Auch Gerhard Schröder von PadLive besucht selbstverständlich die Buchmesse, und nimmt in einem aktuellen Video neue eReader in Augenschein. Darunter auch den txtr Beagle, der nun nicht mehr als eReader sondern als »Companion Display«, also quasi als Zusatzbildschirm fürs Smartphone beworben wird (der Bericht zum Beagle startet bei ca. 2:33 Minuten). Persönlich frage ich mich allerdings, warum man dann nicht gleich auf dem Smartphone liest, sondern noch ein weiteres Gerät mit sich herumschleppen sollte? Ob allein die bessere Lese-Ergonomie des eInk-Displays ein weiteres Gerät in der Tasche rechtfertigt?
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Amazon Prime ist ein Service des Onlineversenders. Gegen die Zahlung eines Obolus in Höhe von 29 Euro erhält man alle Bestellungen, auch solche unter 20 Euro, ohne Versandkosten und bereits am nächsten Tag. Letzteres nach meinen Erfahrungen zumindest meistens.
Jetzt eröffnet Amazon für Prime-Kunden eine Leihbücherei in deren Rahmen man in jedem Monat eins von ca. 200000 eBooks unter anderem auch aus Kindle Direct Publishing in verschiedenen Sprachen kostenfrei ausleihen kann. In deutscher Sprache sind ca. 8500 Werke vorhanden. Diese Ausleihe ist allerding nicht auf die KDP-üblichen Selfpublishing-eBooks beschränkt, man erhält über das Leihprogramm auch bekannte Bücher wie beispielsweise HARRY POTTER. Diese Ausleihe ist unbefristet, es gibt also keinen vorgegebenen Zeitrahmen, innerhalb dessen man das Buch gelesen haben muss. Die Urheber erhalten eine Vergütung, wenn ihr Werk verliehen wird.
Amazon Chef Jeff Bezos sieht nach eigenen Aussagen die deutsche Buchpreisbindung nicht als Hindernis für das Verleihprogramm. Das wird der Börsenverein möglicherweise anders bewerten, ich bin gespannt auf dessen Reaktion. Die wird allerdings möglicherweise ein wenig auf sich warten lassen, da die Branche derzeit auf der Buchmesse Frankfurt mit intensiver Selbstbeweihräucherung beschäftigt ist.
Anlass für die Eröffnung der elektronischen Leihbücherei ist, dass die neuen Kindles mit Paperwhite-Display ab sofort auch in Deutschland erhältlich sind. Diese zeichnen sich durch besonders kontrastreiche sechs-Zoll-Displays mit einer Auflösung von 212 ppi sowie eine Beleuchtung aus. Kindle-Bücher kann man über Leseapps aber auch auf dem Computer, sowie auf Android- und iOS-Geräten lesen.
Zur Buchmesse kündigt die Berliner Firma txtr (wir erinnern uns: das waren die mit der Vaporware txtr eReader) den eReader Beagle an – zu einem fantastisch anmutenden Preis: nur zehn Euro soll das Ding mit Vizplex eInk-Display kosten. Das wäre mal eine Ansage, würden nicht ein paar Details das Bild stören.
Gut, dass bei einem Gerät mit diesem Preis nicht die neueste Displaytechnologie verbaut ist, kann man sich schon denken, die Vizplex-Anzeige ist etwas älteren Datums und deswegen nicht so kontraststark wie die der neuen Geräte. Das ist aber angesichts des Preises meiner Ansicht nach tatsächlich zu vernachlässigen, ich selbst habe noch einen Hanvon N 516, den ich im Jahr 2009 erworben habe, und so schlecht ist die Anzeige nun wahrlich nicht, kann aber selbstverständlich weder beim Kontrast noch in Sachen Bildaufbau mit aktuellen Readern mithalten.
Was viel mehr verblüfft sind die Angaben zur Kapazität. Zum einen wird darauf hingewiesen, dass das Gerät über einen 4 GB großen internen Flashspeicher verfügt, der sollte für mehrere tausend eBooks im Format ePub ausreichen. Dennoch gibt txtr die Menge an auf den Beagle zu ladenden Bücher mit gerade mal vier bis fünf an. Der Grund hierfür ist möglicherweise darin zu suchen, dass die eBooks in ein Raw-Format umgewandelt werden, bevor sie via Bluetooth aufs Gerät kommen. Das wären dann wahrscheinlich Bilddateien statt Text, mit denen der Beagle möglicherweise deutlich besser zurecht kommt, denn sein Prozessor ist äußerst schwach auf der Brust. Handelt es sich tatsächlich wie allenthalben angenommen um Grafikdateien, bleibt auch der Textzoom auf der Strecke, meiner Ansicht nach ist aber gerade der ein unschlagbares Argument für eReader, denn damit kann man sich unterwegs an wechselnde Lichtverhältnisse anpassen – wird es dunkler mache ich die Schrift einfach größer.
Die Daten kommen – wie oben bereits erwähnt – via Bluetooth auf den Beagle, Anschlüsse für Kabel gibt es nicht. Der wird konsequenterweise dann auch als Zubehör fürs Smartphone beworben. Der Desktop-PC dürfte nur in den seltensten Fällen über Bluetooth verfügen, eine weitere Möglichkeit der Befüllung wären somit vielleicht noch Notebooks. Und selbst dann: wenn in einen vier Gigabyte-Speicher nur ca. vier bis fünf Bücher passen, dann dürfte die Übertragungszeit für die konvertierten Dateien immens sein.
Energie bekommt das Ding von zwei AAA-Zellen (alias Microzellen), die angeblich ein Jahr halten sollen, das wurde allerdings durch die Angabe »bei 12 bis 15 Büchern im Jahr« eingeschränkt – was bei Buchaffinen sehr tief gestapelt sein dürfte. Geht aber meiner Ansicht nach trotzdem noch in Ordnung, zudem kann man statt Batterien auch auf Akkus zurück greifen. Dennoch ist die Angabe zur Laufzeit eher merkwürdig, Mitbewerber informieren über die mögliche Lesezeit oder Umblättervorgänge statt auf die höchst ungenaue Buchmenge hinzuweisen.
Wie sich der eReader tatsächlich schlägt, muss man abwarten, bis man einen in Händen hält. Der (vermutlich quersubventionierte) Preis ist natürlich unschlagbar, bleibt die Frage ob dieser insbesondere den Nachteil mit den wahrscheinlich konvertierten Gigant-Dateien wett machen kann.
Ich hatte vor einigen Tagen bei txtr um ein Testgerät gebeten, alternativ darum, mir eine Bezugsquelle zu nennen, damit ich einen Beagle erwerben kann. Die Reaktion: keine. Keine Absage, keine Zusage, nichts. Das bestätigt meine Zweifel bezüglich des Geräts; auch wenn auf der Buchmesse offenbar funktionsfähige Muster gezeigt werden, es ist also abzuwarten, ob das Gerät tatsächlich in den Handel kommt oder genauso Vaporware bleibt wie der txtr Reader.
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Sie gehören nach wie vor zu den beliebtesten Comicfiguren überhaupt: Charles M. Schulz´PEANUTS. Charlie Brown, Lucy, Snoopy, Woodstock und der Rest der Gang sollen nun als Animationsfilm auf die große Leinwand gebracht werden. Auf Anhieb würde man die Stirn runzeln und die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, doch bevor das große Genörgel anhebt sei noch auf eins hingewiesen: das Drehbuch wird Charles Schulz´ Sohn Craig verfassen, ebenfalls im Autorenteam ist sein Enkel Bryan. Damit sollte man annehmen, dass eine Verfilmung im Sinne des Schöpfers geschehen wird.
Hinter dem Projekt stehen Twentieth Century Fox Animation, die die Rechte für einen Kinofilm des Stoffes offenbar soeben erworben haben, und Animationsspezialist Blue Sky Studios. Regie wird Steve Martino führen, den kennt man beispielsweise von ICE AGE 3 – CONTINENTAL DRIFT und der Dr. Seuss-Verfilmung HORTON HEARS A WHO.
Über die Handlung ist selbstverständlich noch nichts bekannt, allerdings gibt es bereits einen Termin für den US-Kinostart: der soll am 25. November 2015 sein. Das ist gerade noch rechtzeitig um 65 Jahre Peanuts ebenso zu feiern wie das 50-jährige Jubiläum des TV-Specials A CHARLIE BROWN CHRISTMAS. Neue Comicstrips mit den PEANUTS gibt es seit dem Tod des Zeichners im Jahr 2000 nicht mehr, denn der hatte ebenso wie beispielsweise TIM UND STRUPPIs Hergé verfügt, dass die Serie dann eingestellt wird. Der letzte Auftritt der PEANUTS im Fernsehen war im Jahr 2011 mit Happiness Is a Warm Blanket, Charlie Brown.
Wollen wir hoffen, dass die Transition von 2D zu 3D gelingt …
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Bild: Charles M. Schulz 1956, copyrightfrei, aus der Wikipedia
Seit kurzem heisst libri.de wie gemeldetebook.de und dort gibt es anlässlich der Eröffnung des Shops ein eReader-Angebot (und: nein, ich bekomme keine Verkaufsbeteiligung, wenn ich darauf hinweise). Der Sony PRS-T2 ist mit einem unverbindlichen Verkaufspreis von 139 Euro angegeben, der Straßenpreis liegt derzeit ca. zehn Euro darunter. Bei ebook.de erhält man das Gerät derzeit inklusive dreier elektronischer Bücher und Versandkosten für 99 Euro.
Das ist ein guter Preis, auch wenn der eReader keine Audiodateien wiedergeben kann und laut Stimmen im Web manches in Sachen Bedienung überarbeitungswürdig ist. Dafür bekommt man aber ein Gerät mit sechs-Zoll-Touchscreen und halbwegs aktuellem Pearl eInk-Display, das über einen besseren Kontrast als die älteren Vizplex-Anzeigen verfügen soll. Die Auflösung ist mit 600 x 800 Pixeln Standard, ebenso wie die 16 Graustufen. Weiterhin verfügt der PRS-T2 über WLAN und auch über einen Browser, wobei ich persönlich mit einem schwarz-weiß-Gerät mit vergleichsweise träger Anzeige wahrlich nicht länger im Netz surfen möchte – aber zum Ansteuern eines eBook-Shops oder der Wikipedia sollte es reichen.
Der Reader beherrscht die üblichen Formate PDF und ePub mit und ohne Adobe DRM, der interne Speicher von 2GB kann mit Micro-SD-Karten erweitert werden.
Für Hacker ist noch interessant, dass es derzeit keine Möglichkeit gibt, das Gerät zu rooten, wer das möchte muss nach wie vor auf den PRS-T1 zurück greifen.
Ergänzung (14:15 Uhr): drei weitere eBooks sind auf dem Gerät vorinstalliert.
Seit Jahren erhält man im Rahmen des HUMBLE INDIE BUNDLE immer wieder Independent-Spiele für verschiedene Plattformen (Windows, Mac OS, Linux und Android), für die man einfach bezahlen, kann, was man möchte. Jetzt gibt es zum ersten Mal ein Humble Bundle mit eBooks.
Und die Werke des Bundle können sich sehen lassen, zum einen handelt es sich fast durchweg um eBooks aus dem Bereich Phantasik, also SF, Fantasy und verwandte Themen, zum anderen konnte man namhafte Autoren wie Cory Doctorow, Neil Gaiman oder Paolo Bacigalupi für die erste Ausgabe des HUMBLE EBOOK BUNDLE gewinnen. Die enthaltenen englischsprachigen eBooks sind:
Die acht eBooks sind selbstverständlich frei von DRM und liegen in den Formaten PDF, ePub und mobi vor, damit wird jedes nicht zu exotische Lesegerät bedient. Wie üblich gehen Teile der Einnahmen an die Autoren, an Humble Bundle, sowie Spenden an die Electronic Frontier Foundation (EFF) und die Child’s Play Charity.
Es ist also wieder mal Zeit für mich, Geld auszugeben. Im Video zum Bundle spricht Cory Doctorow persönlich ein paar Worte:
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Logo HUMBLE EBOOK BUNDLE Copyright Humble Bundle, Inc.
Morgen erscheint beim Ehapa-Verlag die bereits angekündigte Neuauflage des fast schon legendären Kinder- und Jugendmagazins YPS. YPS war erstmals in den 1970ern erschienen, erreichte zeitweilig Absätze von 400000 Exemplaren, und wurde insbesondere durch die Beilage, das sogenannte »Gimmick«, bekannt. Es basierte auf dem französischen Magazin PIF. Die Urfassung lief im Jahr 2000 aufgrund mangelnden Kundeninteresses aus, ein Wiederbelebungsversuch im Jahr 2005 war nicht erfolgreich.
Jetzt will man das Magazin mit einem ganz anderen Konzept unters Volk bringen: Zielgruppe sind nicht weiterhin Kinder, sondern Erwachsene. Offenbar setzt man hier auf einen gewissen Nostalgiefaktor. Neben dem Gimmick soll es deswegen für die Zielgruppe angepasste Artikel geben, im morgen erscheinenden Heft beispielsweise wird die Frage geklärt, ob man mit 35 noch Agent werden kann. Ja, ernsthaft. Weitere Themen kommen laut Ehapa »aus den Bereichen Mode, Automobil und Technik, alle mit einem Bezug zu Karos, Kängurus oder Kohl.«
Natürlich wird es neben den Artikeln auch wieder Comics geben, hier interessanterweise auch wieder welche mit dem Känguru YPS und seinen Kumpels Kaspar, Patsch und Willy. Für Erwachsene? Im Ernst? Weitere enthaltene Comics sind beispielsweise die aus den alten Ausgaben bekannten HOMBRE und YINNI UND YAN.
Als Gimmick liegen der Neufassung Urzeitkrebse (eigentlich: Salinenkrebse, älteren Heftromanlesern auch als »Sea Monkeys« bekannt) bei. Das verwundert nicht, waren die doch das bei Weitem beliebteste Gimmick aller Zeiten, sie lagen dem alten YPS in 21 unterschiedlichen Ausgaben bei. Und wahrscheinlich werden sie auch diesmal wieder die Tierschützer auf den Plan rufen, allerdings könnte man die Krebschen auch im einschlägigen Fachhandel einfach als Zierfischfutter erwerben, wenn man keinen Wert aufs Heft legt …
Die erste Ausgabe der Reinkarnation als Erwachsenenmagazin erscheint morgen, weitere sollen halbjährlich folgen. Erhältlich ist YPS überall im Zeitschriftenhandel zum Preis von 5,90 Euro.
Neulich hatte ich über die neue SF-Serie HELIOSPHERE 2265 erzählt. Nun gibt es ein Cover zum ersten von Andreas Suchanek verfassten Roman, der den Titel DAS DUNKLE FRAGMENT trägt. Die Zeichnung wurde von Arndt Drechsler gestaltet und sieht meiner Meinung nach großartig aus! Ich bin sehr gespannt, wie die Serie sich anlässt.
Der Onlineshop des Buchgroßhändlers Libri war nun seit etlichen Jahren im Web präsent. Man präsentierte sich, um gegen den Branchenprimus Amazon anstinken zu können, beispielsweise mit Aktionen wie der, dass man sei Buch online kauft und dann bei einem Buchhändler vor Ort abholt. Was sich erst einmal wie gute Idee anhörte (ich hätte gern lokale Buchhändler auf diese Wesie unterstützt) stellte sich nach meinen Erfahrungen leider allzu oft als Nullnummer heraus. Beispielsweise wenn der Buchhändler beim Abholen dann von mir mehr Geld haben möchte, als beim Online-Kauf angezeigt wurde. Nach deutschem Recht nicht zulässig und dennoch musste ich das mit Geschäftführern ausdiskutieren.
Auch die Präsentation bei libri.de war leider nicht sonderlich ergonomisch und die Suchfunktion suboptimal. Von meinen nicht erfolgreichen Abenteuern mit Libri im Zusammenhang damit, dass ich Affiliate-Deeplinks auf Artikel in deren Shop setzen wollte, mal gar nicht zu reden. Offenbar hat man es nicht nötig, Bloggern technisch brauchbare Lösungen anzubieten, wie Amazon das ohne Probleme kann.
Der alte Shop wird am 10. Oktober durch den neuen unter der Adresse eBook.de ersetzt. Einer der Hintergründe ist laut Libri-Aussage, dass man über die bisherige Webseite bereits heute mehr eBooks absetzt, als gedruckte Bücher. Wie das mit dem Branchenlamento darüber zusammenpasst, dass so wenige eBooks verkauft werdent? Keine Ahnung.
Den Aussagen des Unternehmens zufolge will man zu »Deutschlands erster Adresse für E‑Books und E‑Book-Reader« werden. Da wird sich allerdings an der Preisgestaltung für internationale Titel noch einiges tun müssen. Um nur mal ein Beispiel zu nennen: THE HUNGER GAMES (deutsch: Die Tribute von Panem) kostet aktuell bei libri.de 6,99 Euro, bei Amazon nur 5,65 Euro. Solche eklatanten Preisunterschiede werden die Kunden nicht eben in Scharen zu ebook.de spülen … Persönlich würde ich es schätzen, gäbe es eine brauchbare Alternative zu Amazon, die auf ePub statt mobi setzt. Diese Preise lassen mich allerdings nicht daran glauben, dass ebook.de eine solche sein wird, aber ich lasse mich mal überraschen, wenn der Shop online geht.
Dem Namen der neuen Domain zum Trotz sollen allerdings auch auf ebook.de weiterhin gedruckte Bücher feil geboten werden.
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