Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im ver­gan­genen Monat erschienen nach dem let­zten Win­dows 10-Update eine hand­voll VR-Brillen für Microsofts Betrieb­ssys­tem, beispiel­sweise von Acer, Asus oder Medion (wobei die Red­mon­der natür­lich wieder eine Extrawurst bri­eten und ihre Brillen als »Mixed Real­i­ty«, also »MR«, beze­ich­nen).

Das Prob­lem dabei: Kauft man eine solche Brille, ist der Spaß schnell an seinem Ende ange­langt, denn Soft­ware ist qua­si nonex­is­tent. Das soll sich jet­zt ändern, Microsoft und Steam haben angekündigt, dass man die dor­ti­gen VR-Spiele ab dem 15. Novem­ber 2017 auch mit den Microsoft-kom­pat­i­blen Spie­len nutzen kön­nen soll. Das beze­ich­net man allerd­ings erst­mal als »Pre­view«.

Kein Wun­der, denn für ein voll­ständi­ges Funk­tion­ieren müssen die Entwick­ler die Games für das neue Sys­tem anpassen, ähn­lich wie es damals bere­its bei der Unter­stützung der Ocu­lus Rift notwendig war. Man sollte also direkt nach der Ein­führung mit Prob­le­men und der Notwendigkeit von Basteleien an den Ein­stel­lun­gen rech­nen.

Wer eine Microsoft-kom­pat­i­ble MR-Brille (die allerd­ings »auch nur« VR sind) aus­pro­bieren möchte, sollte genau hin­se­hen und einige Tests lesen, denn die qual­i­ta­tiv­en Unter­schiede zwis­chen den derzeit erhältlichen Mod­ellen sind groß, auch wenn die zugrunde liegende Tech­nik bei allen Aus­führun­gen eigentlich gle­ich ist. Für 400 bis 450 Euro erhält man ein Head­set und zwei Con­troller, für let­zteren Preis (oder sog­ar gün­stiger ab 389 Euro) bekommt man inzwis­chen auch eine Ocu­lus Rift, eben­falls mit Con­trollern.

Pro­mo­fo­to Head­set Copy­right Dell

2017: Windows Holographic für alle

2017: Windows Holographic für alle

Microsoft Hololens

Win­dows Holo­graph­ic ist ein Win­dows 10-Ableger und das Betrieb­ssys­tem für Microsofts Aug­ment­ed Real­i­ty bzw. Mixed Real­i­ty-Brille Hololens. Der Name ist natür­lich ziem­lich daneben, denn mit Holo­grafie hat das Ganze eigentlich nichts zu tun, es wird nur ein ähn­lich­er Effekt erzeugt, aber das nur am Rande. Die Hololens ist nicht nur ziem­lich teuer (Devel­op­er-Ver­sio­nen kosten um die 3000 Euro), son­dern auch ein kom­plet­ter Rech­n­er, man benötigt zum Betrieb also keine externe Hard­ware.

Es wurde nun angekündigt, dass Drit­ther­steller ab 2017 eigene Hard­ware für Win­dows Holo­graph­ic anbi­eten kön­nen. Nach einem Update kann man deren Geräte an einen herkömm­lichen PC anschließen, um dann Hololens-ähn­lich arbeit­en zu kön­nen. Es wird von Preisen um 300 Euro für die Brillen gesprochen.

Wann genau das Update kommt ist noch unklar, es dürfte sich ver­mut­lich um eins der bei­den für 2017 angekündigten großen Win­dows 10-Updates han­deln. Eben­falls unklar ist, ob Nutzer, die gar keinen bedarf an Holo­graph­ic haben, zwangs­beglückt wer­den.

Pro­mo­grafik Hololens Copy­right Microsoft

Microsofts Hololens kann vorbestellt werden

Microsofts Hololens kann vorbestellt werden

Microsoft Hololens

Wer immer noch geglaubt hat, dass Microsofts Aug­ment­ed Real­i­ty-Brille Hololens reine Zukun­ftsmusik und vielle­icht Vaporhard­ware sei, wird eines Besseren belehrt, denn ab sofort kann man das Gerät in auch außer­halb der USA vorbestellen.

Microsoft nimmt ab sofort aus fol­gen­den Län­dern Vorbestel­lun­gen ent­ge­gen: Deutsch­land, Frankre­ich, UK, Irland, Aus­tralien und Neusee­land. Aus­geliefert wer­den sollen die Pre­orders dann offen­bar ab Ende Novem­ber.

Zu eupho­risch sollte der inter­essierte Ear­ly Adopter allerd­ings nicht wer­den, denn man benötigt eine gut gefüllte Geld­börse: Die Devel­op­er Edi­tion kostet 3000 Dol­lar, für das Busi­ness-Paket mit erweit­ertem Ser­vice, sowie verbesserten Sicher­heits­fea­tures und aus­geweit­ert­er Gerä­te­un­ter­stützung schlägt mit 5000 Dol­lar zu Buche. Es wird also wohl noch dauern, bis Microsofts AR-Brille in ein­er späteren, gün­stigeren Iter­a­tion das heimis­che Wohnz­im­mer erre­icht.

Pro­mo­fo­to Hololens Copy­right Microsoft

Erschienen: MINECRAFT 1.9

Erschienen: MINECRAFT 1.9

Promo Minecraft 1.9

Auch wenn der ganz große Hype vorüber zu sein scheint, hat der Indie-Über­raschungser­folg MINECRAFT nach wie vor eine Menge Fre­unde und auf lokalen instal­la­tio­nen oder Mul­ti­play­er-Servern wird nach wie vor gebaut und geblockt was das Zeug hält.

Ger­ade ist die Ver­sion 1.9 erschienen, sie trägt den Titel »Com­bat Update«.

Die Liste der Neuerun­gen ist umfan­gre­ich, man kann sie auf der offiziellen Ankündi­gungs­seite sehen. Unter anderem kann man nun mit­tels Schwin­gen fliegen, es gibt jet­zt Schilde, Schw­ert­er und Äxte haben neue Schwung-Attack­en, das End wurde erweit­ert, der neue Mob »Skulk­er« einge­fügt, es gibt neue Blöcke, man kann den Ender­drachen neu beschwören, und wer möchte, kann ab sofort auch Iglus bauen. Und schließlich ist man ab sofort in der Lage, in bei­den Hän­den Gegen­stände zu tra­gen. Weit­er­hin wur­den diverse Fehler-Ent­wanzun­gen vorgenom­men.

MINECRAFT gibt es in Ver­sio­nen für PC, mobile Geräte und Kon­solen, die neueste und kom­pletteste Fas­sung ist allerd­ings Win­dows vor­be­hal­ten. Man kann das Spiel nach Reg­istrierung auf der offiziellen Web­seite erwer­ben.

Pro­mo­grafik Copy­right Mojang und Microsoft

RISE OF THE TOMB RAIDER-Trailer: Descent Into Legend

RISE OF THE TOMB RAIDER-Trailer: Descent Into Legend

Die näch­ste Iter­a­tion der Aben­teuer Lara Crofts trägt den Titel RISE OF THE TOMB RAIDER, stammt wieder von Crys­tal Dynam­ics und wird von Square Enix und lei­der Microsoft ver­trieben. Warum »lei­der«? Weil ROTTR am 13. Novem­ber auf­grund eines exk­lu­siv-Deals erst ein­mal exk­lu­siv für XBox 360 und XBox One erscheint. Die PC-Ver­sion wird erst Anfang 2016 nachgeschoben und PS4-Nutzer müssen sich sog­ar bis Ende 2016 gedulden. Das ist natür­lich eine Aktion, um den Verkauf von Microsofts neuer Kon­sole ordentlich anzuschieben (in Deutsch­land wur­den bish­er fast viere­in­halb mal mehr PS4 verkauft, als Xbox One). Ich finde solche Spielchen Microsofts unmöglich und werde deswe­gen auf den Kauf des Pro­duk­ts so lange verzicht­en, bis es im Preis deut­lich gesunken ist, egal wie gut es auch ausse­hen mag.

Immer­hin ver­sprach Crys­tal Dynam­ics für dieses Game wieder deut­lich mehr Rät­sel im Stil des Ursprungsspiels als bei der let­zten TOMB RAIDER-Ver­sion.

[ytv]https://www.youtube.com/watch?v=ZrCEwRigkQ4[/ytv]

 

MOJANG und MINECRAFT gehören jetzt Microsoft – für 2,5 Milliarden Dollar

MOJANG und MINECRAFT gehören jetzt Microsoft – für 2,5 Milliarden Dollar

Minecraft-Logo

Und damit ist die Katze nach den zahllosen Gerücht­en der let­zten Tage aus dem Sack. Mojang, die Fir­ma hin­ter dem Indie-Über­raschungser­folg MINECRAFT wurde tat­säch­lich an Microsoft verkauft. Der Preis ist atem­ber­aubend: ganze 2,5 Mil­liar­den US-Dol­lar legte der Soft­wareriese auf den Tisch, das sind nochmal 500000 Dol­lar mehr, als Anfang let­zter Woche kol­portiert.

Es dürfte sehr inter­es­sant sein zu sehen, wie die Com­mu­ni­ty reagiert, inbeson­dere, da Grün­der Markus »Notch« Pers­son sich immer wieder kri­tisch über Win­dows 8 geäußert hat­te und eigentlich mal vertreten hat, dass Geld allein nicht alles ist und man sich eigentlich nicht verkaufen wolle. Aber jed­er hat seinen Preis und ein Grund dürfte wohl sein, dass Notch durch und mit MINECRAFT so einge­bun­den war, dass seine neuen Pro­jek­te nicht so recht voran kamen.

Notch wird nicht Teil des Deals sein und eben­so wie die Mit­grün­der Carl und Jakob die von ihm gegrün­dete Fir­ma ver­lassen, weil er nicht Mit­glied ein­er solchen glob­alen Cor­po­ra­tion sein möchte. Hin­ter­gründe zu dem Deal kann man auf Mojangs Web­seite lesen, wo Owen sich zum Verkauf äußert. Notch selb­st will in Kürze eben­falls per­sön­liche Worte zum Kauf sagen.

Lei­der sind die dor­ti­gen Äußerun­gen, ob alles so bleibt wie bish­er, ein wenig unklar. Mojang war über­aus tol­er­ant, was Mods, Schöp­fun­gen der Spiel­er, Videos, Streams und »abgeleit­ete Werke« wie beispiel­sweise die Serv­er-Vari­ante Bukkit anging. Wenn man bei Microsoft schlau ist, wird man das alles genau so lassen, denn anson­sten wird die Com­mu­ni­ty einen gigan­tis­chen, andauern­den Shit­storm gegen den Riesen aus Red­mond lostreten – man muss wahrlich kein Hellse­her sein, um das vorherzusagen. Und bei Microsoft dürfte man wis­sen, dass man sich ger­ade mit dieser Com­mu­ni­ty bess­er nicht anlegt.

Ob der Deal für MINECRAFT und MOJANG gut oder schlecht war, wird die Zukun­ft zeigen. Ich bin sehr ges­pan­nt, was in den näch­sten Tagen abge­ht.

Update: Und hier ist Notchs State­ment. Es macht den Ein­druck, dass ihm der Erfolg von MINECRAFT über den Kopf gewach­sen ist. Naja, das Geld wird ver­mut­lich dabei helfen, drüber weg zu kom­men …

MINECRAFT-Logo Copy­right Mojang

Microsoft macht DEADLANDS-Fernsehserie

Microsoft macht DEADLANDS-Fernsehserie

Cover DeadlandsMicrosoft hat­te bere­its angekündigt, für den Stream­ing­di­enst der mit der XBox One ein­her geht, eigene Serien pro­duzieren zu wollen. Darunter find­en sich die erwarteten preiswert herzustel­len­den Inhalte  wie Real­i­ty-TV Shows oder Com­e­dy-Serien. Bemerkenswert ist zum einen die Serie zur Spiel­erei­he HALO, die mir einigem Bud­get umge­set­zt wer­den dürfte.

Die eigentliche Über­raschung ist allerd­ings die Ankündi­gung aus DEADLANDS eine Fernsehserie machen zu wollen. Pen & Paper-Rol­len­spiel­er dürften sich daran erin­nern, das Spiel erschien erst­mals im Jahr 1996 bei der Pin­na­cle Enter­tain­ment Group. Inzwis­chen gab es einige Über­ar­beitun­gen und neue Ver­sio­nen, die erste befasste sich inhaltlich mit einem Wilden West­en, der zum »Weird West« wurde, nach­dem indi­an­is­che Beschwörun­gen Tore zu Metaebe­nen mit Dämo­nen und ähn­lichem Gesocks geöffnet hat­ten, die sich im West­en der USA aus­bre­it­eten. Dmit wur­den dem West­ern­the­ma Ele­mente wie Hor­ror und auch ein wenig Steam­punk hinzuge­fügt. Das ursprüngliche Sys­tem arbeit­ete mit ver­schiede­nen Rol­len­spiel­wür­fel und einem Pokerblatt sowie Pok­er­chips  als Spielele­mente. Spätere Fas­sun­gen nutzen als Sys­teme  D20 oder GURPS, die aktuelle Fas­sung (2006: DEADLANDS: RELOADED) wird nach  Sav­age Worlds gespielt.

Abwand­lun­gen des Spie­len han­deln in ein­er MAD MAX-ähn­lichen postapoka­lyp­tis­chen Zukun­ft (DEADLANDS – HELL ON EARTH) oder gar auf einem frem­den Plan­eten (DEADLANDS – LOST COLONY). Am weitesten ver­bre­it­et dürfte allerd­ings das Weird West-Szenario sein.

Eine deutsche Ver­sion wird seit August 2009 in Koop­er­a­tion von Spielzeit und dem Uhrw­erk-Ver­lag pro­duziert.

Man darf sich jet­zt natür­lich fra­gen, welche Vari­ante des Spiels unter der Microsoft-Ägide zur Fernsehserie wird. Ich würde »Weird West« präferieren und bin sehr ges­pan­nt auf die Umset­zung.

Cov­er DEADLANDS Copy­right Pin­na­cle Enter­tain­ment Group

Microsofts PROJECT SPARK: Open Beta

Microsofts PROJECT SPARK: Open Beta

Nor­maler­weise erwartet man heutzu­tage nicht mehr, dass etwas Inno­v­a­tives im Spiele­bere­ich von einem der Major Play­er kommt. Deswe­gen war ich umso über­raschter über PROJECT SPARK aus dem Hause Microsoft. Offen­bar hat man sich diverse Indie-Games sehr genau ange­se­hen und daraus ein dur­chaus inter­es­sant wirk­endes neues Spiel gemacht. Oder eigentlich eher ein Meta-Spiel, denn so wie es aussieht, kann man damit Inhalte erstellen, die Dritte dann durch­spie­len kön­nen. Allerd­ings ken­nt man Microsoft, deswe­gen muss man sich die Frage stellen, wie die Hand­habung der durch Dritte (die Nutzer) erstell­ten Inhalte ist. Man darf ver­muten, dass es sich um ein geschlosse­nens Sys­tem han­deln wird, bei dem Microsoft die Rechte an den Kreatio­nen der Spiel­er erhält und daraus Kohle ziehen will. Warten wir ab, wie es tat­säch­lich gehand­habt wird, aber es kön­nte Sinn machen, sich bei PROJECT SPARK mal die EULA genau durchzule­sen.

Trotz­dem gehe ich erst ein­mal pos­i­tiv an die Sache her­an. Wer eben­falls testen möchte, ab sofort kann man sich für die Open Beta anmelden. Ich habe das soeben gemacht und werde bericht­en (falls es kein NDA gibt und das Spiel auch unter Win­dows 7 läuft, statt wie gemeldet nur unter 8). Mehr Infor­ma­tio­nen zu PROJECT SPARK auch in der Wikipedia.

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Games For Windows Live wird eingestellt

Games For Windows Live wird eingestellt

gfwl

Mit Games For Win­dows Live wollte Microsoft eine Plat­tform ähn­lich Steam etablieren, auf der man Spiele kaufen und reg­istri­eren, sowie gegen hartes Geld Zusatz­in­halte erwer­ben kon­nte. Wirk­lich funk­tion­iert hat das nie, denn GFWL war eine ergonomis­che und tech­nis­che Katas­tro­phe, ein Sup­port aber qua­si nonex­is­tent, wie ich bei Prob­le­men mit der Plat­tform auch per­sön­lich fest­stellen kon­nte musste. Zusam­menge­fasst: ein erbärm­lich­es Scheißd­ing.

Jet­zt meldet Microsoft über­raschend, dass der Dienst eingestellt wird. Man lässt sich auch keine lange Zeit damit, bere­its am 22. August 2013 ist Schluss mit der Plat­tform. Ange­blich sollen alle bis dato gekauften Spiele weit­er funk­tion­ieren, allerd­ings muss man eventuell erwor­benes Guthaben bis zu diesem Tag aus­gegeben haben. Bleibt was über, wird es auf ein XBox Live- oder Win­dows Phone-Kon­to über­tra­gen. Was mit Spie­len geschieht, die für gewisse Aspek­te zwin­gend eine Verbindung mit GFWL benöti­gen, ist unklar, ver­mut­lich wer­den Online-Modi nicht mehr nutzbar sein.

Einen Grund für die Schließung der 2005 ges­tarteten Plat­tform gibt Microsoft nicht an, nicht ganz uner­hablich dürfte allerd­ings gewe­sen sein, dass sie auf­grund der tech­nis­chen Unzulänglichkeit­en und der mis­er­ablen Hand­habung von Spiel­ern zulet­zt regel­recht gehas­st wurde. So ver­hin­derte beispiel­sweise eine Peti­tion Mitte 2012, dass das Rol­len­spiel DARK SOULS über GFWL aus­geliefert wurde, das ging stattdessen zu Steam. Ob Microsoft Pläne für einen Nach­fol­ger hat, ist unbekan­nt, allerd­ings wurde vor Kurzem Jason Holt­man eingestellt, der war lange bei Valve und gilt als ein­er der Köpfe hin­ter Steam.

[Update 11:20:] Gama­su­tra schreibt:

The mar­ket­place clo­sure will have no effect on Games for Win­dows Live authen­ti­ca­tion or mul­ti­play­er servers for the time being.

[Update 2: 20.08.13, 9:50]

Laut Cin­emablend wird GFWL am 1. Juli 2014 kom­plett abgeschal­tet. Damit haben sich spätestens zu diesem Zeit­punkt alle Online­spiele erledigt.

Creative Commons License

Logo Games For Win­dows Live Copy­right Microsoft

Microsoft lockert DRM bei XBox One

XBox One

Nach­dem Microsoft ein PR-Desaster nach dem anderen abgeliefert hat­te, muss irgend jemand den Entschei­dungsträgern in Sachen XBox One die Dro­gen zumin­d­est so lange abgenom­men haben, bis es zu ein paar klaren Gedanken kam. In ein­er Pressemit­teilung wird angegeben, dass man auf etliche der angekündigten DRM-Maß­nah­men verzicht­en will. Unter anderem wird gesagt:

An inter­net con­nec­tion will not be required to play offline Xbox One games – After a one-time sys­tem set-up with a new Xbox One, you can play any disc based game with­out ever con­nect­ing online again. There is no 24 hour con­nec­tion require­ment and you can take your Xbox One any­where you want and play your games, just like on Xbox 360.
Trade-in, lend, resell, gift, and rent disc based games just like you do today – There will be no lim­i­ta­tions to using and shar­ing games, it will work just as it does today on Xbox 360.
In addi­tion to buy­ing a disc from a retail­er, you can also down­load games from Xbox Live on day of release. If you choose to down­load your games, you will be able to play them offline just like you do today. Xbox One games will be playable on any Xbox One con­sole – there will be no region­al restric­tions.

Es ist deut­lich, dass die gigan­tis­chen Spiel­er­proteste offen­bar doch bei Microsoft angekom­men sind. Man sollte allerd­ings nicht überse­hen: die Kinect 2 ist weit­er­hin »always on« und überwacht jede Bewe­gung des Spiel­ers, wenn er sich im Erfas­sungs­bere­ich des Sen­sors befind­et (und gibt die Dat­en ver­mut­lich sofort an die NSA weit­er, die dann unter­schei­den muss, ob man ein Ter­ror­ist ist, oder nur METAL GEAR SOLID spielt). Lädt man Games herunter, statt sie auf Disc zu erwer­ben, kann man diese nicht weit­er verkaufen, das ste­ht in klarem Gegen­satz zu einem Urteil des EuGH. Zudem: die Kon­sole selb­st muss sich nicht mehr alle 24 Stun­den mit dem Netz verbinden, um weit­er zu funk­tion­ieren. Offen bleibt allerd­ings, ob sie sich vielle­icht stattdessen ein­mal im Monat an den Microsoft-Servern authen­tifizieren muss …

Man sollte sich darüber im Klaren sein, mit wem man es hier zu tun hat. Auf den ersten Blick klingt das Zurück­rud­ern gut, aber es ist nicht aus­geschlossen, dass Microsoft die ungeliebten DRM-Maß­nah­men ein­fach wieder ein­führt, wenn man erst ein­mal ein paar Mil­lio­nen Ein­heit­en des Geräts verkauft hat. Was angesichts des völ­lig über­zo­ge­nen Preis­es allerd­ings etwas dauern dürfte …

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Microsoft boxt TEKKEN REVOLUTION weg

Microsoft boxt TEKKEN REVOLUTION weg

TEKKEN REVOLUTION ist ein neues Prü­gler aus der erfol­gre­ichen Beam´em up-Rei­he des japanis­chen Entwick­lers Nam­co. Das soll dem­nächst erscheinen, online und als free-to-play-Game. Allerd­ings nicht auf Microsofts XBox 360, denn dort sind free-to-play-Spiele offen­sichtlich nicht erwün­scht.

Schon andere Anbi­eter mussten fest­stellen, dass Microsoft nur bezahlte Inhalte auf sein­er Kon­sole wün­scht, als Nex­on MABINOGI (eben­falls f2p) auf die Kon­sole brin­gen wollte, sind sie kräftig vor eine Mauer gelaufen, andere kosten­lose Spiele wur­den nach und nach von der Plat­tform ent­fer­nt.

Es gefällt in Red­mond offen­bar nicht, dass es Titel gibt, die man nutzen kann, ohne dass irgendwelche Zahlun­gen an Microsoft anfall­en.

Angesichts der zahllosen offen­bar gewor­de­nen Prob­leme mit der näch­sten Gen­er­a­tion der XBox wie beispiel­sweise die Tat­sache, dass die Kon­sole ständig online sein muss, der Verkauf von Gebraucht­spie­len erhe­blich eingeschränkt wird, oder dass die Kinect dauer­haft läuft und die Bewe­gun­gen der Spiel­er kon­trol­liert (ver­mut­lich, um sie gle­ich an die NSA weit­erzure­ichen), muss man sich unwillkür­lich fra­gen, ob bei Microsoft eine fort­geschrit­tene Hirn­er­we­ichung vor­liegt? Man kann es sich kaum noch umfan­gre­ich­er und nach­haltiger mit den Spiel­ern ver­scherzen – denn die lassen sich nun wahrlich nicht alles gefall­en. Zu Recht.

Creative Commons License

Pro­mo­grafik TEKKEN REVOLUTION Copy­right Nam­co Bandai

HALO als Fernsehserie – nur auf der XBox One

HALO als Fernsehserie – nur auf der XBox One

Seine angekündigte neue Kon­sole XBox One möchte Microsoft wie üblich auch durch exk­lu­sive Inhalte inter­es­sant machen. Das sind dies­mal inter­es­san­ter­weise nicht nur Spiele, denn der Konz­ern will das Gerät auch als zen­trales Enter­tain­ment-Cen­ter im Wohnz­im­mer sehen. Und so wird angekündigt, dass nie­mand ander­er als Steven Spiel­berg die Umset­zung des HALO-Fran­chise in eine TV-Serie übernehmen soll. Das bedeutet allerd­ings ver­mut­lich nur, dass er als Pro­duzent agieren wird.

Per­sön­lich halte ich das für eine grandiose Schnap­sidee, das führt uns in Zeit­en zurücke, als ver­schiedene zueinan­der nicht kom­pat­i­ble Sys­teme von Vide­o­recordern um die Zuschauer­gun­st buhlten, auch hier soll der Kunde für Inhalte an ein bes­timmtes Gerät gebun­den wer­den. Was bei Spie­len schon ärg­er­lich ist, ist bei Fil­men und Fernsehse­rien noch viel bek­nack­ter.
Jet­zt kön­nte man zwar anführen, dass das grund­sät­zlich auch nichts anderes ist, als ein PayTV-Sender, allerd­ings muss man für einen solchen üblicher­weise »nur« ein Abo abschließen und ist nicht auf eine teure Hard­ware angewiesen, deren restliche Funk­tio­nen man vielle­icht gar nicht nutzen will. Set­top­box­en für Pay-Ange­bote sind entwed­er gün­stig oder ver­fü­gen ohne­hin bere­its über einen Schlitz für die zum Entschlüs­seln notwendi­ge Karte.

Wozu wird das führen? Ver­mut­lich, dass die HALO-Serie in Nul­lzeit im Netz auf­tauchen wird. Kün­stliche Verk­nap­pung ist ver­liert als Geschäftsmod­ell rapi­de an Bedeu­tung.

Creative Commons License

Pro­mo­fo­to XBox One Copy­right Microsoft