Computerspiel

STRANGER THINGS – Das Adventure

Logo Stranger Things

Net­flix’ STRANGER THINGS war die Seri­en­über­ra­schung die­ses Jah­res, das steht für mich außer Fra­ge. Die Hand­lung spiel­te in den 1980ern und war inspi­riert von die­ver­sen Klas­si­kern. Dazu passt natür­lich wie die Faust aufs Auge, dass jemand aus einer Sze­ne der Serie ein Point & Click-Adven­ture im Stil sol­cher Klas­si­ker wie MONKEY ISLAND oder JUDGEMENT RITES gemacht hat.

Lei­der ist es nur ein Tri­but an die Serie und ein soge­nann­ten »One Room«-Adventure, eine voll­stän­di­ge Ver­si­on wäre gradn­di­os, ist aber zum einen nicht mal eben gemacht und Pro­ble­me mit den Rech­te­inha­bern dürf­te es eben­falls geben.

STRANGER THINGS als Adven­ture gibt es bei Infa­mous Quests für Win­dows, Mac und Linux, der Down­load ist kos­ten­los.

Stranger Things Adventure

»99 out of a hundred times, the miss­ing kid is with a parent or rela­ti­ve. This is about that one other time.«

The dis­ap­pearance of Will Byers has the town of Haw­kins, India­na – and Chief Jim Hop­per – on edge.

Based on the Net­flix series crea­ted by the Duf­fer Brot­hers.

This is a one-room, point and click adven­ture game, done in tri­bu­te to the series. Crea­ted by Ste­ven Alex­an­der, James Mul­va­le & Jon Tay­lor-Stoll of Infa­mous Quests, this is a small labor of love.

Logo STRANGER THINGS Copy­right Net­flix

Kurzfilm: WARHAMMER 40k – THE LORD INQUISITOR – PROLOGUE

Der Fan-Kurz­film THE LORD INQUISITOR spielt im WARHAMMER 40k-Uni­ver­sum. Der Knül­ler dar­an: Er wur­de voll­stän­dig in der CryEn­gi­ne in Echt­zeit rea­li­siert. Dass das so atem­be­rau­bend aus­sieht ist aller­dings zu einem nicht gerin­gen Teil der Tat­sa­che geschul­det, dass es sich beim Macher Eras­mus Bros­dau um einen Art Direc­tor bei Crytek han­delt. Mehr Infor­ma­tio­nen zum Pro­jekt auf des­sen Web­sei­te und auf Face­book. Eras­mus hat auch eine per­sön­li­che Sei­te auf Face­book.

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Rainbow Arts wird wiederbelebt

Logo Rainbow Arts

Gamer, die schon zu Zei­ten von Ata­ri 800, C64 oder Ami­ga unter­wegs waren, oder Retro-Fans, kön­nen mit dem Namen »Rain­bow Arts« etwas anfan­gen und bekom­men mög­li­cher­wei­se sogar leuch­ten­de Augen.

Juli­an Egge­brecht, Grün­der des eben­so legen­dä­ren deut­schen Ent­wick­lers Fac­tor 5, sag­te in einem Inter­view mit dem Pod­cast Retro­kom­pott, dass Rain­bow Arts als Publisher wie­der­be­lebt wer­den soll. Fac­tor 5 haben aus der THQ-Insol­venz­mas­se nicht nur die Rech­te an der Mar­ke erwor­ben, son­dern auch die an diver­sen Games aus den 1980ern und 1990ern der deut­schen Publisher Soft­gold, Rush­wa­re, Reli­ne und eben Rain­bow Arts. Dar­un­ter sol­che Klas­si­ker wie MAD TV oder GIANA SISTERS. Zusätz­lich hält Fac­tor 5 nun auch wie­der die Rech­te an den von ihnen selbst ent­wi­ckel­ten Spie­len wie TURRICAN oder KATAKIS. Die Games sol­len ab Ende 2016 auf den ver­schie­dens­ten Platt­for­men neu ver­öf­fent­licht wer­den (hach, ich habe sie ALLE gespielt).

Eben­falls mit an Bord sind Man­fred Trenz und der legen­dä­re Spiele­mu­sik­kom­po­nist Chris Hüls­beck. Auf der bereits gesi­cher­ten Domain rain​bo​warts​.com fin­det sich der­zeit noch nichts, aber es kann sicher nicht scha­den, die­se zu beob­ach­ten.

Logo Rain­bow Arts Copy­right Rain­bow Arts

EVE ONLINE wird Free2Play – aber nicht wirklich

CCP Games hat soeben in einer Pres­se­mit­tei­lung ange­kün­digt, dass ihr lang­jäh­rig erfolg­rei­ches Sci­ence Fic­tion-MMO EVE ONLINE einen kos­ten­lo­sen Teil bekom­men wird. Rich­tig, denn anders als man­che Medi­en berich­ten, wird EVE eben nicht free2play, son­dern ermög­licht es, gewis­se Tei­le des Games kos­ten­los spie­len zu kön­nen.

Zukünf­tig wird es soge­nann­te Alpha- und Ome­ga-Klo­ne geben (für die Unin­iti­ier­ten: Man steu­ert in EVE einen Klon, oder meh­re­re nach­ein­an­der, je nach­dem, wie oft der eige­ne Cha­rak­ter zu Tode kommt, die Kopien machen die Figur qua­si unsterb­lich). Abon­nen­ten füh­ren Ome­ga-Klo­ne, die haben voll­stän­di­gen Zugriff auf alle Fea­tures des Spiels. Kos­ten­los darf man Alpha-Klo­ne steu­ern, die haben nur Zugriff auf bestimm­te nied­ri­gran­gi­ge Skills und Schif­fe. Im Prin­zip han­delt es sich also um eine Art erwei­ter­te Test­ver­si­on, denn sicher wer­den ambi­tio­nier­te Spie­ler schnell an die Gren­zen sto­ßen. Aus der Pres­se­mit­tei­lung und dem zuge­hö­ri­gen detail­lier­te­ren Blog­post geht nicht her­vor, ob man mit Alpha­k­lo­nen PLEX gene­rie­ren kann.

Star­ten soll das Gan­ze bereits im Novem­ber 2016. Der Sinn dürf­te klar sein: Neue Spie­ler zu EVE ONLINE brin­gen. Man wird abwar­ten müs­sen, wie die Shards den zu erwar­ten­den Ansturm ver­kraf­ten. Bei EVE spie­len alle im sel­ben Uni­ver­sum.

Mehr zum The­ma auch in einem beglei­ten­den Video von CCPs Seagull:

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Spektakulär: »Interactive Dynamic Video« könnte das Filmemachen revolutionieren

Das fol­gen­de Video basiert auf der PhD-Dis­ser­ta­ti­on von Abe Davis am MIT und zeigt auf beein­dru­cken­de Wei­se, wie kur­ze Film­auf­nah­men dazu genutzt wer­den kön­nen, in Vide­os nach­träg­lich phy­si­ka­lisch kor­rekt mani­pu­lier­ba­re Objek­te zu erschaf­fen. Alss etwas ent­fernt Ähn­li­ches wie das, was man heu­te schon in After Effects mit­tels Pup­pet Warp errei­chen kann, aber eben nicht manu­ell, son­dern auto­ma­ti­siert. Ich fin­de das ziem­lich spek­ta­ku­lär. Weil sol­che Dis­ser­ta­tio­nen selbst­ver­ständ­lich immer einen hoch­wis­sen­schaft­li­chen Namen haben müs­sen, lau­tet der voll­stän­di­ge Titel: »Image-Space Modal Bases for Plau­si­ble Mani­pu­la­ti­on of Objects in Video«.

Mehr dazu auf der Web­sei­te zum Pro­jekt. Und das Video unbe­dingt bis zum Ende schau­en! So macht Wis­sen­schaft Spaß! :D

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Gameplay-Trailer: STRIKE VECTOR EX

STRIKE VECTOR EX ist ein Raum­schiff- bzw. Glei­ter-Shoo­ter für die Play­sta­ti­on 4, der mit sehr hüb­scher Gra­fik auf­war­ten kann und dem Game­play-Trai­ler nach zu urtei­len mit eini­ger Action des Weges kommt. Es gibt eine Ein­zel­spie­ler­kam­pa­gne, einen off­line Skir­mish Modus und einen online Mul­ti­play­er-Mode. Sein Schiff kann man dem eige­nen Geschmack anpas­sen.

STRIKE VECTOR EX erscheint am 30. August 2016 lei­der aus­schließ­lich für die PS4 (ursprüng­lich waren auch XBox One und PC-Ver­sio­nen ange­kün­digt wor­den).

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MAFIA III – der Soundtrack

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Auf der Games­com beein­druck­te der Stand des Spiels MAFIA III ganz beson­ders und der erhielt dafür auch den Preis für die bes­te Booth. In mei­nen Augen ver­dient. Wie das Spiel wird, kann ich nicht sagen, da ich mich nicht ange­stellt habe. Bemer­kens­wert fin­de ich aller­dings den bereits ver­öf­fent­lich­ten Sound­track, der aus zahl­lo­sen musi­ka­li­schen Klas­si­kern besteht. Auf der Web­sei­te des Spiels wur­de ein Link zu einer Play­list der Songs auf Pan­do­ra ver­öf­fent­licht. Der nutzt uns in Euro­pa aller­dings nichts, weil der Steam­ing­an­bie­ter sei­ne Diens­te hier­zu­lan­de auf­grund von Que­re­len um die Lizen­zen ein­ge­stellt hat. Wer die Songs trotz­dem hören möch­te, kann sich mit der fol­gen­den Lis­te eine eige­ne Play­list beim Anbie­ter der eige­nen Wahl zusam­men­stel­len (ich wür­de auch mal davon aus­ge­hen, dass man die­ses »Mafia-Mix­tape« dem­nächst bei Ama­zon wird erwer­ben kön­nen, falls sich der Publisher mit den Rech­te­inha­bern eini­gen kann oder will):

? And The Mys­te­ri­ans: “Nine­ty-Six Tears”
The Ani­mals: “We Got­ta Get Out Of This Place”
Are­tha Frank­lin: “Chain of Fools,” “Respect”
Bar­ry Magui­re: “Eve of Des­truc­tion”
Beach Boys: “Help Me, Rhon­da,” “Heroes and Vil­lains,” “Wouldn’t It Be Nice”
Beet­ho­ven Ben: “Dance of the Hours”
Big Brot­her & The Hol­ding Com­pa­ny: “Pie­ce of My Heart”
Blue Cheer: “Good Times Are So Hard To Find”
Bob­by Ful­ler Four: “I Fought The Law”
Box Tops: “The Let­ter”
Can­ned Heat: “On The Road Again”
Cham­bers Brot­hers: “I Can’t Turn You Loo­se”
Cla­rence Car­ter: “Slip Away”
Clif­ton Che­ni­er: “Ay-Tete-Fee”
Count Five: “Psy­cho­tic Reac­tion”
Cream: “White Room”
Cree­dence Cle­ar­wa­ter Revi­val: “Proud Mary,” “For­t­u­na­te Son,” “Bad Moon Rising,” “Born on the Bay­ou”
Del Shan­non: “Runa­way,” “Keep Sear­chin’ (We’ll Fol­low The Sun)”
Del­ta Rae: “Bot­tom of the River”
Dew­ey Edwards: “I Let A Good Thing Go By”
Dia­na Ross & The Supre­mes: “Love Child”
Dus­ty Spring­field: “Son of a Pre­a­cher Man”
Eddie Floyd: “Knock on Wood”
Elvis: “A Litt­le Less Con­ver­sa­ti­on”
Etta James: “Don’t Go To Stran­gers”
Four Tops: “Reach Out, I’ll Be The­re”
Fred­die Can­non: “Pali­sa­des Park”
Iron But­ter­fly: “In A Gad­da Da Vida”
James Brown: “I Got You (I Feel Good)”
Jef­fer­son Air­plane: “Some­bo­dy to Love,” “White Rab­bit”
John Lee Hoo­ker: “One Bour­bon, One Scotch, One Beer”
John­ny Cash: “Fol­som Pri­son Blues (Live),” “Ring of Fire”
Jr. Wal­ker and the All Stars: “Shot­gun”
L.C. Coo­ke: “Take Me For What I Am”
Light­nin’ Hop­kins: “Black Ghost Blues,” “Sinner’s Pray­er,” “The How­ling Wolf”
Light­nin’ Slim: “G.I. Blues”
Litt­le Richard: “Long Tall Sal­ly”
Lon­nie Young­blood: “Go Go Shoes”
Mar­tha and the Ven­del­las: “Nowhe­re to Run”
Mar­vin Gaye: “You”
Mer­cy Dee Walt­on: “Five Card Hand”
Mis­fits: “You Belong To Me”
Mour­ning Ritu­al (ft. Peter Drei­ma­nis): “Bad Moon Rising”
Otis Red­ding: “Sit­ting On The Dock Of The Bay,” “Hard To Hand­le”
Otis Red­ding & Car­la Tho­mas: “Tramp”
Otis Spann: “Must Have Been The Devil”
Pat­sy Cli­ne: “Cra­zy”
Paul Reve­re and the Rai­ders: “Kicks”
Ramo­nes: “Pali­sa­des Park”
Roger Mil­ler: “King of the Road”
Roo­se­velt Sykes: “Hey Big Mom­ma”
Roy Orbi­son: “Run­ning Scared”
Rufus Tho­mas: “Wal­king The Dog”
Sam and Dave: “Hold On, I’m Comin’,” “Soul Man”
Sam Coo­ke: “Chain Gang,” “Won­derful World,” “Bring It On Home To Me,” “Ano­ther Satur­day Night,” “I’m Gon­na For­get About You”
Sam the Sham and the Pha­raohs: “Li’l Red Riding Hood”
Son­ny Rho­des: “You Bet­ter Stop”
Sta­tus Quo: “Pic­tures Of Match­stick Men”
Step­pen­wolf: “Despe­ra­ti­on,” “Born To Be Wild”
Supre­mes: You Keep Me Han­gin’ On
Tempt­a­ti­ons: “I Wish It Would Rain”
The Ani­mals: “House of the Rising Sun”
The Aven­gers: “Paint It Black”
The Band: “The Weight”
The Cham­bers Brot­hers: “Time Has Come Today”
The Dra­ma­tics: “Get Up and Get Down”
The Duprees: “You Belong To Me”
The Fun Sons: “Hang Ten”
The Mira­cles: “You’ve Real­ly Got A Hold On Me”
The Rol­ling Stones: “Mother’s Litt­le Hel­per,” “Paint It Black,” “Sym­pa­thy For The Devil,” “Street Fight­ing Man,”
The Sear­chers: “Take Me For What I’m Worth,” “Need­les & Pins”
The Shadows of Knight: “I Got My Mojo Working”
The Supre­mes: “Baby Love”
The Tams: “What Kind of Fool (Do You Think I Am)”
The Tempt­a­ti­ons: “Ain’t Too Proud To Beg”
The Troggs: “Wild Thing”
Three Dog Night: “One”
Vanil­la Fudge: “You Keep Me Han­gin’ On”

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung. Foto von mir CC BY-NC-SA

DISHONORED 2

Ab dem 11. Novem­ber wird Bethes­da Soft­works und Arka­ne Stu­di­os DISHONORED 2 im Han­del sein, in dem man die Aben­teu­er von Cor­vo aus dem ers­ten Teil schlei­chen­der­wei­se fort­füh­ren kann. Dies­mal steht aller­dings als Alter­na­ti­ve auch die rach­süch­ti­ge Regen­tin Emi­ly als Spie­ler­cha­rak­ter zur Ver­fü­gung. Durch die unter­schied­li­chen Fähig­kei­ten der bei­den Prot­ago­nis­ten unter­schei­det sich das Spiel mit bei­den. Ursprüng­lich soll­te nur Emi­ly als Cha­rak­ter spiel­bar sein, auf Zen­imax´ Quak­e­Con ent­schied sich aller­dings eine deut­li­che Mehr­heit der Befrag­ten dafür, die Mög­lich­keit haben zu wol­len, mit bei­den zu spie­len. Man muss neid­los zuge­ben, dass Gra­fik und Stim­mung des Games atem­be­rau­bend sind.

DISHONORED 2 erscheint für Win­dows, PS4 und Xbox One. Einen neu­en Trai­ler gab es bis­lang nicht, der hier ist von der E3.

https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​l​N​F​t​A​C​e​i​fcU

Gamescom: Sind Plüschtiere Waffen?

gamescom Logo

Ich muss mich doch mal aus dem Urlaub mel­den … Die Ver­an­stal­ter der Games­com, die in der über­nächs­ten Woche in Köln statt­fin­det, haben in der Cos­play­er-Sze­ne für eini­gen Auf­ruhr gesorgt, denn offen­bar auf­grund der Anschlä­ge der letz­ten Wochen wur­den erst jetzt, kurz vor der Ver­an­stal­tung Regeln auf­ge­stellt, die Cos­play­ern das Mit­brin­gen von Waf­fen­at­trap­pen unter­sa­gen. Und nicht nur das, das­sel­be gilt auch für »waf­fen­ähn­li­che« Gegen­stän­de, ohne dass das wei­ter aus­for­mu­liert wur­de, also völ­lig intrans­pa­ren­te Gum­mi­an­wei­sun­gen, mit denen sich ver­mut­lich nach Guts­her­ren­art alles ver­bie­ten lässt.

Beson­ders pikant war die Ant­wort auf die Anfra­ge eine Cos­playe­rin, die ein Plüsch­tier und einen Sty­ro­por­vo­gel mit­brin­gen woll­te und der man ant­wor­te­te:

Bedau­er­li­cher­wei­se sehen wir uns gezwun­gen, die Defi­ni­ti­on »Waf­fe« sehr hart zu inter­pre­tie­ren. Dies bedeu­tet, dass alle von Dir auf­ge­lis­te­ten Gegen­stän­de nicht zuge­las­sen sind.

Ein Plüsch­tier ist eine Waf­fe? Das hielt ich für äußerst gro­tesk und frag­te des­we­gen nach:

Sehr geehr­te Frau xxxxx,

Da ich die in mei­nen Augen über­zo­gen para­no­ide Her­an­ge­hens­wei­se der Köln­mes­se in einem Arti­kel the­ma­ti­sie­ren wer­de, bit­te ich um Stel­lung­nah­me zu dem als Screen­shot ange­häng­ten Fall, in dem Sie einer Cos­playe­rin unter­sa­gen wol­len, einen Geh­stock aus Pap­pe, sowie einen Plüsch- und einen Sty­ro­por­vo­gel mit­zu­brin­gen.
War­um wird das unter­sagt? Han­delt es sich bei Plüsch­tie­ren oder Sty­ro­por­vö­geln Ihrer Ansicht nach um »waf­fen­ähn­li­che Gegen­stän­de«? Falls ja, bit­te ich um eine Begrün­dung. Falls nein, bit­te ich um eine Begrün­dung für das Ver­bot. Sind Sie nicht der Ansicht, hier voll­kom­men über­zo­gen und unver­hält­nis­mä­ßig zu agie­ren?
Für Infor­ma­tio­nen bedan­ke ich mich im vor­aus. Ich wei­se dar­auf hin, dass eine Ant­wort in einem Arti­kel zitiert wer­den wird. Eben­so das Aus­blei­ben einer sol­chen.


Mit freund­li­chem Gruß,
Ste­fan Holz­hau­er
Phan​ta​News​.de
Phan­tas­ti­sche Nach­rich­ten

Eine Ant­wort kam heu­te, die ist so kurz wie aus­sa­ge­arm:

Hal­lo Herr Holz­hau­er,

bit­te ent­schul­di­gen Sie die For­mu­lie­rung der Ant­wort, die in die­sem Fall lei­der nicht aus­rei­chend dif­fe­ren­ziert war. Plüsch­tie­re und auch Sty­ro­por­vö­gel sind kei­ne waf­fen­ähn­li­che Gegen­stän­de und daher als Kos­tüm­be­stand­tei­le zuläs­sig.

Gruß,
xxxx

Aha. Na das ist doch schon ein­mal was. Ein Plüsch­tier ist also kei­ne Waf­fe. Bahn­bre­chend. Man muss sich jetzt fra­gen, wie es dann zu die­ser kom­plet­ten Falsch­aus­sa­ge kom­men konn­te? Nach­läs­sig­keit? Sind den Mit­ar­bei­tern der Köln­mes­se die­se »Cos­play-Spin­ner« völ­lig egal und man kann nach Belie­ben mit ihnen umsprin­gen? Und: Natür­lich blei­ben dadurch die Bedin­gun­gen für Cos­play­er wei­ter­hin völ­lig intrans­pa­rent, des­we­gen habe ich noch eine wei­te­re Fra­ge hin­ter­her­ge­schickt:

Sehr geehr­te Frau xxxx,

wird das auch öffent­lich gemacht? Die Cos­play­er­sze­ne ergeht sich seit ges­tern in erheb­lich kri­ti­schen Äuße­run­gen und inten­si­ver Dis­kus­si­on über das Ver­hal­ten der Games­com-Ver­an­stal­ter und die völ­lig unkla­ren Bedin­gun­gen hin­sicht­lich erlaub­ter Gegen­stän­de. Wer­den Sie die­se noch deut­li­cher for­mu­lie­ren, damit die Cos­play­er eine höhe­re Sicher­heit bekom­men, nicht am Ein­gang abge­wie­sen zu wer­den, oder Gegen­stän­de kon­fis­ziert zu bekom­men? Was ist mit Per­so­nen, die kei­ne Kennt­nis von den »Regeln« erlan­gen konn­ten? Wer­den die ein­ge­zo­ge­nen Gegen­stän­de sol­cher Per­so­nen gekenn­zeich­net, gesam­melt und nach Besuchs­en­de zurück­ge­ge­ben? Oder wer­den inkri­mi­nier­te Gegen­stän­de ver­nich­tet? Wer­den sol­che Per­so­nen trotz gül­ti­ger Ein­tritts­kar­te abge­wie­sen, wenn sie mit einer Ver­nich­tung ihres Besit­zes nicht ein­ver­stan­den sind? Wie sind also die kon­kre­ten Bedin­gun­gen?

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen bedan­ke ich mich im vor­aus.

Wenn sich nun Cos­play­er ent­schei­den, auf­grund der in mei­nen Augen völ­lig über­zo­ge­nen Regeln nicht zur Games­com zu fah­ren, dann ist das für die Köln­mes­se kei­ner­lei Ver­lust, denn schließ­lich sind alle Kar­ten seit Wochen aus­ver­kauft und die Ver­an­stal­ter haben das Geld bereits. Wenn jemand nicht kommt, weil er oder sie mit den kurz­fris­tig uni­la­te­ral ein­ge­füh­ren Regeln nicht ein­ver­stan­den ist, kann das der Köln­mes­se also völ­lig egal sein.

Aber: Es wur­de die Ansicht geäu­ßert, dass sich die Ver­trags­be­din­gun­gen für den Kar­ten­kauf durch die­se Ände­run­gen der AGB eben­falls geän­dert haben, denn die neu­en Regeln sind ja nicht optio­nal, son­dern bin­dend und wer­den damit Teil des Ver­trags. Eine sol­che ein­sei­ti­ge, nach­träg­li­che Ver­trags­än­de­rung ist so aber nicht zuläs­sig, des­we­gen kann man auch mei­ner Ansicht nach vom Kauf zurück­tre­ten.

(Update: Nach­träg­li­che ein­sei­ti­ge Ver­trags­än­de­run­gen sind laut deut­schem Recht nicht zuläs­sig. Und auch eine Klau­sel in AGB, dass die­se sich ein­sei­tig ändern kön­nen, ohne dass der Ver­trags­part­ner zustim­men muss, ist laut BGH nicht zuläs­sig: Urteil vom 11.10.2007, Az. III ZR 63/​07)

Wer also jetzt auf­grund der neu­en »Regeln« nicht mehr auf die Games­com fah­ren möch­te (und das gilt nicht nur für Cos­play­er), soll­te von den Ver­an­stal­tern auf­grund ein­sei­tig und uner­war­tet geän­der­ter AGB sein Geld zurück­ver­lan­gen. Kon­takt­mög­lich­kei­ten fin­det man auf der games­com-Web­sei­te.

Ins­ge­samt hate ich die Sicher­heits­vor­ga­ben der Köln­mes­se für unver­hält­nis­mä­ßig. Wenn wir uns von Ter­ro­ris­ten das Leben ein­schrän­ken und den Spaß ver­der­ben las­sen, haben die Ter­ro­ris­ten gewon­nen, auch ohne dass sie Anschlä­ge ver­üben. Und wenn sich auf­grund der Taschen- und Latex­waf­fen­kon­trol­len lan­ge Schlan­gen bil­den, wäre es für einen Irren ein leich­tes, einen Anschlag auf eben die­se War­ten­den zu ver­üben. Das Sicher­heits­kon­zept erscheint mir in der vor­lie­gen­den Form sehr unaus­ge­go­ren und in jeder Hin­sicht zu unguns­ten der Besu­cher schnell zusam­men­ge­zim­mert.

Logo Games­com Copy­right Köln­mes­se GmbH

Phantastik-Kurzfilm: GEIST

Aus Irland kommt der com­pu­ter­ani­mier­te Phan­tas­tik-Kurz­film GEIST, der zeigt, wie ein schiff­brü­chi­ger Fischer einem dunk­len Geheim­nis auf die Spur kommt.

Regie führ­ten Alex Sher­wood, Ben Har­per und Sean Mullen, pro­du­ziert hat Dani­el Spen­cer, Spre­cher: Cor­mac O’Sul­li­van und Remy Pur­till.

Wei­te­re Details fin­det man auf der Vimeo-Sei­te zum Film.

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