Buch

NAUTILUS 117: Smaugs Einöde

Cover Nautilus 117

Die Dezem­ber-Aus­ga­be 117 des Fan­ta­sy­film-Maga­zins NAUTILUS – ABENTEUER & PHANTASTIK steht im Zei­chen des Kino­starts von DER HOBBIT – SMAUGS EIN­ÖDe: Gleich neun Dar­stel­ler berich­ten im Heft über die Dreh­ar­bei­ten in Neu­see­land, und dazu gibt es diver­se Hin­ter­grund­ar­ti­kel zum Film, zu Mit­tel­er­de und dem Wel­ten­schöp­fer J.R.R. Tol­ki­en.

Zwer­ge, Zau­be­rer, Elben, ein geheim­nis­vol­ler Bogen­schüt­ze sowie ein gold­gie­ri­ger Dra­che und ein gewitz­ter Hob­bit bil­den das phan­tas­ti­sche Figu­ren-Ensem­ble im aktu­el­len zwei­ten Teil der Kino-Tri­lo­gie zu DER HOBBIT. Dem neu­en Film von Regis­seur Peter Jack­son wid­met das monat­li­che Fan­ta­sy-Print­ma­ga­zin den Cover-Schwer­punkt der im Novem­ber erschie­ne­nen Aus­ga­be: Beglei­tend zum Film­be­richt, der u.a. Bil­der vom Set zeigt, hat das Maga­zin exklu­si­ve Inter­views mit den Dar­stel­lern von Bard den Bogen­schüt­zen, dem Zau­be­rer Rada­gast den Brau­nen sowie den Zwer­gen Tho­rin Eichen­schild, Bom­bur, Dwa­lin, Glo­in, Ori, Dori und Nori geführt – Gesprä­che mit den Dar­stel­lern von Bil­bo, Gan­dalf, Tau­ri­el und Lego­las fol­gen dann lei­der erst in der nächs­ten Aus­ga­be 118 kurz nach dem Film­start.
In der aktu­el­len Aus­ga­be gibt es dafür noch ein Lexi­kon der mys­ti­schen Wur­zeln von Mit­tel­er­de, das von A wie Ang­band bis Z wie Zwer­ge unter­sucht, auf wel­che Sagen, Legen­den und his­to­ri­schen Ereig­nis­sen unse­rer Welt sich die Gescheh­nis­se aus DER HOBBIT und DER HERR DER RINGE stüt­zen. Auch wie das per­sön­li­che Leben von J.R.R. Tol­ki­en und sei­ne Zeit direkt sei­ne Wel­ten­schöp­fung beein­flußt haben, wird im Heft aus­führ­lich dar­ge­stellt. Und für Freun­de der unge­wöhn­li­chen Kom­bi­na­ti­on von Hör­spie­len und Lang­spiel­plat­ten gibt es noch einen Werk­statt­be­richt zur Pres­sung von DER HOBBIT auf Vinyl: Im Hör­ver­lag ist eine limi­tier­te Samm­ler-Ver­si­on des berühm­ten Hör­spiels auf sie­ben Lang­spiel­plat­ten erschie­nen, und die NAUTILUS war im Press­werk live dabei.

In wei­te­ren Heft­schwer­punk­ten wer­den die win­ter­li­chen Mythen und pop­kul­tu­rel­len Ein­flü­ße von Hans Chris­ti­an Ander­sens berühm­ten Mär­chen DIE SCHNEEKÖNIGIN anläß­lich des Film­star­tes des neu­en Dis­ney-Ani­ma­ti­ons­films DIE EISKÖNIGIN – VÖLLIG UNVERFROREN prä­sen­tiert. Dabei wird nicht nur ein Blick auf die Wur­zeln des Mär­chen­stof­fes gewor­fen und Ver­fil­mun­gen vor­ge­stellt, son­dern auch inter­es­san­te Umdeu­tun­gen in moder­nen Fan­ta­sy-Roma­nen dis­ku­tiert. Beglei­tend zum aktu­el­len Deutsch­land­be­such von Ste­phen King und des Remakes sei­ner ers­ten Roman­ver­fil­mung CARRIE, nun mit »Hit­girl« Cloe Grace Moretz und Juli­an Moo­re in den Haupt­rol­len, zeigt das Heft eine Werk­schau der bes­ten Roma­ne und Roman­ver­fil­mun­gen des als Meis­ter des Hor­rors gel­ten­den Autors. Im letz­ten Heft­schwer­punkt geht es schließ­lich um die immer popu­lä­rer wer­den­den Open World Games. In einem mehr­sei­ti­gen Hin­ter­grund­ar­ti­kel wird auf­ge­zeigt, was Spie­le mit offe­nen Wel­ten wie GRAND THEFT AUTO V, ASSASSINS CREED 4: BLACK FLAG oder THE ELDER SCROLLS V: SKYRIM so beson­ders macht und auf wel­che Wei­se sie das Ver­spre­chen einer gren­zen­lo­sen spie­le­ri­schen Frei­heit ein­lö­sen. Neben Vor­stel­lun­gen aktu­el­ler Games gibt der Arti­kel auch einen Aus­blick auf kom­men­de Ent­wick­lun­gen die­ser Spie­le­form, in der die Games-Bran­che sei­ne Zukunft sieht. Beglei­tend bie­tet ein Stu­dio­be­such bei der Games-Schmie­de von X REBIRTH mit Ent­wick­ler-Inter­view einen Ein­blick in das Design eines Open World Games.
Wei­ter­hin im Heft sind DVD-Tipps, die aktu­el­le Vor­schau auf phan­tas­ti­sche Film­starts und kom­men­de Roman­ver­öf­fent­li­chun­gen mit Kom­men­ta­ren der Autoren, Buch­be­spre­chun­gen sowie zwei gro­ße Lese­pro­ben zu neu­en Phan­tas­tik-Roma­nen in der Heft­mit­te.

Die NAUTILUS 117, 12/​2013 gibt es aktu­ell im Han­del als Print­ma­ga­zin sowie als ePa­per für PC und Apps für Apple iOS, Android und Ama­za­on Kind­le Fire. Auf der Maga­zin-Home­page www​.fan​ta​sy​m​a​ga​zin​.de läßt sich die Aus­ga­be bereits seit Anfang Novem­ber kos­ten­los vor­ab durch­blät­tern, und es gibt dort eine Vor­schau auf die Aus­ga­be 118, die u.a. Inter­views und Hin­ter­grund­be­rich­te zu DER MEDICUS, 47 RONIN, DIE TRIBUTE VON PANEM: CATCHING FIRE und MACHETE KILLS ent­hält.

Cover Copy­right Aben­teu­er Medi­en Ver­lag

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Börsenverein und Verleger entsetzt: Urheberrecht gilt auch für sie

eBook-Paragraph

Der Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels und zahl­lo­se sei­ner Mit­glie­der gerie­ren sich immer wie­der gern mal als die Hüter des Urhe­ber­rechts – auch wenn jeder Per­son mit einem IQ ober­halb der Raum­tem­pe­ra­tur klar sein soll­te, dass sie in Wirk­lich­keit die Ver­wer­ter­rech­te mei­nen und die Urhe­ber­rech­te für sie höchs­tens dritt­ran­gig sind.

Dass ich mit die­ser Annah­me ver­mut­lich rich­tig lie­ge, zeigt die Reak­ti­on auf eine Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­rich­tes, das der Ver­lag Carl Han­ser bemü­hen woll­te, um die eige­nen Pfrün­de gegen­über den recht­mä­ßi­gen For­de­run­gen von Über­set­zern zu sichern. Bereits mehr­fach hat­te der Bun­des­ge­richts­hof bestä­tigt, dass Über­set­zer nach­träg­lich gericht­lich prü­fen las­sen kön­nen, ob ihre Ver­gü­tung ange­mes­sen ist, um gege­be­nen­falls Nach­for­de­run­gen zu stel­len.

Han­ser gefiel es offen­bar nicht, dass man die Über­set­zer ange­mes­sen an Gewin­nen betei­li­gen muss. Ist ja auch eine Unver­schämt­heit, wol­len die ein­fach so Geld für ihre Arbeit. Wo kom­men wir denn da hin? Um nicht zah­len zu müs­sen, leg­te man, unter­stützt vom Bör­sen­ver­ein, zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den ein, zum einen gegen die Urtei­le des BGH, zum ande­ren gegen das Urhe­ber­rechts­ge­setz. Man muss sich das auf der Zun­ge zer­ge­hen las­sen: Ver­fas­sungs­be­schwer­den zum Zwe­cke der Gewinn­op­ti­mie­rung und um den Über­set­zern ihnen zuste­hen­de Zah­lun­gen vor­zu­ent­hal­ten.

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat jetzt bei­de Beschwer­den zurück­ge­wie­sen – der Jus­ti­zi­ar des Bör­sen­ver­ein äußert sich »ent­täuscht«.

Urhe­ber­rechts­ge­set­ze gel­ten offen­bar im Selbst­ver­ständ­nis des Bör­sen­ver­eins wie­der ein­mal nur für »die ande­ren«, nicht für die­sen und sei­ne Mit­glie­der. Die mei­ner Ansicht nach mise­ra­bel ent­lohn­ten Über­set­zer dürf­te das Urteil freu­en. Mit Recht.

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Bild: eBook-Para­graph von mir, CC BY-NC-SA

AKTE X Staffel zehn – als Comic

Cover Akte X - Believers

Sagen­haf­te neun Staf­feln hielt Chris Car­ters Mys­tery-Serie X‑FILES ali­as AKTE X durch, doch bereits in den letz­ten bei­den ging ihr lei­der etwas die Luft aus. Vom letz­ten Film wol­len wir gar nicht erst reden … Wer den­noch mehr über Fox »Spoo­ky« Muld­er und Dana Scul­ly erfah­ren möch­te, kann das jetzt mit einer Comic­se­rie tun – und die kann nur bes­ser sein, als die spä­te Serie. Mich als Fan freut eine sol­che Fort­füh­rung als Comic natür­lich.
Vie­le Jah­re lang waren die FBI-Agen­ten Fox Muld­er und Dana Scul­ly in der X‑Ak­ten-Ein­heit tätig, einer klei­nen Abtei­lung des Bureau, die sich mit schein­bar unlös­ba­ren oder uner­klär­li­chen Phä­no­me­nen zuge­schrie­be­nen Fäl­len beschäf­tig­te. Wäh­rend ihrer Ermitt­lun­gen beka­men es Muld­er, der »Glau­ben­de«, und Scul­ly, die »Skep­ti­ke­rin«, mit Okkul­tem, Reli­gi­on, Groß­stadt­le­gen­den, Ver­schwö­rungs­theo­rien, UFOs, Ent­füh­run­gen durch Außer­ir­di­sche und Gen­tech­nik zu tun.
Letz­ten Endes ver­lie­ßen bei­de Agen­ten das FBI und began­nen ein neu­es gemein­sa­mes Leben in fried­li­cher Anony­mi­tät, was auch ganz gut funk­tio­nier­te … bis heu­te … Denn als Unbe­kann­te in das FBI-Netz­werk ein­drin­gen und Scul­ly ent­führt wird, wird schnell klar, dass nach zehn Jah­ren außer Dienst nun eine schwer­wie­gen­de Ent­schei­dung getrof­fen wer­den muss.
AKTE X, STAFFEL 10 – BAND 1: BELIEVERS wur­de von Autor Joe Har­ris zusam­men mit Seri­en­schöp­fer Chris Car­ter geschrie­ben und setzt die Hand­lung der Serie auf packen­de Wei­se fort. Die stim­mungs­vol­len Zeich­nun­gen von Micha­el Walsh fan­gen dabei die Atmo­sphä­re kon­ge­ni­al ein. Das Buch erscheint am 17. Dezem­ber und bil­det den Auf­takt zur zehn­ten Staf­fel von AKTE X, die auf Deutsch exklu­siv bei dani books ver­öf­fent­licht wird. Der zwei­te Band ist für Früh­jahr 2014 in Vor­be­rei­tung. Über die Qua­li­tät des Comics kann man sich in einer Lese­pro­be ein Bild machen.
Akte X, Staf­fel 10 – Band 1: Belie­vers
Sto­ry: Joe Har­ris & Chris Car­ter
Zeich­nun­gen: Micha­el Walsh
Paper­back, 17 x 26 cm, 136 Sei­ten
14,00 EUR
Dezem­ber 2013
ISBN 978–3‑944077–44‑4
Emp­foh­le­nes Lese­al­ter: ab 12 Jah­ren
Dani Books
Cover­ab­bil­dung Copy­right Dani Books
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Markus Heitz´ ZWERGE als Comicalbenserie bei Splitter

Cover "Die Zwerge 01"

Mar­kus Heitz’ im Jahr 2003 ver­öf­fent­lich­ter Roman DIE ZWERGE (dem bis 2008 noch drei wei­te­re ZWER­GE-Wer­ke folg­ten) zählt zu den erfolg­reichs­ten deut­schen Fan­ta­sy­Ro­ma­nen und befand sich über Mona­te auf den Bel­le­tris­tik-Best­sel­ler­lis­ten. Für Heitz selbst mar­kier­te die Ver­öf­fent­li­chung den end­gül­ti­gen Durch­bruch als Autor. Es folg­ten Hör­buch-Adap­tio­nen und spek­ta­ku­lär insze­nier­te Lesun­gen, die einem auf­wän­di­gen Thea­ter­stück gli­chen.

Kon­zi­piert als vier­bän­di­ge Rei­he (die nach Abschluss zudem um eine Gesamt­aus­ga­be im klei­ne­ren Gra­phic Novel-For­mat ergänzt wer­den soll), beginnt nun beim Split­ter Ver­lag die nächs­te media­le Über­set­zung des ers­ten Buchs: Der spek­ta­ku­lä­re Über­le­bens­kampf der Zwer­ge, deren Land von gleich drei gewal­ti­gen Kräf­ten bedroht wird – den Trol­len, den Ogern und den Orks –, hält nun auch im Comic Ein­zug.

In Zusam­men­ar­beit mit Sze­na­rist Yann Krehl (DAS WOLKENVOLK, FROSTFEUER) wird Zeich­ner Che Ros­sié den Roman adap­tie­ren. Ein atem­be­rau­ben­des Comic­de­büt des bis­lang haupt­säch­lich im Rol­len­spiel-Seg­ment täti­gen Mön­chen­glad­ba­chers.

Erschei­nungs­ter­min des ers­ten Ban­des ist der 1. Dezem­ber 2013. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auch direkt beim Ver­lag.

Die Zwer­ge – Band 1
Ros­sié, Krehl, Heitz
Fan­ta­sy-Comic­al­bum
Alben-Über­for­mat, HC
48 Sei­ten,
€ 13,80 [D] € 16,20 [A]
ISBN: 978–3‑86869–541‑0
Split­ter

Quel­le: und Cover­ab­bil­dung: Split­ter

Wahnsinn! »S« von J. J. Abrams und Doug Dorst

Cover S

Heu­te schrei­be ich über ein Buch, bevor ich es gele­sen habe. War­um ich das tue? Ein­fach: Weil ich noch nie etwas so Abge­fah­re­nes gese­hen habe und auch noch nie ein Buch mit einem der­ar­tig coo­len und kon­se­quent durch­ge­zo­ge­nen Kon­zept in Hän­den hat­te. Allein auf­grund der Auf­ma­chung hat es bei mir bereits gewon­nen, bevor ich auch nur eine Zei­le gele­sen habe. Das ist kein Lesen, das ist Erle­ben.

Es war bekannt, dass es ein Buch mit dem Titel »S« geben wür­de, bei dem die Idee vom Regis­seur, Pro­du­zen­ten und Hol­ly­wood-Wun­der­kind J. J. Abrams stammt, der bekann­ter­ma­ßen nicht nur STAR TREK auf­ge­mischt hat, son­dern auf bei der Fort­füh­rung der STAR WARS-SAGA Regie füh­ren wird. Umge­setzt wur­de die­se Idee vom preis­ge­krön­ten US-Autor Doug Dorst.

Das Kon­zept ist der Knül­ler. In einem Papp­schu­ber fin­det sich das Buch SHIP OF THESEUS des Autoren V. M. Stra­ka, das schein­bar aus dem Jahr 1949 stammt, auf alt getrimmt ist und aus­sieht wie ein Biblio­theks­exem­plar, inklu­si­ve Inven­tur­auf­kle­ber und Aus­leihstem­peln auf der letz­ten Sei­te. Schlägt man es auf, trifft man nicht nur auf zahl­lo­se Rand­no­ti­zen, die von den eigent­li­chen Prot­ago­nis­ten ver­fasst wur­den, son­dern es lie­gen zudem Unmen­gen von Begleit­ma­te­ri­al zum Inhalt bei: Post­kar­ten, Zei­tungs­aus­schnit­te, Ein­tritts­kar­ten, hand­schrift­li­che Noti­zen und Abhand­lun­gen, Skiz­zen auf Ser­vi­et­ten (im Ernst!) und sogar eine Dechif­frier­schei­be, die man offen­bar benö­tigt, um das Rät­sel zu lösen. Die Illu­si­on ist so echt, dass man meint, ein altes Buch zu rie­chen, obwohl der muf­fig-Fak­tor fehlt, wie ein schnel­les Schnüf­feln bewies.

Hin­ter­grund: In einer Leih­bü­che­rei ent­leiht eine jun­ge Frau das Buch und ent­deckt dar­in die Anmer­kun­gen eines Frem­den. Sie fügt ihre Anmer­kun­gen hin­zu und lässt das Buch wider­um für den Frem­den zurück, der erneut ant­wor­tet. Die­ses Spiel wie­der­holt sich mehr­fach und das Ergeb­nis des Aus­tauschs über die Aben­teu­er des fik­ti­ven Autoren und der Recher­chen der bei­den erge­ben das Gesamt­kunst­werk.

Und hier zeigt sich auch, dass man­ches eben nicht als eBook geht. »S« liegt auch als eBook vor, aber das Gesamt­kon­zept funk­tio­niert in elek­tro­ni­scher Form nicht, in die­sem Fall geht durch die zahl­lo­sen Gim­micks, das auf alt getrimm­te Buch und Rand­no­ti­zen und ‑Zeich­nun­gen, aus­schließ­lich das gedruck­te Werk.

Buch mit Gimmicks

Gran­di­os und vor allem: das ist mit der­art viel Lie­be fürs Detail umge­setzt, dass es eine wah­re Freu­de ist. Das Papier des Buches ist an den Rän­dern ver­gilbt, bei den unge­zähl­ten Gim­micks hat man Wert auf Authen­ti­zi­tät gelegt, bis hin zu Brief­mar­ken und Post­stem­peln – oder eben der erwähn­ten Ser­vi­et­te: es han­delt sich wirk­lich um eine.

Ich kann jedem, der auf sol­ches abge­fah­re­ne Zeug steht nur enpfeh­len: kau­fen! Selbst wenn der Inhalt schlecht sein soll­te, was ich nicht glau­ben kann, sind allein die Auf­ma­chung und die zahl­lo­sen Bei­la­gen die müden 17 Euro Wert, die man auf Ama­zon dafür ansagt. [Update: Der Preis ist kurz nach der Ver­öf­fent­li­chung die­ses Arti­kels von Ama­zon wie­der auf 19,95 Euro hoch­ge­setzt wor­den. Das ist aber immer noch ein Mords­preis für das Gebo­te­ne]

PREACHER-Pilotfilm für AMC?

Cover PREACHER 1

BREAKING BAD ist an sei­nem Ende ange­kom­men und MAD MEN auf einem abstei­gen­den Ast. Da wun­dert es nicht, dass der Sen­der AMC auf der Suche nach einer Serie ist, um die­se Lücken zu fül­len.  Angeb­lich hat man des­we­gen einen Pilo­ten für eine Show nach den PRE­A­CHER-Comics von Garth Ennis und Ste­ve Dil­lon bestellt, zumin­dest berich­ten das ver­schie­de­ne US-Web­sei­ten.

In den PRE­A­CHER-Comics ist Jes­se Cus­ter ein Pre­di­ger in einer US-Klein­stadt, zer­ris­sen zwi­schen Schnaps und Sün­de, der eines Tages von einem merk­wür­di­gen Wesen beses­sen wird, der unhei­li­gen Ver­bin­dung zwi­schen einem Engel und einem Dämon. Dadurch wird er mit immenser Macht erfüllt und kann das »Wort Got­tes« spre­chen, das jeder­mann tun lässt, was immer er will. Er macht sich auf die Jagd nach dem All­mäch­ti­gen, der in sei­nen Jes­ses Augen sei­ne Schöp­fung ver­las­sen hat, um ihn dafür zah­len zu las­sen. Beglei­tet wird er von sei­ner Ex-Freun­din Tulip, jetzt eine Pro­fi­kil­le­rin, und einem ein­hun­dert Jah­re alten iri­schen Vam­pir namens Cass­idy.

Es geht in den PRE­A­CHER-Comics nicht eben zim­per­lich zu und man darf gespannt sein, wie AMC das in eine Serie umset­zen lässt. Doch zuerst ein­mal soll es angeb­lich einen Pilot­film geben – und auf­grund des­sen wird dann ent­schie­den, ob eine Show grü­nes Licht erhält. Plä­ne für ein Pro­jekt auf Basis der Comics exi­tie­ren bereits seit ein­ger Zeit, es soll­te einen Film geben und es waren bei­spiels­wei­se D.J. Caru­so und Kevin Smith invol­viert. Es exis­tie­ren aller­dings im Moment kei­ne Infor­ma­tio­nen dar­über, wer bei der Serie pro­du­zie­ren könn­te oder wer der Show­run­ner ist.

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Cover PREACHER 1 Copy­right Vertigo/​DC Comics

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Übermorgen: PERRY RHODAN-Planetenroman 27 – DESERTEUR DER USO

Cover DESERTEUR DER USO

Am Frei­tag erscheint in der Rei­he der Neu­auf­la­gen von klas­si­schen PERRY RHODAN-Pla­ne­ten­ro­ma­nen bereit die Num­mer 27. Sie stammt von Alt­meis­ter Hans Knei­fel und trägt den Titel DESERTEUR DER USO. Der Roman führt ins 25. Jahr­hun­dert und spielt zu einer Zeit, als das Sola­re Impe­ri­um es mit den Meis­tern der insel und der Ers­ten Schwin­gungs­macht zu tun hat. Bei der USO han­delt es sich um eine Geheim­or­ga­ni­sa­ti­on, die sich dem Schutz der Mensch­heit ver­schrie­ben hat und an deren Spit­ze der Arko­ni­de Atlan steht.

Klap­pen­text:

Im frü­hen 25. Jahr­hun­dert gärt es nach wie vor in der Gala­xis. Zwar sind kei­ne Angrif­fe von außen zu befürch­ten, aber immer wie­der bedro­hen Ver­bre­cher die Sicher­heit der Mensch­heit und ihrer Ver­bün­de­ten.
Eine gro­ße Gefahr sind Pira­ten, die mit ihren moder­nen und gut aus­ge­rüs­te­ten Raum­schif­fen Händ­ler im Welt­raum über­fal­len und aus­rau­ben. Sie unter­wan­dern gan­ze Pla­ne­ten­re­gie­run­gen und sind kaum zu fas­sen – nie­mand weiß, wo sie sich ver­ste­cken.
Atlan, der Arko­ni­de, ist um die­se Zeit Lord­ad­mi­ral und Chef der USO, einer inter­stel­la­ren Poli­zei­trup­pe. Im Auf­trag der Mensch­heit setzt sich der Lord­ad­mi­ral auf die Spur eines gewal­ti­gen Ver­bre­cher­syn­di­ka­tes, das gan­ze Pla­ne­ten unter sei­ner Kon­trol­le hat …

Der Roman wur­de wie immer behut­sam über­ar­bei­tet, ein Nach­wort ord­net ihn ins Per­ry­ver­sum ein, damit fin­den sich auch Neu­le­ser bes­ser zurecht. Das Titel­bild schuf erneut Dirk Schulz.

DESERTEUR DER USO erscheint am Frei­tag, 15. Novem­ber 2013. Das Taschen­heft ist 160 Sei­ten stark und kos­tet 3,90 Euro (in Öster­reich sind es 4,50 Euro, in der Schweiz 7,60 Fran­ken). Selbst­ver­ständ­lich liegt der Roman auch als eBook vor, für die­ses muss man 2,99 Euro berap­pen.

Cover DESERTEUR DER USO Copy­right VPM

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Erschienen: MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY 2013

Cover Magira 2013

Heu­te erscheint die Aus­ga­be 2013 von MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY.

Seit 2001 infor­miert MAGIRA – Jahr­buch zur Fan­ta­sy zuver­läs­sig über main­strea­mi­ge und rand­sei­ti­ge Aspek­te der Fan­ta­sy in Deutsch­land. Auch die Aus­ga­be 2013, zusam­men­ge­stellt von den Her­aus­ge­bern Her­mann Rit­ter und Micha­el Hai­tel, nimmt das gan­ze Bild ins Auge. Zahl­rei­che Rezen­sio­nen und Arti­kel bli­cken auf das Fan­ta­sy-Jahr. Dazu: Inter­views mit Tama­ra Gar­cia, Phil­ipp Fabi­an Köl­mel, Jani­na Rob­ben, Sarah Rich­ter, Tho­mas Fran­ke, Lothar Bau­er. Ein Nach­ruf auf Jack Van­ce. »Mor­tal? Post­mor­tal? Scheiß­egal! Die Fan­tas­tik und der Tod« von Johan­nes Rüs­ter.

Aus dem Inhalt:

- No Train­spot­ting. Vor­wort von Her­mann Rit­ter und Micha­el Hai­tel
– Fan­ta­sy in deut­schen Wor­ten. Buch­be­spre­chun­gen, zusam­men­ge­stellt von Her­mann Rit­ter
– Plau­de­rei­en am Kamin. Fan­ta­sy-Neu­erschei­nun­gen 2012/​2013 von und mit Karl E. Aul­bach
– Auf den Schirm! Fan­ta­sy, Hor­ror und Fan­tas­ti­sches für den Moni­tor von Gerd Frey
– Von mäch­ti­gen Zau­be­rern, zyni­schen Unto­ten und dämo­ni­schen Rie­sen­pin­gui­nen. 10 Jah­re Age of Won­ders: Shadow Magic von Ales­san­dra Ress
– Wo die Fan­ta­sy lau­fen lernt. Fan­ta­sy im Kino von Jörg Krö­mer
– Rubin­rot. Der Kom­po­nist Phil­ipp Fabi­an Köl­mel im Inter­view mit Ste­fa­nos Tsa­rouch­as
– Ich bin ein Detail­fa­na­ti­ker. Jani­na Rob­ben im Inter­view mit Micha­el Hai­tel
– Ein Pro­jekt aus der Fami­lie. Emme­richs Books & Media von Peter Emme­rich
– Da bin ich mein eige­ner Chef. Sarah Rich­ter im Inter­view mit Micha­el Hai­tel
u.v.a.m.

MAGIRA 2013 umfasst 420 Sei­ten, davon zehn in Far­be. Das Paper­back ist zum Preis von 14,90 EUR auf Amrun​-Markt​.de und im Buch­han­del erhält­lich.

Micha­el Hai­tel & Her­mann Rit­ter (Hrsg.)
MAGIRA – JAHRBUCH ZUR FANTASY
Aus­ga­be 2013
Fan­ta­sy Club e.V., Darm­stadt, Okto­ber 2013, 420 Sei­ten, Paper­back
ISBN 978 3 935913 13 3 – EUR 14,90 (DE)

Cover Magi­ra 2013 Copy­right Fan­ta­sy Club e.V.

[aartikel]3935913133[/aartikel]

Amazon beendet Paperwhite-Aktion vorzeitig: Kunden sauer

Kindle Paperwhite 2

Ursprüng­lich hät­te das Ange­bot bis zum Ende Novem­ber gel­ten sol­len: Prime-Kun­den bei Ama­zon hät­ten den neu­en Kind­le Paper­white bis zu die­sem Zeit­punkt für 99 Euro statt dem Nor­mal­preis von 129 Euro kau­fen kön­nen sol­len. Das wur­de ges­tern heim­lich still und lei­se been­det, den zuge­hö­ri­gen Gust­schein­code kann man nicht mehr anwen­den, damit zahlt wie­der jeder den Nor­mal­preis. Die Kun­den reagie­ren in den Ama­zon-Foren und auf ande­ren Platt­for­men unge­hal­ten.

Irgend­ei­ne Ankün­di­gung gab es nicht, auch eine offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me Ama­zons steht aus. Angeb­lich bekommt man auf Anfra­gen beim Sup­port unter­schied­li­che Ant­wor­ten – das wun­dert aber auch nicht, die Qua­li­tät Aus­sa­gen des Ama­zon-Kun­den­diens­tes hän­gen schwer davon ab, mit wem man dort kom­mu­ni­ziert und die ers­te Stu­fe (offen­bar nach Indi­en oder sonst­wo­hin out­ges­our­ced) kann man ohne­hin ver­ges­sen, da man von denen qua­si nie eine sinn­vol­le Ant­wort bekommt.

Eine der Ant­wor­ten ist: »das Kon­tin­gent ist auf­ge­braucht«, das hal­te ich aller­dings für eine lah­me Aus­re­de, denn man kann den neu­en Paper­white nach wie vor bestel­len und erhält ihn auch sofort. Man kann nur ver­mu­ten, dass tat­säch­lich deut­lich mehr der Gerä­te abge­setzt wur­den, als Ama­zon das vor­her­ge­se­hen hat­te. Die­se Vor­stel­lung dürf­te dem Buch­han­del nicht beha­gen.

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Pro­mo­fot Kind­le Paper­white 2 Copy­right Ama­zon

Amazon-Pressemitteilung: Buchhändler sollen direkt an Kindle-Verkäufen mitverdienen

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Soeben weist mich Cynx auf eine auf­se­hen­er­re­gen­de Pres­se­mit­tei­lung von Ama­zon hin. Der Onlin­ever­sen­der bie­tet Buch­händ­lern an, dass sie Kind­les ver­kau­fen kön­nen. Auf alle über die jewei­li­gen Gerä­te ver­kauf­ten eBooks erhält der Buch­händ­ler danach für zwei Jah­re einen Anteil von 10% des (Net­to-) Ver­kaufs­prei­ses. Alter­na­tiv kann man auch die eRea­der und Tablets güns­ti­ger erhal­ten (und somit mehr über den Ver­kauf ver­die­nen), bekommt dann aber kei­ne eBook-Absatz­be­tei­li­gung.

Dabei ist die Erst­be­stel­lung von Kind­les für die Buch­händ­ler völ­lig pro­blem­los, denn Ama­zon nimmt sie inner­halb von sechs Mona­ten zum vol­len Preis zurück, damit kön­nen die Betrei­ber der Buch­lä­den somit ohne Risi­ko tes­ten, ob der Absatz funk­tio­niert.

Der­zeit gibt es die­ses Betei­li­gungs­mo­dell vor­erst nur in den USA, aber es ist abzu­se­hen, dass Ama­zon es mit Sicher­heit auch hier in Deutsch­land ein­füh­ren wird. Ist das der Aus­weg aus dem eBook-Dilem­ma der Buch­händ­ler? Erneut muss man dem Onlin­ever­sen­der zuge­ste­hen, der Kon­kur­renz nicht um Jah­re, son­dern um Äonen vor­aus zu sein. Zweck der Akti­on ist es natür­lich, die eige­ne Vor­macht­stel­lung noch wei­ter aus­zu­bau­en, aller­dings ist das Kon­zept nicht anders als bahn­bre­chend zu nen­nen.

Wür­de das auch in Deutsch­land ein­ge­führt, wäre das Zeter und Mor­dio-Geschrei ins­be­son­de­re des Groß- und Zwi­schen­han­dels sicher­lich tosend, denn das brä­che uralte, star­re (und zu nicht gerin­gen Tei­len inzwi­schen auch über­flüs­si­ge) Buch­han­dels­struk­tu­ren auf. Für den Buch­händ­ler ist das im Prin­zip eine fei­ne Sache: nach dem Ver­kauf ver­dient er an jedem abge­setz­ten eBook mit, ohne auch nur einen Fin­ger zu rühen.

Ich bin schon sehr gespannt, wie die hie­si­ge Bran­che dar­auf reagie­ren wird, die alles ande­re als agil ist – erfah­rungs­ge­mäß mit Geze­ter … :)

Update

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