RvR-MMO CAMELOT UNCHAINED geht auf Steam in den Early Access

Promografik Camelot Unchained

Der Kick­star­ter für CAMELOT UNCHAINED lief vom 2. April bis 2. Mai 2013 und sam­mel­te 2.232.933 Dol­lar von 14.873 Backer°Innen ein. Ich war einer davon. Am 2. Juni 2026 ist das RvR-MMORPG von Mark Jacobs nun auf Steam in den Ear­ly Access gegan­gen, gut 13 lan­ge Jah­re spä­ter.

CAMELOT UNCHAINED ist ein Realm-ver­sus-Realm-MMORPG mit drei Frak­tio­nen und dem Fokus auf gro­ße Open-World-Schlach­ten, ohne Instan­zen und Theme­park-Gedöns. Mark Jacobs hat­te vor­her DARK AGE OF CAMELOT und WARHAMMER ONLINE gemacht, was damals für viel Ver­trau­en sorg­te.

Die Zwi­schen­zeit war für vie­le Backer°Innen nicht immer zufrie­den­stel­lend. Es gab Ver­zö­ge­run­gen, die Ent­wick­lung und spä­te­re Ein­stel­lung eines zwei­ten Spiels auf der haus­ei­ge­nen Engi­ne und Rück­erstat­tungs­strei­tig­kei­ten. Man­che Rück­erstat­tungs­an­fra­gen blie­ben über Jah­re ohne jede Reak­ti­on des Ent­wick­lers lie­gen. Bei mir lief das Spiel nicht, und auf Sup­port-Anfra­gen bekam ich nie irgend­ei­ne Ant­wort. Die ver­spro­che­ne Pledge-Beloh­nung »frü­her Zugang« war damit für mich de fac­to nicht exis­tent. Inter­es­siert hat sich dafür bei City Sta­te Enter­tain­ment nie jemand. Des­we­gen bin ich auch skep­tisch, was den zukünf­ti­gen Betrieb des Spiels angeht. Wenn der Sup­port dann immer noch so schlecht ist: Gute Nacht. Das Inter­es­se am Spiel habe ich schon lan­ge ver­lo­ren.

Ein für 2025 geplan­ter Ear­ly Access ver­schob sich zunächst auf 2026; im März 2026 öff­ne­te eine ers­te Ver­si­on aus­schließ­lich für bestehen­de Back­er. Der Steam-Launch folg­te dann Anfang Juni.

Backer°Innen, die noch ein akti­ves Kon­to haben, spie­len wei­ter­hin über den haus­ei­ge­nen Unchai­ned Laun­cher ohne Auf­preis und bekom­men auto­ma­tisch die »Pre­mi­um War Unen­ding Edi­ti­on«. Die Ser­ver lau­fen zunächst nur am Wochen­en­de; ein Monats­abo ist geplant, sobald der Betrieb rund um die Uhr steht. Die aktu­el­le Ver­si­on hat alle drei Rei­che, neun Ras­sen, sie­ben Arche­ty­pen, zehn Klas­sen, drei Skill­trees pro Klas­se, Heim­zo­nen, umkämpf­te Zonen sowie grund­le­gen­de Gil­den- und Grup­pen­funk­tio­nen.

Das Stu­dio selbst bezeich­net den Ear­ly Access als Mei­len­stein, nicht als Ziel­li­nie, und räumt ein, dass noch ein wei­ter Ent­wick­lungs­weg vor dem Team liegt. Nach 13 Jah­ren noch ein wei­ter Weg? Na dann …

Ob es jetzt bei mir läuft, weiß ich noch nicht, der aktu­ell von der Web­sei­te her­un­ter gela­de­ne Laun­cher muss­te sich erst gefühlt zehn­mal patchen und der Down­load des Cli­ent tröp­felt nur so dahin … Ich habe kein gutes Gefühl, wer­de aber berich­ten.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Unchai­ned Enter­tain­ment LLC

Amazon stoppt neue STARGATE-Serie kurz vor Produktionsbeginn

Promografik Stargate

Die neue Star­ga­te-Serie bei Ama­zon ist Geschich­te, bevor auch nur eine ein­zi­ge Fol­ge gedreht wur­de. Varie­ty berich­te­te zuerst exklu­siv über die Abset­zung; das Pro­jekt hat­te im erst Novem­ber 2025 eine Seri­en­be­stel­lung von Bezos’ Bauch­la­den erhal­ten.

Show­run­ner war Mar­tin Gero, der die Serie über zwei Jah­re lang ent­wi­ckelt hat­te und dabei einen neu­en Ein­stiegs­punkt für Zuschau­er ohne Vor­wis­sen schaf­fen woll­te, ohne dabei die bestehen­de Kon­ti­nui­tät zu igno­rie­ren. Unter­stüt­zung bekam er von Star­ga­te SG-1-Vete­ra­nen: dem Show­run­ner Joseph Mal­loz­zi und dem Pro­du­zen­ten Brad Wright.

Die Ent­schei­dung zur Abset­zung fiel dabei sehr spät: Das Autoren­team hat­te bereits 20 Wochen zusam­men­ge­ar­bei­tet und die Pro­duk­ti­on befand sich in der Vor­be­rei­tungs­pha­se in Groß­bri­tan­ni­en. Laut einem Insi­der hat­ten Ama­zon-Mana­ger Beden­ken, dass Geros Ansatz nicht über die bereits bestehen­de Fan­ge­mein­de hin­aus genug Zuschau­er anspre­chen wür­de. Mal­loz­zi wider­sprach die­ser Ein­schät­zung öffent­lich auf Social Media und beton­te, man sei sich der Not­wen­dig­keit brei­ter Attrak­ti­vi­tät sehr bewusst gewe­sen.

Im Hin­ter­grund spiel­te offen­bar auch ein inter­ner Umbau bei Ama­zon MGM eine Rol­le: Die Füh­rungs­kräf­te Nick Pep­per und Matt King, die das Pro­jekt ursprüng­lich befür­wor­tet hat­ten, haben das Unter­neh­men nach einer Umstruk­tu­rie­rung unter dem neu­en »Head of World­buil­ding & Gen­re Series« (was für ein klo­bi­ger Job­ti­tel), Brett Fet­ter, ver­las­sen.

Ama­zon hat­te das Star­ga­te-Fran­chise im Zuge der MGM-Über­nah­me 2022 erwor­ben. Mal­loz­zi kom­men­tier­te die Abset­zung auf sei­nem Blog mit dem wenig opti­mis­ti­schen Titel »June 3, 2026: Star­ga­te can­cel­led, for the fourth and likely final time« und schrieb, man wer­de die Welt und die Figu­ren, die für die Serie ent­wi­ckelt wur­den, nun nie zu sehen bekom­men. Eine Über­nah­me durch einen ande­ren Sen­der oder Strea­ming­dienst ist auf­grund der Rech­te­la­ge lei­der unwahr­schein­lich. Das wie­viel­te gecan­cel­te Pro­jekt ist das jetzt im Bereich TV, Film und Games bei Ama­zon?

Pro­mo­gra­fik Star­ga­te Copy­right MGM und Ama­zon

A MINECRAFT MOVIE SQUARED

Jetzt ist die recht­ecki­ge Kat­ze aus dem nicht weni­ger wink­li­gen Sack: Offen­bar war A MINECRAFT MOVIE der­ma­ßen erfolg­reich, dass es eine Fort­set­zung geben wird. Was mich als alten MINE­CRAFT-Spie­ler sehr freut, ins­be­son­de­re auch des­we­gen, weil ich den ers­ten Film abge­fei­ert hat­te. Dabei wird es nicht nur ein Wie­der­se­hen mit den Protagonist°Innen aus dem ers­ten Teil geben (unter ande­rem Jack Black und Jason Mom­oa), es kom­men auch noch Kirs­ten Dunst und Matt Ber­ry neu hin­zu.

Regie führt erneut Jared Hess nach einem Dreh­buch von ihm und Chris Gal­let­ta.  Produzent°Innen und aus­füh­ren­de Produzent°Innen gibt es mehr, als ich hier auf­zäh­len möch­te.

Zur Ankün­di­gung spen­dier­te man ein kur­zes Video.

A MINECRAFT MOVIE SQUARED soll am 27. Juli 2027 in die US-ame­ri­ka­ni­schen Licht­spiel­häu­ser kom­men, bei uns ver­mut­lich einen Tag vor­her.

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Kommentar: This is the way …

Ich möch­te doch nach ein paar Tagen Abstand zum Kino­be­such und mei­ner Bespre­chung noch ein paar Wor­te mehr über THE MANDALORIAN AND GROGU ver­lie­ren. Es ist lan­ge her, dass mich ein STAR WARS‑, Mar­vel oder ande­rer Block­bus­ter-Film so zufrie­den aus dem Kino ent­las­sen hat. Und das eben genau, weil der Film weder sein Fran­chise oder sein Uni­ver­sum neu erfin­det, und schon gar nicht irgend­ein Gen­re, son­dern weil er ganz genau weiß, was er möch­te: Unter­hal­ten. Und das ein­fach mal tut.

Die Geschich­te ist über­schau­bar und wird kei­nen Ori­gi­na­li­täts­preis gewin­nen. Das macht aber nichts. In einer Zeit, in der mir Fil­me immer wie­der gro­ßen Spaß und gute Unter­hal­tung ver­spre­chen und lei­der zu oft dabei schei­tern, weil sie zu viel wol­len, oder weil bei Hand­lung oder Umset­zung geschlu­dert wur­de, ist es erfreu­lich, einen Stei­fen zu sehen, der sein Unter­hal­tungs­ver­spre­chen auch tat­säch­lich ein­löst. Man muss nicht alle STAR WARS-Fil­me oder Seri­en gese­hen haben, um zu ver­ste­hen, was hier pas­siert: Zum einen geht es um einen Kopf­geld­jä­ger, der für die Neue Repu­blik Bös­wat­ze fängt und zum ande­ren um das klei­ne grü­ne Wesen, für das er ver­ant­wort­lich ist und die Bezie­hung zwi­schen den bei­den. Das reicht als Hin­ter­grund. Den Rest erle­digt der Film. Dass Nerd­in­nen, die jedes Detail des Fran­chise atmen, natür­lich Freu­de an all den Quer­ver­wei­sen haben, macht es nur umso erfreu­li­cher.

Regis­seur Jon Fav­reau hat ein Gespür für klas­si­sches Aben­teu­er­ki­no, die Insze­nie­rung gemahnt stel­len­wei­se an Italo-Wes­tern oder Mafia-Dra­ma, ver­mischt mit einer 80er-Jah­re-Sen­si­bi­li­tät, die sich in der Tona­li­tät nie­der­schlägt, auch die Typo­gra­fie erin­nert sicher nicht ganz zufäl­lig an »älte­re Zei­ten«. Die Mischung aus Gewalt und herz­er­wär­men­den Sze­nen (zuge­ge­ben weni­gen) mag selt­sam erschei­nen, aber erin­nert eben deut­lich an Hol­ly­woods gol­de­ne­re Zei­ten, an die angeb­lich so »guten alten« Zei­ten (die auch ihre Pro­ble­me hat­ten), aber als noch nicht jeder Film von orga­ni­sier­ten Troll­ar­meen mit Hate über­zo­gen wur­de.

Es gibt eine Sequenz ganz ohne Dia­log, in der man Gro­gu dabei zuschaut, wie er erwach­se­ner wird, wie er sich in die­ser rie­si­gen Gala­xis zurecht­fin­det und die dabei Lie­be und Ver­lust so bei­läu­fig und gleich­zei­tig so tief­grei­fend ver­han­delt, dass man das kaum ange­mes­sen beschrei­ben kann. Wer bei die­ser Sze­ne nicht gefan­gen wird, hat ver­mut­lich ein Herz aus Bes­kar.

Dazu kommt, dass man über­all dort, wo es mög­lich war, auf prak­ti­sche Sets und ech­te Krea­tu­ren gesetzt hat, und das merkt man. Die Welt fühlt sich greif­bar an, man taucht ein, ohne dass irgend­et­was die Illu­si­on bricht. Die weni­gen Momen­te, in denen der Film stär­ker auf digi­ta­le Effek­te ange­wie­sen ist, fal­len dage­gen bei­na­he etwas ab, aber das ändert am Gesamt­ein­druck wenig.

Über Lud­wig Gör­ans­sons Score muss ich noch­mal ein paar Wor­te ver­lie­ren, denn der ist schlicht­weg her­aus­ra­gend. Nor­ma­ler­wei­se ord­net sich Film­mu­sik dem Gesche­hen unter, hier ist sie gleich­be­rech­tig­ter Erzäh­ler. Der Sound­track trägt jede Sze­ne, gibt dem Film eine emo­tio­na­le Tie­fe, die über das Visu­el­le weit hin­aus­geht, und ist dabei so eigen­stän­dig, dass man ihn auch los­ge­löst vom Film hören will. Das ist meis­ter­haft und ich hat­te schon gefürch­tet, dass die­se Kunst, einen Sound­track so zu gestal­ten, ver­lo­ren schien. Weil halt zu vie­le Hol­ly­wood-Kom­po­nis­ten heut­zu­ta­ge am Com­pu­ter (oder viel­leicht sogar KI-unter­stützt) Scores desi­gnen, die sich auch dann noch ste­ril  und see­len­los anhö­ren, wenn sie für ein Orches­ter neu arran­giert wer­den.

Ist der Film feh­ler­frei? Nein. Die Hand­lung stol­pert an ein paar Stel­len, man­ches löst sich etwas zu bequem auf, und ein­zel­ne Dia­lo­ge hät­ten weni­ger erklä­rend sein dür­fen. Aber das sind klei­ne Krat­zer in einer ansons­ten sau­ber polier­ten Ober­flä­che. Im Kern ist THE MANDALORIAN AND GROGU ein Film, der es sich zur Auf­ga­be gemacht hat, sei­nem Publi­kum für zwei Stun­den ein Lächeln ins Gesicht zu zau­bern, und die­se Auf­ga­be nimmt er so ernst, dass man ihm die klei­nen Schwä­chen ger­ne nach­sieht. In einer Zeit, in der gefühlt jeder zwei­te Kino­film ver­spricht, leich­te Unter­hal­tung zu sein, und dann doch etwas ganz ande­res ablie­fert, ist es fast schon sub­ver­siv, wenn ein Film sein Ver­spre­chen tat­säch­lich ein­fach mal ein­löst.

p.s.: Hau­fen­wei­se Kri­ti­ker und Medi­en ver­su­chen den Film schlecht­zu­schrei­ben, aber 88% Audi­ence Score auf Rot­ten Toma­toes spricht eine eben­so deut­li­che Spra­che wie die 7 von 10 auf der noto­risch troll­ver­seuch­ten Platt­form imdb.

Pro­mo­fo­to Copy­right Lucas­Film & Dis­ney

THE MANDALORIAN AND GROGU

Poster: Grogu sitzt auf Baum in Dschungel.

THE MANDALORIAN AND GROGU – Deutsch­land­start 20.05.2026

Spoi­ler­frei

Es steht kein STAR WARS im Titel (außer beim Pos­ter). Das ist auf­fäl­lig, eben­so wie der Retro-Look der Typo­gra­fie des Pro­mo-Mate­ri­als. Es gibt kei­nen schräg scrol­len­den Int­ro­text. Das ist inzwi­schen bei STAR WARS nichts Neu­es mehr. Nach eini­gen Staf­feln im TV, oder genau­er gesagt im Strea­ming, haben es der man­dalo­ria­ni­sche Kopf­geld­jä­ger (der aus die­ser Sek­te, die den Helm nicht abnimmt) und sein klei­ner, grü­ner Schütz­ling es auf die gro­ße Lein­wand geschafft. Ich gehe mal davon aus, dass, wer in die­sen Film geht, auch die Serie gese­hen und gou­tiert hat. Aber wie hat denn die Adap­ti­on vom Pan­tof­fel­ki­no auf die gro­ße Lein­wand geklappt? Funk­tio­niert das auch im Kino?

BuchKnall – Das neue kuratierte SciFi-Lexikon für deutschsprachige Science Fiction

Screenshot Webseite Buchknall

Wer auf Ama­zon nach Sci­ence Fic­tion sucht, bekommt gern mal immer wie­der die­sel­ben Titel vor­ge­setzt. THE EXPANSE, DUNE, PROJECT HAIL MARY – alles pri­ma Bücher, kei­ne Fra­ge, aber gera­de die deutsch­spra­chi­ge SF hat deut­lich mehr zu bie­ten als das, was der Algo­rith­mus von Bezos’ Bauch­la­den einem vor­set­zen möch­te (wobei man klar sagen muss, dass die Emp­feh­lun­gen auf­grund eige­ner Käu­fe tat­säch­lich fast erschre­ckend gut funk­tio­nie­ren). Den­noch blei­ben Nischen­ti­tel und Selfpublisher°Innen gern mal unsicht­bar. Und genau da setzt Buch­knall an.

Buch­knall ist ein kura­tier­tes »Lexi­kon« deutsch­spra­chi­ger Sci­ence Fic­tion (das mit dem Lexi­kon steht auf der Web­sei­te, eigent­lich han­delt es sich eher um einen Buch­ka­ta­log mit ange­schlos­se­ner Sci­Fi-pedia) – betrie­ben von Stef­fen Vogt, kos­ten­los, wer­be­frei und mit dem erklär­ten Ziel, Bücher sicht­bar zu machen, die es auf Ama­zon nie aus dem algo­rith­mi­schen Kel­ler schaf­fen wür­den. Nach Eigen­be­zich­ti­gung auf der Sei­te der­zeit in einer Beta-Pha­se. Die Daten­bank umfasst der­zeit über 6400 Titel aus 31 Sub­gen­res, wobei Self­pu­bli­shing-Titel und Ver­lags­ver­öf­fent­li­chun­gen gleich­be­rech­tigt behan­delt wer­den (Buch­knall selbst nennt das »Indie«, was im deut­schen Sprach­raum aller­dings eigent­lich unab­hän­gi­ge Klein­ver­la­ge bezeich­net – gemeint sind hier aber Selbst­ver­öf­fent­li­chun­gen, vul­go Self­pu­bli­shing). Sor­tiert wird nach Rele­vanz, nicht nach Ver­kaufs­zah­len.

Aber das ist noch nicht alles. Es gibt ein Sci­Fi-Glos­sar mit über 750 Ein­trä­gen, die, zumin­dest laut der Web­sei­te, deut­lich les­ba­rer daher­kom­men als das, was Wiki­pe­dia so anbie­tet (dazu kommt der ohne­hin äußerst trau­ri­ge Zustand der Pop­kul­tur in der deut­schen Wiki­pe­dia). Was ist ein Uplift? Wie funk­tio­niert ein Alcu­bierre-Antrieb? Die Ein­trä­ge ver­lin­ken direkt auf pas­sen­de Bücher, sodass man sich beim Stö­bern qua­si auto­ma­tisch durch den nächs­ten Lese­stoff han­gelt. Dazu kom­men Rat­ge­ber (Sci­ence Fic­tion für Ein­stei­ger, Bücher wie DUNE, eine WAR­HAM­MER-40K-Lese­rei­hen­fol­ge), ein Gen­re-Kom­pass und – das dürf­te die Her­zen der Nerds höher­schla­gen las­sen – eine inter­ak­ti­ve 3D-Gala­xy-Map, auf der jedes Buch einen Ort hat und man sich durch Spi­ral­ar­me und Nebel klickt. Das ist zumin­dest kon­zep­tio­nell schon ziem­lich inno­va­tiv und sehens­wert.

Für Autorin­nen und Autoren, ins­be­son­de­re aus dem Self­pu­bli­shing-Bereich, bie­tet Buch­knall eben­falls eini­ges: Der Ein­trag ist kos­ten­los, dau­ert laut Betrei­ber etwa zwei Minu­ten (Titel, Ama­zon-Link, Sub­gen­re, Beschrei­bung – das Cover wird auto­ma­tisch gela­den) und erfor­dert weder Account noch Regis­trie­rung. Der haus­ei­ge­ne Algo­rith­mus behan­delt Self­pu­bli­shing und Ver­lag gleich – kein Buch wird bevor­zugt, weil der Ver­lag Wer­be­geld in die Hand nimmt. Und da die Sei­te offen­bar für diver­se Sci­Fi-Such­be­grif­fe bei Goog­le rankt, bekom­men ein­ge­tra­ge­ne Titel Sicht­bar­keit, die sie auf Ama­zon allein nie­mals errei­chen wür­den. 216 Self­pu­bli­shing-Titel ste­hen aktu­ell gleich­wer­tig neben Hey­ne, Tor und Fischer.

Dabei sind KI-Bücher laut Anga­ben auf Buch­Knall aus­ge­schlos­sen; offen bleibt aller­dings, wie man die erken­nen möch­te. Es gibt zwar Algo­rith­men, die vor­ge­ben, KI-erstell­te Tex­te iden­ti­fi­zie­ren zu kön­nen, dabei sind die Fehl­leis­tun­gen aller­dings immer noch enorm hoch und die­se Tools erzeu­gen sowohl hau­fen­wei­se fal­se posi­ti­ves, erken­nen also men­schen­ge­mach­te Tex­te als KI-gene­riert, als auch umge­kehrt. Man muss bei deren Ein­satz somit enorm vor­sich­tig sein, um nicht KI-Hal­lu­zi­na­tio­nen auf­zu­sit­zen – die dann Autor°Innen fälsch­lich beschul­di­gen. Die auf der Sei­te beschrie­be­nen Veri­fi­zie­rungs­maß­nah­men wie »Bild mit dem Buch« oder »Screen­shots des Arbeits­pro­zes­ses« erschei­nen ins­be­son­de­re bei rei­nen eBook-Publi­ka­tio­nen nicht son­der­lich rea­li­täts­nah.

Finan­ziert wird das Gan­ze über das Ama­zon-Part­ner­pro­gramm: Wer über Buch­knall kauft, zahlt den­sel­ben Preis, die Autoren­tan­tie­men blei­ben iden­tisch, Buch­knall erhält eine klei­ne Pro­vi­si­on von Ama­zon. Kei­ne Wer­be­an­zei­gen, kei­ne gespon­ser­ten Plat­zie­run­gen, kein Pay-to-Play – bis auf Goog­le Ana­ly­tics, das zum Ein­satz kommt.

Und damit kom­men wir zum Punkt, der mich – bei aller Freu­de über solch ein Pro­jekt (wer Phan­ta­News schon lan­ge folgt, dürf­te sich über die­se Freu­de auch nicht wun­dern) – dann doch ein wenig stirn­run­zeln lässt: Sämt­li­che Kauf­links füh­ren aus­schließ­lich zu Ama­zon. Aus­schließ­lich. Kein Kobo, kei­ne ande­ren deutsch­spra­chi­gen Alter­na­ti­ven, nichts. Man muss fai­rer­wei­se sagen, dass das Ama­zon-Part­ner­pro­gramm natür­lich ein unkom­pli­zier­tes und bewähr­tes Finan­zie­rungs­mo­dell ist – aber wir schrei­ben das Jahr 2026 und die Zei­ten, in denen man Ama­zon beden­ken­los als Ver­kaufs­platt­form behan­deln konn­te, sind lan­ge vor­bei. Jeff Bezos hat sich mit sei­ner Washing­ton-Post-Kurs­än­de­rung und sei­ner demons­tra­ti­ven Nähe zur Trump-Admi­nis­tra­ti­on nicht gera­de als Leucht­turm demo­kra­ti­scher Wer­te posi­tio­niert. In einer Zeit, in der digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät und die Fra­ge, bei wem man sein Geld lässt (und ob die­ses Geld in die USA gehen soll­te), für immer mehr Men­schen eine bewuss­te Ent­schei­dung ist, wäre es wün­schens­wert, wenn Buch­knall in Zukunft auch Links zu Alter­na­ti­ven inte­grie­ren wür­de. Es gibt durch­aus Leser°innen – und es wer­den ste­tig mehr –, die bei Ama­zon schlicht nicht mehr kau­fen wol­len. Denen soll­te man die Tür nicht vor der Nase zuschla­gen, nur weil das Affi­lia­te-Modell dort am bequems­ten ist und die Aus­schüt­tun­gen am höchs­ten (hier auf Phan­ta­News habe ich die Ama­zon-Affi­lia­te-Links wegen die­ser Beden­ken schon lan­ge ein­ge­stellt und kau­fe mei­ne eBooks inzwi­schen bei Kobo, gele­sen auf einem Kobo-Rea­der mit instal­lier­ter Open Source-Soft­ware KOrea­der).

Das soll die Leis­tung hin­ter Buch­knall nicht schmä­lern. Über 6400 Titel zu kura­tie­ren, ein Glos­sar mit 750+ Ein­trä­gen zu pfle­gen, eine Gala­xy-Map zu bau­en und das Gan­ze wer­be­frei und kos­ten­los anzu­bie­ten – das ist eine beein­dru­cken­de Men­ge Arbeit für ein Ein-Per­so­nen-Pro­jekt. Die deutsch­spra­chi­ge Sci­Fi-Sze­ne kann so eine Anlauf­stel­le gut gebrau­chen, gera­de eine, die Self­pu­bli­shing-Titel nicht als Bücher zwei­ter Klas­se behan­delt. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Pro­jekt ent­wi­ckeln wird und hof­fe sehr, dass in Zukunft wei­te­re Buch­markt­plät­ze inte­griert wer­den.

Auf buch​knall​.com kann man sich selbst ein Bild machen.

AHSOKA: Zweite Staffel der STAR WARS-Serie soll Anfang 2027 kommen

Dis­ney hat wäh­rend der Upfront-Prä­­sen­­ta­­ti­on in New York einen gro­ben Start­ter­min für die zwei­te Staf­fel von AHSOKA bekannt­ge­ge­ben. Haupt­dar­stel­le­rin Rosa­rio Daw­son ver­kün­de­te per­sön­lich, dass die neu­en Fol­gen der STAR WARS-Serie Anfang 2027 bei Dis­ney+ erschei­nen sol­len.

Dis­ney zeig­te zudem einen ers­ten Blick hin­ter die Kulis­sen, in dem Seri­en­ma­cher Dave Filo­ni und meh­re­re Dar­stel­ler über die Pro­duk­ti­on spre­chen. Inhalt­li­che Details gab es aller­dings noch nicht, nur Daw­sons Hin­weis, dass die Schlach­ten grö­ßer und die Ein­sät­ze höher wer­den sol­len. Na dann.

Zur Erin­ne­rung: Die ers­te Staf­fel lief 2023 und knüpf­te an STAR WARS REBELS an. Im Fina­le stran­de­ten Ahso­ka Tano und Sabi­ne Wren in einer frem­den Gala­xie, wäh­rend Groß­ad­mi­ral Thrawn die Rück­kehr in die bekann­te Gala­xis gelang. Der aus Roma­nen und Ani­ma­ti­ons­se­ri­en bekann­te Impe­ri­ale Offi­zier will dort die Über­res­te des Impe­ri­ums neu orga­ni­sie­ren. Ob dar­aus die FIRST ORDER wer­den wird?

Nicht ganz über­ra­schend kehrt Hay­den Chris­ten­sen als Ana­kin Sky­wal­ker zurück, nach­dem die Figur bereits in Rück­blen­den und Visio­nen der ers­ten Staf­fel zu sehen war (was nach der Vor­ge­schich­te in CLONE WARS im Prin­zip auch zwin­gend war). Neu besetzt wer­den muss­te Bay­lan Skoll: Nach dem Tod von Ray Ste­ven­son über­nimmt Rory McCann die Rol­le, den man als San­dor Cle­ga­ne ali­as The Hound aus GAME OF THRONES kennt. Er hat gro­ße Schu­he aus­zu­fül­len, denn Ste­ven­son war in der Rol­le äußerst beliebt.

Filo­ni kün­dig­te außer­dem ein Wie­der­se­hen mit Admi­ral Ack­bar an, der auf Thrawn tref­fen soll. Damit deu­tet sich eine stär­ke­re Ver­knüp­fung mit Filo­nis geplan­tem STAR WARS-Kino­­­film an, der meh­re­re Seri­en­hand­lun­gen zusam­men­füh­ren soll. Wer also seit REBELS dar­auf war­tet, dass die ver­schie­de­nen Fäden end­lich zusam­men­lau­fen: Es tut sich was.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Dis­ney+ und Lucas­Film

Teaser: STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE

Es sieht ein wenig aus wie SLIDERS on Acid: Der ers­te Teaser zur Fern­seh­se­rie STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE, der im Juli bei HBO star­ten­den vier­ten Show aus dem THE BIG BANG THEORY-Fran­chise (die Mut­ter­se­rie, YOUNG SHELDON, GEORGIE & GRACIE’S FIRST MARRIAGE).

Anhänger°Innen von TBBT erin­nern sich sicher­lich an den stets ein wenig glück­lo­sen Inha­ber des Comic­shops, Stuart Bloom, kon­ge­ni­al dar­ge­stellt von Kevin Suss­mann. Eben­falls in Haupt­rol­len mit dabei sind wei­te­re schrä­ge Figu­ren aus der Mut­ter­se­rie: Bri­an Posehn als Geo­lo­ge Bert Kib­b­ler, John Ross Bowie als Shel­dons Neme­sis Bar­ry Krip­ke und Lau­ren Lap­kus als Deni­se, mehr oder weni­ger Freun­din von Stuart. Wei­te­re Schauspieler°Innen aus TBBT sol­len Gast­auf­trit­te haben:

Zum Inhalt ist noch wenig bekannt, aber Stuart fin­gert wohl an einer Erfin­dung von Shel­don und Leo­nard her­um, was dazu führt, dass die vier durch eine Rei­he par­al­le­ler Uni­ver­sen rei­sen und ver­su­chen, die­se zu repa­rie­ren und nach Hau­se zu kom­men.

Das Team hin­ter der Serie ist das­sel­be wie bei BIG BANG, näm­lich Chuck Lor­re, Zak Penn und Bill Pra­dy. Lor­re beschrieb die Show als »Sci­ence Fic­tion-Action-Aben­teu­er-Come­dy« und er sagt, das er mal was machen wol­le, das ihn her­aus­for­de­re, mit Spe­zi­al­ef­fek­ten und Com­pu­ter­gra­fik, bis­lang »hät­ten sei­ne Pro­jek­te aus Leu­ten bestan­den, die auf Sofas saßen und reden«.

STUART FAILS TO SAVE THE UNIVERSE soll am 23. Juli 2026 bei HBO Max star­ten. Ich freue mich sehr auf die­se Show und der Teaser sieht schon­mal sehr viel­ver­spre­chend aus.

Teaser eng­lisch:

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Teaser deutsch (mit Über­set­zun­gen die lei­der mal wie­der schlecht sind):

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Kommentar: KI-Bücher, Slop und die unbequeme Wahrheit über den Massengeschmack

Roboter schreibt am Laptop
Dass KI-gene­rier­te Bücher inzwi­schen die Platt­for­men flu­ten, ist ein Pro­blem, kei­ne Fra­ge. Ins­be­son­de­re bei Ama­zon ist die Lage mitt­ler­wei­le so dra­ma­tisch, dass man beim Stö­bern in der Kin­der­buch-Abtei­lung kaum noch unter­schei­den kann, ob das hübsch illus­trier­te Werk über star­ke Mäd­chen von einem Men­schen erdacht wur­de oder von einem Lar­ge Lan­guage Model zusam­men­ge­wür­felt, mit Mid­jour­ney illus­triert und über Kind­le Direct Publi­shing in eine obsku­re Kate­go­rie gestopft wur­de, nur damit es dort mit mini­ma­len Ver­kaufs­zah­len in die Best­sel­ler­lis­te schießt. Die Tricks sind nicht neu und bekannt: Ein gene­ri­sches Moti­va­ti­ons­buch für Kin­der lan­det in der Rubrik »Erd­kun­de«, weil dort schon drei ver­kauf­te Exem­pla­re für einen Spit­zen­platz rei­chen. Schwie­ri­ger ist das bei Roman­zen, Young Adult oder Roman­t­a­sy, aber auch da lässt sich brauch­bar pfu­schen. So funk­tio­niert der Algo­rith­mus, und wer ihn ver­steht, kann ihn aus­nut­zen.

Trailer: PERFECT BLUE in 4K Ende Mai im Kino

Sato­shi Kons PERFECT BLUE kommt am 26. Mai 2026 in einer neu­en 4K-Restau­rie­rung zurück in die deut­schen Kinos. Crun­chy­roll und Sony Pic­tures haben dazu heu­te einen neu­en Trai­ler ver­öf­fent­licht.

Für alle, die den Film nicht ken­nen: PERFECT BLUE war 1997 das Regie­de­büt von Sato­shi Kon, ent­stand im Stu­dio Mad­house und basiert lose auf einem Roman von Yoshi­ka­zu Takeuchi. Kon hat­te die Vor­la­ge aller­dings ziem­lich radi­kal umge­baut. Im Kern geht es um die jun­ge Pop­sän­ge­rin Mima, die ihre Girl­group CHAM! ver­lässt, um Schau­spie­le­rin zu wer­den. Der Über­gang wird zum Alb­traum: Sie wird mit einer Ver­ge­wal­ti­gungs­sze­ne und einem Akt­shoo­ting kon­fron­tiert, erhält Droh­brie­fe, und im Netz taucht ein Tage­buch auf, das inti­me Details aus ihrem All­tag preis­gibt, die eigent­lich nur sie ken­nen kann. Als dann auch noch Men­schen in ihrem Umfeld ermor­det wer­den, ver­liert Mima zuneh­mend den Bezug zur Rea­li­tät. Das klingt nach einem typi­schen Thril­ler, aber Kon ver­wisch­te die Gren­zen zwi­schen Rea­li­tät, Fik­ti­on und Wahn so kon­se­quent, dass man als Zuschauer°In irgend­wann genau­so ori­en­tie­rungs­los ist, wie die Haupt­fi­gur. Die You­Tube-Beschrei­bung zum Trai­ler bringt es ganz gut auf den Punkt: Ein zeit­lo­ses Meis­ter­werk, das Mil­lio­nen inspi­riert hat.

Und das ist kei­ne Über­trei­bung. PERFECT BLUE war bei sei­ner Erst­ver­öf­fent­li­chung zwar kein kom­mer­zi­el­ler Erfolg – der Film wur­de ursprüng­lich für den Direct-to-Video-Markt pro­du­ziert – aber sein Ein­fluss auf west­li­che Filmemacher°Innen ist enorm. Dar­ren Aro­nof­sky über­nahm für REQUIEM FOR A DREAM die berühm­te Bade­wan­nen­sze­ne prak­tisch eins zu eins, und auch die Par­al­le­len zu BLACK SWAN sind kaum zu über­se­hen, selbst wenn Aro­nof­sky das bestrei­tet. Kon selbst hat in sei­nem Blog damals geschrie­ben, dass er in REQUIEM FOR A DREAM Sze­nen wie­der­erkannt habe, die sei­nen eige­nen Sto­ry­boards ent­spra­chen. Madon­na ver­wen­de­te Aus­schnit­te aus PERFECT BLUE auf ihrer Drow­ned World Tour 2001, und Ter­ry Gil­liam setz­te ihn auf sei­ne Lis­te der 50 bes­ten Ani­ma­ti­ons­fil­me. Das alles für einen Film, der sei­ne Pro­duk­ti­ons­kos­ten von rund drei Mil­lio­nen Dol­lar nicht ein­spiel­te. Kon, der 2010 im Alter von nur 46 Jah­ren an Bauch­spei­chel­drü­sen­krebs starb, hat den vol­len Nach­hall sei­nes Werks lei­der nicht mehr erlebt.

Dass man PERFECT BLUE jetzt in 4K auf der gro­ßen Lein­wand sehen kann, ist eine der sel­te­nen Gele­gen­hei­ten, bei der sich der Gang ins Kino wirk­lich lohnt – selbst wenn man den Film schon kennt. Oder gera­de dann. Deutsch­land­start ist am 26. Mai 2026 als Ori­gi­nal mit Unter­ti­teln.

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