Beitragsart

Die Art des Arti­kels, also bei­spiels­wei­se Kom­men­tar oder Rezen­si­on

Heute erschienen: OVERWATCH

Overwatch Lineup

Bliz­zard Enter­tain­ment ist vor allem durch die War­craft-, Star­craft- und Dia­blo-Rei­hen sowie dem MMORPG-Dau­er­bren­ner World of War­craft bekannt gewor­den. In den letz­ten Jah­ren kamen dann noch das auf War­craft basie­ren­de Kar­ten­spiel Hearth­stone, sowie das MOBA Heroes of the Storm dazu, wel­ches eben­falls die Hel­den aus den ver­gan­ge­nen Spie­len wie­der­ver­wen­det. Mit Over­watch geht der Spie­le­rie­se nun völ­lig neue Wege, denn es han­delt sich hier­bei um einen First-Per­son-Shoo­ter à la Qua­ke, Unre­al Tour­na­ment oder Coun­ter Strike, noch dazu in einer kom­plett neu­en Spiel­welt. Bliz­zard ver­zich­tet dabei auch gleich auf einen Ein­zel­spie­ler­mo­dus, um sich voll­stän­dig auf den Mul­ti­play­er-Aspekt zu kon­zen­trie­ren.

Cory Doctorow: Das Ding mit dem Copyright

Cory Doctorow

Vor­wort zur Neu­ver­öf­fent­li­chung: Die­ser Text erschien ursprüng­lich im April 2010 (also bereits vor sagen­haf­ten sechs Jah­ren) auf dem alten Arti­kel­por­tal von Phan­ta­News. Aus gege­be­nem Anlass habe ich ihn jetzt hier­her über­tra­gen, denn er erscheint ange­sichts der Tat­sa­che, dass die Buch­bran­che nach allen ande­ren die Digi­ta­li­sie­rung ent­deckt hat, in immer grö­ße­res »Mim­i­mi« aus­bricht und offen­bar alle Feh­ler der Musik­in­dus­trie wie­der­ho­len möch­te, aktu­el­ler denn je. Aus­lö­ser war kon­kret aller­dings das Erschei­nen eines Arti­kels von Felix Mün­ter bei Teil­zeit­hel­den, bei dem mich allein der pole­mi­sche (und sach­lich fal­sche) Titel bereits schau­dern lässt. Mir hängt die­se Form der Dis­kus­si­on zum Hals raus, denn sie wur­de bereits erschöp­fend geführt und muss wahr­lich nicht erneut ange­fan­gen wer­den, nur weil Buch­bran­che und Autoren etli­che Jah­re nach allen ande­ren die Digi­ta­li­sie­rung ent­deckt haben.

Cory Doc­to­row ist ein kana­di­scher Sci­ence-Fic­tion-Schrift­stel­ler und Akti­vist in Sachen neue Medi­en, Inter­net, Copy­right-Libe­ra­li­sie­rung und Pri­vat­sphä­re. Am letz­ten Wochen­en­de habe ich sein Buch LITTLE BROTHER in Rekord­zeit gele­sen, nach­dem es mir von »fel­low neti­zens« bereits mehr­fach nach­drück­lich ans Herz gelegt wur­de.

Das Beson­de­re an die­sem Buch: man kann es nicht nur über die ein­schlä­gi­gen Ver­triebs­ka­nä­le kau­fen, son­dern es auch ein­fach auf sei­ner Web­sei­te kos­ten­los in zahl­rei­chen For­ma­ten her­un­ter laden. Kos­ten­los. Ein­fach so. Legal. Unter einer Crea­ti­ve Com­mons-Lizenz. Trotz die­ser Tat­sa­che ver­kau­fen sich sei­ne Bücher wie geschnit­ten Brot.

Wie kann das sein? Ins­be­son­de­re ange­sichts des Dau­er­ge­jam­mers gewis­ser Ver­le­ger und Ver­la­ge, wie böse kos­ten­lo­se Ange­bo­te sind – sei­en sie nun semi­le­gal oder legal – und dass bei­de den Markt zer­stö­ren…

Im Vor­wort zu LITTLE BROTHER befin­det sich der fol­gen­de Text, den ich aus dem Eng­li­schen über­setzt habe, um ihn hier zu ver­öf­fent­li­chen, was ich auf­grund der CC-Lizenz pro­blem­los tun darf, wenn ich den Namen des Autoren nen­ne, auf sei­ne Web­sei­te hin­wei­se und kein Geld damit ver­die­ne.

THE LADY IN THE VAN

Poster Lady In The Van

THE LADY IN THE VAN – Bun­des­start 14.04.2016

Bereits zwei­mal por­trai­tier­te Mag­gie Smith den kau­zi­gen Cha­rak­ter der Miss Mary She­p­herd, bevor Nicho­las Hyt­ner die Geschich­te für die Lein­wand adap­tier­te. Ein­mal in einer Hör­spiel­fas­sung, und schließ­lich in einer Büh­nen­ver­si­on. Jetzt kommt die­se außer­ge­wöhn­li­che Geschich­te ins Kino, lie­be­voll umge­setzt von Nicho­las Hyt­ner, der sich neun Jah­re seit sei­nem letz­ten Film HISTORY BOYS Zeit ließ, sein Nischen­pu­bli­kum zu erfreu­en. Nischen­pu­bli­kum des­we­gen, weil eng­li­sche Dra­mas mit stark komö­di­an­ti­schen Ein­schlag noch immer ein in die Ecke gedräng­tes Dasein füh­ren. War­um auch immer. Dreh­buch­schrei­ber und Büh­nen­au­tor Alan Ben­nett will die Geschich­te um die Frau im Lie­fer­wa­gen erlebt haben. Und selbst wenn nur die Hälf­te von sei­ner Erzäh­lung wahr sein soll­te, glaubt man letzt­end­lich dar­an, dass alles davon wirk­lich pas­siert ist.

THE JUNGLE BOOK

Poster Djungle Book

THE JUNGLE BOOK – Bun­des­start 14.04.2016

Die Dis­kus­sio­nen um Sinn und Unsinn von Remakes, Reboots, Sequels, oder Pre­quels wird nie­mals abrei­ßen. Aber das hat auch sei­ne guten Sei­ten. Die Stu­di­os wer­den dadurch in die Ver­pflich­tung genom­men. Einen Klas­si­ker wie DAS DSCHUNGELBUCH (1967) neu zu inter­pre­tie­ren macht das Maus-Haus aller­dings zu einer leich­ten Ziel­schei­be. Schließ­lich ist die­ser Film der füh­ren­de Klas­si­ker in Dis­neys lan­ger Ani­ma­ti­ons-Rei­he. Sicher war auf alle Fäl­le, dass man beim augen­blick­li­chen Stand der Com­pu­ter­ani­ma­ti­ons­tech­nik auf kei­nen Fall zur her­kömm­li­chen Gestal­tung von regu­lä­ren Zei­chen­trick­fil­men zurück gehen konn­te. Dazu muss­te das Stu­dio immer­hin 175 Mil­lio­nen Dol­lar inves­tie­ren. Sehr viel Geld für einen Fami­li­en­film, der in ers­ter Linie die ganz jun­gen Zuschau­er im Blick­feld hat.

10 CLOVERFIELD LANE

Poster 10 Cloverfield Lane

10 CLOVERFIELD LANE – Bun­des­start 31.03.2016

Also, was ist 10 CLOVERFIELD LANE? Der Trai­ler war ein typi­sches Pro­dukt für eine J.J. Abrams-Pro­duk­ti­on. Abs­trakt, viel­ver­spre­chend und, man muss ehr­lich sein, nichts­sa­gend. Als der ers­te Trai­ler von 10 CLOVERFIELD LANE über die Lein­wän­de flat­ter­te, da waren Fan und Cine­ast glei­cher­ma­ßen ver­wirrt, aber eben­so ange­fixt. Wird es ein Pre­quel, eine Fort­set­zung, oder eine ganz eige­ne Geschich­te? Nicht ganz, dafür wur­de das Wort Clover­field in der Wer­be­pha­se zu sehr her­vor­ge­ho­ben. Was das Rät­sel­ra­ten nur noch span­nen­der mach­te.

Was ist also 10 CLOVERFIELD LANE wirk­lich? Man kann es nicht sagen, ohne die Mys­te­ri­en dar­in erwäh­nen zu müs­sen.

CRIMINAL ACTIVITIES

Poster Criminal Activities

CRIMINAL ACTIVITIES – Bun­des­start 31.03.2016

Nach 42 Jah­ren im Film­ge­schäft hat es Jackie Ear­le Haley doch ein­mal gewagt, selbst einen Film zu insze­nie­ren. Erstaun­lich, dass er sich dabei auf den Dreh­buch-Debü­tan­ten Robert Lowell ver­ließ. Aber Haley schien sich gedacht zu haben, auf alles oder nichts zu set­zen. Letzt­end­lich lag er damit nicht kom­plett dane­ben. CRIMINAL ACTIVITIES atmet ein biss­chen die Atmo­sphä­re einer Fin­ger­übung, immer wie­der gut, aber nicht ganz rund. Die Ein­flüs­se der Wer­ke von Matthew Vaughn und Guy Rit­chie sind dabei unver­kenn­bar. Aber auch das ist voll­kom­men in Ord­nung. Lie­ber gut kopiert, als schlecht erfun­den. CRIMINAL ACTIVITIES wird kei­ne tie­fen Spu­ren hin­ter­las­sen, soll­te aller­dings wahr­ge­nom­men wer­den.

BATMAN v SUPERMAN – DAWN OF JUSTICE

PromoposterBVS

BATMAN v SUPERMAN: DAWN OF JUSTICE – Bun­des­start 24.03.2016

Er ist so etwas wie der Heils­brin­ger für War­ner und DC, schließ­lich hat Zack Sny­der mit WATCHMEN einen der beein­dru­ckens­ten Super­hel­den­fil­me insze­niert, und mit 300 eine völ­lig neue Tes­to­ste­ron-Ebe­ne erschaf­fen. Nun war MAN OF STEEL nicht der gewünsch­te Anschluss an das Mar­vel-Cine­ma­tic-Uni­ver­se gewor­den. Fans und Kri­ti­ker waren sel­te­ner glei­cher­ma­ßen gespal­ten. Aber War­ner hielt an Sny­der fest, denn Mil­li­ar­den Dol­lars wer­den mit Super­hel­den­fil­men ver­dient, da kann die Initi­al­zün­dung für DC nicht so weit weg sein. Zudem ist Sny­der mit sei­nem Stil so weit von den Gefäl­lig­kei­ten eines Joss Whe­donMAN OF STEEL ent­fernt, dass DC in sei­nem eige­nen fil­mi­schen Uni­ver­sum Mar­vel durch­aus nicht mehr hin­ter­her hecheln muss. Fort­an ist Sny­der auch Pro­du­zent bei künf­ti­gen Fil­men. Acht sind bereits in Vor­pro­duk­ti­on, SUICIDE SQUAD bereits in Nach­be­ar­bei­tung. Man kann nur hof­fen, dass die Rech­nung auf­geht.

ROCK THE KASBAH

Poster Rock The Kasbah

ROCK THE KASBAH –  Bun­des­start 24.03.2016

Bar­ry Levin­son war nie der Regis­seur, der rei­ne Komö­di­en auf die Lein­wand brach­te. Es sind immer Dra­men, auf einer Art die etwas lus­ti­ges haben, oder sich als mensch­li­che Dra­men aus ande­ren Gen­res her­aus gene­rie­ren. Wie bei dem Sci­ence Fic­tion Thril­ler SHPERE, oder der Polit-Far­ce MAN OF THE YEAR. Levin­sons Meis­ter­stück war sicher­lich RAIN MAN. Aber selbst mit THE BAY konn­te er dem aus­ge­lutsch­ten Sub-Gen­re des Found-Foo­ta­ge-Thril­lers neue Aspek­te abge­win­nen. Er ist ein Regis­seur, der mit Erwar­tun­gen und Atmo­sphä­re spie­len kann, was immer wie­der dem Zuschau­er ent­ge­gen kam. Mit ROCK THE KASBAH ver­hält es sich nicht anders. Ein Film mit Bill Mur­ray muss ein­fach komisch sein, und genau dage­gen geht Bar­ry Levin­son an. Aber trotz­dem mit einem schel­mi­schen Grin­sen.

DIE BESTIMMUNG – ALLEGIANT

PosterAllegiant

THE DIVERGENT SERIES: ALLEGIANT – Bun­des­start 17.03.2016

Mit den Aus­nah­men von DER PATE II und DAS IMPERIUM SCHLÄGT ZURÜCK sind die zwei­ten Tei­le einer Tri­lo­gie immer das unge­lieb­te Kind. Zum einen müs­sen sie die Erwar­tungs­hal­tung aus dem ers­ten Teil erfül­len, aber dazu noch eine das Inter­es­se hal­ten­de Brü­cke zum Abschluss bil­den. Doch in den letz­ten Jah­ren hat sich noch etwas viel Schreck­li­che­res in den Pro­duk­ti­ons­bü­ros für den Kino­gän­ger ent­wi­ckelt. Es ist die Auf­tei­lung des letz­ten Tei­les in zwei ein­zel­ne Fil­me. Zuge­ge­ben, es hat bei HARRY POTTER noch funk­tio­niert, aber auch Sinn gemacht. Nie­mand woll­te nach zehn Jah­ren ein­fach so schnell Abschied vom Zau­ber­lehr­ling neh­men, noch dazu gab das Ursprungs­ma­te­ri­al die­ser Auf­tei­lung durch­aus Recht. Aber schon bei der fol­gen­den TWILIGHT SAGA war die eigent­li­che Idee hin­ter die­sem Vor­ge­hen durch­schaut, und als rei­ne Geld­schnei­de­rei ent­larvt.

RAUM, mit Oscar-Gewinnerin

Poster Raum

ROOM – Bun­des­start 17.03.2016
Die Bespre­chung basiert auf der ame­ri­ka­ni­schen Blu­Ray-Fas­sung

Was ver­misst ein Mensch, der in einem 16 Qua­drat­me­ter klei­nen Raum gebo­ren wur­de, und dort auf­wuchs, ohne das Wis­sen um eine Außen­welt? Wie ent­wi­ckelt sich ein Mensch, der allein Kon­takt mit sei­ner Mut­ter hat? Joy lebt seit sie­ben Jah­ren im Raum. Jack ist fünf Jah­re alt. Kommt Old Nick in den Raum, muss sich Jack im Schrank ver­ste­cken und schla­fend stel­len. Wie ent­wi­ckelt sich ein Mensch, der 16 Qua­drat­me­ter Raum als die ein­zig exis­tie­ren­de Welt begreift?

Zuletzt war Regis­seur Len­ny Abra­ham­son mit FRANK im Art­house-Kino begeis­tert auf­ge­nom­men wor­den. FRANK ist eine schräg insze­nier­te Mischung aus Dra­ma und Komö­die, mit äußerst skur­ri­len Cha­rak­te­ren, und viel Musik. Abra­ham­son wur­de auf den Film SHORT TERM 12 auf­merk­sam gemacht, als die weib­li­che Haupt­rol­le für ROOM bereits zwi­schen Roo­ney Mara, Emma Wat­son und Shai­le­ne Wood­ley aus­ge­han­delt wur­de. In SHORT TERM 12 spiel­te Brie Lar­son die Haupt­rol­le.

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