Wizards Of The Coast hatten es bereits angekündigt, dass es neue Computerspiele rund um die DUNGEONS & DRAGON-Lizenz geben würde. Anlässlich der Gamescom in Köln wurde nun eine Katze aus dem Bag Of Holdig entlassen:
WARLOCK: DUNGEONS & DRAGONS.
Oder genauer wurde ein Gameplay-Video gezeigt, dass es das Spiel geben würde, war schon länger angedeutet worden.
Das ganze sieht aus wie ein WITCHER-artiges Game in 3rd-Person-Perspektive, bei dem Magie eine wichtige Rolle spielt (was allerdings angesichts des Titels ein wenig nach Captain Obvious klingt…).
Die Protagonistin Kaati ist eine erfahrene Waffenmeisterin, die einen Pakt schließt, der es ihr ermöglic,h Magie nutzen zu können, um gegen düstere Mächte vorzugehen. Kaati wird übrigens gesprochen von der Schauspielerin Tricia Helfer, die kennt man insbesondere durch ihre Rolle als Cylon aus der Neuauflage von BATTLESTAR GALACTICA.
Und wenn man sich das Gameplay und die Grafik so ansieht, muss man zugeben, dass das schon verteufelt (excuse the pun) gut aussieht.
WARLOCK: DUNGEONS & DRAGONS kommt vom kanadischen Entwickler Invoke Studios und soll für PC, Playstation 5 und XBox X|S irgendwann in 2027 erscheinen, einen genauen Termin gibt es noch nicht.
Anmerken sollte man noch, dass Invoke, als sie noch Tuque Games hießen, 2021 das Game DUNGEONS & DRAGONS: DARK ALLIANCE veröffentlicht haben, das sehr … durchwachsen aufgenommen wurde (um es mal vorsichtig auszudrücken).
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Ich kann es gar nicht mehr nachvollziehen, wie oft das Release des WING COMMANDER-Nachfolgers SQUADRON 42 jetzt bereits verschoben wurde. Bei SQUADRON 42 handelt es sich um das Kampagnenspiel zum Space-Open-World-Game STAR CITIZEN, an dem man jetzt nach dem erfolgreichen Kickstarter seit 12 Jahren arbeitet, ohne irgendwas Sinnvolles vorweisen zu können. Erst neulich hatten sich die Entwickler mit einem Stream, in dem haufenweise Bugs zu sehen waren, ordentlich lächerlich gemacht. Nach all den Jahren Entwicklungszeit ist das in meinen Augen ein Armutszeugnis.
Und auch SQUADRON 42, das angeblich fertig sein soll, wurde immer und immer wieder verschoben, inzwischen die vermutlich größte Vaporware der Spielegeschichte.
Zuletzt hieß es, dass SQUADRON 42 nach all den Jahren des Wartens auf jeden Fall (!!!) in 2026 erscheinen sollte. Doch auch den Termin hält Robert wieder nicht. Und die neue Ausrede aus dem aktuellen »Letter from the chairman« ist an Peinlichkeit kaum zu überbieten:
At CitizenCon 2024 we announced we would ship in 2026. Our plan was to release in Q4 around IAE. But much like the rest of the industry there is no way I want to launch my spiritual successor to Wing Commander, a game that has had twelve years of blood, sweat and tears invested into it (we started Squadron 42 development in 2014 as 2013 was opening studios, hiring people and getting the Hangar module out for Star Citizen) launching into the attention buzz saw of GTA6. While GTA6 isn’t launching on PC this November, pretty much all outlets and most content creators will be all over it, not leaving a lot of room for other coverage.
We have taken a look at the release windows at the start of 2027, and decided that Q2 provides a better time for Squadron 42 to release.
Auf der CitizenCon 2024 haben wir angekündigt, dass wir das Spiel 2026 veröffentlichen werden. Unser Plan war es, das Spiel im vierten Quartal rund um die IAE zu veröffentlichen. Aber genau wie der Rest der Branche möchte ich auf keinen Fall meinen spirituellen Nachfolger von „Wing Commander“ – ein Spiel, in das zwölf Jahre lang Blut, Schweiß und Tränen investiert wurden (wir begannen 2014 mit der Entwicklung von „Squadron 42“, während wir 2013 noch Studios eröffneten, Mitarbeiter einstellten und das „Hangar“-Modul für „Star Citizen“ herausbrachten) – mitten in den Medienrummel um „GTA 6“ auf den Markt bringen. Auch wenn „GTA 6“ diesen November nicht auf dem PC erscheint, werden sich so gut wie alle Medien und die meisten Content-Ersteller intensiv damit beschäftigen, sodass für andere Themen kaum Platz bleibt.
Wir haben uns die Veröffentlichungszeiträume zu Beginn des Jahres 2027 angesehen und entschieden, dass das zweite Quartal ein besserer Zeitpunkt für die Veröffentlichung von „Squadron 42“ ist.
Meine Güte, ist das peinlich. Als ob Redaktionen und Spieler°Innen nicht in der Lage wären, auch noch über andere Games als GTA VI zu berichten. Und es soll auch Leute geben, die interessiert GTA nicht im geringsten. Diese Ausrede für das erneute Verschieben von SQUADRON 42 ist so dermaßen billig, dass es fast schon weh tut.
Nach dem desaströsen Developer-Stream mit den unzähligen Bugs und nicht funktionierenden Systemen ist ein anderer Grund sehr viel wahrscheinlicher: SQUADRON 42 ist nach all den Jahren immer noch nicht bereit zur Auslieferung, zumindest nehme ich das stark an.
An eine jahrzehntelange Reihe von Peinlichkeiten im Zusammenhang mit STAR CITIZEN und SQUADRON 42 reiht sich somit eine weitere. Ich bin schon sehr gespannt, was im zweiten Quartal 2027 dann die nächste Ausrede sein wird, warum SQUADRON 42 erneut verschoben werden muss.
Das Headerbild dieses Artikels stammt übrigens von der offiziellen SQUADRON 42-Webseite. Da haben sie offenbar von der Ankündigung ihres Chefs noch nichts mitbekommen, ein weiteres Beispiel für die schiere Inkompetenz bei der Firma hinter dem Projekt …
Eigentlich wollte ich diesen Text unter »Gamescom« labeln, aber da trauen sich die STAR CITIZEN-Entwickler schon seit Jahren nicht mehr hin …
Logo Squadron 42 Copyright Cloud Imperium Rights LLC and Cloud Imperium Rights Ltd.
Und gleich noch ein Trailer, ebenfalls für eine Serie bei Disney+, allerdings aus einem anderen Universum. Am 20. Januar 2027 bekommen STAR WARS-Anhängerinnen ein verspätetes Weihnachtsgeschenk, nämlich die zweite Staffel um Anakin Skywalkers Padawan AHSOKA. Und folgerichtig gibt es offenbar Auftritte von Hayden Christensen.
Ebenfalls bereits ganz kurz zu sehen ist Baylan Skoll, dessen Schauspieler Ray Stevenson bei der Fangemeinde gut ankam, der aber leider verstarb und durch Rory McCann ersetzt wurde. Rosario Dawson übernimmt wieder die Titelrolle und es gibt natürlich auch ein Wiedersehen mit dem Rest der Crew aus Staffel eins.
So wie es aussieht, will der zurückgekehrte Admiral Thrawn der neuen Republik den Garaus machen. Alles andere wäre auch merkwürdig gewesen. Der Trailer sieht schon sehr nach STAR WARS aus und macht zumindest mir eine Menge Spaß.
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Aha, es war also eine Serien-Trilogie. Worüber ich rede? WANDAVISION, AGATHA ALL ALONG und VISIONQUEST sind laut dem neuen Trailer eine Trilogie. Nun bin ich noch mehr gespannt darauf, was uns in der neuen Marvel-Serie erwarten wird, die am 14. Oktober 2026 auf Disney+ startet, denn die beiden Vorgängerserien fand ich in ihrer Skurrilität ziemlich großartig – und es sieht so aus, als würden sie das hier fortführen.
Paul Bettany übernimmt erneut die Rolle von Vision. Serienschöpfer und Showrunner ist Terry Matalas, dem ich nach der letzten Staffel Picxard eine Menge zutraue, er hat auch ausführend produziert. neben Bettany spielt Ruaridh Mollica als Tommy Maximoff aka Thomas Sheperd. James Spader spricht erneut Ultron (und spielt ihn diesmal auch).
Der Trailer sieht so aus, als wäre das von der Machart ähnlich abgefahren, wie WANDAVISION und AGATHA, aber wenn das eine Trilogie ist, gehört das selbstverständlich auch so.
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Erst vor einem Monat habe ich hier über die Rückkehr von DRAGONLANCE zu Wizards of the Coast geschrieben und darüber, dass sich beim Rechteinhaber von DUNGEONS & DRAGONS und MAGIC: THE GATHERING gerade einiges zum Positiven zu wenden schien. Wer wie ich in den 1980ern und frühen 1990ern D&D gespielt hat, verfolgt so etwas mit einem gewissen Wohlwollen. Jetzt kommt allerdings eine Meldung, die deutlich weniger nach Aufbruch klingt: Der Präsident des Verlags nimmt seinen Hut.
John Hight tritt zum 1. September 2026 als Präsident von Wizards of the Coast zurück, nach gut zwei Jahren im Amt. Bekannt wurde das über eine Anmeldung bei der US-Börsenaufsicht, wenige Tage vor der Gen Con 2026 und der D&D Vision Keynote, die für den 30. Juli angesetzt ist. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert und eher unerwartet, denn der Rücktritt folgt kurz auf ausgesprochen gute Quartalszahlen: MAGIC: THE GATHERING und DUNGEONS & DRAGONS liefen zuletzt hervorragend, für MTG wurden sogar Rekordumsätze gemeldet.
Parallel dazu hatte Hasbro allerdings eine Wertberichtigung von rund 56 Millionen US-Dollar auf sein Videospielportfolio verbucht (die Redaktion von TheGamer nannte abweichend 58 Millionen), nachdem mehrere geplante Spiele gestrichen worden waren. Hier setzen Spekulationen an, denn Hight kam aus der Videospielbranche. Rund zwölf Jahre arbeitete er bei Blizzard, zuletzt als General Manager der WARCRAFT-Reihe, bevor er 2024 zu WotC wechselte. Seine Berufung galt seinerzeit als Signal, dass Hasbro stärker ins digitale Geschäft einsteigen wolle.
In der offiziellen Mitteilung heißt es lediglich, Hight werde andere kreative und berufliche Möglichkeiten verfolgen, für die er sich begeistere. Auf einen Zusammenhang zwischen Wertberichtigung und Rücktritt wollte man sich bei Hasbro ausdrücklich nicht festnageln lassen. Gegenüber PC Gamer erklärte der Konzern:
The $56 million impairment and John Hight’s departure are in no way connected. Any implication that the two are connected is inaccurate.
Die Wertberichtigung über 56 Millionen Dollar und der Abgang von John Hight stehen in keinerlei Zusammenhang. Jede Andeutung, dass beides miteinander zu tun habe, ist unzutreffend.
Man kann von solchen Dementis halten, was man möchte, auffällig ist, dass der Posten bei Wizards of the Coast zuletzt nicht sonderlich stabil besetzt war. Chris Cocks führte den Verlag von 2016 bis 2022 und sitzt inzwischen im Chefsessel bei Hasbro (ist also eher die Karriereleiter hochgefallen). Ihm folgte Cynthia Williams, die nach rund zwei Jahren im April 2024 ging. Hight übernahm im Sommer 2024 und ist nach ebenfalls gut zwei Jahren schon wieder weg. Die Fluktuation an der Stelle ist schwer zu übersehen.
Dazu kommt, dass es intern zuletzt angeblich nicht spannungsfrei zuging. Geeknative berichtet, die Entwickler°Innen von MAGIC: THE GATHERING – ARENA hätten im Juni die Gewerkschaft United Wizards of the Coast gegründet (dazu gibt es bislang allerdings nur eine einzelne Quelle). An den Tabletop-Marken selbst soll sich derweil nichts ändern. Hasbro gibt sich betont gelassen, das Kerngeschäft sei unberührt, und die für 2027 geplanten Videospiele EXODUS und WARLOCK stünden weiterhin auf dem Plan. Nach dem 1. September bleibt Hight dem Verlag zudem in beratender Funktion erhalten.
Für Rollenspieler°Innen und Magic-Spieler°Innen ist die Personalie an der Spitze am Ende weniger interessant als die Frage, in welche Richtung Hasbro den Verlag steuern wird. Die vergangenen Jahre haben mit der OGL-Posse und einigen anderen fragwürdigen Entscheidungen gezeigt, dass gute Quartalszahlen und ein guter Umgang mit der Community zwei völlig verschiedene Dinge sind – und dass mit dieser Community nicht zu spaßen ist. Ob die Rückkehr von Weis, Hickman und DRAGONLANCE für den ersten Punkt steht oder der neuerliche Präsidentenwechsel für den zweiten, wird sich zeigen. Bei der D&D Vision Keynote am 30. Juli dürften zumindest die Produktpläne konkreter werden.
Es ist viel die Rede von Superhero-Fatigue. Gemeint ist damit, dass die Leute Superhelden-Filme leid sind. Meiner Ansicht nach ist das ein Buzzword – und ein falsches. Tatsächlich gibt es kein Superhero-Fatigue, sondern nur Bad Movie-Fatigue. Denn Marvel hatte zwischendurch bekanntermaßen geschludert und Filme ins Kino gelassen, die zu wünschen übrig ließen. Zusätzlich brachten sie Dinge ins Streaming, bei denen man sich fragen musste, was sie bei Marvel rauchen, beispielsweise das KI-verseuchte SECRET INVASION mit seinen hundsmiserablen Drehbüchern, oder kürzlich das halbgare WONDER MAN, das man höchstens als skurriles Experiment gelten lassen könnte, wäre man wohlwollend.
Zwischendurch dann aber immer wieder auch Highlights wie DEADPOOL & WOLVERINE, THUNDERBOLTS oder FANTASTIC FOUR. Oder im Streaming LOKI und AGATHA.
Wirft man nun einen Blick auf SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY, dann muss man konstatieren, dass das drastische Zurücknehmen der Schlagzahl eine ausgesprochen gute Idee war, wenn das zu Filmen wie diesem führt. Andererseits standen Sony und Columbia Pictures gefühlt bei der Kinopräsentation im Vordergrund und weniger Marvel. Vielleicht war auch das gut – und es fällt einem wieder ein, dass Disney große Teile des Marvel Studios Kreativteams gefeuert hat. Zu dem Zeitpunkt war allerdings dieser Film bereits weitestgehend fertig gestellt.
Die letzten JUMANJI-Filme THE NEXT LEVEL und WELCOME TO THE JUNGLE waren ja nicht nur Überraschungserfolge, sondern innerhalb ihres Videospiel-Kontexts auch überraschend witzig und ziemlich unterhaltsam. Das lag unter anderem an der grandiosen Besetzung mit Dwayne »The Rock« Johnson, Kevin Hart, Jack Black und Karen Gillan, aber eben auch daran, dass man sich ausgiebig über Videospiel-Tropes lustig machen konnte.
Wenn man sich den Trailer so ansieht, dann wird das Prinzip diesmal gedreht, denn es sieht so aus, als kämen die Videospielfiguren in unsere Welt. Da sehe ich ebenfalls jede Menge Potential für Gags.
Regie führt wieder Jake Kasdan, geschrieben haben er, Jeff Pinkner und Scott Rosenberg.
Deutschlandstart von JUMANJI – OPEN WORLD ist voraussichtlich am 25. Dezember 2026, da ich nicht davon ausgehe, dass sie einen Kinostart auf den heiligen Abend legen werden (haben da überhaupt Kinos geöffnet?).
englisch:
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deutsch:
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CHILDREN OF BLOOD AND BONE ist ein young adult Fantasy-Roman aus dem Jahr 2018 von der nigerianisch-stämmigen US-amerikanischen Autorin Tomi Adeyemi. Es handelt sich um das erste Buch aus der »Legacy of Orïsha«-Trilogie. Das ganze handelt in einer Fantasywelt, die durch westafrikanische Mythologie und der Kultur und Sprache der Yoruba inspiriert wurde. Der Roman handelt im fiktionalen Land Orïsha, das in einem präkolonialen Nigeria existiert und dreht sich um magische und nichtmagische Charaktere.
Die Filmrechte wurden ursprünglich von Fox gekauft, Fox 2000 wurde allerdings nach der Übernahme durch Disney aufgelöst und das Projekt ging an LucasFilm. Auch daraus wurde allerdings nichts, denn Kathleen Kennedy wollte sich auf eigene Marken konzentrieren, die Rechte wurden wieder frei. 2022 kaufte Paramount diese und setzte den Film auch tatsächlich um. Adeyemi schrieb das Drehbuch und wurde auch als ausführende Produzentin genannt.
Zuletzt wurde allerdings bekannt, dass die Autorin sich vom Projekt distanziert hat und nichts mehr damit zu tun haben möchte. Vermutlich gab es das, was man in der Branche gern leicht euphemistisch »kreative Differenzen« nennt.
Abgesehen von diesen Querelen sieht der Trailer für mich sehr interessant aus.
CHILDREN OF BLOOD AND BONE soll im Januar 2027 in die Kinos kommen.
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Dass man beim Bastei-Verlag insbesondere im Bereich der Heftromane in der Vergangenheit auch gern auf (billigen) Sexismus gesetzt hat, um die Verkäufe anzukurbeln, ist nichts Neues. Beispiele gibt es viele, beispielsweise die barbusige Druuna bei MADDRAX, hier sollen vermutlich gewissen Zielgruppen angesprochen werden, vielleicht Pubertierende oder Lustgreise.
Nun hätte man annehmen können, dass vielleicht auch Bastei mal im 21. Jahrhundert ankommt und auf andere Werbemaßnahmen setzt. Wie schlecht muss die Lage im Verlag sein, dass man jetzt mit der angekündigten Horrorserie HORROTICA erneut offensiv auf Sexismus setzt, der wie aus der Zeit gefallen wirkt? Ist keine der Debatten der letzten Jahre bei den Verantwortlichen angekommen?
Dazu kommt, dass man es offenbar so billig haben möchte, dass die Coverillustration aus irgendeinem KI-Bildgenerator genommen wurde. Und man kann kaum besser demonstrieren, dass es hier ausschließlich um den schnellen Euro geht, als durch die Nutzung von KI-Covern, denn die signalisieren einer Zielgruppe sehr deutlich »für euch reichts!«, auch wenn die das vermutlich nicht mal bemerken wird.
Als ich die Ankündigung gesehen habe, war ich ehrlich gesagt fassungslos und ich frage mich ernsthaft, was die Verantwortlichen bei Bastei geritten hat, mit einer derart sexistischen Nummer im Jahr 2026 aus dem Keller zu kommen? Und dann auch noch der »in your face«-Titel … Klebstoff geschnüffelt?
Ich dachte zuerst an einen Aprilscherz, was ein Blick aufs Datum schnell widerlegte. Dann dachte ich, es handel sich bei »Bastei Abenteuerlust« auf Facebook und instagram vielleicht um eine Fanseite, auf der irgendwer schnell ein Fake-Cover zusammengeklatscht hatte. Zumal auf der Facebook-Seite jegliche vorgeschriebenen rechtlichen Angaben, wie ein Link auf ein Impressum fehlen, sie allerdings auf der offiziellen Webseite des Verlag im Footer verlinkt wird, weswegen ich davon ausgehe, dass die beiden Social Media-Präsenzen tatsächlich vom Verlag betrieben werden.
Alles in allem kann ich ob so viel Unprofessionalität im Web und des Setzens auf völlig unzeitgemäßen Sexismus nur den Kopf schütteln. Sexismus wird nicht moderner oder akzeptabler, nur weil man ihn durch KIs erstellen lässt.
Vielleicht sollte man den Verantwortlichen bei Bastei mal erläutern, dass es das wöchentliche Heftroman-Cover nicht mehr braucht, um sich aufzugeilen, es existiert dieses ominöse »Internet«.
[Edit] Nachtrag: Dabei haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, ob der Inhalt vielleicht auch KI-generiert sein wird. Dass auf Bastei-Romanen keine Autor°Innennamen stehen, ist nichts Neues, aber heutzutage und in diesem Kontext fällt das doppelt auf.
Zu sagen, William Gibsons NEUROMANCER sei ein Klassiker, untertreibt wohl, denn der Roman hat ein ganzes neues Genre definiert, das bis heute hochaktuell ist: CYBERPUNK (und angesichts der Entwicklungen mit korrupter Politik, die Konzernen hörig ist, oder wenn Konzerne gleich die Gesetze schreiben, angesichts von US-Techbros und angesichts der KI-Entwicklungen ist das Genre nicht nur aktuell, sondern holt uns gerade ein).
Apple TV hat eine Fernsehserie daraus machen lassen und dazu gibt es nun den ersten Trailer. Ich kann inhaltlich ehrlich nicht viel dazu sagen, denn es ist fast 40 Jahre her, dass ich den Roman gelesen habe. Vielleicht sollte ich ihn mir nochmal vornehmen. Aber vielleicht erst nachdem ich die Serie gesehen habe…
Die Show ist von Graham Roland and J. D. Dillard, wobei ersterer als Showrunner agiert und letzterer bei den ersten drei Episoden Regie geführt hat. Es spielen Callum Turner als Case, Briana Middleton als Molly, Joseph Lee als Hideo, Mark Strong als Armitage, Clémence Poésy as Marie-France Tessier, Peter Sarsgaard as John Ashpool, Emma Laird as Linda Lee und andere.
NEUROMANCER startet am 22. Januar 2027 bei Apple TV+.
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