Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht

Kleines Update zu Beam eBooks und Trusted Shops: Kritik unerwünscht

Trusted Shops Beam eBooks

Ich hat­te an ander­er Stelle über derzeit offen­bar beste­hende Prob­leme mit dem Sup­port von Beam eBooks hingewiesen. Down­loads funk­tion­ieren nicht, Der Ser­vice reagiert nicht oder völ­lig unzure­ichend auf Anfra­gen der Kun­den. Doku­men­tiert wurde das durch die Bew­er­tun­gen auf der Plat­tform »Trust­ed Shops«.

Seit heute kann man die Bew­er­tun­gen nicht mehr ein­se­hen, weil »der Shop für die Nutzung des Bew­er­tungssys­tems nicht freigeschal­tet ist«. Siehe Bild­schirm­fo­to.

Das ist ger­adezu ein Muster­beispiel, wie PR im Netz nicht funk­tion­iert. Da gibt es öffentliche Kri­tik an einem Onli­neshop – und statt sich der Fehler anzunehmen und diese zu beheben, ver­sucht man sie zu ver­tuschen. Das ist so ziem­lich der aller­falscheste Weg, den Lubbe in meinen Augen hat beschre­it­en kön­nen. Kri­tis­che Nutzer­stim­men ein­fach ent­fer­nen zu lassen, zeigt in meinen Augen, dass bei Beam eBooks tat­säch­lich einiges im Argen liegen muss. Wenn man begrün­dete neg­a­tive Kri­tik erhält, dann beseit­igt man den Grund und nicht die Kri­tik.

[Update 18:06 Uhr]: Auf der Web­seite von Beam eBooks ist die ver­meintlich gute Wer­tung »sehr gut« bei Trust­ed Shops immer noch zu sehen. Ver­fol­gt man den Link, kommt man allerd­ings auf die oben gezeigte Fehler­seite. Nach mein­er Ansicht gren­zt das schon an Betrug. Die andere Möglichkeit ist natür­lich, dass da neuerd­ings jemand für die Web­seite ver­ant­wortlich ist, der vom #neu­land keine Ahnung hat.

Screenshot Beam

 

DUNGEON KEEPER: Electronic Arts mag nur fünf Sterne-Bewertungen

DUNGEON KEEPER: Electronic Arts mag nur fünf Sterne-Bewertungen

Screenshot_DungeonKeeper

Elec­tron­ic Arts zeich­net sich ja immer wieder mal durch kun­den­feindlich­es Ver­hal­ten aus. Die Gründe sind man­nig­faltig: unzure­ichende DRM-Maß­nah­men, bock­ende Serv­er oder all­ge­mein unsym­pa­this­ches Ver­hal­ten. In den USA wurde EA deswe­gen mehrfach zum schlecht­esten Fir­ma des Jahres gewählt. Der neueste Stunt ste­ht im Zusam­men­hang mit der Tablet-Ver­sion des Com­put­er­spiel-Klas­sik­ers DUNGEON KEEPER.

Inter­es­san­ter­weise hat das Game im Google Play-Store haufen­weise fünf-Sterne-Wer­tun­gen, und das obwohl sich nicht eben wenige Nutzer darüber beschw­eren, dass man durch ingame-Käufe abge­zockt wer­den soll, ohne die das Spiel kaum nutzbar ist (50 Blöcke um etwas zu bauen kosten beispiel­sweise laut Aus­sage eines Nutzers heftige 90 Euro). Das ist ein­deutig eine ganz neue Ausle­gung des Geschäftsmod­ells »free2play«, mit dem das Game bewor­ben wird.

Wie EA an die guten Wer­tun­gen kommt ist kreativ – und eine Unver­schämtheit: tätigt man einen der fast unumgänglichen Ingame-Käufe, erscheint ein Fen­ster, in dem man DUNGEON KEEPER bew­erten kann. Klickt man auf fünf Sterne, wird die Bew­er­tung sofort in den Play-Store über­nom­men. Klickt man ein bis vier Sterne, wird man auf eine Seite geleit­et, auf der man »Feed­back« abgeben kann. Diese Wer­tung wird aber offen­bar nicht umge­hend in die Shop-Wer­tung über­nom­men. Will man ein bis vier Sterne vergeben, muss man das direkt im Store tun.

Wie gesagt: äußerst kreativ und allein durch die Art und Weise der Durch­führung kann man sich leicht aus­rech­nen, dass man sich bei Elec­tron­ic Arts bere­its vorher über die Kun­den­reak­tio­nen zum Spiel bzw. die Abzocke durch über­teuerte Ingame-Käufe bewusst war und die Bew­er­tung deswe­gen genau so imple­men­tiert hat. Die Alter­na­tive wäre, EA Inkom­pe­tenz zu unter­stellen – aber diese Antwort halte ich für zu ein­fach. Offen agierende Unternehmen hät­ten solche pein­lichen Winkelzüge nicht nötig.

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Screen­shot DUNGEON KEEPER Copy­right Elec­tron­ic Arts