Im Vorfeld gab es schon viel Gemecker über die BBC-Serie THE WATCH nach Terry Pratchett. Den einen gefiel die Besetzung nicht, andere meckerten über die Kostüme, dritte fanden per sé alles doof. Und das alles ohne auch nur eine Sekunde der Serie gesehen zu haben.
Sehe ich mir den soeben erschienenen Trailer an, dann bin ich ziemlich guter Dinge, dass das eine äußerst kurzweilige BBC-Serie in vom Sender gewohnter Qualität werden wird. Dass die Pratchett-Interpretation offenbar etwas freier ist, muss nichts Schlechtes bedeuten.
Die Meckerer haben mal wieder die Binsenweisheit vergessen, dass man immer abwarten sollte, bis etwas tatsächlich erschienen ist. Dem Trailer nach zu urteilen ist der Mix tatsächlich ziemlich einzigartig und wirkt auch schwerst verschroben – das passt meiner Ansicht nach ziemlich perfekt zu den Werken Pratchetts, in denen unsere reale Welt an allen Ecken und Enden durchschimmerte.
THE WATCH startet im Januar in Little Britain, welcher Streamingdienst es im #neuland anbieten wird, werden wir sehen.
Eigentlich hätte der nächste Pixar-Film SOUL im November in die Kinos kommen sollen. Das passiert jetzt nicht, der Release wurde abgesagt. Stattdessen kündigt das Maus-Haus an, dass man den Animationsfilm ab Dezember auf dem Streamingkanal Disney+ wird sehen können.
Im Gegensatz zum letzten Release, der vom Kino ins Netz verschoben wurde, MULAN, werden für SOUL laut Disney keine zusätzlichen Kosten anfallen. Für MULAN musste man 30 Euro berappen. Zum einen fanden die Kunden das wohl zu teuer und zum anderen braucht Disney dringend neue Inhalte für seinen Streamingdienst, damit die Abonnenten nicht abspringen.
Disney lässt damit wie auch andere Studios die Kinobetreiber weitestgehend im Regen stehen, denn es werden haufenweise Starts verschoben, etliche davon sogar ohne neue Termine. Die ersten Kinos sind bereits geschlossen, wenn das so weiter geht, werden viele weitere folgen.
Über SOUL:
Joe Gardner ist ein Musiklehrer der Mittelstufe, der die Chance seines Lebens erhält, im besten Jazz-Club der Stadt zu spielen. Doch ein kleiner Fehltritt führt ihn von den Straßen von New York City ins »The Great Before« – ein fantastischer Ort, an dem neue Seelen ihre Persönlichkeiten, Macken und Interessen bekommen, bevor sie auf die Erde gehen. Entschlossen, in sein Leben zurückzukehren, tut sich Joe mit einer frühreifen Seele, 22, zusammen, die den Sinn der menschlichen Erfahrung nie verstanden hat. Während Joe verzweifelt versucht, 22 zu zeigen, was das Tolle am Leben ist, entdeckt er vielleicht gerade die Antworten auf einige der wichtigsten Fragen des Lebens.
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Als STAR WARS: SQUADRONS angekündigt wurde, war ich skeptisch. Das hatte verschiedene Gründe: zum einen ist Electronic Art dafür bekannt, sehr fragwürdige Aktionen im Zusammenhang mit AAA-Spielen durchzuführen, um noch mehr Geld mit Lizenztiteln zu scheffeln, beispielsweise Lootboxen im Glücksspiel-Stil oder Werbung mitten in Sportspielen. Das hatten die in der Vergangenheit so weit getrieben, dass man bei LucasFilm und Disney aufgrund des Imageschadens bereits laut darüber nachdachte, EA die STAR WARS-Lizenz zu entziehen. Außerdem war SQUADRONS als Multiplayerspiel angekündigt worden und ich hatte befürchtet, dass die Einzelspielerkampagne wie in der Vergangenheit oft erlebt nur halbherzig sein würde und angeflanscht wirkt
Ich hatte es bereits im vorangegangenen Artikel vermutet und genau so kommt es: Auch THE BATMAN mit Robert Pattinson in der Titelrolle wurde von Warner verschoben und auch in diesem Fall nicht nur um ein paar Tage.
Ursprünglich hätte die DC Comics-Verfilmung am 1. Oktober 2021 in die Kinos kommen sollen. Den Platz belegt jetzt DUNE und da sich das Studio nicht selbst mit zwei Blockbustern Konkurrenz machen will, wurde Lederlappen auf den 4. März 2022 verlegt, also ein halbes Jahr später.
Das betrifft dann wiederum den Film MINECRAFT: THE MOVIE, der eigentlich an diesem Datum hätte starten sollen und der nun keinen Termin mehr hat. Ebenfalls ohne neuen Termin verschoben wurde BLACK ADAM mit Dwayne Johnson, der sollte ursprünglich am 22. Dezember 2021 erscheinen. Das führt allerdings dazu, dass ein anderer Film vorgezogen wird: Die MATRIX-Fortsetzung von Lana Wachowski wird an dem Tag starten, statt am 22. April 2022.
Oder auch nicht.
Dem und den Kinos tut das alles gar nicht gut und es ist absehbar, dass etliche Lichtspielhäuser weltweit die Pandemie nicht überleben werden. Es stünde den Studios gut zu Gesicht, sich eine Lösung für die Kinos außerhalb der USA einfallen zu lassen, die öffnen können.
Als der Trailer zu Denis VilleneuvesDUNE-Adaption kein Datum nannte, hatte ich mir so etwas bereits gedacht: Warner Bros. haben den Releasetermin verschoben. Allerdings nicht nur um ein, zwei Monate, sondern gleich um zehn: statt am 18. Dezember 2020 soll er erst am 1. Oktober 2021 in die Kinos kommen, also satte zehn Monate später.
Grund dafür ist natürlich nach wie vor die weltweite Pandemie, auch andere Streifen ereilte ähnliche Schicksale, beispielsweise BLACK WIDOW, WONDER WOMAN oder die letzte Bond-Inkarnation NO TIME TO DIE.
Offensichtlich haben die Experimente mit Streamingauswertungen nicht funktioniert, so dass man die sauteuren Blockbuster lieber im Kinos zeigen möchte, damit die ihre Kosten wieder einspielen. Und sollte sich die Lage bessern, kann man selbstverständlich auch damit rechnen, dass sich die Termine wieder nach vorne verschieben.
Interessanterweise sollte am ersten Oktober 2021 auch THE BATMAN starten, ebenfalls ein Warner-Film. Da ich nicht glaube, dass die sich in der Form im Kino selbst Konkurrenz machen werden, gehe ich davon aus, dass auch der auf einen anderen Termin geschoben werden wird.
Es gibt einen neuen Trailer zu FREE GUY, einem Film in dem Ryan Reynolds (DEADPOOL) eine Figur in einem Open World Videospiel gibt, der sich offenbar seiner selbst bewusst wird. Der erste Trailer war noch sehr übersichtlich, im zweiten bekommt man deutlich mehr des Konzepts des Films mit, vielleicht sogar ein wenig zu viel. Dennoch sieht das nach einem großen Spaß aus.
Deutschlandstart soll am 10. Dezember 2020 sein, falls nicht verschoben wird.
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Schlechte Nachrichten für Disney+, dem nicht erst langsam der Content ausgeht: Die Marvel-Serie THE FALCON AND THE WINTER SOLDIER, in der Anthony Mackie und Sebastian Stan ihre Rollen aus den MCU-Filmen erneut aufnehmen sollten, wurde erneut verschoben. Zuletzt war sie für gegen Ende 2020 angekündigt worden, jetzt heißt es auf der zugehörigen Seite bei Disney+ nur noch »In 2021«. Ursprünglicher Termin für den Start der Show war der August 2020 gewesen.
Die Produktion war problematisch, bereits im Januar konnten Dreharbeiten aufgrund eines Erdbebens in Puerto Rico nicht stattfinden und danach schlug die Pandemie zu. Offensichtlich kommen Marvel und Disney mit notwendigen Reshoots (die wurden inzwischen wieder aufgenommen) und der Postproduktion nicht nach, was zur erneuten Verschiebung führt.
Die Luft wird damit für Disney+ immer dünner, denn die Abonnenten sind garantiert nicht willens, für uralten oder Kinderkram die monatlichen Kosten zu zahlen, auch wenn man sich beispielsweise bei Kritik auf Facebook beeilt, darauf hinzuweisen, es würden ständig neue Inhalte hinzugefügt. Das kommt auf die Definition von »neu« an. Auf Disney+ vielleicht, anderswo nicht. Und die angekündigten Blockbuster fehlen, das wird auch der Ende Oktober erscheinende MANDALORIAN nicht rausreißen können.
Mein Abo läuft noch bis März 2021 und ich werde es nach THE MANDALORIAN kündigen. Zwar habe ich Verständnis für die Situation aufgrund der Pandemie, keinerlei Verständnis habe ich allerdings dafür dass ein stinkreicher Weltkonzern wie Disney nicht in der Lage ist, neuen und interessanten Content für seinen Streamingdienst zu beschaffen, während Netflix die neuen Produktionen trotz Covid-19 raushaut, wie nix Gutes.
Microsoft ist wieder mal in Einkaufslaune und fügt seinem Spieleportfolio den Publisher ZeniMax Media hinzu. Zu dem gehört Entwickler Bethesda Softworks aber auch ID Software, erstere bekannt für THE ELDER SCROLLS oder FALLOUT, letztere für DOOM. Weiterhin gehören zu dem Deal Arkane Studios (DISHONORED), Machine Games (WOLFENSTEIN), Tango Gameworks (THE EVIL WITHIN) sowie Roundhouse Games.
Angeblich sind die angekündigten exklusiven PS5-Deals davon nicht betroffen und laut der Bethesda-Manager soll der Kauf keinen Einfluss auf das Tagesgeschäft haben und die Unternehmensstruktur soll sich laut einer Stellungnahme ebenfalls nicht ändern. Wer’s glaubt … Man darf davon ausgehen, dass Spiele in Zukunft vorrangig für XBox und PC erscheinen werden, auf der anderen Seite wird sich Microsoft das Konsolengeschäft mit PS4 und PS5 sicher auch nicht entgehen lassen wollen. Aber an erster Linie dürfte vermutlich der Wunsch stehen, zum jahrelang deutlich erfolgreicheren Konsolenkonkurrenten Sony mindestens gleichzuziehen.
Derzeit sind bei Bethesda ein Nachfolger zu SKYRIM mit dem Artbeitstitel THE ELDER SCROLLS 6 in Arbeit, sowie das SciFi-Open World-Rollenspiel STARFIELD (zu dem jegliche Details derzeit noch fehlen, es könnte aber eine Art ELDER SCROLLS im Weltall werden).
Microsoft gab für ZeniMax sagenhafte 7,5 Milliarden Dollar aus, die Übernahme soll in der zweiten Hälfte 2021 abgeschlossen sein.
Es gibt zwar immer noch keinen offziellen Starttermin für WANDAVISION auf Disney+ über »coming soon« hinaus, aber immerhin gibt es wenigstens einen neuen Trailer für die MCU-Ablegerserie.
Und wie man es von Marvel beinahe schon erwarten sollte, ist der Trailer … »schräg« ist irgendwie nicht das richtige Wort, um es zu beschreiben. Das macht natürlich sofort Spaß, insbesondere weil Marvel eben dafür bekannt ist, mit Erwartungshaltungen zu spielen.
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Buchhandel und Börsenverein wischen sich verwundert die Augen, aber irgendwie sollte es angesichts der Pandemie und ihrer Auswirkungen niemanden verwundern: Der Verkauf von eBooks hat im ersten Halbjahr 2020 deutlich zugelegt.
Laut Pressemitteilung des Börsenvereins des deutschen Buchhandels stieg der Umsatz mit eBooks um 17,8 Prozent, bei einem Absatzzuwachs von 15,3 Prozent. Das sind 18,8 Millionen verkaufte eBooks und das ist weiterhin 7,5 Prozent des gesamten Umsatzes auf dem Publikumsmarkt.
Man weist darauf hin, dass dieser Zuwach mit Einführung der Anti-Corona-Maßnahmen begonnen hat. Ich möchte mit Loriot sprechen und sagen: »Ach was?«
Im zweiten Quartal 2020 steigerten sich die Umsätze im Vergleich zum Vohrjahresquartal um fast 39%. Dieser hohe eBook-Umsatz bliebt übrigens auch stabil, als die Buchläden wieder öffnen durften. Man darf also davon ausgehen, dass etliche Leser die Vorteile des eBooks erkannt haben. Interessant aber angesichts von Lockdowns und erzwungenen Zuhause Hockens absolut nicht überraschend ist auch die Erkenntnis, dass die Leser°Innen mehr eBooks erworben haben, als vorher.
Wie kommen diese Zahlen eigentlich zustande? Konkrete Umsatzzahlen, gemeldet von Verlagen sind es nicht, insbesondere von Amazon würde der Börsenverein die Zahlen ohnehin nicht bekommen. GfK Entertainment befragt im Rahmen des »GfK Consumer Panel Media*Scope Buch« 20000 Personen die angeblich »repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab zehn Jahren« sind. Erfasst werden nur eBooks ab einen Preis von 0,49 Euro. Wie alle Statistiken und Hochrechnungen sind die Zahlen also mit etwas Vorsicht zu genießen.
Die Entwicklung war abzusehen, aber letztendlich wurde sie durch Corona nur beschleunigt. Die Vorteile von eBooks sind offensichtlich: Zoom der Seiten, schnell gedrehte Publikumsromane müllen einem nicht die Bücherregale voll, das eBook kann sofort herunter geladen und konsumiert werden, um nur ein paar zu nennen. Bei einem jahrelang genutzten eReader ist bei eBooks auch der ökologische Footprint nach kurzer Zeit, bzw. der Anzahl gelesener Bücher, deutlich besser als bei Büchern, die hergestellt und durch die Republik gekarrt werden müssen, vom Stromverbrauch und anderen Nebenfaktoren im Buchladen haben wir da noch gar nicht gesprochen.
Für Buchläden ist das natürlich eine sehr schlechte Nachricht: Leser wandern vom Printbuch ab zum eBook und scheinen auch nicht zurück zu kommen. Die Digitalisierung schreitet fort und eine Branche schaut zu, ohne echte Konzepte zu entwickeln, wie man die lokalen Händler daran beteiligen könnte. Und ich möchte an dieser Stelle auch nochmal an die Wort von Ruprecht Frieling erinnern:
… letztlich sind nur Autoren und Leser für den Buchmarkt unentbehrlich. Es geht, wenngleich es für Kulturbeflissene ein Gräuel ist, auch ohne Verlage und Buchhändler
Das gilt insbesondere für eBooks. Jede/r Autor°in kann ohne große Probleme einen Onlineshop aufsetzen, über den Leser°Innen eBooks zum sofortigen Download verkaufen können. Nutzt man Open Source-Lösungen wie Woocommerce kostet das sogar außer Hosting fast nichts.
Ganz klar ist damit aber auch, dass Verlage es sich nicht mehr leisten können, ihre Totholzwerke nicht auch als eBooks anzubieten, wenn sie sich nicht ordentlich Umsatz entgehen lassen wollen.
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