Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Windows VR-Brillen bekommen Steam-Support

Im ver­gan­ge­nen Mo­nat er­schie­nen nach dem letz­ten Win­dows 10-Up­date eine hand­voll VR-Bril­len für Mi­cro­softs Be­triebs­sy­stem, bei­spiels­wei­se von Acer, Asus oder Me­di­on (wo­bei die Red­mon­der na­tür­lich wie­der eine Ex­tra­wurst brie­ten und ihre Bril­len als »Mi­xed Rea­li­ty«, also »MR«, be­zeich­nen).

Das Pro­blem da­bei: Kauft man eine sol­che Bril­le, ist der Spaß schnell an sei­nem Ende an­ge­langt, denn Soft­ware ist qua­si none­xi­stent. Das soll sich jetzt än­dern, Mi­cro­soft und Steam ha­ben an­ge­kün­digt, dass man die dor­ti­gen VR-Spie­le ab dem 15. No­vem­ber 2017 auch mit den Mi­cro­soft-kom­pa­ti­blen Spie­len nut­zen kön­nen soll. Das be­zeich­net man al­ler­dings erst­mal als »Pre­view«.

Kein Wun­der, denn für ein voll­stän­di­ges Funk­tio­nie­ren müs­sen die Ent­wick­ler die Ga­mes für das neue Sy­stem an­pas­sen, ähn­lich wie es da­mals be­reits bei der Un­ter­stüt­zung der Ocu­lus Rift not­wen­dig war. Man soll­te also di­rekt nach der Ein­füh­rung mit Pro­ble­men und der Not­wen­dig­keit von Ba­ste­lei­en an den Ein­stel­lun­gen rech­nen.

Wer eine Mi­cro­soft-kom­pa­ti­ble MR-Bril­le (die al­ler­dings »auch nur« VR sind) aus­pro­bie­ren möch­te, soll­te ge­nau hin­se­hen und ei­ni­ge Tests le­sen, denn die qua­li­ta­ti­ven Un­ter­schie­de zwi­schen den der­zeit er­hält­li­chen Mo­del­len sind groß, auch wenn die zu­grun­de lie­gen­de Tech­nik bei al­len Aus­füh­run­gen ei­gent­lich gleich ist. Für 400 bis 450 Euro er­hält man ein Head­set und zwei Con­trol­ler, für letz­te­ren Preis (oder so­gar gün­sti­ger ab 389 Euro) be­kommt man in­zwi­schen auch eine Ocu­lus Rift, eben­falls mit Con­trol­lern.

Pro­mo­fo­to Head­set Co­py­right Dell

2017: Windows Holographic für alle

2017: Windows Holographic für alle

Microsoft Hololens

Win­dows Ho­lo­gra­phic ist ein Win­dows 10-Ab­le­ger und das Be­triebs­sy­stem für Mi­cro­softs Aug­men­ted Rea­li­ty bzw. Mi­xed Rea­li­ty-Bril­le Ho­lo­lens. Der Name ist na­tür­lich ziem­lich da­ne­ben, denn mit Ho­lo­gra­fie hat das Gan­ze ei­gent­lich nichts zu tun, es wird nur ein ähn­li­cher Ef­fekt er­zeugt, aber das nur am Ran­de. Die Ho­lo­lens ist nicht nur ziem­lich teu­er (De­ve­l­oper-Ver­sio­nen ko­sten um die 3000 Euro), son­dern auch ein kom­plet­ter Rech­ner, man be­nö­tigt zum Be­trieb also kei­ne ex­ter­ne Hard­ware.

Es wur­de nun an­ge­kün­digt, dass Drit­ther­stel­ler ab 2017 ei­ge­ne Hard­ware für Win­dows Ho­lo­gra­phic an­bie­ten kön­nen. Nach ei­nem Up­date kann man de­ren Ge­rä­te an ei­nen her­kömm­li­chen PC an­schlie­ßen, um dann Ho­lo­lens-ähn­lich ar­bei­ten zu kön­nen. Es wird von Prei­sen um 300 Euro für die Bril­len ge­spro­chen.

Wann ge­nau das Up­date kommt ist noch un­klar, es dürf­te sich ver­mut­lich um eins der bei­den für 2017 an­ge­kün­dig­ten gro­ßen Win­dows 10-Up­dates han­deln. Eben­falls un­klar ist, ob Nut­zer, die gar kei­nen be­darf an Ho­lo­gra­phic ha­ben, zwangs­be­glückt wer­den.

Pro­mo­gra­fik Ho­lo­lens Co­py­right Mi­cro­soft

Microsofts Hololens kann vorbestellt werden

Microsofts Hololens kann vorbestellt werden

Microsoft Hololens

Wer im­mer noch ge­glaubt hat, dass Mi­cro­softs Aug­men­ted Rea­li­ty-Bril­le Ho­lo­lens rei­ne Zu­kunfts­mu­sik und viel­leicht Va­por­hard­ware sei, wird ei­nes Bes­se­ren be­lehrt, denn ab so­fort kann man das Ge­rät in auch au­ßer­halb der USA vor­be­stel­len.

Mi­cro­soft nimmt ab so­fort aus fol­gen­den Län­dern Vor­be­stel­lun­gen ent­ge­gen: Deutsch­land, Frank­reich, UK, Ir­land, Au­stra­li­en und Neu­see­land. Aus­ge­lie­fert wer­den sol­len die Pre­or­ders dann of­fen­bar ab Ende No­vem­ber.

Zu eu­pho­risch soll­te der in­ter­es­sier­te Ear­ly Ad­op­ter al­ler­dings nicht wer­den, denn man be­nö­tigt eine gut ge­füll­te Geld­bör­se: Die De­ve­l­oper Edi­ti­on ko­stet 3000 Dol­lar, für das Busi­ness-Pa­ket mit er­wei­ter­tem Ser­vice, so­wie ver­bes­ser­ten Si­cher­heits­fea­tures und aus­ge­wei­ter­ter Ge­rä­te­un­ter­stüt­zung schlägt mit 5000 Dol­lar zu Bu­che. Es wird also wohl noch dau­ern, bis Mi­cro­softs AR-Bril­le in ei­ner spä­te­ren, gün­sti­ge­ren Ite­ra­ti­on das hei­mi­sche Wohn­zim­mer er­reicht.

Pro­mo­fo­to Ho­lo­lens Co­py­right Mi­cro­soft

Erschienen: MINECRAFT 1.9

Erschienen: MINECRAFT 1.9

Promo Minecraft 1.9

Auch wenn der ganz gro­ße Hype vor­über zu sein scheint, hat der In­die-Über­ra­schungs­er­folg MIN­E­CRAFT nach wie vor eine Men­ge Freun­de und auf lo­ka­len in­stal­la­tio­nen oder Mul­ti­play­er-Ser­vern wird nach wie vor ge­baut und ge­blockt was das Zeug hält.

Ge­ra­de ist die Ver­si­on 1.9 er­schie­nen, sie trägt den Ti­tel »Com­bat Up­date«.

Die Li­ste der Neue­run­gen ist um­fang­reich, man kann sie auf der of­fi­zi­el­len An­kün­di­gungs­sei­te se­hen. Un­ter an­de­rem kann man nun mit­tels Schwin­gen flie­gen, es gibt jetzt Schil­de, Schwer­ter und Äxte ha­ben neue Schwung-At­tacken, das End wur­de er­wei­tert, der neue Mob »Skul­ker« ein­ge­fügt, es gibt neue Blöcke, man kann den End­erdra­chen neu be­schwö­ren, und wer möch­te, kann ab so­fort auch Ig­lus bau­en. Und schließ­lich ist man ab so­fort in der Lage, in bei­den Hän­den Ge­gen­stän­de zu tra­gen. Wei­ter­hin wur­den di­ver­se Feh­ler-Ent­wan­zun­gen vor­ge­nom­men.

MIN­E­CRAFT gibt es in Ver­sio­nen für PC, mo­bi­le Ge­rä­te und Kon­so­len, die neu­este und kom­plet­te­ste Fas­sung ist al­ler­dings Win­dows vor­be­hal­ten. Man kann das Spiel nach Re­gi­strie­rung auf der of­fi­zi­el­len Web­sei­te er­wer­ben.

Pro­mo­gra­fik Co­py­right Mo­jang und Mi­cro­soft

RISE OF THE TOMB RAIDER-Trailer: Descent Into Legend

RISE OF THE TOMB RAIDER-Trailer: Descent Into Legend

Die näch­ste Ite­ra­ti­on der Aben­teu­er Lara Crofts trägt den Ti­tel RISE OF THE TOMB RAI­DER, stammt wie­der von Cry­s­tal Dy­na­mics und wird von Squa­re Enix und lei­der Mi­cro­soft ver­trie­ben. War­um »lei­der«? Weil ROTTR am 13. No­vem­ber auf­grund ei­nes ex­klu­siv-Deals erst ein­mal ex­klu­siv für XBox 360 und XBox One er­scheint. Die PC-Ver­si­on wird erst An­fang 2016 nach­ge­scho­ben und PS4-Nut­zer müs­sen sich so­gar bis Ende 2016 ge­dul­den. Das ist na­tür­lich eine Ak­ti­on, um den Ver­kauf von Mi­cro­softs neu­er Kon­so­le or­dent­lich an­zu­schie­ben (in Deutsch­land wur­den bis­her fast vier­ein­halb mal mehr PS4 ver­kauft, als Xbox One). Ich fin­de sol­che Spiel­chen Mi­cro­softs un­mög­lich und wer­de des­we­gen auf den Kauf des Pro­dukts so lan­ge ver­zich­ten, bis es im Preis deut­lich ge­sun­ken ist, egal wie gut es auch aus­se­hen mag.

Im­mer­hin ver­sprach Cry­s­tal Dy­na­mics für die­ses Game wie­der deut­lich mehr Rät­sel im Stil des Ur­sprungs­spiels als bei der letz­ten TOMB RAI­DER-Ver­si­on.

 

MOJANG und MINECRAFT gehören jetzt Microsoft – für 2,5 Milliarden Dollar

MOJANG und MINECRAFT gehören jetzt Microsoft – für 2,5 Milliarden Dollar

Minecraft-Logo

Und da­mit ist die Kat­ze nach den zahl­lo­sen Ge­rüch­ten der letz­ten Tage aus dem Sack. Mo­jang, die Fir­ma hin­ter dem In­die-Über­ra­schungs­er­folg MIN­E­CRAFT wur­de tat­säch­lich an Mi­cro­soft ver­kauft. Der Preis ist atem­be­rau­bend: gan­ze 2,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar leg­te der Soft­ware­rie­se auf den Tisch, das sind noch­mal 500000 Dol­lar mehr, als An­fang letz­ter Wo­che kol­por­tiert.

Es dürf­te sehr in­ter­es­sant sein zu se­hen, wie die Com­mu­ni­ty re­agiert, in­be­son­de­re, da Grün­der Mar­kus »Notch« Pers­son sich im­mer wie­der kri­tisch über Win­dows 8 ge­äu­ßert hat­te und ei­gent­lich mal ver­tre­ten hat, dass Geld al­lein nicht al­les ist und man sich ei­gent­lich nicht ver­kau­fen wol­le. Aber je­der hat sei­nen Preis und ein Grund dürf­te wohl sein, dass Notch durch und mit MIN­E­CRAFT so ein­ge­bun­den war, dass sei­ne neu­en Pro­jek­te nicht so recht vor­an ka­men.

Notch wird nicht Teil des Deals sein und eben­so wie die Mit­grün­der Carl und Ja­kob die von ihm ge­grün­de­te Fir­ma ver­las­sen, weil er nicht Mit­glied ei­ner sol­chen glo­ba­len Cor­po­ra­ti­on sein möch­te. Hin­ter­grün­de zu dem Deal kann man auf Mo­jangs Web­sei­te le­sen, wo Owen sich zum Ver­kauf äu­ßert. Notch selbst will in Kür­ze eben­falls per­sön­li­che Wor­te zum Kauf sa­gen.

Lei­der sind die dor­ti­gen Äu­ße­run­gen, ob al­les so bleibt wie bis­her, ein we­nig un­klar. Mo­jang war über­aus to­le­rant, was Mods, Schöp­fun­gen der Spie­ler, Vi­de­os, Streams und »ab­ge­lei­te­te Wer­ke« wie bei­spiels­wei­se die Ser­ver-Va­ri­an­te Buk­kit an­ging. Wenn man bei Mi­cro­soft schlau ist, wird man das al­les ge­nau so las­sen, denn an­son­sten wird die Com­mu­ni­ty ei­nen gi­gan­ti­schen, an­dau­ern­den Shitstorm ge­gen den Rie­sen aus Red­mond los­tre­ten – man muss wahr­lich kein Hell­se­her sein, um das vor­her­zu­sa­gen. Und bei Mi­cro­soft dürf­te man wis­sen, dass man sich ge­ra­de mit die­ser Com­mu­ni­ty bes­ser nicht an­legt.

Ob der Deal für MIN­E­CRAFT und MO­JANG gut oder schlecht war, wird die Zu­kunft zei­gen. Ich bin sehr ge­spannt, was in den näch­sten Ta­gen ab­geht.

Up­date: Und hier ist Notchs State­ment. Es macht den Ein­druck, dass ihm der Er­folg von MIN­E­CRAFT über den Kopf ge­wach­sen ist. Naja, das Geld wird ver­mut­lich da­bei hel­fen, drü­ber weg zu kom­men …

MIN­E­CRAFT-Logo Co­py­right Mo­jang

Microsoft macht DEADLANDS-Fernsehserie

Microsoft macht DEADLANDS-Fernsehserie

Cover DeadlandsMi­cro­soft hat­te be­reits an­ge­kün­digt, für den Strea­ming­dienst der mit der XBox One ein­her geht, ei­ge­ne Se­ri­en pro­du­zie­ren zu wol­len. Dar­un­ter fin­den sich die er­war­te­ten preis­wert her­zu­stel­len­den In­hal­te  wie Rea­li­ty-TV Shows oder Co­me­dy-Se­ri­en. Be­mer­kens­wert ist zum ei­nen die Se­rie zur Spie­le­rei­he HALO, die mir ei­ni­gem Bud­get um­ge­setzt wer­den dürf­te.

Die ei­gent­li­che Über­ra­schung ist al­ler­dings die An­kün­di­gung aus DE­AD­LANDS eine Fern­seh­se­rie ma­chen zu wol­len. Pen & Pa­per-Rol­len­spie­ler dürf­ten sich dar­an er­in­nern, das Spiel er­schien erst­mals im Jahr 1996 bei der Pin­nacle En­ter­tain­ment Group. In­zwi­schen gab es ei­ni­ge Über­ar­bei­tun­gen und neue Ver­sio­nen, die er­ste be­fass­te sich in­halt­lich mit ei­nem Wil­den We­sten, der zum »Weird West« wur­de, nach­dem in­dia­ni­sche Be­schwö­run­gen Tore zu Me­ta­ebe­nen mit Dä­mo­nen und ähn­li­chem Ge­socks ge­öff­net hat­ten, die sich im We­sten der USA aus­brei­te­ten. Dmit wur­den dem We­stern­the­ma Ele­men­te wie Hor­ror und auch ein we­nig Steam­punk hin­zu­ge­fügt. Das ur­sprüng­li­che Sy­stem ar­bei­te­te mit ver­schie­de­nen Rol­len­spiel­wür­fel und ei­nem Po­ker­blatt so­wie Po­ker­chips  als Spiel­ele­men­te. Spä­te­re Fas­sun­gen nut­zen als Sy­ste­me  D20 oder GURPS, die ak­tu­el­le Fas­sung (2006: DE­AD­LANDS: RE­L­OA­DED) wird nach  Sa­va­ge Worlds ge­spielt.

Ab­wand­lun­gen des Spie­len han­deln in ei­ner MAD MAX-ähn­li­chen post­apo­ka­lyp­ti­schen Zu­kunft (DE­AD­LANDS – HELL ON EARTH) oder gar auf ei­nem frem­den Pla­ne­ten (DE­AD­LANDS – LOST CO­LO­NY). Am wei­te­sten ver­brei­tet dürf­te al­ler­dings das Weird West-Sze­na­rio sein.

Eine deut­sche Ver­si­on wird seit Au­gust 2009 in Ko­ope­ra­ti­on von Spiel­zeit und dem Uhr­werk-Ver­lag pro­du­ziert.

Man darf sich jetzt na­tür­lich fra­gen, wel­che Va­ri­an­te des Spiels un­ter der Mi­cro­soft-Ägi­de zur Fern­seh­se­rie wird. Ich wür­de »Weird West« prä­fe­rie­ren und bin sehr ge­spannt auf die Um­set­zung.

Co­ver DE­AD­LANDS Co­py­right Pin­nacle En­ter­tain­ment Group

Microsofts PROJECT SPARK: Open Beta

Microsofts PROJECT SPARK: Open Beta

Nor­ma­ler­wei­se er­war­tet man heut­zu­ta­ge nicht mehr, dass et­was In­no­va­ti­ves im Spiele­be­reich von ei­nem der Ma­jor Play­er kommt. Des­we­gen war ich umso über­rasch­ter über PRO­JECT SPARK aus dem Hau­se Mi­cro­soft. Of­fen­bar hat man sich di­ver­se In­die-Ga­mes sehr ge­nau an­ge­se­hen und dar­aus ein durch­aus in­ter­es­sant wir­ken­des neu­es Spiel ge­macht. Oder ei­gent­lich eher ein Meta-Spiel, denn so wie es aus­sieht, kann man da­mit In­hal­te er­stel­len, die Drit­te dann durch­spie­len kön­nen. Al­ler­dings kennt man Mi­cro­soft, des­we­gen muss man sich die Fra­ge stel­len, wie die Hand­ha­bung der durch Drit­te (die Nut­zer) er­stell­ten In­hal­te ist. Man darf ver­mu­ten, dass es sich um ein ge­schlos­se­nens Sy­stem han­deln wird, bei dem Mi­cro­soft die Rech­te an den Krea­tio­nen der Spie­ler er­hält und dar­aus Koh­le zie­hen will. War­ten wir ab, wie es tat­säch­lich ge­hand­habt wird, aber es könn­te Sinn ma­chen, sich bei PRO­JECT SPARK mal die EULA ge­nau durch­zu­le­sen.

Trotz­dem gehe ich erst ein­mal po­si­tiv an die Sa­che her­an. Wer eben­falls te­sten möch­te, ab so­fort kann man sich für die Open Beta an­mel­den. Ich habe das so­eben ge­macht und wer­de be­rich­ten (falls es kein NDA gibt und das Spiel auch un­ter Win­dows 7 läuft, statt wie ge­mel­det nur un­ter 8). Mehr In­for­ma­tio­nen zu PRO­JECT SPARK auch in der Wi­ki­pe­dia.

Games For Windows Live wird eingestellt

Games For Windows Live wird eingestellt

gfwl

Mit Ga­mes For Win­dows Live woll­te Mi­cro­soft eine Platt­form ähn­lich Steam eta­blie­ren, auf der man Spie­le kau­fen und re­gi­strie­ren, so­wie ge­gen har­tes Geld Zu­satz­in­hal­te er­wer­ben konn­te. Wirk­lich funk­tio­niert hat das nie, denn GFWL war eine er­go­no­mi­sche und tech­ni­sche Ka­ta­stro­phe, ein Sup­port aber qua­si none­xi­stent, wie ich bei Pro­ble­men mit der Platt­form auch per­sön­lich fest­stel­len konn­te muss­te. Zu­sam­men­ge­fasst: ein er­bärm­li­ches Scheiß­ding.

Jetzt mel­det Mi­cro­soft über­ra­schend, dass der Dienst ein­ge­stellt wird. Man lässt sich auch kei­ne lan­ge Zeit da­mit, be­reits am 22. Au­gust 2013 ist Schluss mit der Platt­form. An­geb­lich sol­len alle bis dato ge­kauf­ten Spie­le wei­ter funk­tio­nie­ren, al­ler­dings muss man even­tu­ell er­wor­be­nes Gut­ha­ben bis zu die­sem Tag aus­ge­ge­ben ha­ben. Bleibt was über, wird es auf ein XBox Live- oder Win­dows Pho­ne-Kon­to über­tra­gen. Was mit Spie­len ge­schieht, die für ge­wis­se As­pek­te zwin­gend eine Ver­bin­dung mit GFWL be­nö­ti­gen, ist un­klar, ver­mut­lich wer­den On­line-Modi nicht mehr nutz­bar sein.

Ei­nen Grund für die Schlie­ßung der 2005 ge­star­te­ten Platt­form gibt Mi­cro­soft nicht an, nicht ganz un­er­hab­lich dürf­te al­ler­dings ge­we­sen sein, dass sie auf­grund der tech­ni­schen Un­zu­läng­lich­kei­ten und der mi­se­ra­blen Hand­ha­bung von Spie­lern zu­letzt re­gel­recht ge­hasst wur­de. So ver­hin­der­te bei­spiels­wei­se eine Pe­ti­ti­on Mit­te 2012, dass das Rol­len­spiel DARK SOULS über GFWL aus­ge­lie­fert wur­de, das ging statt­des­sen zu Steam. Ob Mi­cro­soft Plä­ne für ei­nen Nach­fol­ger hat, ist un­be­kannt, al­ler­dings wur­de vor Kur­zem Ja­son Holtman ein­ge­stellt, der war lan­ge bei Val­ve und gilt als ei­ner der Köp­fe hin­ter Steam.

[Up­date 11:20:] Ga­ma­su­tra schreibt:

The mar­ket­place clo­sure will have no ef­fect on Ga­mes for Win­dows Live au­then­ti­ca­ti­on or mul­ti­play­er ser­vers for the time being.

[Up­date 2: 20.08.13, 9:50]

Laut Ci­nem­ablend wird GFWL am 1. Juli 2014 kom­plett ab­ge­schal­tet. Da­mit ha­ben sich spä­te­stens zu die­sem Zeit­punkt alle On­line­spie­le er­le­digt.

Creative Commons License

Logo Ga­mes For Win­dows Live Co­py­right Mi­cro­soft

Microsoft lockert DRM bei XBox One

XBox One

Nach­dem Mi­cro­soft ein PR-De­sa­ster nach dem an­de­ren ab­ge­lie­fert hat­te, muss ir­gend je­mand den Ent­schei­dungs­trä­gern in Sa­chen XBox One die Dro­gen zu­min­dest so lan­ge ab­ge­nom­men ha­ben, bis es zu ein paar kla­ren Ge­dan­ken kam. In ei­ner Pres­se­mit­tei­lung wird an­ge­ge­ben, dass man auf et­li­che der an­ge­kün­dig­ten DRM-Maß­nah­men ver­zich­ten will. Un­ter an­de­rem wird ge­sagt:

An in­ter­net con­nec­tion will not be re­qui­red to play off­line Xbox One ga­mes – Af­ter a one-time sy­stem set-up with a new Xbox One, you can play any disc ba­sed game wi­thout ever con­nec­ting on­line again. The­re is no 24 hour con­nec­tion re­qui­re­ment and you can take your Xbox One any­whe­re you want and play your ga­mes, just like on Xbox 360.
Tra­de-in, lend, re­sell, gift, and rent disc ba­sed ga­mes just like you do to­day – The­re will be no li­mi­ta­ti­ons to using and sharing ga­mes, it will work just as it does to­day on Xbox 360.
In ad­di­ti­on to buy­ing a disc from a re­tailer, you can also down­load ga­mes from Xbox Live on day of re­lease. If you choo­se to down­load your ga­mes, you will be able to play them off­line just like you do to­day. Xbox One ga­mes will be play­a­ble on any Xbox One con­so­le – the­re will be no re­gio­nal re­stric­tions.

Es ist deut­lich, dass die gi­gan­ti­schen Spie­ler­pro­te­ste of­fen­bar doch bei Mi­cro­soft an­ge­kom­men sind. Man soll­te al­ler­dings nicht über­se­hen: die Kinect 2 ist wei­ter­hin »al­ways on« und über­wacht jede Be­we­gung des Spie­lers, wenn er sich im Er­fas­sungs­be­reich des Sen­sors be­fin­det (und gibt die Da­ten ver­mut­lich so­fort an die NSA wei­ter, die dann un­ter­schei­den muss, ob man ein Ter­ro­rist ist, oder nur ME­TAL GEAR SO­LID spielt). Lädt man Ga­mes her­un­ter, statt sie auf Disc zu er­wer­ben, kann man die­se nicht wei­ter ver­kau­fen, das steht in kla­rem Ge­gen­satz zu ei­nem Ur­teil des EuGH. Zu­dem: die Kon­so­le selbst muss sich nicht mehr alle 24 Stun­den mit dem Netz ver­bin­den, um wei­ter zu funk­tio­nie­ren. Of­fen bleibt al­ler­dings, ob sie sich viel­leicht statt­des­sen ein­mal im Mo­nat an den Mi­cro­soft-Ser­vern au­then­ti­fi­zie­ren muss …

Man soll­te sich dar­über im Kla­ren sein, mit wem man es hier zu tun hat. Auf den er­sten Blick klingt das Zu­rück­ru­dern gut, aber es ist nicht aus­ge­schlos­sen, dass Mi­cro­soft die un­ge­lieb­ten DRM-Maß­nah­men ein­fach wie­der ein­führt, wenn man erst ein­mal ein paar Mil­lio­nen Ein­hei­ten des Ge­räts ver­kauft hat. Was an­ge­sichts des völ­lig über­zo­ge­nen Prei­ses al­ler­dings et­was dau­ern dürf­te …

wei­ter­le­sen →

Microsoft boxt TEKKEN REVOLUTION weg

Microsoft boxt TEKKEN REVOLUTION weg

TEK­KEN RE­VO­LU­TI­ON ist ein neu­es Prüg­ler aus der er­folg­rei­chen Beam´em up-Rei­he des ja­pa­ni­schen Ent­wick­lers Nam­co. Das soll dem­nächst er­schei­nen, on­line und als free-to-play-Game. Al­ler­dings nicht auf Mi­cro­softs XBox 360, denn dort sind free-to-play-Spie­le of­fen­sicht­lich nicht er­wünscht.

Schon an­de­re An­bie­ter muss­ten fest­stel­len, dass Mi­cro­soft nur be­zahl­te In­hal­te auf sei­ner Kon­so­le wünscht, als Nexon MA­BI­NO­GI (eben­falls f2p) auf die Kon­so­le brin­gen woll­te, sind sie kräf­tig vor eine Mau­er ge­lau­fen, an­de­re ko­sten­lo­se Spie­le wur­den nach und nach von der Platt­form ent­fernt.

Es ge­fällt in Red­mond of­fen­bar nicht, dass es Ti­tel gibt, die man nut­zen kann, ohne dass ir­gend­wel­che Zah­lun­gen an Mi­cro­soft an­fal­len.

An­ge­sichts der zahl­lo­sen of­fen­bar ge­wor­de­nen Pro­ble­me mit der näch­sten Ge­ne­ra­ti­on der XBox wie bei­spiels­wei­se die Tat­sa­che, dass die Kon­so­le stän­dig on­line sein muss, der Ver­kauf von Ge­braucht­spie­len er­heb­lich ein­ge­schränkt wird, oder dass die Kinect dau­er­haft läuft und die Be­we­gun­gen der Spie­ler kon­trol­liert (ver­mut­lich, um sie gleich an die NSA wei­ter­zu­rei­chen), muss man sich un­will­kür­lich fra­gen, ob bei Mi­cro­soft eine fort­ge­schrit­te­ne Hirn­er­wei­chung vor­liegt? Man kann es sich kaum noch um­fang­rei­cher und nach­hal­ti­ger mit den Spie­lern ver­scher­zen – denn die las­sen sich nun wahr­lich nicht al­les ge­fal­len. Zu Recht.

Creative Commons License

Pro­mo­gra­fik TEK­KEN RE­VO­LU­TI­ON Co­py­right Nam­co Ban­dai

HALO als Fernsehserie – nur auf der XBox One

HALO als Fernsehserie – nur auf der XBox One

Sei­ne an­ge­kün­dig­te neue Kon­so­le XBox One möch­te Mi­cro­soft wie üb­lich auch durch ex­klu­si­ve In­hal­te in­ter­es­sant ma­chen. Das sind dies­mal in­ter­es­san­ter­wei­se nicht nur Spie­le, denn der Kon­zern will das Ge­rät auch als zen­tra­les En­ter­tain­ment-Cen­ter im Wohn­zim­mer se­hen. Und so wird an­ge­kün­digt, dass nie­mand an­de­rer als Ste­ven Spiel­berg die Um­set­zung des HALO-Fran­chise in eine TV-Se­rie über­neh­men soll. Das be­deu­tet al­ler­dings ver­mut­lich nur, dass er als Pro­du­zent agie­ren wird.

Per­sön­lich hal­te ich das für eine gran­dio­se Schnaps­idee, das führt uns in Zei­ten zu­rücke, als ver­schie­de­ne zu­ein­an­der nicht kom­pa­ti­ble Sy­ste­me von Vi­deo­re­cor­dern um die Zu­schau­er­gunst buhl­ten, auch hier soll der Kun­de für In­hal­te an ein be­stimm­tes Ge­rät ge­bun­den wer­den. Was bei Spie­len schon är­ger­lich ist, ist bei Fil­men und Fern­seh­se­ri­en noch viel be­knack­ter.
Jetzt könn­te man zwar an­füh­ren, dass das grund­sätz­lich auch nichts an­de­res ist, als ein Pay­TV-Sen­der, al­ler­dings muss man für ei­nen sol­chen üb­li­cher­wei­se »nur« ein Abo ab­schlie­ßen und ist nicht auf eine teu­re Hard­ware an­ge­wie­sen, de­ren rest­li­che Funk­tio­nen man viel­leicht gar nicht nut­zen will. Set­top­bo­xen für Pay-An­ge­bo­te sind ent­we­der gün­stig oder ver­fü­gen oh­ne­hin be­reits über ei­nen Schlitz für die zum Ent­schlüs­seln not­wen­di­ge Kar­te.

Wozu wird das füh­ren? Ver­mut­lich, dass die HALO-Se­rie in Null­zeit im Netz auf­tau­chen wird. Künst­li­che Ver­knap­pung ist ver­liert als Ge­schäfts­mo­dell ra­pi­de an Be­deu­tung.

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