Teaser: THE LORD OF THE RINGS – THE RINGS OF POWER

Am 2. Sep­tem­ber 2022 soll Ama­zons Strea­ming­se­rie basie­rend auf HERR DER RINGE und wei­te­ren Moti­ven Tol­ki­ens unter dem Titel THE LORD OF THE RINGS – THE RINGS OF POWER star­ten (ein »Rings« müs­sen wir lei­der abzie­hen, Herr Rosen­tal, das war dop­pelt). Jetzt hat Ama­zon einen Teaser raus­ge­hau­en, der sich »Title Announce­ment« nennt, also mög­li­cher­wei­se ein Vor­gu­cker auf die Titel­se­quenz ist. Wenn ich mir ande­re Titel­se­quen­zen so anse­he und da ich die übli­cher­wei­se für die­se Zwe­cke in der Bran­che genut­zen Ren­der Engi­nes und Par­ti­kel­sys­te­me ken­ne, wür­de ich Ama­zon raten, da an ein paar Stel­len noch­mal nach­zu­ar­bei­ten.

Ansons­ten ist der Teaser eher inhalt­los und aus­sa­ge­arm, den gespro­che­nen Text habe ich auch irgend­wo schon mal gehört …

Damit ihr nicht ganz umsonst hier wart wenigs­tens noch die offi­zi­el­le Zusam­men­fas­sung:

Ama­zon Stu­di­os’ forth­co­ming series brings to screens for the very first time the heroic legends of the fab­led Second Age of Middle-earth’s histo­ry. This epic dra­ma is set thou­sands of years befo­re the events of J.R.R. Tolkien’s The Hob­bit and The Lord of the Rings, and will take view­ers back to an era in which gre­at powers were for­ged, king­doms rose to glo­ry and fell to ruin, unli­kely heroes were tes­ted, hope hung by the finest of threads, and the grea­test vil­lain that ever flowed from Tolkien’s pen threa­ten­ed to cover all the world in dark­ness.
Begin­ning in a time of rela­ti­ve peace, the series fol­lows an ensem­ble cast of cha­rac­ters, both fami­li­ar and new, as they con­front the long-feared re-emer­gence of evil to Midd­le-earth. From the dar­kest depths of the Mis­ty Moun­ta­ins, to the maje­s­tic forests of the elf-capi­tal of Lin­don, to the breath­ta­king island king­dom of Núme­nor, to the fur­thest rea­ches of the map, the­se king­doms and cha­rac­ters will car­ve out lega­ci­es that live on long after they are gone.

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Pulp: Spieleerstellung im Browser für Playdate-Handheld

Ich hat­te vor län­ge­rer Zeit (Mai 2019) über die inno­va­ti­ve Hand­held-Spie­le­kon­so­le Play­da­te berich­tet, die über einen win­zi­gen schwarz-weiß-Bild­schirm und eine Kur­bel ver­fügt, durch die unge­wöhn­li­che Spiel­me­cha­nis­men mög­lich wer­den. Nach immer neu­en Ver­zö­ge­run­gen scheint die Play­da­te jetzt tat­säch­lich vor der Ver­öf­fent­li­chung zu ste­hen.

Kon­se­quen­ter­wei­se hat Panic, das Ent­wick­ler­stu­dio hin­ter der Play­da­te, jetzt eine Ent­wick­lungs­um­ge­bung zur Ver­fü­gung gestellt, in der jede/​r Games für das Gerät ent­wi­ckeln kann. Bis hier­her wäre dar­an noch nichts Mel­dens­wer­tes, aller­dings läuft die­se Ent­wick­lungs­um­ge­bung im Brow­ser und ist für jeder­frau kos­ten­los nutz­bar, man muss aller­dings vor­her ein Kon­to erstel­len und damit eine Email­adres­se preis­ge­ben.

Das Tool heiß »Pulp« und kann über die URL https://​play​.date/​p​u​lp/ auf­ge­ru­fen wer­den. Das ist recht kom­plex, man kann Pixel­gra­fi­ken, Level und sogar Sounds erstel­len. Theo­re­tisch geht das alles ohne Code, erfah­re­ne­re Spie­le­ent­wick­le­rin­nen kön­nen aller­dings auch die Skript­spra­che Pulp­Script benut­zen. Hat frau ein Game fer­tig gestellt, kann es als .pdx-Datei expor­tiert und in die Play­da­te gela­den wer­den.

Das ist im Moment aller­dings noch sehr theo­re­tisch, denn es gibt nach wie vor kei­nen Release­ter­min für die Mini­kon­so­le, bekannt ist nur, dass sie »in 2022« erschei­nen soll. Man kann die Play­da­te über die Her­stel­ler­web­sei­te auch immer noch vor­be­stel­len, es wird aller­dings dar­auf hin­ge­wie­sen, dass neue Vor­be­stel­ler sie erst gegen Ende des Jah­res erhal­ten wer­den. Der Preis liegt bei 179 Dol­lar (im Moment ca. 158 Euro), da aus den USA ver­sen­det wer­den wird muss man hier­zu­lan­de mit zusätz­li­chen Kos­ten durch Zoll und Ein­fuhr­um­satz­steu­er rech­nen und es ist unklar, ob das Gerät über eine CE-Zer­ti­fi­zie­rung ver­fügt.

Screen­shot Copy­right Panic

Microsoft will Activision Blizzard kaufen

Eine schwe­re Erschüt­te­rung der Macht ging ges­tern durchs Inter­net, als bekannt wur­de, dass Micro­soft den Spiel­pu­blisher Acti­vi­si­on-Bliz­zard über­neh­men will. Das wür­de nicht nur ein neu­es Zuhau­se für WORLD OF WARCRAFT bedeu­ten, son­dern auch bei­spiels­wei­se für Fran­chi­ses wie CALL OF DUTY, DIABLO, OVERWATCH und sogar CANDY CRUSH.

Den Mel­dun­gen zufol­ge will Micro­soft dafür fast 70 Mil­li­ar­den Dol­lar locker machen (das ent­spricht unge­fähr dem jähr­li­chen Brut­to­in­lands­pro­dukt von Bul­ga­ri­en).

Ich gehe mal davon aus, dass Acti­vi­si­on-Bliz­zard gera­de ein Schnäpp­chen dar­stellt, weil die Anschul­di­gun­gen zu sexu­el­ler Beläs­ti­gung und toxi­scher Arbeits­be­din­gun­gen bei Bliz­zard ordent­lich am Bör­sen­kurs geknab­bert haben. Ins­be­son­de­re nach­dem bekannt wur­de, dass Bliz­zard-Chef Bob­by Kotik offen­bar von einer Men­ge Pro­ble­men wuss­te, aber nichts dage­gen unter­nom­men hat – und den­noch wei­ter Chef blei­ben möch­te, ohne not­wen­di­ge Kon­se­quen­zen zu zie­hen. Eben­falls pro­ble­ma­tisch war in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit, dass man trotz Rekord­ein­nah­men hun­der­te von Mit­ar­bei­tern in der QA und im Sup­port gefeu­ert hat­te (des­we­gen ist u.A. auch der Sup­port von Frank­reich nach Eng­land gezo­gen, das dürf­te aller­dings auch Brexit-beding­te steu­er­li­che Grün­de gehabt haben, da das seit dem Aus­tritt aus der EU gebeu­tel­te Eng­land einer sol­chen Fir­ma sicher­lich gute Bedin­gun­gen gebo­ten haben dürf­te).

Die Abwick­lung des eigent­li­chen Kaufs dürf­te sich noch eini­ge Zeit hin­zie­hen und die Kar­tell­be­hör­den in den USA wer­den sicher­lich auch das ein oder ande­re Wort dazu zu sagen haben, denn hier wür­de eins der größ­ten Com­pu­ter­spie­leim­pe­ri­en welt­weit ent­ste­hen.

Aller­dings sieht es sei­tens Acti­vi­si­on-Bliz­zard so aus, als sei das schon wei­test­ge­hend in tro­cke­nen Tüchern, denn Bob­by Kotik hat die Mit­ar­bei­ter in einem Brief bereits auf die Über­nah­me ein­ge­stimmt (sie­he wei­ter unten).

Mich wun­dert die Bereit­schaft zum Ver­kauf nicht. Das Ver­trau­en von Fans und Aktio­nä­ren in Kotik und den Rest der Chef­eta­ge ist gründ­lich zer­stört und kann ver­mut­lich auch nicht wie­der­her­ge­stellt wer­den. Es ist wahr­schein­lich, dass mit einer Micro­soft-Über­nah­me auch eine Art Rein­wa­schen statt­fin­den soll, denn »jetzt ist ja alles neu!«. Ob das tat­säch­lich so sein wird hängt davon ab, wer von der alten Fir­men­füh­rung bei der Über­nah­me erhal­ten bleibt. Davon hängt aber auch ab, wie sich die Spie­le in Zukunft wei­ter ent­wi­ckeln wer­den, allen vor­an natür­lich das Flagg­schiff WORLD OF WARCRAFT. Ich gehe nicht davon aus, dass sich Micro­soft hier die Lizenz zum Geld dru­cken ent­ge­hen lässt, aber vie­le Fans wer­den sicher nicht glück­lich dar­über sein, dass sie mit ihren WOW-Kon­ten von der einen Daten­kra­ke (Acti­vi­si­on-Bliz­zard) zu einer noch viel grö­ße­ren (Micro­soft) wech­seln müs­sen.

Die Zukunft in Sachen WORLD OF WARCRAFT dürf­te span­nend wer­den.

Im Fol­gen­den Kotiks Email an die Beleg­schaft:

Science Fiction-Kurzfilm: EL CAMINO

EL CAMINO ist ein SF-Kurz­film von Jai­me Jas­so & Fer­nan­do Cam­pos, in dem ein erfah­re­ner Raum­pi­lot einen letz­ten krum­men Deal annimmt, um für sei­ne Fami­lie zu sor­gen. Doch das droht gründ­lich schief zu gehen.

Beson­ders bemer­kens­wert fin­de ich bei die­sem Werk die visu­el­len Effek­te, die auf abso­lu­tem Pro­fi­ni­veau sind.

Es spie­len Gustavo San­chez Par­ra, Yam Ace­ve­do und Isra­el Islas, Regie führ­ten Fer­nan­do Cam­pos & Jai­me Jas­so, die haben auch pro­du­ziert (und einen Hau­fen ande­res Zeug gemacht, zum Bei­spiel die VFX), zusam­men mit Faus­to Can­tú Can­tú.

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Trailer: Marvels MOON KNIGHT

Phan­tas­tik-Freun­din­nen ken­nen Oscar Isaac als Poe Dame­ron in STAR WARS oder als Vat­ter Atrei­des in DUNE. Jetzt betritt er in der Rol­le von MOON KNIGHT das MCU, denn der wird die Haupt­fi­gur einer gleich­na­mi­gen Serie bei Dis­ney+.

In den Comics ist Marc Spec­tor ein ehe­ma­li­ger Mari­ne und frü­he­rer CIA-Agent, der zum Söld­ner wur­de und im Rah­men eines Auf­trags töd­lich ver­letzt wird. Er wird in die kürz­lich ent­deck­te Grab­stät­te des ägyp­ti­schen Mond­got­tes Kon­shu gebracht, wo er plötz­lich geheilt wird. Angeb­lich von Kon­chu selbst. In den Comics hat MOON KNIGHT eigent­lich kei­ne über­na­tür­li­chen Fähig­kei­ten, son­dern nutzt sei­ne Kampf­fä­hig­kei­ten, Intel­li­genz und tech­no­lo­gi­sche Gim­micks, also ganz ähn­lich wie Bat­man (mit dem die Figur auch immer wie­der ver­gli­chen wur­de). Aller­dings scheint sei­ne Ver­bin­dung zu Kon­chu es mög­lich zu machen, dass er von den Toten auf­er­ste­hen kann – die­se Ver­bin­dung führt aller­dings wohl auch zu Schi­zo­phre­nie

Man darf gespannt sein, wie Mar­vel das in der Serie fürs Cine­ma­tic Uni­ver­se abän­dert. Dem The­ma ent­spre­chend scheint die­se neue MCU-Serie deut­lich düs­te­rer zu sein als das, was man bis­her zu sehen bekam.

MOON KNIGHT star­tet am 30 März 2022 auf Dis­ney+.

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TALES FROM THE LOOP – als Brettspiel

Die Bezeich­nung TALES FROM THEN LOOP soll­te man als Freund°in von Phan­tas­tik inzwi­schen schon mal gehört haben. Ursprüng­lich ein Bild­band von Simon Stå­len­hag, der die 80er Jah­re in einer alter­na­ti­ven Rea­li­tät mit Robo­tern und uner­klär­li­chen Phä­no­me­nen erzählt. Dar­aus ent­stand unter ande­rem ein Rol­len­spiel, aber auch eine  skur­ri­le Fern­seh­se­rie für Ama­zon Video.

Jetzt kommt ein Brett­spiel hin­zu, eben­so wie das Rol­len­spiel ver­öf­fent­licht von Free League Publi­shing (SYMBAROUM). Es han­delt sich um ein koope­ra­ti­ves Spiel für ein bis fünf Spie­ler ab 12 Jah­ren, man muss also zusam­men Sze­na­ri­en erfolg­reich lösen. Das dau­ert pro Ses­si­on ca. andert­halb bis zwei Stun­den.

Zum Set­ting:

Im Jahr 1954 gab die schwe­di­sche Regie­rung den Bau des größ­ten Teil­chen­be­schleu­ni­gers der Welt in Auf­trag. Die Anla­ge wur­de 1969 fer­tig­ge­stellt und befin­det sich tief unter der pas­to­ra­len Vor­stadt­land­schaft außer­halb von Stock­holm. Die ört­li­che Bevöl­ke­rung nann­te die­ses Wun­der­werk der Tech­nik »Loop«. Im Lau­fe der Jah­re, die seit dem Bau ver­gan­gen sind, sind in der Gegend selt­sa­me Phä­no­me­ne auf­ge­tre­ten – mys­te­riö­se Krea­tu­ren, die das Land durch­strei­fen, Maschi­nen, die auf uner­klär­li­che Wei­se ver­sa­gen.

Im Spiel unter­su­chen du und dei­ne Freun­de gemein­sam die Geheim­nis­se, die vom Loop aus­ge­hen, einer rie­si­gen unter­ir­di­schen wis­sen­schaft­li­chen Ein­rich­tung, die selt­sa­me Aus­wir­kun­gen auf die Vor­stadt­land­schaf­ten um sie her­um hat.

Du schlüpfst in die Rol­len von Kin­dern aus der Gegend, die die Phä­no­me­ne unter­su­chen, die die Inseln (oder viel­leicht auch nur die ört­li­che Video­thek) bedro­hen, und sie hof­fent­lich auf­hal­ten. Jeder Tag beginnt in der Schu­le, aber sobald die Schul­glo­cke läu­tet, kannst du die Zeit vor dem Abend­essen und den Haus­auf­ga­ben nut­zen, um auf Ent­de­ckungs­rei­se zu gehen!

Zum Spiel­ma­te­ri­al gehö­ren unter ande­rem sechs qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Robo­ter­mi­nia­tu­ren nach den Designs von Simon Stå­len­hag.

TALES FROM THE LOOP – THE BOARDGAME soll »dem­nächst« erschei­nen, einen kon­kre­ten Ter­min gab die Pres­se­mit­tei­lung lei­der eben­so wenig her, wie einen Preis.

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Pro­mo­gra­fi­ken Copy­right Free League Publi­shing

Tolino Media möchte Selfpublisher-Bücher in den Buchhandel bringen?

Spoi­ler: Kon­di­tio­nen sind – wie zu erwar­ten war – schlecht.

Frü­her war Self­pu­bli­shing hier auf Phan­ta­News immer wie­der mal The­ma, das hat stark abge­nom­men. War­um? Ein­fach: Self­pu­bli­shing ist aller Wider­stän­de der alt­ein­ge­ses­se­nen (und immer noch ziem­lich ana­lo­gen) Bran­che zum Trotz längst in der Mit­te der Gesell­schaft ange­kom­men. Laut Bran­chen­da­ten mach­te Self­pu­bli­shing im Jahr 2020 zehn Pro­zent des gesam­ten Buch­mark­tes aus. Bei einem Gesamt­um­satz von 9,3 Mil­li­ar­den Euro in Deutsch­land kann man sich schnell aus­rech­nen, über wel­che Zah­len wir hier spre­chen. Des­we­gen muss ich hier wahr­lich nicht mehr dafür trom­meln, Self­pu­bli­shing ist längst eta­bliert.

Mit einer Aus­nah­me: In Buch­hand­lun­gen sind Bücher von Selfpublisher°Innen nach wie vor sehr, sehr sel­ten anzu­tref­fen. Das hat­te ich in der Ver­gan­gen­heit bereits mehr­fach the­ma­ti­siert, ein Grund ist, dass Buchhändler°Innen kei­nen Bock haben, bei Selfpublisher°Innen zu bestel­len, das ist denen zu viel Auf­wand, die möch­ten ihre Bücher lie­ber beim Gros­sis­ten bestel­len, wie die der gro­ßen Ver­la­ge auch. Direkt beim Anbie­ter zu ordern ist denen zu viel Arbeit – übri­gens ein Los, das Self­pu­blisher mit Klein­ver­la­gen tei­len.

An der Stel­le könn­te man abwin­ken, sich mit einem »wer nicht will, der hat schon« abwen­den, und das Geschäft dem Bran­chen-Beel­ze­bub Ama­zon über­las­sen.

Aber irgend­wie schei­nen man­che Prot­ago­nis­ten doch erkannt zu haben, dass es hier ein Poten­ti­al gibt, mit dem sich Geld erzeu­gen lässt. Und so geht in den letz­ten Wochen die Mel­dung durch den vir­tu­el­len Blät­ter­wald, dass Toli­no Media es Selfpublisher°Innen ermög­li­chen möch­te, ihre Bücher in den Buch­han­del zu bekom­men – und das ver­gleichs­wei­se ein­fach und über zen­tra­le Aus­lie­fe­rung (das Bör­sen­blatt hat­te eben­so berich­tet, wie der Buch­re­port hin­ter sei­ner über­teu­er­ten Pay­wall, bei der man noch nicht mal Ein­zel­ar­ti­kel kau­fen kann).

Whaaaat?

Das wäre nichts ande­res als ein Para­dig­men­wech­sel.

Aber natür­lich klingt das wie so oft bei Pres­se­mit­tei­lun­gen von Toli­no Media bes­ser als es am Ende ist, denn die Rah­men­be­din­gun­gen benach­tei­li­gen Self­pu­blisher doch erheb­lich – auch im Ver­gleich zu Crea­tespace (ja, ich weiß, das gibt es nicht mehr und läuft via KDP).

Ich hat­te noch einen alten Toli­no-Zugang von anno dun­nemals, als ich mich mit denen als Ama­zon-Alter­na­ti­ve beschäf­tigt und sie auf­grund inak­zep­ta­bler Kon­di­tio­nen ver­wor­fen hat­te, also logg­te ich mich ein (Pass­wort war aus nicht nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den nicht mehr gül­tig) und mach­te eine Bei­spiel­rech­nung mit einem Taschen­buch auf:

Taschen­buch im For­mat »Clas­sic« (135 x 205 mm), 320 Sei­ten, creme­wei­ßes Papier in 90 Gramm, matt lami­niert.

Toli­no bie­tet mir dafür einen Ver­kaufs­preis von 11,99 an, das wäre im Ver­gleich zu dem, was sich sonst so auf dem Markt tum­melt, rela­tiv güns­tig. Aller­dings wäre mein Autoren­ho­no­rar dann nur 1,30 Euro pro im Buch­han­del ver­kauf­tem Exem­plar. Das ist sehr wenig.

Noch inter­es­san­ter wird das Gan­ze, wenn man den Preis nach oben ändert, um das Autoren­ho­no­rar zu erhö­hen:

Wenn das Buch drei Euro teu­rer wird, wür­de man anneh­men, wol­len, dass man auch grob drei Euro mehr an Autoren­ho­no­rar erhält (also 4,30 EUR). Doch dem ist nicht so, aus 1,30  EUR wer­den gera­de mal 2,47 EUR. An der Umsatz­steu­er liegt das nicht, die macht gera­de mal einen Unter­schied von 20 Cent aus.

Das bedeu­tet, dass sich den Rest Toli­no Media in die Tasche steckt, ohne dass ich dafür einen Grund sehe, denn bei einem gestie­ge­nen Buch­preis fal­len weder höhe­re Druck‑, noch Ver­wal­tungs- oder sons­ti­ge Kos­ten an. Eine Erklä­rung für die­se Hand­ha­bung konn­te ich nir­gend­wo fin­den. Für fair gegen­über den Autor°Innen hal­te ich die­se Vor­ge­hens­wei­se nicht.

Übri­gens fal­len pro Buch auch noch Kos­ten in Höhe von EUR 14,95 für ISBN und VLB-Ein­trag an, die­se Kos­ten kön­nen hier somit eben­falls nicht ein­ge­preist sein.

Bei die­ser Bei­spiel­rech­nung wur­de übri­gens auch ange­ge­ben, was man für Autoren­ex­em­pla­re berap­pen muss:

Das scheint okay-ish (ver­gli­chen mit ein­schlä­gi­gen deut­schen Dru­cke­rei­en), ich möch­te das aller­dings mal in Rela­ti­on set­zen:

Ich habe in der Ver­gan­gen­heit Taschen­bü­cher mit den oben ange­ge­be­nen Rah­men­da­ten bei pol­ni­schen Dru­cke­rei­en fer­ti­gen las­sen. Da zahlt man selbst bei Kleinst­se­ri­en von bei­spiels­wei­se 40 Stück Prei­se von ca. 3,50 bis 4 Euro pro Stück – und das INKLUSIVE Mehr­wert­steu­er.

Der Auf­wand ist der­sel­be, denn auch bei Toli­no muss man Buch­block als PDF selbst erzeu­gen und hoch­la­den, das­sel­be gilt für das Cover.

Ich hal­te die Rah­men­be­din­gun­gen, ins­be­son­de­re das Autoren­ho­no­rar, das Toli­no Media hier für die Aus­lie­fe­rung an Buch­hand­lun­gen ansagt, für völ­lig inak­zep­ta­bel. Und das, obwohl Toli­no von Bran­chen­un­ter­neh­men betrie­ben wird, die die dahin­ter ste­hen­de Logis­tik mit links abwi­ckeln kön­nen, da das ohne­hin zu ihrem Kern­ge­schäft gehört. Auch dass Preis­er­hö­hun­gen des Buches nicht 1:1 an die Autor°Innen wei­ter­ge­ge­ben wer­den, ist nicht nach­voll­zieh­bar.

Fest­stel­len kann man, dass Self­pu­bli­shing – wie ein­gangs bereits ange­deu­tet – inzwi­schen so erfolg­reich gewor­den ist, dass die übli­chen Ver­däch­ti­gen jetzt ver­su­chen, sich auch im Print­be­reich in Sachen »Prä­senz in den Buch­hand­lun­gen« an den Selfpublisher°innen zu berei­chern, wie sie das zuvor schon lan­ge im eBook-Bereich getan haben. Jede/​r muss für sich selbst ent­schei­den, ob man die gebo­te­nen Kon­di­tio­nen akzep­tie­ren möch­te. Der Gewinn ist um ein Erheb­li­ches höher, wenn man sich sei­ne Bücher von einer güns­ti­gen Dru­cke­rei erstel­len lässt und die­se dann bei­spiels­wei­se auf Ver­an­stal­tun­gen ver­kauft. Wer erwar­tet, vie­le Exem­pla­re über den Buch­han­del abset­zen zu kön­nen, dürf­te viel­leicht trotz der gerin­gen Autoren­ho­no­ra­re Inter­es­se am Ange­bot Toli­no Medi­as haben.

Bild: Buch­hand­lung, aus der Wiki­pe­dia, gemein­frei.

Trailer: FRAGGLE ROCK: BACK TO THE ROCK

Dis­ney war bekann­ter­ma­ßen mit sei­nen Neu­auf­la­gen der MUPPETS nicht so recht erfolg­reich. Die Ver­su­che waren zu unin­spi­riert und lei­der auch zu unwit­zig, um rich­tig zu zün­den.

Apple TV ver­sucht es jetzt mit einer ande­ren Serie aus dem Hau­se Hen­son und belebt die Frag­gles wie­der. Der Titel lau­tet FRAGGLE ROCK: BACK TO THE ROCK (FRAGGLE ROCK war der eng­li­sche Ori­gi­nal­ti­tel der Show, die bei uns ab 1983 als DIE FRAGGLES gesen­det wur­de).

Der Vor­gu­cker sieht zumin­dest schon mal so aus, als wol­le man sich eng am Ori­gi­nal ori­en­tie­ren.

FRAGGLE ROCK: BACK TO THE ROCK soll ab dem 21. Janu­ar 2022 auf Apple TV+ zu sehen sein.

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Spielemesse Nürnberg kauft Internationale Spieltage SPIEL in Essen

Soeben kam eine Pres­se­mit­tei­lung rein, die ich euch nicht vor­ent­hal­ten möch­te. Kurz­fas­sung, der Ver­an­stal­ter der Spiel­wa­ren­mes­se Nürn­berg, die Spie­le­mes­se eG, hat die Spie­le­mes­se Essen gekauft. Laut der Pres­se­mel­dung bleibt das alter Ver­an­stal­tungs­team wei­ter ver­ant­wort­lich, das wur­de also offen­bar gleich mit gekauft. Ich bin jetzt sehr gespannt, was das für die eta­blier­te Ver­an­stal­tung bedeu­tet und wel­che Ver­än­de­run­gen es geben wird. Gera­de in Sachen Web und Social Media haben die Ver­an­stal­ter bekann­ter­ma­ßen eine Men­ge (!) Nach­hol­be­darf. Das Logo für die Spiel 22 sieht aus Desi­gner­sicht auf jeden Fall immer noch genau so alt­ba­cken und typo­gra­fisch frag­wür­dig aus, wie immer.

Aus­zug aus dem Text der Pres­se­mit­tei­lung:

Spiel­wa­ren­mes­se eG über­nimmt die Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­ge SPIEL in Essen unter Bei­be­hal­tung ihrer Aus­rich­tung

* Cha­rak­ter der welt­größ­ten End­ver­brau­cher­mes­se der Bran­che bleibt erhal­ten
* Domi­ni­que Metz­ler wei­ter­hin als Geschäfts­füh­re­rin tätig

Die Spiel­wa­ren­mes­se eG hat zum 1. Janu­ar 2022 die Ver­an­stal­tung Inter­na­tio­na­le Spiel­ta­ge SPIEL in Essen über­nom­men. Damit tritt der Nürn­ber­ger Mes­se- und Mar­ke­ting­dienst­leis­ter als neu­er Eigen­tü­mer der welt­größ­ten Publi­kums­mes­se für Gesell­schafts­spie­le auf. Die SPIEL wird auch zukünf­tig auf dem Esse­ner Mes­se­ge­län­de statt­fin­den und von der lang­jäh­ri­gen Geschäfts­füh­re­rin Domi­ni­que Metz­ler mit ihrem erfah­re­nen Team von Bonn aus orga­ni­siert. Als zusätz­li­cher Geschäfts­füh­rer fun­giert Flo­ri­an Hess, Vor­stand der Spiel­wa­ren­mes­se eG.

Die SPIEL kann auf eine fast 40-jäh­ri­ge Geschich­te zurück­bli­cken: Seit 1983 hat sich die Ver­an­stal­tung von einem klei­nen Tref­fen für Spie­ler zur heu­te welt­größ­ten End­ver­brau­cher­mes­se für Brett‑, Kar­ten- und Rol­len­spie­le ent­wi­ckelt. Tra­di­tio­nell im Herbst wer­den in den Esse­ner Mes­se­hal­len die natio­na­len und inter­na­tio­na­len Spie­le-Neu­hei­ten einem brei­ten Publi­kum vor­ge­stellt. Jähr­lich besu­chen rund 200.000 Men­schen die Ver­an­stal­tung – mit stei­gen­der Ten­denz.

Mir war wich­tig, dass das ein­zig­ar­ti­ge Pro­fil der SPIEL auch zukünf­tig erhal­ten bleibt“, sagt Domi­ni­que Metz­ler, die ihr Fami­li­en­un­ter­neh­men gemein­sam mit Rose­ma­rie Geu in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten erfolg­reich aus­ge­baut und eta­bliert hat. „Mit der Spiel­wa­ren­mes­se eG und ihrer Erfah­rung mit Welt­leit­mes­sen bin ich sehr glück­lich einen Part­ner gefun­den zu haben, der die­se erfolg­rei­che Mes­se auch die nächs­ten Jahr­zehn­te in mei­nem Sin­ne fort­füh­ren und wei­ter­ent­wi­ckeln wird. Mein Team und ich freu­en uns sehr auf die Zusam­men­ar­beit.“

Die Pan­de­mie hat die Beliebt­heit von Gesell­schafts­spie­len noch­mals beschleu­nigt. 2020 wuchs allein der deut­sche Spie­le­markt um 21 Pro­zent. Der Trend ist auch auf der Spiel­wa­ren­mes­se im B2B-Seg­ment sicht­bar. Die Inter­na­tio­na­le Spie­leer­fin­der­mes­se wird in die Spiel­wa­ren­mes­se inte­griert und der Spie­le­be­reich wei­ter gestärkt. Einen eben­so behut­sa­men Umgang ver­spre­chen die Nürn­ber­ger mit den Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­gen SPIEL, jedoch als eigen­stän­di­ge Mes­se, die in ihrer ursprüng­li­chen Form erhal­ten bleibt.

Als Genos­sen­schaft agiert die Spiel­wa­ren­mes­se eG bereits „aus der Bran­che für die Bran­che“. Zahl­rei­che Spie­le­ver­la­ge zäh­len zu den Mit­glieds­un­ter­neh­men. Vor­stands­spre­cher Chris­ti­an Ulrich betont: „Wir haben mit der Spiel­wa­ren­mes­se und den Inter­na­tio­na­len Spiel­ta­gen zwei völ­lig ver­schie­de­ne Kon­zep­te, die sich jedoch the­ma­tisch stark über­schnei­den und dadurch auch Syn­er­gien schaf­fen. Mit der SPIEL erwei­tern wir unse­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten im Spie­le­be­reich, ohne den für die Mes­se typi­schen Cha­rak­ter zu ver­än­dern.“ Der Fort­be­stand ist gesi­chert – somit kön­nen die Besu­cher in Essen auch künf­tig nach Her­zens­lust tes­ten und spie­len.

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Erschienen: SF-Roman DER ZEF´IHL, DER VOM HIMMEL FIEL von Dieter Bohn

Wer sich im Umfeld der PERRY RHO­DAN-Serie bewegt, dem wird der Name geläu­fig sein, auch wer DIE STEAMPUNK-CHRONIKEN gele­sen hat, dem dürf­te Die­ter Bohn in Erin­ne­rung geblie­ben sein. Der hat Mit­te 2021 sei­nen ers­ten Buch-Zie­gel­stein abge­lie­fert, es han­delt sich um einen Sci­ence Fic­tion-Roman und er trägt den Titel DER ZEF´IHL, DER VOM HIMMEL FIEL. Klap­pen­text:

Adria­an Deneer­sen gelingt die Flucht und er stran­det auf einer Welt, die von einer mit­tel­al­ter­li­chen Kul­tur bewohnt wird.
Nach sei­ner Lan­dung wird er bei­na­he von einem bäu­er­li­chen Mob gelyncht und gerät in die Hän­de des Regen­ten von Kofa­ne, der in ihm das Poten­zi­al erkennt, das Land gegen das her­an­rü­cken­de Rei­ter­volk der Masu­ti zu ver­tei­di­gen.
Wenn Adria­an über­le­ben will, muss er als Zef’ihl, als Hof­ma­gi­er von Kofa­ne sein Wis­sen in mili­tä­risch nutz­ba­re Din­ge umset­zen. Und er muss sich der Fra­ge stel­len: Wie viel weiß man über­haupt noch von dem, was man ein­mal gelernt hat – ohne es irgend­wo nach­schla­gen zu kön­nen?
Und selbst wenn er den Krieg über­le­ben soll­te: Sei­ne Häscher geben nicht auf.

Der Roman erschien im Juni 2021 im Ver­lag p.machinery, ist 398 Sei­ten stark und kos­tet als Taschen­buch 17,99 EUR (ISBN 978–3957652461), für das eBook (ASIN B097DPB7CJ) muss man 5,99 Euro locker machen.

Cover­ab­bil­dung Copy­right p.machinery

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