Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im ver­gan­ge­nen Mo­nat er­schie­nen nach dem letz­ten Win­dows 10-Up­date eine hand­voll VR-Bril­len für Mi­cro­softs Be­triebs­sy­stem, bei­spiels­wei­se von Acer, Asus oder Me­di­on (wo­bei die Red­mon­der na­tür­lich wie­der eine Ex­tra­wurst brie­ten und ihre Bril­len als »Mi­xed Rea­li­ty«, also »MR«, be­zeich­nen).

Das Pro­blem da­bei: Kauft man eine sol­che Bril­le, ist der Spaß schnell an sei­nem Ende an­ge­langt, denn Soft­ware ist qua­si none­xi­stent. Das soll sich jetzt än­dern, Mi­cro­soft und Steam ha­ben an­ge­kün­digt, dass man die dor­ti­gen VR-Spie­le ab dem 15. No­vem­ber 2017 auch mit den Mi­cro­soft-kom­pa­ti­blen Spie­len nut­zen kön­nen soll. Das be­zeich­net man al­ler­dings erst­mal als »Pre­view«.

Kein Wun­der, denn für ein voll­stän­di­ges Funk­tio­nie­ren müs­sen die Ent­wick­ler die Ga­mes für das neue Sy­stem an­pas­sen, ähn­lich wie es da­mals be­reits bei der Un­ter­stüt­zung der Ocu­lus Rift not­wen­dig war. Man soll­te also di­rekt nach der Ein­füh­rung mit Pro­ble­men und der Not­wen­dig­keit von Ba­ste­lei­en an den Ein­stel­lun­gen rech­nen.

Wer eine Mi­cro­soft-kom­pa­ti­ble MR-Bril­le (die al­ler­dings »auch nur« VR sind) aus­pro­bie­ren möch­te, soll­te ge­nau hin­se­hen und ei­ni­ge Tests le­sen, denn die qua­li­ta­ti­ven Un­ter­schie­de zwi­schen den der­zeit er­hält­li­chen Mo­del­len sind groß, auch wenn die zu­grun­de lie­gen­de Tech­nik bei al­len Aus­füh­run­gen ei­gent­lich gleich ist. Für 400 bis 450 Euro er­hält man ein Head­set und zwei Con­trol­ler, für letz­te­ren Preis (oder so­gar gün­sti­ger ab 389 Euro) be­kommt man in­zwi­schen auch eine Ocu­lus Rift, eben­falls mit Con­trol­lern.

Pro­mo­fo­to Head­set Co­py­right Dell

Steampunk Sandbox-Game als Early Access: STEAM HAMMER

Steampunk Sandbox-Game als Early Access: STEAM HAMMER

Sand­box-Ga­mes sind spä­te­stens seit MIN­E­CRAFT der ganz gro­ße Hype, an den sich je­der hän­gen möch­te, der ir­gend­wie eine Game-En­gi­ne be­herrscht.

Ein wei­te­rer Ver­tre­ter nennt sich STEAM HAM­MER und das geht auf Steam am 12. Mai 2017 in den »Ear­ly Access«-Status, sprich: es ist eine Vor­ver­si­on, die man durch Geld un­ter­stüt­zen kann und bei der das Feed­back der Un­ter­stüt­zer in die wei­te­re Ent­wick­lung ein­geht. Mei­stens.

Die Ent­wick­ler spre­chen in der Pres­se­mit­tei­lung von ei­nem »Hard­core-Steam­punk-Rol­len­spiel«, das Ear­ly-Ac­cess-Vi­deo zeigt das Sam­meln von Res­sour­cen, Ent­wick­len von Tech­no­lo­gi­en und Craf­ting, aber auch Kämp­fe und Luft­schif­fe. Zi­tat:

Steam Ham­mer is the first hard­core sand­box RPG in a steam­punk set­ting fea­turing sur­vi­val ele­ments.

The­re are no easy ways, but the­re is co­ope­ra­ti­on. The­re are no clear bounda­ries – it all de­pends on your ima­gi­na­ti­on. You find yours­elf in a world free from ru­les and re­stric­tions, with no pre-de­fi­ned ro­les and im­po­sed goals. This is your world.

Das sieht al­les noch un­fer­tig aus, aber das soll­te bei ei­ner frü­hen Ver­si­on auch nie­man­den wun­dern. STEAM HAM­MER könn­te eine Men­ge Po­ten­ti­al ha­ben, wenn man über die der­zei­ti­gen of­fen­sicht­li­chen De­fi­zi­te in Sa­chen Gra­fik hin­weg sieht. Und letzt­lich ist Gra­fik nicht al­les, der Spiel­witz zählt mehr – wie man eben bei MIN­E­CRAFT sah.

Auf der of­fi­zi­el­len Web­sei­te kann man den Beta-Zu­gang be­reits für 11,99 Dol­lar kau­fen, bei Steam dann ab dem 12. Mai.

Pro­mo­gra­fik Co­py­right Big Way

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Ach ja: Steam hat zurückerstattet

Steam LogoNeu­lich be­rich­te­te ich ja über Steam und die Tat­sa­che, dass man mir dort für das Pro­dukt »Ta­ble­top Si­mu­la­tor« mehr als den dop­pel­ten Preis ab­ge­nom­men hat, als der Pu­blisher selbst auf sei­ner Web­sei­te für ei­nen Steam-Key an­sag­te. Und be­schwer­te mich dar­über, weil ich das für Ab­zocke hielt. Ins­be­son­de­re weil es sich da­bei um ein Spiel han­delt, das man we­gen Clou­dan­bin­dung aus­schließ­lich über Val­ves Platt­form be­trei­ben kann.

Dar­auf­hin ka­men ka­men über ver­schie­de­ne Platt­for­men ei­ni­ge ul­ki­ge Kom­men­ta­re der selbst­er­nann­ten »PC Ma­ster Race« na­mens »Ga­mer«: »Lies doch die AGB, Du Honk, selbst schuld!!!einself!1!« war, ne­ben wei­te­ren Trol­lerei­en, der Te­nor ei­ni­ger Rück­mel­dun­gen.

Tja, was soll ich sa­gen? Steam hat den Be­trag gut­ge­schrie­ben, nach­dem ich ticket­mä­ßig dran­ge­blie­ben bin (ty­pi­sches Ver­hal­ten von Fir­men: erst­mal mit Text­bau­stei­nen ab­zu­wim­meln ver­su­chen, erst wenn der Kun­de hart­näckig bleibt, dann doch mal in des­sen Sinn re­agie­ren). Da muss ich die »Ab­zocke« dann wohl zu­rück­neh­men. Üb­ri­gens schrieb mir der Ent­wick­ler, dass ih­nen das leid tue, sie aber an den auf Steam an­ge­sag­ten Prei­sen nicht im­mer et­was än­dern kön­nen. Die ha­ben mir dann als klei­ne Ent­schä­di­gung zwei DLC-Codes ge­schickt.

Jetzt kann man mal ein paar Se­kun­den dar­über nach­den­ken, wer tat­säch­lich der Vollhonk ist: Ich, oder die Profi-»Gamer«, die das Ver­hal­ten Steams ein­fach mal so hin­ge­nom­men und da­mit Geld ver­lo­ren hät­ten.

Steam Logo Co­py­right Val­ve

Abzocke bei Steam

Abzocke bei Steam

Logo SteamEi­gent­lich war ich bis­her mit der Platt­form Steam zu­frie­den. Ein­fa­che Ab­wick­lung. Nie Pro­ble­me. Letz­te­res hat sich ge­stern ge­än­dert. Da ich mit vir­tu­el­len Brett- und Kar­ten­spie­len ex­pe­ri­men­tie­ren woll­te und man mit TA­BLE­TOP SI­MU­LA­TOR emp­foh­len hat­te, kauf­te ich die­sen über die Steam-Platt­form für 19,99 Euro, in­stal­lier­te und star­te­te. Da ich ne­ben­bei noch an­de­re Din­ge tun muss­te, war das Pro­gramm re­la­tiv lan­ge im Hin­ter­grund of­fen, ohne dass ich mich ak­tiv dar­um küm­mer­te.

Nach ei­nem ver­geb­li­chen Ver­such ei­ge­ne As­sets zu im­por­tie­ren, such­te ich nach wei­te­ren In­for­ma­tio­nen dazu und stieß auf die Sei­te der Ent­wick­ler Berzerk Ga­mes. Und da fie­len mir bei­na­he die Au­gen aus dem Kopf, denn dort wä­ren für den Steam-Key nur 9,99 Dol­lar fäl­lig ge­we­sen, also we­ni­ger als die Hälf­te des bei der Val­ve-Toch­ter be­zahl­ten Prei­ses. Das konn­te ich nicht so rich­tig ein­se­hen und schrieb dem Sup­port. Der ant­wor­te­te, ich sol­le eine Gut­schrift be­an­tra­gen. Da­für ist dann of­fen­bar eine an­de­re Ab­tei­lung ver­ant­wort­lich, die lehn­ten eine Gut­schrift mit dem Hin­weis ab, das Spiel sei be­reits über zwei Stun­den ge­nutzt wor­den. Dass ich nur eine Teil­gut­schrift woll­te, igno­rier­te die of­fen­sicht­lich aus Text­bau­stei­nen zu­sam­men­ge­klick­te Ant­wort völ­lig. Al­ler­dings ist die­se An­ga­be auch im Sy­stem der un­taug­li­chen Mul­ti­ple Choice-Klick­mög­lich­kei­ten gar nicht mög­lich. Eine zwei­te An­fra­ge wur­de mit ex­akt den­sel­ben Text­bau­stei­en ab­ge­bü­gelt wie die er­ste – ich gehe an der Stel­le mal da­von aus, dass das au­to­ma­ti­siert ab­ge­wim­melt wird und kein Mensch sei­ne Fin­ger da drin hat. Wei­te­re Sup­port­an­fra­gen blie­ben kom­plett un­be­ant­wor­tet.

Ich hal­te das für üble Ab­zocke und Preis­wu­cher, Steam. Ver­ar­schen kann ich mich auch al­lei­ne.

In Zu­kunft wer­de ich bei Steam-Keys erst­mal grund­sätz­lich an­ders­wo schau­en, wenn Val­ve mich der­art ab­sei­hen möch­te. Ich wür­de das je­dem an­de­ren Nut­zer auch drin­gend emp­feh­len.

Nach­trag: Ja, ich ken­ne di­ver­se Preis­ver­gleichs­por­ta­le, ich ken­ne GoG und ich ken­ne auch di­ver­se Key-Händ­ler. »Selbst schuld Du Honk!!!einsölf!!«-Anmerkungen sor­tie­re ich al­ler­dings nicht als »sach­li­chen Bei­trag« son­dern un­ter Ge­trol­le ein und ent­spre­chen­de Kom­men­ta­re ge­hen auch di­rekt in den Twit­fil­ter.

Nach­trag 2: Es »tut nicht weh«. Aber ich fin­de es doch arg be­denk­lich, wenn eine Soft­ware, die man aus­schließ­lich über Steam kau­fen und be­trei­ben kann, und die ohne Steam nicht funk­tio­niert, bei Steam mehr als das Dop­pel­te ko­stet, als zeit­gleich beim De­ve­l­oper. Von der Mei­nung wei­che ich auch nicht ab. Das ist pure Ab­zocke und ich füh­le mich ver­arscht, ins­be­son­de­re da­durch, dass der Sup­port nicht im Ge­ring­sten dar­auf ein­geht, son­dern ver­sucht, den Kun­den mit Text­bau­stei­nen ab­zu­spei­sen. Wenn es die Soft­ware noch bei an­de­ren An­bie­tern bzw. an­de­ren Platt­for­men oder un­ab­hän­gig von Steam gäbe, wür­de ich das »dumm ge­lau­fen« ak­zep­tie­ren, da hät­te ich ja mal ein we­nig den Preis re­cher­chie­ren kön­nen. Aber bei der Kon­stel­la­ti­on nicht.

Nach­trag 3: Steam hat gut­ge­schrie­ben

Logo Steam Co­py­right Val­ve

Inspiriert von Philip K. Dick: das Computerspiel CALIFORNIUM

Inspiriert von Philip K. Dick: das Computerspiel CALIFORNIUM

Screenshot Californium

CA­LI­FOR­NI­UM heißt ein neu­es Com­pu­ter­spiel von den Ent­wick­lern Hy­per­all­er­gic. Wie die­se zu Pro­to­koll ge­ben, wur­de es von den Ro­ma­nen Phi­lip K. Dicks in­spi­riert. Der schrieb bei­spiels­wei­se die Vor­la­gen zu den Fil­men BLA­DE RUN­NER, TO­TAL RE­CALL oder A SCAN­NER DARK­LY und hau­fen­wei­se Ro­ma­ne und Kurz­ge­schich­ten.

CA­LI­FOR­NI­UM (PC und Mac) springt zwi­schen ver­schie­de­nen Rea­li­tä­ten hin und her, dar­un­ter die Ber­ke­ley-Uni­ver­si­tät in den 1960ern, so­wie ein zu­künf­ti­ger Mars, der von Ro­bo­tern be­herrscht wird. Das er­in­nert an Dicks Mul­ti­ver­sen-Ro­man VA­LIS.

Screenshot Californium

 

An der Pro­duk­ti­on des Spiels war auch arte be­tei­ligt, es han­delt sich ei­gent­lich mehr um eine Mi­schung aus in­ter­ak­ti­ver Sto­ry, Film und Com­pu­ter­spiel und es ist nur rund zwei Stun­den lang, da­für er­schei­nen die an­ge­sag­ten zehn  Euro et­was teu­er. Ein­schlä­gi­ge Me­di­en aus dem Ga­mes-Be­reich be­schei­ni­gen CA­LI­FOR­NI­UM al­ler­dings eine her­aus­ra­gen­de und ori­gi­nel­le Prä­sen­ta­ti­on ab­seits des Main­stream, wei­ter­hin er­freut man sich an der Hom­mage an Dick und das Gen­re Sci­ence Fic­tion im All­ge­mei­nen.

Er­hält­lich ist es via Steam.

Pro­mo­gra­fik CA­LI­FOR­NI­UM Co­py­right arte Crea­ti­ve

SATELLITE REIGN Early Access Trailer

SATELLITE REIGN Early Access Trailer

SA­TEL­LI­TE REIGN ist ein Echt­zeit-Stra­te­gie­spiel in ei­ner dys­to­pi­schen Cy­ber­punk-Welt, das im De­zem­ber im Rah­men von Steams Ear­ly Ac­cess-Pro­gramm ge­star­tet wird. Mei­ne Güte, es wirkt wie eine mo­der­ni­sier­te Neu­auf­la­ge von SYN­DI­CA­TE WARS. SA­TEL­LI­TE REIGN er­scheint für Win­dows, Mac OS und Li­nux. Und das sieht wahr­lich cool aus!

Vorbestellbar: SHADOWRUN RETURNS

Vorbestellbar: SHADOWRUN RETURNS

Screenshot Shadowrun Returns

Manch ei­ner wird es viel­leicht wis­sen: der Ent­wick­ler Hare­brai­ned Sche­mes hat auf Kick­star­ter ein Pro­jekt mit dem Ti­tel SHADOWRUN RE­TURNS er­folg­reich fi­nan­ziert. Da­bei han­delt es sich um ein nost­al­gisch an­ge­hauch­tes Spiel in iso­me­tri­scher Sicht im SHADOWRUN-Uni­ver­sum, das in­spi­riert ist vom SNES-Klas­si­ker aus dem Jahr 1993, so­wie ei­nem Game für Se­gas Mega Dri­ve, das of­fi­zi­ell nur in Asi­en und den USA er­schien.

SHADOWRUN RE­TURNS kann be­reits seit An­fang Mai auf Steam vor­be­stellt wer­den. Das wird die die­je­ni­gen freu­en, die auf Kick­star­ter ihr Geld in­ve­stiert ha­ben, denn sie wer­den nun tat­säch­lich mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit tat­säch­lich ein Pro­dukt er­hal­ten. An­geb­lich soll das Cy­ber­punk-Spiel noch im Juni 2013 er­schei­nen, ak­tu­ell kann man es in­klu­si­ve ei­nes Ra­batts auf Steam für ge­ra­de mal 17,09 Euro er­wer­ben. SHADOWRUN RE­TURNS zeich­net sich durch old­school-Game­play (run­den­ba­sier­te Kämp­fe) aber mo­der­ne Tech­nik aus, es ba­siert auf der Uni­ty En­gi­ne.

Pro­mo­gra­fik Co­py­right Hare­brai­ned Sche­mes

Fast geschenkt: Steam-Spielekonsole für nur 1000 Dollar

Val­ve tönt be­reits seit Län­ge­rem dar­über, dass man eine »ei­ge­ne« Spie­le­kon­so­le ent­wickeln will, mit der man dann die Spie­le des haus­ei­ge­nen Ser­vice Steam nut­zen kann. Da­für wird al­ler­dings kein ei­ge­nes Sy­stem ent­wickelt, es han­delt sich im Prin­zip über ei­nen PC der mit ei­nem Game­pad ge­steu­ert wer­den kann. War­um man da­für eine ei­ge­ne Kon­so­le be­nö­tigt, oder war­um das über­haupt »Kon­so­le« heißt, ob­wohl es sich doch ei­gent­lich auch nur um ei­nen schnö­den PC han­delt, habe ich bis­her noch nicht ver­stan­den.

Die US-Fir­ma Isys Tech­no­lo­gies stellt nun die Xi3 Pi­ston vor. Ge­naue­res über das In­nen­le­ben ist noch nicht be­kannt, nur dass eine mit 3.2 GHz ge­tak­te­te AMD-APU in dem Ge­rät tickt und in Sa­chen Bild von ei­ner ATI HD 7000 un­ter­stützt wird. Dazu kom­men 8GB Ram und eine SSD. Wel­ches Be­triebs­sy­stem auf der Ki­ste läuft ist un­klar, eben­so um wel­chen AMD-Pro­zes­sor es sich ge­nau han­delt.

Wer bis zum 17. März be­stellt, der be­kommt das Ge­rät, das ca. ab Thanks­gi­ving er­hält­lich sein soll, für 899 Dol­lar, da­nach wer­den 999 Dol­lar fäl­lig.

Mir fällt dazu ei­gent­lich nur eins ein: WTF? War­um soll­te ich tau­send Dol­lar für ei­nen PC aus­ge­ben, den ich mit glei­chem oder bes­se­rem tech­ni­schen In­nen­le­ben an­ders­wo deut­lich preis­wer­ter be­kom­me? Wirk­li­che Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le die ei­nen Kauf recht­fer­ti­gen wür­den sehe ich bei dem Ding wahr­lich nicht.

Creative Commons License

Pres­se­fo­to Xi3 Pi­ston Coyp­right Isys Tech­no­lo­gies

Steam macht sich unbeliebt – Verbraucherzentrale mahnt ab

Wenn man Spie­le über Val­ves On­line­platt­form Steam kauft, dann be­zahlt man da­für Geld – in man­chen Fäl­len so­gar mehr als bei­spiels­wei­se beim Händ­ler oder bei Ama­zon. Die ge­kauf­ten Spie­le sind dann an das Steam-Kon­to ge­bun­den. Bis hier­hin ei­gent­lich kein Pro­blem, soll­te man mei­nen; al­ler­dings macht sich Val­ve ge­ra­de da­mit un­be­liebt, dass sie die Ge­schäfts­be­din­gun­gen ge­än­dert ha­ben und man als Kun­de die­sen zu­stim­men muss. Tut man das nicht, hat man kei­nen Zu­griff mehr auf sein Kon­to und kann die teu­er ge­kauf­ten Ga­mes nicht mehr nut­zen.

Das ist so na­tür­lich nicht hin­zu­neh­men, dach­te sich auch die Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band (VZBV) und mahnt Val­ve ab. Ca­ro­la El­brecht vom Pro­jekt »Ver­brau­cher­rech­te in der di­gi­ta­len Welt« sagt dazu:

Die­se Ge­schäfts­pra­xis ist rechts­wid­rig. Das wäre in etwa so, als wenn ich im La­den ein Brett­spiel kau­fe und ich das Spiel nur im Ge­schäft un­ter Be­ob­ach­tung des Ver­käu­fers spie­len darf. Än­dert der Ver­käu­fer sei­ne AGB, bleibt mir kei­ne Wahl: Ent­we­der ich stim­me den Än­de­run­gen zu oder ich kann das Spiel nicht mehr nut­zen, es ver­bleibt im La­den, und den be­reits ge­zahl­ten Kauf­preis er­hal­te ich auch nicht zu­rück.

Auch wenn der Ver­gleich hinkt: die In­ten­ti­on ist die rich­ti­ge. Die­ses Pro­blem dürf­te sich al­ler­dings nicht auf Steam be­schrän­ken, ich gehe da­von aus, dass bei an­de­ren An­bie­tern ge­nau das­sel­be ge­sche­hen wür­de, wenn man ge­än­der­te Nut­zungs­be­din­gun­gen ab­lehnt, von da­her hat die Ab­mah­nung oder eine even­tu­el­le spä­te­re Kla­ge Sym­bol­wir­kung für die Bran­che.

Gibt Val­ve bis zum 26. Sep­tem­ber kei­ne Un­ter­las­sungs­er­klä­rung ab und än­dert sei­ne Ge­schäfts­prak­ti­ken in die­ser Sa­che nicht, dann wird ge­klagt. Und das kann dann dau­ern …

Sei­tens Val­ve gibt es kei­ne Kom­men­ta­re. Na­tür­lich nicht.

Creative Commons License

Steam-Logo Co­py­right Val­ve

Ubisoft verstößt bei FROM DUST gegen Steams Nutzungsbedingungen

Ich weiß ja nicht, was die in den Chef­eta­gen von Ubi­soft so rau­chen, aber was Gu­tes kann es nicht sein. Aus di­ver­sen Fäl­len, über die ich auch hier be­rich­tet habe ist be­kannt, dass man bei dem Pu­blisher im­mer wie­der mal Ko­pier­schutz­sy­ste­me in Spie­le ein­baut, die den Nut­zer zwin­gen, stän­dig eine On­lin­ver­bin­dung zu ha­ben, da die je­wei­li­gen Pro­duk­te sonst nicht funk­tio­nie­ren. Das gilt auch für Off­line­spie­le oder Spie­le mit Off­line-Mo­dus ne­ben ei­nem On­line-Teil.

Bei Steam steht man auf der­lei Nutzer­gän­ge­lung nicht und un­ter­sagt des­we­gen in den Nut­zungs­be­din­gun­gen für Pu­blisher sol­che har­te DRM-Maß­nah­men sehr ein­deu­tig. Bei Ubi­soft hat­te man des­we­gen aus­ge­sagt, dass ihr Spiel FROM DUST auf Steam nicht über eine sol­che DRM-Maß­nah­me ver­fü­gen wür­de. Das war eine of­fen­sicht­li­che Falsch­aus­sa­ge, denn wie sich her­aus­stell­te, war die­se dann doch im Spiel ver­steckt vor­han­den, was ein di­rek­ter Ver­stoß ge­gen die Steam-TOS war.

Bei Steam fackel­te man nicht lan­ge, als man das her­aus fand und schmiss nicht nur das Spiel aus dem Store, son­dern bot den Käu­fern auch so­fort eine Rück­ga­be an, bei de­nen sie den Kauf­preis zu­rück er­hiel­ten. Es ist si­cher da­von aus­zu­ge­hen, dass Steam sich die ent­stan­de­nen Ko­sten bei Ubi­soft zu­rück ho­len wird, im­mer­hin ver­stie­ßen die vor­sätz­lich ge­gen die Nut­zungs­be­din­gun­gen.

Auch au­ßer­halb von Steam brach­te der Ko­pier­schutz Ubi­soft der­art viel Är­ger ein, dass sie jetzt zu Kreu­ze krie­chen und an­ge­kün­digt ha­ben, in­ner­halb von zwei Wo­chen ei­nen Patch zu ver­öf­fent­li­chen, der die völ­lig un­taug­li­che DRM-Maß­nah­me ent­fer­nen wird. Das Gan­ze soll des­we­gen zwei Wo­chen dau­ern, weil man si­cher­stel­len will, dass die Spie­ler ihre Spiel­stän­de wei­ter ver­wen­den kön­nen.

Dem­nächst er­scheint DRI­VER SAN FRAN­CIS­CO für den PC, hier hat Ubi­soft an­ge­kün­digt, den Ko­pier­schutz nicht in der bis­her ge­plan­ten Form ein­zu­set­zen. Das muss al­ler­dings nichts be­deu­ten, denn das hat­ten sie bei FROM DUST eben­falls an­ge­kün­digt und ihn dann doch heim­lich ein­ge­schmug­gelt.

Nach wie vor ste­he ich auf dem Stand­punkt, dass ich von Ubi­soft so lan­ge kei­ner­lei Pro­duk­te kau­fen wer­de, bis sie da­mit auf­hö­ren, ehr­li­che Kun­den zu ver­ar­schen.

Und Hut ab vor Steam, die zwar auch im­mer wie­der kri­ti­siert wer­den, aber im­mer wie­der ein­deu­tig zei­gen, dass sie auf Sei­ten ih­rer Kun­den ste­hen; zu­letzt hat­ten sie Elec­tro­nic Arts we­gen ähn­li­cher DRM-Spe­renz­chen raus­ge­schmis­sen. Steam sind im Ver­gleich mit den an­de­ren Gier­lap­pen der Bran­che ein­deu­tig die Gu­ten.

Ubi­soft-Logo Co­py­right Ubi­soft

FORSAKEN WORLD – spielt doch alleine!

Forsaken World Launcher - mehr habe ich vom Spiel nicht zu sehen bekommen
Der Laun­cher – mehr habe ich vom Spiel nicht zu se­hen be­kom­men

Steam hat­te groß an­ge­kün­digt, dass sie jetzt auch free-to-play-Spie­le ver­tei­len. Ei­gent­lich eine fei­ne Sa­che und nach­dem ich mal ei­nen Blick auf das – der­zeit noch sehr spär­li­che – An­ge­bot ge­wor­fen hat­te, fiel mir das Asia-MMO FOR­SA­KEN WORLD auf, das dann auch auf Me­tacri­tic Be­wer­tun­gen be­kom­men hat­te, die ganz okay wa­ren.

Ko­stet nichts, zwi­schen dem Aus­pro­bie­ren und mir stand nur der Down­load von ein paar Gi­ga­byte, der nach 45 Mi­nu­ten be­en­det sein soll­te.

Ging auch ra­send schnell, ge­gen die Steam-Ser­ver kann man wirk­lich nichts sa­gen. Aber dann…

Der Laun­cher zog noch ein paar Da­tei­en nach und bot mir den ei­nen leuch­ten­den Start-Knopf. Nach Be­tä­ti­gen des­sel­ben tat sich – nichts. Bei mehr­ma­li­gen wei­te­ren Ver­su­chen tat sich – nichts. Ein Blick in den Taskma­na­ger zeig­te mir die Lei­chen-Pro­zes­se von FOR­SA­KEN WORLD, die ich ein­zeln ab­schoß, das Spiel war aber nicht zum Ster­ten zu be­we­gen. Ir­gend­wel­che wie auch im­mer ge­ra­te­ten Feh­ler­mel­dun­gen wur­den mir gar nicht nicht erst an­ge­bo­ten.

Also zur Such­ma­schi­ne der ei­ge­nen Wahl ge­grif­fen und schnell fest­ge­stellt, dass das Pro­blem be­kannt ist und seit Mo­na­ten auf­tritt, ohne dass sich die eu­ro­päi­sche De­pen­dance des chi­ne­si­schen Be­trei­bers Per­fect World En­ter­tain­ment des­sen wirk­lich an­ge­nom­men hät­te (die Chi­ne­sen ha­ben ge­ra­de Cryp­tic ge­kauft, wahr­schein­lich weil de­ren mie­ser Sup­port so gut zu ih­rem passt… ;o) ). Das Pro­blem tritt durch alle Win­dows-Ge­schmäcker auf, am häu­fig­sten aber wohl un­ter Win­dows XP. Im­mer wie­der wur­de als ein­zi­ge funk­tio­nie­ren­de Lö­sung an­ge­ge­ben, jeg­li­che An­ti­mal­wa­re-Soft­ware (An­ti­vi­ren, An­tis­py­wa­re und Per­so­nal Fire­walls) zu de­instal­lie­ren (de­ak­ti­vie­ren reich­te nicht), dann kön­ne man das Spiel star­ten.

Ja, né, is´ klar… Fail! De­instal­liert.

DIRT 2 und CRYSIS heute für kleines Geld bei Steam

Val­ves Spie­le­platt­form Steam bie­tet bis zum An­fang des neu­en Jah­res (ge­nau­er: bis zum 2. Ja­nu­ar) je­den Tag Spie­le­schnäpp­chen zu zum Teil dra­ma­tisch ver­rin­ger­ten Prei­sen an. Bei­spiels­wei­se gab es schon POR­TAL für zwei Euro fünf­zig, LARA CROFT AND THE GUAR­DI­AN OF LIGHT (um Län­gen bes­ser als ge­dacht) für EUR 5,00 und das Hightech-Jump&Run MIRROR’S EDGE eben­falls für EUR 2,50.

Auch heu­te bie­tet Steam wie­der zwei be­son­de­re Lecker­bis­sen feil. Zum ei­nen den preis­ge­krön­ten fu­tu­ri­sti­schen Egos­hoo­ter CRY­SIS aus deut­schen Lan­den und zum an­de­ren den op­tisch ein­drucks­vol­le und spie­le­risch über­zeu­gen­den Ral­lye-Racer CO­LIN MCRAE DIRT 2.

CRY­SIS geht für EUR 3,74 über den vir­tu­el­len La­den­tisch, für DIRT 2 muss man ge­ra­de mal 4,99 Euro be­rap­pen. Ge­ra­de bei letz­te­rem gibt es da­mit kaum noch eine Aus­re­de, nicht mal durch Ait Ben Had­dou zu bret­tern…

Bei al­len Spie­len han­delt es sich selbst­ver­ständ­lich um Down­load-Ver­sio­nen, des­we­gen soll­te man an­ge­sichts der Gi­ga­byte-schwe­ren Da­tei­en nur mit ei­ner halb­wegs schnel­len Lei­tung über den Kauf nach­den­ken…

Pro­mo-Sze­nen­fo­tos Co­py­right Code­ma­sters (DIRT 2) und Crytek (CRY­SIS)