AmaÂzons Serie THE MAN IN THE HIGH CASTLE um eine parÂalÂleÂle ReaÂliÂtät, in der NaziÂdeutschÂland und Japan den zweiÂten WeltÂkrieg gewonÂnen haben, kommt bei KriÂtiÂker und ZuschauÂern extrem gut an. DesÂweÂgen wunÂdert es nicht, dass der StuÂdio-AbleÂger des OnlineÂhändÂlers eine weiÂteÂre StafÂfel des StofÂfes nach einem Roman von PhilÂip K. Dick proÂduÂzieÂren lässt.
ShowÂrunÂner bleibt weiÂterÂhin Frank SpotÂnitz (X‑FILES) und es wird weiÂterÂhin proÂduÂziert durch RidÂley Scotts Scott Free ProÂducÂtions.
AmaÂzon hatÂte auch bei dieÂser Serie einen PilotÂfilm online gestellt und dann die ZuschauÂer abstimÂmen lasÂsen, ob es weiÂterÂgeÂhen soll. Bereits zu dieÂsem ZeitÂpunkt schlug sich THE MAN IN THE HIGH CASTLE herÂvorÂraÂgend und ist bis heuÂte der meistÂgeÂseÂheÂne SeriÂenÂpiÂlot bei AmaÂzon Video.
Ich habe hier schon diverÂse Male den trauÂriÂgen Zustand der Film- und FernÂsehÂlandÂschaft beklagt, nicht nur, was GenÂre angeht, sonÂdern allÂgeÂmein scheint man in DeutschÂland auĂźer langÂweiÂlen selbstÂplaÂgiÂieÂrenÂden KriÂmis oder RosaÂmunÂde Pilcher-Schmonz nichts zu könÂnen (wähÂrend aus EngÂland und den USA gefeiÂerÂte SeriÂen komÂmen). Das hat vieÂle GrĂĽnÂde, einer der gröÂĂźeÂren dabei die GemengeÂlaÂge aus öffentÂlich-rechtÂliÂchen SenÂdern und ProÂdukÂtiÂonsÂfirÂmen, oder KomÂpeÂtenzÂgeÂranÂgel in den SenÂdern. Das GanÂze sehr schön anaÂlyÂsiert und aufÂgeÂdröÂselt bei SodaÂfilm.
Dabei kann man sicher davon ausÂgeÂhen, dass es hauÂfenÂweiÂse KreaÂtiÂve gibt, die gern etwas InnoÂvaÂtiÂves oder GenÂre machen wĂĽrÂden. Die dĂĽrÂfen aufÂgrund konÂserÂvaÂtiÂver EntÂscheiÂder bei den SenÂdern und den ProÂdukÂtiÂonsÂfirÂmen aber nicht. Und wanÂdern dann allÂzu oft frusÂtriert ins AusÂland ab.
AmaÂzon proÂduÂziert seit einiÂger Zeit in den USA erfolgÂreich SeriÂen, es steht der ersÂte KinoÂfilm an. In DeutschÂland steht der StreaÂmingÂdienst des OnlineÂhändÂlers an ersÂter StelÂle, was die Zahl der NutÂzer angeht. Und laut Roy PriÂce, Chef von AmaÂzon StuÂdiÂos, steht man derÂzeit bereits intenÂsiv im Gespräch mit hieÂsiÂgen ProÂduÂzenÂten von TV und Film, zuminÂdest sagt er das gegenÂĂĽber dem SpieÂgel. Dabei will man den Machern größtÂmögÂliÂche kreaÂtiÂve FreiÂheit geben:
Wir könÂnen ihnen die HerÂausÂforÂdeÂrung bieÂten, etwas wirkÂlich NeuÂes zu machen – oder das, was sie schon immer machen wollÂten, aber wegen der bestehenÂden StrukÂtuÂren nicht verÂwirkÂliÂchen konnÂten. Ich glauÂbe, dieÂse ProÂjekÂte schwirÂren da drauÂĂźen herÂum. Lasst sie uns finÂden!
GranÂdiÂos. Ich hofÂfe, dass das die SchlafÂmĂĽtÂzen bei ConÂstanÂtin, UFA und Co. ebenÂso kalt erwischt, wie die gebĂĽhÂrenÂverÂnichÂtenÂden AblehÂner und KomÂpeÂtenzÂrangÂler bei den SenÂdern, und man darf gespannt sein, was bei der Suche nach InnoÂvaÂtiÂvem aus DeutschÂland herÂaus kommt. Der VorÂteil dabei: Die KonÂzepÂte mĂĽsÂsen auch taugÂlich fĂĽr den interÂnaÂtioÂnaÂlen Markt sein, denn genau wie bisÂher wĂĽrÂden auch die in DeutschÂland proÂduÂzierÂten PilotÂfilÂme einem interÂnaÂtioÂnaÂlen PubliÂkum zur AbstimÂmung vorÂgeÂworÂfen werÂden.
Ich bin ĂĽberÂaus gespannt darÂauf, was darÂaus wird. Die SituaÂtiÂon kann sich nur verÂbesÂsern, wenn es in der Form eine AlterÂnaÂtiÂve zu den derÂzeiÂtiÂgen LangÂweiÂlern gibt.
Es ging in den verÂganÂgeÂnen Tagen nicht nur durch den virÂtuÂelÂlen BlätÂterÂwald, da sich natĂĽrÂlich auch die TotÂholzÂmeÂdiÂen darÂauf gestĂĽrzt haben: Der BörÂsenÂverÂein des DeutÂschen BuchÂhanÂdels hat durchÂgeÂboxt, dass sich das BunÂdesÂkarÂtellÂamt mit Apple, AudiÂble und AmaÂzon befasst. Man beklagt, wie immer lautÂhals, dass AmaÂzon 90% der nichtÂphyÂsiÂschen HörÂbĂĽÂcher verÂkauft (eben auch via Apple, die durch AudiÂble belieÂfert werÂden). Und dass desÂweÂgen alle sterÂben werÂden, vor allem der BuchÂhanÂdel.
Da fraÂge ich mich natĂĽrÂlich als AllerÂersÂtes: In welÂcher BuchÂhandÂlung kann ich denn MP3s oder Streams von HörÂbĂĽÂchern kauÂfen? (und kommt mir bitÂte nicht damit, dass es auch CDs gibt, auf denen sich MP3s befinÂden)
AlexÂanÂder SkiÂpis, HauptÂgeÂschäftsÂfĂĽhÂrer des BörÂsenÂverÂeins, sagÂte:
HörÂbuchÂverÂlaÂge brauÂchen eine adäquaÂte MögÂlichÂkeit, ihre HörÂbĂĽÂcher auch unabÂhänÂgig von AudiÂble verÂtreiÂben zu könÂnen. Das ist in der derÂzeiÂtiÂgen KonÂstelÂlaÂtiÂon nicht mögÂlich
Wenn wir mal ehrÂlich sind, ist die TatÂsaÂche, dass AmaÂzon 90% der HörÂbuch-DownÂloads in DeutschÂland verÂtickt, nur eines: eine peinÂliÂche BankÂrottÂerkläÂrung der BranÂche. Die zeigt, dass die auch bei dieÂsem MediÂum die EntÂwickÂlung und den MediÂenÂwanÂdel aber sowas von vollÂstänÂdig im tiefsÂten SchlumÂmer verÂpasst hat.
Pikant ist dabei vor allem eins: Der deutÂsche AbleÂger von AudiÂble gehörÂte zu nicht gerinÂgen TeiÂlen HoltzÂbrink, LuebÂbe und RanÂdom House (aliÂas BerÂtelsÂmann), und die haben AmaÂzon ihre AnteiÂle 2009 verÂkauft, verÂmutÂlich mit DolÂlarÂzeiÂchen in den Augen, und froh darÂĂĽber, die verÂmeintÂlich schwäÂchelnÂde FirÂma losÂzuÂwerÂden? Nein, denn bereits 2009 war AudiÂble einer der erfolgÂreichsÂten HörÂbuch-AnbieÂter in DeutschÂland (wenn nicht sogar der erfolgÂreichsÂte). Und der könnÂte noch heuÂte HoltzÂbrink, LuebÂbe und RanÂdom House gehöÂren, wenn sie ihn nicht an … Moment mal, wer war das noch gleich? Ach ja! AmaÂzon verÂtickt hätÂten.
Und gegen AmaÂzon kommt man in Sachen HörÂbuch natĂĽrÂlich nur durch eine BeschwerÂde beim BunÂdesÂkarÂtellÂamt an …
Der GewinÂner von AmaÂzons »KindÂle StoÂrytelÂler Award« ist der SciÂence FicÂtion-ThrilÂler PARADOX – AM ABGRUND DER EWIGKEIT von PhilÂlip P. PeterÂson. Der Gewinn fĂĽhrt dazu, dass der Roman bei BasÂtei LĂĽbÂbe als TaschenÂbuch erscheiÂnen wird, zudem spenÂdiert AmaÂzon ein MarÂkeÂting-Paket im Wert von 20000 Euro, weiÂterÂhin beinhalÂtet die AusÂzeichÂnung ein PreisÂgeld in Höhe von 10000 Euro.
Zum Buch:
»AuĂźerÂirÂdiÂsche? Hier drauÂĂźen?«, fragÂte Ed ungläuÂbig.
David wandÂte den Blick von der sterÂnenÂloÂsen FinsÂterÂnis hinÂter den CockÂpitÂfensÂtern ab und sah Ed direkt in die Augen. »Sie sind hier irgendÂwo. Und sie wolÂlen nicht, dass wir unser SonÂnenÂsysÂtem verÂlasÂsen!«
AstroÂnaut Ed WalÂker wird zum HelÂden, als er seiÂne Crew mit einem spekÂtaÂkuÂläÂren AuĂźenÂbordÂeinÂsatz aus den TrĂĽmÂmern der InterÂnaÂtioÂnaÂlen RaumÂstaÂtiÂon ISS retÂtet. Nun wird ihm die LeiÂtung der ersÂten ExpeÂdiÂtiÂon der MenschÂheit an den Rand des SonÂnenÂsysÂtems anverÂtraut, an der auch der junÂge WisÂsenÂschaftÂler David HolÂmes teilÂnimmt, der das rätÂselÂhafÂte VerÂschwinÂden einiÂger RaumÂsonÂden jenÂseits der PlutÂoÂbahn unterÂsucht. In der LeeÂre des interÂstelÂlaÂren RauÂmes werÂden die AstroÂnauÂten mit einem unglaubÂliÂchen GeheimÂnis konÂfronÂtiert, das ihr Bild vom UniÂverÂsum auf den Kopf stellt. Und erneut muss Ed um das Leben seiÂner BesatÂzung kämpÂfen.
GRAVITY meets APOLLO 13 meets TRUMAN SHOW - ein ungeÂwöhnÂliÂcher und spanÂnenÂder AstroÂnauÂtenÂthrilÂler ĂĽber eine ReiÂse an die GrenÂzen der ReaÂliÂtät
Mich freut natĂĽrÂlich ganz besonÂders, dass ein SciÂence FicÂtion-Roman gewonÂnen hat, ein GenÂre, das PubliÂkumsÂverÂlaÂge und BuchÂhandÂlunÂgen seit JahÂren äuĂźerst stiefÂmĂĽtÂterÂlich behanÂdeln (ich kenÂne BuchÂhandÂlunÂgen, die die SF-AbteiÂlung zugunsÂten von RomanÂtÂaÂsy-SchmonÂzetÂten komÂplett aufÂgeÂgeÂben haben).
THE MAN IN THE HIGH CASTLE ist eine von AmaÂzon proÂduÂzierÂte Serie nach dem gleichÂnaÂmiÂgen Roman von PhilÂip K. Dick (deutsch: DAS ORAKEL VOM BERGE). Die HandÂlung spielt in in den 1960ern einer Welt, in der NaziÂdeutschÂland und Japan den Krieg gewonÂnen und NordÂameÂriÂka unter sich aufÂgeÂteilt haben.
Es hanÂdelt sich hierÂbei um eine der SeriÂen, bei denen AmaÂzon erst einÂmal einen PilotÂfilm proÂduÂziert und dann die KunÂden entÂscheiÂden lässt, ob sie eine Serie sehen wolÂlen. Die posiÂtiÂven StimÂmen zum PiloÂten von HIGH CASTLE waren beiÂnaÂhe ĂĽberÂwälÂtiÂgend und so bekomÂmen wir nun also die serie zu sehen. Das wunÂdert aber auch nicht: Die ersÂte FolÂge war zwar eher gemächÂlich inszeÂniert und weicht an einiÂgen StelÂlen von der VorÂlaÂge ab, aber SzeÂnenÂbild, KosÂtĂĽÂme und vor allem die äuĂźerst beklemÂmenÂde StimÂmung machÂten sie zu etwas wirkÂlich BesonÂdeÂrem. Man darf gespannt sein, ob die Serie dieÂses hohe Niveau zu halÂten verÂmag.
Hier auf PhanÂtaÂNews gibt es zwei BespreÂchunÂgen zum Film, eine von Ursel MeyÂer und eine von mir. Ich halÂte MARA fĂĽr sehr empÂfehÂlensÂwert und wer ihn noch nicht geseÂhen hat, sollÂte unbeÂdingt mal einen wohlÂwolÂlenÂden Blick darÂauf werÂfen. Und bitÂte immer darÂan denÂken, dass der ohne HolÂlyÂwoods MulÂtiÂmilÂlioÂnen DolÂlar-BudÂgets reaÂliÂsiert wurÂde. Am besÂten einÂfach die beiÂden BespreÂchunÂgen lesen. Auch die BewerÂtunÂgen bei AmaÂzon spreÂchen eine deutÂliÂche SpraÂche.
Die DVD- & BlueRÂay-FasÂsunÂgen erscheiÂnen am 22. OktoÂber 2015. AufÂgrund der miseÂraÂblen VerÂleihÂpoÂliÂtik ConÂstanÂtins ist der Film im Kino bekannÂterÂweiÂse leiÂder unterÂgeÂganÂgen. Ihr könnt das ProÂjekt aber jetzt immer noch unterÂstĂĽtÂzen, indem ihr die SilÂberÂscheiÂben kauft.
GesÂtern schrieb ich etwas ĂĽber das GejamÂmeÂre des BörÂsenÂverÂeins des DeutÂschen BuchÂhanÂdels zum TheÂma AudiÂble bzw. AmaÂzon und deren VorÂhaÂben, ein FlatÂrateÂmoÂdell fĂĽr HörÂbĂĽÂcher einÂzuÂfĂĽhÂren. Dazu habe ich in der WikiÂpeÂdia noch ein amĂĽÂsanÂtes Detail gefunÂden:
Das deutÂsche UnterÂnehÂmen, die AudiÂble GmbH wurÂde 2004 als Joint VenÂture von der AudiÂble Inc. sowie den VerÂlagsÂgrupÂpen HoltzÂbrinck VenÂtures GmbH und RanÂdom House GmbH gegrĂĽnÂdet. 2006 kaufÂte sich die VerÂlagsÂgrupÂpe LĂĽbÂbe GmbH ebenÂfalls als GesellÂschafÂter bei der AudiÂble GmbH ein. Die AudiÂble Inc. wurÂde 2008 von der Ama​zon​.com Inc. (NASDAQ: AMZN) zum Preis von 300 Mio. US$ gekauft. 2009 kaufÂte AmaÂzon die AnteiÂle der andeÂren PartÂner des deutÂschen Joint VenÂture auf.
Wir lasÂsen uns das auf der ZunÂge zerÂgeÂhen: NamÂhafÂte deutÂsche VerÂlaÂge waren MitÂinÂhaÂber von AudiÂble, haben aber an AmaÂzon verÂtickt – ĂĽber die GrĂĽnÂde könnÂte man jetzt speÂkuÂlieÂren …
BisÂher war ich mit dem AmaÂzon-SerÂvice immer zufrieÂden, weil bei jedem ProÂblemÂfall eine sinnÂvolÂle Lösung gefunÂden werÂden konnÂte (auch wenn man dabei oft den AbwimÂmelÂverÂsuÂchen der SerÂviceÂmitÂarÂbeiÂter gegenÂĂĽber hartÂnäÂckig bleiÂben muss). Was ich allerÂdings geraÂde mit dem OnlineÂhändÂler erleÂbe, hat mich dazu gebracht, neuÂerÂdings andersÂwo zu bestelÂlen. Trotz Prime-MitÂgliedÂschaft – oder geraÂde desÂweÂgen, denn verÂarÂschen kann ich mich auch alleiÂne, dazu benöÂtiÂge ich AmaÂzon und desÂsen AbwimÂmelÂtakÂtik und/​oder InkomÂpeÂtenz nicht.
Vor einiÂgen Wochen erwarb ich bei AmaÂzon ein RolÂlenÂspiel-RegelÂwerk, genauÂer gesagt FATE CORE, in der engÂliÂschen OriÂgiÂnalÂverÂsiÂon. Es hanÂdelt sich dabei um ein groĂźÂforÂmaÂtiÂges HardÂcoÂver, das auch einiÂges an Gewicht aufÂweist. Wie gewohnt kam die SenÂdung am nächsÂten Tag bei mir an. AllerÂdings beschäÂdigt. AufÂgrund einer viel zu groÂĂźen VerÂpaÂckung, in der das Buch frei herÂumÂrutÂschen konnÂte, waren alle Ecken einÂgeÂdrĂĽckt und das Front- sowie BackÂcoÂver deutÂlich zerÂkratzt. Ein schnelÂler Anruf beim AmaÂzon-SerÂvice. Der HotÂline-MitÂarÂbeiÂter meinÂte, ich solÂle das Buch zurĂĽckÂschiÂcken, er werÂde eine ErsatzÂlieÂfeÂrung verÂanÂlasÂsen. Mein ersÂter EinÂwand, dass auch das aufÂgrund manÂgelÂhafÂter VerÂpaÂckung sicher wieÂder beschäÂdigt ankomÂmen werÂde, wurÂde wegÂgeÂwischt. Das sei ein EinÂzelÂfall geweÂsen und werÂde so nicht wieÂder vorÂkomÂmen. Einen PreisÂnachÂlass könÂne er ebenÂfalls geben, aber der war so lächerÂlich gering, dass ich den nicht fĂĽr ein deutÂlich beschäÂdigÂtes Buch in Anspruch nehÂmen wollÂte. Dann wies ich darÂauf hin, dass ich in Urlaub fahÂre und ob sicherÂgeÂstellt sei, dass die Ware bei ErsatzÂlieÂfeÂrung am nächsÂten Tag ankommt. Das wurÂde defiÂniÂtiv zugeÂsagt.
Ich hatÂte schon im April berichÂtet, dass es eine FernÂsehÂseÂrie zum Kult-SF-Film GALAXY QUEST geben soll. Das StuÂdio dahinÂter, soviel war bereits damals klar, ist ParaÂmount TeleÂviÂsiÂon. Auf der Suche nach einem AufÂtrag- und GeldÂgeÂber fand man nun offenÂbar einen: Mit im Boot ist AmaÂzon, damit dĂĽrfÂte die Serie exkluÂsiv auf AmaÂzon Prime zu sehen sein – und das wie immer auch zeitÂgleich in DeutschÂland.
Man darf davon ausÂgeÂhen, dass keiÂner der SchauÂspieÂler aus dem KinoÂfilm in der Serie zu sehen sein wird, die sind in dieÂser ZusamÂmenÂstelÂlung einÂfach zu teuÂer fĂĽr eine Show. Aber vielÂleicht kommt es zu CameÂos.
HinÂter der KameÂra finÂden sich aber dieÂselÂben PerÂsoÂnen, die auch den KinoÂfilm gemacht haben. Dean ParÂisot wird Regie fĂĽhÂren und arbeiÂtet auch als ausÂfĂĽhÂrenÂder ProÂduÂzent. DenÂselÂben Job hat auch Robert GorÂdon, der schreibt zudem die DrehÂbĂĽÂcher. WeiÂteÂre ausÂfĂĽhÂrenÂde ProÂduÂzenÂten sind Mark JohnÂson and MelisÂsa BernÂstein.
Man darf gespannt sein, wie das in eine wöchentÂliÂche Show umgeÂsetzt werÂden wird. InsÂbeÂsonÂdeÂre wäre es neben einer aktuÂelÂlen HandÂlung auch mögÂlich, EpiÂsoÂden in der fikÂtiÂven SF-Serie aus den 1970ern spieÂlen zu lasÂsen.
Die SelfÂpuÂblisherÂplattÂform ToliÂno Media war mit viel TamÂtam als AlterÂnaÂtiÂve zu AmaÂzon proÂpaÂgiert worÂden. Der groÂĂźe Erfolg hat sich allerÂdings bisÂher nicht so recht einÂgeÂstellt, es gab zudem diverÂse AnlaufÂproÂbleÂme, vieÂles an der PlattÂform schien mit der heiÂĂźen Nadel gestrickt (das wurÂde mir gegenÂĂĽber auch genau so forÂmuÂliert) und es gibt bis heuÂte techÂniÂsche ProÂbleÂme.
Deren BeheÂbung scheint aber nicht das priÂmäÂre ProÂblem der BetreiÂber zu sein. VielÂmehr werÂden die hochÂgeÂlaÂdeÂnen eBooks auf »unerÂwĂĽnschÂte« WorÂte durchÂsucht. Das ist an sich schon eine UnverÂschämtÂheit. Noch besÂser wird das GanÂze allerÂdings, wenn sich irgendÂwo im Buch der Begriff »KindÂle« befinÂdet. Dann erhält man als Autor den HinÂweis, dass das Buch leiÂder nicht online gehen kann und ĂĽberÂarÂbeiÂtet werÂden muss, weil man nicht im Text »auf ein MitÂbeÂwerÂber-ProÂdukt Bezug nehÂmen darf«. Mit dieÂsem TeuÂfelsÂwort im Text wolÂlen sie das Buch nicht annehÂmen und demÂzuÂfolÂge auch nicht online stelÂlen. Bei dem fragÂliÂchen eBook hanÂdelt es sich ĂĽbriÂgens um einen RatÂgeÂber fĂĽr SelfÂpuÂblisher – ob die ToliÂno-AlliÂanz nun alle SachÂbĂĽÂcher auf das Unwort unterÂsucht, und dieÂse dann aus den Shops werÂfen wird? MögÂliÂcherÂweiÂse sogar die Print-AusÂgaÂben? Oder werÂden nur SelfÂpuÂblisher drangÂsaÂliert?
Es ist einÂfach unfassÂbar. DieÂses VerÂhalÂten ist so derÂmaÂĂźen lächerÂlich und unproÂfesÂsioÂnell, dass es mir die SpraÂche verÂschlägt. NachÂdem das jahÂreÂlanÂge AmaÂzon-BasÂhing der BranÂche keiÂne ErfolÂge gezeigt hat, nun dieÂse in hohem MaĂźe fragÂwĂĽrÂdiÂge AktiÂon. Als Autor sollÂte man sich von einer in meiÂnen Augen eher halbÂgaÂren MöchÂteÂgern-SelfÂpuÂblisherÂplattÂform nicht vorÂschreiÂben lasÂsen, welÂche WörÂter in den eBooks zu steÂhen haben und welÂche nicht. AmaÂzon, GoogÂle Play und Kobo filÂtern das Wort »ToliÂno« selbstÂverÂständÂlich nicht.
Edit – FĂĽr dieÂjeÂniÂgen, die keiÂnen FaceÂbook-Zugang haben und auch keiÂnen wolÂlen:
Dank an Alex JahnÂke fĂĽr den HinÂweis.
Update [15:00]: Auch bei ToliÂno scheint man erkannt zu haben, dass das nicht eben schlau war, inzwiÂschen wurÂde Frau Glomp groĂźÂzĂĽÂgig erlaubt, das Wort KindÂle im Text zu lasÂsen. Das schafft natĂĽrÂlich die grundÂleÂgenÂde VerÂweiÂgeÂrung nicht aus der Welt, man muss sich fraÂgen warÂum es anfangs ĂĽberÂhaupt zu dieÂser alberÂnen BeanÂstanÂdung gekomÂmen ist.
Ein MitÂarÂbeiÂter von ToliÂno komÂmenÂtiert unter dieÂsem ArtiÂkel:
DieÂses StateÂment ist so nicht korÂrekt. Frau Glomp hat dies selbst auch schon in der FB GrupÂpe, aus der dieÂser Post ist, zurĂĽck genomÂmen. Es wäre doch korÂrekt, hier beiÂde SeiÂten zu hören, bevor man als BloÂgÂinÂhaÂber texÂtet? Wir (toliÂno media) steÂhen da gerÂne fĂĽr zur VerÂfĂĽÂgung.
[Update 26.06.15]: Ich hatÂte ToliÂno Media aufÂgrund ihres KomÂmenÂtars per eMail die MögÂlichÂkeit angeÂboÂten, ihre Sicht der DinÂge darÂzuÂstelÂlen, ich hätÂte dieÂse dann hier wieÂderÂgeÂgeÂben, hatÂte allerÂdings um subÂstanÂziÂelÂleÂre InforÂmaÂtioÂnen gebeÂten, als die durchÂsichÂtiÂgen AusÂflĂĽchÂte im FaceÂbook-Thread. KeiÂnerÂlei ReakÂtiÂon.
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