfer­tig aus, aber das sollte bei ein­er frühen Ver­sion auch nie­man­den wun­dern. STEAM HAMMER kön­nte eine Menge Poten­tial haben, wenn man über die derzeit­i­gen offen­sichtlichen Defizite in Sachen Grafik hin­weg sieht. Und let­ztlich ist Grafik nicht alles, der Spiel­witz zählt mehr – wie man eben bei MINECRAFT sah.

Auf der offiziellen Web­seite kann man den Beta-Zugang bere­its für 11,99 Dol­lar kaufen, bei Steam dann ab dem 12. Mai.

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Pro­mo­grafik Copy­right Big Way

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Steam LogoNeulich berichtete ich ja über Steam und die Tat­sache, dass man mir dort für das Pro­dukt »Table­top Sim­u­la­tor« mehr als den dop­pel­ten Preis abgenom­men hat, als der Pub­lish­er selb­st auf sein­er Web­seite für einen Steam-Key ansagte. Und beschw­erte mich darüber, weil ich das für Abzocke hielt. Ins­beson­dere weil es sich dabei um ein Spiel han­delt, das man wegen Cloudan­bindung auss­chließlich über Valves Plat­tform betreiben kann.

Daraufhin kamen kamen über ver­schiedene Plat­tfor­men einige ulkige Kom­mentare der selb­ster­nan­nten »PC Mas­ter Race« namens »Gamer«: »Lies doch die AGB, Du Honk, selb­st schuld!!!einself!1!« war, neben weit­eren Trollereien, der Tenor einiger Rück­mel­dun­gen.

Tja, was soll ich sagen? Steam hat den Betrag gut­geschrieben, nach­dem ich tick­et­mäßig drange­blieben bin (typ­is­ches Ver­hal­ten von Fir­men: erst­mal mit Textbausteinen abzuwim­meln ver­suchen, erst wenn der Kunde hart­näck­ig bleibt, dann doch mal in dessen Sinn reagieren). Da muss ich die »Abzocke« dann wohl zurück­nehmen. Übri­gens schrieb mir der Entwick­ler, dass ihnen das leid tue, sie aber an den auf Steam ange­sagten Preisen nicht immer etwas ändern kön­nen. Die haben mir dann als kleine Entschädi­gung zwei DLC-Codes geschickt.

Jet­zt kann man mal ein paar Sekun­den darüber nach­denken, wer tat­säch­lich der Voll­honk ist: Ich, oder die Profi-»Gamer«, die das Ver­hal­ten Steams ein­fach mal so hin­genom­men und damit Geld ver­loren hät­ten.

Steam Logo Copy­right Valve

Abzocke bei Steam

Abzocke bei Steam

Logo SteamEigentlich war ich bish­er mit der Plat­tform Steam zufrieden. Ein­fache Abwick­lung. Nie Prob­leme. Let­zteres hat sich gestern geän­dert. Da ich mit virtuellen Brett- und Karten­spie­len exper­i­men­tieren wollte und man mit TABLETOP SIMULATOR emp­fohlen hat­te, kaufte ich diesen über die Steam-Plat­tform für 19,99 Euro, instal­lierte und startete. Da ich neben­bei noch andere Dinge tun musste, war das Pro­gramm rel­a­tiv lange im Hin­ter­grund offen, ohne dass ich mich aktiv darum küm­merte.

Nach einem verge­blichen Ver­such eigene Assets zu importieren, suchte ich nach weit­eren Infor­ma­tio­nen dazu und stieß auf die Seite der Entwick­ler Berz­erk Games. Und da fie­len mir beina­he die Augen aus dem Kopf, denn dort wären für den Steam-Key nur 9,99 Dol­lar fäl­lig gewe­sen, also weniger als die Hälfte des bei der Valve-Tochter bezahlten Preis­es. Das kon­nte ich nicht so richtig ein­se­hen und schrieb dem Sup­port. Der antwortete, ich solle eine Gutschrift beantra­gen. Dafür ist dann offen­bar eine andere Abteilung ver­ant­wortlich, die lehn­ten eine Gutschrift mit dem Hin­weis ab, das Spiel sei bere­its über zwei Stun­den genutzt wor­den. Dass ich nur eine Teilgutschrift wollte, ignori­erte die offen­sichtlich aus Textbausteinen zusam­mengek­lick­te Antwort völ­lig. Allerd­ings ist diese Angabe auch im Sys­tem der untauglichen Mul­ti­ple Choice-Klick­möglichkeit­en gar nicht möglich. Eine zweite Anfrage wurde mit exakt densel­ben Textbausteien abge­bügelt wie die erste – ich gehe an der Stelle mal davon aus, dass das automa­tisiert abgewim­melt wird und kein Men­sch seine Fin­ger da drin hat. Weit­ere Sup­por­t­an­fra­gen blieben kom­plett unbeant­wortet.

Ich halte das für üble Abzocke und Preiswuch­er, Steam. Ver­arschen kann ich mich auch alleine.

In Zukun­ft werde ich bei Steam-Keys erst­mal grund­sät­zlich ander­swo schauen, wenn Valve mich der­art absei­hen möchte. Ich würde das jedem anderen Nutzer auch drin­gend empfehlen.

Nach­trag: Ja, ich kenne diverse Preisver­gle­ich­sportale, ich kenne GoG und ich kenne auch diverse Key-Händler. »Selb­st schuld Du Honk!!!einsölf!!«-Anmerkungen sortiere ich allerd­ings nicht als »sach­lichen Beitrag« son­dern unter Getrolle ein und entsprechende Kom­mentare gehen auch direkt in den Twit­fil­ter.

Nach­trag 2: Es »tut nicht weh«. Aber ich finde es doch arg beden­klich, wenn eine Soft­ware, die man auss­chließlich über Steam kaufen und betreiben kann, und die ohne Steam nicht funk­tion­iert, bei Steam mehr als das Dop­pelte kostet, als zeit­gle­ich beim Devel­op­er. Von der Mei­n­ung weiche ich auch nicht ab. Das ist pure Abzocke und ich füh­le mich ver­arscht, ins­beson­dere dadurch, dass der Sup­port nicht im Ger­ing­sten darauf einge­ht, son­dern ver­sucht, den Kun­den mit Textbausteinen abzus­peisen. Wenn es die Soft­ware noch bei anderen Anbi­etern bzw. anderen Plat­tfor­men oder unab­hängig von Steam gäbe, würde ich das »dumm gelaufen« akzep­tieren, da hätte ich ja mal ein wenig den Preis recher­chieren kön­nen. Aber bei der Kon­stel­la­tion nicht.

Nach­trag 3: Steam hat gut­geschrieben

Logo Steam Copy­right Valve

Inspiriert von Philip K. Dick: das Computerspiel CALIFORNIUM

Inspiriert von Philip K. Dick: das Computerspiel CALIFORNIUM

Screenshot Californium

CALIFORNIUM heißt ein neues Com­put­er­spiel von den Entwick­lern Hyper­al­ler­gic. Wie diese zu Pro­tokoll geben, wurde es von den Roma­nen Philip K. Dicks inspiri­ert. Der schrieb beispiel­sweise die Vor­la­gen zu den Fil­men BLADE RUNNER, TOTAL RECALL oder A SCANNER DARKLY und haufen­weise Romane und Kurzgeschicht­en.

CALIFORNIUM (PC und Mac) springt zwis­chen ver­schiede­nen Real­itäten hin und her, darunter die Berke­ley-Uni­ver­sität in den 1960ern, sowie ein zukün­ftiger Mars, der von Robot­ern beherrscht wird. Das erin­nert an Dicks Mul­ti­versen-Roman VALIS.

Screenshot Californium

 

An der Pro­duk­tion des Spiels war auch arte beteiligt, es han­delt sich eigentlich mehr um eine Mis­chung aus inter­ak­tiv­er Sto­ry, Film und Com­put­er­spiel und es ist nur rund zwei Stun­den lang, dafür erscheinen die ange­sagten zehn  Euro etwas teuer. Ein­schlägige Medi­en aus dem Games-Bere­ich bescheini­gen CALIFORNIUM allerd­ings eine her­aus­ra­gende und orig­inelle Präsen­ta­tion abseits des Main­stream, weit­er­hin erfreut man sich an der Hom­mage an Dick und das Genre Sci­ence Fic­tion im All­ge­meinen.

Erhältlich ist es via Steam.

Pro­mo­grafik CALIFORNIUM Copy­right arte Cre­ative

SATELLITE REIGN Early Access Trailer

SATELLITE REIGN Early Access Trailer

SATELLITE REIGN ist ein Echtzeit-Strate­giespiel in ein­er dystopis­chen Cyber­punk-Welt, das im Dezem­ber im Rah­men von Steams Ear­ly Access-Pro­gramm ges­tartet wird. Meine Güte, es wirkt wie eine mod­ernisierte Neuau­flage von SYNDICATE WARS. SATELLITE REIGN erscheint für Win­dows, Mac OS und Lin­ux. Und das sieht wahrlich cool aus!

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Vorbestellbar: SHADOWRUN RETURNS

Vorbestellbar: SHADOWRUN RETURNS

Screenshot Shadowrun Returns

Manch ein­er wird es vielle­icht wis­sen: der Entwick­ler Hare­brained Schemes hat auf Kick­starter ein Pro­jekt mit dem Titel SHADOWRUN RETURNS erfol­gre­ich finanziert. Dabei han­delt es sich um ein nos­tal­gisch ange­haucht­es Spiel in isometrisch­er Sicht im SHADOWRUN-Uni­ver­sum, das inspiri­ert ist vom SNES-Klas­sik­er aus dem Jahr 1993, sowie einem Game für Segas Mega Dri­ve, das offiziell nur in Asien und den USA erschien.

SHADOWRUN RETURNS kann bere­its seit Anfang Mai auf Steam vorbestellt wer­den. Das wird die diejeni­gen freuen, die auf Kick­starter ihr Geld investiert haben, denn sie wer­den nun tat­säch­lich mit großer Wahrschein­lichkeit tat­säch­lich ein Pro­dukt erhal­ten. Ange­blich soll das Cyber­punk-Spiel noch im Juni 2013 erscheinen, aktuell kann man es inklu­sive eines Rabatts auf Steam für ger­ade mal 17,09 Euro erwer­ben. SHADOWRUN RETURNS zeich­net sich durch old­school-Game­play (run­den­basierte Kämpfe) aber mod­erne Tech­nik aus, es basiert auf der Uni­ty Engine.

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Pro­mo­grafik Copy­right Hare­brained Schemes

Fast geschenkt: Steam-Spielekonsole für nur 1000 Dollar

Valve tönt bere­its seit Län­gerem darüber, dass man eine »eigene« Spielekon­sole entwick­eln will, mit der man dann die Spiele des hau­seige­nen Ser­vice Steam nutzen kann. Dafür wird allerd­ings kein eigenes Sys­tem entwick­elt, es han­delt sich im Prinzip über einen PC der mit einem Gamepad ges­teuert wer­den kann. Warum man dafür eine eigene Kon­sole benötigt, oder warum das über­haupt »Kon­sole« heißt, obwohl es sich doch eigentlich auch nur um einen schnö­den PC han­delt, habe ich bish­er noch nicht ver­standen.

Die US-Fir­ma Isys Tech­nolo­gies stellt nun die Xi3 Pis­ton vor. Genaueres über das Innen­leben ist noch nicht bekan­nt, nur dass eine mit 3.2 GHz getak­tete AMD-APU in dem Gerät tickt und in Sachen Bild von ein­er ATI HD 7000 unter­stützt wird. Dazu kom­men 8GB Ram und eine SSD. Welch­es Betrieb­ssys­tem auf der Kiste läuft ist unklar, eben­so um welchen AMD-Prozes­sor es sich genau han­delt.

Wer bis zum 17. März bestellt, der bekommt das Gerät, das ca. ab Thanks­giv­ing erhältlich sein soll, für 899 Dol­lar, danach wer­den 999 Dol­lar fäl­lig.

Mir fällt dazu eigentlich nur eins ein: WTF? Warum sollte ich tausend Dol­lar für einen PC aus­geben, den ich mit gle­ichem oder besserem tech­nis­chen Innen­leben ander­swo deut­lich preiswert­er bekomme? Wirk­liche Alle­in­stel­lungsmerk­male die einen Kauf recht­fer­ti­gen wür­den sehe ich bei dem Ding wahrlich nicht.

Creative Commons License

Presse­fo­to Xi3 Pis­ton Coypright Isys Tech­nolo­gies

Steam macht sich unbeliebt – Verbraucherzentrale mahnt ab

Wenn man Spiele über Valves Online­plat­tform Steam kauft, dann bezahlt man dafür Geld – in manchen Fällen sog­ar mehr als beispiel­sweise beim Händler oder bei Ama­zon. Die gekauften Spiele sind dann an das Steam-Kon­to gebun­den. Bis hier­hin eigentlich kein Prob­lem, sollte man meinen; allerd­ings macht sich Valve ger­ade damit unbe­liebt, dass sie die Geschäfts­be­din­gun­gen geän­dert haben und man als Kunde diesen zus­tim­men muss. Tut man das nicht, hat man keinen Zugriff mehr auf sein Kon­to und kann die teuer gekauften Games nicht mehr nutzen.

Das ist so natür­lich nicht hinzunehmen, dachte sich auch die Ver­braucherzen­trale Bun­desver­band (VZBV) und mah­nt Valve ab. Car­o­la Elbrecht vom Pro­jekt »Ver­braucher­rechte in der dig­i­tal­en Welt« sagt dazu:

Diese Geschäft­sprax­is ist rechtswidrig. Das wäre in etwa so, als wenn ich im Laden ein Brettspiel kaufe und ich das Spiel nur im Geschäft unter Beobach­tung des Verkäufers spie­len darf. Ändert der Verkäufer seine AGB, bleibt mir keine Wahl: Entwed­er ich stimme den Änderun­gen zu oder ich kann das Spiel nicht mehr nutzen, es verbleibt im Laden, und den bere­its gezahlten Kauf­preis erhalte ich auch nicht zurück.

Auch wenn der Ver­gle­ich hinkt: die Inten­tion ist die richtige. Dieses Prob­lem dürfte sich allerd­ings nicht auf Steam beschränken, ich gehe davon aus, dass bei anderen Anbi­etern genau das­selbe geschehen würde, wenn man geän­derte Nutzungs­be­din­gun­gen ablehnt, von daher hat die Abmah­nung oder eine eventuelle spätere Klage Sym­bol­wirkung für die Branche.

Gibt Valve bis zum 26. Sep­tem­ber keine Unter­las­sungserk­lärung ab und ändert seine Geschäft­sprak­tiken in dieser Sache nicht, dann wird geklagt. Und das kann dann dauern …

Seit­ens Valve gibt es keine Kom­mentare. Natür­lich nicht.

Creative Commons License

Steam-Logo Copy­right Valve

Ubisoft verstößt bei FROM DUST gegen Steams Nutzungsbedingungen

Ich weiß ja nicht, was die in den Chefe­ta­gen von Ubisoft so rauchen, aber was Gutes kann es nicht sein. Aus diversen Fällen, über die ich auch hier berichtet habe ist bekan­nt, dass man bei dem Pub­lish­er immer wieder mal Kopier­schutzsys­teme in Spiele ein­baut, die den Nutzer zwin­gen, ständig eine Onlin­verbindung zu haben, da die jew­eili­gen Pro­duk­te son­st nicht funk­tion­ieren. Das gilt auch für Offline­spiele oder Spiele mit Offline-Modus neben einem Online-Teil.

Bei Steam ste­ht man auf der­lei Nutzergän­gelung nicht und unter­sagt deswe­gen in den Nutzungs­be­din­gun­gen für Pub­lish­er solche harte DRM-Maß­nah­men sehr ein­deutig. Bei Ubisoft hat­te man deswe­gen aus­ge­sagt, dass ihr Spiel FROM DUST auf Steam nicht über eine solche DRM-Maß­nahme ver­fü­gen würde. Das war eine offen­sichtliche Falschaus­sage, denn wie sich her­ausstellte, war diese dann doch im Spiel ver­steckt vorhan­den, was ein direk­ter Ver­stoß gegen die Steam-TOS war.

Bei Steam fack­elte man nicht lange, als man das her­aus fand und schmiss nicht nur das Spiel aus dem Store, son­dern bot den Käufern auch sofort eine Rück­gabe an, bei denen sie den Kauf­preis zurück erhiel­ten. Es ist sich­er davon auszuge­hen, dass Steam sich die ent­stande­nen Kosten bei Ubisoft zurück holen wird, immer­hin ver­stießen die vorsät­zlich gegen die Nutzungs­be­din­gun­gen.

Auch außer­halb von Steam brachte der Kopier­schutz Ubisoft der­art viel Ärg­er ein, dass sie jet­zt zu Kreuze kriechen und angekündigt haben, inner­halb von zwei Wochen einen Patch zu veröf­fentlichen, der die völ­lig untaugliche DRM-Maß­nahme ent­fer­nen wird. Das Ganze soll deswe­gen zwei Wochen dauern, weil man sich­er­stellen will, dass die Spiel­er ihre Spiel­stände weit­er ver­wen­den kön­nen.

Dem­nächst erscheint DRIVER SAN FRANCISCO für den PC, hier hat Ubisoft angekündigt, den Kopier­schutz nicht in der bish­er geplanten Form einzuset­zen. Das muss allerd­ings nichts bedeuten, denn das hat­ten sie bei FROM DUST eben­falls angekündigt und ihn dann doch heim­lich eingeschmuggelt.

Nach wie vor ste­he ich auf dem Stand­punkt, dass ich von Ubisoft so lange kein­er­lei Pro­duk­te kaufen werde, bis sie damit aufhören, ehrliche Kun­den zu ver­arschen.

Und Hut ab vor Steam, die zwar auch immer wieder kri­tisiert wer­den, aber immer wieder ein­deutig zeigen, dass sie auf Seit­en ihrer Kun­den ste­hen; zulet­zt hat­ten sie Elec­tron­ic Arts wegen ähn­lich­er DRM-Speren­zchen raus­geschmis­sen. Steam sind im Ver­gle­ich mit den anderen Gier­lap­pen der Branche ein­deutig die Guten.

Ubisoft-Logo Copy­right Ubisoft

FORSAKEN WORLD – spielt doch alleine!

Forsaken World Launcher - mehr habe ich vom Spiel nicht zu sehen bekommen
Der Launch­er – mehr habe ich vom Spiel nicht zu sehen bekom­men

Steam hat­te groß angekündigt, dass sie jet­zt auch free-to-play-Spiele verteilen. Eigentlich eine feine Sache und nach­dem ich mal einen Blick auf das – derzeit noch sehr spär­liche – Ange­bot gewor­fen hat­te, fiel mir das Asia-MMO FORSAKEN WORLD auf, das dann auch auf Meta­crit­ic Bew­er­tun­gen bekom­men hat­te, die ganz okay waren.

Kostet nichts, zwis­chen dem Aus­pro­bieren und mir stand nur der Down­load von ein paar Giga­byte, der nach 45 Minuten been­det sein sollte.

Ging auch rasend schnell, gegen die Steam-Serv­er kann man wirk­lich nichts sagen. Aber dann…

Der Launch­er zog noch ein paar Dateien nach und bot mir den einen leuch­t­en­den Start-Knopf. Nach Betäti­gen des­sel­ben tat sich – nichts. Bei mehrma­li­gen weit­eren Ver­suchen tat sich – nichts. Ein Blick in den Taskman­ag­er zeigte mir die Leichen-Prozesse von FORSAKEN WORLD, die ich einzeln abschoß, das Spiel war aber nicht zum Sterten zu bewe­gen. Irgendwelche wie auch immer ger­ateten Fehler­mel­dun­gen wur­den mir gar nicht nicht erst ange­boten.

Also zur Such­mas­chine der eige­nen Wahl gegrif­f­en und schnell fest­gestellt, dass das Prob­lem bekan­nt ist und seit Monat­en auftritt, ohne dass sich die europäis­che Depen­dance des chi­ne­sis­chen Betreibers Per­fect World Enter­tain­ment dessen wirk­lich angenom­men hätte (die Chi­ne­sen haben ger­ade Cryp­tic gekauft, wahrschein­lich weil deren mieser Sup­port so gut zu ihrem passt… ;o) ). Das Prob­lem tritt durch alle Win­dows-Geschmäck­er auf, am häu­fig­sten aber wohl unter Win­dows XP. Immer wieder wurde als einzige funk­tion­ierende Lösung angegeben, jegliche Anti­mal­ware-Soft­ware (Antiviren, Anti­spy­ware und Per­son­al Fire­walls) zu dein­stal­lieren (deak­tivieren reichte nicht), dann könne man das Spiel starten.

Ja, ne, is´ klar… Fail! Dein­stal­liert.