Mal wieder: Kauf doch beim lokalen Buchhändler statt bei Amazon …

Cover "Moonraker"

Die Lita­nei, die man immer wie­der sei­tens des Buch­han­dels und des Bör­sen­ver­eins hört: kauf lie­ber bei dei­nem loka­len Buch­händ­ler statt beim Beel­ze­bub Ama­zon. Dass die Rea­li­tät anders aus­sieht, weiß jeder Phan­tas­tik-Freund der schon ein­mal ver­sucht hat, etwas aus einem klei­ne­ren oder Spe­cial-Inte­rest-Ver­lag beim »klei­nen Buch­händ­ler um die Ecke« zu bekom­men. Ja, ich weiß, es gibt auch gute, die ihr Hand­werk ver­ste­hen und wis­sen, wie her­um man eine Maus hält. Trotz­dem sind sol­che Erleb­nis­se, wie unten geschil­dert nach mei­nen Erfah­run­gen nicht die Aus­nah­me, son­dern lei­der die frus­trie­ren­de Regel.

Der Ver­lag Cross Cult ver­öf­fent­lich nicht nur zahl­lo­se Comic-Rei­hen, son­dern auch diver­se Lizenz-Roma­ne rund um Pop­kul­tur-Phä­no­me­ne wir STAR TREK, DOCTOR WHO oder CASTLE. Und auch eine äußerst sehens- und lesens­wer­te Neu­auf­la­ge von Ian Fle­mings JAMES BOND-Roma­nen. Soeben ver­öf­fent­lich­te der Ver­lag Fol­gen­des auf Face­book:

Eben einen Anruf erhal­ten, von einem freund­li­chen Mann, der sich erkun­digt hat, ob man unse­re Titel nur direkt bei uns kau­fen kann. Er habe einen Arti­kel über die Bond-Roma­ne in der »Jun­gen Welt« gele­sen und möch­te sich nun alle erhält­li­chen Titel zule­gen. In sei­ner Stamm­buch­hand­lung hat man ihm aller­dings gesagt, dass man mit »Cross Cult« nichts anfan­gen kön­ne. Wir haben ihm gera­ten, auf unse­re Web­sei­te zu gehen, die ISBN eines Bond-Romans zu notie­ren und damit noch­mals zur Buch­hand­lung zu gehen. Löb­li­cher­wei­se möch­te er näm­lich nicht bei Ama­zon bestel­len, son­dern beim ört­li­chen Buch­händ­ler.

Lie­ber unbe­kann­ter Buch­händ­ler,

kannst Du nicht in Dein Sys­tem gehen und nach »Ian Fle­ming James Bond« suchen? Auch wenn Du den komi­schen Ver­lag »Cross Cult« nicht kennst, wer­den da alle unse­re Titel gelis­tet und Du kannst sie pro­blem­los über Libri/​KNV/​Umbreit oder direkt bei unse­rer Aus­lie­fe­rung bestel­len. All die­se Infos fin­den sich auch auf unse­rer Web­sei­te, die man eben­so pro­blem­los mit Hil­fe eines jeden inter­net­fä­hi­gen Geräts auf­ru­fen kann … Zur Not schau doch bei Ama­zon nach oder frag die Aus­kunft und ruf uns an. Dan­ke! Das ist alle­mal bes­ser, als einen Kun­den selbst auf die Suche zu schi­cken, der bei Dir gleich zehn Bücher auf ein­mal kau­fen möch­te. Eigent­lich geht man ja in eine die­ser guten alten Buch­hand­lun­gen wie Dei­ne, damit einem freund­li­ches Per­so­nal wei­ter­hel­fen kann, bei der Suche nach dem gewünsch­ten Buch. Dan­ke, lie­ber Buch­händ­ler, dass Du unse­re Titel in Zukunft bestellst und an Dei­ne Kun­den ver­kaufst oder viel­leicht sogar ein paar Exem­pla­re ins Regal stellst. Jetzt, da Du weißt, wie das geht …

Das ken­ne ich. Über­heb­li­che Buch­händ­ler oder Büch­händ­ler­ge­hil­fin­nen, die ob des geäu­ßer­ten Lese­wun­sches die Nase rümp­fen, weil es sich nicht um ver­meint­li­che Hoch­li­te­ra­tur han­delt und die über­haupt kei­nen Bock haben, sich um die Wün­sche des Kun­den zu bemü­hen. Der vor­lie­gen­de Fall ist natür­lich beson­ders abstrus, denn wenn ein Kun­de gleich einen Hau­fen Taschen­bü­cher kau­fen möch­te, soll­te es im gestei­ger­ten Inter­es­se des Buch­händ­ler lie­gen, die­sen Umsatz selbst zu machen. Kun­den in die­ser Form ein­fach weg­zu­schi­cken, das kann man nur als bor­niert und dumm bezeich­nen.

Lie­be Buch­bran­che: Arbei­tet dran! Nehmt Kun­den­wün­sche ernst! Das ist viel ziel­füh­ren­der als das dau­ern­de Ama­zon-Gebas­he und die hoh­len Wer­be­phra­sen zum The­ma »buy local«.

Update: Sie­he dazu auch Dil­bert. (mit Dank an Cynx)

Update 2: Erik Schrei­ber kom­men­tiert auf Face­book:

Da kann ich noch eins drauf set­zen, frei nach dem Mot­to, »einer geht immer«. Ich habe in der Umge­bung von Darm­stadt jede mir bekann­te Buch­hand­lung per­sön­lich auf­ge­sucht, mei­nen Ver­lag Saphir im Stahl und mich vor­ge­stellt, mei­nen klei­nen Pro­spekt dage­las­sen. Zwei Wochen spä­ter kommt ein Anruf von der Buch­händ­le­rin, sie hät­te ja noch nie etwas von mir gehört und jetzt steht da ein Kun­de und will »Der Mann­wolf von Königs­berg«, was das den für ein Buch sei …

Cover MOONRAKER Copy­right Cross Cult

PRAK​TI​.COM

prakti.com

THE INTERNSHIP – Bun­des­start 26.09.2013

Bil­ly McMa­hon und Nick Camp­bell sind Ver­käu­fer mit Leib und See­le. Das ist es, was sie kön­nen. Das ist es, was sie tun. Wenn­gleich mit schwin­den­den Erfol­gen, denn sie ver­kau­fen Arm­band­uh­ren. Und wie ihnen ihr Chef takt­los erklärt, sei­en sie gefeu­ert, denn heut­zu­ta­ge trägt nie­mand mehr Arm­band­uh­ren, weil jeder nur auf das Han­dy schaut.

Der Ein­stieg zu die­ser for­mel­haf­ten Komö­die ist durch­aus wit­zig und herr­lich gespielt, aber sie trifft tat­säch­lich auch einen zeit­geis­ti­gen Nerv. Denn Bil­ly und Nick sind alt, bei­de bewe­gen sich um die Vier­zig. PRAK​TI​.COM kann die­ses Phä­no­men für sei­ne humo­ris­ti­schen Zwe­cke immer wie­der nut­zen, ver­passt aller­dings die gege­be­ne Chan­ce, die eigent­li­che Tra­gik dahin­ter tie­fer zu beleuch­ten. Vin­ce Vaughn und Owen Wil­son könn­ten das, sie haben das Kali­ber dazu, ohne das sich die Atmo­sphä­re vom Humor weg­be­we­gen müss­te. Aber es ist Vaughns Geschich­te, aus der er selbst das Dreh­buch mit­ent­wi­ckelt hat, und schein­bar schien ihm die eigent­li­che Prä­mis­se dann doch nur als Trä­ger für unbe­schwer­te zwei Stun­den.

Fünf Fragen an 100 Fans

100 Fans Crowdfunding

Vor­ges­tern und ges­tern hat­te ich mich mit der neu­en Platt­form 100 Fans kri­tisch aus­ein­an­der gesetzt und dabei auch eine Stel­lung­nah­me des Betrei­bers zu mei­nem ers­ten Arti­kel ver­öf­fent­licht. Ich hat­te der Münch­ner Ver­lags­grup­pe aber auch einen kur­zen Kata­log von fünf Fra­gen zur Ver­fü­gung gestellt, auf die ich heu­te bereits Ant­wor­ten erhielt. Mei­ne Fra­gen und die­se Ant­wor­ten kann man im Fol­gen­den lesen, ich habe mir zudem erlaubt, noch­mals Kom­men­ta­re dazu zu ver­fas­sen.

Erst ein­mal möch­te ich mich an die­ser Stel­le jedoch für die zügi­ge Beant­wor­tung mei­ner Fra­gen bedan­ken.

DOCTOR WHO mit Puppen: DOCTOR PUPPET

DOCTOR PUP­PETs »Ani­ma­ted Adven­tures In Time & Space« sind klas­sisch ani­mier­te Pup­pen­fil­me nach der BBC-Erfolgs­se­rie DOCTOR WHO. Das soll­te man mal gese­hen haben, es ist näm­lich mit viel Herz und Lie­be zum Detail gemacht.

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MARK BRANDIS Folge 26: IKARUS, IKARUS

Cover "Ikarus, Ikarus"

Bei Fol­gen­reich erscheint am 11.10.2013 bereits die 26. Fol­ge aus der Hör­spiel­rei­he MARK BRANDIS nach den Roma­nen von Niko­lai von Mich­alew­sky. Der Titel lau­tet IKARUS, IKARUS, es geht um einen Aste­ro­iden glei­chen Namens:

Wie­der ein­mal bringt die uner­mess­li­che Geld­gier Ein­zel­ner die gesam­te Mensch­heit in Gefahr: Um die Boden­schät­ze des Aste­ro­iden Ika­rus bes­ser aus­beu­ten zu kön­nen, soll die­ser in Erd­nä­he durch die Fir­ma Gum­boldt Stel­lar ver­la­gert wer­den. Eine ris­kan­te Ope­ra­ti­on – kann doch der kleins­te Feh­ler in der Berech­nung zur fina­len Kata­stro­phe füh­ren, und der Aste­ro­id stürzt auf die Erde… Des­halb wird Mark Bran­dis von sei­nem Ex-Chef John Har­ris gebe­ten, die Akti­on und Gum­boldt Stel­lar inof­fi­zi­ell zu über­prü­fen. Als Mark Bran­dis mit sei­ner Crew auf Ika­rus ankommt, trifft er auf einen alten Erz­feind, der die gan­ze Unter­neh­mung skru­pel­los sabo­tiert …

IKARUS, IKARUS kann man im gut sor­tier­ten Fach­han­del eben­so bezie­hen, wie bei Onlin­ever­sen­dern wie bei­spiels­wei­se Ama­zon. Der Preis für das Sci­ence Fic­tion-Hör­spiel mit einer Spiel­dau­er von 71 Minu­ten beträgt 6,99 Euro, die Arti­kel­num­mer ist 0602537390168. Es hat eine Alters­emp­feh­lung von ab 12 Jah­ren.

Cover IKARUS, IKARUS Copy­right Fol­gen­reich

[aartikel]B00DYFCXWQ[/aartikel]

Ein offener Brief an J. J. Abrams zum Thema STAR WARS – als Video

Ein paar Hin­wei­se an J. J. Abrams, der bekann­ter­ma­ßen bei der nächs­ten STAR WARS-Epi­so­de Regie füh­ren wird. Lie­be­voll umge­setzt als ani­mier­tes Video. Etli­che der Hin­wei­se sind wirk­lich vali­de, mal davon abge­se­hen, dass es »nied­lich« auch schon in Epi­so­de VI gab, wie wir alle wis­sen. Ich bin auch der Ansicht, dass man Coru­scant oder Corel­lia ruhig mal zei­gen darf und nicht alles auf Hin­ter­wäld­ler­pla­ne­ten spie­len muss (der Grund dafür war bei der ers­ten Tri­lo­gie das lie­be Geld – oder: bes­ser die Abwe­sen­heit des­sel­ben, sowie die Trick­tech­nik, die das damals noch nicht ohne Auf­wand her­gab). Aber ansons­ten: Han schoss zuerst!

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​_​j​o​D​N​O​p​e​WWo

 

Reaktion des Betreibers von 100Fans

Update: 100 Fans Crowdfunding

Sie­he auch den Fol­ge­ar­ti­kel: Fünf Fra­gen an 100 Fans.

Auf mei­nen gest­ri­gen Arti­kel zur »Crowdfunding«-Plattform 100fans von der Münch­ner Ver­lags­grup­pe erhielt ich eben­falls ges­tern noch eine Email mit Bit­te um Rich­tig­stel­lung. Eigent­lich woll­te ich mit der Ver­öf­fent­li­chung war­ten, bis auch die Ant­wor­ten auf mei­ne rest­li­chen gestell­ten Fra­gen ein­tref­fen, habe mich aber dann doch dage­gen ent­schie­den. Ich füh­re die von den Betrei­bern bemän­gel­ten Stel­len hier im ein­zel­nen auf und gehe auch gleich inhalt­lich dar­auf ein.

Der Betrei­ber schrieb:

Bevor ich Ihre wei­ter­ge­hen­den Fra­gen beant­wor­te, muss ich Sie auf eini­ge sach­li­che Feh­ler in dem Arti­kel auf Ihrer Sei­te hin­wei­sen und um deren Berich­ti­gung bit­ten. Wenn man sich sach­lich mit etwas aus­ein­an­der­set­zen möch­te, soll­ten die Fak­ten schon stim­men.

Unwahr ist:
»…das darf in Form ei­nes eBooks oder oder her­kömm­li­chen Druck­werks da­her kom­men…«
Wahr ist: Alle 100 FANS-Bücher wird es sowohl als E‑Book als auch als gedruck­te Bücher geben. Zum Fun­ding muss kein Autor ein fer­ti­ges Buch bei uns ablie­fern, son­dern er prä­sen­tiert sein Buch oder sei­ne Buch­idee mit einem Expo­sé oder einem Aus­zug auf unse­rer elek­tro­ni­schen Platt­form.

Tat­säch­lich habe ich geschrie­ben:

Man kann dort sein Buch­pro­jekt vor­stel­len, das darf in Form ei­nes eBooks oder her­kömm­li­chen Druck­werks da­her kom­men, und nach Schwarm-Finan­zie­rern su­chen.

Ich sehe nicht, wo das »unwahr« sein soll. Die Autoren wer­den ohne­hin nur Datei­en ein­rei­chen, aus denen wer­den dann eBooks oder Bücher oder bei­des. Ich sehe ehr­lich gesagt nicht ganz den Kri­tik­punkt, eben­so wenig kann ich mei­nen Satz als »unwahr« erken­nen. Viel­leicht als »unge­nau for­mu­liert«.

Wei­ter mit dem Hin­weis auf »Total Buy­out«:

ALBERT NOBBS dient dem Zuschauer

Albert Nobbs

ALBERT NOBBS – Bun­des­start 26.09.2013

Im aus­ge­hen­den 19. Jahr­hun­dert arbei­tet Albert Nobbs als But­ler in einem Hotel in Dub­lin, Irland. Albert ist ver­schlos­sen, aber tüch­tig, tadel­los und, zumin­dest in sei­ner gesell­schaft­li­chen Stel­lung, respek­tiert. Albert spart sich jeden Schil­ling ab, um sich eines Tages selbst­stän­dig zu machen. Ein Tabak- und Süß­wa­ren­la­den soll es sein. Selbst­stän­dig­keit, das ist es, was Albert anstrebt. Für sei­ne Per­son, ein sehr schwie­ri­ges Unter­fan­gen, denn Albert Nobbs hat ein Geheim­nis. Für eini­ger­ma­ßen infor­mier­te Zuschau­er dürf­te die Ent­hül­lung des Geheim­nis kei­ne Über­ra­schung sein. Im Ver­lauf der Hand­lung wird die­ses sehr spät gelüf­tet, als der im Hotel beschäf­tig­te Maler Hubert Page aus Ver­se­hen Mis­ter Nobbs im gemein­schaft­li­chen Zim­mer über­rascht. Doch dadurch wird Albert Nobbs’ Traum von Selbst­stän­dig­keit und sei­nem Weg zum Umge­hen von gesell­schaft­li­chen Restrik­tio­nen erst rich­tig beflü­gelt. Gera­de als der eigent­lich zurück­ge­zo­ge­ne Albert glaubt, sich mehr sei­ner im Hotel geschlos­se­nen Welt öff­nen zu kön­nen, beginnt nicht nur sei­ne Fas­sa­de zu brö­ckeln, son­dern erhält sein ihn bis dahin schüt­zen­des Umfeld selbst­zer­stö­re­ri­sche Ris­se.

100 Fans – Crowdfunding für Bücher?

Screenshot 100fans

Update vom 26.09.2013: Der Betrei­ber von 100Fans hat mir eine E‑Mail geschrie­ben, in der er Tei­le des unten­ste­hen­den Arti­kels für »unwahr« hält. Die Ansicht des Betrei­bers und mei­ne Kom­men­ta­re dazu fin­den sich in einem neu­en Arti­kel.

Update vom 27.09.2013: Sie­he auch den Fol­ge­ar­ti­kel: Fünf Fra­gen an 100 Fans.

Kurz vor der Buch­mes­se über­schlägt sich die Bran­che ja regel­mä­ßig mit dem Eröff­nen von irgend­wel­chen »Platt­for­men, die kei­ner braucht[tm]«, oder ähn­li­chen Pro­jek­ten. In die­sem Jahr ist es nicht anders. Die Münch­ner Ver­lags­grup­pe bringt eine Crowd­fun­ding-Platt­form für Bücher unter dem Namen 100Fans an den Start.

Das Kon­zept: Man kann dort sein Buch­pro­jekt vor­stel­len, das darf in Form eines eBooks oder her­kömm­li­chen Druck­werks daher kom­men, und nach Schwarm-Finan­zie­rern suchen. Kom­men min­des­tens 100 Fans zusam­men, wird das Buch pro­du­ziert. Bei Print­bü­chern erhält der Autor 25%, bei eBooks 30% des Net­to­er­lö­ses. Kom­men mehr als 1000 Fans zusam­men, »wird das Buch durch Ver­tre­ter der Ver­lags­grup­pe auch im Han­del bewor­ben«.

Bis hier­hin hört sich das alles ganz gut und macht den Anschein, dass tat­säch­lich mal jemand einen inno­va­ti­ven Ansatz hat und vor allem Crowd­fun­ding vor­an brin­gen möch­te. Schaut man aller­dings hin­ter die Kulis­sen, stellt man fest, dass nicht wirk­lich ver­stan­den wur­de, was Crowd­fun­ding eigent­lich ist. Denn bei die­sem Kon­zept ist es bei­spiels­wei­se üblich, Pro­jek­te auch durch klei­ne­re Spen­den unter­stüt­zen zu kön­nen, ohne dafür gro­ße Gim­micks zu bekom­men. Auf Kicks­ter­ter oder indiego­go bei­spiels­wei­se kann man auch ein­fach mal einen oder fünf Dol­lar über den vir­tu­el­len Tisch wan­dern las­sen, nur um zu sagen: »Ich fin­de das pri­ma!«.

Auf 100​fans​.de fan­gen die soge­nann­ten »Fan­pa­ke­te«, die man als Unter­stüt­zer kau­fen kann, aller­dings erst bei ca. 18 Euro an. Kein Pap­pen­stiel. Dafür bekommt man als Finan­zie­rer dann aber – wie groß­zü­gig – die eBook-Aus­ga­be des unter­stütz­ten Buches. Dafür sind die Bücher spä­ter im Buch­han­del erhält­lich und wur­den vom Anbie­ter lek­to­riert und mit einem »pro­fes­sio­nel­len« Cover ver­se­hen. Vom Net­to­er­lös der Fan­pa­ke­te, die mehr als nur ein eBook ent­hal­ten, bekommt der Pro­jekt­in­itia­tor 80%. Das hört sich auf den ers­ten Blick gar nicht schlecht an, aber …

Sieht man sich dann aber den Autoren­ver­trag an, den man ein­ge­hen muss, soll­te der Indie-Autor mög­li­cher­wei­se schnell die Fin­ger davon las­sen, denn man ver­kauft ähn­lich wie bei ande­ren Ver­la­gen sei­ne See­le im Rah­men eines »total buy­out«:

Der Autor räumt dem Ver­lag an dem Werk die räum­lich, zeit­lich und inhalt­lich unbe­schränk­ten, aus­schließ­li­chen Nut­zungs­rech­te für alle bekann­ten und unbe­kann­ten Nut­zungs­ar­ten ein.

Auch den Rest der voll­um­fäng­li­chen Rech­te­ein­räu­mung mit Lizen­sie­rung an Drit­te muss man sich in den AGBs der Sei­te (§ 6 Unter­pa­ra­graph 3 ff) mal auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen. 100Fans behält Rech­te sogar dann, wenn der Ver­trag auf­ge­löst wird, er aber Inhal­te an Drit­te unter­li­zen­siert hat. Die  Rech­te­ein­räu­mung beinhal­tet selbst Über­set­zung in ande­re Spra­chen und hau­fen­wei­se elek­tro­ni­sche Publi­ka­ti­ons­for­men. Und das, obwohl nicht der Ver­lag, son­dern die »Fans« für die Rech­te gezahlt haben …

Ein Fun­ding­ziel wird eben­so wenig genannt wie die Unter­stüt­zer. Wie irgend­ei­ne Platt­form heut­zu­ta­ge noch glau­ben kann, so etwas als »Crowd­fun­ding« dekla­rie­ren zu kön­nen, wenn es doch nur ums Abgrei­fen von Rech­ten und ums Koh­le machen geht, ist mir ehr­lich gesagt schlei­er­haft. Indie-Autoren soll­ten sich wirk­lich gut über­le­gen, ob sie ihre Pro­jek­te dort ein­stel­len, oder nicht viel­leicht lie­ber zu einer ech­ten Crowd­fun­ding-Platt­form wie Start­next gehen wol­len, die nicht alle Rech­te an den Inhal­ten an sich reißt.

Update: je öfter ich mir das durch­le­se, des­to abstru­ser wird es. Die »Fans« zah­len, aber alle Rech­te erhält der Ver­lag. Das ist ein echt bahn­bre­chen­des Kon­zept, aller­dings nur, wenn man einen IQ nah am Gefrier­punkt hat. Dass die Ver­le­ger das für eine gran­dio­se Idee hal­ten, kann ich mir vor­stel­len. Wenn das ein wei­te­rer Ver­such sein soll, Ama­zon die Stirn zu bie­ten …

Update 2: Eigent­lich ist das auch nur eine Vari­an­te des Druck­kos­ten-Zuschuss-Ver­lags, über den Autoren und Bran­che gern wet­tern.

[cc]

Screen­shot Web­sei­te 100fans Copy­right Münch­ner Ver­lags­grup­pe

Fox bestellt GOTHAM-Serie

GaryOldman

Ges­tern ist mit Mar­vels AGENTS OF S.H.I.E.L.D. in den USA eine der meis­ter­war­te­ten Fern­seh­se­ri­en die­ser Herbst-Sai­son gestar­tet. Klar, dass man anders­wo nei­disch dar­auf schielt und Ähn­li­ches möch­te. Fox Tele­vi­si­on hat des­we­gen jetzt eine Serie namens GOTHAM bestellt. Die spielt in der BATMAN-Stadt, dreht sich aber nicht um den Caped Cru­sader, die Haupt­fi­gur wird Com­mis­sio­ner Gor­don sein. Der soll es mit diver­sen bekann­ten Bös­wat­zen aus dem DC-Ver­sum zu tun bekom­men. Pro­du­ziert wird das Gan­ze von War­ner Bros. Tele­vi­si­on.

Aus­füh­ren­der Pro­du­zent und fürs Kon­zept ver­ant­wort­lich ist Bru­no Hel­ler (THE MENTALIST), der hat gera­de erst ein Mars-Dra­ma an CW ver­kauft.

Kon­zept der Serie:

The ori­gin sto­ries of Com­mis­sio­ner James Gor­don and the vil­lains that made Got­ham famous

Na, ob das klap­pen kann? Eine Serie in Got­ham um typi­sche DC-Böse­wich­ter, aber ohne DEN Hel­den schlecht­hin? Wie will man denn die Abwe­sen­heit BAT­MANs erklä­ren? Oder wer­den die Fäl­le gezeigt, in denen Gor­don sich ohne den Fle­der­maus­mann um klei­ne­re Super­bö­se­wich­ter küm­mert? Und über­haupt: wie lan­ge soll das hal­ten? Fox setzt bekann­ter­ma­ßen Seri­en schnel­ler ab, als man »Joker« sagen kann. Ich bin skep­tisch.

[cc]

Bild: Gary Old­man als Comis­sio­ner James Gor­don in der DARK KNIGHT-Tri­lo­gie Copy­right War­ner Bros.

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