Die Fans wibbeln schon ungeduldig auf ihren Stühlen, der Start der zweiten Staffel GAME OF THRONES rückt näher – dauert aber noch bis April. Um diese schier unermesslich lange Zeit zu überbrücken, spendiert HBO einen Teaser; davon werden wir in nächster Zeit vermutlich noch einige mehr zu sehen bekommen.
Ich habe ein Belegexemplar des Börsenblattes bekommen (sie wollten einen meiner Kommentare auf ihrer Webseite im Heft nutzen und ich habe das gegen Zusendung der fraglichen Ausgabe erlaubt). Nach der Lektüre (95% Werbung, Todes- und Stellenanzeigen) wundert mich nichts mehr.
Wenn die gesamte Buchbranche die in dem Magazin dargestellte verzerrte Realität glaubt, haben beispielsweise eReader auf der CES quasi nicht stattgefunden. »eReader spielten Messebeobachtern zufolge nur eine Nebenrolle«. Nein? Wirklich? Könnte das daran liegen, dass sie nur einen vergleichsweise kleinen Teil des Unterhaltungselektronikmarktes darstellen? Dass andere Geräte auf der Messe im Vordergrund stehen? Dass das Buch (egal in welcher Form) nur innerhalb des Ereignishorizontes der Buchbranche das Zentrum des Universums darstellt?
Auch in anderen Artikeln im Zusammenhang stelle ich eine Grundtendenz fest, die ich persönlich nur als Mischung von »in die eigene Tasche lügen« und »Gejammer über die sich ändernden Zeiten« etikettieren kann. Lese ich dann noch das Loblied auf die Totgeburt libreka, nach wie vor eine bedienerische und kundenfeindliche Katastrophe, wundert mich kaum noch was. Willkommen im Paralleluniversum der Buchbranche.
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Cover Böbla 03 /2012 Copyright MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH
Die Nominierungen für die diesjährigen BSFA (British Science Fiction Awards) sind eingetrudelt. Auch in dieser Liste ist wieder einmal der Name China Miéville zu lesen. Geschieht in letzter Zeit ja des Öfteren. :o) Diesmal wurde sein Roman EMBASSYTOWN nominiert. Plot:
Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die auf dem Planeten Arieka aufwächst, einer Welt, die in einem abgelegenen Winkel der interstellaren Raumfahr liegt, aber durch seine außerirdische Bevölkerung von Interesse ist. Die Ariekei beherrschen eine hochentwickelte Biotechnologie, leider ist die Verständigung der menschlichen Kolonisten mit ihnen höchst kompliziert. Denn: nur spezielle Botschafter, von Geburt an dafür ausgebildete Zwillingspärchen, sind in der Lage, sich mit den Ariekei unterhalten, da deren Sprache nur von Personen gesprochen werden kann, die über zwei Münder verfügen.
Es wurde haufenweise gewünscht, hier ist es: mittels des Plugins »PhantaNews Autorbeschwerde« (ein Name wie eine Steuererklärung :o) werdet ihr in die Lage versetzt, ein Formular zum Zusammenklicken einer Beschwerde in den Kommentaren eines missliebigen Buchbloggers in euer WordPress-basiertes Blog einzubinden.
Die Installation geschieht wie bei jedem anderen Plugin auch, indem man den entpackten Plugin-Ordner (»autorbeschwerde«) entweder per FTP ins WordPress-Verzeichnis hochlädt, oder die zip-Datei im Backend unter »Plugins installieren« hochlädt. Einzustellen ist nix.
Man kann das Formular dann mittels des Shortcodes [ autorform ] (ohne die Leerzeichen, aber die muss ich hier aber einbauen, sonst wird nicht der Shortcode angezeigt, sondern das Beschwerdeformular :o) in einen Artikel oder in eine Seite einfügen.
Das Plugin steht unter einer Creative Commons-Lizenz: CC-BY. Wenn ihr es verwendet, dann nennt bitte PhantaNews und verlinkt auf test.phantanews.de. Wer es anderswo einbinden möchte und grundlegende php-Kenntnisse hat: der Code ist kein Zauberwerk (im Gegenteil). Ihr dürft aufgrund der Lizenz auch abgeleitete Werke schaffen, solange ihr PhantaNews nennt und hierher verlinkt. :o)
Als unbekannter Autor wie auch als Klein- oder Kleinstverleger hat man es heutzutage schon schwer (ich werde aus naheliegenden Gründen keine Namen nennen, es weiß eh jeder, wer gemeint ist). Da müht man sich als Schreiber ab, gießt seine Gedanken in eine Tastatur, auf dass daraus ein Werk werde, das der Leser goutiert. Als Verleger platziert man dann Werbung für das Buch und steht selbstverständlich hinter dem Verfasser.
Wie kann es da sein, dass sich im Internet immer wieder und immer öfter hergelaufene »Blogger« erdreisten, einfach so Besprechungen dieser Werke zu verfassen? Der Gipfel der Unverschämhtheit ist natürlich, wenn diese Rezensionen auch noch negativ ausfallen! Das geht gar nicht!
Ich möchte den Autoren und Verlegern an dieser Stelle eine kostenlose Hilfe zur Verfügung stellen. Mittels des nachfolgenden Formulars kann man sich seinen Kommentartext für das Blog der unverschämten Rezensenten schnell zusammenklicken, damit man nicht immer wieder neu tippen muss.
Ich weise darauf hin, dass die generierten Texte keine Rechtsberatung darstellen …
Zum Jacksons HOBBIT-Verfilmung gibt es nun auch einen deutschen Trailer. Siehe unten. Erschreckend, um vieviel die englische Fassung atmosphärischer ist…
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Von den etablierten Publikumsverlagen und ihren Erfüllungsgehilfen bekommt man im Zusammenhang mit Autoren, die selbst eBooks publizieren (neudeutsch: Selfpublisher) vor allem immer wieder eines mantraartig zu hören: »die können niemals die Qualität abliefern, die wir durch unsere Top-Dienstleistungen Lektorat und Korrektorat bieten«.
Mir war diese Aussage schon lange höchst suspekt, denn jeder, der beispielsweise aus dem Englischen übersetzte Belletristik zur Hand nimmt und über ein grundlegendes Verständnis jener Sprache verfügt, der weiß, wie schlecht die deutschen Fassungen leider immer wieder sind. Dass da kein Lektor mehr drüber liest ist ebenso klar, wie die Tatsache, dass das Lektorat auch bei deutschen Büchern immer wieder stark zu wünschen übrig lässt – das sollte und kann jeder erkennen, der diese Bücher liest.
Aktuell zeigt der C. Bertelsmann Verlag am Beispiel der Steve Jobs-Biographie, wie es um die Qualität seiner Produkte bestellt ist: die weist in der ersten Auflage – schnell auf den Markt gedrückt, um ordentlich Kohle abzuseihen (EUR 24,99 für’s Hardcover, 19,99 für die Kindle-Version) – geradezu hanebüchene Übersetzungsfehler auf. Da liegt weder eine Qualitätsarbeit der Übersetzer vor (sechs! davon haben daran gearbeitet), noch ist die Übersetzung vor der Drucklegung nochmal kontrolliert worden. Das hätte manch ein Pennäler wahrscheinlich besser hinbekommen.
Lasst euch also bitte nichts erzählen, Selfpublisher, auch bei den ganz großen geht es a) nur um die schnelle Kohle (was auch sonst) und liefert man b) die behauptete Qualitätsarbeit leider allzu oft nicht.
Bertelmann weist als Kommentar nur darauf hin, dass es inzwischen eine verbesserte zweite Auflage gibt. Ah so – erhalten Käufer der fehlerhaften Erstauflage die als Bugfix kostenlos?
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Cover SteveJobs-Biographie Copyright Bertelsmann, erhältlich (hoffentlich in der neuen Auflage) beispielsweise bei Amazon
Das war es also, was Apple heute vorgestellt hat: iBooks Author. Vordergründig ging es darum, groß ins Geschäft mit (vorerst US-amerikanischen) Schulbüchern einzusteigen. Darum wurde auch viel Tamtam gemacht, man zeigte auf dem iPad interaktive eBooks, bei denen Tippen beispielsweise größere Ansichten von Illustrationen zeigten, oder in die man einfach Notizen zu Artikeln tippen kann. Das war alles sehr hübsch und es ist sicher auch noctwendig, dass die Lehrmaterialien dringend mal ans Informationszeitalter angepasst werden.
Man könnte jetzt natürlich vortrefflich darüber diskutieren, dass Apple möglicherweise versucht, ein Monopol aufzubauen, was die Versorgung mit interaktiven Schulbüchern angeht, aber darum dreht sich dieser Artikel nicht.
Der eigentliche Knüller war meiner Ansicht nach, dass die Software, die man benötigt, um solche interaktiven Bücher fürs iPad zu erzeugen – iBooks Author – für jedermann kostenlos verfügbar ist – wenn man über einen Mac verfügt. Man kann sie im App Store einfach herunter laden und sofort loslegen.
Bei der Demonstration wirkte die Bedienung fast schon erschreckend einfach. Man kann Word- oder Keynote-Dokumente einfach in die Software hinein ziehen, diese formatiert alles hübsch vor und erzeugt auch gleich passende Versionen für die Portrait- und Landscape-Ansicht. Selbstverständlich, kann man danach das Layout nach eigenem Gusto anpassen und wer über technische Expertise in Sachen HTML und Javascript verfügt kann sogar neue Widgets für Inhaltselemente erstellen. Doch die Zielgruppe ist ganz eindeutig nicht der Fachmann – Otto Normaluser wird in die Lage versetzt, mit dieser Software interaktive eBooks fürs iPad herzustellen. Ob auch für andere Plattformen wird sich zeigen, aber ich sehe kaum Hinderungsgründe, wenn die erzeugten Dateien HTML/CSS/Javascript-basiert sein sollten. Wobei bei Apple natürlich eine künstliche Beschränkung auf eigene Hardware nicht unerwartet wäre, aber die Hacker werden es schon richten.
Ich vermute dass die ersten Verleger angesichts der während der Demonstration gezeigten überaus einfachen Bedienung von iBooks Author angefangen haben, Rotz und Wasser zu heulen und möglicherweise wurde die ein oder andere Flasche Frust-Bourbon geleert. Zumindest von denjenigen, die wissen, wie man sich einen Stream im Internet ansieht. :o)
Unschön aber leider nicht unerwartet die Beschränkung auf Mac OS – einen Mac kaufe ich mir deswegen nicht.
Offenbar hat Lionsgate Vertrauen ins Franchise: obwohl der erste Film HUNGER GAMES (deutsch: DIE TRIBUTE VON PANEM) nach den gleichnamigen Romanen von Suzanne Collins erst am 23. März 2012 startet (in den USA), hat man bereits mit den Arbeiten an der Fortsetzung mit dem Titel CATCHING FIRE begonnen. Es gibt sogar bereits einen Starttermin: der 22. November 2013.
Das Drehbuch zum zweiten Teil verfasst Simon Beaufoy (SLUMDOG MILLIONAIRE), es ist sehr wahrscheinlich, dass Gary Ross auch bei CATCHING FIRE wieder Regie führen wird, das wurde allerdings von offizieller Seite noch nicht bestätigt. Man darf aber annehmen, dass Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth und Woody Harrelson ihre Rollen wieder aufnehmen werden.
Plot (wegen Spoiler geschwärzt, mit der Maus markieren, um ihn zu lesen): Gegen alle Wahrscheinlichkeiten hat Katniss Everdeen die jährlichen »Hunger Games« zusammen mit Peeta Mellark gewonnen. Es war ein Sieg, der durch Widerstand gegen die Hauptstadt und ihre harschen Regeln entstand. Die beiden sollten glücklich sein, denn sie haben für sich und ihre Familien ein Leben in Sicherheit und Überfluss errungen. Doch es gibt Gerüchte einer Rebellion und zu ihrem Schrecken müssen Katniss und Peeta feststellen, dass sie zu den Gesichtern dieser Rebellion wurden. Die Mächte in Capitol sind nicht glücklich darüber und sinnen auf Rache.
Wie bekannt hat die BBC mit SHERLOCK die Geschichten um Doyles brillianten Detektiv Sherlock Holmes erfolgreich in die Jetztzeit verlegt. Und da amerikanische Sender in letzter Zeit immer wieder eigene Fassungen britischer Serien produzieren, geschieht so etwas auch in diesem Fall.
Die CBS hat grünes Licht für eine Drama-Serie namens ELEMENTARY gegeben, das berichtet Deadline. Diese verlegen die Abenteuer von Holmes und Watson ins heutige New York, ein Pilot wurde noch für die aktuelle Season geordert. Geschrieben wird ELEMENTARY vom MEDIUM-Autor Rob Doherty, der die bekannten Fälle in die Jetztzeit und die neue Umgebung adaptieren wird.
Ich würde vermuten wollen, dass CBS von der Popularität der Figur durch die beiden Filme mit Robert Downey jr., aber auch die in den USA sehr erfolgreiche BBC-Serie mit Benedict Cumberbatch profitieren möchte. Wobei es sehr schwer bis unmöglich werden wird, gegen die britische Neufassung anzustinken.
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Bild: Sherlock Holmes-Portrait von Sidney Paget (1905), gemeinfrei
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