BLADE RUNNER 2099 ist eine Miniserie, die Amazon hat produzieren lassen. Showrunnerin ist Silka Luisa (HALO TV), die hat hauch die Story geschrieben, und der dritte Teil des BLADE RUNNER-Franchise handelt, wie der Titel bereits sagt, 50 Jahre nach dem zweiten Film. Michelle Yeoh spielt eine Replikanten-Blade Runnerin kurz vor dem Ende ihres Lebenszyklusses und Hunter Schafer ist ihre Partnerin, ein Mensch der vorgibt, eine Replikantin zu sein.
Ridley Scott ist einer in einer schier endlosen Reihe von ausführenden Produzenten (»viele Köche …«).
Der Teaser hat mich noch nicht so richtig überzeugt. Es wirkt auf mich irgendwie bemüht, wie man auf der einen Seite versucht, das BLADE RUNNER-Look & Feel zu kopieren, es aber mit den sinnlosen anamorphischen Lensflares gleich wieder versaut. Aber es gilt wie immer die Binsenweisheit, dass man von einem Trailer nicht auf das fertige Produkt schließen darf.
Starttermin von BLADE RUNNER 2099 soll der 25. November 2026 sein, zumindest wenn man Amazon Prime Video abonniert hat.
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Verschiedene Quellen im Netz berichten: Atari hat gemeinsam mit der Produktionsfirma Entertainment 360 einen Deal mit Universal Pictures geschlossen, der dem Studio die Filmrechte an zehn Marken sichert: ASTEROIDS, ADVENTURE, BERZERK, BREAKOUT, CENTIPEDE, CRYSTAL CASTLES, MILLIPEDE, MISSILE COMMAND, PONG und YARS’ REVENGE.
Ein Drehbuch von Matt Reilly und Carl Hampe hat Universal bereits gekauft. Produzieren wird Guymon Casady von Entertainment 360, die beiden Autoren sind ebenfalls als Produzenten an Bord. Welches der zehn Spiele die Vorlage liefert, darüber sagt Universal nichts. Ob mehrere Marken am Ende in einem gemeinsamen Filmuniversum zusammenlaufen sollen, ebenso wenig. Angepeilt werden großformatige Action-Adventure-Filme.
Guymon Casidy von Entertainment 360 sagte:
The best Atari games dropped you into a world and let your imagination do the rest. Carl and Matt saw an opportunity to take that same spirit and build an original, large-scale adventure around it. From the moment we read the screenplay, we believed there was a great movie here.
Die besten Atari-Spiele warfen Dich in eine Welt und überließen den Rest der Fantasie. Carl und Matt sahen die Möglichkeit, in demselben Geist ein originelles, großformatiges Abenteuer zu bauen. Wir haben das Drehbuch gelesen und waren sofort sicher, dass wir einen großartiger Film vor uns hatten.
Atari-Chef Wade Rosen sagte dazu:
For more than five decades, Atari has created games and worlds that have remained part of popular culture long after their original release. We are excited to work with Universal and Entertainment 360 to bring the spirit of our iconic brand and games to a new medium.
Seit mehr als fünf Jahrzehnten hat Atari Spiele und Welten geschaffen, die noch lange nach ihrer Veröffentlichung Teil der Popkultur geblieben sind. Wir freuen uns darauf, mit Universal und Entertainment 360 den Geist unserer Marke und unserer Spiele in ein neues Medium zu bringen.
(Wobei man anmerken muss, dass das heutige Atari und die verantwortlichen Figuren im Prinzip nichts mehr mit der von Nolan Bushnell gegründeten Firma zu tun haben, sondern nur den Namen und manche Rechte halten.)
Der erste Versuch ist das nicht. Universal hatte sich schon 2009 die Rechte an einer ASTEROIDS-Verfilmung gesichert, ins Kino kam allerdings nichts.
Dass die Studios derzeit Spielelizenzen einsammeln, hat mit den Einspielergebnissen der MARIO‑, SONIC- und MINECRAFT-Filme zu tun. Bei denen gab es allerdings Figuren, Namen und eine erzählbare Welt, bei den Atari-Titeln gibt es Spielprinzipien mit Minimalstgrafik. Aus ASTEROIDS, BERZERK oder MISSILE COMMAND lässt sich mit kreativer Drehbucharbeit sicher etwas bauen, bei PONG habe ich so meine Zweifel.
Ob aus der Ankündigung mehr werden wird, oder ob die Ideen zerplatzen wie Asteroiden in ASTEROIDS muss die Zukunft zeigen. Und wer soll da die Zielgruppe sein? Alte Säcke wie ich, die in den 1970ern diese Spiele auf einem 2600 oder in der Spielhalle gespielt haben?
Bild Atari 2600 von Retro Gaming Banter, aus der Wikipedia, CC BY
In nur knapp einer Woche ist es so weit: Ein Film aus dem deutlich rarer gewordenen Marvel Cinematic Universe kommt in die Lichtspielhäuser. Erneut übernimmt Tom Holland die Rolle des freundlichen Netzschwingers aus der Nachbarschaft und dass der in Wirklichkeit Peter Parker heißt, daran kann sich niemand mehr erinnern. Warum, wissen Spidey-Anhängerinnen aus dem letzten Film.
Und natürlich ist es abzusehen, dass er seine Geheimidentität nicht wirklich lange verbergen kann – zumindest vor gewissen Personen.
Regie füht Destin Daniel Cretton??? (SHANG-SHI, NARUTO) nach einem Drehbuch von Chris McKenna & Erik Sommers. Neben Holland spielen u.a. ??Zendaya, ??Sadie Sink, ??Jacob Batalon, ??Jon Bernthal, ??Tramell Tillman, ??Michael Mando uand Mark Ruffalo.
Deutschlandstart ist am kommenden Mittwoch, also dem 29.07.2026.
englisch:
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deutsch:
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Schau an, da hat Marvel dann doch endlich mal einen Trailer zu AVENGERS DOOMSDAY spendiert, auch wenn das natürlich nur mäßig überraschend kommt, da bereits angekündigt. Nach einigen Rückschlägen und angeblicher Superhero-Fatigue (die eigentlich eher eine Fatigue wegen schlechter Filme war) hatte man ja beim Comicladen und bei Disney die Schlagzahl deutlich zurückgenommen, so dass man nicht mehr jeden Monat mit einem neuen Streifen oder einer weiteren Streamingserie vollgeballert wurde.
Regie führen erneut die Russo-Brothers, die schon für INFINITY WAR und ENDGAME verantwortlich zeichneten. Ich gehe mal davon aus, dass wir es auch hier möglicherweise wieder mit einem Zweiteiler zu tun bekommen werden, da ja auch die Comic-Vorlage recht … ausladend ist.
In Sachen Schauspielende gibt es natürlich ein Wiedersehen mit den alten Bekannten aus dem MCU, allerdings sind jetzt auch die FoX-Mutanten mit an Bord. Die Casting-Liste ist deswegen … illuster.
Der deutsche Kinostart steht noch nicht offiziell fest, ich würde vermuten, dass AVENGERS: DOOMSDAY ab dem 16. Dezember 2026 in unseren Lichtspielhäusern zu sehen sein wird (was auch der Text unter dem deutschen Trailer bestätigt).
englisch:
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deutsch:
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Gestern berichtete ich hier über die Klage von zwölf US-Bundesstaaten gegen die Fusion von Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery. Nun hat die US-Autorengewerkschaft WGA ebenfalls Klage eingereicht.
Writers Guild of America East und West gingen am 14. Juli 2026 gemeinsam vor Gericht. Sie sehen in der Fusion einen Verstoß gegen das US-Kartellrecht und machen konkrete Schäden für die eigene Berufsgruppe geltend: Der fusionierte Konzern wäre der mit Abstand größte Arbeitgeber für Autor°Innen und wäre motiviert, hätte die Mittel und vor allem dann auch die Marktmacht, Honorare zu drücken und weniger zu produzieren, entgegen aller Produktionszusagen. Weniger Aufträge, schlechtere Bezahlung, und Studios, die eher auf risikoarme Projekte setzen als auf originelle Stoffe. Paramount behauptet natürlich das Gegenteil, man wolle den Autor°Innen mehr Möglichkeiten geben, nicht weniger. In meinen Augen wenig glaubwürdig, denn die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, wie diese Spielchen in Hollywood gespielt werden; wir erinnern uns an die monatelangen Streiks in Tinseltown.
Mit der zweiten Klage binnen weniger Tage wächst der Druck auf den Deal. Spannend wird zu sehen, ob sich den Bundesstaaten und der WGA noch weitere Akteure anschließen werden.
Logo Paramount Copyright Paramount, Logo Warner Bros. Discovery Copyright Warner Bros. Discovery
UNUSUAL FINDINGS ist ein Point & Click-Adventure, das aussieht wie eine Mischung aus MONKEY ISLAND, ZAK MCKRAKEN und STRANGER THINGS. Ich habe es schon länger auf dem Schirm und muss es mir jetzt wohl mal genauer ansehen. Publisher ESDigital Games und Entwickler Epic Llama Games haben dafür gerade ein Update namens VINNY’S DIARY veröffentlicht.
Das Update ist kostenlos und ab sofort auf allen Plattformen verfügbar, also PC via Steam und Epic Games Store sowie PlayStation, Xbox und Nintendo Switch. Begleitend gibt es einen neuen Trailer, der die Neuerungen zeigt.
Der namensgebende Teil ist Vinnys Tagebuch, über das zusätzliches Hintergrundmaterial zur Spielwelt ins Spiel kommt und über das man sich beim Rätsellösen helfen lassen kann. Die Hilfen sind erweitert worden, wer feststeckt, kommt also leichter weiter. Dazu kommt eine überarbeitete Steuerung, die laut Publisher von der Community gewünscht wurde, eine Reihe von Bugfixes und allgemeine Quality Of Life-Verbesserungen. Ergänzt wird das durch eine Übersetzung in traditionelles Chinesisch und die letzte Runde der Namen von Kickstarter-Unterstützer°Innen, die damit vollständig im Spiel gelistet werden.
Bemerkenswert finde ich vor allem zwei Punkte. Zum einen ist das Ganze kostenlos, statt in Häppchen als DLC verkauft zu werden. Zum anderen hat der Entwickler bei einem Spiel, das seit Jahren draußen ist, nochmal die Steuerung angefasst, weil die Spieler°Innen sich das gewünscht hatten. Beides ist keine Selbstverständlichkeit und lobenswert.
Ich werde mir das Spiel jetzt endlich mal ansehen. Falls sich daraus eine Rezension ergibt, lest ihr sie selbstverständlich hier.
Quelle: Pressemitteilung ESDigital Games
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Vor knapp zwei Wochen schrieb ich über Robert Picardo und die Absetzung von STARFLEET ACADEMY. Picardo machte die neuen Eigentümer von Paramount für die schlechten Quoten verantwortlich: keine Werbung, keine Platzierung im Menü, deswegen zu wenig Zuschauer°Innen. Genau diese Eigentümer wollen sich nun auch noch Warner Bros. Discovery einverleiben. Dagegen wird jetzt geklagt, allerdings nicht aus Washington, sondern aus Kalifornien.
Zwölf US-Bundesstaaten unter Führung Kaliforniens haben am 13. Juli 2026 Klage gegen Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery eingereicht, um die 111 Milliarden Dollar schwere Fusion zu stoppen. Verhandelt wird vor dem Bezirksgericht für den nördlichen Distrikt Kaliforniens. Der kalifornische Justizminister Rob Bonta erklärt, die Fusion führe zu höheren Preisen, schlechterer Qualität und weniger Inhalten bei Film und Fernsehen, zu Lasten von Kinos, Kabeldistributoren und am Ende des Publikums. Sollten die Konzerne nicht bis zum Abschluss des Verfahrens stillhalten, soll ein Antrag auf einstweilige Verfügung folgen.
Wir erinnern uns: Ursprünglich wollte Netflix das Streaming- und Studiogeschäft von Warner kaufen. Paramount kam mit einem feindlichen Übernahmeangebot dazwischen und setzte sich durch, unterstützt durch die Trump-Regierung. Das Justizministerium genehmigte die Fusion am 12. Juni, angeblich zur Überraschung der eigenen Juristen, die die Prüfung geleitet hatten und eher zu einer Klage tendierten. Paramount-Chef David Ellison soll Regierungsvertretern zugesagt haben, beim zu Warner gehörenden CNN größere Änderungen vorzunehmen, denn das ist den Trumpisten zu kritisch. Und die Skydance-Übernahme von Paramount wurde seinerzeit erst freigegeben, nachdem der Konzern zugesagt hatte, bei CBS einen Aufpasser zu installieren, der die Berichterstattung auf angebliche politische Schlagseite hin überwachen soll, sowie einem Vergleich über 16 Millionen Dollar mit Trump wegen eines angeblich manipulativ geschnittenen Interviews bei 60 MINUTES. Paramount und die FCC bestreiten jeden Zusammenhang. Natürlich tun sie das.
Inhaltlich stützt sich die Klage auf den Clayton Act, ein US-Kartellgesetz von 1914, das Zusammenschlüsse untersagt, deren Wirkung darin bestehen kann, den Wettbewerb wesentlich zu verringern oder ein Monopol zu begünstigen. Von fünf großen Filmverleihern würden nach der Fusion nur noch vier übrig bleiben, die über 85 Prozent aller breit gestarteten US-Kinofilme kontrollieren, im Kabelbereich blieben zwei übrig, das fusionierte Unternehmen und Disney, mit zusammen 59 Prozent (die Zahlen stammen aus der Klageschrift). Das Versprechen der Konzerne, jährlich mindestens 30 Filme zu veröffentlichen, halten die Staaten für eine leere Zusage, weil rechtlich nicht durchsetzbar.
Paramount erklärte gegenüber Deadline, man sehe keinerlei kartellrechtliche Probleme, schließlich hätten Dutzende Behörden weltweit die Transaktion durchgewunken. Das US-Wirtschaftsportal Semafor berichtete zudem, der Konzern erwäge, seinen Firmensitz aus Kalifornien wegzuverlegen. Von der Sorte Trotzreaktion darf man wohl noch mehr erwarte und ich gehe zudem davon aus, dass sich der orangefarbene Troll ebenfalls zu Wort melden wird.
Für uns Phantastik-Fans geht es dabei nicht um abstraktes Kartellrecht, sondern um die Studios beispielsweise hinter STAR TREK, DC, HARRY POTTER und DUNE sowie um die Zusammenlegung von Paramount+ und HBO Max. Wer sehen will, wie Ellison mit geerbten Inhalten umgeht, muss nur in Richtung STAR TREK schauen. Dazu kommt, dass auch Warner Bros. sich immer wieder durch äußerst zweifelhafte Aktionen in Richtung der Fans und Communities auszeichnete und in der Hinsicht keinen guten Ruf hat. Wenn sich die Chefetagen der beiden Studios zusammentun, dürfte das diese Situation nicht verbessern.
Ob zwölf Bundesstaaten ein von der Bundesregierung durchgewunkenes Milliardengeschäft aufhalten können, ist offen.
Es bleibt spannend.
Logo Paramount Copyright Paramount, Logo Warner Bros. Discovery Copyright Warner Bros. Discovery
Die virtuellen Spatzen pfeifen es von allen Netzdächern: Netflix hat Probleme. Zum einen melden gerade diverse Medien, die alle voneinander abschreiben (was ich hier streng genommen ebenfalls tue), dass sich kaum noch jemand zweite Staffeln von Serien ansieht. Beispielsweise geht offenbar gerade Season zwei von AVATAR – THE LAST AIRBENDER unter.
Das nächste Problem ist, dass Netflix offenbar die Abonnentinnen in Scharen weglaufen, das haben »Quellen« zumindest gegenüber dem Wall Street Journal gesagt.
Tja. Irgendwann sind die Zuschauerinnen halt nicht mehr gewillt, die Preiserhöhungen mitzumachen. Und die vergleichsweise langen Zeiträume, die zwischen den Staffeln vergehen, lassen möglicherweise das Interesse einfach schwinden. Dazu kommt, dass man die Zielgruppe darauf trainiert hat, sich Serien sofort am Stück ansehen zu können, das berühmte »Bingen«, und wenn man dann die Nutzer°Innen durch das Aufteilen der Inhalte dazu nötigen möchte, länger zu abonnieren, dann könnte es sein, dass denen das auffällt.
Ich selbst habe mein Netflix-Abo über Jahre durchlaufen lassen, es gab halt immer irgendwas zu sehen, unter anderem eben auch diverse STAR TREK-Serien. Im vergangenen Jahr hatte ich nach den letzten frechen Preiserhöhungen die Faxen aber dicke und habe gekündigt; nicht ausschließlich wegen des Preises, sondern auch weil Inhalte, die mich interessierten immer seltener wurden (weil die Anbieter die lieber auf ihren eigenen Diensten zeigen wollten). WEDNESDAY und STRANGER THINGS habe ich mir erst angesehen, als alles komplett vorhanden war und dann auch nur für einen Monat gezahlt. Seitdem nicht mehr, denn mich hat auch nichts bei Netflix wirklich interessiert. Die erste Staffel von AVATAR war zwar ganz nett. Aber eben nur das.
Die Goldgräberzeit des Streaming ist vorbei. Der Versuch, den Zuschauer°Innen zwanzig kostenpflichtige Dienste aufzudrücken, wenn man alles sehen wollte, war zum Scheitern verurteilt, auch wenn das die Nieten in Nadelstreifen mit Dollarzeichen in den Augen in den Studios nicht sehen wollten. Nebeneffekt: Das illegale Herunterladen von Inhalten hat wieder zugenommen, nachdem es zu Beginn der Streaming-Ära, als man alles für kleines Geld bekommen konnte, eingebrochen war.
Netflix hat jetzt zwei Pläne: Zum einen wollen sie Inhalte Dritter bündeln, man soll also Amazon Video-artig auch Content anderer Anbieter sehen können. Ich finde das nicht sonderlich originell, denn das gab es auch bereits in der Vergangenheit. Zudem müssten diese Anbieter dabei aber auch mitspielen. Die wollen allerdings lieber selbst Geld verdienen.
Zum anderen wollen sie dem Vernehmen nach ernsthaft einen linearen Dienst anbieten, ähnlich wie PlutoTV, der die Nutzer°Innen dann wieder zwingen würde, Sendungen zu bestimmten Uhrzeiten zu schauen. Wie bitte?
Und wir Dummerchen hatten gedacht, dass lineares Fernsehen was mittelalterliches ist, das nur noch Boomer nutzen …
Am Ende zeigt das wieder einmal, dass man als Nutzer°In eben doch Macht hat und dass man mit den Füßen abstimmen kann. Und das sollten wir alle vielleicht viel öfter tun, nicht nur bei Streamingdiensten.
From the founding of our company over 50 years ago, Chaosium has always championed human creativity. The vision of design and creation set by Greg Stafford in 1975 continues to this day.
Chaosium does not use AI in our projects.
Unfortunately, like our friends at Evil Hat recently discovered, Adobe has implemented a new feature that creates AI-generated descriptions of images. Adobe quietly inserted these AI descriptions into our new Time Without Tide Quickstart without our knowledge or consent. Being AI, these descriptions contained various errors.
We have now disabled this feature on Adobe, and uploaded a new version of the quickstart rules to the Time Without Tide Backerkit page.
We regret this happened, and invite you to please download the new version of the Time Without Tide Quickstart.
Übersetzung:
Seit der Gründung unseres Unternehmens vor über 50 Jahren hat sich Chaosium stets für die menschliche Kreativität eingesetzt. Die Vision von Design und Kreativität, die Greg Stafford 1975 ins Leben gerufen hat, besteht bis heute fort.
Chaosium setzt in seinen Projekten keine KI ein.
Leider hat Adobe, wie unsere Freunde bei Evil Hat kürzlich festgestellt haben, eine neue Funktion implementiert, die KI-generierte Beschreibungen von Bildern erstellt. Adobe hat diese KI-Beschreibungen stillschweigend und ohne unser Wissen oder unsere Zustimmung in unseren neuen „Time Without Tide“-Schnellstart eingefügt. Da sie von einer KI erstellt wurden, enthielten diese Beschreibungen verschiedene Fehler.
Wir haben diese Funktion bei Adobe nun deaktiviert und eine neue Version der Schnellstart-Regeln auf die „Time Without Tide“-Backerkit-Seite hochgeladen.
Wir bedauern diesen Vorfall und laden euch ein, die neue Version des „Time Without Tide“-Schnellstarts herunterzuladen.
Damit fällt Adobe zum wiederholten Mal mit solchen KI-Sperenzchen auf, und wieder mal hat Adobe das den Kunden nicht mitgeteilt. Die lernen es auch nicht mehr.
Den kostenlosen Quickstart zum Spiel TIME WITHOUT TIDE, einem Setting in einer Art viktorianischer Postapokalypse kann man auf der Projektseite herunter laden (dafür muss man sich allerdings bei Backerkit registrieren). Jetzt ohne Adobes Possen. Offenbar soll demnächst ein Crowdfunding folgen.
Ich glaube, dass wir mit all dem KI-Slop noch eine Menge »Freude« bekommen werden. Holt Popcorn.
Am Wochenende wurde ich auf ein Video des Synchronsprechers Sven Plate aufmerksam, der auf einen Film namens DEADLY PATIENT (Originaltitel: INTENSIVE CARE, 2018) bei Amazon Video hinwies, der offensichtlich nicht nur KI-übersetzt, sondern auch noch KI-synchronisiert worden war.
Ich habe mir das sofort mal angesehen, bzw. ‑gehört und was man da vorgesetzt bekam war schon ein starkes Stück, insbesondere da Amazon einen auch noch zwang, sich sagenhafte zwei Minuten Werbung anzusehen (der Grund, warum ich auf Prime Video nichts mehr schaue und mich der Sammelklage angeschlossen habe). Die Darbietung war dermaßen platt und emotionsfrei, das war an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Und auch manche Formulierungen ließen nicht nur vermuten, dass KI bei der Übersetzung herumgepfuscht hatte, das war eindeutig. Als ich mir das ansah hatten sich bei dem Film – vermutlich nach nach Plates Aufruf – bereits eine enorme Menge negativer Rezensionen angesammelt.
Erst wurde vermutet, Amazon selbst sei für die KI-Katastrophe verantwortlich, dem Vernehmen nach war dem allerdings nicht so. Amazon sagte in einer Stellungnahme, dass die Synchro nicht von ihnen stamme. Vermutlich hat DEADLY PATIENT seinen Weg über »Prime Video Direct« auf die Plattform gefunden, über die Drittanbieter Filme in Amazons Katalog veröffentlichen können. Gegenüber dwdl sagte ein Amazon-Sprecher: »Die deutsche Synchronisation des Films ‘Deadly Patient – Tödlicher Patient’ entsprach nicht den Qualitätsstandards von Prime Video. Der Film ist vorerst nicht mehr bei Prime Video verfügbar.«
Auch wenn der Film rasch verschwand: Das Problem bleibt, denn auch Netflix hatte sich bereits mit KI-generierten Animé-Übersetzungen in die Nesseln gesetzt und ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft Anbieter mit Dollarzeichen in den Augen versuchen werden, uns so etwas unterzujubeln, um möglichst billig übersetzte Versionen an den Start zu bringen, für die man keine Sprecher°Innen bezahlen muss. Umso wichtiger, dann sofort zu zeigen, was man von so einem Dreck hält. Und auch Filmemacher°Innen sollten vielleicht genau hinsehen, den so etwas können die Beteiligten an einem Film nicht wollen und es verdirbt das Werk.
Ich weiß: Ich beklage mich regelmäßig über schlechte Synchros von US-Filmen. Dabei sind es aber in den allermeisten Fällen nicht die Sprecher°Innen, die schlechte Arbeit leisten (die machen das meist sogar sehr gut), sondern die Dialogregie mit Übersetzungen, die völlig daneben sind. Angesichts der drohenden KI-Gefahr, sollten die sich vielleicht ab sofort ein wenig mehr Mühe geben.
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