Trailer: FROSTPUNK

Trailer: FROSTPUNK

Endlich mal wieder eine neue Wortkombination mit “Punk”. ;)

Aber mal im Ernst: 11 bit studios zeigen einen Gameplay-Trailer zu ihrem Eiszeit-Steampunk-Aufbauspiel FROSTPUNK. Dabei ist die Prämisse wie folgt (Übersetzung von mir):

In einer gefrorenen Welt entwickeln die Bewohner dampfgetriebene Technologien, um gegen die überwältigende Kälte anzukommen. Der Herrscher über die Stadt muss sich sowohl um die Bewohner kümmern, aber auch die Infrastruktur ausbauen und instand halten. Die taktischen Fähigkeiten des Anführers werden immer wieder auf die Probe gestellt, regelmäßig muss er sich moralischen Fragen stellen und was wir unter einer organisierten Gesellschaft verstehen. Optimierung und Ressourcenmanagement stehen oft in direktem Gegensatz zu Empathie und überlegten Entscheidungen. Während anfangs die Verwaltung von Stadt und Gesellschaft im Vordergrund stehen, kommt irgendwann die Erkundung der Umwelt hinzu, um die Vergangenheit zu erforschen, und was zum Zustand der Welt geführt hat.

FROSTPUNK ist ab dem 24. April bei Steam für PCs verfügbar, man kann es aber auch bei Amazon bestellen (dort allerdings mit einem Erscheinungstermin am 17. Mai 2018), der Preis liegt dort bei 29,99 Euro.

Dank an Mathias Heilmann für’s Finden.

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Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im vergangenen Monat erschienen nach dem letzten Windows 10-Update eine handvoll VR-Brillen für Microsofts Betriebssystem, beispielsweise von Acer, Asus oder Medion (wobei die Redmonder natürlich wieder eine Extrawurst brieten und ihre Brillen als “Mixed Reality“, also “MR”, bezeichnen).

Das Problem dabei: Kauft man eine solche Brille, ist der Spaß schnell an seinem Ende angelangt, denn Software ist quasi nonexistent. Das soll sich jetzt ändern, Microsoft und Steam haben angekündigt, dass man die dortigen VR-Spiele ab dem 15. November 2017 auch mit den Microsoft-kompatiblen Spielen nutzen können soll. Das bezeichnet man allerdings erstmal als “Preview”.

Kein Wunder, denn für ein vollständiges Funktionieren müssen die Entwickler die Games für das neue System anpassen, ähnlich wie es damals bereits bei der Unterstützung der Oculus Rift notwendig war. Man sollte also direkt nach der Einführung mit Problemen und der Notwendigkeit von Basteleien an den Einstellungen rechnen.

Wer eine Microsoft-kompatible MR-Brille (die allerdings “auch nur” VR sind) ausprobieren möchte, sollte genau hinsehen und einige Tests lesen, denn die qualitativen Unterschiede zwischen den derzeit erhältlichen Modellen sind groß, auch wenn die zugrunde liegende Technik bei allen Ausführungen eigentlich gleich ist. Für 400 bis 450 Euro erhält man ein Headset und zwei Controller, für letzteren Preis (oder sogar günstiger ab 389 Euro) bekommt man inzwischen auch eine Oculus Rift, ebenfalls mit Controllern.

Promofoto Headset Copyright Dell

Steampunk Sandbox-Game als Early Access: STEAM HAMMER

Steampunk Sandbox-Game als Early Access: STEAM HAMMER

Sandbox-Games sind spätestens seit MINECRAFT der ganz große Hype, an den sich jeder hängen möchte, der irgendwie eine Game-Engine beherrscht.

Ein weiterer Vertreter nennt sich STEAM HAMMER und das geht auf Steam am 12. Mai 2017 in den “Early Access”-Status, sprich: es ist eine Vorversion, die man durch Geld unterstützen kann und bei der das Feedback der Unterstützer in die weitere Entwicklung eingeht. Meistens.

Die Entwickler sprechen in der Pressemitteilung von einem “Hardcore-Steampunk-Rollenspiel”, das Early-Access-Video zeigt das Sammeln von Ressourcen, Entwicklen von Technologien und Crafting, aber auch Kämpfe und Luftschiffe. Zitat:

Steam Hammer is the first hardcore sandbox RPG in a steampunk setting featuring survival elements.

There are no easy ways, but there is cooperation. There are no clear boundaries – it all depends on your imagination. You find yourself in a world free from rules and restrictions, with no pre-defined roles and imposed goals. This is your world.

Das sieht alles noch unfertig aus, aber das sollte bei einer frühen Version auch niemanden wundern. STEAM HAMMER könnte eine Menge Potential haben, wenn man über die derzeitigen offensichtlichen Defizite in Sachen Grafik hinweg sieht. Und letztlich ist Grafik nicht alles, der Spielwitz zählt mehr – wie man eben bei MINECRAFT sah.

Auf der offiziellen Webseite kann man den Beta-Zugang bereits für 11,99 Dollar kaufen, bei Steam dann ab dem 12. Mai.

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Promografik Copyright Big Way

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Steam LogoNeulich berichtete ich ja über Steam und die Tatsache, dass man mir dort für das Produkt “Tabletop Simulator” mehr als den doppelten Preis abgenommen hat, als der Publisher selbst auf seiner Webseite für einen Steam-Key ansagte. Und beschwerte mich darüber, weil ich das für Abzocke hielt. Insbesondere weil es sich dabei um ein Spiel handelt, das man wegen Cloudanbindung ausschließlich über Valves Plattform betreiben kann.

Daraufhin kamen kamen über verschiedene Plattformen einige ulkige Kommentare der selbsternannten “PC Master Race” namens “Gamer”: “Lies doch die AGB, Du Honk, selbst schuld!!!einself!1!” war, neben weiteren Trollereien, der Tenor einiger Rückmeldungen.

Tja, was soll ich sagen? Steam hat den Betrag gutgeschrieben, nachdem ich ticketmäßig drangeblieben bin (typisches Verhalten von Firmen: erstmal mit Textbausteinen abzuwimmeln versuchen, erst wenn der Kunde hartnäckig bleibt, dann doch mal in dessen Sinn reagieren). Da muss ich die “Abzocke” dann wohl zurücknehmen. Übrigens schrieb mir der Entwickler, dass ihnen das leid tue, sie aber an den auf Steam angesagten Preisen nicht immer etwas ändern können. Die haben mir dann als kleine Entschädigung zwei DLC-Codes geschickt.

Jetzt kann man mal ein paar Sekunden darüber nachdenken, wer tatsächlich der Vollhonk ist: Ich, oder die Profi-“Gamer”, die das Verhalten Steams einfach mal so hingenommen und damit Geld verloren hätten.

Steam Logo Copyright Valve

Abzocke bei Steam

Abzocke bei Steam

Logo SteamEigentlich war ich bisher mit der Plattform Steam zufrieden. Einfache Abwicklung. Nie Probleme. Letzteres hat sich gestern geändert. Da ich mit virtuellen Brett- und Kartenspielen experimentieren wollte und man mit TABLETOP SIMULATOR empfohlen hatte, kaufte ich diesen über die Steam-Plattform für 19,99 Euro, installierte und startete. Da ich nebenbei noch andere Dinge tun musste, war das Programm relativ lange im Hintergrund offen, ohne dass ich mich aktiv darum kümmerte.

Nach einem vergeblichen Versuch eigene Assets zu importieren, suchte ich nach weiteren Informationen dazu und stieß auf die Seite der Entwickler Berzerk Games. Und da fielen mir beinahe die Augen aus dem Kopf, denn dort wären für den Steam-Key nur 9,99 Dollar fällig gewesen, also weniger als die Hälfte des bei der Valve-Tochter bezahlten Preises. Das konnte ich nicht so richtig einsehen und schrieb dem Support. Der antwortete, ich solle eine Gutschrift beantragen. Dafür ist dann offenbar eine andere Abteilung verantwortlich, die lehnten eine Gutschrift mit dem Hinweis ab, das Spiel sei bereits über zwei Stunden genutzt worden. Dass ich nur eine Teilgutschrift wollte, ignorierte die offensichtlich aus Textbausteinen zusammengeklickte Antwort völlig. Allerdings ist diese Angabe auch im System der untauglichen Multiple Choice-Klickmöglichkeiten gar nicht möglich. Eine zweite Anfrage wurde mit exakt denselben Textbausteien abgebügelt wie die erste – ich gehe an der Stelle mal davon aus, dass das automatisiert abgewimmelt wird und kein Mensch seine Finger da drin hat. Weitere Supportanfragen blieben komplett unbeantwortet.

Ich halte das für üble Abzocke und Preiswucher, Steam. Verarschen kann ich mich auch alleine.

In Zukunft werde ich bei Steam-Keys erstmal grundsätzlich anderswo schauen, wenn Valve mich derart abseihen möchte. Ich würde das jedem anderen Nutzer auch dringend empfehlen.

Nachtrag: Ja, ich kenne diverse Preisvergleichsportale, ich kenne GoG und ich kenne auch diverse Key-Händler. “Selbst schuld Du Honk!!!einsölf!!”-Anmerkungen sortiere ich allerdings nicht als “sachlichen Beitrag” sondern unter Getrolle ein und entsprechende Kommentare gehen auch direkt in den Twitfilter.

Nachtrag 2: Es “tut nicht weh”. Aber ich finde es doch arg bedenklich, wenn eine Software, die man ausschließlich über Steam kaufen und betreiben kann, und die ohne Steam nicht funktioniert, bei Steam mehr als das Doppelte kostet, als zeitgleich beim Developer. Von der Meinung weiche ich auch nicht ab. Das ist pure Abzocke und ich fühle mich verarscht, insbesondere dadurch, dass der Support nicht im Geringsten darauf eingeht, sondern versucht, den Kunden mit Textbausteinen abzuspeisen. Wenn es die Software noch bei anderen Anbietern bzw. anderen Plattformen oder unabhängig von Steam gäbe, würde ich das “dumm gelaufen” akzeptieren, da hätte ich ja mal ein wenig den Preis recherchieren können. Aber bei der Konstellation nicht.

Nachtrag 3: Steam hat gutgeschrieben

Logo Steam Copyright Valve

Inspiriert von Philip K. Dick: das Computerspiel CALIFORNIUM

Inspiriert von Philip K. Dick: das Computerspiel CALIFORNIUM

Screenshot Californium

CALIFORNIUM heißt ein neues Computerspiel von den Entwicklern Hyperallergic. Wie diese zu Protokoll geben, wurde es von den Romanen Philip K. Dicks inspiriert. Der schrieb beispielsweise die Vorlagen zu den Filmen BLADE RUNNER, TOTAL RECALL oder A SCANNER DARKLY und haufenweise Romane und Kurzgeschichten.

CALIFORNIUM (PC und Mac) springt zwischen verschiedenen Realitäten hin und her, darunter die Berkeley-Universität in den 1960ern, sowie ein zukünftiger Mars, der von Robotern beherrscht wird. Das erinnert an Dicks Multiversen-Roman VALIS.

Screenshot Californium

 

An der Produktion des Spiels war auch arte beteiligt, es handelt sich eigentlich mehr um eine Mischung aus interaktiver Story, Film und Computerspiel und es ist nur rund zwei Stunden lang, dafür erscheinen die angesagten zehn  Euro etwas teuer. Einschlägige Medien aus dem Games-Bereich bescheinigen CALIFORNIUM allerdings eine herausragende und originelle Präsentation abseits des Mainstream, weiterhin erfreut man sich an der Hommage an Dick und das Genre Science Fiction im Allgemeinen.

Erhältlich ist es via Steam.

Promografik CALIFORNIUM Copyright arte Creative

SATELLITE REIGN Early Access Trailer

SATELLITE REIGN Early Access Trailer

SATELLITE REIGN ist ein Echtzeit-Strategiespiel in einer dystopischen Cyberpunk-Welt, das im Dezember im Rahmen von Steams Early Access-Programm gestartet wird. Meine Güte, es wirkt wie eine modernisierte Neuauflage von SYNDICATE WARS. SATELLITE REIGN erscheint für Windows, Mac OS und Linux. Und das sieht wahrlich cool aus!

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Vorbestellbar: SHADOWRUN RETURNS

Vorbestellbar: SHADOWRUN RETURNS

Screenshot Shadowrun Returns

Manch einer wird es vielleicht wissen: der Entwickler Harebrained Schemes hat auf Kickstarter ein Projekt mit dem Titel SHADOWRUN RETURNS erfolgreich finanziert. Dabei handelt es sich um ein nostalgisch angehauchtes Spiel in isometrischer Sicht im SHADOWRUN-Universum, das inspiriert ist vom SNES-Klassiker aus dem Jahr 1993, sowie einem Game für Segas Mega Drive, das offiziell nur in Asien und den USA erschien.

SHADOWRUN RETURNS kann bereits seit Anfang Mai auf Steam vorbestellt werden. Das wird die diejenigen freuen, die auf Kickstarter ihr Geld investiert haben, denn sie werden nun tatsächlich mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich ein Produkt erhalten. Angeblich soll das Cyberpunk-Spiel noch im Juni 2013 erscheinen, aktuell kann man es inklusive eines Rabatts auf Steam für gerade mal 17,09 Euro erwerben. SHADOWRUN RETURNS zeichnet sich durch oldschool-Gameplay (rundenbasierte Kämpfe) aber moderne Technik aus, es basiert auf der Unity Engine.

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Promografik Copyright Harebrained Schemes

Fast geschenkt: Steam-Spielekonsole für nur 1000 Dollar

Valve tönt bereits seit Längerem darüber, dass man eine “eigene” Spielekonsole entwickeln will, mit der man dann die Spiele des hauseigenen Service Steam nutzen kann. Dafür wird allerdings kein eigenes System entwickelt, es handelt sich im Prinzip über einen PC der mit einem Gamepad gesteuert werden kann. Warum man dafür eine eigene Konsole benötigt, oder warum das überhaupt “Konsole” heißt, obwohl es sich doch eigentlich auch nur um einen schnöden PC handelt, habe ich bisher noch nicht verstanden.

Die US-Firma Isys Technologies stellt nun die Xi3 Piston vor. Genaueres über das Innenleben ist noch nicht bekannt, nur dass eine mit 3.2 GHz getaktete AMD-APU in dem Gerät tickt und in Sachen Bild von einer ATI HD 7000 unterstützt wird. Dazu kommen 8GB Ram und eine SSD. Welches Betriebssystem auf der Kiste läuft ist unklar, ebenso um welchen AMD-Prozessor es sich genau handelt.

Wer bis zum 17. März bestellt, der bekommt das Gerät, das ca. ab Thanksgiving erhältlich sein soll, für 899 Dollar, danach werden 999 Dollar fällig.

Mir fällt dazu eigentlich nur eins ein: WTF? Warum sollte ich tausend Dollar für einen PC ausgeben, den ich mit gleichem oder besserem technischen Innenleben anderswo deutlich preiswerter bekomme? Wirkliche Alleinstellungsmerkmale die einen Kauf rechtfertigen würden sehe ich bei dem Ding wahrlich nicht.

Creative Commons License

Pressefoto Xi3 Piston Coypright Isys Technologies

Steam macht sich unbeliebt – Verbraucherzentrale mahnt ab

Wenn man Spiele über Valves Onlineplattform Steam kauft, dann bezahlt man dafür Geld – in manchen Fällen sogar mehr als beispielsweise beim Händler oder bei Amazon. Die gekauften Spiele sind dann an das Steam-Konto gebunden. Bis hierhin eigentlich kein Problem, sollte man meinen; allerdings macht sich Valve gerade damit unbeliebt, dass sie die Geschäftsbedingungen geändert haben und man als Kunde diesen zustimmen muss. Tut man das nicht, hat man keinen Zugriff mehr auf sein Konto und kann die teuer gekauften Games nicht mehr nutzen.

Das ist so natürlich nicht hinzunehmen, dachte sich auch die Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) und mahnt Valve ab. Carola Elbrecht vom Projekt “Verbraucherrechte in der digitalen Welt” sagt dazu:

Diese Geschäftspraxis ist rechtswidrig. Das wäre in etwa so, als wenn ich im Laden ein Brettspiel kaufe und ich das Spiel nur im Geschäft unter Beobachtung des Verkäufers spielen darf. Ändert der Verkäufer seine AGB, bleibt mir keine Wahl: Entweder ich stimme den Änderungen zu oder ich kann das Spiel nicht mehr nutzen, es verbleibt im Laden, und den bereits gezahlten Kaufpreis erhalte ich auch nicht zurück.

Auch wenn der Vergleich hinkt: die Intention ist die richtige. Dieses Problem dürfte sich allerdings nicht auf Steam beschränken, ich gehe davon aus, dass bei anderen Anbietern genau dasselbe geschehen würde, wenn man geänderte Nutzungsbedingungen ablehnt, von daher hat die Abmahnung oder eine eventuelle spätere Klage Symbolwirkung für die Branche.

Gibt Valve bis zum 26. September keine Unterlassungserklärung ab und ändert seine Geschäftspraktiken in dieser Sache nicht, dann wird geklagt. Und das kann dann dauern …

Seitens Valve gibt es keine Kommentare. Natürlich nicht.

Creative Commons License

Steam-Logo Copyright Valve

Ubisoft verstößt bei FROM DUST gegen Steams Nutzungsbedingungen

Ich weiß ja nicht, was die in den Chefetagen von Ubisoft so rauchen, aber was Gutes kann es nicht sein. Aus diversen Fällen, über die ich auch hier berichtet habe ist bekannt, dass man bei dem Publisher immer wieder mal Kopierschutzsysteme in Spiele einbaut, die den Nutzer zwingen, ständig eine Onlinverbindung zu haben, da die jeweiligen Produkte sonst nicht funktionieren. Das gilt auch für Offlinespiele oder Spiele mit Offline-Modus neben einem Online-Teil.

Bei Steam steht man auf derlei Nutzergängelung nicht und untersagt deswegen in den Nutzungsbedingungen für Publisher solche harte DRM-Maßnahmen sehr eindeutig. Bei Ubisoft hatte man deswegen ausgesagt, dass ihr Spiel FROM DUST auf Steam nicht über eine solche DRM-Maßnahme verfügen würde. Das war eine offensichtliche Falschaussage, denn wie sich herausstellte, war diese dann doch im Spiel versteckt vorhanden, was ein direkter Verstoß gegen die Steam-TOS war.

Bei Steam fackelte man nicht lange, als man das heraus fand und schmiss nicht nur das Spiel aus dem Store, sondern bot den Käufern auch sofort eine Rückgabe an, bei denen sie den Kaufpreis zurück erhielten. Es ist sicher davon auszugehen, dass Steam sich die entstandenen Kosten bei Ubisoft zurück holen wird, immerhin verstießen die vorsätzlich gegen die Nutzungsbedingungen.

Auch außerhalb von Steam brachte der Kopierschutz Ubisoft derart viel Ärger ein, dass sie jetzt zu Kreuze kriechen und angekündigt haben, innerhalb von zwei Wochen einen Patch zu veröffentlichen, der die völlig untaugliche DRM-Maßnahme entfernen wird. Das Ganze soll deswegen zwei Wochen dauern, weil man sicherstellen will, dass die Spieler ihre Spielstände weiter verwenden können.

Demnächst erscheint DRIVER SAN FRANCISCO für den PC, hier hat Ubisoft angekündigt, den Kopierschutz nicht in der bisher geplanten Form einzusetzen. Das muss allerdings nichts bedeuten, denn das hatten sie bei FROM DUST ebenfalls angekündigt und ihn dann doch heimlich eingeschmuggelt.

Nach wie vor stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich von Ubisoft so lange keinerlei Produkte kaufen werde, bis sie damit aufhören, ehrliche Kunden zu verarschen.

Und Hut ab vor Steam, die zwar auch immer wieder kritisiert werden, aber immer wieder eindeutig zeigen, dass sie auf Seiten ihrer Kunden stehen; zuletzt hatten sie Electronic Arts wegen ähnlicher DRM-Sperenzchen rausgeschmissen. Steam sind im Vergleich mit den anderen Gierlappen der Branche eindeutig die Guten.

Ubisoft-Logo Copyright Ubisoft

FORSAKEN WORLD – spielt doch alleine!

Forsaken World Launcher - mehr habe ich vom Spiel nicht zu sehen bekommen
Der Launcher - mehr habe ich vom Spiel nicht zu sehen bekommen

Steam hatte groß angekündigt, dass sie jetzt auch free-to-play-Spiele verteilen. Eigentlich eine feine Sache und nachdem ich mal einen Blick auf das – derzeit noch sehr spärliche – Angebot geworfen hatte, fiel mir das Asia-MMO FORSAKEN WORLD auf, das dann auch auf Metacritic Bewertungen bekommen hatte, die ganz okay waren.

Kostet nichts, zwischen dem Ausprobieren und mir stand nur der Download von ein paar Gigabyte, der nach 45 Minuten beendet sein sollte.

Ging auch rasend schnell, gegen die Steam-Server kann man wirklich nichts sagen. Aber dann…

Der Launcher zog noch ein paar Dateien nach und bot mir den einen leuchtenden Start-Knopf. Nach Betätigen desselben tat sich – nichts. Bei mehrmaligen weiteren Versuchen tat sich – nichts. Ein Blick in den Taskmanager zeigte mir die Leichen-Prozesse von FORSAKEN WORLD, die ich einzeln abschoß, das Spiel war aber nicht zum Sterten zu bewegen. Irgendwelche wie auch immer gerateten Fehlermeldungen wurden mir gar nicht nicht erst angeboten.

Also zur Suchmaschine der eigenen Wahl gegriffen und schnell festgestellt, dass das Problem bekannt ist und seit Monaten auftritt, ohne dass sich die europäische Dependance des chinesischen Betreibers Perfect World Entertainment dessen wirklich angenommen hätte (die Chinesen haben gerade Cryptic gekauft, wahrscheinlich weil deren mieser Support so gut zu ihrem passt… ;o) ). Das Problem tritt durch alle Windows-Geschmäcker auf, am häufigsten aber wohl unter Windows XP. Immer wieder wurde als einzige funktionierende Lösung angegeben, jegliche Antimalware-Software (Antiviren, Antispyware und Personal Firewalls) zu deinstallieren (deaktivieren reichte nicht), dann könne man das Spiel starten.

Ja, ne, is´ klar… Fail! Deinstalliert.