THE HOBBIT: THE DESOLATION OF SMAUG – Bundesstart 12.12.13
Fantasy gehört nicht zu meinen bevorzugten Film-Genres. Selbst Klassiker wie DER DUNKLE KRISTALL oder die ersten beiden CONAN Filme standen in der Konsumpflicht nicht ganz vorne. Dafür liebe ich das Spektakel. Und Spektakel war, was
Peter Jackson mit der HERR DER RINGE Trilogie versprach und lieferte. Filme, die nur fünf Jahren vor ihrem Erscheinen in dieser Umsetzung gar nicht möglich gewesen wären. Der HOBBIT als Verfilmung, war natürlich dem Erfolg der Vorgänger-Trilogie geschuldet. Und niemand wollte ernsthaft darauf verzichten. Ein Spektakel wurde versprochen, und Peter Jackson hat geliefert. Jetzt in 3D, dem jungfräulichen Dolby Atmos und erstmals ein Film, aufgenommen und vorgeführt mit 48 Bildern in der Sekunde. Da geriet die Handlung schnell in den Hintergrund. Allerdings nicht ohne ein unsicheres Gefühl hinterlassen zu haben. Denn hinter all dem technischen Spektakel verbarg sich ein Film, aus dem man nicht wirklich schlau wurde. War er müder Abklatsch, oder geniale Weiterführung, in diesem Fall Vorweggreifen. Die Handlung und ihre Inszenierung von EINE UNERWARTETE REISE mussten alle Arten von Kritik ertragen, die in sachlicher Weise vorgetragen, in ihrer gesamten Bandbreite oft gerechtfertigt waren.
Regisseurin Kimberly Peirce ist mit ihrem erst dritten Langfilm innerhalb von 14 Jahren, ein beeindruckendes Werk gelungen. Allerdings schreit CARRIE förmlich immer wieder nach PSYCHO, Gus Van Sants Szene-für-Szene-Remake. Was das Marketing als Neuinterpretation anpreist, ist in Wirklichkeit eine sich selbst opfernde Verbeugung vor dem Klassiker. Nicht dem Debüt-Roman von Stephen King, sondern der Filmadaption Brian De Palmas. Für den hat 1976 Lawrence D. Cohen das Drehbuch geschrieben, der auch in der neuen Fassung neben Roberto Aguirre-Sacasa aufgeführt wird. Dem geneigten Zuschauer werden also keine neue Sichtweise auf die Geschichte geboten, oder gar modernisierte Ansätze offeriert. Carrie White ist nach wie vor das gehänselte Mauerblümchen, das von ihrer herrischen Mutter im religiösen Eifer erzogen wurde. So wundert es nicht, dass Carrie keine Ahnung davon hat, was mit ihr passiert, als sie nach dem Turnunterricht unter der Dusche ihre erste Periode bekommt. Anstatt Carrie zu helfen, machen sich ihre Mitschülerinnen über sie lustig und verspotten sie lautstark. Dies setzt eine Reihe von Ereignissen in Bewegung, an deren Ende Carries endgültige und öffentliche Demütigung stehen soll. Doch ausgelöst durch den Vorfall in der Dusche, entdeckt Carrie ihre telekinetischen Fähigkeiten, erforscht diese und baut sie immer weiter aus. Und am Abschlussball wird die eskalierte Auseinandersetzung ihr infernalisches Ende finden.
THE HUNGER GAMES: CATCHING FIRE – Bundesstart 21.11.2013
Lionsgate hat sich keine Zeit gelassen, und dies wird überaus belohnt. DIE TRIBUTE VON PANEM war schon ein kalkulierter Erfolg, doch mit fast 700 Millionen Dollar, hatte man dann doch nicht gerechnet. Dieses Feuer durfte also nicht ausgehen, und eine etwas überstürzt wirkende Vorproduktion war dabei eine weise Entscheidung. Denn andere Reihen müssen mit Abständen von mindestens zwei, eher drei Jahren zwischen den einzelnen Teilen das Feuer beim Publikum immer wieder neu entfachen. Nach nur 20 Monaten war das begeisterte Hunger-Games-Publikum noch immer heiß. Zudem verlegte sich damit der Start außerhalb der an Konkurrenz nicht zu überbietenden Sommer-Saison. CATCHING FIRE bricht nicht unbedingt alle Rekorde, aber seine bisherigen Ergebnisse übertreffen erneut die Erwartungen. Und das verdient, denn die zweite Adaption von Suzanne Collins´ Roman-Trilogie, ist der weit bessere Film. Was zu weiten Teilen auch an Garry Ross gelegen haben mag, der eine akzeptablen Vorlage inszeniert hatte, den Stoff aber in seiner eigentliche Tiefe aber nicht zu vermitteln verstand. Wegen der kurzen Vorproduktionsphase, sah sich Garry Ross außerstande, seine Vision des zweite Teils für ihn adäquat umzusetzen. Er verabschiedete sich, und machte Platz für Francis Lawrence, der aber erst nach einigen Abwägungen verpflichtet wurde.
Seit SLUMDOG MILLIONAIRE ist der filmische Blick auf Indien auch von europäischer Seite aus geschärft. Später hat LIFE OF PI noch einmal nachgeschoben. Eigenartigerweise wird dabei gerne außer Acht gelassen, das der Erste eine britische und der Zweite eine taiwanesische Produktion ist. Bis dahin war der indische Film immer mit dem Klischee einhergegangen, dass selbst in den tragischsten Situationen die Darsteller in Gesang und Tanz ausbrechen würden. Doch LUNCHBOX zeigt nicht nur eine ganz andere Art Film, sondern auch eine sehr eigene Art, eine Geschichte zu erzählen. Die Werbetrommeln möchten LUNCHBOX als Feel-Good-Movie verstanden wissen, liegen damit allerdings deutlich daneben. Doch die Geschichte von Saajan und Ila zu kategorisieren ist ein schweres Unterfangen. Denn so witzig er stellenweise ist, umso trauriger ist er manchmal auch. Er stimmt nachdenklich, und macht dennoch Freude. Es ist eben ein indischer Film, der nicht auf die Standards zurückgreifen muss, die Hollywood so erfolgreich machen. Dass er dennoch mit diesen Standards spielt, sie andeutet und wieder verwirft, dass macht die zauberhafte Stimmung von LUNCHBOX aus.
Wir lesen sie allenthalben: Die Beteuerungen der Verlage, für lange Jahre Torwächter für die Umsetzung von Manuskripten der Autoren in Buchform und einzige Chance für diese Schriftsteller, seine auf Papier gefassten Gedanken und Geschichten an die Leser zu bekommen, sie seien die Garanten für Qualität. Das Veröffentlichungs-Monopol der klassischen Verlage ist mit dem Internet Geschichte. Einerseits kann jeder im Netz oder beim Erzfeind Amazon veröffentlichen, andererseits ermöglichen die modernen Techniken in der Bugwelle der weltweiten Kommunikationsnetze sogar Laien den Zugriff auf Publikationsformen, die bisher den Profis vorbehalten waren. Wer hätte noch vor zehn Jahren gedacht, dass wir heute mittels Print On Demand Bücher, echte, gedruckte Bücher, so einfach wie nie zuvor realisieren könnten? Oder dass die sich schon abzeichnenden aber noch völlig uninteressanten eBooks einmal zu einem echten Faktor, einer Revolution, werden würden? Und bei den elektronischen Publikationen ist es noch viel einfacher, diese unter die potentielle Leserschaft zu bekommen.
For some days now I am a proud owner of an Oculus Rift developer kit. Since I attended a press demo of EVE VALKYRIE at the Gamescom this summer, the device just would not let me go. The experience was so intensive and the feeling of the game so innovative, that I think the OR will be THE most significant revolution in the gaming sector of recent years. So I regularily checked ebay for a device, very well knowing that I can only get a developer version at the moment – and that it suffers by seeing a grid pattern due to the low resolution of the display at just 1280 by 800 pixels. But for tests and probably experiments with the various developer IDEs I did not care. And really: with lots of the available techdemos you just forget the low resolution immediately, being entranced by the unbelievable immersion.
You should not disregard, however, the problems with »simulator sickness«. What happens in the game does not fit to what the organ responsible for sense of balance in the middle of your ear tells the brain – so even persons not susceptible to sea- or travel sickness that have no problems whatsoever with modern 3D-computer games can get affected. Believe me, I know what I’m talking about. :o) The developers of the device is trying to minimize these simulator sickness effecs by improving the head trackers, but I think this problem will persist. Because of the organ in your middle ear.
Seit ein paar Tagen bin ich stolzer Besitzer einer Developer-Version der VR-Brille Oculus Rift. Seit ich auf der Gamescom an der Pressedemo von EVE VALKYRIE teilgenommen habe, hat mich das Ding nicht mehr losgelassen. Die Erfahrung war so intensiv und das Spielerlebnis so innovativ, dass ich die OR seitdem für DIE Revolution im Spielebereich seit Jahren halte. Deswegen hielt ich auf ebay Ausschau, wohl wissend, dass ich im Moment nur eine Entwicklerversion bekommen kann – und bei dieser sieht man aufgrund der vergleichsweise geringen Auflösung von 1280x800 Pixeln noch ein Gittermuster. Aber das war mir für Tests und vielleicht Versuchen mit Entwicklungsumgebungen egal. Und bei etlichen der zahllosen Techdemos vergisst man die geringe Auflösung auch fast sofort, denn die Immersion ist einfach unglaublich.
Nicht vernachlässigen sollte man allerdings das Problem der sogenannten »Simulator Sickness«. Das Spielgeschehen passt nicht zu dem, was der Gleichgewichtssinn im Mittelohr erlebt, deswegen kann auch bei Personen, die üblicherweise keine Probleme mit See- oder Reisekrankheit haben, und die mit 3D-Computerspielen problemlos zurecht kommen, Übelkeit auftreten. Glaubt mir, ich weiß wovon ich rede. :o) Man will beim Entwickler der Brille durch Verbesserungen der Headtracker versuchen, die Simulator Sickness zu minimieren, ich gehe aber davon aus, dass diese weiterhin ein Problem bleiben wird. Wegen des Mittelohrs.
Es war ein Wunschkind seit Mitte der Neunzehnhundertachtziger. Die vorgetäuschte Rivalität zwischen den Heroen, die das Action-Genre zu dieser Zeit fast alleine bestritten, war kein Hinderungsgrund für Stallone und Schwarzenegger, immer wieder Pläne für ein gemeinsames Projekt zu schmieden. Es hätte der Film der Filme werden können, was grobe Geschichten und sinnbefreiter Aktionen angegangen wäre. Aber ständig hakte es am Drehbuch selbst, und auch an Terminproblemen. Schließlich kam endgültig die Politik dazwischen. Erst Schwarzeneggers Gastauftritt bei Stallones EXPENDABLES ließ das gemeinsame Projekt wieder ans Tageslicht kommen. Fast dreißig Jahre später ist es dann tatsächlich soweit. Und Antoine Fuqua hätte Regie führen sollen, es hätte wahrscheinlich sogar Stallones eigene Hommage an die Achtziger mit EXPENDABLES übertroffen. Doch die Regie übernahm Mikael Håfström. Der Schwede hat sich im Regiestuhl Respekt verschafft, aber wirklich aufgefallen war er nur mit seinem Drehbuch für die außerordentliche Komödie KOOPS.
Die Besprechung bezieht sich auf die amerikanische Originalfassung im Rahmen des Fantasy Filmfest
Noch bevor Simon Barrett an der Tastatur und Adam Wingard vom Regiestuhl aus, Horrorfreunde mit zwei Teilen V/H/S und dem ABC OF DEATH erfreuten, war da ein besserer, weit unterhaltsamerer Film von ihnen, der allerdings verkümmernd auf Halde lag. YOU’RE NEXT war bereits 2011 produziert, und fand lediglich auf dem Toronto International Film Fest und dem Fantastic Fest ein begeistertes Publikum. Lionsgate hatte zwar umgehend die Rechte erworben, ließ sich aber trotz vehementer Nachfrage und einhergehenden Protesten zwei Jahre lang Zeit. Dabei waren die Macher mit A HORRIBLE WAY TO DIE bei Genre-Freunden schon vorher längst bekannt geworden, so wäre YOU’RE NEXT eigentlich schon damals eine sichere Sache gewesen. Dafür ist die Freude nun umso größer, dass dieses durchaus ansehnliche Blut-Fest nun endlich doch den Weg in die Multiplexe weltweit findet. Nicht weil er den Slasher-Film neu erfindet, aber sich weit vom Horror-Einerlei im Allgemeinen abhebt.
Zuerst einmal ist an dieser Stelle der deutschen Marketing-Abteilung der Walt Disney Studios Motion Pictures ein herzlicher Dank auszusprechen, die dem Volke im Titel nicht nur die »2« schenken, nein, sie übersetzen auch noch das amerikanische »World« mit »Kingdom« ins Deutsche. Ich frage nicht, warum.
Die erste Phase kulminierte in einem furiosen Action-Spektakel, das zu Recht zum besten Superheldenfilm avancierte, den das Popcorn-Kino erleben durfte. THE AVENGERS war nicht einfach nur spektakuläres Kino, sondern eines der ausgewogensten, am besten durchdachtesten, und schlüssigsten Mainstream-Produkte seit langem, und noch lange Zeit danach. Und wer WATCHMEN immer noch für besser hält, der soll sich vor Augen halten, dass dieser nicht als Popcorn-Mainstream konzipiert war. THE AVENGERS haben das Sommer-Kino neu definiert, weil er alles vereinte, und auch alles richtig machte, was beste Unterhaltung ausmacht. Es war jedem klar gewesen, dass Phase Zwei, die selbstständigen Leckerbissen, die auf den zweiten Avengers-Film vorbereiten, aber dennoch eigene Geschichten erzählen, nur verzweifelte Versuche werden mussten. Größer, aber auch homogener als AVENGERS, konnte kein nachfolgender Film werden. Und wenngleich dies nach wie vor zutrifft, so überraschte IRON MAN 3 doch über aller Maßen. Und als zweiter Post-AVENGER-Film muss sich auch THOR: THE DARK WORLD nicht mehr verstecken. AVENGERS hat gezeigt, dass wesentlich mehr Potential in Darsteller und Figur des Thor steckt, als der flaue Erstling vermuten lassen wollte. Mit einem ausgeklügelten Drehbuch und einer pointierten Regie, beweist sich der nordische Held also doch als überzeugender Einzelkämpfer.
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