Science Fiction

AUF DER SUCHE NACH EINEM FREUND FÜR DAS ENDE DER WELT

Es ist eine pfif­fi­ge Prä­mis­se. Ein ordent­li­cher Schuss roman­ti­sche Komö­die, attrak­ti­ve Dar­stel­ler, ein biss­chen Road-Movie, skur­ri­le Situa­tio­nen und der Welt­un­ter­gang. Kaum hat der Radio­mo­de­ra­tor ver­kün­det, dass der Mensch­heit nur noch 21 Tage ver­blei­ben, springt Dod­ges Frau aus dem Wagen und ver­schwin­det. Kein guter Aus­gangs­punkt für die Zukunft, oder was von die­ser übrig ist.
Lore­ne Sca­fa­ria war ein­mal mit einem genia­len Dreh­buch für NICK & NORAH – SOUNDTRACK EINER NACHT auf­ge­fal­len. Das ließ für SUCHE NACH EINEM FREUND nur Bes­tes erhof­fen. Letzt­end­lich wur­de die kurio­se Idee zu einer roman­ti­schen Geschich­te ver­formt, die dem Gan­zen gar nicht wirk­lich gerecht wer­den will.

Fantasy Filmfest: GRABBERS grabscht nach einem

GRABBERS hat nur auf dem Fan­ta­sy Film­fest Auf­trit­te auf deut­schen Lein­wän­den. Dafür ist er Groß­bri­tan­ni­en bereits auf DVD/​BluRay erschie­nen.

Hier kehrt der raue Charme von Rod­dy Doyl­es´ Bar­ry­town-Tri­lo­gie wie­der, aber mit Außer­ir­di­schen. Der iri­sche Film war in

Sachen Humor und Erzäh­lung schon immer dem Rest Euro­pas vor­aus. Ehr­li­che Typen, die in den außer­ge­wöhn­lichs­ten Situa­tio­nen immer noch authen­tisch blei­ben. Ob NED DEVINE oder THE GUARD, der iri­schen See­le ins Gesicht zu schau­en, ist stets ein zwei­fel­lo­ses Ver­gnü­gen. Ciarán O’Shea und Lisa Nolan sind genau die Typen im Sin­ne des lieb­ge­won­ne­nen iri­schen Film­kli­schees. Typen, die man glaubt zu ken­nen. Typen, die man auch tat­säch­lich kennt. Richard Coyle ist Ciarán O’Shea, ein dem Alko­hol ver­fal­le­ner Guard auf der iri­schen Insel Erin-Island. Ruth Brad­ley ist Guard Lisa Nolan, die vom Fest­land kommt, und auf Erin-Island nur über­gangs­wei­se poli­zei­li­chen Dienst tun soll. Zusam­men erge­ben sie die­se unschlag­ba­ren Part­ner mit unschlag­ba­ren  Gegen­sätz­lich­kei­ten. Er, ver­sof­fen und des­in­ter­es­siert. Sie, über­kor­rekt und grund­an­stän­dig. Da braucht es eini­ge Zeit, dass man die Ankunft von außer­ir­di­schen Mons­tern auch als sol­che erkennt.

PROMETHEUS – Teil 2: Eine metaphysische Betrachtung

Als sei­ner­zeit die Agen­tur­mel­dung kam, Rid­ley Scott sei gera­de in Island, um für PROMETHEUS den »Anbe­ginn der Zeit« zu fil­men, hät­te jedem klar sein müs­sen, dass dies nicht Sci­ence-Fic­tion für den Main­stream wer­den wür­de. PROMETHEUS geht tie­fer und wei­ter. Aber geht er tief genug und wei­ter als ande­re Fil­me? In einer lan­gen Tra­di­ti­on von gesell­schaft­lich rele­van­ten Uto­pien und kri­ti­schen Zukunfts­vi­sio­nen, bewegt sich Rid­ley Scotts Ansicht vom Ursprung der Mensch­heit im genau rich­ti­gen Umfeld. In jüngs­ter Zeit waren es die mensch­li­chen Belast­bar­kei­ten in Dun­can Jones´ MOON und die Kol­lek­tiv­n­eu­ro­sen aus Dan­ny Boyl­es SUNSHINE, wel­che den Zuschau­er her­aus­for­der­ten, und über­welt­li­che Zukunfts­vi­sio­nen in mensch­li­che Psy­cho­gram­me von uner­gründ­ba­rer Tie­fe wan­del­ten. PROMETHEUS nimmt sich eines The­mas an, das kom­ple­xer und gewag­ter nicht sein könn­te. Woher kommt der Mensch, und wohin führt sein Weg.

PROMETHEUS – Teil 1: Die positive Betrachtung

Als sei­ner­zeit die Agen­tur­mel­dung kam, Rid­ley Scott sei gera­de in Island, um für PROMETHEUS den »Anbe­ginn der Zeit« zu fil­men, hät­te jedem klar sein müs­sen, dass da etwas Grö­ße­res auf das Publi­kum zukom­men wür­de. Vom Ali­en-Pre­quel hat­ten sich Scott, John Spaihts und Damon Linde­l­of längst ver­ab­schie­det, und auch immer wie­der dar­auf hin­ge­wie­sen. In ihren Stüb­chen hat­te sich die Geschich­te in eine ganz ande­re Rich­tung ent­wi­ckelt. In der Außen­welt woll­te man trotz aller Beteue­run­gen davon nichts wahr­ha­ben. Der größ­te Anteil am Miss­erfolg von PROMETHEUS trägt die Beharr­lich­keit von Kri­ti­kern und Zuschau­ern, letzt­end­lich doch einen Film mit dem belieb­tes­ten Xeno­mor­phen des Welt­alls erwar­tet zu haben. Autoren und Regie machen es den Leu­ten auch nicht leicht, wenn sie die Geschich­te von PROMETHEUS zudem bewusst in das Ali­en-Uni­ver­sum legen. Auf der einen Sei­te hat Rid­ley Scott einen erst­klas­si­gen Sci­ence-Fic­tion-Film insze­niert, para­do­xer­wei­se lässt sich der Film auf der ande­ren Sei­te auch voll­kom­men demon­tie­ren.

PROMETHEUS

Mehr als 30 Jah­re, nach­dem er mit ALIEN und BLADE RUNNER Gen­re-defi­nie­ren­de SF-Klas­si­ker gedreht hat, kehrt Rid­ley Scott mit PROMETHEUS zur Sci­ence Fic­tion zurück – noch dazu in das ALI­EN-Uni­ver­sum. Die Erwar­tun­gen sind ent­spre­chend hoch, nicht zuletzt, da das Welt­raum-SF-Ange­bot in TV und Film in den letz­ten Jah­ren eher mager ist.

PROMETHEUS ist im ALI­EN-Uni­ver­sum ange­sie­delt, aber kein Pre­quel im enge­ren Sin­ne. Wer ALIEN kennt, wird vie­le Klei­nig­kei­ten und Anspie­lun­gen bes­ser ver­ste­hen – aber auch ohne die­se Kennt­nis­se kann man den Film beden­ken­los genie­ßen. Die Hand­lung setzt eini­ge Jahr­zehn­te vor ALIEN ein: Auf der Erde fin­det das Archäo­lo­gen­paar Eliza­beth Shaw (Noo­mi Rapace) und Char­lie Hol­lo­way (Logan Mar­shall-Green) im Jahr 2089 eine Viel­zahl von früh­mensch­li­chen Pik­to­gram­men und Höh­len­zeich­nun­gen, die alle gro­ße Gestal­ten zei­gen, die auf das sel­be Stern­bild deu­ten.

Miriam Pharo – SEKTION 3|HANSEAPOLIS: SCHATTENSPIELE

In Miri­am Pha­ros Sci­ence Fic­tion-Thril­ler SCHATTENSPIELE wird die Hand­lung aus dem ers­ten Roman der Rei­he unter dem Titel SCHLANGENFUTTER fort­ge­setzt. Wei­ter­hin ver­sucht das Ermitt­ler­team der Sek­ti­on 3, bestehend aus dem erfah­re­nen aber undurch­sich­ti­gen Eli­as Kosloff und »der Neu­en« Louann Mari­no, die zahl­lo­sen offe­nen Fäden aus dem ers­ten Band zu ent­wir­ren und neu zu ver­knüp­fen. Das wird umso schwie­ri­ger, als die Lösung offen­bar in die höchs­ten Krei­se von Han­sea­po­lis reicht und Kor­rup­ti­on sowie Ein­fluss­nah­me auf die Arbeit der Poli­zei im Jahr 2066 eher die Regel als die Aus­nah­me dar­stel­len …

Ich war äußerst gespannt, ob Miri­am Pha­ro in der Lage sein wür­de, das durch­weg hohe Niveau und die anspre­chen­de Thril­ler-Hand­lung sowie die groß­ar­ti­ge Beschrei­bung einer weni­ger groß­ar­ti­gen Zukunft des Vor­gän­gers in der Fort­set­zung wei­ter zu füh­ren.

Vor­ab kann ich sagen:  ich wur­de nicht ent­täuscht!

MEN IN BLACK 3

Die cools­ten Son­nen­bril­len sind zurück. Und man fragt sich, ob es den belieb­ten Lein­wand­hel­den dabei ähn­lich aufs Gemüt schlägt, die Welt stän­dig so leicht unter­be­lich­tet erfah­ren zu müs­sen. Ob mit Pola­ri­sa­ti­ons- oder Shut­ter­bril­len, der erlebt Zuschau­er die­se ins Herz geschlos­se­ne Welt von skur­ri­len Außer­ir­di­schen und abge­brüh­ten Geheim­agen­ten ein­fach nicht in der Bril­lanz, die Bo Welch als Bild­ge­stal­ter beab­sich­tigt hat­te. Wie viel Licht­stär­ke die Pro­jek­ti­on im 3‑D-Pro­zess tat­säch­lich ver­liert, dar­über strei­ten sich die Geis­ter, weil es schließ­lich inter­es­sen­ab­hän­gig ist. Blo­ße Zah­len sind aller­dings auch unbe­deu­tend, denn wie bei allen ande­ren 3‑D-Fil­men ist es auch bei MEN IN BLACK 3 stö­rend und auf­fal­lend zu viel.

FedCon 2012: Cosplayer, Gewandete und Kostümierte

Egal wie man es nun nen­nen mag, auf einer Ver­an­stal­tung wie der Fed­Con fin­det man selbst­ver­ständ­lich auch zuhauf Per­so­nen, die sich anläss­lich des Events in eine ent­spre­chen­de Scha­le gewor­fen haben. Und neben den zahl­lo­sen Fans, die sich in einer schnell gekauf­ten Uni­form prä­sen­tie­ren, gab es auch eine Men­ge wirk­lich lie­be­vol­ler und auf­wen­dig gestal­te­ter oder ein­fach krea­ti­ver Gewan­dun­gen zu ent­de­cken.

Allein zum Stau­nen über die­se Men­ge an Cos­play­ern lohnt sich fast schon ein Besuch der Fed­Con, ich den­ke, dass es in Deutsch­land schwer wer­den dürf­te, an ande­rer Stel­le eine ähn­lich bunt gemisch­te Mas­sie­rung an Kos­tü­mier­ten aus den Gen­res SF, Fan­ta­sy und Comics zu fin­den.

Hier ein Quer­schnitt durch das Gese­he­ne:

FedCon 2012 – Informationsdefizite, ruckelnde Sponsorenvideos und fast kein Shatner

Du kaufst jetzt sofort ein Shatner-Autogramm! Oder sonst ...
Du kaufst jetzt sofort ein Shat­ner-Auto­gramm! Oder sonst …

Bevor ich in ande­ren Arti­keln Inhal­te, Pro­gramm und Gebo­te­nes auf der dies­jäh­ri­gen Fed­Con im Mari­tim-Hotel am Düs­sel­dor­fer Flug­ha­fen beleuch­te, möch­te ich auf die diver­sen Pro­ble­me ein­ge­hen, mit denen auf der Ver­an­stal­tung zu kämp­fen war und deren Gip­fel dar­in bestand, dass sich zah­len­de Besu­cher mit Tages­kar­te den Gast­star Wil­liam Shat­ner nur auf einer Lein­wand anse­hen durf­ten.

Die Fed­Con fin­det bereits seit 20 Jah­ren statt, man soll­te also anneh­men, dass die Ver­an­stal­ter einen sol­chen Event im Griff haben. Und sogar wenn man erst ein­mal davon aus­geht, dass bei einer der­ar­ti­gen Groß­ver­an­stal­tung mit diver­sen Gast­stars (bei denen von eini­gen bekannt ist, dass sie sich gern mal Extra­va­gan­zen leis­ten) nicht immer alles ganz rund läuft, dann ist das erst ein­mal kein grö­ße­res Pro­blem.

Oder zumin­dest soll­te es kein Pro­blem sein, man infor­miert die Anwe­sen­den deut­lich über even­tu­el­le auf­tre­ten­de Schwie­rig­kei­ten oder dar­aus resul­tie­ren­den Ände­run­gen und alles ist gut. Nur lei­der liegt es mit die­sen Infor­ma­tio­nen sei­tens der Fed­Con-Ver­an­stal­ter hef­tigst im Argen. Und das Ver­hal­ten ein­zel­ner »Hel­fer« kann ich per­sön­lich nur als in hohem Maße unpro­fes­sio­nell bezeich­nen.

LOCKOUT sperrt sich aus

Sein Name ist Snow, ein­fach nur Snow. Erin­nert nur bedingt an Sna­ke. Die Prä­mis­se des Films hin­ge­gen erin­nert weni­ger bedingt an DIE KLAPPERSCHLANGE. Man könn­te glau­ben, das schon lang dis­ku­tier­te Remake von John Car­pen­ters Gefäng­nis-Action hat doch noch den Weg auf die Flim­mer­wand gefun­den. Von einem Remake bleibt man Gott sei Dank noch ver­schont. Damit hat die­se Luc-Bes­son-Pro­duk­ti­on aber auch kei­nen bes­se­ren Stand. Ein hart­ge­sot­te­ner Ex-CIA­ler wird in ein im Orbit um die Erde lie­gen­des Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis geschickt, um die Toch­ter des ame­ri­ka­ni­schen Prä­si­den­ten her­aus­zu­hau­en. Das, und nichts wei­ter, ist die Hand­lung. Alles, was sonst noch wäh­rend des Films pas­siert, ist nur Füll­werk und Staf­fa­ge. Das wäre ganz okay, es geht ja nichts über ordent­li­che B‑Film-Qua­li­tä­ten. Aber LOCKOUT nimmt sich ein­fach nicht ernst genug, um über­haupt in der für ihn kon­zi­pier­ten Liga bestehen zu kön­nen.

LOCKOUT hat einen ganz gro­ßen Plus­punkt, und der heißt Guy Pear­ce. Sel­ten hat man den Aus­tra­li­er so locker, so cool, und in sei­ner Über­heb­lich­keit so über­zeu­gend gese­hen. Sei­ne Ein­zei­ler bringt er tro­cken, aber auch im per­fek­ten Timing. Phy­sisch bringt er sowie­so die not­wen­di­gen Vor­aus­set­zun­gen mit. Pear­ce hät­te hier für sich eine Para­de­rol­le fin­den kön­nen, doch dazu agiert er im fal­schen Umfeld. Damit geht es zurück zum The­ma. Ein B‑Movie darf sich ein­fach nicht ernst neh­men, wenn es ernst genom­men wer­den will. Und das haben James Mather und Ste­phen Leger als LOCK­OUT-Macher defi­ni­tiv nicht ver­stan­den. Sie neh­men ihren Film viel zu ernst, und sie insze­nie­ren ihn mit einer Ernst­haf­tig­keit, die jeden Spaß aus der Insze­nie­rung nimmt. Dadurch haben sie die Kon­di­tio­nen für einen ordent­li­chen B‑Movie eben nicht ernst genom­men. Das ist die Crux bei sol­chen Fil­men und weni­ger kom­pli­ziert, als es sich anhört.

Nach oben scrollen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies und von eingebundenen Skripten Dritter zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest (Navigation) oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden. Dann können auch Cookies von Drittanbietern wie Amazon, Youtube oder Google gesetzt werden. Wenn Du das nicht willst, solltest Du entweder nicht auf "Akzeptieren" klicken und die Seite nicht weiter nutzen, oder Deinen Browser im Inkognito-Modus betreiben, und/oder Anti-Tracking- und Scriptblocker-Plugins nutzen.

Mit einem Klick auf "Akzeptieren" werden zudem extern gehostete Javascripte freigeschaltet, die weitere Informationen, wie beispielsweise die IP-Adresse an Dritte weitergeben können. Welche Informationen das genau sind liegt nicht im Einflussbereich des Betreibers dieser Seite, das bitte bei den Anbietern (jQuery, Google, Youtube, Amazon, Twitter *) erfragen. Wer das nicht möchte, klickt nicht auf "akzeptieren" und verlässt die Seite.

Wer wer seine Identität im Web schützen will, nutzt Browser-Erweiterungen wie beispielsweise uBlock Origin oder ScriptBlock und kann dann Skripte und Tracking gezielt zulassen oder eben unterbinden.

* genauer: eingebettete Tweets, eingebundene jQuery-Bibliotheken, Amazon Artikel-Widgets, Youtube-Videos, Vimeo-Videos

Schließen