Trailer: CHILDREN OF BLOOD AND BONE

CHILDREN OF BLOOD AND BONE ist ein young adult Fan­ta­sy-Roman aus dem Jahr 2018 von der nige­ria­nisch-stäm­mi­gen US-ame­ri­ka­ni­schen Autorin Tomi Adey­e­mi. Es han­delt sich um das ers­te Buch aus der »Lega­cy of Orïsha«-Trilogie. Das gan­ze han­delt in einer Fan­ta­sy­welt, die durch west­afri­ka­ni­sche Mytho­lo­gie und der Kul­tur und Spra­che der Yoru­ba inspi­riert wur­de. Der Roman han­delt im fik­tio­na­len Land Orï­sha, das in einem prä­ko­lo­nia­len Nige­ria exis­tiert und dreht sich um magi­sche und nicht­ma­gi­sche Cha­rak­te­re.

Die Film­rech­te wur­den ursprüng­lich von Fox gekauft, Fox 2000 wur­de aller­dings nach der Über­nah­me durch Dis­ney auf­ge­löst und das Pro­jekt ging an Lucas­Film. Auch dar­aus wur­de aller­dings nichts, die Rech­te wur­den wie­der frei und 2022 kauf­te Para­mount die­se und setz­te den Film auch tat­säch­lich um. Adey­e­mi schrieb das Dreh­buch und wur­de auch als aus­füh­ren­de Pro­du­zen­tin geführt.

Zuletzt wur­de aller­dings bekannt, dass die Autorin sich vom Pro­jekt distan­ziert hat und nichts mehr damit zu tun haben möch­te. Ver­mut­lich gab es das, was man in der Bran­che gern leicht euphe­mis­tisch »krea­ti­ve Dif­fe­ren­zen« nennt.

Abge­se­hen von die­sen Que­re­len sieht der Trai­ler für mich sehr inter­es­sant aus.

Regie führt Gina Prin­ce-Bythe­wood, die hat auch am Dreh­buch mit­ge­schrie­ben. Es spie­len Idris Elba, Chi­we­tel Ejio­for, Tosin Cole, Cyn­thia Eri­vo, Vio­la Davis, Dam­son Idris, Amandla Sten­berg, Lasha­na Lynch, Thuso Mbe­du, Sani­y­ya Sid­ney und ande­re.

CHILDREN OF BLOOD AND BONE soll im Janu­ar 2027 in die Kinos kom­men.

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Kommentar: Aus der Zeit gefallen – Bastei und der Sexismus

Promografik Horrorotica Bastei Verlag

Dass man beim Bas­tei-Ver­lag ins­be­son­de­re im Bereich der Heft­ro­ma­ne in der Ver­gan­gen­heit auch gern auf (bil­li­gen) Sexis­mus gesetzt hat, um die Ver­käu­fe anzu­kur­beln, ist nichts Neu­es. Bei­spie­le gibt es vie­le, bei­spiels­wei­se die bar­bu­si­ge Druuna bei MADDRAX, hier sol­len ver­mut­lich gewis­sen Ziel­grup­pen ange­spro­chen wer­den, viel­leicht Puber­tie­ren­de oder Lust­grei­se.

Nun hät­te man anneh­men kön­nen, dass viel­leicht auch Bas­tei mal im 21. Jahr­hun­dert ankommt und auf ande­re Wer­be­maß­nah­men setzt. Wie schlecht muss die Lage im Ver­lag sein, dass man jetzt mit der ange­kün­dig­ten Hor­ror­se­rie HORROTICA erneut offen­siv auf Sexis­mus setzt, der wie aus der Zeit gefal­len wirkt? Ist kei­ne der Debat­ten der letz­ten Jah­re bei den Ver­ant­wort­li­chen ange­kom­men?

Dazu kommt, dass man es offen­bar so bil­lig haben möch­te, dass die Cover­il­lus­tra­ti­on aus irgend­ei­nem KI-Bild­ge­ne­ra­tor genom­men wur­de. Und man kann kaum bes­ser demons­trie­ren, dass es hier aus­schließ­lich um den schnel­len Euro geht, als durch die Nut­zung von KI-Covern, denn die signa­li­sie­ren einer Ziel­grup­pe sehr deut­lich »für euch reichts!«, auch wenn die das ver­mut­lich nicht mal bemer­ken wird.

Als ich die Ankün­di­gung gese­hen habe, war ich ehr­lich gesagt fas­sungs­los und ich fra­ge mich ernst­haft, was die Ver­ant­wort­li­chen bei Bas­tei gerit­ten hat, mit einer der­art sexis­ti­schen Num­mer im Jahr 2026 aus dem Kel­ler zu kom­men? Und dann auch noch der »in your face«-Titel … Kleb­stoff geschnüf­felt?
Ich dach­te zuerst an einen April­scherz, was ein Blick aufs Datum schnell wider­leg­te. Dann dach­te ich, es han­del sich bei »Bas­tei Aben­teu­er­lust« auf Face­book und insta­gram viel­leicht um eine Fan­sei­te, auf der irgend­wer schnell ein Fake-Cover zusam­men­ge­klatscht hat­te. Zumal auf der Face­book-Sei­te jeg­li­che vor­ge­schrie­be­nen recht­li­chen Anga­ben, wie ein Link auf ein Impres­sum feh­len, sie aller­dings auf der offi­zi­el­len Web­sei­te des Ver­lag im Foo­ter ver­linkt wird, wes­we­gen ich davon aus­ge­he, dass die bei­den Social Media-Prä­sen­zen tat­säch­lich vom Ver­lag betrie­ben wer­den.

Alles in allem kann ich ob so viel Unpro­fes­sio­na­li­tät im Web und des Set­zens auf völ­lig unzeit­ge­mä­ßen Sexis­mus nur den Kopf schüt­teln. Sexis­mus wird nicht moder­ner oder akzep­ta­bler, nur weil man ihn durch KIs erstel­len lässt.

Viel­leicht soll­te man den Ver­ant­wort­li­chen bei Bas­tei mal erläu­tern, dass es das wöchent­li­che Heft­ro­man-Cover nicht mehr braucht, um sich auf­zu­gei­len, es exis­tiert die­ses omi­nö­se »Inter­net«.

[Edit] Nach­trag: Dabei haben wir noch gar nicht dar­über gespro­chen, ob der Inhalt viel­leicht auch KI-gene­riert sein wird. Dass auf Bas­tei-Roma­nen kei­ne Autor°Innennamen ste­hen, ist nichts Neu­es, aber heut­zu­ta­ge und in die­sem Kon­text fällt das dop­pelt auf.

Pro­mo­gra­fik Copy­right Bas­tei Lüb­be AG

Teaser: NEUROMANCER

Zu sagen, Wil­liam Gib­sons NEUROMANCER sei ein Klas­si­ker, unter­treibt wohl, denn der Roman hat ein gan­zes neu­es Gen­re defi­niert, das bis heu­te hoch­ak­tu­ell ist: CYBERPUNK (und ange­sichts der Ent­wick­lun­gen mit kor­rup­ter Poli­tik, die Kon­zer­nen hörig ist, oder wenn Kon­zer­ne gleich die Geset­ze schrei­ben, ange­sichts von US-Tech­bros und ange­sichts der KI-Ent­wick­lun­gen ist das Gen­re nicht nur aktu­ell, son­dern holt uns gera­de ein).

Apple TV hat eine Fern­seh­se­rie dar­aus machen las­sen und dazu gibt es nun den ers­ten Trai­ler. Ich kann inhalt­lich ehr­lich nicht viel dazu sagen, denn es ist fast 40 Jah­re her, dass ich den Roman gele­sen habe. Viel­leicht soll­te ich ihn mir noch­mal vor­neh­men. Aber viel­leicht erst nach­dem ich die Serie gese­hen habe…

Die Show ist von Gra­ham Roland and J. D. Dil­lard, wobei ers­te­rer als Show­run­ner agiert und letz­te­rer bei den ers­ten drei Epi­so­den Regie geführt hat. Es spie­len Callum Tur­ner als Case, Bria­na Midd­le­ton als Mol­ly, Joseph Lee als Hideo, Mark Strong als Armi­ta­ge, Clé­mence Poé­sy as Marie-France Tes­sier, Peter Sars­gaard as John Ash­pool, Emma Laird as Lin­da Lee und ande­re.

NEUROMANCER star­tet am 22. Janu­ar 2027 bei Apple TV+.

eng­lisch:

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Teaser: BLADE RUNNER 2099

BLADE RUNNER 2099 ist eine Mini­se­rie, die Ama­zon hat pro­du­zie­ren las­sen. Show­run­nerin ist Sil­ka Lui­sa (HALO TV), die hat hauch die Sto­ry geschrie­ben, und der drit­te Teil des BLADE RUN­NER-Fran­chise han­delt, wie der Titel bereits sagt, 50 Jah­re nach dem zwei­ten Film. Michel­le Yeoh spielt eine Repli­kan­ten-Bla­de Run­nerin kurz vor dem Ende ihres Lebens­zy­klus­ses und Hun­ter Scha­fer ist ihre Part­ne­rin, ein Mensch der vor­gibt, eine Repli­kan­tin zu sein.

Rid­ley Scott ist einer in einer schier end­lo­sen Rei­he von aus­füh­ren­den Pro­du­zen­ten (»vie­le Köche …«).

Der Teaser hat mich noch nicht so rich­tig über­zeugt. Es wirkt auf mich irgend­wie bemüht, wie man auf der einen Sei­te ver­sucht, das BLADE RUN­NER-Look & Feel zu kopie­ren, es aber mit den sinn­lo­sen ana­mo­r­phi­schen Lens­fla­res gleich wie­der ver­saut. Aber es gilt wie immer die Bin­sen­weis­heit, dass man von einem Trai­ler nicht auf das fer­ti­ge Pro­dukt schlie­ßen darf.

Start­ter­min von BLADE RUNNER 2099 soll der 25. Novem­ber 2026 sein, zumin­dest wenn man Ama­zon Prime Video abon­niert hat.

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Universal kauft Filmrechte an zehn klassischen Atari-Games

Atari 2600 Konsole

Kommt jetzt das Ata­ri Cine­ma­tic Uni­ver­se?

Ver­schie­de­ne Quel­len im Netz berich­ten: Ata­ri hat gemein­sam mit der Pro­duk­ti­ons­fir­ma Enter­tain­ment 360 einen Deal mit Uni­ver­sal Pic­tures geschlos­sen, der dem Stu­dio die Film­rech­te an zehn Mar­ken sichert: ASTEROIDS, ADVENTURE, BERZERK, BREAKOUT, CENTIPEDE, CRYSTAL CASTLES, MILLIPEDE, MISSILE COMMAND, PONG und YARS’ REVENGE.

Ein Dreh­buch von Matt Reil­ly und Carl Ham­pe hat Uni­ver­sal bereits gekauft. Pro­du­zie­ren wird Guy­mon Casa­dy von Enter­tain­ment 360, die bei­den Autoren sind eben­falls als Pro­du­zen­ten an Bord. Wel­ches der zehn Spie­le die Vor­la­ge lie­fert, dar­über sagt Uni­ver­sal nichts. Ob meh­re­re Mar­ken am Ende in einem gemein­sa­men Film­uni­ver­sum zusam­men­lau­fen sol­len, eben­so wenig. Ange­peilt wer­den groß­for­ma­ti­ge Action-Adven­ture-Fil­me.

Guy­mon Cas­idy von Enter­tain­ment 360 sag­te:

The best Ata­ri games drop­ped you into a world and let your ima­gi­na­ti­on do the rest. Carl and Matt saw an oppor­tu­ni­ty to take that same spi­rit and build an ori­gi­nal, lar­ge-sca­le adven­ture around it. From the moment we read the screen­play, we belie­ved the­re was a gre­at movie here.

Die bes­ten Ata­ri-Spie­le war­fen Dich in eine Welt und über­lie­ßen den Rest der Fan­ta­sie. Carl und Matt sahen die Mög­lich­keit, in dem­sel­ben Geist ein ori­gi­nel­les, groß­for­ma­ti­ges Aben­teu­er zu bau­en. Wir haben das Dreh­buch gele­sen und waren sofort sicher, dass wir einen groß­ar­ti­ger Film vor uns hat­ten.

Ata­ri-Chef Wade Rosen sag­te dazu:

For more than five deca­des, Ata­ri has crea­ted games and worlds that have remain­ed part of popu­lar cul­tu­re long after their ori­gi­nal release. We are exci­ted to work with Uni­ver­sal and Enter­tain­ment 360 to bring the spi­rit of our ico­nic brand and games to a new medi­um.

Seit mehr als fünf Jahr­zehn­ten hat Ata­ri Spie­le und Wel­ten geschaf­fen, die noch lan­ge nach ihrer Ver­öf­fent­li­chung Teil der Pop­kul­tur geblie­ben sind. Wir freu­en uns dar­auf, mit Uni­ver­sal und Enter­tain­ment 360 den Geist unse­rer Mar­ke und unse­rer Spie­le in ein neu­es Medi­um zu brin­gen.

(Wobei man anmer­ken muss, dass das heu­ti­ge Ata­ri und die ver­ant­wort­li­chen Figu­ren im Prin­zip nichts mehr mit der von Nolan Bushnell gegrün­de­ten Fir­ma zu tun haben, son­dern nur den Namen und man­che Rech­te hal­ten.)

Der ers­te Ver­such ist das nicht. Uni­ver­sal hat­te sich schon 2009 die Rech­te an einer ASTE­RO­IDS-Ver­fil­mung gesi­chert, ins Kino kam aller­dings nichts.

Dass die Stu­di­os der­zeit Spiel­e­li­zen­zen ein­sam­meln, hat mit den Ein­spiel­ergeb­nis­sen der MARIO‑, SONIC- und MINE­CRAFT-Fil­me zu tun. Bei denen gab es aller­dings Figu­ren, Namen und eine erzähl­ba­re Welt, bei den Ata­ri-Titeln gibt es Spiel­prin­zi­pi­en mit Mini­malst­gra­fik. Aus ASTEROIDS, BERZERK oder MISSILE COMMAND lässt sich mit krea­ti­ver Dreh­buch­ar­beit sicher etwas bau­en, bei PONG habe ich so mei­ne Zwei­fel.

Ob aus der Ankün­di­gung mehr wer­den wird, oder ob die Ideen zer­plat­zen wie Aste­ro­iden in ASTEROIDS muss die Zukunft zei­gen. Und wer soll da die Ziel­grup­pe sein? Alte Säcke wie ich, die in den 1970ern die­se Spie­le auf einem 2600 oder in der Spiel­hal­le gespielt haben?

Bild Ata­ri 2600 von Retro Gam­ing Ban­ter, aus der Wiki­pe­dia, CC BY

Final Trailer – SPIDER-MAN: BRAND NEW DAY

In nur knapp einer Woche ist es so weit: Ein Film aus dem deut­lich rarer gewor­de­nen Mar­vel Cine­ma­tic Uni­ver­se kommt in die Licht­spiel­häu­ser. Erneut über­nimmt Tom Hol­land die Rol­le des freund­li­chen Netz­schwin­gers aus der Nach­bar­schaft und dass der in Wirk­lich­keit Peter Par­ker heißt, dar­an kann sich nie­mand mehr erin­nern. War­um, wis­sen Spi­dey-Anhän­ge­rin­nen aus dem letz­ten Film.

Und natür­lich ist es abzu­se­hen, dass er sei­ne Geheim­iden­ti­tät nicht wirk­lich lan­ge ver­ber­gen kann – zumin­dest vor gewis­sen Per­so­nen.

Regie füht Destin Dani­el Cret­ton??? (SHANG-SHI, NARUTO) nach einem Dreh­buch von Chris McKen­na & Erik Som­mers. Neben Hol­land spie­len u.a. ??Zen­da­ya, ??Sadie Sink, ??Jacob Bata­lon, ??Jon Bern­thal, ??Tra­mell Till­man, ??Micha­el Man­do uand Mark Ruf­fa­lo.

Deutsch­land­start ist am kom­men­den Mitt­woch, also dem 29.07.2026.

eng­lisch:

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Trailer: AVENGERS: DOOMSDAY

Schau an, da hat Mar­vel dann doch end­lich mal einen Trai­ler zu AVENGERS DOOMSDAY spen­diert, auch wenn das natür­lich nur mäßig über­ra­schend kommt, da bereits ange­kün­digt. Nach eini­gen Rück­schlä­gen und angeb­li­cher Super­he­ro-Fati­gue (die eigent­lich eher eine Fati­gue wegen schlech­ter Fil­me war) hat­te man ja beim Comic­la­den und bei Dis­ney die Schlag­zahl deut­lich zurück­ge­nom­men, so dass man nicht mehr jeden Monat mit einem neu­en Strei­fen oder einer wei­te­ren Strea­ming­se­rie voll­ge­bal­lert wur­de.

Regie füh­ren erneut die Rus­so-Brot­hers, die schon für INFINITY WAR und ENDGAME ver­ant­wort­lich zeich­ne­ten. Ich gehe mal davon aus, dass wir es auch hier mög­li­cher­wei­se wie­der mit einem Zwei­tei­ler zu tun bekom­men wer­den, da ja auch die Comic-Vor­la­ge recht … aus­la­dend ist.

In Sachen Schau­spie­len­de gibt es natür­lich ein Wie­der­se­hen mit den alten Bekann­ten aus dem MCU, aller­dings sind jetzt auch die FoX-Mutan­ten mit an Bord. Die Cas­ting-Lis­te ist des­we­gen … illus­ter.

Der deut­sche Kino­start steht noch nicht offi­zi­ell fest, ich wür­de ver­mu­ten, dass AVENGERS: DOOMSDAY ab dem 16. Dezem­ber 2026 in unse­ren Licht­spiel­häu­sern zu sehen sein wird (was auch der Text unter dem deut­schen Trai­ler bestä­tigt).

eng­lisch:

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Auch die WGA klagt gegen die Paramount-Warner-Fusion

Logos Paramount und Warner

Ges­tern berich­te­te ich hier über die Kla­ge von zwölf US-Bun­des­staa­ten gegen die Fusi­on von Para­mount Sky­dance und War­ner Bros. Dis­co­very. Nun hat die US-Autoren­ge­werk­schaft WGA eben­falls Kla­ge ein­ge­reicht.

Wri­ters Guild of Ame­ri­ca East und West gin­gen am 14. Juli 2026 gemein­sam vor Gericht. Sie sehen in der Fusi­on einen Ver­stoß gegen das US-Kar­tell­recht und machen kon­kre­te Schä­den für die eige­ne Berufs­grup­pe gel­tend: Der fusio­nier­te Kon­zern wäre der mit Abstand größ­te Arbeit­ge­ber für Autor°Innen und wäre moti­viert, hät­te die Mit­tel und vor allem dann auch die Markt­macht, Hono­ra­re zu drü­cken und weni­ger zu pro­du­zie­ren, ent­ge­gen aller Pro­duk­ti­ons­zu­sa­gen. Weni­ger Auf­trä­ge, schlech­te­re Bezah­lung, und Stu­di­os, die eher auf risi­ko­ar­me Pro­jek­te set­zen als auf ori­gi­nel­le Stof­fe. Para­mount behaup­tet natür­lich das Gegen­teil, man wol­le den Autor°Innen mehr Mög­lich­kei­ten geben, nicht weni­ger. In mei­nen Augen wenig glaub­wür­dig, denn die Ver­gan­gen­heit hat immer wie­der gezeigt, wie die­se Spiel­chen in Hol­ly­wood gespielt wer­den; wir erin­nern uns an die mona­te­lan­gen Streiks in Tin­sel­town.

Mit der zwei­ten Kla­ge bin­nen weni­ger Tage wächst der Druck auf den Deal. Span­nend wird zu sehen, ob sich den Bun­des­staa­ten und der WGA noch wei­te­re Akteu­re anschlie­ßen wer­den.

Logo Para­mount Copy­right Para­mount, Logo War­ner Bros. Dis­co­very Copy­right War­ner Bros. Dis­co­very

Quality Of Life-Update zum Point & Click-Adventure UNUSUAL FINDINGS

UNUSUAL FINDINGS ist ein Point & Click-Adven­ture, das aus­sieht wie eine Mischung aus MONKEY ISLAND, ZAK MCKRAKEN und STRANGER THINGS. Ich habe es schon län­ger auf dem Schirm und muss es mir jetzt wohl mal genau­er anse­hen. Publisher ESDi­gi­tal Games und Ent­wick­ler Epic Llama Games haben dafür gera­de ein Update namens VINNY’S DIARY ver­öf­fent­licht.

Das Update ist kos­ten­los und ab sofort auf allen Platt­for­men ver­füg­bar, also PC via Steam und Epic Games Store sowie Play­Sta­ti­on, Xbox und Nin­ten­do Switch. Beglei­tend gibt es einen neu­en Trai­ler, der die Neue­run­gen zeigt.

Der namens­ge­ben­de Teil ist Vin­nys Tage­buch, über das zusätz­li­ches Hin­ter­grund­ma­te­ri­al zur Spiel­welt ins Spiel kommt und über das man sich beim Rät­sel­lösen hel­fen las­sen kann. Die Hil­fen sind erwei­tert wor­den, wer fest­steckt, kommt also leich­ter wei­ter. Dazu kommt eine über­ar­bei­te­te Steue­rung, die laut Publisher von der Com­mu­ni­ty gewünscht wur­de, eine Rei­he von Bug­fi­xes und all­ge­mei­ne Qua­li­ty Of Life-Ver­bes­se­run­gen. Ergänzt wird das durch eine Über­set­zung in tra­di­tio­nel­les Chi­ne­sisch und die letz­te Run­de der Namen von Kickstarter-Unterstützer°Innen, die damit voll­stän­dig im Spiel gelis­tet wer­den.

Bemer­kens­wert fin­de ich vor allem zwei Punk­te. Zum einen ist das Gan­ze kos­ten­los, statt in Häpp­chen als DLC ver­kauft zu wer­den. Zum ande­ren hat der Ent­wick­ler bei einem Spiel, das seit Jah­ren drau­ßen ist, noch­mal die Steue­rung ange­fasst, weil die Spieler°Innen sich das gewünscht hat­ten. Bei­des ist kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit und lobens­wert.

Ich wer­de mir das Spiel jetzt end­lich mal anse­hen. Falls sich dar­aus eine Rezen­si­on ergibt, lest ihr sie selbst­ver­ständ­lich hier.

Quel­le: Pres­se­mit­tei­lung ESDi­gi­tal Games

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Zwölf US-Bundesstaaten klagen gegen die Fusion von Paramount und Warner Bros.

Logos Paramount und Warner

Vor knapp zwei Wochen schrieb ich über Robert Picar­do und die Abset­zung von STARFLEET ACADEMY. Picar­do mach­te die neu­en Eigen­tü­mer von Para­mount für die schlech­ten Quo­ten ver­ant­wort­lich: kei­ne Wer­bung, kei­ne Plat­zie­rung im Menü, des­we­gen zu wenig Zuschauer°Innen. Genau die­se Eigen­tü­mer wol­len sich nun auch noch War­ner Bros. Dis­co­very ein­ver­lei­ben. Dage­gen wird jetzt geklagt, aller­dings nicht aus Washing­ton, son­dern aus Kali­for­ni­en.

Zwölf US-Bun­des­staa­ten unter Füh­rung Kali­for­ni­ens haben am 13. Juli 2026 Kla­ge gegen Para­mount Sky­dance und War­ner Bros. Dis­co­very ein­ge­reicht, um die 111 Mil­li­ar­den Dol­lar schwe­re Fusi­on zu stop­pen. Ver­han­delt wird vor dem Bezirks­ge­richt für den nörd­li­chen Distrikt Kali­for­ni­ens. Der kali­for­ni­sche Jus­tiz­mi­nis­ter Rob Bon­ta erklärt, die Fusi­on füh­re zu höhe­ren Prei­sen, schlech­te­rer Qua­li­tät und weni­ger Inhal­ten bei Film und Fern­se­hen, zu Las­ten von Kinos, Kabel­dis­tri­bu­to­ren und am Ende des Publi­kums. Soll­ten die Kon­zer­ne nicht bis zum Abschluss des Ver­fah­rens still­hal­ten, soll ein Antrag auf einst­wei­li­ge Ver­fü­gung fol­gen.

Wir erin­nern uns: Ursprüng­lich woll­te Net­flix das Strea­ming- und Stu­dio­ge­schäft von War­ner kau­fen. Para­mount kam mit einem feind­li­chen Über­nah­me­an­ge­bot dazwi­schen und setz­te sich durch, unter­stützt durch die Trump-Regie­rung. Das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um geneh­mig­te die Fusi­on am 12. Juni, angeb­lich zur Über­ra­schung der eige­nen Juris­ten, die die Prü­fung gelei­tet hat­ten und eher zu einer Kla­ge ten­dier­ten. Para­mount-Chef David Elli­son soll Regie­rungs­ver­tre­tern zuge­sagt haben, beim zu War­ner gehö­ren­den CNN grö­ße­re Ände­run­gen vor­zu­neh­men, denn das ist den Trum­pis­ten zu kri­tisch. Und die Sky­dance-Über­nah­me von Para­mount wur­de sei­ner­zeit erst frei­ge­ge­ben, nach­dem der Kon­zern zuge­sagt hat­te, bei CBS einen Auf­pas­ser zu instal­lie­ren, der die Bericht­erstat­tung auf angeb­li­che poli­ti­sche Schlag­sei­te hin über­wa­chen soll, sowie einem Ver­gleich über 16 Mil­lio­nen Dol­lar mit Trump wegen eines angeb­lich mani­pu­la­tiv geschnit­te­nen Inter­views bei 60 MINUTES. Para­mount und die FCC bestrei­ten jeden Zusam­men­hang. Natür­lich tun sie das.

Inhalt­lich stützt sich die Kla­ge auf den Clay­ton Act, ein US-Kar­tell­ge­setz von 1914, das Zusam­men­schlüs­se unter­sagt, deren Wir­kung dar­in bestehen kann, den Wett­be­werb wesent­lich zu ver­rin­gern oder ein Mono­pol zu begüns­ti­gen. Von fünf gro­ßen Film­ver­lei­hern wür­den nach der Fusi­on nur noch vier übrig blei­ben, die über 85 Pro­zent aller breit gestar­te­ten US-Kino­fil­me kon­trol­lie­ren, im Kabel­be­reich blie­ben zwei übrig, das fusio­nier­te Unter­neh­men und Dis­ney, mit zusam­men 59 Pro­zent (die Zah­len stam­men aus der Kla­ge­schrift). Das Ver­spre­chen der Kon­zer­ne, jähr­lich min­des­tens 30 Fil­me zu ver­öf­fent­li­chen, hal­ten die Staa­ten für eine lee­re Zusa­ge, weil recht­lich nicht durch­setz­bar.

Para­mount erklär­te gegen­über Dead­line, man sehe kei­ner­lei kar­tell­recht­li­che Pro­ble­me, schließ­lich hät­ten Dut­zen­de Behör­den welt­weit die Trans­ak­ti­on durch­ge­wun­ken. Das US-Wirt­schafts­por­tal Sema­for berich­te­te zudem, der Kon­zern erwä­ge, sei­nen Fir­men­sitz aus Kali­for­ni­en weg­zu­ver­le­gen. Von der Sor­te Trotz­re­ak­ti­on darf man wohl noch mehr erwar­te und ich gehe zudem davon aus, dass sich der oran­ge­far­be­ne Troll eben­falls zu Wort mel­den wird.

Für uns Phan­tas­tik-Fans geht es dabei nicht um abs­trak­tes Kar­tell­recht, son­dern um die Stu­di­os bei­spiels­wei­se hin­ter STAR TREK, DC, HARRY POTTER und DUNE sowie um die Zusam­men­le­gung von Para­mount+ und HBO Max. Wer sehen will, wie Elli­son mit geerb­ten Inhal­ten umgeht, muss nur in Rich­tung STAR TREK schau­en. Dazu kommt, dass auch War­ner Bros. sich immer wie­der durch äußerst zwei­fel­haf­te Aktio­nen in Rich­tung der Fans und Com­mu­ni­ties aus­zeich­ne­te und in der Hin­sicht kei­nen guten Ruf hat. Wenn sich die Chef­eta­gen der bei­den Stu­di­os zusam­men­tun, dürf­te das die­se Situa­ti­on nicht ver­bes­sern.

Ob zwölf Bun­des­staa­ten ein von der Bun­des­re­gie­rung durch­ge­wun­ke­nes Mil­li­ar­den­ge­schäft auf­hal­ten kön­nen, ist offen.

Es bleibt span­nend.

Logo Para­mount Copy­right Para­mount, Logo War­ner Bros. Dis­co­very Copy­right War­ner Bros. Dis­co­very

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