Nach ELEPHANTS DREAM, BIG BUCK BUNNY und SINTEL gibt es nun das vierte OpenMovie der Blender Foundation, das ausschließlich mit OpenSource-Software realisiert wurde. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist TEARS OF STEEL allerdings kein reiner Animationsfilm, sondern ein Realfilm mit umfangreichen Computereffekten.
Die Geschichte: In der Zukunft versammelt sich ein Team von Wissenschaftlern in Amsterdam, um die Welt vor der Zerstörung durch marodierende Roboter zu retten.
Sechs Monate dauerte die Erschaffung von TEARS OF STEEL, ein internationales Team aus 23 CGI-Künstlern, Schauspielern, Musikern und Programmierern hat daran gearbeitet. Unter den Mimen auch ein nicht unbekannter Name: Derek de Lint kennt man aus verschiedenen Produktionen, darunter den Katastrophenfilm DEEP IMPACT und die US-Fernsehserie POLTERGEIST. Regisseur des Films ist Ian Hubert, der bisher als Modellbauer und CGI-Künstler tätig war.
Für die Realisierung wurde – wie bereits erwähnt – ausschließlich auf OpenSource-Software zurück gegriffen. An erster Stelle natürlich die Modelling- und Animationssoftware Blender, weiterhin die Bildbearbeiter GIMP und MyPaint. Geschnitten und gerendert wurde auf Linux-Rechnern unter Ubuntu und Debian. Da es sich bei TEARS OF STEEL um ein OpenMovie handelt, stehen alle Ressourcen der Produktion im Netz zur freien Verfügung bereit. Auch der knapp über 12 Minuten lange Film selbst steht unter einer Creative Commons-Lizenz.
Weitere Informationen finden sich auf der Webseite des Projekts, dort kann man zudem DVDs bestellen.
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Das ist wohl eine der coolsten Promotion-Aktionen, die ich im MMO-Bereich (und auch abseits davon) bislang gesehen habe. Trion Worlds hat eine Promo-Aktion angekündigt, in deren Rahmen Spieler für Pandas spenden können, wenn sie eine Erweiterung kaufen. Nein, es dreht sich natürlich nicht um die Erweiterung mit dem Panda im Namen, die just von einem gewissen Mitbewerber auf die Welt losgelassen wurde, sondern um RIFT: STORM LEGION.
Ab sofort geht von jeder vorbestellter STORM LEGION-Box ein Dollar an Pandas International. Das ist eine Organisation, die sich der Rettung der großen Pandas verschrieben hat. Die Vorbestellung muss über die offizielle Webseite der Erweiterung stormlegion.com geschehen und endet am 3. Oktober 2012.
Trotz der Deckelung auf 10000 Dollar ganz ganz großes Kino und ich könnte mir vorstellen, dass man angesichts dieser wirklich gelungenen Aktion in der Blizzard-Zentrale möglicherweise gerade ein klein wenig schäumt … :o)
Nach längerer Zeit möchte ich an dieser Stelle mal wieder eine Software vorstellen, die kein Spiel ist. Für die Vorstellung hole ich mal etwas aus: auch wenn der Begriff Hypertext aus dem Web heutzutage durchaus kein Fremdwort mehr ist, so hat das Setzen von Links und damit das Verzweigen von Geschichten in der Prosa nach wie vor kaum Bedeutung. Auch mit der flächendeckenden Einführung von eBooks, Smartphones und Tablets liest man Bücher und Stories noch wie vor hundert Jahren: linear. Wir hatten schon zu Print-Zeiten etwas ähnliches, vor etlichen Jahren gab es mal Rollenspielbücher, wie beispielsweise die Reihe EINSAMER WOLF. Darin konnte man sich an neuralgischen Punkten entscheiden, wie es mit der Geschichte weiter gehen sollte. Dazu wählte man seine Option und las dann auf der entsprechenden Seite weiter.
Obwohl heutzutage die entsprechenden Techniken im Netz längst nicht mehr besonders beachteter Standard sind, haben sie ins schriftliche Geschichten erzählen nach wie vor quasi keinen Eingang gefunden. Was ich persönlich ehrlich gesagt ziemlich seltsam finde, allerdings kann ich nachvollziehen, dass eine solche verzweigte Story einen deutlichen Mehraufwand im Schaffensprozess bedeutet.
Und genau hier kommt TWINE ins Spiel. TWINE ist eine Software, die es ermöglicht, interaktive Geschichten in Textform – genauer: HTML – und mit Verzweigungspunkten in Form von Hyperlinks auf einfache und übersichtliche Art und Weise zu erstellen. Durch den grafischen Ansatz hat man die Struktur seiner Geschichte ständig im Blick und kann zudem einzelne Elemente beliebig verschieben und auch neu verknüpfen.
Wer also mal mit Hypertexten und Geschichten, experimentieren möchte, die Alternativen statt eines linearen Ablaufs beinhalten, der sollte dringend einen Blick auf TWINE werfen. Die Geschichten können dank der Umsetzung als single-file-HTML einfachst publiziert oder an Dritte weiter gegeben werden; dank des verwendeten Formats kann man die erstellten Dateien auf einer riesigen Menge von Geräten betrachten, vom Computer über den eReader (wenn er das Verfolgen von Links beherrscht) bis hin zum Smartphone – oder sogar exotischere, wie Spielekonsolen mit Browser. Das Beste daran: es handelt sich um eine Open Source-Software unter der GNU Public License. Mehr zum Programm auf der Webseite des Projekts. Twine gibt es in Versionen für Windows und Mac OS X. Das Ganze läuft für Hardcore-Nutzer unter dem Namen Twee auch via Python von der Kommandozeile aus.
Das folgende Video zeigt eine kleine Einführung:
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DreamWorks ist einen Schritt weiter bei seinem Projekt, Steven Spielbergs Film ROBOPOCALYPSE auf die Schiene zu bringen. Aktuell wurde der ehemalige Fox-Chef Tim Rothman als Produzent gewonnen werden. Der hat nämlich bereits unterschrieben, um den zum Zeitpunkt des Rechteerwerbs im Jahr 2009 noch unveröffentlichten Roman von Daniel H. Wilson umzusetzen.
Die Hauptrolle wurde besetzt mit Chris Hemsworth, der aktuell in einer Menge Produktionen mit phantastischem Bezug auftaucht, darunter sicherlich weit vorne seine Darstellung des Marvel-Helden THOR im gleichnamigen Film und bei THE AVENGERS.
Der Hollywood Reporter meldet jetzt, dass man im Gespäch mit Anne Hathaway ist, diese soll eventuell die weibliche Hauptrolle in ROPOPOCALYPSE übernehmen. Na, das wäre ja mal ein Hit: THOR und CATWOMAN in einem Film. ;o) Allerdings sollte man dabei bedenken, dass die Gespräche sich noch in einem sehr frühen Stadium befinden.
Der Film handelt vom »Schicksal der Menschheit nach einem Aufstand der Roboter«. Das Drehbuch schreibt gerade Drew Goddard (CLOVERFIELD), die Dreharbeiten starten im Frühjahr 2013, ins US-Kino soll die Roboter-Apokalypse am 25. April 2014 kommen.
Wer den Roman schon einmal lesen möchte: den gibt es seit September 2011 auch in deutscher Sprache. Ich wollte es nur mal erwähnt haben, man muss Science Fiction inzwischen bei den hiesigen Publikumsverlagen ja leider mit der Lupe suchen …
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Cover des Romans ROBOPOCALYPSE Copyright 2011 Doubleday
Absolut kein weiterer Kommentar! :D Mal sehen, wie lange das online bleibt.
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Normalerweise würde ich nur abwinken: noch´n Reboot. Diesmal soll es nicht den Abenteuerstreifen aus dem Jahr 1999 mit Brendan Fraser treffen, sondern die deutlich ältere Vorlage THE MUMMY, also den Klassiker von 1932.
Warum ich dennoch nicht sofort abwinke: die Köpfe hinter dem Reboot sind Alex Kurtzman, Roberto Orci und Jon Spaihts – man fragt sich, ob die im Gegensatz zu uns mehr als 24 Stunden am Tag zur Verfügung haben, so umtriebig wie die in Sachen Film und Fernsehen derzeit sind. Gefühlt kommt im Moment jede zweite Hollywood-Produktion vom Team Orci & Kurtzman. Etwas beunruhigender finde ich, dass Len Wiseman die Regie angedient bekommen hat, aber mit einem guten Drehbuch …
Kurtzman:
Wir erinnern uns an die tiefen Wurzeln der MUMIE, die im Herzen in erster Linie ein Horrorfilm ist und erst zweitranging ein Actionfilm, und wollen das in einen Kontext stellen, der echt wirkt und emotional ist. Es soll immer noch ein »Four Quadrant Movie« werden, aber wie eine Menge Filme in letzter Zeit bewiesen haben, ist das Publikum hungrig nach mehr als es normalerweise gewöhnt ist. Man kann immer noch einen Familienfilm haben, wenn der Actionanteil zurück gefahren wird. Ohne zuviel zu verraten können wir sagen, dass wir eine Menge Inspiration aus Michael Crichtons Büchern geholt haben – und wie er darin fantastische Geschichten mit moderner Wissenschaft unterfüttert.
Hm. Was mag uns erwarten? Ein weichgespülter Horrorfilm oder eine coole, kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie? Wir werden es im Jahr 2014 erfahren, denn dann soll DIE MUMIE in die (US)-Kinos kommen.
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Bild: Kinoplakat THE MUMMY (1932), Universal Pictures
Am Wochenende wurden in Los Angeles zum 64. Mal die Primetime-Emmys vergeben, das ist der Preis der Academy of Television Arts & Sciences (ATAS) für besondere Leistungen im Bereich Fernsehen.
Auch wenn anderswo kolportiert wird, dass HOMELAND der große Gewinner ist, dann bezieht das nur die scheinbar »wichtigen« Kategorien mit ein, betrachtet man jedoch alle, dann liegt GAME OF THRONES mit sechs Emmys an der Spitze. Ebenfalls gut im Rennen liegt die Discovery Channel-Doku FROZEN PLANET mit vier Auszeichnungen. Der große Verlierer ist die Serie MAD MEN, die zwar sage und schreibe 17 Mal nominiert wurde, aber nicht einen einzigen Preis erhielt.
Im Genre-Bereich noch erwähnenswert: ein Preis für die besten Masken ging an THE WALKING DEAD.
Die folgende Liste zeigt alle Nominierten der jeweiligen Kategorien, die Gewinner sind durch Fettschrift gekennzeichnet.
Streng genommen hat Peter Jackson bereits einen Doctor unter seiner Regie-Fuchtel gehabt, denn Radagast der Braune wird im HOBBIT gespielt von Sylvester McCoy und der war die siebte Inkarnation des Timelords.
Matt Smith, der aktuelle Doctor hat kürzlich in einem Interview gegenüber der Waikato Times geäußert, dass er eine Kampagne starten würde, um eine Episode in Neuseeland zu drehen bei der Jackson Regie führen soll. Smith sagte (Übersetzung von mir):
Lasst uns Peter Jackson holen, um bei einer [Episode] Regie zu führen und lasst uns das in Neuseeland machen. Ich würde es lieben, das zu tun und ich werde mich immer wieder dafür einsetzen, da rüber zu gehen und dort zu filmen.
Na gut, das könnte es jetzt gewesen sein: Smith hat einen Traum und redet darüber. Aber die Geschichte geht noch weiter, denn Peter Jackson hat Wind von der Sache bekommen und geantwortet:
Ich bin ein großer DR. WHO-Fan und ich denke Matt ist fantastisch. Sagt mir einen Ort und eine Zeit und ich bin da!
Das Ganze dürfte allerdings weniger eine Frage des Wollens sein, als vielmehr eines vollen Terminkalenders, immerhin hat der Regisseur noch ein paar Hobbit-Filme fertig zu stellen. Wollen wir hoffen, dass Smith nicht in der Zeit in einen neuen Doctor regeneriert … :o)
Dean DevlinsLEVERAGE ist keine Phantastik-Serie, sie ist aber fantastisch und gehört zu meinen persönlichen Favoriten, deswegen weise ich an dieser Stelle darauf hin. Möglicherweise hat sie ja jemand noch nicht wahrgenommen oder aufgrund des wechselnden Sendeplatzes auf verschiedenen deutschen Kanälen (RTL Crime und Vox) verpasst.
Der ehemalige Versicherungsdetektiv und geniale Planer Nathan Ford (Timothy Hutton) wendet sich nach dem Tod seines Sohnes gegen seinen ehemaligen Auftraggeber und sammelt eine Truppe von Kriminellen um sich, mit denen er im Zuge seiner Ermittlungen zu tun hatte. Denn ein Grund für das Ableben des Sprösslings war die Tatsache, dass die Versicherung, für die er arbeitete und der er Millionenbeträge eingespart hatte, mit fadenscheinigen Argumenten Geldmittel für eine teure Behandlung verweigerte. Das brachte Nate dazu die Seiten zu wechseln und machte ihn zudem zum Alkoholiker. Jetzt arbeitet er mit seiner kongenialen Truppe aus Hochstaplerin, Schläger, Computergenie und Einbrecherin für die andere Seite: man hilft »kleinen Leuten«, die von Reichen und Mächtigen benachteiligt wurden und keine Möglichkeit haben, sich zu wehren. Das Motto aus dem Vorspann:
The rich and powerful, they take what they want. We steal it back for you. And sometimes, bad guys make the best good guys. We provide … leverage.
Die Reichen und Mächtigen nehmen sich, was sie wollen – wir stehlen es für Sie zurück! Manchmal sind die Bösen die besseren Guten – wir bieten … Gerechtigkeit!
Die Serie ist eine moderne Mischung aus A‑Team und Robin Hood mit eindeutiger Verneigung in Richtung solcher Filme wie SNEAKERS oder diverser anderer Streifen, in denen ein Team Einbrüche akribisch plant. Dabei sind zum einen die Schauspieler und ihre Charaktere ganz großartig und stellen alle egozentrische Genies dar, die sich mit den anderen erst zusammen raufen müssen, zum anderen kommt der Humor nie zu kurz. Das alles und die stellenweise erfreulich frische und selbstironische Inszenierung hebt die Serie qualitativ weit über andere Krimiserien hinaus und macht sie zu einem Geheimtip.
In den USA läuft inzwischen bereits die fünfte Staffel, hierzulande befindet die Ausstrahlung auf dem Sender Vox sich in der vierten Season.
Am 26. Oktober 2012 erscheint die zweite Staffel in Deutschland auf DVD, das hat natürlich den unschätzbaren Vorteil, dass man dadurch die Möglichkeit hat, sich die Serie auch im Originalton ansehen zu können – und das lohnt, auch wenn Hartisan manchmal nicht ganz einfach zu verstehen ist. :o) Freigegeben ist die Serie ab 16 Jahren (was ich nicht nachvollziehen kann, es passiert wirklich nichts Schlimmes darin, der Gewaltlevel ist sogar eher niedrig, wahrscheinlich liegt das daran, dass hier Kriminelle die Helden sind – lächerlich) und erfreulicherweise verfügt die DVD über 5.1‑Ton. Der Preis von 28,99 Euro für 600 Minuten beste Unterhaltung geht in Ordnung.
Ansehen! (aber besser mit der ersten Staffel starten)
Bisher war es üblich, dass man für MMO-Erweiterungen Geld berappen muss. Das galt sowohl für den Ex-Branchenprimus WORLD OF WARCRAFT ebenso wie free-2-play-Vertreter wie GUILD WARS. ArenaNets Game Director Colin Johanson gab allerdings jetzt im offiziellen Forum zu Protokoll, dass es neuen Content bei GUILD WARS 2 erst einmal kostenlos geben werde. Er sprach sogar von »großen Mengen« sowie immer wieder ingame-Events.
Johanson antwortet damit auf eine Frage im Forum, wann es kostenpflichtige Zusätze, also Erweiterungspacks analog zum Vorgänger geben werde. Er antwortete darauf, dass man den Spielern diesen neuen Content lieber kostenlos zur Verfügung stellen wolle:
Our goal is to make it so you get more from Gw2 for free than you get from a game you pay a subscription for.
On top of a large amount of free bonus content, we will be expanding on offerings in the Black Lion Trading Company going forward, as well as be doing large-scale expansion content down the road.
We’ll cover a lot of the details on the kind of support and plans we have in place over the next month or so on the Gw2 blog and with our press partners.
We do appreciate that you’d like to buy lots of new content, but we’d prefer to give a lot of it to you for free, cause that’s what we think a responsible MMO company does!
Verblüffend. ArenaNet hat zwar an ein paar Stellen durchaus Probleme (Accountklau und Support), macht aber viel richtig. Um das zu feiern hier noch ein (halbwegs) neuer Trailer, bei dem angeblich James McTeigue (V WIE VENDETTA) Regie geführt haben soll.
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