Buch

Selfpublishing: mein​best​sel​ler​.de nimmt den Mund voll

Screenshot meinbestseller

Im Buch­re­port wird aktu­ell Pierre Vroo­men inter­viewt, der steht hin­ter dem nie­der­län­di­schen Anbie­ter Mijn​best​sel​ler​.nl und möch­te in Deutsch­land mit mein​best​sel​ler​.de eine ähn­li­che Platt­form eta­blie­ren. In die­sem Inter­view nimmt er den Mund ziem­lich voll und erläu­tert in blu­mi­gen Wor­ten, war­um man bes­ser ist als Ama­zon. In mei­nen Augen ist das meis­te lei­der Mar­ke­ting­ge­schwur­bel und stellt kei­ne wirk­li­che Ver­bes­se­rung zum Kon­kur­ren­ten dar. Preis­lich sogar ganz im Gegen­teil.

Bei­spiels­wei­se sagt er:

Das Ange­bot der Self­pu­bli­shing-Kon­kur­renz ist inzwi­schen inter­es­san­ter als das von Ama­zon. Zwar kann man bei Ama­zon auf die gesam­te Wert­schöp­fungs­ket­te zurück­grei­fen, aber dafür ist der Self­pu­blishung-Bereich (sic!) in zwei Mar­ken gesplit­tet: Bei Kind­le Direct Publi­shing kann man nur E‑Books ver­öf­fent­li­chen, bei Crea­teSpace gedruck­te Bücher. Das ist für den Ver­brau­cher kaum zu durch­schau­en und aus Mar­ke­ting­sicht nicht opti­mal.

Wie jetzt? Kin­de Direct Publi­shing ist eine Ama­zon-Tool-Platt­form auf der man sei­ne eBooks hoch­la­den und nach Para­me­tri­sie­rung ver­öf­fent­li­chen kann. Erwer­ben kön­nen die Leser die­se dann über Ama­zon. Crea­teSpace ist eine Toch­ter­fir­ma, die sich eben auf Print­bü­cher spe­zia­li­siert hat. Bei­de Pro­duk­te kön­nen über Ama­zon erwor­ben wer­den. Das kann jeder durch­schau­en, des­sen Tages­lek­tü­re aus mehr als der Corn­flakes­pa­ckung und der Bild­zei­tung besteht. War­um das aus »Mar­ke­ting­sicht nicht opti­mal« sein soll, erschließt sich mir nicht, denn bei­de Ver­sio­nen sind bei Ama­zon ver­knüpft. Man kann doch Wer­bung dafür machen und auf den Anbie­ter ver­lin­ken?

Zudem ver­treibt Ama­zon nur über die eige­nen Kanä­le und bie­tet Autoren nicht unmit­tel­bar die Mög­lich­keit, brei­ter im Markt prä­sent zu sein.

Das ist bei eBooks kor­rekt, bei Print­bü­chern aller­dings falsch, da auch noch die Opti­on »Expan­ded Dis­tri­bu­ti­on« exis­tiert. In Deutsch­land kann man Crea­teSpace-Bücher jedoch lei­der nicht über den Buch­han­del bezie­hen, das ist kor­rekt, aber das ist ein Pro­blem, das haupt­säch­lich durch eben die­sen Buch­han­del ent­steht, nicht durch den Anbie­ter. Davon abge­se­hen macht Ama­zon den Bären­an­teil des online-Buch­ver­kaufs in Deutsch­land aus. Den meis­ten dürf­te das »breit« genug sein.

… die schwer­fäl­li­ge Cover­ge­stal­tung

Was? Vari­an­te eins (Print­buch): Man erstellt ein PDF, lädt es hoch und fer­tig. Vari­an­te zwei: man nutzt den Cover­de­si­gner. Beim eBook: Man erstellt eine Gra­fik­da­tei, lädt sie hoch und fer­tig. Was ist dar­an »schwer­fäl­lig«?

Auch ist der Autor nicht ver­trags­ge­bun­den und kann sich jeder­zeit ent­schei­den, zu einem Ver­lag zu wech­seln, wenn er den Ein­druck hat, dort bes­ser bedient zu wer­den oder mehr zu ver­die­nen.

Bei Ama­zon ist der Autor eben­falls nicht ver­trags­ge­bun­den, dem­nach kein Unter­schied zum Kokur­renz­an­bie­ter. Die­ser Vor­teil ist mei­ner Mei­nung nach rei­ne Augen­wi­sche­rei.

Doch machen wir mal die Pro­be aufs Exem­pel. Ich habe ein Taschen­buch in den Rech­ner auf mein​best​sel​ler​.de ein­ge­ge­ben, das im Umfang GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER ent­spricht. Will ich die­ses Buch nur für mich selbst bestellt­bar machen, enste­hen Kos­ten in Höhe von 11,52 Euro zuzüg­lich Ver­sand. Bei Crea­teSpace erhal­te ich die­ses Buch für unter fünf Euro inklu­si­ve Expe­di­ted-Ver­sand (inn­her­halb von sie­ben Tagen nach Druck) aus den USA. Ich muss aller­dings, damit sich das lohnt min­des­tens zehn Stück bestel­len. Wie recht­fer­tigt sich ein Preis, der mehr als dop­pelt so hoch ist? Ich habe inzwi­schen im euro­päi­schen Aus­land eine Dru­cke­rei gefun­den, die druckt mir das inklu­si­ve Ver­sand noch deut­lich preis­wer­ter, dann füh­le ich mich zudem auch noch woh­ler, was den CO2-Foot­print angeht.

Es han­delt sich dabei um eine Art »Basis­preis«, der immer fäl­lig wird, egal ob man das Buch nur für sich bestel­len möch­te, ob es über die Platt­form mein​best​sel​ler​.de ver­trie­ben wird, oder auch über den Buch­han­del. Das ist teu­rer, als der Ver­kaufs­preis des Buches bei Ama­zon! Will man dann noch über sie ver­kau­fen oder gar in den Buch­han­del, wird das Gan­ze noch­mal deut­lich teu­rer. Wür­de ich beim Ver­kauf aus­schließ­lich über mein​best​sel​ler​.de die­sel­be Mar­ge haben wol­len wie bei Ama­zon, müss­te das Buch gan­ze drei Euro teu­rer sein, also fast ein Drit­tel. Der Unter­schied ist aber: mein​best​sel​ler​.de kennt kei­ner, Ama­zon jeder.

Beim eBooks sieht das Gan­ze ähn­lich aus, die Prei­se und Tan­tie­men sind im Ver­gleich zum Self­pu­bli­shing über Ama­zon gera­de­zu lächer­lich. GESCHICHTEN AUS DEM ÆTHER wird bei Ama­zon für EUR 3,99 ver­kauft. Wür­de ich auf den­sel­ben Tan­tie­men­satz kom­men wol­len, müss­te ich bei mein­best­sel­ler 6,50 Euro ver­lan­gen – und auch dann wird das Buch nur über die­se Platt­form ver­kauft.

Die Prei­se erhö­hen sich in bei­den Fäl­len noch­mals, will man das Buch/​eBook zudem über die übli­chen Platt­for­men und den Buch­han­del ver­kau­fen. Mei­ner Ansicht nach wer­den dabei Prei­se über­schrit­ten, die der Leser zu zah­len bereit ist.

Jetzt könn­te man davon aus­ge­hen, dass umfang­rei­che­re Dienst­leis­tun­gen ent­hal­ten sind, die kann man zwar erhal­ten, wie bei der Kon­kur­renz auch, aber in der Basis­fas­sung lädt man sein eige­nes Manu­skript und das Cover genau­so selbst hoch, wie bei CreateSpace/​Amazon. Auch die Gestal­tung der Word- bzw. PDF-Datei liegt beim Nut­zer.

Das ein­zi­ge Argu­ment, das ich viel­leicht sehe, ist die Tat­sa­che, dass man sei­ne Bücher, sei es Print oder eBook, auch über wei­te­re Schie­nen als Ama­zon ver­trei­ben kann und es im Buch­han­del erhält­lich ist. Ob einem die deut­lich höhe­ren End­kun­den­prei­se (bei ähn­li­chen Mar­gen) als beim Onlin­ever­sen­der das wert sind, muss wohl jeder mit sich selbst aus­ma­chen. Man soll­te dabei beden­ken: ein­mal im Buch­han­del muss das Buch dank der Buch­preis­bin­dung über­all gleich viel kos­ten.

Fazit: Ein Groß­teil der mar­ki­gen Wor­ten im Inter­view ent­puppt sich wie erwar­tet als Mar­ke­ting-Luft­schloss. Die Prei­se des Anbie­ters sind im Ver­gleich zu Ama­zon um ein Viel­fa­ches zu hoch, ohne dass in der Basis­ver­si­on umfang­rei­che­re Dienst­leis­tun­gen ange­bo­ten wer­den. So wird das nichts. Hal­ten die Self­pu­blisher für völ­lig ver­blö­det? Wo genau soll das »Ange­bot der Kon­kur­renz inter­es­san­ter« sein?

Bemer­kung am Ran­de: mein​best​sel​ler​.de hat als ladungs­fä­hi­ge Anschrift im Impres­sum eine Adres­se einer nie­der­län­di­schen Fir­ma aus Rot­ter­dam und die Daten­schutz­hin­wei­se ent­spre­chen mei­ner Ansicht nach nicht deut­schem Recht – müss­ten sie aber, da die Web­sei­te ein­deu­tig auf den deut­schen Markt gezielt ist.

Ich wür­de mich ja über eine ernst­zu­neh­men­de Kon­kur­renz zu Ama­zon in die­sem Bereich sehr freu­en, aber es gibt sie nach wie vor nicht.

[Update 15.01.2014] Auf­grund des Kom­men­tars von Herrn Vroo­men habe ich mir das Impres­sum noch­mal ange­se­hen. Die ladungs­fä­hi­ge Anschrift sicht jetzt rechts­kon­form aus. Ich gebe zu, dass ich die ange­nom­me­nen Män­gel detail­liert im Arti­kel hät­te beschrei­ben müs­sen; ich weiß näm­lich auf­grund der ver­gan­ge­nen Zeit ein­fach nicht mehr, was zum Zeit­punkt mei­nes dama­li­gen Besuchs zu bemän­geln war. Die Daten­schutz­in­for­ma­tio­nen hal­te ich nach wie vor für unzu­rei­chend, aber dar­über strei­ten sich auch Rechts­an­wäl­te regel­mä­ßig.

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Screen­shot mein​best​sel​ler​.de Copy­right Mijn​best​sel​ler​.nl B.V.

X‑MEN APOCALYPSE in 2016

Logo_XMen

Regis­seur Bryan Sin­ger twit­tert viel und gern, der­zeit befin­det er sich in der Post­pro­duk­ti­on für den aktu­el­len X‑Men-Film DAYS OF FUTURE PAST. Ges­tern war sei­ne Mel­dung kurz und lau­te­te:

2016!

Das Stu­dio hat die­sen Titel inzwi­schen bestä­tigt und auch schon einen Start­ter­min genannt: am 27 Mai 2016 soll der Strei­fen in die US-Kinos kom­men. Unklar ist der­zeit aller­dings noch, ob Sin­ger selbst Regie füh­ren oder als aus­füh­ren­der Pro­du­zent fun­gie­ren wird wie bei FIRST CLASS.

Der Titel APOCALYPSE könn­te auf eine Sto­ry hin­wei­sen, die der Mar­vel-Fan bereits aus einer Comic­rei­he kennt, die Mit­te der Neun­zi­ger erschien und eben­so hieß. Es han­delt sich um eine Par­al­lel­welt-Sto­ry, in der ein unsterb­li­cher Mutant namens Apo­ca­lyp­se über die Mensch­heit herrscht. Die­se Zeit­li­nie wur­de durch Pro­fes­sor Xaviers Sohn Legi­on aus­ge­löst, der in der Zeit zurück reis­te, um Magne­to zu töten. Man könn­te nun spe­ku­lie­ren, dass die­se alter­na­ti­ve Rea­li­tät durch die Zeit­rei­se in DAYS OF FUTURE PAST aus­ge­löst wird.

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Logo X‑Men Copy­right Mar­vel und 20th Cen­tu­ry Fox

Trailer: AMAZING SPIDER-MAN 2

Und da ist er end­lich, der Trai­ler zum Reboot des SPI­DER-MAN-Reboots mit Andrew Gar­field in der Rol­le des freund­li­chen Netz­schwin­gers. Neben Gar­field spie­len Emma Stone und Jamie Foxx, Regie führt Marc Webb. Kino­start ist in Deutsch­land am 17. April 2014.

Der Inhalt ist nicht verfügbar.
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Dank an Sean für´s Fin­den.

Erschienen: DER OKKULTIST von Hugh Walker

Cover Der Okkultist

In der Rei­he von Neu­auf­la­gen der Roma­ne von Hugh Wal­ker ali­as Hubert Straßl erschien bei Emme­rich Books & Media soeben DER OKKULTIST. Das Buch beinhal­tet die Ein­zel­ro­ma­ne »Die gel­be Vil­la der Selbst­mör­der«, »Hexen im Leib« und »Bes­ti­en der Nacht« sowie die Kurz­ge­schich­te »Gelieb­tes Medi­um«. Alle Titel wur­den von Hugh Wal­ker nach Auf­zeich­nun­gen von Hans Fel­ler (gest. 1974) in den 1970er-Jah­ren ver­fasst.
Das Vor­wort, ver­fasst von Peter Emme­rich, geht im übri­gen sehr aus­führ­lich auf die Per­son Hans Fel­ler ein und bringt eini­ge neue Erkennt­nis­se über den Okkul­tis­ten und Geis­ter­jä­ger ans Licht. Das Titel­bild und Cover­lay­out ist von Bea­te Roc­holz, den Text­satz erstell­te Jörg Schukys.

In »Die gel­be Vil­la der Selbst­mör­der« ver­schlägt es Hans Fel­ler und sein Medi­um Kla­ra Mil­let­ti in ein Dorf, in dem eine sehr hohe Selbst­mord­ra­te für Auf­se­hen sorgt. Dar­über hin­aus sind alle Kin­der ver­schwun­den. Und was hat es mit den unge­wöhn­lich hef­ti­gen Unwet­tern auf sich, die immer wie­der ihre ele­men­ta­ren Gewal­ten auf das Dorf her­ab­reg­nen las­sen?

Das Gespann Feller/​Milletti wird in »Hexen im Leib« mit einem Fluch aus der Ver­gan­gen­heit kon­fron­tiert. Das Mäd­chen Melis­sa ist vom Geist einer Hexe beses­sen, wor­un­ter sie ent­setz­li­che Qua­len zu erlei­den hat. Kla­ra Mil­let­ti setzt alles dar­an, das Mäd­chen von die­sem Grau­en zu befrei­en.

In »Bes­ti­en der Nacht« ver­schwin­det eine Frau spur­los. Dem Ver­lob­ten wird bei sei­ner ver­zwei­fel­ten Suche Hil­fe zuteil. Kla­ra Mil­let­ti gelingt es Kon­takt zu Michae­la auf­zu­neh­men … doch das ist erst der Beginn eines nicht enden wol­len­den Alb­traums!

DER OKKULTIST ist als Kind­le-eBook für EUR 5,95 bei Ama­zon erhält­lich, dort bekommt man auch eine gedruck­te Fas­sung, für die­se muss man 15 Euro berap­pen. Das Taschen­buch hat einen Umfang von 380 Sei­ten und kann auch direkt beim Ver­lag bestellt wer­den – dort fin­det man zudem eine Lese­pro­be.

Cover Copy­right Emme­rich Books & Media

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Der Steampunk und das Rett-Syndrom

Eis und Dampf

Das Rett-Syn­drom ist eine Krank­heit, die fast aus­schließ­lich Mäd­chen befällt. Der Leser mag sich jetzt wun­dern, wass ein Hin­weis auf die­se der­zeit lei­der nicht heil­ba­re Krank­heit auf Phan­ta­News zu suchen hat und was sie mit Steam­punk zu tun hat.

Das will ich gern erläu­tern. Ich habe an die­ser Stel­le mehr­fach auf die Story­an­tho­lo­gie EIS UND DAMPF hin­ge­wie­sen. Die­se erscheint bei Feder & Schwert und spielt in der Welt des eben­falls dort her­aus gege­be­nen Romans DIE ZERBROCHENE PUPPE, der von Judith und Chris­ti­an Vogt ver­fasst wur­de und in die­sem Jahr mit dem Deut­schen Phan­tas­tik-Preis aus­ge­zeich­net wur­de. Die Geschich­ten­samm­lung wur­de via Start­next über Crowd­fun­ding finan­ziert. Hier­bei unter­stützt man ein Pro­jekt vor des­sen Fer­tig­stel­lung durch einen Obo­lus und erhält dafür als Dan­ke­schön gewis­se Gim­micks, bei­spiels­wei­se ein Exem­plar des eBooks oder Buches, oder ein Pos­ter.

Eines die­ser Gim­micks war es, dass der eige­ne Name in einer der Geschich­ten vor­kom­men soll­te. Das fand der Vater der am Rett-Syn­drom erkrank­ten Eli­sa­beth pri­ma, und er unter­stütz­te das Pro­jekt auf die­se Wei­se und woll­te, dass sei­ne Toch­ter einen Platz in einer der Sto­ries fin­det. Das ist auch selbst­ver­ständ­lich so gesche­hen und wir Autoren haben uns dar­auf geei­nigt, dass wir Autoren (jetzt ist die Kat­ze aus dem Sack: eine der Sto­ries stammt von mir) zudem im Rah­men einer Rett-Awa­re­ness-Akti­on auf die Krank­heit auf­merk­sam machen wol­len. Wei­ter­hin haben wir Autoren uns ent­schie­den, Eli­sa­beth das Buch zu wid­men. Da die Ver­öf­fent­li­chung von EIS UND DAMPF unmit­tel­bar bevor­steht, haben wir die­sen Ter­min für die Auf­merk­sam­keits­ak­ti­on gewählt. Wer sich über die Krank­heit infor­mie­ren möch­te, der kann das zum einen in der Wiki­pe­dia tun, zum ande­ren auf der Web­sei­te www​.rett​.de.

Nach­fol­gend ein Text von Eli­sa­beths Vater, der das Gan­ze noch ein­mal aus sei­ner Sicht erzählt.

Rett-Awareness-Day

PORTERVILLE – neue Mystery-Hörbuchreihe

Cover Porterville Staffel 1

DARKSIDE PARK ist eine düs­te­re Mys­tery-Hör­buch­rei­he von Ivar Leon Men­ger, die mit diver­sen Aus­zeich­nun­gen ver­se­hen wur­de: »Hör­buch des Monats« (Hör­spiel-Award, April 2009), »Bes­te Lesung 2009« (Hör­spiel-Award, 2010), »Inno­va­ti­ons­preis« und »Bes­te Spre­che­rin einer Lesung« (Ohr­ka­nus, 2010) sowie dem Prä­di­kat »sehr gut« des hör­Bü­cher Maga­zins 2009.

Fol­gen­reich ver­öf­fent­licht am 13.12.2013 die von Fans und Kri­ti­kern glei­cher­ma­ßen heiß ersehn­te Fort­set­zung die­ses span­nen­den Thril­lers: PORTERVILLE – eine eben­falls abge­schlos­se­ne Hör­buch-Serie, jeweils aus der Sicht eines Men­schen erzählt, des­sen ver­häng­nis­vol­les Schick­sal mit dem der geheim­nis­vol­len Stadt Por­ter­ville untrenn­bar ver­bun­den ist. Por­ter­ville ist kei­ne nor­ma­le Serie, wie man sie bis­lang kennt, denn sie funk­tio­niert wie eine Art Puz­zle: So ist jede neue Fol­ge wie ein neu­es Puz­zle-Teil­chen, und die Geschich­ten begin­nen nicht unbe­dingt da, wo sie bei der vor­he­ri­gen Epi­so­de auf­ge­hört haben. Doch mit jeder neu­en Fol­ge erhält man tie­fe­re Ein­bli­cke in die Stadt und ihre Bewoh­ner, bis sich das rät­sel­haf­te Gesamt­bild immer mehr zusam­men­fügt und am Ende die Fra­ge geklärt wird: Was ist das dunk­le Geheim­nis der Stadt Por­ter­ville, der schein­bar fried­li­chen Stadt an der Ost­küs­te der U.S.A.?

Die POR­TER­VILLE-Hör­bü­cher erschei­nen in drei Staf­feln à sechs Fol­gen als mp3-CD-Boxen und auch als Down­load. Geschrie­ben wur­den die unheim­li­chen Sto­ries von den renom­mier­ten Hör­spiel-Autoren Hen­drik Buch­na (DIE DREI ???), John Beck­mann (LADY BEDFORT), Simon X. Rost (MITSCHNITT), Rai­mon Weber (Mor­gen­stern, Gabri­el Burns, Point Whit­mark) und Anet­te Stroh­mey­er (ONDRAGON). Als Spre­cher der unge­kürz­ten Lesun­gen konn­ten, wie schon bei Darks­ide Park, eini­ge der bekann­tes­ten Syn­chron­grö­ßen gewon­nen wer­den, wie u. a. die deut­schen Stim­men von Scar­lett Johans­son, Kea­nu Ree­ves, Matt Damon, Robert Dow­ney Jr. oder Micha­el Cai­ne. Regie führ­te Ivar Leon Men­ger.

Wie bereits erwähnt, erscheint die ers­te Staf­fel von PORTERVILLE am 13.12.2013 in der Form von mp3-CDs mit einer Spiel­dau­er von unge­fähr elf Stun­den. Der Preis beträgt EUR 19,99. Sicher­lich auch ein schö­nes Jul-Geschenk für Mys­tery- und Hör­buch-Fans.

Cover PORTERVILLE Staf­fel eins, Copy­right Fol­gen­reich

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Der FANDOM OBSERVER 294

Cover FO 294

Selbst­ver­ständ­lich erschien am ers­ten Dezem­ber auch pünkt­lich der neue FANDOM OBSERVER, der hier trägt bereits die Num­mer 294. Das ging irgend­wie an mir vor­bei, ver­mut­lich weil es Sonn­tag war, glück­li­cher­wei­se fiel mir heu­te aber noch recht­zei­tig ein, dass da doch irgend etwas fehl­te …

Chef­re­dak­teur ist dies­mal Flo­ri­an Breit­sa­me­ter, und der prä­sen­tiert auf 18 Sei­ten die fol­gen­den The­men:

- Muc­Con 2013: Der drit­te Anlauf für den Con in Mün­chen – Udo Klotz berich­tet als Insi­der
– Wol­ken­sextett und Inva­si­on der Beob­ach­ter: Die Gewin­ner des Curt-Siod­mak-Prei­ses 2013

Wei­ter­hin fin­den sich in die­ser Aus­ga­be des FANDOM OBSERVER:

Der Fan­zine-Kurier, Sci­ence-Fic­tion-Neu­ig­kei­ten und vie­le Rezen­sio­nen.

Den FO kann man wie immer auf der Web­sei­te des Maga­zins kos­ten­los her­un­ter laden.

Der Phantastische Bücherbrief 601

Cover Bücherbrief 601

Am Anfang des Monat gibt es wie immer einen neu­en Phan­tas­ti­schen Bücher­brief aus der com­pu­te­ri­sier­ten Feder von Erik Schrei­ber.

Auch in die­ser Aus­ga­be befasst er sich wie­der mit deut­scher und inter­na­tio­na­ler Phan­tas­ik in Büchern, Maga­zi­nen und Comics. Zum Bei­spiel:

- deut­sche Phan­tas­tik z.B.:
– Hei­ke Eva Schmidt – Die gestoh­le­ne Zeit – Knaur Ver­lag
– San­dra Mel­li – Fluch des Magi­ers – Knaur Ver­lag
– Tobi­as O. Meiß­ner – Klin­gen­fie­ber – Piper Ver­lag

inter­na­tio­na­le Phan­tas­tik u.a.:
– Antoine Rouaud – Der Pfad des Zorns – Wil­helm Hey­ne Ver­lag
– Jen­ni­fer Shaw Wolf – Wo die Lie­be tötet – Kos­mos Ver­lag
– Gre­go­ry Ben­ford /​ Lar­ry Niven – Him­mels­jä­ger – Wil­helm Hey­ne Ver­lag

… und vie­les ande­re mehr.

Der Bücher­brief kann wie immer als PDF-Datei her­un­ter gela­den wer­den.

Der Phan­tas­ti­sche Bücher­brief 601, November2013 (PDF, ca. 1.7 MB)

NAUTILUS 117: Smaugs Einöde

Cover Nautilus 117

Die Dezem­ber-Aus­ga­be 117 des Fan­ta­sy­film-Maga­zins NAUTILUS – ABENTEUER & PHANTASTIK steht im Zei­chen des Kino­starts von DER HOBBIT – SMAUGS EIN­ÖDe: Gleich neun Dar­stel­ler berich­ten im Heft über die Dreh­ar­bei­ten in Neu­see­land, und dazu gibt es diver­se Hin­ter­grund­ar­ti­kel zum Film, zu Mit­tel­er­de und dem Wel­ten­schöp­fer J.R.R. Tol­ki­en.

Zwer­ge, Zau­be­rer, Elben, ein geheim­nis­vol­ler Bogen­schüt­ze sowie ein gold­gie­ri­ger Dra­che und ein gewitz­ter Hob­bit bil­den das phan­tas­ti­sche Figu­ren-Ensem­ble im aktu­el­len zwei­ten Teil der Kino-Tri­lo­gie zu DER HOBBIT. Dem neu­en Film von Regis­seur Peter Jack­son wid­met das monat­li­che Fan­ta­sy-Print­ma­ga­zin den Cover-Schwer­punkt der im Novem­ber erschie­ne­nen Aus­ga­be: Beglei­tend zum Film­be­richt, der u.a. Bil­der vom Set zeigt, hat das Maga­zin exklu­si­ve Inter­views mit den Dar­stel­lern von Bard den Bogen­schüt­zen, dem Zau­be­rer Rada­gast den Brau­nen sowie den Zwer­gen Tho­rin Eichen­schild, Bom­bur, Dwa­lin, Glo­in, Ori, Dori und Nori geführt – Gesprä­che mit den Dar­stel­lern von Bil­bo, Gan­dalf, Tau­ri­el und Lego­las fol­gen dann lei­der erst in der nächs­ten Aus­ga­be 118 kurz nach dem Film­start.
In der aktu­el­len Aus­ga­be gibt es dafür noch ein Lexi­kon der mys­ti­schen Wur­zeln von Mit­tel­er­de, das von A wie Ang­band bis Z wie Zwer­ge unter­sucht, auf wel­che Sagen, Legen­den und his­to­ri­schen Ereig­nis­sen unse­rer Welt sich die Gescheh­nis­se aus DER HOBBIT und DER HERR DER RINGE stüt­zen. Auch wie das per­sön­li­che Leben von J.R.R. Tol­ki­en und sei­ne Zeit direkt sei­ne Wel­ten­schöp­fung beein­flußt haben, wird im Heft aus­führ­lich dar­ge­stellt. Und für Freun­de der unge­wöhn­li­chen Kom­bi­na­ti­on von Hör­spie­len und Lang­spiel­plat­ten gibt es noch einen Werk­statt­be­richt zur Pres­sung von DER HOBBIT auf Vinyl: Im Hör­ver­lag ist eine limi­tier­te Samm­ler-Ver­si­on des berühm­ten Hör­spiels auf sie­ben Lang­spiel­plat­ten erschie­nen, und die NAUTILUS war im Press­werk live dabei.

In wei­te­ren Heft­schwer­punk­ten wer­den die win­ter­li­chen Mythen und pop­kul­tu­rel­len Ein­flü­ße von Hans Chris­ti­an Ander­sens berühm­ten Mär­chen DIE SCHNEEKÖNIGIN anläß­lich des Film­star­tes des neu­en Dis­ney-Ani­ma­ti­ons­films DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN prä­sen­tiert. Dabei wird nicht nur ein Blick auf die Wur­zeln des Mär­chen­stof­fes gewor­fen und Ver­fil­mun­gen vor­ge­stellt, son­dern auch inter­es­san­te Umdeu­tun­gen in moder­nen Fan­ta­sy-Roma­nen dis­ku­tiert. Beglei­tend zum aktu­el­len Deutsch­land­be­such von Ste­phen King und des Remakes sei­ner ers­ten Roman­ver­fil­mung CARRIE, nun mit »Hit­girl« Cloe Grace Moretz und Juli­an Moo­re in den Haupt­rol­len, zeigt das Heft eine Werk­schau der bes­ten Roma­ne und Roman­ver­fil­mun­gen des als Meis­ter des Hor­rors gel­ten­den Autors. Im letz­ten Heft­schwer­punkt geht es schließ­lich um die immer popu­lä­rer wer­den­den Open World Games. In einem mehr­sei­ti­gen Hin­ter­grund­ar­ti­kel wird auf­ge­zeigt, was Spie­le mit offe­nen Wel­ten wie GRAND THEFT AUTO V, ASSASSINS CREED 4: BLACK FLAG oder THE ELDER SCROLLS V: SKYRIM so beson­ders macht und auf wel­che Wei­se sie das Ver­spre­chen einer gren­zen­lo­sen spie­le­ri­schen Frei­heit ein­lö­sen. Neben Vor­stel­lun­gen aktu­el­ler Games gibt der Arti­kel auch einen Aus­blick auf kom­men­de Ent­wick­lun­gen die­ser Spie­le­form, in der die Games-Bran­che sei­ne Zukunft sieht. Beglei­tend bie­tet ein Stu­dio­be­such bei der Games-Schmie­de von X REBIRTH mit Ent­wick­ler-Inter­view einen Ein­blick in das Design eines Open World Games.
Wei­ter­hin im Heft sind DVD-Tipps, die aktu­el­le Vor­schau auf phan­tas­ti­sche Film­starts und kom­men­de Roman­ver­öf­fent­li­chun­gen mit Kom­men­ta­ren der Autoren, Buch­be­spre­chun­gen sowie zwei gro­ße Lese­pro­ben zu neu­en Phan­tas­tik-Roma­nen in der Heft­mit­te.

Die NAUTILUS 117, 12/​2013 gibt es aktu­ell im Han­del als Print­ma­ga­zin sowie als ePa­per für PC und Apps für Apple iOS, Android und Ama­za­on Kind­le Fire. Auf der Maga­zin-Home­page www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de läßt sich die Aus­ga­be bereits seit Anfang Novem­ber kos­ten­los vor­ab durch­blät­tern, und es gibt dort eine Vor­schau auf die Aus­ga­be 118, die u.a. Inter­views und Hin­ter­grund­be­rich­te zu DER MEDICUS, 47 RONIN, DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE und MACHETE KILLS ent­hält.

Cover Copy­right Aben­teu­er Medi­en Ver­lag

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Börsenverein und Verleger entsetzt: Urheberrecht gilt auch für sie

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Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels und zahl­lo­se sei­ner Mit­glie­der gerie­ren sich immer wie­der gern mal als die Hüter des Urhe­ber­rechts – auch wenn jeder Per­son mit einem IQ ober­halb der Raum­tem­pe­ra­tur klar sein soll­te, dass sie in Wirk­lich­keit die Ver­wer­ter­rech­te mei­nen und die Urhe­ber­rech­te für sie höchs­tens dritt­ran­gig sind.

Dass ich mit die­ser Annah­me ver­mut­lich rich­tig lie­ge, zeigt die Reak­ti­on auf eine Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes, das der Ver­lag Carl Han­ser bemü­hen woll­te, um die eige­nen Pfrün­de gegen­über den recht­mä­ßi­gen For­de­run­gen von Über­set­zern zu sichern. Bereits mehr­fach hat­te der Bun­des­ge­richts­hof bestä­tigt, dass Über­set­zer nach­träg­lich gericht­lich prü­fen las­sen kön­nen, ob ihre Ver­gü­tung ange­mes­sen ist, um gege­be­nen­falls Nach­for­de­run­gen zu stel­len.

Han­ser gefiel es offen­bar nicht, dass man die Über­set­zer ange­mes­sen an Gewin­nen betei­li­gen muss. Ist ja auch eine Unver­schämt­heit, wol­len die ein­fach so Geld für ihre Arbeit. Wo kom­men wir denn da hin? Um nicht zah­len zu müs­sen, leg­te man, unter­stützt vom Bör­sen­ver­ein, zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den ein, zum einen gegen die Urtei­le des BGH, zum ande­ren gegen das Urhe­ber­rechts­ge­setz. Man muss sich das auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: Ver­fas­sungs­be­schwer­den zum Zwe­cke der Gewinn­op­ti­mie­rung und um den Über­set­zern ihnen zuste­hen­de Zah­lun­gen vor­zu­ent­hal­ten.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat jetzt bei­de Beschwer­den zurück­ge­wie­sen – der Jus­ti­zi­ar des Bör­sen­ver­ein äußert sich »ent­täuscht«.

Urhe­ber­rechts­ge­set­ze gel­ten offen­bar im Selbst­ver­ständ­nis des Bör­sen­ver­eins wie­der ein­mal nur für »die ande­ren«, nicht für die­sen und sei­ne Mit­glie­der. Die mei­ner Ansicht nach mise­ra­bel ent­lohn­ten Über­set­zer dürf­te das Urteil freu­en. Mit Recht.

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Bild: eBook-Para­graph von mir, CC BY-NC-SA

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