Robert Picardo über die Absetzung von STARFLEET ACADEMY

Robert Picardo als Holodoc in Starfleet Academy

Robert Picar­do ken­nen wir in ers­ter Linie als Holo­doc, im STAR TREK-Uni­ver­sum, erst in VOYAGER, aktu­ell in STARFLEET ACADEMY. Der hat sich auf der Space­con 2026 in San Anto­nio zur Abset­zung der Serie geäu­ßert – und das in ziem­lich deut­li­chen Wor­ten (sieht so aus, als rech­ne  er eh nicht mehr mit einem Job bei Para­mount).

STAR TREK: STARFLEET ACADEMY star­te­te am 15. Janu­ar 2026 auf Para­mount+, wur­de sofort von den übli­chen Trol­len als »zu divers« oder »zu woke« kon­zer­tiert in Bespre­chun­gen ver­ris­sen und zwei Mona­te spä­ter abge­setzt. Staf­fel 2 war da bereits abge­dreht und soll 2027 lau­fen, ist aber die letz­te, die Kulis­sen wur­den bereits zer­schla­gen. Die offi­zi­el­le Begrün­dung: zu weni­ge Zuschauer°Innen.

Picar­do sieht das laut sei­nen Aus­sa­gen auf der Space­con (via Pop­ver­se) anders. Er macht die neu­en Eigen­tü­mer von Para­mount ver­ant­wort­lich (Sky­dance über­nahm wäh­rend der Pro­duk­ti­ons­zeit der Serie). Die Show sei unter der vor­he­ri­gen CBS-Para­mount-Füh­rung ent­wi­ckelt wor­den, und nach dem Eigen­tü­mer­wech­sel habe es kei­ner­lei Unter­stüt­zung gege­ben. Kei­ne Wer­bung, kei­ne Plat­zie­rung im Menü von Para­mount+. Picar­do wört­lich auf der Space­con:

Our show was con­cei­ved under the pri­or owner­ship régime at CBS Para­mount and once the new owners took over, we had no sup­port with the release of the show. We did­n’t get any ads. You could­n’t even find us. I had fri­ends who said, whe­re is STARFLEET ACADEMY? I said, it’s on Para­mount+. And they said, I have Para­mount+, I can’t find it. And I thought, well that’s weird. After the pre­miè­re epi­so­de, it kind of drop­ped off the menu. Usual­ly if peo­p­le have a histo­ry on Para­mount+ of wat­ching STAR TREK, you would pitch them the new STAR TREK show, but that didn’t hap­pen on mine. I wish we had got­ten more sup­port.

Unse­re Serie wur­de noch unter der frü­he­ren Unter­neh­mens­füh­rung von CBS Para­mount kon­zi­piert, und als die neu­en Eigen­tü­mer das Ruder über­nah­men, erhiel­ten wir kei­ner­lei Unter­stüt­zung bei der Ver­öf­fent­li­chung der Serie. Wir beka­men kei­ner­lei Wer­bung. Man konn­te uns nicht ein­mal fin­den. Ich hat­te Freun­de, die frag­ten: »Wo ist die STARFLEET ACADEMY?« Ich ant­wor­te­te: „Sie läuft auf Para­mount+.“ Und sie sag­ten: »Ich habe Para­mount+, aber ich kann sie nicht fin­den.« Und ich dach­te mir: „Das ist ja selt­sam.“ Nach der ers­ten Fol­ge ist die Serie irgend­wie aus dem Ange­bot ver­schwun­den. Nor­ma­ler­wei­se wür­de man Leu­ten, die bei Para­mount+ bereits STAR TREK geschaut haben, die neue STAR TREK-Serie emp­feh­len, aber bei mir war das nicht der Fall. Ich hät­te mir mehr Unter­stüt­zung gewünscht.

Was Picar­do beschreibt, klingt nicht nach einer Serie, die geschei­tert ist, son­dern nach einer, die man hat schei­tern las­sen, weil das Kon­zept nicht zu den Ansich­ten der neu­en Inha­ber passt, egal ob immer wie­der behaup­tet wird, Elli­son sei Fan von STAR TREK. Eine Strea­ming-Serie, die vom eige­nen Strea­ming­dienst nicht bewor­ben und nicht in den Vor­schlä­gen ange­zeigt wird, noch nicht mal bei Nutzer°Innen, die sonst STAR TREK schau­en, hat deut­lich weni­ger Chan­cen auf Zuschauer°Innen, egal wie gut oder schlecht sie ist. Dass die neu­en Eigen­tü­mer dann nied­ri­ge Zuschau­er­zah­len als Abset­zungs­grund anfüh­ren, hat defi­ni­tiv ein Geschmäck­le.

Wenn Staf­fel 2 2027 vor­bei sein wird, steht STAR TREK zum ers­ten Mal seit einem Jahr­zehnt ohne lau­fen­de oder bestell­te Serie da, zumin­dest falls bis dahin nichts Neu­es pro­du­ziert wer­den wird, wonach es im Moment nicht aus­sieht. STRANGE NEW WORLDS endet eben­falls mit der fünf­ten Staf­fel. Danach: Pau­se. Picar­do hofft, dass die Fran­chise irgend­wann zurück­kommt. Die Fra­ge ist, in wel­cher Form und unter wel­cher Füh­rung – und vor allem: in wel­chem Stil?

STAR TREK has been, and always will be, woke. Um mal ein Zitat eines gewis­sen Vul­ka­ni­ers abzu­än­dern.

Pro­mo­fo­to Copy­right Para­mount

TINY BOOKSHOP erscheint am 9. Juli für iOS und Android

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Es gibt Spie­le bei denen man sich fragt, war­um sie nicht von Anfang an auf dem Han­dy waren. TINY BOOKSHOP von Ent­wick­ler neo­lu­dic gehört defi­ni­tiv dazu. Das Cozy-Manage­ment-Spiel, in dem man einen Second­hand-Buch­la­den in einem umge­bau­ten Trai­ler in der fik­ti­ven Küs­ten­stadt Books­ton­bu­ry-by-the-Sea betreibt, kommt am 9. Juli 2026 in den App Store und auf Goog­le Play. Preis: 7,99 Dol­lar, ohne Wer­bung, ohne Mikro­trans­ak­tio­nen und ohne Abo: Ein­fach kau­fen und spie­len. Dass so etwas im Jahr 2026 expli­zit als Fea­ture bewor­ben wer­den muss, sagt eini­ges über den Zustand des Mobi­le-Games-Mark­tes.

Die PC-Ver­si­on hat auf Steam bei über 7.000 Reviews eine Bewer­tung von 97 Pro­zent posi­tiv (Over­whel­mingly Posi­ti­ve), und die mobi­le Vari­an­te soll den kom­plet­ten Inhalt der PC- und Kon­so­len­ver­si­on mit­brin­gen. Man bestückt Rega­le mit Lyrik, Kri­mis, Pulp und gele­gent­li­chen Rari­tä­ten, emp­fiehlt Kund°Innen pas­sen­de Bücher, deko­riert den Laden mit Lich­ter­ket­ten und Pflan­zen und wird lang­sam Teil einer Klein­stadt mit eige­nen Geschich­ten. Kein Kampf, kei­ne Zeit­li­mits, kein Game Over, dazu hand­ge­zeich­ne­te Gra­fik und Kla­vier­mu­sik. Die Touch-Steue­rung wur­de laut Publisher Skys­tone Games spe­zi­ell für Ein­hand­be­die­nung ent­wi­ckelt. Eine kos­ten­lo­se Demo zum Test­spie­len gibt es eben­falls.

TINY BOOKSHOP ist außer­dem auf Steam, Nin­ten­do Switch, Play­Sta­ti­on 5 und Xbox Series X|S erhält­lich. Publisher Skys­tone Games wur­de übri­gens von David Bre­vik mit­ge­grün­det, den die Älte­ren unter uns als Schöp­fer von DIABLO ken­nen. Wer nach Dia­blo-arti­ger Fins­ter­nis sucht, ist bei TINY BOOKSHOP aller­dings falsch.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Skys­tone Games vom 1. Juli 2026

Polenta al Mango! MINIONS & MONSTERS

Poster Minions & Monsters - Monion in einem orangefarbenen Blob mit vielen Augen

MINIONS & MONSTERS – Deutsch­land­start 01.07.2026

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten.
(Aber nicht wirk­lich. Einen Film in dem der­ma­ßen viel los ist, kann man nicht spoi­lern)

Die klei­nen gel­ben Anarcho-Wich­tel Mini­ons erfreu­en sich seit ihrem ers­ten Auf­tre­ten in DESPICCABLE ME gro­ßer Beliebt­heit. Das ist auch kein Wun­der, die unka­putt­ba­ren zitro­ni­gen Knub­bel sind ein­fach herz­er­fri­schend wit­zig in ihrer über­dreht-nai­ven Cha­os-Kla­mauk-Art.

In der Ver­gan­gen­heit hat­te sich aller­dings mei­ner Ansicht nach gezeigt, dass sie allein und mit ihren Spe­renz­chen nicht unbe­dingt in der Lage waren, eine Hand­lung zu tra­gen, da zu einem Film, den man über die gesam­te Lauf­zeit durch­hält, eben mehr gehört, als durch­ge­hen­de Come­dy-Chao­tik. Womit ich nicht sagen will, dass die Vor­gän­ger schlecht oder nicht lus­tig waren. Aber der hier ist bes­ser.

In MINIONS & MONSTERS schafft man einen Groß­teil dar­in, dem gan­zen noch wei­te­re Ebe­nen zu geben, dadurch, dass man es in der gol­de­nen Auf­bruchs­zeit Hol­ly­woods han­deln lässt, den 1920er Jah­ren.

Und das ist es dann auch, was Cine­as­ten beglückt.

EVE ONLINE: Fenris Creations stellt die Carbon Engine unter Open Source

Promografik Carbon Open Source - Logo Mit Tech-Hintergrund

Gera­de ges­tern erst habe ich über EVE: FRONTIER berich­tet, legen Fen­ris Crea­ti­ons (ehe­mals CCP Games, umbe­nannt im Mai 2026) heu­te nach: Die Car­bon Engi­ne, das tech­ni­sche Fun­da­ment hin­ter EVE ONLINE und EVE FRONTIER, ist ab sofort voll­stän­dig als Open Source auf Git­Hub ver­füg­bar. Über zwei Dut­zend Modu­le, ent­wi­ckelt und im Live­be­trieb getes­tet und ver­bes­sert über mehr als 20 Jah­re.

Car­bon ist kei­ne Engi­ne, die für den Lizenz­ver­kauf gebaut wur­de. Sie ent­stand aus der Not­wen­dig­keit her­aus, ein ein­zi­ges per­sis­ten­tes Uni­ver­sum am Lau­fen zu hal­ten, in dem sich regel­mä­ßig tau­sen­de Spieler°Innen gleich­zei­tig bekrie­gen. Die Phy­sik-Kom­po­nen­te Desti­ny (ja, der Name ist in einem Gam­ing-Kon­text etwas unglück­lich ;) ) steckt hin­ter dem Guin­ness-Welt­re­kord für die größ­te Mul­ti­play­er-PvP-Schlacht mit 8.825 gleich­zei­ti­gen Teilnehmer°Innen. Tri­ni­ty, die Gra­fik­kom­po­nen­te, ist für die Optik ver­ant­wort­lich, die EVE ONLINE seit Jah­ren unver­wech­sel­bar macht. Dazu kom­men Modu­le für Netz­werk, Audio, UI, Scrip­ting, Res­sour­cen­ver­wal­tung und Sche­du­ling.

Wer sich jetzt fragt, war­um ein Stu­dio sei­ne kom­plet­te Engi­ne-Tech­no­lo­gie ver­schenkt: Das dürf­te direkt mit EVE FRONTIER zusam­men­hän­gen. Fen­ris posi­tio­nie­ren das Spiel als offe­ne, mod­ba­re Platt­form, bei der Spieler°Innen ser­ver­sei­tig eige­ne Sys­te­me bau­en kön­nen. Eine offe­ne Engi­ne passt da ins Bild, weil sie Entwickler°Innen und Modder°Innen erlaubt, den Unter­bau zu ver­ste­hen, auf dem sie arbei­ten. Ben Hun­ter, Seni­or Deve­lo­p­ment Direc­tor bei Fen­ris, for­mu­liert das in der Pres­se­mit­tei­lung so: Man wol­le die Grund­la­ge sicht­bar, ver­ständ­lich und nutz­bar machen, weil die nächs­te Gene­ra­ti­on per­sis­ten­ter Wel­ten davon pro­fi­tie­re, wenn mehr Leu­te die Tech­no­lo­gie dar­un­ter stu­die­ren, hin­ter­fra­gen und dar­auf auf­bau­en kön­nen.

EVE ONLINE hat seit über 23 Jah­ren eine Com­mu­ni­ty, die Third-Par­ty-Tools, öffent­li­che APIs, Wirt­schafts­ana­ly­sen und Alli­anz-Logis­tik um das Spiel her­um auf­ge­baut hat. Mit Car­bon als Open Source gilt das jetzt auch für das tech­ni­sche Fun­da­ment selbst. Ob das außer­halb des EVE-Öko­sys­tems jeman­den inter­es­siert, wird sich zei­gen. Eine Engi­ne, die für genau einen sehr spe­zi­fi­schen Zweck opti­miert wur­de (per­sis­ten­te Wel­ten im Groß­maß­stab), ist nicht unbe­dingt das, wonach Indie-Entwickler°Innen als ers­tes grei­fen. Aber für alle, die genau das bau­en wol­len, gibt es jetzt eine kos­ten­lo­se, kampf­erprob­te Opti­on.

Die Repo­si­to­ries ste­hen unter git​hub​.com/​c​a​r​b​o​n​e​n​g​ine bereit. Die Lizenz ist MIT.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung Fen­ris Crea­ti­ons vom 1. Juli 2026

DRAGONLANCE kehrt zurück: Weis, Hickman und Manganiello bei Wizards Of The Coast

Dan Ayoub mit Margaret Weis, Tracy Hickman, Laura Hickman und Joe Manganiello

Wer in den 1980ern ADVANCED DUNGEONS & DRAGONS gespielt hat, für den war DRAGONLANCE ver­mut­lich eines der prä­gen­den Erleb­nis­se: die Welt Krynn, die Dra­chen­lan­ze, Rais­t­lin, Tanis, Tas­s­le­hoff (ich hab das damals auch gespielt). Die ori­gi­na­le CHRO­NIC­LES-Tri­lo­gie von Mar­ga­ret Weis und Tra­cy Hick­man ver­kauf­te sich über 35 Mil­lio­nen Mal und mach­te das Set­ting zu einem der belieb­tes­ten in der gesam­ten D&D‑Geschichte. In den letz­ten Jah­ren war es aller­dings still gewor­den um Krynn, zumin­dest was offi­zi­el­le D&D‑Produkte anging. Doch das ändert sich gera­de.

Dan Ayoub, seit Juli 2025 neu­er Chef der D&D‑Franchise beim Rech­te­inha­ber Wizards of the Coast, hat im Okto­ber 2025 auf X ein Foto geteilt, das ihn zusam­men mit Weis, Tra­cy Hick­man, des­sen Frau Lau­ra Hick­man und Schau­spie­ler Joe Man­gani­ello im WotC-Haupt­quar­tier in Ren­ton, Washing­ton zeigt. Ayoubs Kom­men­tar:

When I took over D&D, I had some very spe­ci­fic folks I wan­ted to bring back to The Table. Today, I had the honor of wel­co­ming the­se folks back home. Ama­zing things ahead

Man­gani­ello pos­te­te das glei­che Bild auf Insta­gram mit »WE’RE BACK«, Tra­cy Hick­man schrieb auf Face­book: »Some­thing is coming…« Was genau, wur­de nicht ver­ra­ten. Man­gani­ello trug auf dem Foto wenig sub­til ein DRA­GON­LAN­CE-T-Shirt.

Die Bezie­hung zwi­schen den DRA­GON­LAN­CE-Schöp­fern und WotC war zuletzt alles ande­re als har­mo­nisch. 2020 ver­klag­ten Weis und Hick­man Wizards, nach­dem eine ver­trag­lich ver­ein­bar­te Roman­tri­lo­gie ein­sei­tig gestoppt wor­den war. Die Kla­ge wur­de spä­ter ohne Urteil zurück­ge­zo­gen. Man­gani­ello, beken­nen­der DRA­GON­LAN­CE-Fan und im TTRPG-Umfeld bekannt durch sei­nen D&D‑Charakter Ark­han der Grau­sa­me (unter ande­rem bei CRITICAL ROLE), arbei­te­te par­al­lel an einer Live-Action-DRA­GON­LAN­CE-Serie, bestä­tig­te aber im Febru­ar 2024, dass WotC kein Inter­es­se an dem Pro­jekt hat­te. Er ver­such­te sogar, die DRA­GON­LAN­CE-Rech­te zu kau­fen, wur­de aller­dings abge­wie­sen. Dass jetzt alle gemein­sam am WotC-Haupt­quar­tier ste­hen, dürf­te am Füh­rungs­wech­sel lie­gen: Ayoub über­nahm, nach­dem Crea­ti­ve Direc­tor Chris Per­kins und Game Direc­tor Jere­my Craw­ford zu Dar­ring­ton Press (CRITICAL ROLE) gewech­selt waren; die bei­den hat­ten in den ver­gan­ge­nen Jah­ren eini­ge äußerst frag­wür­di­ge Ent­schei­dun­gen bei WotC getrof­fen.

Bereits auf der Gen­Con 2024 hat­ten Weis und Hick­man die Roman­tri­lo­gie DRAGONLANCE LEGACIES ange­kün­digt. Der ers­te Band, WAR WIZARD, erzählt die Geschich­te des Magi­ers Magi­us und des Rit­ters von Sol­am­nia Huma Dra­chen­tö­ter und erscheint am 4. August 2026 bei Ran­dom House Worlds (352 Sei­ten, Hard­co­ver). Auf die Fra­ge, ob die Hand­lung mit Richard A. Knaaks THE LEGEND OF HUMA kol­li­die­re, ant­wor­te­te Weis: »This is our sto­ry«. Auf die Fra­ge nach Has­bros Betei­li­gung ver­wies sie ledig­lich auf Ran­dom House Worlds als Ver­lag.

Die Roman­tri­lo­gie war zum Zeit­punkt des WotC-Tref­fens aller­dings bereits ange­kün­digt, das Foto muss also auf etwas dar­über hin­aus hin­deu­ten. Die Spe­ku­la­tio­nen rei­chen von einer Wie­der­be­le­bung der TV-Serie über ein neu­es Quel­len­buch bis hin zu einem Com­pu­ter­spiel. Für ein Quel­len­buch spricht, dass das letz­te D&D‑Produkt für Krynn, DRAGONLANCE: SHADOW OF THE DRAGON QUEEN (2022), laut Poly­gon gera­de ein­mal 20 Sei­ten Set­ting­in­for­ma­tio­nen ent­hielt. Laut Weis soll es im August 2026 Neu­ig­kei­ten geben, pas­send zum Erschei­nungs­ter­min von WAR WIZARD.

Erfah­rungs­ge­mäß tun Stu­di­os aller­dings nichts lie­ber, als Pro­jek­te zu beer­di­gen, ins­be­son­de­re WoTC hat in der Hin­sicht einen schlech­ten Ruf, aber die Zei­chen schei­nen dies­mal gut zu ste­hen; man darf also gespannt sein, was dar­aus wird.

Bild: Dan Ayoub auf X

Free League Publishing: Sommer-Sale gestartet

Free League Summer Sale - fliegender Katezroboter aus Electric State über Wiese

Der äußerst umtrie­bi­ge Spie­le­ver­lag Free League Publi­shing hat sei­nen jähr­li­chen Som­mer-Sale eröff­net. Bis zum 16. Juli bie­tet das Stu­dio im eige­nen Web­shop Rabat­te von 40 Pro­zent auf zahl­rei­che Kern­re­gel­wer­ke, Star­ter-Sets und Brett­spie­le für den Pen-&-Paper- und Brett­spiel-Bereich. Auf aus­ge­wähl­te Arti­kel gewährt der Ver­lag Preis­nach­läs­se von bis zu 80 Pro­zent.

Die Akti­on umfasst einen Groß­teil des Port­fo­li­os, dar­un­ter bekann­te Pen-&-Paper-Titel wie DRAGONBANE, THE ONE RING, BLADE RUNNER THE ROLEPLAYING GAME sowie ALIEN THE ROLEPLAYING GAME. Auch VAESEN, TALES FROM THE LOOP und THE WALKING DEAD UNIVERSE ROLEPLAYING GAME sind Teil der Rabatt­ak­ti­on.

Titel, die über das Sub­la­bel Free League Work­shop ver­trie­ben wer­den – dazu zäh­len etwa MÖRK BORG oder OUTGUNNED – sind von der Akti­on aus­ge­schlos­sen. Alle Ange­bo­te fin­det man unter https://​free​le​ague​pu​bli​shing​.com.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Free League

XBox Game Pass: Microsoft »pausiert« Deals für Spiele von Drittanbietern

Game Pass Logo

Wie ein Bran­chen­ve­te­ran berich­tet, hat Micro­soft die Unter­zeich­nung neu­er Deals für Dritt­an­bie­ter-Spie­le im Abon­ne­ment-Dienst »Game Pass« vor­erst aus­ge­setzt. Die Ent­schei­dung soll vie­le betrof­fe­ne Ent­wick­ler­stu­di­os völ­lig unvor­be­rei­tet getrof­fen haben, da die­se ihre Finan­zie­rung fest auf eine Auf­nah­me in den Kata­log aus­ge­rich­tet hat­ten.

Die plötz­li­che Kurs­än­de­rung bei Micro­soft sorgt in der Spie­le­indus­trie für erheb­li­che Ver­un­si­che­rung. Nach­dem der Game Pass lan­ge Zeit als ver­läss­li­cher Part­ner für die Vor­fi­nan­zie­rung von Ent­wick­lungs­bud­gets und als Instru­ment zur Sicht­bar­keits­stei­ge­rung galt, fal­len nun für vie­le Stu­di­os wich­ti­ge Ein­nah­me­quel­len weg oder wer­den zumin­dest unge­wiss.

Eine offi­zi­el­le Bestä­ti­gung sei­tens Micro­soft steht noch aus. Ob es sich bei die­ser Maß­nah­me um eine vor­über­ge­hen­de stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung oder eine dau­er­haf­te Abkehr vom bis­he­ri­gen Geschäfts­mo­dell han­delt, bleibt der­zeit offen. Für vie­le unab­hän­gi­ge Ent­wick­ler, deren Kal­ku­la­tio­nen auf der Ein­bin­dung in den GAME PASS basie­ren, ist die aktu­el­le Situa­ti­on exis­tenz­be­dro­hend.

Es ist das klas­si­sche Lehr­buch­bei­spiel für den schlei­chen­den Pro­zess der Ens­hit­ti­fi­ca­ti­on: Erst lockt man die Pro­du­zen­ten mit attrak­ti­ven Ver­spre­chen und güns­ti­gen Kon­di­tio­nen in das eige­ne Öko­sys­tem, um sie dann, sobald die Abhän­gig­keit groß genug ist, wie hei­ße Kar­tof­feln fal­len zu las­sen. Die­se über­mä­ßi­ge Bran­chen­macht erlaubt es Kon­zer­nen, nach Belie­ben den Ste­cker zu zie­hen und die Stu­di­os ste­hen am Ende mit lee­ren Hän­den da. Ein­mal mehr zeigt sich, dass man sich auf die Lau­nen der US-Tech-Rie­sen nicht ver­las­sen soll­te. Offen­bar braucht Micro­soft jeden Cent für KI-Slop, aller­dings mun­kelt man (nicht nur) in der Bran­che der­zeit auch dar­über, ob Micro­soft viel­leicht kom­plett aus dem Kon­so­len­markt aus­steigt, da man gegen die Kon­kur­renz ohne­hin nicht anstin­ken kann.

Game Pass-Logo Copy­right Micro­soft

EVE FRONTIER: CYCLE 6 SANCTUARY gestartet

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Fen­ris Crea­ti­ons hat heu­te mit CYCLE 6: SANCTUARY ein neu­es Update für das Hard­core-Sur­vi­val-MMO EVE FRONTIER ver­öf­fent­licht. Mit dem Update geht ein kom­plet­ter Ser­ver-Reset ein­her, der allen Spie­lern einen Neu­an­fang ermög­licht. Ergän­zend zum Start bie­tet das Stu­dio eine fünf­tä­gi­ge Test­pha­se für Inter­es­sier­te an, die bis­her kei­nen Zugang zum Foun­der-Pro­gramm hat­ten.

Das Update mar­kiert eine grund­le­gen­de Neu­aus­rich­tung des Spiel­erleb­nis­ses. Die Nut­zer star­ten nun in einer über­ar­bei­te­ten Anfangs­se­quenz, die als Tuto­ri­al fun­giert und die Über­le­bens­me­cha­ni­ken in der feind­se­li­gen Umge­bung ein­führt. Zen­tral für das Game­play in EVE FRONTIER ist ab sofort ein neu­es, modu­la­res Schiffs­sys­tem. Die bis­he­ri­gen fes­ten Schiffs­mo­del­le wur­den durch ein Root-Sys­tem ersetzt, bei dem Spie­ler ihr Schiff durch die Inte­gra­ti­on ver­schie­de­ner Kom­po­nen­ten indi­vi­du­ell spe­zia­li­sie­ren kön­nen.

Auch die Umwelt­be­din­gun­gen wur­den ver­schärft: Ster­ne agie­ren nun als akti­ve Gefah­ren­quel­len, die bei direk­ter Aus­set­zung Hit­ze auf den Schiffs­hül­len auf­bau­en, was tak­ti­sche Deckung hin­ter Trüm­mern oder Aste­ro­iden not­wen­dig macht. Die soge­nann­ten Fer­als, die KI-Geg­ner im Spiel, wur­den eben­falls über­ar­bei­tet und wei­sen nun ein dyna­mi­sches, unvor­her­seh­ba­res Ver­hal­ten auf.

Ein wei­te­rer Fokus liegt auf dem Aus­bau der spie­ler­ge­steu­er­ten Wirt­schaft. Durch die Ein­füh­rung eines auf Treib­stoff basie­ren­den Sys­tems soll Res­sour­cen­knapp­heit simu­liert wer­den. Treib­stoff ist essen­ti­ell für Basen, Rei­sen und indus­tri­el­le Pro­zes­se. Pas­send dazu wur­de der Cut­ting Laser als neu­es Werk­zeug inte­griert, das manu­el­les Zie­len erfor­dert und sowohl für den Abbau von Res­sour­cen als auch für den Kampf gegen Geg­ner und ande­re Schif­fe genutzt wer­den kann.

Zudem las­sen sich nun soge­nann­te »schla­fen­de Tore« (dor­mant Gates) ent­de­cken und reak­ti­vie­ren, um abge­le­ge­ne Gebie­te mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen sind unter www​.eve​fron​tier​.com zu fin­den.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung

SUPGERGIRL – wirklich super?

Supergirl Poster - Supergirl sitzt mit Krypto über Wolken vor Sonnenaufgang

SUPERGIRL – Deutsch­land­start 24.06.2026

Kann Spu­ren von Spoi­lern ent­hal­ten
(Seht ihn euch an, bevor ihr die­se Kri­tik lest! Ich habe euch gewarnt!)

Wir erin­nern uns: Das DC Cine­ma­tic Uni­ver­se (wie hieß es noch gleich genau? Ich habs ver­ges­sen) von Zack Sny­der war – mit weni­gen Aus­nah­men – alles in allem eher eine Auf­ein­an­der­fol­ge von Pein­lich­kei­ten, als wirk­lich sehens­wert. Weil das auch den hohen Her­ren bei War­ner, den Rech­te­inha­bern an Super­man, Bat­man und Co, irgend­wann däm­mer­te, wit­ter­te man Mor­gen­luft, als James Gunn beim Maus-Haus auf­grund Mani­pu­la­tio­nen rech­ter Trol­le in Ungna­de gefal­len war, und man heu­er­te ihn an, um DC-Hel­den im Kino so erfolg­reich zu machen, wie die­ses gewis­se ande­re Comic-Uni­ver­sum.

Und es hät­te alles so schön sein kön­nen, denn prin­zi­pi­ell hat­te Gunn mit drei GUARDIANS OF THE GALA­XY-Fil­men bewie­sen, dass er es drauf hat. Und der SUPER­MAN-Film ließ dann auch hof­fen, dass es jetzt mit dem DC-Film-Uni­ver­sum berg­auf gehen könn­te, denn der wur­de all­ge­mein recht posi­tiv auf­ge­nom­men, eben­so wie David Coren­swet als der Kryp­to­nier mit der roten Bade­ho­se, auch wenn ich fand, dass es gewis­se Abzü­ge in der B‑Note gab.

Dass Gunn am Ruder (als Pro­du­zent, Regie führ­te Craig Gil­le­spie) noch kein Garant für gute Fil­me ist, zeigt SUPERGIRL.

Kommentar: Die Blu-Ray ist tot? Lang lebe die Blu-Ray!

Blu-Ray Face, Blu-Ray with a face made of drops

Ich habe noch einen Schrank vol­ler DVDs- und Blu-rays, in dem die Video-Kon­ser­ven ste­hen, die ich dort haben möch­te, weil ich mich nicht dar­auf ver­las­sen will, dass irgend­ein Strea­ming-Dienst sie mor­gen viel­leicht noch im Pro­gramm hat – wird er näm­lich nicht haben. Genau die­ses Argu­ment scheint inzwi­schen wie­der mehr Leu­te zu über­zeu­gen, denn ein bri­ti­sches Press­werk mel­det erstaun­li­che Zah­len.

Am 20. Juni 2026 wird die Blu-ray 20 Jah­re alt. Pünkt­lich zum Jubi­lä­um hat das bri­ti­sche Bran­chen­ma­ga­zin Tech­Ra­dar mit Kath Sum­mers­gill gespro­chen, Joint Group Head of Sales bei Key Pro­duc­tion Group, einem Her­stel­ler, der eigent­lich pri­mär Vinyl, Kas­set­ten und CDs fer­tigt, dane­ben aber eben auch Blu-rays und DVDs. Sum­mers­gills Aus­sa­ge zur Auf­trags­la­ge: ein Plus von über 10.000 Pro­zent bei Blu-ray-Bestel­lun­gen, ins­be­son­de­re im Bereich Blu-ray Audio, gemes­sen über die letz­ten acht bis zehn Jah­re. Für ein angeb­lich totes For­mat ist das eine ziem­lich bemer­kens­wer­te Haus­num­mer.

Belast­ba­rer als die Zah­len eines ein­zel­nen Press­werks sind die Daten der bri­ti­schen Enter­tain­ment Retail­ers Asso­cia­ti­on. Laut deren Jah­res­re­port für 2025 ist der phy­si­sche Video­markt ins­ge­samt zwar wei­ter geschrumpft, Blu-ray leg­te aber um drei Pro­zent zu, 4K-Blu-ray sogar um 19,5 Pro­zent. Best­ver­kauf­te Schei­be des Jah­res war WICKED. Steel­books und Son­der­edi­tio­nen spie­len dabei eine wach­sen­de Rol­le: Jede zehn­te 4K-Blu-ray-Ver­öf­fent­li­chung kam 2025 als Steel­book oder Spe­cial Edi­ti­on, und auf die­se Edi­tio­nen ent­fie­len 20 Pro­zent des gesam­ten 4K-Blu-ray-Umsat­zes in Groß­bri­tan­ni­en.

War­um das so ist, ist wahr­lich kein Mys­te­ri­um. Fil­me ver­schwin­den ohne Vor­war­nung aus den Strea­ming-Biblio­the­ken, wech­seln zu Kon­kur­ren­ten, bei denen man kein Abo hat, oder wer­den auch nach dem Kauf wie­der ein­kas­siert. Auf red­dit gibt es regel­mä­ßig Berich­te von Leu­ten, denen gekauf­te Fil­me bei Ama­zon Prime Video schlicht aus der Biblio­thek ver­schwun­den sind. Dazu kommt die völ­li­ge Abhän­gig­keit von der Inter­net­ver­bin­dung. Wer schon mal ver­sucht hat, einen 4K-Stream mit mäßi­ger deut­scher Band­brei­te zu schau­en und statt­des­sen ein mat­schi­ges 720p-Bild mit Buf­fe­ring-Pau­sen ser­viert bekam, weiß, wovon ich rede. Eine Schei­be im Play­er macht sol­che Pro­ble­me nicht. Und eben der zen­tra­le Punkt: Man kann zwar theo­re­tisch alle Mar­vel-Block­bus­ter bei Dis­ney+ sehen, aber nur so lan­ge, bis man das Abo kün­digt. Auf Sil­ber­schei­be kann man sie nach dem Kauf jeder­zeit aus dem Schrank zie­hen.

Sum­mers­gill zieht im Gespräch eine Par­al­le­le zum Vinyl, die auch ein­leuch­tet: Nie­mand erwar­tet, dass Schall­plat­ten oder Blu-rays das Strea­ming erset­zen, aber sie exis­tie­ren dane­ben, weil sie etwas ande­res bie­ten. Etwas, das man besitzt, anfas­sen und immer wie­der abspie­len kann, ohne dass eine Lizenz­ab­tei­lung in Bur­bank oder Seat­tle dar­über ent­schei­det, ob man das mor­gen noch darf.

Eine wich­ti­ge Rol­le spie­len dabei auch die unab­hän­gi­gen Labels, die hoch­wer­ti­ge Restau­ra­tio­nen her­aus­brin­gen und Fil­men damit über­haupt erst einen Grund geben, im Regal zu lan­den. Cri­ter­ion, Arrow Video, Kino Lor­ber, Shout Fac­to­ry und das BFI bedie­nen ein Publi­kum, das nicht unbe­dingt den nächs­ten Mar­vel-Film kon­su­mie­ren will, son­dern eine sorg­fäl­tig restau­rier­te Fas­sung eines Klas­si­kers in der best­mög­li­chen Bild- und Ton­qua­li­tät. Genau die­ses Publi­kum wächst offen­bar wie­der und das fin­de ich über­aus erfreu­lich, denn das bedeu­tet, dass wir mög­li­cher­wei­se Klas­si­ker in ver­bes­ser­ter Form bekom­men kön­nen.

Sony und LG haben sich Ende 2024 bezie­hungs­wei­se Anfang 2025 aus dem Blu-ray-Play­er-Geschäft zurück­ge­zo­gen, was als Sarg­na­gel für das For­mat gehan­delt wur­de. Ver­ba­tim und I‑O Data haben dage­gen erklärt, dass sie an der Disc fest­hal­ten. Wenn die Zah­len der ERA und die Auf­trags­la­ge bei Press­wer­ken stim­men, dann war das viel­leicht kei­ne Fehl­ent­schei­dung, son­dern Rea­li­täts­sinn. Zumin­dest ist die Lage der Blu-ray zum 20. Geburts­tag deut­lich bes­ser, als die Abge­sän­ge der letz­ten Jah­re ver­mu­ten lie­ßen. Und man bekommt nach wie vor nicht nur Play­er, son­dern auch reich­lich Medi­en; zudem wis­sen wir dass es äußerst umtrie­bi­ge chi­ne­si­sche Anbie­ter gibt, die ver­meint­lich vor­sint­flut­li­che Medi­en wie CDs oder sogar Com­pact-Cas­set­ten aus Cool­ness- und Life­style-Grün­den mit neu­en Play­ern ver­sor­gen (FiiO), ich bin sicher, dass aus der Quel­le auch qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge DVD und Blu-Ray-Abspie­ler kom­men wer­den, wenn auch nur ein wenig Nach­fra­ge besteht – und die wird bestehen.

Wie sag­te schon Mark Twa­in: »Die Berich­te über mei­nen Tod waren eine Über­trei­bung.«

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