Wer von durchgestylter Film-Fantasy im Tolkien-Stil eines Peter Jackson die Nase voll hat, sollte vielleicht mal einen Blick auf die via Crowdfunding realisierte Comedy DUDES & DRAGONS werfen.
Es spielen unter anderem Kaitlin Doubleday (EMPIRE) und James Marsters. Ja, genau, Spike aus BUFFY. Ich gehe mal davon aus, die beiden wurden gezwungen. Mit Geld. Zudem gibt es einen Cameo-Auftritt von Luke Perry. Das Ding erscheint am 1. März auf VoD-Plattformen und DVD. Mal sehen, ob das auch in Deutschland irgendwo zu bekommen ist – und wievielAlkohol man trinken muss, um es sich ansehen zu können. :)
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Gestern wurden im Royal Opera House in London zum 69. Mal die BAFTA Awardss verliehen, also die Filmpreise der British Academy of Film and Television Arts. Moderiert wurde die Veranstaltung erneut (und damit zum elften Mal) vom britischen Schauspieler und Comedian Stephen Fry.
Die meisten Nominierungen hatte die Filme BRIDGE OF SPIES und CAROL mit jeweils neun. Gewonnen haben aber dennoch andere.
Leonardo DiCaprio darf sich nicht ganz unerwartet über eine Auszeichung als bester Schauspieler für THE REVENANT freuen, der Streifen nahm auch Statuen für den besten Film, die beste Regie, die beste Kamera und den besten Ton mit nach Hause.
Ganz dicht dahinter, nämlich mit vier BAFTAs, MAD MAX FURY ROAD. Und das freut mich natürlich ganz besonders, weil es sich dabei um einen Genre-Film handelt. Die verliehenen Preise sind für: Szenenbild, Kostümdesign, Makeup & Frisuren sowie den Schnitt.
Nicht unerwähnt bleiben soll die Auszeichnung für INSIDE OUT (ALLES STEHT KOPF) als bester Animationsfilm.
Was unbedingt ebenfalls erwähnt werden muss: Der »EE Rising Star Award« ist ein Publikumspreis für Newcomer, der durch telefonische Abstimmung vom Publikum bestimmt wurde. Der ging an John Boyega, woran STAR WARS vermutlich nicht ganz unschuldig gewesen sein dürfte.
THE SECRET OF PHOBOS ist ein SPACE 1889-Fanfilm von Orkenspalter TV und Clockwork-Publishing, der über eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter realisiert wurde. Dazu gibt es seit gestern einen ersten Trailer.
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Im Rahmen der Leipziger Buchmesse findet eine Veranstaltung namens »Bloggersessions 16« statt (die »16« weist übrigens auf das Jahr hin, nicht auf die laufende Nummer der Veranstaltung – vor 16 Jahren wussten die vermutlich noch nicht mal, wie man »Internet« buchstabiert). Dafür nimmt man vorsichtshalber auch gleich mal ordentlich Geld. Wenn man allerdings annimmt, dass es bei den Bloggersessions etwa um Blogger und deren Blogs geht, oder dass Blogger einen zentralen Punkt bei der Veranstaltung bilden, der irrt. Gerade mal zwei Blogger dürfen im Zeitslot zwischen 12:00 und 13:00 Uhr etwas vortragen, und das auch nur zeitgleich mit einem anderen Vortrag, der sich um rechtliche Belange bei Buchblogs dreht.
In allen anderen Programmpunkten erklären irgendwelche Schlauberger von Verlagen und Co., was Blogs ihrer Ansicht nach sind, und wie gefälligst deren Inhalte auszusehen haben, damit sie das Wohlgefallen der Branche finden. Wir erinnern uns: Das sind genau dieselben Figuren, die bis heute nicht richtig mit dem Web, mit sozialen Medien oder auch nur eBooks zurecht kommen.
Beispiele:
Literaturblogger herzen sich fernab jeglicher Geschäftsmodelle und bedienen kosten- und kritiklos die Wünsche der Verlage.
Ja, sicher, das ist garantiert deren feuchter Traum, dass man das kosten- und kritiklos tut. Das ist aber nicht bloggen. Das ist einfach Werbung. Und das »Herzen« zeigt allein schon, wie wenig ernst man den Bürgerjournalismus nimmt.
Direkt aus dem Verlagswesen berichtet Rainer Dresen was beim Zitieren, Verwenden von Covern, Autorenfotos usw. beachtet werden muss.
Rainer Dresen ist der Justiziar der Verlagsgruppe Random House. Und der erläutert das ganz sicher völlig neutral und in keiner Weise zugunsten der Verlage geprägt. Glaubt das irgend jemand?
Gerade für Neulinge in der Bloggerwelt ist es wichtig, konkrete Rubriken im Blog zu haben, diese regelmäßig zu befüllen und Kontinuität aufzubauen. Dabei helfen ein Redaktionsplan und die richtige Organisation ungemein.
Bitte? Vielleicht wenn man ein Verlagsblog betreibt. Dieser Vortrag kommt von Lovelybooks. Angesichts deren völlig unergonomischer Plattformsoftware sollte man vielleicht eher weghören, wenn sie erläutern, was sie durch ihre branchengetönte Brille für »richtiges« Bloggen halten. Authentisch sieht sicher anders aus.
Blogger und Verlage sprechen über die Möglichkeiten für Blogger Geschäftsmodelle aufzubauen und die Blogs zu professionalisieren.
Und da sieht man abschließend, dass die tatsächlich nicht mal ansatzweise verstanden haben, worum es beim Bloggen eigentlich geht. Sicher nicht in erster Linie ums »Professionalisieren«, auch wenn jegliche andere Vorstellung den umsatzgeprägten Verlagen fremd erscheinen muss.
Schade, dass ich mich dagegen entschieden habe, die LBM aufzusuchen, die 35 Euro hätte ich wohl mal investiert, auch wenn ich arge Sorge um mein Zwerchfell haben müsste.
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Anfang April, finden in Syke bei Bremen bereits die 20. Namenlosen Tage statt, ein Spiel- und Fantasy-Event, bei dem sich Rollenspieler aus ganz Deutschland treffen. Weiterhin werden Gesellschafts‑, Brett- und Kartenspiele gespielt und es kommen Stargäste und Händler. An insgesamt knapp 50 Tischen kann sowohl der Neueinsteiger als auch der Experte seinen Interessen an Spielen aller Art freien Lauf lassen. Im Jahr 2015 konnten die Veranstaltung insgesamt mehr als 600 Gäste begrüßen.
Die Veranstaltung startet am Freitag, den 1. Arpil um 18:00 und geht bis zum Sonntag, den 3. April, ebenfalls um 18:00 Uhr. Der Eintrittspreis für die gesamte Zeit beträgt 5 Euro.
Aus dem Programm:
- Autorenlesung Wolfgang Hohlbein
– Autorenlesung Markus Heitz
– Illustratorin Sabine Weiss
– Highlander Games Bremen
– Prometheus Support Team
– Pegasus Support Team
– Ulisses Support Team
– Heidelberger Spieleverlag Support Team
– Incendio Feuershow
– Orkenspalter TV
– NonPlayableCharacters
– Namenlose Lotterie
– Bring & Buy
– Rückkehr der Namenlosen Tasse
Weiterhin gibt es einen Shuttleservice, eine Fairtraide Kaffee- & Teeflatrate, der Chili- & Grillmeister bietet nun auch vegane Speisen an und es gibt eine Frühstücks-Brötchenfee.
Einmal im Jahr wird der Vincent Preis, der deutsche Horror Award, verliehen. Aktuell läuft die Nominierungsrunde, an der man bis zum 21. Februar teilnehmen kann. Es kann in den Kategorien Anthologie/Storysammlung/Magazin, Kurzgeschichte, Roman national, Internationales Literatur-Werk, Grafik, Hörspiel/Hörbuch, Comics und Sonderpreis abgestimmt werden. In jeder Kategorie können in Nominierungs- und Endrunde bis zu drei Favoriten genannt werden:
1.Platz = 3 Punkte
2.Platz = 2 Punkte
3.Platz = 1 Punkt
Die Nominierungen sind per Mail an vincent[at]defms[dot]de zu senden.
Bisher waren nur die Mitglieder des Horror-Forum.com und eine ausgewählte Jury aus Autoren, Grafikern, Verlegern und Journalisten wahlberechtigt. Aus gegebenem Anlass wir dieses Jahr auch Nichtmitgliedern des Horror-Forums die Möglichkeit geboten, an der Abstimmung für den Vincent Preis teilzunehmen. Voraussetzung ist neben dem Voting ein kurzer Text des Teilnehmers, der erklärt, warum er befähigt ist, an der Wahl mitzuwirken, und das Hinterlegen des vollständigen Namens.
Die Endrunde beginnt am 3. März, direkt nach der Bekanntgabe der Nominierungen und läuft bis zum 10. April. Am 23. April werden die Preise dann auf dem Marburg-Con verliehen.
Auch im ersten Monat des Jahres 2016 hat Erik Schreiber wieder jede Menge Bücher gelesen und schreibt darüber in seinem PHANTASTISCHEN BÜCHERBRIEF mit der Nummer 627.
Die Themenbereiche umfassen diesmal Internationale Phantastik, Jugendliteratur, Krimi & Thriller, Heftromane, Comics und abseits des papiernen Mediums auch eine DVD.
Hervorheben möchte ich als alter STAR WARS-Fan die Besprechung zu Claudia Grays Roman VERLORENE WELTEN, in der laut Erik zum ersten mal glaubwürdig beschrieben wird, aus welchen Motivationen heraus man sich dem Imperium anschließen könnte. Das werde ich wohl mal lesen müssen, allerdings lieber im englischen Original, da trägt der Roman den Titel LOST STARS.
DER PHANTASTISCHE BÜCHERBRIEF 627 kann hier wie immer kostenlos im PDF-Format herunter geladen werden.
Von Blood Brothers Cinema stammt ein grandioser STAR WARS-Fanfilm mit dem Titel REBEL SCUM, der sich mit Geschehnissen nach dem Kampf auf dem Eisplaneten Hoth in Episode V befasst. Als Hommage an die originale Trilogie wurden fast alle Spezialeffekte ohne CGI realisiert, sondern beispielsweise Stop-Motion eingesetzt. Gedreht wurde am Athabasca Gletscher in Alberta, Canada, bei Außentemperaturen von ‑30 Grad Celsius.
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Ja, es ist alles Schein und Glamour und alte, weiße Männer entscheiden über Filme. Trotzdem zeigen die Oscar-Verleihungen in jedem Jahr, was man in den USA kann, und was deutschen Serien und Filmen so abgeht: Große Unterhaltung und eben Glamour.
Nicht ganz unerwartet gingen die meisten Nominierungen an das Wild West-Drama THE REVENANT mit Leo diCaprio in der Hauptrolle, das gleich zwölf mal nominiert wurde. Gleich dahinter MAD MAX: FURY ROAD mit zehn Nominierungen. Das freut mich natürlich insbesondere deswegen, weil es sich um einen Genre-Film handelt, nämlich postapokalyptische SF. Auch DER MARSIANER ist mit sieben Nennungen gut im Rennen, und selbstverständlich wurde auch THE FORCE AWAKENS nominiert und angesichts der congenialen praktischen Effekte im Film, würde ich erwarten, dass zumindest der Effekte-Oscar an die siebte Episode der STAR WARS-Reihe gehen könnte.
Die Verleihungen finden Ende Februar statt, moderieren wird Chris Rock.
Die vollständige Liste der Nominierungen stellte Bandit zusammen.
In diesem Jahr wird der Seraph, der Preis für Phantastische Literatur, zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit der Leipziger Buchmesse vergeben. Gleichzeitig mit dieser Information wurde die Longlist zu den beiden Kategorien »Bestes Debüt« und »Bestes Buch« veröffentlicht. Die Verleihung des Seraph findet am Donnerstag, den 17. März, 19 Uhr findet im Theaterhaus Schille »Der große Fantasy-Leseabend« mit hochkarätiger Besetzung statt, dort wird dann auch der Preis verliehen.
Die Longlists:
SERAPH 2016 – Titel der Longlist »Bestes Debüt«:
• Boege, Luise: Kaspers Freundin (Reinecke & Voß)
• Brox, Kirsten: Matamba (Verlag Feder&Schwert)
• Capiti, Carmen: Das letzte Artefakt (Papierverzierer Verlag)
• Illger, Daniel: Skargat – Der Pfad des schwarzen Lichts (Hobbit-Presse/Klett Cotta)
• Loewe, Maja: Die Augen des Iriden (Papierverzierer Verlag)
• Pfyl, Luzia: Cesario Aero (Verlag Ohneohren)
• Riescher, Bianca M.: Mitternachtsrot – Eine Erzählung aus Dschanor (Verlag Ohneohren)
• Waßmann, Arndt: Der Weg der Maga (Verlag Torsten Low)
• Weinert, Simon: Tassilo, der Mumienabrichter (Verlag Das Beben)
SERAPH 2016 – Titel der Longlist »Bestes Buch«:
• Aster, Christian von: Das eherne Buch (Hobbit-Presse/Klett Cotta)
• Blazon, Nina: Der Winter der schwarzen Rose (cbt)
• Brandhorst, Andreas: Das Schiff (Piper Verlag)
• Corzilius, Thilo und Siegmund, Fabienne: Das Mädchen und der Leuchtturm (Verlag Ohneohren)
• El-Bahay, Akram: Flammenwüste 2 – Der Gefährte des Drachen (Bastei-Lübbe)
• Funke, Cornelia: Reckless 3 – Das goldene Garn (Dressler Verlag)
• Gates, Robin: Feuermuse (Gmeiner-Verlag)
• Gläser, Mechthild: Die Buchspringer (Loewe)
• Hasse, Stefanie: BookElements 1 – Die Magie zwischen den Zeilen (Impress /Carlsen)
• Mocikat, Anna: MUC – Die verborgene Stadt (Knaur)
• Orgel, T.S.: Die Blausteinkriege 1 – Das Erbe von Berun (Heyne Verlag)
• Reß, Alessandra: Spielende Götter (Verlag Ohneohren)
• Schreckenberg, Michael: Nomaden (Juhr Verlag)
• Speer, Natalie: Frostseelen (Bastei-Lübbe)
• Trecksel, Bernhard: Nebelmacher (Blanvalet)
Weiterhin gibt es einen neuen »Preis für Selfpublisher«, nämlich »Bester Independent-Autor«. Da dieser in Zusammenarbeit mit neobooks vergeben wird, ist die Bezeichnung in meinen Augen leider nicht korrekt, denn in den Bedingungen liest man, dass eingereichte Bücher zwingend bei neobooks verfügbar sein müssen. Durch diese Einschränkung handelt es sich nicht um einen allgemeinen Indie-Preis, sondern um Werbung für neobooks. Ich finde diese Einschränkung äußerst unschön und unverständlich. insbesondere wenn man den Vorsatz der Phantastischen Akademie (die den Seraph vergibt) betrachtet …
Der Phantastische Akademie e.V. setzt sich für die Förderung und Anerkennung phantastischer Literatur als gleichberechtigte Literaturform ein.
… ist die Konzentrierung auf einen einzigen Anbieter bei einem »Selfpublisher-Preis« völlig unverständlich und meiner Ansicht nach auch inakzeptabel.
p.s.: Eine korrekte Bezeichnung wäre wohl der »Neobooks-Preis«.
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