CLOCKWORK COLOGNE ist eine Steampunk-Krimi-Serie, die in einem fiktiven Cöln um die Jahrhundertwende angesiedelt ist. Es werden Verschwörungen aufzudecken, mysteriöse Fälle zu lösen, neblige Spuren zu verfolgen sein. Die Protagonisten kämpfen mit der durch einen quantenmagischen Unfall entstandenen Strahlenbelastung, dem ganz alltäglichen Wahnsinn und nicht selten mit ihren eigenen Dämonen.
Cöln, Freie Reichsstadt, im Jahre des Herrn 1898
Europa hat sich noch immer nicht von dem Quantenmagischen GAU erholt, der die Welt 40 Jahre zuvor erschüttert hat. Die daraus resultierende Strahlung verseucht den halben Kontinent. Die Dampfmagische Gesellschaft hat einen Schutzschirm über Cöln errichtet, doch dieser Schutz hat seinen Preis. Die Dampfmagier nutzen die Furcht vor der Strahlung aus, um die Bürger zu kontrollieren.
Die Quantenmagier sind in den Untergrund geflüchtet und haben unter den Gassen Cölns eine Welt geschaffen, die ihren eigenen Regeln folgt. Aber auch in der Oberstadt nehmen Korruption und Verbrechen erschreckende Ausmaße an. Die Dezernate des Kaiserlichen Kriminalamtes sind unterbesetzt, die Beamten überlastet. Viele haben sich korrumpieren lassen oder resigniert.
Nicht so Kommissär Lacroix. Für ihn sind Recht und Gesetz nicht nur leere Floskeln. Er steht mit beiden Beinen fest auf dem geschwärzten Boden Cölns und kämpft für Gerechtigkeit. Bis ein schwerer Schicksalsschlag auch seine Welt ins Wanken bringt.
Weitere Informationen zu den Protagonisten, der Welt, den Hintergründen und den Autorinnen kann man auf der Website zur Serie finden.
Der erste Band der Reihe wurde von Simone Keil verfasst und trägt den Titel GUY LACROIX: AUF DER JAGD NACH DEM ROSENKRANZMÖRDER, er ist sowohl als Taschenbuch über Amazon verfügbar (178 Seiten, EUR 5,99), aber auch in Form eines eBooks via Amazon, Neobooks und diverse weitere Onlineshops erhältlich. Die elektronische Fassung kostet gerade mal 1,99 Euro.
Zusätzlich werden die Kapitel des ersten Falls von Kommissär Lacroix – und auch der folgenden Romane – jeden Sonntag auf Qindie online gestellt, man kann sich dort also vor dem Kauf ein Bild machen.
In Sachen 47 RONIN, dem ersten Film mit Keanu Reeves seit Langem, haben sie uns ganz schön verladen. Es handelt sich gar nicht um Samurai im alten Japan, sondern um einen lupenreinen Fantasy-Film. Jetzt bin ich sicher, dass ich den sehen muss. Wahnsinn.
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In Myra Çakans »Edition Dardariee« ist der FANTASY & SCIENCE FICTION ALMANACH 2014 erschienen, in dem bekannte Namen und Neuentdeckungen aus der Phantastik-Szene ihre Werke präsentieren. Dabei sind: B.C. Bolt, Anja Bagus, Myra Çakan, Christian Dörge, Frank W. Haubold, Antje Ippensen, Horus W. Odenthal, Susanne Pavlovic, Miriam Pharo, Michael Szameit und Klaus Seibel.
Die Herausgeberin sagt zum eBook:
Die Möglichkeit, den Lesern nicht nur das Werk eines Autors vorzustellen, sondern einen kleinen Blick darüber hinaus zu ermöglichen, finde ich sehr reizvoll. Als SF-Leserin und Autorin haben mich solche Beiwerke schon immer interessiert. Nicht einfach die platte Frage »Wie sind Sie auf die Idee gekommen?« zu stellen, sondern den Schriftsteller einfach etwas aus dem Nähkästchen plaudern lassen.
So entstand im Sommer die Idee zu dem F&SF Almanach – einem eBook, in dem sehr unterschiedliche Texte vorgestellt werden sollten, die zwar für sich allein stehen, aber dennoch in einem Kontext zu einem Werk des Autors zu verstehen sind. Dies können Ergänzungen zu einem Roman sein, Vorgeschichten zu Protagonisten oder auch Erstveröffentlichungen.
Herausgekommen ist ein breites Spektrum an phantastischen Erzählungen – von High Fantasy, über Steampunk und Space Opera bis zu Cyberpunk.
Derzeit ist der ALMANACH ausschließlich als eBook via Amazon erhältlich. Da er nicht durch harte DRM-Maßnahmen geschützt ist, kann man das eBook allerdings beispielsweise mit Calibre auch ins ePub-Format wandeln. Der Preis beträgt gerade mal 99 Cent. Das Titelbild steuerte Lothar Bauer bei.
Bei Voodoo Press ist soeben der erste Band aus der TIMMY QUINN-Reihe des US-Autors Kealan Patrick Burke erschienen. Das Buch fasst die ersten beiden Novellen DER SCHILDKRÖTENJUNGE und DIE HÄUTE in einem Band zusammen, in den Vereinigten Staaten erschienen beide getrennt. Für THE TURTLE BOY erhielt Burke 2004 den Bram Stoker Award.
Der Schildkrötenjunge
1979, Delaware, Ohio, Sommerferien. Timmy Quinn und sein bester Freund Pete Marshall treffen am Myers-Teich auf einen seltsamen Jungen namens Darryl. Als sie ihren Eltern von dieser Begegnung erzählen, treten sie damit etwas in Gang, das seinen Ursprung in einer schrecklichen, bösartigen und brutalen Vergangenheit hat, und das Timmy Quinns Leben fort an verändern wird.
Die Häute
Sieben Jahre sind seit den Ereignissen am Myers-Teich vergangen. Timmy Quinn ist auf der Suche nach einem Ort des Friedens und das führt ihn zu seiner trauernden Großmutter in eine kleine Hafenstadt an der Südküste Irlands. Doch schnell verwandelt sich der Hafen in einen Käfig in dessen Grundfesten sich die Toten in einer alten zerfallenden Fabrik versammeln.
Um sein Leben und das derer, die er liebt zu beschützen, muss Timmy Quinn einen Schritt hinter den Vorhang treten, in das Reich der Toten, um dort noch etwas viel grauenhafteres zu entdecken – eine riesige Gruppe, bekannt als Die Häute …
Burkes fünf Novellen aus der TIMMY QUINN-Reihe werden in drei Bänden bei Voodoo Press erscheinen, der erste liegt hiermit vor, im zweiten wird man VESSELS und PEREGRIN´S TALE finden, der dritte und letzte enthält NEMESIS (die deutschen Titel liegen noch nicht vor).
Band eins hat 280 Seiten und kostet 12,95 Euro. Er kann beim Verlag oder über Amazon bezogen werden (bei letzteren ist er im Moment allerdings nicht vorrätig).
Cover TIMMY QUINN Band eins Copyright Voodoo Press
Puh, das ist mal ein langer Titel. Soeben erschien via Chichili die erste Novelle aus der Reihe DIE PHANTASTISCHEN ABENTEUER VON JOE & CRAIG vom Autoren Sean O´Connell, den aufmerksame Leser von PhantaNews beispielsweise durch TÍR NA NÓG kennen. Geplant sind insgesamt vier Episoden, die erste trägt den Titel DER DOPPELTE STALIN, es folgen noch IM BANNE DER LOWLANDER, DAS ERWACHEN DES DÄMONS und WELTENBRAND.
Weitere Informationen dazu:
DIE PHANTASTISCHEN ABENTEUER VON JOE & CRAIG spielen in einer alternativen Zeitlinie, in der ein ungewöhnlicher Meteorabsturz im Jahr 1816 das Antlitz der Welt für immer veränderte (diese Geschichte erscheint eines Tages bei Stefan Holzhauer, wenn er seine Steampunk-Chroniken fortsetzt ;-) [Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl verstanden, Anm. d. Red. :) ]). Die unzähligen Splitter des aus dem All stammenden Gesteinsbrocken, die über ganz Europa niedergingen, hatten zum Teil fatale Auswirkungen auf die Menschen, die mit ihnen in Berührung kamen. Manche von ihnen starben, viele wurden schlicht und einfach verrückt und wiederum andere entwickelten ungewöhnliche Superkräfte.
1938 – Joe (O’Connell) und Craig (Cameron) sind paranormal begabte Agenten im Dienste des Britischen Empires. Sie sollen den russischen Führer Josef Stalin, der zu Geheimkonsultationen in London weilt, vor Angriffen deutscher Augustoren schützen.
Dumm nur, dass die Nazis längst Bescheid wissen und ihre geniale Agentin Anna-Maria Herbst nach London entsandt haben. Als dann auch noch ein zweiter Stalin auf den Plan tritt und eine riesige, fliegende Stadt mit deutschen Soldaten über London erscheint, droht die ganze Situation außer Kontrolle zu geraten.
Episode eins kann ab sofort als eBook erworben werden, beispielsweise über amazon.de. Der Preis beträgt EUR 1,99. Der erste Teil ist ca. 64 Seiten stark.
Als Fox mit dem Plot zu ihrer neuen Serie SLEEPY HOLLOW aus der Höhle kam (pun intended), haben sicherlich viele gedacht, dass man dort endgültig durchgedreht ist. Zu absonderlich und abstrus war der Plan, einen wiedererweckten Ichabod Crane in unserer heutigen Zeit zusammen mit einer Polizistin gegen das Böse agieren zu lassen. Ich war ebenfalls skeptisch, doch dann hat sich die Serie zu einer der großen positiven Überraschungen des Herbstes 2013 entwickelt (die andere ist ALMOST HUMAN). Heute läuft in den USA das Finale der ersten Staffel, es handelt sich um eine Folge in doppelter Länge. Nachstehend der Trailer dafür. Season zwei ist erfreulicherweise schon lange genehmigt.
Im Jahr 2015 kommen im Kino haufenweise potentielle Blockbuster auf uns zu, darunter ist nun allerdings nicht mehr das Aufeinandertreffen der beiden wohl ikonischsten Superhelden aus dem DC-Universum. SUPERMAN VS. BATMAN wurde auf einen noch nicht näher benannten Termin im Jahr 2016 verschoben. Den Startplatz erhält PAN, ein Film darüber, wie aus einem einfachen Jungen Peter Pan wurde.
Warners Aussage zum Verschieben ist kurz gesagt: »Wir benötigen mehr Zeit, um unsere Vision vollständig umsetzen zu können«. Möglicherweise ist der Grund für den neuen Termin allerdings, dass man noch keinen Darsteller für den Filmbösewicht gefunden hat. Derzeit ist Gerüchten zufolge Joaquín Phoenix im Gespräch.
Die Terminänderung kollidiert mit Ben Afflecks Agenda, denn der sollte nach dem Ende der Dreharbeiten sofort die Regie bei LIVE BY NIGHT übernehmen. Wird sich dieses Projekt verschieben, oder steht Affleck damit möglicherweise nicht mehr für die Rolle als BATMAN zur Verfügung? Fragen über Fragen …
Der Druck auf Warner und Zack Snyder ist groß, denn die Konkurrent Marvel und Disney haben eine überaus erfolgreiche Reihe von Superhelden-Filmen am Start, die 2015 im zweiten Teil der AVENGERS kulminieren werden. Außerdem stehen GUARDIANS OF THE GALAXY und ANT-MAN in den Startlöchern. Abgesehen von der DARK KNIGHT-Trilogie hatte DC mit den Verfilmungen seiner Comics im Vergleich dazu eher Pech.
[cc]
Promofotos aus MAN OF STEEL und DARK KNIGHT Coypright Warner Bros.
Wie erwartet pumpt HBO weitere Trailer, Teaser und Promos zur Erfolgsserie GAME OF THRONES raus. Diesmal ein »On the set«-Video mit kurzen Statements von Cast und Crew.
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Zombies und die mit ihnen einhergehende Apokalypse sind immer noch höchst präsent, sei es in Büchern oder in anderen Medien wie Film und Fernsehen. Jetzt gibt es eine Ausschreibung, die Geschichten um die wandelnden Toten sucht. Ort des Geschehens: Deutschland. Herausgeber ist Torsten Exter (KRIEGER-Anthologie) und verlegt wird das Ganze von Amrun. Aus der Beschreibung:
Deutschland 2021.
Hohe Stahlbetonwände sichern die Grenzen zu den Nachbarländern. Jagdflieger und Kampfhubschrauber dröhnen über den Grenzstreifen. Es wird auf alles geschossen, was sich (noch) bewegt.
Die wenigen Lebenden haben sich zu Gruppen zusammengeschlossen, oder agieren auf eigene, verzweifelte Faust. Durch die Städte wälzen sich untote Leiber. Großstädte wie Berlin sind wahre Zombie-Moloche. Vor der Nord- und Ostsee patrouillieren alliierte Flottenverbände der NATO, um eine Flucht der Überlebenden und ein Ausbreiten der Seuche zu verhindern.
Deutschland ist tot – untot.
Sie kamen über Nacht. Die ersten Sichtungen und angsterfüllten Hilferufe erreichten die Öffentlichkeit am 06. Mai 2020. Sie wühlten sich aus feuchten Gräbern – kürzlich Verstorbene und von Verwesung gezeichnete Leiber. Ihr Hunger war unstillbar. Sie fielen wie Heuschreckenschwärme über Dörfer her und jeder Biss in weiches, lebendes Fleisch nährte ihre Gier und füllte die widerlichen Reihen mit weiterem jagendem Tod.
Panik, Flucht und Hysterie waren die Folge, aber es gab auch Solidarität und kleine Funken der Hoffnung. Die Ausrufung des Notstandes im Sommer 2020 und große Bundeswehreinsätze im Inneren konnten die Ausbreitung der Untoten nicht verhindern.
Im März 2021 einigten sich die Europäische Union, NATO und Vereinten Nationen nach vergeblichen Versuchen, die Epidemie zu bekämpfen, darauf, Deutschland unter eine komplette und umfassende Quarantäne zu stellen. Nichts und niemand sollte das verseuchte Land der Toten verlassen.
Deutschland 2022.
Die Anzahl der Lebenden ist gering. So gering wie ihre Aussicht auf Überleben. Und doch haben sich letzte Bastionen verzweifelten, menschlichen Lebens gebildet …
Die Geschichten sollten eine Länge von maximal 20 Normseiten mit jeweils 1800 Anschlägen haben, das Ausschreibungsende ist der 15. Juni 2014. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Webseite des Amrun-Verlags.
[Update 15:10] Wie ich gerade auf der Webseite sehe, geht das Projekt sogar noch weiter:
Parallel suchen wir Autoren, die in größerem Umfang von der Zombie Zone Deutschland berichten. Das kann eine Novelle (im Bereich von etwa 150.000 Zeichen) oder gar ein Roman sein. Auch Miniserien im Umfang jeweils einer Novelle sind denkbar. Einige Bände sind schon jetzt bei verschiedenen Autoren in Arbeit.
Bitte schicken Sie uns ein aussagekräftiges Expose zu ihrer Idee.
Bild: Zombie Walk in Toronto am 26. Oktober 2013, von Kat N.L.M. auf flickr, CC BY-NC
Ich bin schon lange der Ansicht, dass insbesondere Massenware-Bücher hierzulande deutlich überteuert sind. Und ich meine damit klassische gedruckte Bücher, die meist verlangten Mondpreise für eBooks sind eine ganz andere Geschichte. In einem Artikel vom letzten Sonntag arbeitet sich Börsenblatt Online am Thema ab und man ist ganz offensichtlich der Ansicht, dass Bücher zu billig sind und teurer werden müssen. Als Argumentationshilfe bedient man sich des Einkaufsleiters vom Barsortimenter KNV. Der agiert mit Phrasen wie »Bücher haben ihren Preis« oder »Bücher in gedruckter oder digitaler Form haben ihren Wert«.
Machen wir mal einen Realitätscheck hinsichtlich der Kosten von Büchern in Europa und den USA. ich möchte hier mal einige Preise exemplarisch nennen, um zu zeigen, dass Gedrucktes hierzulande im Vergleich einfach zu teuer ist. Vorher will ich allerdings noch auf eine seiner Aussagen eingehen. Er führt aus, dass es einen Preisanstieg um ca. zwei Prozent gab und fügt hinzu:
Seit zwanzig Jahren gab es eine solche Preiserhöhung von einem Jahr zum anderen nicht mehr.
Ich weiß ja nicht, von welchen 20 Jahren er redet, aber ich kann mich an deutliche Preissteigerungen zur Umstellung von Deutschmark auf Euro erinnern – und in Blick in mein Buchregal bestätigt das auch. Warum blendet er diese Tatsache wissentlich aus?
Aber kommen wir zu den Preisvergleichen. Ich habe einige Bücher – natürlich aus dem Segment »Phantastik« – herausgesucht und deren Preise in verschiedenen Ländern verglichen. Es handelt sich aus naheliegenden Gründen um internationale Titel, die in allen Ländern verfügbar sind. Das Ergebnis ist wie folgt:
Suzanne Collins – THE HUNGER GAMES, deutscher Titel: DIE TRIBUTE VON PANEM, Hardcover
Deutschland: 18,95 EUR
United Kingdom: 9,99 GBP ~ 12,00 Euro
USA: 14,06 USD ~ 10,34 EUR
Italien: 12,67 EUR
Spanien: 15,20
J. R. R. Tolkien – THE HOBBIT – deutscher Titel: DER HOBBIT, Hardcover
Deutschland: 14,95 EUR
United Kingdom: 7,19 GBP ~ 8,64 EUR
USA: 11,80 USD ~ 8,68 EUR
Italien: es scheint keine italienischsprachige Ausgabe zu existieren, die englische kostet EUR 10,36
Spanien: 13,25 EUR
George R. R. Martin: A SONG OF ICE AND FIRE, deutscher Titel: DIE HERREN VON WINTERFELL und DAS ERBE VON WINTERFELL, Taschenbuch
Deutschland: 15,00 EUR plus 15,00 EUR = 30 EUR
United Kindom: 6,29 GBP ~7,56 EUR
USA: 8,22 USD ~ 6,05 EUR
Italien: 12,75 EUR (die scheinen ebenfalls aufzuteilen, aber es gibt anlässlich der TV-Serie die ersten beiden Bände in einem Buch)
Spanien: 9,50 EUR
J. K. Rowling – HARRY POTTER AND THE DEATHLY HALLOWS, deutscher Titel HARRY POTTER UND DIE HEILIGTÜMER DES TODES, Hardcover (gibt es in .de nicht als Taschenbuch)
Lassen wir es dabei bewenden, ich könnte hunderte weitere Beispiele nennen. Der Trend ist eindeutig: Bücher sind im Vergleich zu anderen Ländern in Deutschland teuer. Zum Teil sogar sehr teuer. Der einzige Ausreißer in den Stichproben ist TINTENHERZ in Spanien, vermutlich sind die dortigen Verlage ordentlich über den Tisch gezogen worden. Es möge mir bitte auch niemand damit kommen, dass auf der britischen Insel keine Umsatzsteuer auf Bücher anfällt, in allen Fällen wären diese auch dann noch deutlich preisgünstiger, wenn man sieben Prozent aufschlagen würde. Der Fairness halber muss man auch noch sagen, dass Bücher in Frankreich ähnlich teuer sind wie in Deutschland. Auch da arbeitet offenbar eine gute Lobby. Ja, ich weiß, der Absatzmarkt und damit die Produktion in englischer Sprache ist weitaus höher als die in deutscher, damit kann man mehr absetzen. Die Preisgestaltung unterscheidet sich allerdings auch in Ländern mit geringeren Absatzzahlen üblicherweise von Deutschland dadurch, dass Bücher preiswerter sind. Und den Osten Europas habe ich dabei noch gar nicht betrachtet. Übrigens gilt auch in Spanien und Italien eine Buchpreisbindung, eine solche existiert in gerade mal acht von 26 Ländern Europas. Nach aktuellen Statistiken befindet sich Deutschland beim allgemeinen Preisniveau in Europa ungefähr in der Mitte. Bei Buchpreisen sieht das aus schwer nachvollziehbaren Gründen anders aus. Leider konnte ich keine Statistik finden, die die Buchpreise in europäischen Ländern vergleicht, deswegen meine Stichproben.
Grundsätzlich deuten die Stichproben aber an, dass Bücher hierzulande im Allgemeinen deutlich mehr kosten, als anderswo. Jaja, ich weiß, jetzt wird das Argument mit der Übersetzung kommen, das ist immer gern genommen. Allerdings weiß man auch, dass Übersetzer hierzulande äußerst miserabel bezahlt werden, deswegen kann dieser Umstand insbesondere bei Bestsellern kein Argument darstellen. Außerdem kann man mit ein wenig Vergleichen erkennen, dass sich die Preise übersetzter ausländischer Literatur an denen deutscher Bücher orientieren. Daraus könnte man schließen, dass auch letztere zu teuer sind.
»Aber denkt denn keiner an die Autoren?« höre ich es wieder einmal aus den heiligen Hallen der Buchbranche rufen. Doch, an die denke ich. Ständig. Und ich weiß, wie miserabel die entlohnt werden. So schlecht, dass außer Bestsellerautoren in Deutschland kaum jemand davon leben kann.
Wir halten fest: Bücher sind bereits jetzt aasgeierig teuer und der Börsenverein scheint zu unterstützen, dass diese noch teurer werden sollen. Zudem geht man vom Taschenbuch immer öfter gern mal aufs Paperback, weil man das bei gleichem Inhalt deutlich teurer verticken kann – man könnte es, ebenso wie das Aufteilen von Wälzern auf zwei Bücher, auch als »Kundenverarsche« bezeichnen, denn es handelt sich nur um neue Schläuche für alten Wein. Die Branche versteht offensichtlich immer noch nicht, dass sie heutzutage in direkter Konkurrenz zu Tablet- und Smartphone-Apps steht, die man für ein paar Cent erwerben kann. Von anderen direkten Konkurrenzen wie Internet, Spielen, Filmen noch gar nicht gesprochen. Und auch nicht davon, dass man sich eben seinen Lesestoff für einen Bruchteil des deutschen Preises gleich im englischen Original kaufen kann. Allerdings sollte man sich diese englischen Originale besser nicht bei deutschen Anbeitern kaufen.
Die massiv ansteigende Armut in Deutschland, nach aktuellen Angaben sind fünf Prozent aller Kinder als arm anzusehen, scheint die Branche in ihrer Filterblase ebenfalls nicht zu interessieren. Wenn die Entscheidung lautet: Buch oder etwas zu essen, ist die Entscheidung wohl einfach. Kann sich noch jemand an Anton Philipp Reclam erinnern, der mit seiner Universalbibliothek auch weniger Betuchten das Lesen von Klassikern und Belletristik ermöglichen wollte? Was ist davon geblieben, außer dem Ansinnen, möglichst viele Bücher »zu drehen«?
Ja, ich denke auch, dass Bücher einen Wert haben. Aber der Preis muss angemessen sein. Und das ist er in meinen Augen bereits jetzt nicht. Zumindest nicht bei den Publikumsverlagen mit ihren Großauflagen.
[cc]
Bild: Der Bücherwurm, von Karl Spitzweg, gemeinfrei, angereichert mit Euro-Symbolen
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