Buch

McKellen und Stewart in X‑MEN: DAYS OF FUTURE PAST

Wie bekannt ist, macht Bryan Sin­ger (X‑MEN) die Fort­set­zung von FIRST CLASS, einem Film der die Mar­vel-Super­hel­den in die 60er-Jah­re ver­setz­te und die Ori­gin-Sto­ry von Pro­fes­sor X und Magne­to erzähl­te. Dass Sin­ger Regie bei der Fort­set­zung DAYS OF FUTURE PAST füh­ren wür­de, ist schon lan­ge kein Geheim­nis mehr, eben­so wenig, dass James McA­voy, Jen­ni­fer Law­rence, Micha­el Fass­ben­der und Nicho­las Hoult wie­der dabei sein wür­den.

Ges­tern  war der Regis­seur auf der Pre­miè­re des HOBBITS in Neu­see­land, traf dort Sir Ian McKel­len, und twit­ter­te:

Thril­led to announ­ce @ianmckellen118 & @SirPatStew are joi­ning the cast of #Day­sOf­Fu­ture­Past #magne­to #pro­fes­sorX More to come…

Jetzt darf man dar­über spe­ku­lie­ren, ob es sich bei den Auf­trit­ten von Ian McKel­len und Patrick Ste­wart um Came­os han­deln wird, oder umfang­rei­che­re Rol­len. Beim Titel des Films könn­te es auch sein, dass die bei­den älte­ren Aus­ga­ben von Pro­fes­sor X und Magne­to sich an ihre Ver­gan­gen­heit erin­nern. Die Zukunft wird es wei­sen.

DAYS OF FUTURE PAST wird im Jahr 2014 in die Licht­spiel­häu­ser kom­men.

[cc]

Bild Ian McKel­len von Ste­fan Ser­vos, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA, Bild Patrick Ste­wart von Urban­tog, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

Carlsen: eBook kostenlos zum Hardcover

Beim Ver­lag Carlsen gibt es neu­er­dings das eBook als Drein­ga­be zu bestimm­ten Hard­co­ver-Büchern. Beim in die­ser Woche erschei­nen­den ASCHE UND PHÖNIX von Kai Mey­er fin­det man im Buch einen Code, mit­tels des­sen man das zuge­hö­ri­ge eBook in den For­ma­ten mobi (für Kind­le) oder epub (für alle ande­ren) her­un­ter laden kann. Und das wohl­ge­merkt kos­ten­los!

Carlsen nennt das Gan­ze (ein wenig deng­lish) »Con­tent-Paket«, man kann die­se Päck­chen aus pBook (= Prin­buch) und eBook an einem Auf­kle­ber auf dem Cover erken­nen. Wei­te­re Con­tent-Pake­te ste­hen ins Haus. Carlsen wird als nächs­tes Ange­bot die­ser Rei­he eine PERCY JACK­SON-Sam­mel­aus­ga­be im Schu­ber ver­öf­fent­li­chen; der ant­hält aller­dings nicht die zuge­hö­ri­gen eBooks, son­dern den ers­ten Band von Rick Riordans KANE CHRONIKEN, was ich jetzt wie­der etwas merk­wür­dig fin­de. Aber gut, das soll dann wohl auch eine Wer­be­maß­nah­me für die gedruck­te Fas­sung sein. Ab dem Früh­jahr 2013 wird es zudem Comics als »Con­tent-Pack« geben. Hier bin ich gespannt, wie das aus­se­hen soll, Comics sind für eRea­der mit eInk-Deri­vat-Dis­plays ja nicht geeig­net, man kann also anneh­men, dass das Ange­bot auf Tablets zielt.

Laut Carlsen wird der Han­del »durch die Anbin­dung ans Hard­co­ver an den E‑Book-Umsät­zen betei­ligt«. Das ver­ste­he ich nun wie­der nicht, denn der Han­del ver­kauft ja nach wie vor das Print­buch und das eBook gibt es kos­ten­los dazu. Wie der Han­del hier­durch par­ti­zi­pie­ren soll, ist mir noch etwas unklar. Es ist natür­lich mög­lich, dass die kos­ten­lo­se eBook-Drein­ga­be dem Händ­ler irgend­wie ange­rech­net wird.

[cc]

Bild: »eBook zum pBook« von mir, CC BY-NC-SA

[aartikel]3551582912[/aartikel][aartikel]3551553521[/aartikel]

2013 neu von Ju Honisch: DIE QUELLEN DER MALICORN und SCHWINGEN AUS STEIN

Gleich zwei neue Roma­ne aus der elek­tro­ni­schen Feder von Ju Honisch (DAS OBSIDIANHERZ) erbli­cken im Jahr 2013 das Licht der Buch­welt. Zum einen erscheint im Sep­tem­ber 2013 bei Hey­ne DIE QUELLEN DER MALICORN:

Nach Jahr­hun­der­ten bricht in der Welt Talu­nys erneut Krieg aus. Hier herr­schen die fried­lie­ben­den Ein­hör­ner, das kunst­sin­ni­ge Gestalt­wand­ler-Volk der Tyrrfho­lyn. Im Kampf ver­schlägt es den Fürs­ten­sohn in die Men­schen­welt, von wo er Una mit zurück­nimmt. Una, eine moder­ne Men­schen­frau mit Witz und dem Ver­stand einer eman­zi­pier­ten, jun­gen Frau, fin­det sich in einer Welt wie­der, in dem ein grau­sa­mes Régime sich anschickt, alles zu unter­wer­fen, was es für min­der­wer­tig hält. Plötz­lich geht es in die­sem Krieg auch um ihr Leben und nicht nur um das eines Man­nes, der sehr viel mehr ist als – ein­fach nur ein Mann.

DIE QUELLEN DER MALICORN – Ju Honisch, Paper­back in Klap­pen­bro­schur, ca. 500 Sei­ten, 13,5 x 20,6 cm, ISBN: 978–3‑453–31460‑3, EUR 14,99 (Deutsch­land) EUR 15,50 (Öster­reich), CHF 21,90 (Schweiz)

Zum ande­ren bringt Feder & Schwert zu Weih­nach­ten 2013 (ja, das ist noch »etwas« hin, aber es kann ja nichts scha­den, sich das schon ein­mal zu notie­ren) Jus Roman SCHWINGEN AUS STEIN her­aus:

Bay­ern 1867. Ein eis­kal­ter Spät­herbst.
Ein Geheim­nis liegt auf dem Bay­er­wald, ein Fluch, der vor lan­ger Zeit Unheil aus­ge­löst hat. Auf der Flucht vor der Bru­der­schaft des Lichts, die alles jagt, was ihnen teuf­lisch oder dämo­nisch ver­däch­tig erscheint, wer­den Kon­stan­ze, die Gou­ver­nan­te, und Cla­ris­sa, ihre Schü­le­rin, in den Bann der Ereig­nis­se gezo­gen. Bei dem Ver­such, ihre Schü­le­rin zu befrei­en, dringt Kon­stan­ze immer tie­fer in den fins­te­ren Wald vor, ohne zu ahnen, wel­che Unbill dort ihrer harrt. Schmugg­ler, Mör­der, Wöl­fe, Unge­heu­er, Geist­we­sen, Magi­er, die Mön­che der Bru­der­schaft – sie alle sind in einem Netz der Ereig­nis­se ver­strickt, und sie alle haben ihre sehr eige­nen Plä­ne für Kon­stan­ze und Cla­ris­sa. Und selbst die bei­den selt­sa­men Her­ren, die Hil­fe ver­spro­chen haben, sind ganz und gar nicht das, was sie zu sein schei­nen.

Wei­te­re biblio­gra­fi­sche Anga­ben hier­zu wer­den fol­gen, eben­so wie ein Cover.

Cover DIE QUELLEN DER MALICORN Copy­right Hey­ne, Bild Ju Honisch Copy­right Ju Honisch.

[aartikel]3867620288[/aartikel][aartikel]3867620628[/aartikel][aartikel]3867620636[/aartikel][aartikel]3867620776[/aartikel]

Es ist da: DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN – GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER

Lang hat es gedau­ert, doch was lan­ge währt, wird end­lich gut. Ab sofort liegt der Steam­punk-Chro­ni­ken-Son­der­band »Geschich­ten aus dem Æther« im Down­load­be­reich bereit. Als Taschen­buch wäre das Werk sagen­haf­te 310 Sei­ten stark.

In einer Zeit, die es so viel­leicht nie gege­ben haben mag, bre­chen Men­schen in den unbe­kann­ten Æther auf. In die­sem Buch kann man die­sen Aben­teu­rern begeg­nen. Ihre Beweg­grün­de könn­ten unter­schied­li­cher nicht sein – For­scher, Pira­ten, Glücks­rit­ter und Erobe­rer geben sich ein Stell­dich­ein.

Im die­sem Son­der­band »Geschich­ten aus dem Æther« aus der Rei­he »Die Steam­punk-Chro­ni­ken« fin­den sich sie­ben Geschich­ten, die es auf­grund ihrer Län­ge nicht in Aus­ga­be eins geschafft haben, dem Leser jedoch kei­nes­falls vor­ent­hal­ten wer­den soll­ten:

• Im Netz der Gil­de – Joshua Ayres­leigh Porch
• Ster­nen­sil­ber – Petra E. Jörns
• Tri­umph der Wis­sen­schaft – Bernd Mey­er
• Im Æther ver­lo­ren – Tedi­ne Sanss
• Befrei­ungs­schlag – Mer­lin Tho­mas
• Asa­ker von Asgard – Niklas Peine­cke
• Pira­ten­blut – Joshua Ayres­leigh Porch

Mit einem Vor­wort von Alex Jahn­ke

Her­aus­ge­ge­ben von Ste­fan Holz­hau­er

Mehr dazu – und selbst­ver­ständ­lich auch der Down­load – auf der Sei­te zum Pro­jekt: STEAMPUNK-CRONIKEN.

NAUTILUS 105: Im Zeichen des Halblings

Schon in den Jah­ren 2002–2004 war das Fan­ta­sy-Maga­zin NAUTILUS – Aben­teu­er & Phan­tas­tik das aus­ge­wähl­te Gefähr­ten-Maga­zin zu Der Herr der Rin­ge und lie­fer­te mehr als 1.000 Sei­ten an Hin­ter­grund­ma­te­ri­al zu Tol­ki­ens Mit­tel­er­de und zur Film­tri­lo­gie. Zum Film­start von DER HOBBIT – TEIL 1: EINE UNERWARTETE REISE als Vor­ge­schich­te zu DER HERR DER RINGE kehrt die NAUTILUS nun zurück nach Mit­tel­er­de.

Anläß­lich der kom­men­den drei­tei­li­gen HOB­BIT-Ver­fil­mung durch Regis­seur Peter Jack­son steht das monat­lich erschei­nen­de Fan­ta­sy-Maga­zin in sei­ner aktu­ell erschie­ne­nen Aus­ga­be 105, 12/​2012, ganz im Zei­chen des Halb­lings: Bei erwei­ter­tem Sei­ten­um­fang lie­fert die NAUTILUS einen bebil­der­ten Pro­duk­ti­ons­be­richt zu den Dreh­ar­bei­ten des ers­ten Films und  Inter­views mit Dar­stel­lern. Dazu gibt es ein Lexi­kon der Schau­plät­ze der ers­ten Film­rei­se vom Auen­land zum Schick­sal­berg mit einer Vor­stel­lung der wich­tigs­ten Figu­ren und Wesen, die dem Hob­bit Bil­bo, dem Zau­be­rer Gan­dalf und den drei­zehn Zwer­gen begeg­nen.
Neben beglei­ten­den Sach­ar­ti­keln zu den mit­te­lir­di­schen Völ­kern der Hob­bits, Elben und Zwer­ge wer­den aktu­el­le Völ­ker-Roma­ne vor­ge­stellt und Gesprä­che mit Autoren wie Bern­hard Hen­nen, Mar­kus Heitz, Alfred Bek­ker, Jonas Wolf und Tho­mas und Ste­phan Orgel dar­über geführt, ob und wel­che Ver­bin­dun­gen ihre Geschich­ten mit Mit­tel­er­de auf­wei­sen. Und der Bas­tei Lüb­be-Lek­tor und ‑Her­aus­ge­ber Rug­ge­ro Leò prä­sen­tiert einen kurz­wei­li­gen Werk­statt­be­richt zur Ente­hung sei­ner Hob­bit-Antho­lo­gie GROSSE GESCHICHTEN VOM KLEINEN VOLK, die Halb­lings-Sto­ries von deut­schen Autoren wie Wolf­gang Hohl­bein, Tho­mas Finn, Micha­el Pein­ko­fer, Gesa Schwartz u.a. ver­sam­melt.

Auf den gro­ßen Dra­chen Smaug und sei­nen geraub­ten Schatz wer­den die Gefähr­ten zwar erst im zwei­ten Film tref­fen, aber schon jetzt prä­sen­tiert die NAUTILUS eine Über­sicht der bes­ten Fan­ta­sy-Roma­ne mit Dra­chen. Pas­send dazu ist eine Lese­pro­be und ein Inter­view mit der US-Autorin Rachel Hart­man zu ihrem Roman SERAFINA – DAS KÖNIGREICH DER DRACHEN im Heft. Die­ser spielt in einer Welt, die von Dra­chen und Men­schen gemein­sam regiert wird – bis ein Mord geschieht, der auf Dra­chen­art ver­übt wird.

Kern­punkt des kom­men­den HOB­BIT-Films wie auch die­ser Aus­ga­be ist aber natür­lich der Halb­ling Bil­bo Beut­lin. Was aber genau ist ein Halb­ling: Per Quel­len­for­schung in alten Mythen, der Zeit­ge­schich­te, dem Leben Tol­ki­ens und im Fan­ta­sy-Gen­re spürt das Maga­zin der Evo­lu­ti­on des Halb­lings nach: Etap­pen der Ent­wick­lung zum iko­nen­haf­ten Bild des halb­ho­hen Hel­den der Fan­ta­sy sind laut der NAUTILUS die typisch länd­li­chen Klein­bür­ger der eng­li­schen Pro­vinz, die feen­haf­ten Rät­sel­meis­ter aus dem spitz­oh­ri­gen Klei­nen Volk unter den Hügeln, die Bor­ri­ble-arti­gen Nach­kom­men halb­wüch­si­ger Hel­den wie Oli­ver Twist und Peter Pan und nicht zuletzt die flink­fü­ßi­gen, klein­ge­wach­se­nen Ring­die­be und Lang­fin­ger der moder­nen Phan­tas­tik. Über die ent­spre­chen­de Zukunft der Figur des Halb­lings in der Fan­ta­sy argu­men­tie­ren im Heft dazu die zwölf Tol­ki­en-Exper­ten und Fan­ta­sy-Autoren Fried­helm Schnei­de­wind, Bern­hard Hen­nen, Chris­toph Mar­zi, Boris Koch, Chris­toph Har­de­busch, Karl-Heinz Witz­ko, Lena Fal­ken­ha­gen, Moni­ka Fel­ten, Kath­le­en Wei­se, Kai Mey­er, Frank Wein­reich und Anton Wes­te.

Neben Mit­tel­er­de stellt die NAUTILUS noch wei­te­re Wel­ten vor: Regis­seur Benh Zeit­lin erzählt im Inter­view die mär­chen­haf­te Geschich­te sei­nes Inde­pen­dent-Films BEASTS OF THE SOUTHERN WILD, in der eine dro­hen­de apo­ka­lyp­ti­sche Tsu­na­mi-Flut­ka­ta­stro­phe in den Bajous des Mis­sis­sip­pi aus kind­li­cher Per­spek­ti­ve gese­hen wird, die nicht zwi­schen Phan­ta­sie und Wirk­lich­keit unter­schei­det. Hel­den der Kind­heit wie Weih­nachts­mann, Oster­ha­se, Sand­mann und Zahn­fee kämp­fen im Trick­film DIE HÜTER DES LICHTS gegen das Böse, und die NAUTILUS zeigt im beglei­ten­den Sach­ar­ti­kel, wel­che alten myti­schen Mäch­te es noch aus Kin­der­sicht gibt. Und der Fan­ta­sy-Autor Bernd Perp­li­es spricht über sei­nen dys­to­pi­schen End­zeit-Roman FLAMMEN ÜBER ARCADION, der vor dem Hin­ter­grund reli­giö­sen Fana­tis­mus in einem tota­li­tä­ren Kir­chen­staat nach dem Zusam­men­bruch der uns bekann­ten Welt spielt. Und wie immer gibt es Vor­schau­en auf die phan­tas­ti­schen Fil­me und Roma­ne des kom­men­den Monats sowie aktu­el­le DVD/­B­lu-ray und Buch-Bespre­chun­gen.

Bereits seit Anfang Novem­ber kann die gesam­te Aus­ga­be gra­tis auf www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de online durch­ge­blät­tert wer­den. Und per Trai­ler gibt es dort eine Vor­schau auf die kurz vor Weih­nach­ten erschei­nen­de Janu­ar-Aus­ga­be, in der es im Zei­chen von Pulp, Steam­punk und Fran­ken­stein-Mythen um Kunst­men­schen als die Kin­der des Golems, einen per Blitz wie­der­be­leb­ten Hund, gezüch­te­te Chi­mä­ren, Ten­ta­kel­mons­ter, mecha­ni­sche Her­zen, Blech­do­sen­rit­ter, Mar­sia­ner, Groß­wild­jag­den per Strah­len­ge­wehr auf der Venus, Luft­schiff-Schlach­ten, Schrott­pla­ne­ten und SFX-Tricks von der dunk­len Sei­te des Mon­des geht und zahl­rei­che Fil­me­ma­cher, Desi­gner, Spie­le-Autoren, Musi­ker und Schrift­stel­ler ihre Pro­jek­te vor­stel­len.

NAUTILUS erscheint im Aben­teu­er Medi­en Ver­lag, kos­tet 4,50 Euro und kann im Zeit­schrif­ten­han­del bezo­gen wer­den. Abon­nie­ren ist auch über Ama­zon mög­lich, zudem gibt es eine elek­tro­ni­sche Vari­an­te auf pres​se​ka​ta​log​.de.

Cover NAUTILUS 105 Copy­right Aben­teu­er Medi­en Ver­lag

Produktionsvideo Nummer neun: THE HOBBIT

Kurz vor dem anste­hen­den Kino­start gibt es noch­mal eins der Pro­duk­ti­ons­vi­de­os zu Peter Jack­sons Ver­fil­mung des HOB­BITs. Der Meis­ter per­sön­lich führt durch die letz­ten Tage der Post­pro­duk­ti­on.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies und externe Javascripte, indem du sie im Popup am unteren Bildrand oder durch Klick auf dieses Banner akzeptierst. Damit gelten die Datenschutzerklärungen der externen Abieter.

Buchpreisbindung für Selfpublisher – revisited

Ans­gar War­ner hat ges­tern auf e‑book-news.de auf eine inter­es­san­te Tat­sa­che hin­ge­wie­sen: laut einer Aus­sa­ge im Stan­dard­werk Buch­preis­bin­dungs­ge­setz: Die Preis­bin­dung des Buch­han­dels (Ver­lag C. H. Beck, Autoren: Fran­zen, Wal­len­fels, Russ, ISBN 978–3406611902) gilt das Buch­preis­bin­dungs­ge­setz nicht für Self­pu­blisher.

Das stand in kras­sem Wider­spruch zu einer Aus­sa­ge des Jus­ti­ziars des Bör­sen­ver­eins, die ich im Janu­ar die­sen Jah­res erhal­ten hat­te. Des­we­gen frag­te ich noch­mal bei der Rechts­ab­tei­lung des Bör­sen­ver­eins nach und erhielt vom Jus­ti­zi­ar Dr. Chris­ti­an Sprang sehr kurz­fris­tig eine Ant­wort. Hier­für möch­te ich mich bedan­ken. Nach­fol­gend die Stel­lung­nah­me:

Sowohl der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels als auch Prof. Dr. Chris­ti­an Russ, unser Preis­bin­dungs­treu­hän­der von der Kanz­lei Fuhr­mann Wal­len­fels, erklä­ren dazu Fol­gen­des:

Bis­lang waren Bücher aus Selbst­ver­la­gen nicht preis­ge­bun­den, weil Sie (sic!) im Buch­han­del kei­ne Rol­le spiel­ten und daher nicht »buch­han­dels­ty­pisch« waren. Nun erle­ben wir gera­de, dass bei E‑Books vie­le »Selbst­ver­le­ger« mit Ihren (sic!) Büchern bei Ama­zon, Apple und ähn­li­chen Platt­for­men nicht uner­heb­li­che Ver­kaufs­zah­len gene­rie­ren. Damit ändert sich wohl gera­de auch die Ant­wort auf die Fra­ge der Buch­han­dels­ty­pi­zi­tät. Die Preis­bin­dungs­treu­hän­der stre­ben daher vor­aus­schau­end eine Rege­lung an, wonach Selbst­ver­le­ger, die ihre E‑Books über Inter­net- Groß­buch­händ­ler anbie­ten, die Prei­se ein­heit­lich fest­le­gen müs­sen. Anders Print­ver­le­ger, die in klei­ner Stück­zahl ihre Pri­vat­dru­cke unter die Leu­te brin­gen.

Aha. :) Man darf davon aus­ge­hen, dass es in die­ser Sache gera­de eini­ge »Kom­mu­ni­ka­ti­on hin­ter den Kulis­sen« gege­ben haben dürf­te, um es mal vor­sich­tig aus­zu­drü­cken. Die For­mu­lie­run­gen »bis­her« und »ändert sich wohl gera­de« deu­ten aller­dings dar­auf hin, dass damit die pau­scha­le Aus­sa­ge aus dem Janu­ar, dass Selbst­ver­le­ger auf alle Fäl­le der Buch­preis­bin­dung unter­lie­gen, in die­ser Aus­schließ­lich­keit (nicht nur) zum dama­li­gen Zeit­punkt nicht ganz kor­rekt gewe­sen sein dürf­te. Auch der Hin­weis, dass man »eine Rege­lung für Self­pu­blisher anstrebt«, weist dar­auf hin, dass es sei­tens der Treu­hän­der der­zeit eben noch kei­ne kon­kre­te Rege­lung gibt.

Hoch­in­ter­es­sant aus mei­ner Sicht zudem, dass jetzt auf ein­mal die Fra­ge nach einer Gel­tung des Buch­PrG für Self­pu­blisher an Absatz­zah­len fest­ge­macht wird, anstatt am Buch­for­mat. Was denn nun?

Rechts­si­cher­heit für Selbst­ver­le­ger stellt das alles nicht gera­de her.

[cc]

Bild: »eBook-Para­graph« von mir, CC BY-NC-SA

Rant: Tolkien, Warner und die Qualitätsmedien

Lie­be Qua­li­täts­me­di­en. Habt ihr wie­der alle bei der dpa abge­schrie­ben? Oder bei einer ande­ren Agen­tur? Anders kann ich es mir eigent­lich nicht erklä­ren, dass ich allent­hal­ben im Web die Über­schrift »Tol­ki­en-Erben kla­gen gegen HOB­BIT-Pro­du­zen­ten« und Varia­tio­nen davon lesen muss. Bei­spiels­wei­se beim Focus, beim Tages­spie­gel, bei Der Wes­ten, Ber­li­ner Zei­tung, fr-online, Bör­sen­blatt (wo ich das zum ers­ten Mal fand) und zahl­lo­sen mehr (lie­be Leser, wenn ihr nach »Tol­ki­en« und »Pro­du­zen­ten« goo­glet, fin­det ihr reich­lich Tref­fer).

Ihr müsst jetzt ganz stark sein: nein, lie­be Qua­li­täts­me­di­en, das stimmt so nicht.

Kor­rekt ist, dass das Tol­ki­en-Estate (und noch ein paar mehr) War­ner Bros. Enter­tain­ment wegen angeb­lich uner­laub­ter digi­ta­ler Ver­wer­tung im Rah­men von »Glücks­spie­len« und Online-Games wie LOTRO, sowie der »Schä­di­gung des Anse­hens Tol­ki­ens und sei­ner Wer­ke« vor einem kali­for­ni­schen Gericht ver­klagt hat. Bis hier­hin nicht schlecht.

Inkor­rekt ist aber, dass War­ner Bros. Pro­du­zent des HOBBITS ist. War­ner Bros. ist viel­mehr der Dis­tri­bu­tor. Die pro­du­zie­ren­den Fir­men der Film­rei­he sind: New Line Cine­ma, Metro-Gold­wyn-May­er (MGM), Wing­Nut Films und 3Foot7. War­ner pro­du­ziert zwar auch Fil­me, aber in die­sem Fall nicht direkt, son­dern höchs­tens indi­rekt über die Fir­men, die ihm gehö­ren – sie tre­ten aber defi­ni­tiv nicht offi­zi­ell als Pro­du­zent der HOB­BIT-Ver­fil­mung auf. Der War­ner-Kon­zern macht aber auch noch eine gan­ze Men­ge ande­rer Din­ge, bei­spiels­wei­se durch sei­ne Mar­ke War­ner Bros. Inter­ac­ti­ve – die ste­hen letzt­lich auch hin­ter dem bemän­gel­ten HERR DER RINGE ONLINE und unter ande­rem wegen die­ses MMORPGs (ich habe den Begriff für euch ver­linkt, falls ihr den nicht kennt) ist der Kon­zern ver­klagt wor­den. War­um muss dann in der Schlag­zei­le was vom »HOB­BIT-Pro­du­zen­ten« ste­hen? Weil das The­ma HOBBIT so ange­sagt ist und garan­tier­te Hits ver­spricht? Weil irgend­ei­ne Agen­tur, bei der ihr alle copy&pastet, es so ver­lau­ten ließ?

DER HOBBIT und des­sen Pro­duk­ti­on hat mit der Kla­ge erst ein­mal exakt nichts zu tun – höchs­tens indi­rekt, weil das Tol­ki­en-Estate eine Pro­mo-Sei­te mit einem Slot­ma­chi­ne-Spiel, in dem Kon­ter­feis der Hel­den aus HOBBIT und HERR DER RINGE auf­tauch­ten, idio­ti­scher­wei­se als »Glücks­spiel« bezeich­ne­te und bemän­gel­te. War­ner pro­du­ziert den HOBBIT nicht. Kor­rekt wäre es also gewe­sen, wenn die Schlag­zei­le bei­spiels­wei­se gelau­tet hät­te: »Tol­ki­en-Erben ver­kla­gen War­ner Bros.«. So wie bei mir ges­tern.

Aber ihr lest das hier ja eh nicht. :)

Update: auf eini­gen Web­sei­ten ändern die Zei­tun­gen die Titel inzwi­schen, in den Goog­le Ergeb­nis­sen fin­den sich aber noch die alten Über­schrif­ten.

[cc]

Bild Pro­du­zent – Dis­tri­bu­tor von mir. CC BY-NC-SA.

Boris Strugatzki (1933 – 2012)

Bereits am 19. Novem­ber ver­starb der rus­si­sche Sci­ence Fic­tion-Autor Boris Stru­gatz­ki. Er gehör­te mit sei­nem Bru­der Arka­di (1925–1991) zu den bedeu­tends­ten Ver­tre­tern rus­si­scher Phan­tas­tik; sie ver­fass­ten zahl­lo­se Roma­ne und Kurz­ge­schich­ten. Die Gesamt­auf­la­ge ihrer Bücher liegt bei über 50 Mil­lio­nen Exem­pla­ren, sie wur­den in mehr als 30 Spra­chen über­setzt.

Bei­de Brü­der wuch­sen im dama­li­gen Lenin­grad, dem heu­ti­gen Sankt Peters­burg, auf. Nach dem zwei­ten Welt­krieg stu­dier­te er an der dor­ti­gen Uni­ver­si­tät, danach arbei­te­te er zeit­wei­lig in die­ser Stadt auch als Pro­gram­mie­rer für das Pul­ko­wo-Obser­va­to­ri­um.

Etli­che Bücher der Stru­gatz­ki-Brü­der sind im soge­nann­ten »Mit­tags-Uni­ver­sum« ange­sie­delt. Die Mensch­heit hat hier einen hohen gesell­schaft­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Stan­dard erreicht. Da jeder­mann einer Beschäf­ti­gung nach den eige­nen Inter­es­sen nach­geht und damit für das Gemein­wohl arbei­tet, hat Geld an Bedeu­tung ver­lo­ren. Eine for­ge­schrit­te­ne, mys­te­riö­se Zivi­li­sa­ti­on, die Wan­de­rer, schei­nen immer wie­der in die Ent­wick­lung der Mensch­heit ein­zu­grei­fen.

Ver­filmt wur­den unter ande­rem ES IST NICHT LEICHT, EIN GOTT ZU SEIN (1990, Regis­seur Peter Fleisch­mann, eine west­deutsch-sowje­tisch-fran­zö­si­schen Pro­duk­ti­on), sowie STALKER, der auf PICKNICK AM WEGESRAND beruht.

Boris Stru­gatz­ki ver­starb am 19. Novem­ber in Sankt Peters­burg an Herz­pro­ble­men und Lun­gen­ent­zün­dung.

[cc]

Bild Boris Stru­katz­ki 2007, von БережнойСергей, aus der Wiki­pe­dia, CC BY-SA

eBooks in Buchhandlungen: die Schweiz zeigt, wie es gehen muss

Ich hat­te kürz­lich gegen­über für Sean O’Con­nells Blog »Wort­wel­len« eini­ge Fra­gen im Zusam­men­hang mit der Zukunft von Buch­han­del und Ver­la­gen beant­wor­tet. Dabei hat­te ich mich unter ande­rem auch dazu geäu­ßert, dass der hie­si­ge Buch­han­del tief und fest schläft, wenn es um eBooks geht. Es gibt bei­spiels­wei­se bei kaum einem Händ­ler die Mög­lich­keit, eBooks vor Ort zu erwer­ben.

Dass das auch ganz anders geht, zeigt die Ket­te Orell Füss­li in der Schweiz laut einem Bericht beim Buch­re­port. Dort kann der Kun­de nicht nur diver­se eRea­der-Model­le tes­ten – und wird auch noch dazu bera­ten (ver­sucht das mal in Deutsch­land, bei mei­nen Tests bestand die Bera­tung aus »damit kann man Bücher lesen«). Zusätz­lich gibt es »Surf­sta­tio­nen«, über die man sofort an Mate­ri­al für den eRea­der kom­men kann.

Es geht also doch. Natür­lich sind Inves­ti­tio­nen in eine ent­spre­chen­de Infra­struk­tur nötig und es wird sich auch nicht jeder klei­ne Buch­händ­ler öffent­li­che »Surf­sta­tio­nen« in den Laden stel­len wol­len. Das Bei­spiel zeigt aber deut­lich, was mög­lich ist – und mir fal­len auf Anhieb noch wei­te­re Mög­lich­kei­ten ein, wie man eBooks auch am »Point Of Sale« an die Kun­den bekom­men könn­te, damit das Geschäft nicht aus­schließ­lich online gemacht wird – wenn man nur woll­te.

[cc]

Bild: Buch­hand­lung auf iPad von mir (CC BY-NC-SA), Bild Buch­hand­lung von Mat­tes, gemein­frei

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen