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Eröffnung eines virtuellen Buchladens in Second Life mit Lesung von Merlin Thomas

In Second Life (ja, das gibt’s immer noch) wird in in Zusam­men­ar­beit mit dem »Kafé Krü­mel­kram« am Mon­tag, den 03.12.2012, Cyht­leen Ear­harts vir­tu­el­ler Buch­la­den eröff­net. Die­ser »Buch­la­den an der Ecke« soll aber weni­ger Laden als viel­mehr Treff­punkt für Lite­ra­tur­fans sein, eine Loca­ti­on für Dis­kus­sio­nen oder Lesun­gen. Selbst­ver­ständ­lich gibt es dort aber auch Bücher geben: Bild­bän­de zum Blät­tern, Bücher auf Note­cards, Links zu kos­ten­lo­sen Down­loads und pro­fes­sio­nel­len E‑Books.

Anläss­lich der Eröff­nung am Mon­tag um 20:00 MEZ wird es dort vir­tu­el­le Lesun­gen geben, das bedeu­tet, die Lesen­den sind als Ava­tare anwe­send und lesen live. Rus­sel Eponym wird Lyrik in eng­li­scher Spra­che vor­tra­gen. Für Sci­ence Fic­tion-Fans kein Unbe­kann­ter dürf­te der Vor­tra­gen­de  Micha­el Iwo­leit sein.

Per­sön­lich freue ich mich aber über eine Lesungs­pre­mie­re. Mer­lin Tho­mas, der für den just erschie­ne­nen zwei­ten Band der von mir her­aus gege­be­nen STEAMPUNK-CHRONIKEN mit dem Titel Geschich­ten aus dem Æther die Sto­ry Befrei­ungs­schlag bei­steu­er­te, wird aus genau die­ser Geschich­te lesen.

Zum Buch­la­den kommt man über den fol­gen­den Link, um ihn öff­nen zu kön­nen, muss man über einen instal­lier­ten Second-Life-Cli­ent ver­fü­gen.

http://​slurl​.com/​s​e​c​o​n​d​l​i​f​e​/​M​u​e​n​c​h​e​n​/​1​3​6​/​1​0​2/2

SL-Link zum Kafé Krü­mel­kram: http://​slurl​.com/​s​e​c​o​n​d​l​i​f​e​/​A​t​a​r​i​a​/​5​6​/​1​6​0​/23

Ein neues Science Fiction-Blog sucht Mitstreiter

Für ein zu grün­den­des SF-Blog, das sich the­ma­tisch mit Sci­ence Fic­tion aus­ein­an­der set­zen soll, sucht Betrei­ber Nils Mül­ler noch nach Mit­strei­tern, also genau­er gesagt: Mit­schrei­bern.

Auf die Idee ist Nils nach eige­nem Bekun­den gekom­men, da es nach sei­ner Sicht kei­ne deut­schen Blogs gibt, die sich über Rezen­sio­nen hin­aus ins­be­son­de­re mit der aktu­el­len SF befas­sen und dabei auch gera­de den eng­lisch­spra­chi­gen Raum nicht außer acht las­sen. Er schreibt:

Auch wenn ich noch kein kon­kre­tes Kon­zept habe, schwebt mir eine Sei­te vor, auf der sich aktu­el­le Mel­dun­gen aus dem deutsch– und englis­chsprachi­gen Raum eben­so fin­den, wie Kolum­nen zum Stand und der Entwick­lung des Gen­res, Inter­views, Überblick­sar­tikel, Kom­mentare, Lese-Emp­feh­lun­gen, hochw­er­tige Fund­stücke und vielle­icht Essays über mög­li­che zukün­ftige Entwick­lun­gen. Auch einen Pod­cast oder Kurz­ge­schich­ten kön­nte ich mir mit­tel­fristig gut vor­stel­len.

Ich kann gar nicht sagen, wie groß­ar­tig ich das fin­de. Infor­ma­tio­nen zu deut­schen Ver­öf­fent­li­chun­gen fin­det man ja hier­zu­lan­de zuhauf, aber Neu­ig­kei­ten zu eng­lisch­spra­chi­gen Publi­ka­tio­nen und Medi­en sind oft spär­lich gesäht (und dage­gen die Infos im »eng­li­schen« Web über­bor­dend und schwer über­schau­bar – eine Vor­se­lek­ti­on wäre schon pri­ma), des­we­gen ist das eine Idee, die ich super fin­de und eine Sei­te, die ich im Auge behal­ten wer­de. Ich bin sehr gespannt, was aus dem Pro­jekt wird und wün­sche alles Gute!

Wer also Inter­es­se dar­an hat, Nils zu unter­stüt­zen, wirft einen Blick auf sei­ne Web­sei­te »Wel­ten­kreu­zer« und fin­det dort Kon­takt­mög­lich­kei­ten.

[Update:] Roland aka Nerd­licht hat mich dan­kens­wer­ter­wei­se dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Wel­ten­kreu­zer Nils´ pri­va­tes Blog ist, das SF-Blog wird anders hei­ßen. Ich habe die­sen Arti­kel ent­spre­chend kor­ri­giert.

Hea­der­gra­fik: Space by Swee­tie 187 (CC BY), Logo »Wel­ten­kreu­zer« Copy­right Nils Mül­ler

Peter Molyneuxs GODUS auf Kickstarter: Start verpatzt

Ein gro­ßer Name schien ein Garant dafür zu sein, via der Crowd­fun­ding-Platt­form Kick­star­ter von loya­len (und nost­al­gi­schen) Fans einen hau­fen Koh­le für ein Com­pu­ter­spie­le­pro­jekt ein­zu­sam­meln. Gelun­gen ist das bei­spiels­wei­se Tim Scha­fer mit nebu­lö­sen Ankün­di­gun­gen zu einem Point&Click-Game namens DOUBLE FINE ADVENTURE, Obsi­di­an Games mit einer moder­ni­sier­ten Ver­si­on von BALDURS GATE unter dem Namen PROJECT ETERNITY sam­mel­te ins­ge­samt 4 Mil­lio­nen Dol­lar. Der letz­te Gewin­ner war WING COM­MAN­DER-Erfin­der Chris Roberts, der über Crowd­fun­ding bei Kick­star­ter und sei­ne eige­ne Sei­te 5,5 Mil­lio­nen Dol­lar für eine Welt­raum-Shoo­ter- und Han­dels­si­mu­la­ti­on zusam­men bekom­men konn­te.

Aber ein Name reicht nicht, man muss zum einen auch ein sexy Kon­zept vor­le­gen kön­nen und zum ande­ren darf man offen­bar nicht als noto­ri­scher Ange­ber bekannt sein. Peter Moly­neux ist jemand, der immer wie­der bahn­bre­chen­de Spie­le ankün­dig­te, die dann hin­ter den der­art geweck­ten Ankün­di­gun­gen Licht­jah­re zurück blie­ben. Auf Kick­star­ter sucht er jetzt nach Geld­ge­bern für sein PROJECT GODUS (eine Neu­erfin­dung von POPULOUS) – doch er ern­tet auch her­be Kri­tik, da etli­che Spie­ler kei­nen Bock auf noch ein über­mä­ßig gehyp­tes Game haben, das dann nicht in der Lage ist, sei­ne Vor­schuss­lor­bee­ren zu ver­die­nen. Es wur­den Stim­men laut die sag­ten »nie­mals wie­der«.

Den­noch: das Pleg­de-Goal ist 450000 bri­ti­sche Pfund, nach zwei von 30 Tagen sind fast 100000 davon zusam­men, ich wür­de mal die Vor­her­sa­ge wagen, dass das klap­pen dürf­te, auch wenn ande­re Pro­jek­te ihre Koh­le bereits inner­halb von zwei Tagen zusam­men hat­ten.

Auf der Plus-Sei­te muss man sehen, dass man das Spiel als Back­er für gera­de mal 15 GBP bekom­men kann und an der Beta teil­neh­men darf.

Gegen moder­ni­sier­te Fas­sun­gen von Klas­si­kern ist erst ein­mal nichts ein­zu­wen­den, wenn sie auch erkenn­bar inno­va­tiv wer­den. Ein gro­ßer Name kann – wie man sieht – auch scha­den, wenn die Repu­ta­ti­on nicht stimmt. Und wann kom­men end­lich die gro­ßen Alten des Spie­le­de­signs mit ganz neu­en Ideen aus der digi­ta­len Höh­le, statt nur Altes auf­zu­wär­men? Wobei ich zuge­ben muss, dass man­ches Auf­ge­wärm­te äußerst schmack­haft ist …

Bild: Peter Moly­neux 2007, von DanielAlex­an­derS­mith, aus der Wiki­pe­dia, CC BY, Pro­mo­gra­fik GODUS Copy­right Peter Moly­neux und 22Cans

Tolkien Estate verklagt Warner wegen Online-Inhalten

Ande­res als im obi­gen Screen­shot dräu­en düs­te­re Wol­ken über der vir­tu­el­len Mit­tel­er­de:

Eine Gemein­schaft aus dem Tol­ki­en-Estate (Nach­lass- und Rech­te­ver­wal­ter des Pro­fes­sors), sowie wei­te­ren Teil­neh­mern, hat War­ner Bros. und den Lizenz­in­ha­ber The Saul Zaentz Com­pa­ny ver­klagt, die Kla­ge­schrift wur­de beim Hol­ly­wood-Repor­ter ver­öf­fent­licht. Saul Zaentz hal­ten bereits seit 1969 bzw. 1975 Lizenz­rech­te an dem Mar­ken LORD OF THE RINGS und HOBBIT. Zen­tra­ler Punkt der Kla­ge ist, dass die Rech­te­inha­ber ihr Lizenz­recht uner­laubt auf nicht­phy­si­sche Pro­duk­te aus­ge­wei­tet zu haben sol­len. Damit sind ins­be­son­de­re »Glücks­spie­le« (bit­te?), aber auch »her­un­ter­lad­ba­re Spie­le« und Online-Games gemeint. Pri­mä­res Ziel ist hier offen­bar HERR DER RINGE ONLINE, es geht aber auch um Off­line-Spie­le, für die Down­load-Con­tent zur Ver­fü­gung gestellt wur­de.

Das Pikan­te dar­an: es wird nicht nur Scha­dens­er­satz in Höhe von 80 Mil­lio­nen Dol­lar gefor­dert, zusätz­lich ist eine For­de­rung ein Teil der Kla­ge, sämt­li­che »nicht­phy­si­schen« Pro­duk­te sofort ein­zu­stel­len und vom Markt zu neh­men.

Ein Aus­zug aus der Kla­ge­schrift:

Howe­ver, in recent years, and par­ti­cu­lar­ly in the after­math of the unpre­ce­den­ted finan­cial and cri­ti­cal suc­cess of the Films, defen­dants have, with incre­asing bold­ness, enga­ged in a con­ti­nuing and escala­ting pat­tern of usur­ping rights to which they are not entit­led — rights which belong exclu­si­ve­ly to plain­ti­ffs.

For exam­p­le, alt­hough their limi­t­ed mer­chan­di­sing licen­se only gives them the right to sell tan­gi­ble mer­chan­di­se, defen­dants have deve­lo­ped, licen­sed and/​or sold (and con­ti­nue to deve­lop, licen­se and/​or sell) down­loa­da­ble video games based on The Lord of the Rings and The Hob­bit, available only by down­loa­ding and/​or access via the Inter­net, via mobi­le apps, tablet apps or other simi­lar digi­tal dis­tri­bu­ti­on chan­nels, or through other online inter­con­nec­ti­vi­ty such as Face­book.  The­re is no phy­si­cal or tan­gi­ble item of mer­chan­di­se sold to the con­su­mer with the­se games.

Defen­dants also have asser­ted and con­ti­nue to assert that they have rights rela­ting to a wide varie­ty of goods and ser­vices bey­ond »artic­les of tan­gi­ble per­so­nal pro­per­ty« and have regis­tered trade­marks and/​or filed »intent to use« appli­ca­ti­ons in tho­se same cate­go­ries, inclu­ding wit­hout limi­ta­ti­on hotels, restau­rants, tra­vel agen­ci­es, ring­to­nes, online/​downloadable games and housing deve­lo­p­ments — cate­go­ries of rights which plain­ly have not been gran­ted to them.

War­ner hat ver­ständ­li­cher­wei­se bis­lang nicht zu den Vor­wür­fen Stel­lung genom­men. Soll­te die Kla­ge Erfolg haben, wür­de das das Ende von LOTRO bedeu­ten, aller­dings ist davon aus­zu­ge­hen, dass der Kon­zern sei­ne gesam­te Rechts­ab­tei­lung akti­viert – und der Aus­gang sol­cher Kla­gen ist in den USA dank des ver­schwur­bel­ten Rechts­sys­tems alles ande­re als gewiss.

Ich wür­de mal ver­mu­ten, dass dem Tol­ki­en Estate inzwi­schen geschwant hat, dass sie schlecht ver­han­delt haben und Ver­brei­tungs­rech­te über das Inter­net nicht früh­zei­tig genug in die Ver­trä­ge ein­gin­gen. Jetzt möch­te man das nach­ho­len und kas­sie­ren – es ist wahr­schein­lich, dass sich Darth War­ner wie üblich hier­bei nicht son­der­lich frei­gie­big zei­gen woll­te. Ich gehe nicht davon aus, dass die Ver­ant­wort­li­chen der­art naiv sind zu glau­ben, wirk­lich eine Abschal­tung des Online­spiels errei­chen zu kön­nen. Mal ganz davon abge­se­hen soll­te ihnen klar sein, dass die Fan­ge­mein­de von HDRO ins­be­son­de­re seit­dem das Spiel zu free-2-play wur­de groß ist und die­se in hohem Maße erbost dar­über sein wür­de, wenn das erfolg­rei­che MMO auf­grund der Kla­ge so ein­fach abge­schal­tet wer­den müss­te – den Klä­gern dürf­te dann ein Shit­s­torm epi­schen Aus­ma­ßes ins Haus ste­hen. Ich den­ke, aller­dings, dass das Gan­ze auf einen Ver­gleich hin­aus­lau­fen wird, bei dem War­ner (zäh­ne­knir­schend) einen Betrag bezahlt und dafür die Online-Inhal­te bestehen blei­ben.

Inter­es­sant wird aller­dings sein zu sehen, ob die For­de­run­gen der Tol­ki­en-Erben gund­sätz­lich von Gerich­ten als vali­de ange­se­hen wer­den. Soll­te dem so sein, dürf­te das mög­li­cher­wei­se auch Aus­wir­kun­gen auf zahl­lo­se ande­re »Intellec­tu­al Pro­per­ties« haben.

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Screen­shot LOTRO Copy­right Tur­bi­ne und War­ner Bros.

TSR ist zurück (sort of), veröffentlicht das GYGAX MAGAZINE

Die Fir­ma TSR (Tac­ti­cal Stu­dies Rules) ist unter Rol­len­spie­lern legen­där – es war die von Gary Gygax und dort erschien einer der Urvä­ter des Pen & Paper-Rol­len­spiels: DUNGEONS & DRAGONS. Nach finan­zi­el­len Pro­ble­men wur­de TSR 1979 von Wiz­kids auf­ge­kauft (die exis­tie­ren seit 2008 aber auch nicht mehr).

Jetzt gibt es Infor­ma­tio­nen, dass eine Fir­ma namens TSR Games ab Dezem­ber ein Rol­len­spie­ler-Maga­zin namens GYGAX MAGAZINE her­aus brin­gen möch­te. Es exis­tiert dazu bereits eine rudi­men­tä­re Web­sei­te, eben­so wie eine zur Fir­ma TSR GAMES. Die Spe­ku­la­tio­nen schlu­gen natür­lich sofort hohe Wel­len. Über whois-Abfra­gen fand man im EN World-Forum her­aus, dass der Inha­ber der Domains ein Mann namens Jay­son Elli­ot ist. Man frag­te sich zudem, was das für ein Maga­zin sein kann und ob die Fami­lie Gygax damit irgend­wie zu tun hat. Jay­son Elli­ot mel­de­te sich dort im Forum dar­auf­hin per­sön­lich zu Wort (Über­set­zung von mir):

Hi guys, this is Jay­son. I’m the edi­tor for Gygax Maga­zi­ne.

Gygax Maga­zi­ne is mys­elf, Ernie Gygax, Luke Gygax, Tim Kask, James Car­pio, and Jim Wam­pler. Our first issue is out in Decem­ber; sin­ce it’s not finis­hed yet, we’­ve been pret­ty quiet about things until it’s rea­dy.

Just to address some of the ques­ti­ons, I thought it was best that I lea­ve a rep­ly. We do own the trade­mark for TSR, and have sin­ce Decem­ber of 2011. We are a new com­pa­ny, not the old TSR, as they were purcha­sed by Wizards in the ’90s. The trade­mark was aban­do­ned about nine years ago, and we regis­tered it in 2011.

We deci­ded the best thing to release first as TSR was a gam­ing maga­zi­ne, becau­se we wan­ted a way to bridge the tra­di­ti­ons of the old guard with the awe­so­me new games that are out today.

Hal­lo Leu­te. Ich bin’s, Jason. Ich bin der Redak­teur des Gygax Maga­zi­ne.

Gygax Maga­zin, das sind: ich, Ernie Gygax, Luke Gygax, Tim Kask, James Car­pio und Jim Wam­pler. Unse­re ers­te Aus­ga­be wird im Dezem­ber erschei­nen; da sie noch nicht fer­tig ist, haben wir uns bis jetzt ziem­lich zurück­ge­hal­ten, dar­über zu spre­chen.

Um auf eini­ge der Fra­gen ein­zu­ge­hen, dach­te ich es wäre am bes­ten, hier zu ant­wor­ten. Uns gehört das Trade­mark an TSR, wir haben es seit dem Dezem­ber 2011. Wir sind eine neue Fir­ma, nicht die alte TSR, denn die wur­de in den 90ern von Wiz­kids gekauft. Das Trade­mark wur­de vor neun Jah­ren auf­ge­ge­ben und wir haben es in 2011 erwor­ben.

Wir haben uns ent­schie­den, dass es das bes­te wäre, als TSR zuerst ein­mal ein Spie­le­ma­ga­zin zu ver­öf­fent­li­chen, weil wir eine Brü­cke von den Tra­di­tio­nen der alten Gar­de zu den groß­ar­ti­gen neu­en Spie­len, die es heu­te gibt, schla­gen wol­len.

Holy Moly … Na, da darf man aber mal wirk­lich gespannt sein …

Vie­len Dank an Cynx für den Hin­weis!

Logo TSR Games und Logo GYGAX MAGAZINE Copy­right TSR Games

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Science Fiction-Kurzfilm: SEED

Vom Regis­seur und Pro­du­zen­ten Tyson Wade John­s­ton stammt der SF-Kurz­film SEED.

SEED spielt im Jahr 2071. Tech­no­lo­gie hat es den Men­schen ermög­licht, am Beginn der Kolo­ni­sie­rung eines Pla­ne­ten Namens Gaia zu ste­hen. Ein Astro­naut nimmt eine ein­sa­me Mis­si­on an und ent­deckt Schre­cken, die das mensch­li­che Leben auf die­sem Pla­ne­ten ein für alle Mal been­den könn­ten.

SEED ist inspi­riert von SF-Fil­men der 60er- und 70er-Jah­re und wur­de mit einem Mini­mal­bud­get rea­li­siert. Mehr auf tyson​wa​de​john​s​ton​.org

http://​vimeo​.com/​5​2​0​4​5​867

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Sze­nen­fo­to SEED Copy­right Tyson Wade John­s­ton

STAR WARS und Disney treffen aufeinander – natürlich mit Gesang

BONJOUR STAR WARS – der Clip zum Wochen­en­de. Gran­di­os. Habt viel Spaß!

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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MINECRAFT: über acht Millionen verkaufte Spiele ohne jegliches Marketing-Budget

Die gro­ßen Publisher set­zen seit Jah­ren auf das­sel­be Prin­zip: x‑fache Auf­güs­se erfolg­rei­cher Spie­le und mög­lichst auf­wen­di­ges und damit teu­res Mar­ke­ting-Brim­bo­ri­um. Dass es auch anders geht, zeigt das Indie-Stu­dio Mojang mit sei­nem Block­bus­ter immer wie­der. Bis­her wur­den über acht Mil­lio­nen Exem­pla­re des Sand­box-Spiels MINECRAFT abge­setzt – und ein Ende ist nicht in Sicht. Das Mar­ke­ting-Bud­get Mojangs betrug dabei exakt null Euro.

Das ist natür­lich nicht ganz kor­rekt, man müss­te theo­re­tisch auch die für Wer­bung auf­ge­wen­de­te Zeit berech­nen, die Notch und Co. mit Twit­tern und Blog­gen ver­brin­gen, aber das wür­den die sowie­so tun – und das tun auch die Big Play­er.

Tomasz Zawa­da von CD Pro­ject RED (WITCHER) hat wohl recht, wenn er sagt:

When com­pa­nies put pro­fit befo­re fans, they crea­te some­thing that’s an emp­ty shell. You look at it from the out­side, and it looks visual­ly awe­so­me and ever­y­thing is polished, but when you look fur­ther into it there’s some­thing lack­ing insi­de.

Wenn die gro­ßen Fir­men Pro­fit schwe­rer gewich­ten als die Fans, dann erschaf­fen sie nur lee­re Hül­len. Man kann es sich von außen anse­hen, es sieht visu­ell groß­ar­tig aus und alles ist blank­po­liert, aber wenn man geneu­er hin­ein schaut, dann fehlt innen etwas.

Mojang hat von Anfang an nicht nur auf die Fans gehört, son­dern sie auch aktiv in die Ent­wick­lung ein­be­zo­gen, indem schon Alpha-Ver­sio­nen von MINECRAFT ver­füg­bar waren und man die­se tes­ten und kom­men­tie­ren konn­te. Und indem Mojang nie »böse« war und bei­spiels­wei­se Mod­der mit recht­li­chen Schrit­ten ver­folg­te, obwohl die­se den Code des Spie­les rever­se-engi­nee­red hat­ten (im Gegen­teil – eini­ge davon arbei­ten jetzt für die Fir­ma). Denn sie wuss­ten genau, dass, wenn die Fan­ba­se dank der Mods wächst, sie im Umkehr­schluss wie­der Spie­le abset­zen wür­den. Das, sowie das fast immer äußerst freund­li­che Auf­tre­ten gegen­über den Fans hat durch die ent­ste­hen­de Mund­pro­pa­gan­da neben den Qua­li­tä­ten des Spiel zum Erfolg geführt – und nicht etwa Mul­ti­mil­lio­nen-Dol­lar-Bud­gets für Wer­bung.

Viel­leicht könn­ten die gro­ßen Publisher dar­aus etwas ler­nen. Ich glau­be aller­dings nicht dar­an, dass sie das tun wer­den, die beschäf­ti­gen sich lie­ber damit, ihren Kun­den das Leben mit DRM, Kon­to-Zwang, rechts­wid­ri­gen EULAs und Kla­gen gegen Mod­der schwer zu machen – und ihnen den x‑ten Auf­guss von altem Kram anzu­dre­hen…

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Screen­shot der aktu­el­len MINE­CRAFT-Ver­käu­fe von mine​craft​.net

Kommentar: Börsenverein heuert Hilfssheriffs an

Wie aus einer Pres­se­mit­tei­lung des Bör­sen­ver­eins des deut­schen Buch­han­dels her­vor geht, hat die­ser sich mit den selbst­er­nann­ten Urhe­ber­rechts-Hilfs­she­riffs von der Gesell­schaft zur Ver­fol­gung von Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen e.V. (GVU) zusam­men getan, um gegen ille­ga­le eBook-Ange­bo­te im Netz vor­zu­ge­hen. Dafür erhält die GVU vom Bör­sen­ver­ein jähr­lich 100000 Euro als »Mit­glieds­bei­trag«.

Man muss wei­ter­hin lei­der kon­sta­tie­ren, dass der Bör­sen­ver­ein die Feh­ler der Musik­in­dus­trie wie­der­ho­len möch­te.

Mir sind dar­an aller­dings eini­ge Din­ge unklar:

Wäre es nicht viel sinn­vol­ler, end­lich kun­den­freund­lich zu agie­ren und auf DRM-Maß­nah­men zu ver­zich­ten, die die Nut­zung der erwor­be­nen Nut­zungs­li­zen­zen auf belie­bi­gen Gerä­ten unter­bin­den, die Hand­ha­bung der eBooks höchst sper­rig machen und die Kun­den unter Gene­ral­ver­dacht stel­len? Wäre es zudem nicht viel sinn­vol­ler, end­lich von den Mond­prei­sen abzu­kom­men und eBooks zu ange­mes­se­nen Kos­ten anzu­bie­ten? In bei­den Fäl­len wür­de das sofort für eine höhe­re Akzep­tanz und grö­ße­re Umsät­ze sor­gen. Sind Umsät­ze nicht genau das, was die Anbie­ter wol­len?

Nach den Pres­se­mit­tei­lun­gen der letz­ten Zeit sind eBooks immer noch kein wirk­li­cher Fak­tor im deut­schen Markt und der Umsatz düm­pelt auf äußerst nied­ri­gem Niveau. Wenn das so ist, dann kann auch in der Schluss­fol­ge­rung eBook-Pira­te­rie noch kein nen­nens­wer­ter Markt sein. Was stimmt denn nun? Oder han­delt es sich um eine Prä­ven­tiv­maß­nah­me, weil das Inter­net ja schließ­lich in Kür­ze von eBook-Kopien über­schwemmt wird? Hört sich für mich nicht nach einem plau­si­blen Sze­na­rio an.

Noch ein ket­ze­ri­scher Gedan­ke zum Abschluss: wenn man einer Orga­ni­sa­ti­on Geld dafür bezahlt, gegen Urhe­ber­rechts­ver­stö­ße vor­zu­ge­hen, dann wird die­se in dem Moment über­flüs­sig, in dem sie groß­flä­chig erfolg­reich ist … Im Jahr 2006 wur­den gegen die GVU Ermitt­lun­gen ein­ge­lei­tet, weil sie selbst ille­gal geschütz­tes Mate­ri­al in Tausch­bör­sen ver­brei­tet hat­ten – sie begin­gen also mög­li­cher­wei­se genau die Taten, die sie ver­hin­dern soll­ten. Wei­ter­hin hal­ten sie selbst Honey­po­ts vor, damit die­se von Release-Grup­pen genutzt wer­den kön­nen. Unbe­denk­lich sind die­se Vor­ge­hens­wei­sen nicht, mei­ner Mei­nung nach auch nicht mora­lisch oder recht­lich ein­wand­frei. Viel­leicht denkt dar­über ja beim Bör­sen­ver­ein mal jemand nach …

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Bild iPad von mir, Jol­ly Roger von Jack Rack­ham, gemein­frei, Col­la­ge von mir

Und da ist sie: BATTLESTAR GALACTICA – BLOOD & CHROME – Episode 1

Und da ist sie auch schon, die Epi­so­de eins des BATTLESTAR GALAC­TI­CA-Able­gers BLOOD & CHROME um die Aben­teu­er des jun­gen Ada­ma im ers­ten Cylon-Krieg. Wie ich bei einer Webse­rie befürch­tet hat­te, ist die »Epi­so­de« gera­de mal 12 Minu­ten lang, dar­auf ste­he ich gar nicht, ich mag TV-Fol­gen aus dra­ma­tur­gi­schen Grün­den deut­lich län­ger, als die­ses »short atten­ti­on span«-Zeug (aber man muss ja der­zeit froh sein, wenn man über­haupt noch eine SF-Serie mit Raum­schif­fen zu sehen bekommt). Damit wird die Gesamt­län­ge der ers­ten »Staf­fel« der Webse­rie bei gera­de mal unge­fähr 120 Minu­ten lie­gen, weni­ger, wenn man Vor­schau­en am Ende und Wer­bung für die Blue-Ray und SyFy abzieht – gera­de mal Spiel­film­län­ge. Da steht aber ver­blüf­fen­der­wei­se auch, dass BLOOD & CHROME im Febru­ar 2013 bei SyFy (USA) gezeigt wer­den wird. Hof­fen wir, dass der Ver­suchs­bal­lon im Web erfolg­reich ist, dann könn­te viel­leicht doch noch eine TV-Serie dar­aus wer­den …

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​p​T​7​9​x​4​q​M​4FE

UPDATE: … und Epi­so­de 2 gleich hin­ter­her!

http://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​j​d​i​s​G​i​i​v​P9c
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