Carlsen: eBook kostenlos zum Hardcover

Beim Ver­lag Carl­sen gibt es neu­er­dings das eBook als Drein­ga­be zu bestimm­ten Hard­co­ver-Büchern. Beim in die­ser Woche erschei­nen­den ASCHE UND PHÖNIX von Kai Mey­er fin­det man im Buch einen Code, mit­tels des­sen man das zuge­hö­ri­ge eBook in den For­ma­ten mobi (für Kind­le) oder epub (für alle ande­ren) her­un­ter laden kann. Und das wohl­ge­merkt kos­ten­los!

Carl­sen nennt das Gan­ze (ein wenig deng­lish) »Con­tent-Paket«, man kann die­se Päck­chen aus pBook (= Prin­buch) und eBook an einem Auf­kle­ber auf dem Cover erken­nen. Wei­te­re Con­tent-Pake­te ste­hen ins Haus. Carl­sen wird als nächs­tes Ange­bot die­ser Rei­he eine PERCY JACK­SON-Sam­mel­aus­ga­be im Schu­ber ver­öf­fent­li­chen; der ant­hält aller­dings nicht die zuge­hö­ri­gen eBooks, son­dern den ers­ten Band von Rick Riord­ans KANE CHRONIKEN, was ich jetzt wie­der etwas merk­wür­dig fin­de. Aber gut, das soll dann wohl auch eine Wer­be­maß­nah­me für die gedruck­te Fas­sung sein. Ab dem Früh­jahr 2013 wird es zudem Comics als »Con­tent-Pack« geben. Hier bin ich gespannt, wie das aus­se­hen soll, Comics sind für eRe­ader mit eInk-Deri­vat-Dis­plays ja nicht geeig­net, man kann also anneh­men, dass das Ange­bot auf Tablets zielt.

Laut Carl­sen wird der Han­del »durch die Anbin­dung ans Hard­co­ver an den E-Book-Umsät­zen betei­ligt«. Das ver­ste­he ich nun wie­der nicht, denn der Han­del ver­kauft ja nach wie vor das Print­buch und das eBook gibt es kos­ten­los dazu. Wie der Han­del hier­durch par­ti­zi­pie­ren soll, ist mir noch etwas unklar. Es ist natür­lich mög­lich, dass die kos­ten­lo­se eBook-Drein­ga­be dem Händ­ler irgend­wie ange­rech­net wird.

Creative Commons License

Bild: »eBook zum pBook« von mir, CC BY-NC-SA

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AutorIn: Stefan Holzhauer

Meist harm­lo­ser Nerd mit natür­li­cher Affi­ni­tät zu Pixeln, Bytes, Buch­sta­ben und Zahn­rä­dern. Kon­su­miert zuviel SF und Fan­ta­sy und schreibt seit 1999 online dar­über.

3 Kommentare for “Carlsen: eBook kostenlos zum Hardcover”

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Naja, da soll der Han­del halt ruhig gestellt wer­den. Machen wir uns nichts vor. Die letz­ten Tage des sta­tio­nä­ren Han­dels für Bücher sind ein­ge­läu­tet. Mag sein, dass das noch 10 Jah­re wei­ter­geht, aber das Siech­tum für die Buch­händ­ler ist so sicher wie das Amen in der Kir­che.
Wie schnell das alles pas­sie­ren wird, kei­ne Ahnung. Ein Ver­gleich zur Musik ist schwie­rig, denn da gibt’s nun wie­der ver­mehr Vinyl-Shops, aber das sind halt Shops für »Spe­zia­lis­ten«. Kei­ne Mas­sen­ver­an­stal­tung mehr.
So wird das auch für die »nor­ma­len« Bücher kom­men. Das wird irgend­wann kei­ne Mas­sen­ver­an­stal­tung mehr sein. Die wird klar im Down­load­ge­schäft statt­fin­den, so wie die CD zwar immer noch ver­kauft wird, aber Jahr für Jahr an Markt­an­tei­len ver­liert.
Wei­ne ich den Büchern nach? Nicht wirk­lich. Mit Aus­nah­men natür­lich, und die bestä­ti­gen die Regel. Ich habe seit 3 Jah­ren 1 phy­si­sches Buch gekauft, dafür aber Dut­zen­de von elek­tro­ni­schen Vari­an­ten. Und Comics wür­de ich NUR noch auf dem iPad lesen, wenn die deut­schen Comic­ver­la­ge eine App anbei­ten wür­den, die mit den US-ame­ri­ka­ni­schen ver­gleich­bar wäre. Ich brauch die zig Meter Bücher­re­ga­le ein­fach nim­mer. Das ist ein­fach Stau­raum gewor­den. Und so dol­le sind die Bücher von heu­te nicht, dass sie so toll aus­se­hen, wie in den schö­nen Biblio­the­ken …

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sagt:

ENDLICH Comics von Carl­sen digi­tal.
Was für eine wun­der­vol­le Nach­richt.
End­lich kann ich all die Comics erwer­ben, die ich als Kind schon geliebt habe, die aber mitt­ler­wei­le nur noch gebraucht gegen ein klei­nes Ver­mö­gen ver­kauft wer­den, da sie wohl nur alle Jubel­jah­re mal gedruckt wer­den.
Hof­fent­lich ist die App so gut wie die von Mar­vel oder DC. Denn alles ande­re wäre eine Ent­täu­schung.

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