Was hätte alles schief gehen können … GHOSTBUSTERS (1984) ist eine Film-Ikone aus den 1980ern und ältere Semester können heute noch die zahllosen zeitlosen Zitate runterrasseln, weil wir den Streifen gefühlt Millionen mal gesehen haben. Dan Aykroyd wollte schon lange eine Fortsetzung machen, aber irgendwie ist es nie dazu gekommen, unter anderem auch, weil Bill Murray sich immer geziert hat – und weil in Tinseltown niemand Geld locker machen wollte.
Und dann war da GHOSTBUSTERS aus dem Jahr 2016, der mir im Prinzip auch ganz gut gefallen hat, der allerdings eine Neuerfindung war und keine Forterzählung. Zudem hatte Regisseur Paul Feig zwar grundsätzlich verstanden, was GHOSTBUSTERS sind, aber am Ende nicht die eigentliche Essenz, das Herz, des Ganzen. Man sortierte ihn allenfalls unter »ganz nett« ein, aber es war nicht der große Wurf, den die Fans sich eigentlich gewünscht hatten. Und vor allem tauchten die alten Haudegen nur in Cameos auf, nicht in ihren damaligen Rollen.
Vermutlich musste mit Jason Reitman erst der Sohn des ursprünglichen Regisseurs antreten, um diese Fortsetzung 37 Jahre nach dem ersten tatsächlich in die Kinos zu bekommen, wenn auch aufgrund des Virus mit über einem Jahr Verspätung.
Auch die zweite Auflage der Addams Family verdient dickes Lob und Anerkennung für ihre Hochachtung gegenüber dem Zeichner Charles Addams. Die vollanimierte Weiterführung der gruseligen Familie könnte im Stil nicht besser umgesetzt sein. Hinzu kommt allerdings eine zeitgemäße Erweiterung zur Farbe. Doch wenigstens orientiert sich die Farbgebung an den unbestreitbar legendären Kinovorbildern von 1991 und ’93. Aussehen und anatomische Formen der Figuren sind exzellent. Das hätte Charles Addams zufrieden gestellt.
Aber womit Schöpfer Charles Addams sicherlich seine Schwierigkeiten gehabt hätte, ist das sinnfreie Weichspülen seiner schwarzhumorigen Grotesken. Schlimmer noch, vier Drehbuchautoren und zwei Regisseure versuchen es mit einer Geschichte, die vollkommen im Gegensatz zum Grundgedanken und Konzept der Addams Family steht. Die Spaltung eines unbeirrbaren Familiengefüges.
Noch bis gestern war die Lage klar: Heute startet die vierte Staffel der (zugegebenermaßen umstrittenen) STAR TREK-Serie DISCOVERY in den USA auf dem Streamingdienst Paramount+, der Rest der Welt bekommt die wie bisher einen Tag später (also morgen) bei Netflix zu sehen.
Und dann kam die Mitteilung auf verschiedenen sozialen Medien, die einen Shitstorm unter Fans auslöste, der den Verantwortlichen noch lange um die Ohren wehen dürfte. Man hat sich zwei Tage vor dem internationalen Release entschlossen, diesen zu stoppen und zu warten, bis der Plan verwirklicht wurde, den hauseigenen Streamingdienst Paramount+ international zu starten; der ist bisher nur in den USA zu haben und schwächelt dort. Dieser Start wird allerdings noch Monate dauern.
Zeitgleich wurden gestern auch alle alten Staffeln der Science Fiction-Serie von Netflix genommen, so dass man sie in großen Teilen der Welt jetzt nicht mehr legal ansehen kann.
Gratulation, CBS & Paramount, das ist im Jahr 2021 eine der vermutlich dümmsten Entscheidungen die man treffen kann. Glaubt ihr denn wirklich, die Fans werden monatelang dem Internet fern bleiben, damit sie nicht gespoilert werden? Glaubt ihr tatsächlich, es ist heutzutage clever so eine Nummer zwei Tage vor dem Release abzuziehen? Glaubt ihr ernsthaft, die Kunden sind bereit noch einen weiteren überteuerten Streamingdienst zu abonnieren, nur für eine einzige Serie (oder zwei, wenn wir STRANGE NEW WORLDS noch dazu nehmen)? Hab ihr denn nicht das Geringste aus Disney+ und dem Start von THE MANDALORIAN gelernt? Oder wollt ihr einen neuen Rekord an illegalen Downloads aufstellen?
Überhaupt ist der Trend dazu, dass jeder und sein Hund mit Dollarzeichen in den Augen einen eigenen Streamingdienst aufmacht völlig verfehlt, denn die Menge an Geld, die die Kunden bereit sind für Streamingdienste auszugeben ist finit. Und statt das Schlaue zu tun und das alles in einem oder zwei Diensten zu bündeln, und damit das Geld einfach zu verdienen, werden mehr und mehr kostenpflichtige Dienste eröffnet, was dem Geschäftsmodell schon jetzt schadet und illegalen Downloads erheblichen Vorschub geleitet hat, die aufgrund der schnellen internationalen Verfügbarkeit von Content deutlich zurück gegangen waren.
Clever wäre es gewesen, DSC jetzt bei Netflix zu lassen und den internationalen Start des überflüssigen Streamingdienstes mit STRANGE NEW WORLDS anzustoßen.
Ich hoffe nach diesem völlig sinnfreien Stunt persönlich, dass CBS und Paramount mit dem durchsichtigen Versuch, STAR TREK als Exklusivcontent zu benutzen, um die Leute zum Abonnieren des ungeliebten Paramount+ zu bringen so richtig auf die Schnauze fallen. Denn ich gehe davon aus, dass etliche Kunden wie ich neben Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ garantiert nicht noch einen weiteren Dienst abonnieren werden. Wenn die Pakleds in der Chefetage wollten, dass STAR TREK: DISCOVERY abgesetzt werden soll, hat man dort mit der Verschiebung genau die richtige Entscheidung getroffen, insbesondere auch deswegen, weil DISCOVERY eben nicht die erfolgreichste STAR TREK-Serie aller Zeiten ist. Und sie haben offensichtlich auch nicht verstanden, dass man Fans, mit solch einer Aktion ganz sicher nicht dazu animiert, den neuen Streamingdienst zu abonnieren, eher im Gegenteil.
Und dann auch noch die halbgare, von billigem PR-Babble triefende Mitteilung (siehe oben), die die Intelligenz der Fans beleidigt.
»Let’s Fly«, my ass! Shitstorm verdient.
Infinite stupidity in infinite combinations.
Grafik Pressemitteilung Copyright CBS & Paramount
Für gestern war der neue Trailer zum anstehenden Marvel Cinematic Universe-Spektakel SPIDER-MAN: NO WAY HOME angekündigt, er kam leicht verspätet vor ca. sechs Stunden und damit für ein europäisches Publikum maximal unpassend getimed.
Und tatsächlich sehen wir offensichtlich noch mehr Böswatze aus prä-MCU-SPIDER-MAN-Filmen. Ich gehe davon aus, dass Marvel noch nicht alle Überraschungen des Streifens in den Trailer gepackt hat, es gibt da ja gewisse im Internet kursierende Gerüchte, von denen ich annehme, dass sie zumindest in Teilen korrekt sein dürften, denn warum sollte man nur die Supervillains aus anderen Universen importieren?
SPIDER-MAN: NO WAY HOME startet am 16. Dezember 2021 in den deutschen Kinos, zumindest wenn wir bis dahin in diesem Teil des Multiversums Corona in den Griff bekommen. Leider haben wir keine Avengers, nur Politiker.
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Es gibt gewisse Dinge in Filmen, die immer funktionieren. Die Apple-Produktion FINCH hat gleich drei dieser Elemente, von denen eigentlich schon eines genügt, um Erfolg zu generieren. Tom Hanks, Roboter und einen Hund. Was kann da schon schief gehen? Es könnte schief gehen, dass die Macher Gefahr laufen, sich auf der sicheren Seite auszuruhen. Was als Grundlage für die Geschichte dient, hat man schon zuhauf gesehen und erlebt. Eine Sonneneruption hat die Ozonschicht zerstört und mit 70 Grad Celsius ist die Erde weitgehend unbewohnbar geworden. Ohne Schutzanzug verbrennt die Haut wegen ungefilterter Ultraviolettstrahlung. Die ganz wenigen Überlebenden können sich nur im Schatten aufhalten, oder kommen nur Nachts aus ihren Verstecken. Finch Weinberg ist Robotik-Ingenieur und mit viel Glück konnte er sich nach der Katastrophe in seiner ehemaligen Firma einnisten. Mit Hund Goodyear als einzig treuem Gefährten verfolgt Finch den Plan, der Apokalypse eins auszuwischen.
Danke für Nichts, liebe Verleiher, wenn ihr mal wieder einen englischen Titel durch einen anderen englischen Titel ersetzt. GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE heißt in Deutschland GHOSTBUSTERS: LEGACY und nur Zuul weiß weswegen.
Wer mitspielt und worum es ansatzweise geht, darüber hatte ich bereits mehrfach berichtet, deswegen spare ich es mir, das an dieser Stelle nochmal zu tun, wer mehr wissen möchte folgt dem Link oben zu IMDb.
Schönes Detail ist der anfangs vom leider verstorbenen Harold Ramis (alias Dr. Egon Spengler) eingesprochene Text, der aus GHOSTBUSTERS stammt
Die Besprechungen die bereits aus Ländern eingetrudelt sind, wo er bereits gesehen wurde, sind überaus vielversprechend.
Deutschlandstart ist am 18.11.2021. Jetzt hoffe ich nur, dass sie mich nächste Woche noch ins Kino lassen …
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Der Spruch »immer der gleiche Sermon« ist nicht unbedingt positiv gemeint. Da sind die Filme aus dem Marvel Cinematic Universe eine wohlwollende Ausnahme, wo bei jedem neuen Film nach Art einer Predigt stets sich gleichende Sätze fallen. Zum Beispiel: Es ist immer wieder erstaunlich, wie es den Machern gelingt, in der Fülle von bereits erzählten Superhelden-Geschichten neue Ansätze zu finden. Und Chloé Zhaos ETERNALS ist da keine Ausnahme. Wobei Zhao immer wieder abwehrt, dass dies nicht »ihr« Film sei, weil die Geschichte schon lange festgelegt war, bevor sie als Regisseurin engagiert wurde. Wem also die Beantwortung der wichtigsten aller Frage zuzuschreiben ist, bleibt demnach unklar. Aber wir wissen nun: im Marvel Cinematic Universe existieren DC-Comics.
Gehört hatte ich immer wieder mal darüber: Charlie Stross´ (Webseite) Buchserie um parallele Realitäten mit dem Übertitel THE MERCHANT PRINCES. Dann las ich zum ersten neulich ein Interview mit Stross, in dem er sagte: er wollte eine Story schreiben, die als Fantasy anfängt und als Science Fiction aufhört – und mit der Reihe habe er das getan. Ich hatte allerdings in der Vergangenheit versucht, seine LAUNDRY FILES zu lesen, und war krachend gescheitert, ich kam einfach nicht rein, deswegen hatte ich auch anderen Stross-Werken die Finger gelassen. Doch neulich auf einem Treffen mit ebenfalls nerdigen Freunden wurde mir die Serie nochmal sehr ans Herz gelegt. Und da das nächste eBook dank Internet und Amazon nur einen Klick entfernt ist, ließ ich mir THE FAMILY TRADE auf den eReader schieben.
»Bist Du aber groß geworden!« – die eine hörte das als Kind gern, der andere nicht. Trifft allerdings auf die Stars aus Netflixens Erfolgsserie STRANGER THINGS zu, wenn man sie so im Trailer zur neuen Staffel begutachtet, die nun endlich in 2022 kommen soll. Kein Wunder, Corona hat die Produktion und den Start massiv verzögert, was bei Kinderstars eben zu optischen Veränderungen durch Wachstum führen kann.
Staffel vier wird wohl leider die letzte der Serie von Matt und Ross Duffer werden.
Na dann: Willkommen in Kalifornien, das wird sicher das beste Spring Break aller Zeiten! bestimmt! Ganz sicher …
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Wer in den 1980ern das Comicmagazin Heavy Metal (deutsch: Schwermetall) gelesen hat, kennt die Comicreihe THE INCAL (deutsch als JOHN DIFOOL). In der skurrilen Science Fiction-Serie geht es um den Privatdetektiv John Difool, der in einer gigantischen Stadt auf dem erdähnlichen Planeten Terra 21 in der Humano-Galaxis lebt. Nach einem missglückten Auftrag erhält er von einem sterbenden Mutanten ein uraltes Artefakt: Den Incal. Nun sind außerirdische Berks, Mutanten und der Präsident des Planeten hinter John her …
Geschrieben wurde die ursprüngliche Comicreihe von Alejandro Jodorowsky und gezeichnet von Jean Giraud, besser bekannt unter seinem Pseudonym Moebius.
Starregisseur Taika Waititi wird bei einer Filmumsetzung der Comicreihe Regie führen und auch am Drehbuch mitarbeiten. Waititi kann als Regisseur, Autor und Schauspieler inzwischen auf ein großes Portfolio an Nerd-Lieblingen zurückblicken, beispielsweise THOR: RAGNAROK, WHAT WE DO IN THE SHADOWS oder THE MANDALORIAN.
Waititi sagte gegenüber The Hollywood Reporter:
The films and graphic novels of Alejandro Jodorowsky have influenced me and so many others for so long. I was stunned to be given the opportunity to bring his iconic characters to life and I am grateful to Alejandro, Fabrice and everyone at Humanoids for trusting me to do so.
Weitere Details zu Terminen oder Besetzung gibt es aufgrund der frühen Projektphase derzeit noch nicht. Da Taika Waiti ein äußerst vielbeschäftigter Mann mit zahllosen aktuellen Projekten ist, darunter eine TIME BANDITS-Fernsehserie, eine Realumsetzung des Animés AKIRA und ein STAR WARS-Film.
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