Buchversender Amazon schafft es nicht, ein Buch zu versenden (Update 2)

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Bis­her war ich mit dem Ama­zon-Ser­vice im­mer zu­frie­den, weil bei je­dem Pro­blem­fall eine sinn­vol­le Lö­sung ge­fun­den wer­den konn­te (auch wenn man da­bei oft den Ab­wim­mel­ver­su­chen der Ser­vice­mit­ar­bei­ter ge­gen­über hart­näckig blei­ben muss). Was ich al­ler­dings ge­ra­de mit dem On­line­händ­ler er­le­be, hat mich dazu ge­bracht, neu­er­dings an­ders­wo zu be­stel­len. Trotz Prime-Mit­glied­schaft – oder ge­ra­de des­we­gen, denn ver­ar­schen kann ich mich auch al­lei­ne, dazu be­nö­ti­ge ich Ama­zon und des­sen Ab­wim­mel­tak­tik und/oder In­kom­pe­tenz nicht.

Vor ei­ni­gen Wo­chen er­warb ich bei Ama­zon ein Rol­len­spiel-Re­gel­werk, ge­nau­er ge­sagt FATE CORE, in der eng­li­schen Ori­gi­nal­ver­si­on. Es han­delt sich da­bei um ein groß­for­ma­ti­ges Hard­co­ver, das auch ei­ni­ges an Ge­wicht auf­weist. Wie ge­wohnt kam die Sen­dung am näch­sten Tag bei mir an. Al­ler­dings be­schä­digt. Auf­grund ei­ner viel zu gro­ßen Ver­packung, in der das Buch frei her­um­rut­schen konn­te, wa­ren alle Ecken ein­ge­drückt und das Front- so­wie Back­co­ver deut­lich zer­kratzt. Ein schnel­ler An­ruf beim Ama­zon-Ser­vice. Der Hot­line-Mit­ar­bei­ter mein­te, ich sol­le das Buch zu­rück­schicken, er wer­de eine Er­satz­lie­fe­rung ver­an­las­sen. Mein er­ster Ein­wand, dass auch das auf­grund man­gel­haf­ter Ver­packung si­cher wie­der be­schä­digt an­kom­men wer­de, wur­de weg­ge­wischt. Das sei ein Ein­zel­fall ge­we­sen und wer­de so nicht wie­der vor­kom­men. Ei­nen Preis­nach­lass kön­ne er eben­falls ge­ben, aber der war so lä­cher­lich ge­ring, dass ich den nicht für ein deut­lich be­schä­dig­tes Buch in An­spruch neh­men woll­te. Dann wies ich dar­auf hin, dass ich in Ur­laub fah­re und ob si­cher­ge­stellt sei, dass die Ware bei Er­satz­lie­fe­rung am näch­sten Tag an­kommt. Das wur­de de­fi­ni­tiv zu­ge­sagt.

Am näch­sten Tag zeig­te ein Blick in mein Kon­to, dass die­se Zu­sa­ge nichts wert war, denn es wur­den meh­re­re Tage Lie­fer­zeit an­ge­zeigt. Wie­der an­ge­ru­fen. Ja, sag­te die Mit­ar­bei­te­rin, die Sen­dung kom­me aus Ita­li­en und brau­che ein paar Tage län­ger. War­um mir der an­de­re Herr eine Lie­fe­rung am näch­sten Tag zu­ge­sagt hat­te, ver­moch­te sie nicht zu er­klä­ren. Es kam, wie es kom­men muss­te: Die Sen­dung kam nicht mehr recht­zei­tig vor mei­nem Ur­laub an und weil ich des­we­gen auch nicht in der Lage war, es bei DHL ab­zu­ho­len, ging die Sen­dung zu Ama­zon zu­rück.

Nach mei­nem Ur­laub rief ich mal wie­der bei Ama­zon an und woll­te klä­ren, was nun Sa­che sei. Da­bei er­fuhr ich, dass der er­ste Mit­ar­bei­ter mir laut Ver­lauf ei­nen Gut­schein hin­ter­legt hat­te. Der war al­ler­dings in mei­nem Kon­to nicht auf­ge­taucht, wie der Be­ar­bei­ter erst zu­gab, nach­dem er et­was re­cher­chiert hat­te. Of­fen­bar hat­te Be­ar­bei­ter eins da­bei ir­gend et­was falsch ge­macht. Der Gut­schein in Höhe von EUR 5 soll­te durch Be­ar­bei­ter zwei neu hin­ter­legt wer­den – ge­se­hen habe ich ihn bis heu­te nicht.
Er­neut war sei­ne ein­zi­ge Lö­sung, das Buch neu zu be­stel­len und er­neut wur­den mei­ne Hin­wei­se, dass auch das si­cher wie­der be­schä­digt an­kom­men wer­de, als völ­lig ab­we­gig und »Ein­zel­fall« ab­ge­wie­sen. Da sich der Preis für FATE CORE in­zwi­schen um ca. 5 Euro er­höht hat­te, re­du­zier­te er ihn nach mei­ner Be­stel­lung auf den al­ten Be­trag.

Er­neut dau­er­te die Lie­fe­rung ca. eine Wo­che, da auch die­se Sen­dung aus ei­nem au­ßer­deut­schen eu­ro­päi­schen Ver­sand­zen­trum ver­schickt wur­de. Sie kam vor­ge­stern an und wie von mir er­war­tet, war das Pro­blem er­neut das­sel­be: zu gro­ße Ver­packung, Buch konn­te frei hin und her rut­schen, Front- und Back­co­ver ver­kratzt, Kan­ten ein­ge­drückt. Zu­sätz­lich fan­den sich deut­lich sicht­ba­re Fin­ger­ab­drücke und Wisch­spu­ren auf den Co­vern, die mei­ner An­sicht nach da­her rühr­ten, dass je­mand das Buch mit Kleb­stoff an den Hän­den an­ge­fasst hat­te.

Die Ama­zon-Mit­ar­bei­te­rin Num­mer eins am Te­le­fon war der deut­schen Spra­che nur an­satz­wei­se mäch­tig. Ich ver­stand sie nicht und sie mich nicht, so dass ich das Ge­spräch we­gen Sinn­lo­sig­keit ab­brach. Die näch­ste Mit­ar­bei­te­rin war völ­lig über­for­dert und stam­mel­te nur Sät­ze wie »geht nicht an­ders« oder »kei­ne an­de­re Lö­sung«. Die er­ste Lö­sung war: Mir das Buch noch­mal schicken, aber auf die Ver­packung kön­ne sie kei­nen Ein­fluss neh­men. Auf mei­ne Fra­ge, ob sie das für sinn­voll hal­te, da das Buch doch nach den bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen ga­ran­tiert wie­der be­schä­digt an­kom­men wür­de, konn­te sie nichts Sinn­vol­les ant­wor­ten.

Der zwei­te Vor­schlag hat mich dann aber aus den Socken ge­hau­en. Ich sol­le das Buch zu­rück­sen­den und es bei ei­nem an­de­ren Händ­ler kau­fen.

Na si­cher. Ich bin Prime-Kun­de bei Ama­zon, da­mit ich auf­grund der Un­fä­hig­keit Ama­zons dann nicht nur wo­an­ders mehr be­zah­le, son­dern auch noch Por­to be­rap­pen muss. Da­von ab­ge­se­hen ist kein an­de­rer gro­ßer deut­scher Buch­ver­sen­der in der Lage, FATE CORE zu lie­fern, die ha­ben das noch nicht mal ge­li­stet. Und hät­te sie, wür­de es si­cher das drei­fa­che von dem ko­sten, was Ama­zon an­sag­te.

Ge­nervt von der schie­ren In­kom­pe­tenz der Ser­vice­mit­ar­bei­te­rin for­der­te ich sie auf, mich an ei­nen Team­lei­ter wei­ter zu ver­bin­den. Das gin­ge nicht, war die Ant­wort, aber sie wol­le gern ei­nen Rück­ruf ver­an­las­sen. Der na­tür­lich nicht statt­fand.

Des­we­gen am näch­sten Nach­mit­tag noch­mal bei Ama­zon an­ge­ru­fen, ich hab ja auch sonst nichts zu tun. Die Mit­ar­bei­te­rin stell­te fest, dass der Rück­ruf­wunsch vom Vor­tag gar nicht ins Sy­stem ein­ge­ge­ben wor­den war. Ich be­stand auf ei­nem Rück­ruf und wies mehr­fach aus­drück­lich dar­auf hin, dass ich un­ter der Num­mer nur bis 17:00 Uhr er­reich­bar sei und an­son­sten am näch­sten Tag wie­der ab 9:00 Uhr. Sie gab vor, das al­les no­tiert zu ha­ben.

Zwei Stun­den spä­ter fand ich eine Nach­richt des Team­lei­ters, dass er lei­der mehr­fach ver­geb­lich ver­sucht habe, mich zwi­schen 17:00 und 18:00 zu er­rei­chen.

Das war der Mo­ment, als ein Biss in die Tisch­kan­te als brauch­ba­re Al­ter­na­ti­ve zum Amok­lauf zu er­schei­nen be­gann.

Die­se sei­ne Email sei nun die »fi­na­le«, schrieb er. Als ob er zu be­stim­men hat­te, wann ich als Kun­de zu­frie­den ge­stellt bin. Sei­ne bei­den Vor­schlä­ge hat­te ich be­reits des öf­te­ren von den an­de­ren so­ge­nann­ten Ser­vice­mit­ar­bei­tern ge­hört: Rück­sen­dung und Gut­schrift oder Er­satz­lie­fe­rung. Dar­um gings mir aber gar nicht mehr aus­schließ­lich, ich woll­te je­man­dem halb­wegs Kom­pe­ten­ten den ge­sam­ten Sach­ver­halt schil­dern, ich ent­nahm näm­lich den Äu­ße­run­gen der Mit­ar­bei­ter, dass die im­mer nur iso­liert den letz­ten Fall be­trach­te­ten und nie den ge­sam­ten episch schief ge­gan­ge­nen Vor­gang. Und auch sei­ner Mail konn­te ich ent­neh­men, dass er nicht ver­stan­den hat­te, wie lan­ge sich das be­reits hin­zog. Und die Chan­ce, dass auch die in­zwi­schen vier­te Lie­fe­rung des­sel­ben Bu­ches be­schä­digt bei mir an­kam, lag in mei­nen Au­gen bei na­he­zu 100 Pro­zent (mal ab­ge­se­hen da­von, dass auch die­se wie­der aus dem Aus­land käme, was mei­ne An­sicht auf­grund des län­ge­ren Lie­fer­wegs noch­mal be­kräf­tig­te).

Also noch­mal an­ge­ru­fen, mir noch­mal den Mund fus­se­lig ge­re­det und noch­mal ei­nen Team­lei­ter-Rück­ruf ein­ge­for­dert. Der selbst­ver­ständ­lich nicht statt­fand, eben­so we­nig wie die vom Ama­zon-Team auf Face­book an­ge­kün­dig­ten Rück­ru­fe.

Doch, halt, ich habe et­was ver­ges­sen: Das Te­le­fon klin­gel­te, die Ser­vice­num­mer Ama­zons wur­de an­ge­zeigt. Das war al­ler­dings kein An­ruf ei­ner Per­son, die den Sach­ver­halt be­reits kann­te. Of­fen­sicht­lich wird ein­fach nur ein An­ruf an­ge­sto­ßen und man kommt dann in die ganz nor­ma­le War­te­schlei­fe – in­klu­si­ve wie­der ein­mal ei­nem Mit­ar­bei­ter, der nichts kann, nichts weiß und auch nicht sinn­voll hel­fen will.

Ich hab die Schnau­ze jetzt ge­stri­chen voll. Kei­ner­lei Ein­sicht, Vor­ge­hen nach Sche­ma F, statt sich den Ein­zel­fall mal ge­nau­er an­zu­se­hen, Lö­sun­gen die kei­ne sind. To­tal sinn­lo­ses im­mer wie­der neu­es Ver­sen­den des­sel­ben Bu­ches mit dem­sel­ben Er­folg: Be­schä­di­gun­gen auf­grund man­gel­haf­ter Ver­packung. Kei­ner­lei Kom­pen­sa­ti­ons­vor­schlä­ge für mei­nen Zeit­auf­wand am Te­le­fon mit ah­nungs­lo­sen Ama­zon-Mit­ar­bei­tern. Falsch­aus­sa­gen von Mit­ar­bei­tern am Te­le­fon, um mich mög­lichst schnell los­zu­wer­den.

Ich habe mei­ne Kon­se­quen­zen jetzt ge­zo­gen und schon die er­sten Wa­ren an­ders­wo be­stellt. Ge­ra­de im Be­reich Com­pu­ter und Zu­be­hör kön­nen Preis­ver­glei­che sinn­voll sein, da sind an­de­re An­bie­ter tat­säch­lich oft gün­sti­ger als Ama­zon. Mal se­hen, ob mich Prime Vi­deo ge­nug mo­ti­viert, um mei­ne Prime-Mit­glied­schaft zu be­hal­ten, aber im Mo­ment ten­die­re ich eher da­ge­gen. Eng­li­sche Ta­schen­bü­cher viel­leicht wei­ter bei Ama­zon und eBooks so­wie­so. Aber al­les an­de­re: Erst­mal schau­en, was die Kon­kur­renz an­bie­tet.

Ich kann mich nur wie­der­ho­len: Ver­ar­schen kann ich mich auch al­lei­ne!

[Up­date 15:30 Uhr:] Auf­grund die­ses Ar­ti­kels dann doch mal ein Rück­ruf ei­ner Ama­zon-Mit­ar­bei­te­rin, die sich ziem­lich wort­reich ent­schul­digt hat und end­lich mal zu­gab, dass da so ziem­lich al­les von vor­ne bis hin­ten schief ge­lau­fen ist. Sie bot mir an, den letz­ten ir­gend­wo in Eu­ro­pa vor­han­de­nen Band FATE CORE per Ex­press noch­mals raus­zu­schicken (zum ur­sprüng­li­chen Preis, statt dem ak­tu­el­len, der ca. fünf Euro teu­rer ist), aber an­son­sten kei­ne Kom­pen­sa­tio­nen für mei­nen in­zwi­schen er­heb­lich in die Zeit ge­hen­den Auf­wand und den gan­zen Är­ger mit den in­kom­pe­ten­ten Mit­ar­bei­tern an­bot. Ich habe dan­kend auf die noch­ma­li­ge Zu­sen­dung ver­zich­tet, weil ich nicht glau­be, dass eine wei­te­re Sen­dung un­be­schä­digt an­kommt. Bald sind In­ter­na­tio­na­le Spiel­eta­ge in Es­sen, da be­kom­me ich FATE CORE ga­ran­tiert auch.

Spaß am Ran­de: Der nach wie vor ver­schol­le­ne Ak­ti­ons­gut­schein soll dem Kon­to jetzt noch­mal gut­ge­schrie­ben wer­den. Ich äu­ßer­te dann den Wunsch, dass sie mir das Buch doch schicken und den Gut­schein gleich ab­zie­hen sol­le. Das gehe auf­grund der Buch­preis­bin­dung nicht, war Aus­sa­ge eins. Als ich dar­auf hin­wies, dass für US-Bü­cher kei­ne deut­sche Buch­preis­bin­dung gilt, hieß es dann in Aus­sa­ge zwei, ei­nen sol­chen Ab­zug las­se das Sy­stem bei Ak­ti­ons­gut­schei­nen nicht zu. Das muss ich so hin­neh­men, kann aber von ei­nem Fall be­rich­ten, in dem das mit ei­nem US-Ta­schen­buch pro­blem­los ge­klappt hat (und es war kein Ge­schenk- son­dern ein Ak­ti­ons­gut­schein). Das sei dann ma­nu­ell ge­än­dert wor­den, war die Ant­wort. Als ich an­reg­te »dann än­dern Sie das doch auch ma­nu­ell«, kam die Ent­geg­nung das gehe nicht. Sei’s drum. War­te ich halt bis Es­sen. Da geht das Geld dann auch di­rekt an ei­nen der be­rühm­ten »klei­nen Händ­ler« statt an Ama­zon.

Im­mer­hin gab es mal eine Re­ak­ti­on. Und end­lich hat sich je­mand den ge­sam­ten Vor­gang an­ge­se­hen und ihn auch ver­stan­den.

[Up­date 2, 16:30 Uhr:] ich habe ge­ra­de noch­mal eine Email zum The­ma be­kom­men, die ich euch nicht vor­ent­hal­ten möch­te, weil sie so ex­akt zum chao­ti­schen Rest passt (auch durch den nicht an­ge­pass­ten Platz­hal­ter in Groß­buch­sta­ben am An­fang, aber ins­be­son­de­re durch schnell zu­sam­men­ge­klick­te Text­bau­stei­ne, die nicht zum Pro­blem pas­sen). Mich wür­de wirk­lich mal in­ter­es­sie­ren wel­cher Kol­le­ge da noch an was re­cher­chiert …

Gu­ten Tag Herr Holz­hau­er,

es tut mir leid, dass Sie be­züg­lich ZU­SAM­MEN­FAS­SUNG DES ANLIEGENS]noch kei­ne Rück­mel­dung er­hal­ten ha­ben.

Wie ich sehe, re­cher­chiert mein Kol­le­ge der­zeit noch in die­ser An­ge­le­gen­heit.

Lei­der kann ich Ih­nen da­her im Mo­ment noch kein Er­geb­nis mit­tei­len. Mein Kol­le­ge be­müht sich je­doch, schnellst­mög­lich eine Lö­sung für Ihr An­lie­gen zu fin­den und wird Sie bis zum 15.09.2015 in­for­mie­ren.

Bit­te ent­schul­di­gen Sie die Un­an­nehm­lich­kei­ten. Ich ver­si­che­re Ih­nen, dass wir der An­ge­le­gen­heit nach­ge­hen und Sie so bald wie mög­lich kon­tak­tie­ren wer­den.

Bit­te mel­den Sie sich über un­ten ste­hen­den Link er­neut bei uns, soll­ten Sie bis zum 25.09.2015 kei­ne Rück­mel­dung er­hal­ten ha­ben.

Sie er­rei­chen uns, in­dem Sie ein­fach auf die­se E-Mail ant­wor­ten. Wenn Sie uns per Te­le­fon oder Chat kon­tak­tie­ren möch­ten, ver­wen­den Sie bit­te un­ser Kon­takt­for­mu­lar:

http://www.amazon.de/kontaktformular

Vie­len Dank für Ihre Geduld,und ich wün­sche Ih­nen ei­nen schö­nen Tag noch!

AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit na­tür­li­cher Af­fi­ni­tät zu Pi­xeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zu­viel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 on­line dar­über.

9 Kommentare for “Buchversender Amazon schafft es nicht, ein Buch zu versenden (Update 2)”

ara

sagt:

Die Über­schrift ist ir­re­füh­rend »Buch­ver­sen­der Ama­zon schafft es nicht, ein Buch zu ver­sen­den«, dass Buch ist an­ge­kom­men, so­gar mehr­fach. Ganz ehr­lich we­gen ein paar klei­nen Krat­zern im Co­ver wird das Buch nicht un­brauch­bar. Sie sind schon au­ßer­or­dent­lich an­spruchs­voll …

sagt:

Wenn ich für Neu­wa­re be­zah­le, will ich auch Neu­wa­re ge­lie­fert be­kom­men, kei­ne ver­ranz­te, zer­beul­te Ware. Es wa­ren nicht »nur ein paar Krat­zer«, son­dern mas­siv ein­ge­drück­te Ecken so­wie hau­fen­wei­se deut­lich sicht­ba­re Krat­zer, so­wie die Kle­be­ver­schmie­run­gen des Co­vers bei der letz­ten Lie­fe­rung. Du kannst den Zu­stand der Bü­cher über­haupt nicht ein­schät­zen, da Du sie nicht ge­se­hen hast. Also er­zähl nichts von »klei­nen Krat­zern«. Ich habe Ama­zon mehr­fach als Al­ter­na­ti­ve ei­nen Preis­nach­lass vor­ge­schla­gen, aber kei­ne an­nehm­ba­ren An­ge­bo­te er­hal­ten.

Der Feh­ler lag drei­mal ein­deu­tig bei Ama­zon, zwei­mal völ­lig un­zu­rei­chen­de Ver­packung, dazu none­xi­sten­ter Ser­vice, das Pro­blem wur­de erst auf­grund die­ses Ar­ti­kels über­haupt zum er­sten Mal ernst ge­nom­men. Von we­gen »au­ßer­or­dent­lich an­spruchs­voll«.

Da ich das Buch bei­de Male we­gen der Schä­den zu­rück­schicken muss­te (und es ein­mal we­gen Falsch­aus­sa­ge ei­nes Mit­ar­bei­ters zu­rück ging), kann man durch­aus da­von spre­chen, dass ich die Ware letzt­end­lich nicht er­hal­ten habe. 

ara

sagt:

Ein Du wur­de nie an­ge­bo­ten! Was ha­ben Sie sich für ei­nen Preis­nach­lass vor­ge­stellt? Über 10 % beim Buch um die 20 € ?

sagt:

Oha. Es wur­de kein Du an­ge­bo­ten. Welch´ grus­lig´ faux pas … Wir sind hier in die­sem omi­nö­sen in­ter­net, da duzt man sich. Falls Du auf ei­nem »Sie« be­stehst, soll­test Du Dei­ne Kom­men­ta­re viel­leicht bes­ser fa­xen.

Lenk nicht ab. Du kennst den Zu­stand nicht, in dem die bei­den Hard­co­ver hier an­ge­kom­men sind, des­we­gen kannst Du Dir auch kei­ne Mei­nung er­lau­ben, was an­ge­mes­sen ge­we­sen wäre. ich zi­tie­re mich selbst: »Wenn ich für Neu­ware be­zahle, will ich auch Neu­ware ge­lie­fert be­kom­men, kei­ne ver­ranzte, zer­beulte Ware.« Also kein De­rai­ling bit­te, es geht hier nicht um die Höhe von Preis­nach­läs­sen, son­dern um den Ama­zon-Sup­port, der al­les ver­bockt hat, was man nur ver­bocken konn­te.

klatschi

sagt:

Ein sehr ähn­li­ches Dra­ma habe ich auch er­lebt in­klu­si­ve der »Kol­le­ge-re­cher­chiert-noch-Mail). Bei mir geht es um ein Nach­schla­ge­werk wel­ches fast 1 kg wiegt. Es hat ei­nen Weich­pla­stik­ein­band und wur­de ein­fach so in die Papp­ver­packung ge­steckt. Als ich es aus­pack­te, sah ich an al­len Rän­dern und Buch­rücken un­zäh­li­ge wei­ße Krat­zer und Ab­schür­fun­gen. Der Nach­laß soll­te nur 8,50 be­tra­gen, das habe ich ab­ge­lehnt und ein neu­es Buch ver­langt, wel­ches aber noch un­ter­wegs ist.. 

Ein wei­te­res Buch, wel­ches ein paar Tage spä­ter kam hat am vor­de­ren Ein­band eine Ker­be; dort fehlt auch die Far­be, was stark auf­fällt, da die gan­ze Vor­der­sei­te in grü­ner Far­be ge­stal­tet ist. Als Ge­schenk wäre es so nicht mehr in Fra­ge ge­kom­men. Aber mich är­gert es trotz­dem, denn frü­her sind Ta­schen­bü­cher ja auch im­mer in ei­nem or­dent­li­chen Zu­stand an­ge­kom­men.

Und dann hat­te ich noch ein ge­brauch­tes Nach­schla­ge­werk (Zu­stand soll­te sehr gut sein) von Ama­zon er­hal­ten, bei dem der Ein­band oben ein­ge­ris­sen und ein­fach mit Te­sa­film an­ge­klebt wor­den war. Da der Kun­den­ser­vice sich nach der Re­kla­ma­ti­on nicht mehr ge­mel­det hat­te, er­hielt ich das gan­ze Buch letzt­lich gra­tis. We­gen dem gan­zen Är­ger!

Alle Bü­cher wur­den üb­ri­gens von Ama­zon aus Po­len ver­sen­det.

Stefan Holzhauer

Stefan Holzhauer

sagt:

Da­nach hat­te ich das Pro­blem nie wie­der. Bü­cher wa­ren ent­we­der ein­ge­schweißt oder rutsch­si­cher ver­packt.

Klatschi

sagt:

Ja, so kann­te ich es von frü­her auch, Ste­fan. Das ist ja auch ge­nau das, was ich nicht ver­ste­he, vor al­lem schon we­gen dem er­heb­li­chen Ei­gen­ge­wicht des Bu­ches, wel­ches, da ich heu­te beim Ab­ho­len mal be­wußt dar­auf ge­ach­tet hat­te, in der Ver­packung mehr als ge­nung Platz zum Ver­rut­schen hat, da die Pap­pe nur in der Brei­te fest an­liegt.

Lei­der sah die heu­ti­ge Er­satz­lie­fe­rung fast ge­nau­so ver­schrammt aus, wie das er­ste Buch. Wür­de man mir die Bü­cher ein­zeln vor­le­gen, könn­te ich nicht sa­gen, wel­ches von bei­den es ge­ra­de ist. Nun gibt es ei­nen drit­ten Ver­such. Alle Bü­cher ka­men bis­her aus dem­sel­ben La­ger, das wur­de mir heu­te be­stä­tigt. Ich habe noch ein­mal dar­um ge­be­ten, es vor dem Ein­tü­ten noch in Fo­lie zu packen. Naja, wie heißt es doch: Alle gu­ten Din­ge sind drei.

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